Montag, 26. Juni 2017

Gutes annehmen üben und emotonale Purzelbäume

Ausgangslage: Der Einkäufer von der Tafel bot mir ja an glutenfreies Zeug für mich zu kaufen.
Extra.
Nur für mich.
Ich ihm also den Einkaufszettel in den Briefkasten geworfen. Und dazu auch WO er das Zeug genau im Supermarkt findet (weil mir das eh schon alles irgendwie unangenehm bis peinlich war) und das es egal ist von welcher Firma, oder ob die Kekse jetzt mit Schoko oder ohne.
Also ganz rudimentär: Brot und Nudel, gern eben auch Kekse oder Knabberbrezel.
Prompt kam der Anruf: "Er war grad im Laden, aber da gäbe es ja soviel Auswahl, er wisse da nicht was ich wolle. Wir könnten doch zusammen einkaufen."
*seufz*
Und nicht nur das: Ich kann anrufen wenn ich soweit bin (irgendwann im Laufe des Nachmittags) und er komme dann um mich abzuholen.
Am liebsten wär ich ausgewandert. Ohne Scheiß.
Eine halbe Stunde drückte ich mich um den Anruf.
Es ging dann doch.
Und jetzt hab ich eine riesen Tüte voller Brot und Nudeln.
Und Kekse.
Und Salzbrezel zum knabbern.
Ich war so zaghaft, dass mir der gute Mann noch weitere Brotpackungen richtig aufdrückte.
Das alles annehmen...war unsagbar schwer...und auch jetzt überwiegt eher das schlechte Gefühl (so Richtung Scham aber eher Schuldgefühl) anstatt der Freude über die Hilfe...
mal sehen wie das die Tage so wird.

Und das andere: Irgendwie hab ich Frust. Schlechte Laune.
Bin eindeutig übermüdet. Weil ich mir am Wochenende eben das "soviel schlafen/ruhen wie eben nötig" nicht gönnen konnte. Und stattdessen werkelte. Immer weiter rein in die Erschöpfung. Vor lauter müssen. Erst durch inneres selbstgemachtes müssen, dann von außen weil für heute eigentlich was ausgemacht hatte.
Ich bin im funktionieren drin und himmelweit von mir selbst entfernt.
Zuviel Druck in mir. Kein wollen. Nur müssen.
Anspannung hoch 10, gleichzeitig zutiefst müde.

Noch letzte Woche hatte ich mal kurz Thema: vielleicht drehe ich mich zuviel um mich selbst? Vielleicht tut mir das gar nicht gut? Zuviel psychologisieren?
Aber ich glaube, eher das Gegenteil ist der Fall: Viel zu wenig auf meine Bedürfnisse achten...viel zu sehr im "Du sollst, Du musst!."
Viel zu lange verwahrloste ich...jetzt geht es ums kümmern...auch wenn im Außen was anderes verlangt wird (sei ein laufendes Rädchen in der Gesellschaft!). Es gibt nicht den Plan *fürs richtige* Leben, oder wie es aussehen soll bei allen....

Jetzt also erstmal ruhen...egal was ansteht und das die Sonne draußen scheint...dann seh ich weiter....

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