Freitag, 12. Mai 2017

Wochenrückblick

--Sehr schläfrig, mit Angst-Körpersymptomen ohne psychisch wirklich Angst zu haben--

Was bedeutet das? Ich habe wieder das innere zittern. Das Tic-Gefühl, als ob ich gleich eine heftige willkürliche Bewegung machen würde. Teils ist es auch ein äußeres zittern am ganzen Körper, aber nur ganz kurz, wie ein schütteln. Als ob leicht Strom durch den Körper fließt, mal mehr mal weniger...
Ä.t.z.e.n.d. schon ewig nicht mehr gehabt.

Mir fiel dann ein: ui du hast nicht nur das Magnesium in letzter Zeit vernachlässigt, sondern auch Thema Übersäuerung. Also gleich wieder RMS-Tropfen genommen und ein Natronfußbad. Und ehrlich, DAS kann keine Einbildung sein, nach einer halben Stunde ging es mir schon wieder etwas besser.

Ja ich hab in letzter Zeit geschlampt: so gut wie keine Bewegung und sehr wenig Obst/Gemüse, bei dem nasskalten Wetter keine Lust drauf. Dafür zuviel Flips und Zucker wegen Streß. Also war ich gleich einkaufen: Salat und Obst und Kartoffeln. Ich merk da hab ich jetzt auch wieder richtig Lust drauf, weil ich weiß wie gut es mir tut. Und natürlich mein geliebtes Gerstengras, als Saft.

Und ich hab schon öfters gemerkt, dass Übersäuerung bei mir Depressionen oder diese fiesen Angstattacken auslösen. Beides zusammen hab ich zum Glück fast nie (nicht mehr!).

 https://www.netzwerk-frauengesundheit.com/ich-bin-sauer-warum-ich-mir-damit-schade/
Zitat:
Nicht nur Fehlernährung und Bewegungsmangel begünstigen eine saure Stoffwechsellage, sondern auch Stresshormone: Wem es vor Stress regelrecht den Atem verschlägt, der kann weniger Säuren in Form von Kohlendioxid abatmen und weniger Sauerstoff für die Energiegewinnung einatmen. Das führt zu Übersäuerung – und die überreizt die Nerven. Ihre Aktionspotentiale (der Strom, der durch die Nerven fließt) sind dann zwar kraftloser, aber übererregbar. Wir sind reizbar, überempfindlich und werden leicht sauer – im wahrsten Sinne des Wortes. Denn Stress macht sauer, und sauer macht Stress.

Sonst so:
- eingefallen: ich kann ja wie beim Herd oder Backofen auch die Restwärme in der Infrarotsauna nutzen! Spart ja auch Strom!

- gemacht: erstes Brot im neuen Ofen gebacken, das hat nämlich eine Brotback-Funktion. Lecker!

- geübt: in Akzeptanz, das wohl wirklich im Moment (oder wer weiß wie lange) nur 12 Stunden Arbeit im Monat gehen. Mehr schlecht als recht gelungen. Linkliste zum Thema Ausbildung am Pc gelöscht. Manche Träume sollte man begraben, wenn man merkt: das wird nix mehr und lieber die Kraft dafür hernehmen was geht *super-schlau-daher-red*. Oder: vom toten Pferd sollte man absteigen.

- genossen: Sonne, Wärme! Endlich länger die Fenster auflassen, zumal die neue Küche ja ordentlich ausdünstet.
Aber erstmal hab ich meinem Namen Regenfrau alle Ehre gemacht und das schöne Wetter verflucht, einfach weil ich eh nur ko im Bett liegen konnte. Höchstens mal rüber aufn Friedhof auf die Bank setzen. Höchste der Gefühle.

- genervt: das neue Radl, bzw. was ich so dran ändern will. Allein was ich an dem Sattel (und dem neuen) rumgeschraubt habe und hin und her...WAHNSINN. Auch mit den Schutzblechen werd ich nicht so warm.

- gegessen: Neben zuviel Zucker und Kohlehydrate, letztens ein Brathendl. Hat mich endgültig abgeschossen (eher histamintechnisch), weil ich eigentlich nur mittags vom Stand so ein Hendl esse. Nicht abends aus dem Einkaufsimbiss, weil das dann wahrscheinlich schon ewig unter der Wärmelampe lag und daher eine regelrechte Histaminbombe wird.

gelesen/festgestellt:
„Es ist ein populärer Fehlschluss, dass ein bloßes Erlernen von Entspannung, Meditation, rationalem Denken oder ein gesunder, aktiver Lebensstil der Stress-Reaktivität, die von komplexer PTBS ausgelöst wird, entgegenwirkt", sagt er. „Diese Ansätze positiver Psychologie helfen Menschen mit komplexer PTBS nur weiter, nachdem sie es geschafft haben, ihr Gehirn und ihren Körper vom Überlebensmodus auf einen Zustand gelassenen Selbstvertrauens umzuschalten." 
von hier: https://www.vice.com/de/article/komplexe-posttraumatische-belastungsstoerung-ptbs-514
Ja stimmt und teils auch nicht. Siehe oben: Angst durch Übersäuerung. Und auch das Thema Entspannung/Imagination lag bei mir lange brach, wird aber besser und hilft mir sehr. Mit dem rationalen Denken...nun meinen hungrigen Geist hat das sehr gefallen, aber wirklich geholfen? Nur zum Teil. Ich konnte es besser nachvollziehen, verstehen...gegen üble Zustände hilft das nicht.
Der zweite Absatz: Volltreffer! Seit ich absolut keinen Kontakt mehr zu meiner Familie habe, komme ich langsam aus dem Überlebensmodus raus. Ich werde selbstbewußter, habe mehr Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen.  Werde ruhiger. Brauche auch nicht mehr soviel Narzissmus im Sinne von "ich muss was besonders machen" (vor allem arbeitstechnisch!), sondern kann viel emhr entspannen, durchschnittlich sein und meinen Weg gehen. Meinen Platz in der Welt finden, der für mich passt und nicht den anderen, damit die dann sagen: "oh schau was die tolles macht/ist, die bekommt jetzt Liebe und Anerkennung von mir."
Darum gehts ja letztendlich. Die Realität ist nämlich: egal was ich machte oder nicht, ich bekam einfach nicht die Liebe von meiner Familie die ich gebraucht habe.
Und seit Jahren gibt es Menschen in meinem Umfeld, die mich trotz meiner Schwierigkeiten und "Erfolglosigkeiten" mögen und schätzen.
Weil es nicht darum geht was ich tue oder habe (oder nur zum kleinen Teil) sondern darum wer ich BIN.
Das macht das ganze sehr friedlicher. Ich orientiere mich an meinen Wünschen, Bedürfnissen, Begabungen...und gestalte dann meinen Weg.
Ein schönes Gefühl. Der außerdem viel erfolgreicher ist :-)

gefragt: von einer lieben Freundin: "Und? Kannst du dir auf die Schulter klopfen, dass du den Streß mit der Küche gut gemeistert hast?" Öhhh...gute Frage...ne eher nicht, da ist mehr im Vordergrund: ej da war doch nix! Sollst dich freuen! (Memo an mich: es geht beides: sich überfordert fühlen UND sich freuen).
Ich überlege noch etwas...aber weißte! Sage ich zur lieben Freundin. Ich konnte mich gut so lassen, dass ich mich erst mit den Geräten beschäftigte als ich die Kraft und Nerven dazu hatte! Nämlich erst nach Tagen. Da musste ich mich nicht selber antreiben oder abwerten das ich trotz Spülmaschine noch per Hand abspülte.

- genossen: Gesichts behandlung beim Thailänder. Hach...fast sanft entschlummert...sie fragt mich danach: kein Nacken und Rücken? Ich überlege...ach scheiß drauf...DOCH! Machen wir weiter....ich drehe mich auf den Bauch und lasse mich weiter verwöhnen...kam ja jetzt einiges Geld von Verkäufen rein, das geht schon :) Danach noch in grünen Ecken von München spaziert...meine Erholung...

- gemacht: ins Gras gebissen. Also fast. Ich lag so am See, hörte Musik, versuchte das innere Stromgefühl damit wegzubekommen (gelang etwas), sah mich um und dachte: mensch diese ungemähte Wiese...da oben sind fast nie Hunde, viele Leute lagen bei dem Wetter eh noch nicht hier rum...nimmste was mit, machste Salat draus...Gedacht. Gemacht. Gegessen.

- gehofft: das der neue Kühlschrank leiser ist, als der alte. Dem ist nicht so. Der blubbert, gluckert, seufzt, furzt, quietscht und brummt. Ob ich mich daran gewöhne?
Dafür muss ich nie mehr abtauen. Würd ich aber lieber, wenn stattdessen Ruhe wäre....

- hellfühlen: ich hab wieder meine hellen Momente. Mein voraus-ahnen.
Film gesehen, Iris Berben hat eine Gesichtsmaske auf, es klingelt an der Tür...was machen? Ich dacht so, (und hatte dabei diesen besonderen Moment/besonderes Gefühl: da scheiß ich mir nix mehr, wie mich der Postbote sieht, oder von mir aus die Nachbarn. Meine Hütte, meine Regeln, kann ich rumlaufen wie es mir gefällt. Nach dem Film leg ich mir auch ne Maske auf. Leg die Füße hoch. Klingelts. Ne oder?
Auch noch: ich sitze in einem wunderschön verwilderten Park. Genieße den Anblick, das Vogelgezwitscher...einfach alles...der Kopf wird leerer....kommt mir wie aus dem Nichts ein Gedanke: wieviel Geld einem wohl so im Leben flöten geht, durch falsch heraus gegebenes Wechselgeld???.
Kurz danach geh ich in einen chaotischen Bücherladen..ich stöbere, finde ein Buch, bezahle und? Der Verkäufer gibt mir falsch raus. Vorahnung?
Ich hab Zeiten, da erahne ich Dinge ständig voraus. Nein nicht die Lottozahlen.

- gekauft: Herrlich, wenn ich mal wieder ein Buch finde, das mich nicht mehr loslösst. Diesmal Paul Auster-die Brooklyn Revue. Ich mag Ich-Erzählungen, ich mag Charaktere, die auch nicht so wirklich viel mit Menschen anfangen können und dann schonmal seltsam bis schnodderig daher kommen, wenn das ganze noch mit gutem Humor gespickt ist: love it!

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