Montag, 12. Juni 2017

UiUiUi

ach herrje,

wenn ich schonmal den Arzt anrufe und um Hausbesuch bete, weil Haus verlassen war heute früh denkbar unmöglich.

Hausdoc ist natürlich im Urlaub.
Seine Vertretung find ich unmöglich. Der hat nie und nimmer studiert (so kommts mir vor).
Hmmm weiter überlegt.
Mit mir gerungen: so schlimm ist es doch nicht.
Es war schlimm. Ich hatte das Gefühl jederzeit gehn die Lichter aus. Blutdruck war aber recht normal, fast zu normal für mich. Aber als ob nicht genug Sauerstoff im Hirn wäre.
Jedenfalls: kurz vorm umkippen.

Also ärztlicher Notdienst. Mit denen kann man erstmal quatschen und dann schauen was man macht, die organisiseren auch Hausbesuche ect. Weil für Notarzt gings mir ja immer noch viel zu gut *Augen verdreh*.
Dazu kommt der immense Streß: Fremde Person, viele Fragen (schwanger, genug getrunken/gegessen) was mich fuchsig macht, weil ich nur wenn ich wirklich nicht mehr weiter weiß jemand anrufe und nicht weil seit ner halben Stunde der Blutdruck mal etwas schwächelt...
irgendwie hatte ich das Gefühl so ein Besuch schade mir eher noch mehr...aber was tun?
Also nach viel Überwindung beim Notdienst angerufen, die wiederum haben eine neue Nummer.
Ich aufgelegt.
Und heulend zusammen gekracht.
Eine Tavor genommen und wieder ins Bett.
Das war nicht das schlechteste. Der Mittag verlief ganz gut, nachmittag nochmal schlecht und jetzt wirds langsam auch wieder gut.
Zumindest ist das kurz-vorm-Kollaps-Gefühl weg. Das tut gut. Ach wie dankbar man gleich wieder wird wegen so einer Kleinigkeit...

Achso und da war natürlich noch ein immenses Schuldgefühl, weil ich schon wieder alles heute absagen musste.
Meiomei...
Jetzt gehts aber...

Kommentare:

  1. Mit dem Gefühl, gleich umzukippen, hatte ich vor etwa 15 Jahren auch eine geraume Zeit zu kämpfen. Mir wurde vom Therapeuten erklärt, das sei eine Art "Totstellreflex", wenn etwas vermeintlich Belastendes (d.h. man hält es für -emotional- belastend) erwartet wird. Kennt man aus dem Tierreich ;-) ist also was ganz Ursprüngliches in der Menschheitsgeschichte !

    Man soll dem aber nicht nachgeben, da sich der Körper diese Art "Notbremse" angewöhnt.

    Mich traf das wie aus heiterem Himmel, es wurde mir schwarz vor Augen. Ich sah alles nur noch "über einen schwarzen Rand, also "Kurz vor ...", ich legte mich sofort auf den Boden, aus Angst irgendwo mit dem Kopf aufzuschlagen. Danach kam das Gefühl in zeitlichen Abständen immer mal wieder. Körperlich gefunden wurde nichts.

    Als ich mal in einer Therapiestunde so einen "Anfall" bekam, überging der Therapeut das. ....
    Ich war entsetzt und ziemlich erbost, was ich ihm aber nicht zeigte, merkte dann (und lernte dabei), dass sich der "Anfall" von alleine legt. Bei mir war das eine Reaktion des Körpers auf starke Emotionen. Ich kann das manchmal heute noch spüren, wobei es bei weitem nicht mehr so intensiv und nahe am "Umfallgefühl" ist.
    Konzentriere ich mich auf etwas Anderes (z.B. starken Geruch von Eukalyptus), wird es bald besser.
    Ich hoffe, dass es für Dich genauso "easy" laufen kann.

    Liebe Grüße
    Beate

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  2. Hallo Beate,
    das kann ich gut nachvollziehen was das auslöst, wenn das ignoriert wird!
    Aber ich kenne das auch von einigen Angstpatienten: je mehr man dem Aufmerksamkeit gibt desto schlimmer wirds.
    Ich glaube das es bei mir immer noch Nachwirkungen von Streß ist und meine Nebenniere wieder schwächelt. Denn nachmittags geht es besser.
    Das schlimme ist der Druck den ich mir grad selber mache (sozusagen hab ich dann seelischen niedrigen Blutdruck :-)) irgendwelche Termine nachzuholen oder auszumachen.
    Nunja ich übe mich :)
    Liebe Grüße

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