Freitag, 5. Mai 2017

Wochenrückblick

 --Sehr anstrengend--

- Völlig ko, bei jedem zusätzlichen Reiz den ich nicht mehr verarbeiten kann: Fieber, extrem schlapp und starke Kreislaufprobleme. Alarmstufe rot.
Heute noch ein Handwerker (kurz) dann: RUHE. Schlaf. Keine Menschen.

- neue Mitbewohner: Utrag, Kylig, Medelstor und Co. YES, the neue Küche ist da, drin und paßt alles! Sieht geil aus. Ganz anderes arbeiten (weil Platte höher). Tolles Gefühl nun eine richtige Küche zu haben (auch das macht was mit dem Selbstwert):

Ich denk immer ich bin in einer fremden Wohnung...es gibt soviele kleine und größere neue Sachen, an die ich mich erst gewöhnen muss (mehr Licht, Tiefkühltruhe muss nicht mehr abgetaut werden, allerlei Extra und die Bedienung des Herds braucht auch noch extra Aufmerksamkeit)...

Und natürlich gibts auch was zu meckern :-) Der Einbau war krass: fast 7 Stunden Lärm und Dreck und Kälte (weil Tür offen), dazu fremde Menschen in meiner Wohnung.
Der Kühlschrank ist etwas klein. Histamintechnisch muss ich ja viel kühlen. Na mal sehen...
Ich spül immer noch per Hand, weil ich keinen Nerv habe mich mit der Geschirrspülmaschine auseinanderzusetzen. Macht auch nix...
Wirklich schön war, dass sich das halbe Haus sehr mitgefreut hat. Durch meinen Aushang (es kann lauter werden ect.)wußte die ja was bei mir los war und dann kamen fleißige Nachfragen. Hat mich echt gefreut.

- gegessen: viel zu viel Gluten. Durch fehlende Küche und so..
Hab wieder meinen alten schlechten Zustand. Nicht nur die Reizüberflutung, sondern auch die Muskelschwäche ist wieder krass. Na ich weiß ja woher es kommt und was ich tun muss. Halbe Miete.

- verkauft: altes Radl vom Papa ging weg. Urlaubskasse gut gefüllt. Juhu!


- Luxus: Für mich ist Luxus ein ruhiges Plätzchen in der Natur. Da D. praktischerweise einen riesen Garten hinterm Haus hat, saß ich da gemütlich im Liegestuhl, ließ mir die Sonne ins Gesicht scheinen und beobachtete einfach die Hühner. Oder das Gras das sich im Wind wog. Oder die vielen Bienen die sich am blühenden Apfelbaum zu schaffen machten.
Oder den Blick einfach über die Felder schweifen lassen....
Erholung pur. Und für mich ganz und gar nicht langweilig. Intro halt :-)



Dazu das passende Buch: der Biophiliaeffekt - Heilung aus dem Wald, von Clemens G. Arvay.
Ist jetzt nicht allzu neues für mich, warum Natur uns gut tut, aber trotzdem ganz interessant.

- apropo introvertiert:



Beste Stellen:
* zart besaitetes Vaserl (erinnert mich an den Spruch: i bin a Schmedderling/welcher Kinderfilm war das nochmal?) dermaßen überforder...

* wer braucht schon Reisen oder Ausflüge oder Sport oder Konzerte oder Theatervorstellungen oder persönlichen Kontakt, es gibt Internet!
Gut bei Ausflüge und Sport leg ich jetzt mal ein Veto ein . Aber reisen im Sinne von umherfahren, mal hier mal da bleiben und übernachten, klingt reizvoll, wäre aber für mich ZUVIELE Reize. Deswegen geht auch komplett andere Kultur/Klima nicht für mich. Urlaub im Sinne: wohin fahren da bleiben, ist schön, aber auch sehr anstrengend, daher eher Futter für den Geist, als wirkliche Erholung (die gibt eher im heimischen Wald, wie geschrieben ;))

- und noch eine gute Seite zum Thema Introvertiertheit 
der Artikel gefiel mir besonders gut
damit musste ich mich lange erstmal aussöhnen mit mir, dass Freundschaften bei mir vielleicht anders aussehen, wie "normal". Die meisten Freunde sehe ich nur alle paar Wochen. Und mir reicht das. Vollkommen.
Mit einer zum Beispiel läuft auch das Treffen imme gleich ab, was ich auch ganz angenehm finde, bei anderen ist es so, dass man fast jedes mal was gemeinsam unternimmt. Auch das ist OK.

- gefunden: (genau darum gehts mir derzeit/in meiner Wohnung):
Reduziere visuelle Reize
Dein Sehsinn hat die höchste Aufnahmefähigkeit von allen Sinnen. Er liefert ca. 80 Prozent aller Informationen, die dein Gehirn verarbeitet. Und ein visueller Sinneseindruck ist – durch die ihm enthaltenen Symbole und Botschaften – häufig äusserst komplex. Er ruft Assoziationen und Emotionen hervor, die deine Aufmerksamkeit in Beschlag nehmen.
Mit Nippes überquellende Bücherregale. Sinnloser Kram auf Ablageflächen. Verstaubender Krempel in Ecken. All das strapaziert und beschäftigt deine Augen und deinen Geist permanent. Oft in überflüssiger Weise.
Gönne dir ein Zuhause mit klaren Flächen & Linien, bewusst ausgesuchten Möbel- und Kunststücken und aufgeräumten Regalen.
Meine Rede!


- geschafft: Das erste Mal eine Flasche mit dem Feuerzeug geöffnet. Was man nicht alles lernt, wenn man den Flaschenöffner irgendwo in einer der vielen Küchenkisten verstaut hat und nicht mehr weiß wo :-) Und zur Pizza wollte ich ein Radler.

-gemacht:
Nachdem ich ja letztens nach laaaanger Zeit mal wieder Auto gefahren bin, wollte ich das gleich weiter vertiefen, da die 5km doch bissl kurz waren. Diesmal also 40km teils Autobahn, teils breite Landstraße, teils sehr kurvige, teils sehr enge Straßen UND anfahren am Berg. Also fast alles drin.
Lief soweit auch ganz gut, der alte Spaß daran tauchte wieder auf, nur 2 kleine Patzer passierten (die wohl jedem mal passieren) aber die Anspannung die ist einfach verflixt hoch dabei...schade...aber ich muss ja auch nicht mehr 400km täglich fahren, sondern nur wenn ich will. Oder muss wegen widrigen Umständen oder so...

- gefuttert:  Trimethylglycin oder auch einfach Betain: Macht gute Laune und hilft mir fast so gut wie das SAM-e. Hilft auch bei der Methylierung und das merk ich das tut mir gut (weil es da ja bei mir irgendwo hakt). Auch etwas günstiger als SAM-e

Und sonst so?
Läuft es runder. Wenn auch derzeit anstrengend, aber ich kann mir eher sagen: das is nur vorüber gehend. Ich kann gut für mich sorgen (was brauch ich, Essen bestellen, was warmes anziehen ecgt.) und mache generell einfach, anstatt mir tausend Gedanken drüber zu machen. Locker. Lässiger einfach. Mehr Leichtigkeit. Auch mal Scherze machen. Die psychische Anspannung lässt mehr und mehr nach.
Auch das wachsende Selbstwertgefühl macht weiterhin richtig Spaß. Ich bin ganz anders "unterwegs", in Geschäften zum Beispiel, glaube ich jetzt nicht mehr, dass das alles nur für die anderen ist. Sondern für mich auch!

Ich muss mich weniger in Watte packen. Wenn ich z.B. müde bin nicht gleich schlafen gehen, sondern merken JETZT (früher war das sicher anders) kann ich das auch mal aushalten und manchmal vergeht auch die Müdigkeit...nur als Beispiel.
Das tut gut. Das ist schön.

Aussicht:
Nachdem ich heute nochmal kurz arbeiten war, wird das Wochenende ruhig, RUHIG und ruhig. ;)
Und natürlich weiter mit Küche langsam beschäftigen und anfreunden und natürlich eine Runde aufm neuen Radl (macht mega Spaß!).


Kommentare:

  1. Vieel Freude auf der neuen Spielwiese (Küche), entdecke sie und geniesse die Ruhe!
    Herzlich, Ursula

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  2. Danke, das is wahrlich eine Spielwiese ;-)))
    Liebe Grüße

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