Sonntag, 28. Mai 2017

Süchte

Wenn ich was von Beziehungssucht hörte oder las, dachte ich immer: Is nicht mein Thema, ich bin nicht süchtig nach Beziehungen (ich rede hier von Liebesbeziehungen), ich kann sehr gut alleine sein.
Ich muss das ein Stück weit revidieren: Ich bin süchtig nach schädlichen Beziehungen!
Nach Beziehungen die mir dasselbe Streßlevel/Adrenalinkicks wie früher (Kindheit) geben. Das bin ich gewohnt, das kenne ich, das macht keine Angst.
Mein Körper packt aber all diese Aufregung nicht mehr und schickt mir altbekannte üble Symptome.
Ich dachte diesmal bei D.: Ha dieses Mal habe ich mir einen lieben Mann gesucht. Auch das stimmt. Aber nur zum Teil. Er hat mich nie schlecht behandelt (immerhin schonmal ein Fortschritt für mich), im Gegenteil: sehr tolerant, hilfsbereit und höflich. Ja er hatte extrem gute Manieren.
Aber....
das wars auch schon.
Grundlegendes fehlte jedoch:
- Verantwortung für sich und seine Gefühle übernehmen? Fehlanzeige. Stattdessen Verdrängung pur.
- gutes Selbstwertgefühl und ausreichend Selbstliebe? Fehlanzeige.
Das alles registrierte ich in der Zeit in der wir uns kennen, schon immer wieder...aber ich war da wenig im Erwachsenen-Ich, sondern mehr im Kindanteil, dass auch bei mir die Verdrängung ansprang UND (wie schon letztens angedeutet) die Hoffnung HEUTE alles besser machen zu können und den Mann dazu zu bringen dass er mich rettet oder andersrum: dass ich ihn rette! ICH helfe ihm, ich mache dass es ihm besser geht...ect...
Die alte Frauen-falle.

Es ist vorbei.
Wir haben uns getrennt.
Zwischen Trauer und Ängsten ist da auch Erleichterung. Ich hätte es eh nicht mehr lange durchgehalten. Die Trigger und die Aufregung waren zu krass.

Freitag, 26. Mai 2017

Wochenrückschau

Puuuhh, langsam darf echt wieder Normalität einkehren...

- gehört: der Mann im Wald. 3 Jahre lang lebte W. Ködel alleine im Wald, ganz nahe seiner alten Heimat mitten in Oberbayern. Das Natur helfen/heilen kann ist klar. Er hat sich quasi selbst therapiert von zuviel Druck und Streß. Wenn auch etwas brachial. Kann ich sehr gut nachfühlen. Wer auch hören mag:
http://www.podcast.de/episode/292627521/Wolfgang+K%C3%B6del,+der+Mann+im+Wald+-+11.09.2016/

- extrem erschreckt: mein eigenes Handy sperrte mich aus. Der Zugangspin stimmte angeblich nie. Einmal nahm er es noch an, dann war ich wieder draußen. Kurz im Netz gestöbert, gelesen, meist helfe nur komplette Werksrückstellung: alle Daten futsch. Schweißausbruch, schlechte Laune, Hirnrasen, ja Herzrasen natürlich auch. Dann langsam beruhigt: Es gibt schlimmeres. Die meisten Telefonnummern stehen eh noch zusätzlich woanders, Musik ist auch aufm Pc, ebenso Fotos.
Mir blieb auch nur die komplette Zurückstellung übrig, alles andere half nix. Und siehe da: Es sind "nur" die Apps weg, SMS und Telefonverläufe. Alles nun neu einrichten kostet Zeit, manchmal auch Nerven (weil es manchmal nicht so funktioniert) und in mein Lieblingsspiel komm ich nicht mehr mit dem alten Konto rein (obwohl mir angeblich ständig ein neues Passwort zugeschickt wird, das aber nirgends im Posteingang auftaucht) und somit all meine vielen Punkte futsch sind....aber ehrlich: WIE WICHTIG IST DAS????
So konnt ich auch gleich ausmisten, welche Apps ich nun wirklich drauf haben will oder vielleicht paar neue entdecken? Und mal 2 Tage ohne Handy war auch ganz ok.

- das erste und das letzte Mal. Naja vermutlich. Das letzte mal in einem Club gewesen. Früher sagte man ja Disco dazu. Aber ich wollte schon seit Jahren noch einmal auf die Cosmic Nation. Früher jeden Freitag im Cosmicclub gewesen, das wollte ich nochmal....also Mann gefragt, ob er mitgeht. Na klar. Super :)
*Was ist Cosmic? Sowas:
 https://www.youtube.com/watch?v=FAkcYuP--6s&list=PL07B138C916BC8335
Da wir uns die nächtliche Heimfahrerei sparen wollten, buchten wir mal wieder ein schickes Hotel. Super Angebot im 4-Sterne-Bunker.
Ja war ok. Leider wurde nicht so gut aufgelegt (im Club), die wirklich guten alten Sachen kamen wohl erst gegen 3 Uhr oder so...wir strichen aber um halb 2 die Segel. Laute Musik, Menschengedränge, besoffene, Glitzer/Flacker Licht...nichts für Hochsensible. Aber wir hatten Spaß, lachten viel und ich wurde sogar angegraben und habe angegraben (allerdings eine Frau :-))
Doch... es war okay. Ein würdiger Abschied, mit Sekt und Erbeeren aufm Zimmer, BADEWANNE auch und Swimming-Pool den ich frühmorgends dann für mich alleine hatte, naaja fast... die aufgehende Sonne blinzelte rein......danach Frühstück (auch aufm Zimmer, wär genauso günstig auch außerhalb irgendwo gewesen, also dacht ich mir: gönn ich mir, so hab ich den sozialen Streß im Frühstücksraum nicht).

Und ich kann mich noch sehr gut an meinen allerersten Discobesuch erinnern. Der war keine 50m von unserem Zuhause, also nur einmal ums Eck. Die Lichter, die Lautstärke, etwas Alkohol und ich war in einer anderen Welt.
Ich ging recht lange, sehr gerne jedes Wochenende tanzen. Weil eben die Lichter und Lautstärke zusammen mit einem Gruppengefühl einfach schön den Kopf frei machen....ja ohne Drogen, auch wenn ich nur in der Technoszene unterwegs war, inkl Rave und andere Großveranstaltungen. Selbst der Alkohol blieb meist unberührt, da ich viel mit dem Auto unterwegs war.
Und dieses Mal war ich sehr froh darüber, dass es nun das Rauchverbot gibt.
UND wir waren nicht die ältesten (wie befürchtet).

- erkannt: letztens eine kleine Radlrunde gedreht, dabei hörte ich aus der Ferne den Sprecher der Falkenshow und wir wurde klar,warum ich da immer kurz vorm heulen bin, wenn ich mir das anschaue: Das ist eine kleine Arena und um die Vögel nicht zu verstören, sollte man auf dem einmal eingenommenen Platz bleiben. Und auch nach Beginn nicht noch dazu kommen oder gehen. Das ist Streß für mich alte Fluchtpferd!  Na gut, jetzt weiß ich es :)

- erkannt 2: Ich hätte eine Blattschneiderameise werden sollen:
https://www.beobachter.ch/tierwelt/ameisen-sex-nein-danke
*lach*

- gedacht: "kann ich ja nichts dafür, dass ich so geil ausschau." Das mag jetzt übel arrogant klingen, für mich ist es aber eher ein Zeichen von wachsendem Selbstbewußtsein. Ich brauch mich echt nicht verstcken, ich darf mich vorteilhaft anziehen und muss mich nicht kleiner machen als ich bin (also wirklich körperlich gerade stehen mit meinen 183cm Größe). Ich genieße es derzeit mich wirklich schön und passend anzuziehen, zu zeigen: ja das bin ich. Ich fühl mich nicht mehr so extrem allen anderen unterlegen...und das wird immer beständiger und bleibt nicht mal nur einen Tag oder so...so macht das Leben Spaß! ;) und auch die anderen finden das anziehender, ist ja nicht jeder so wie meine Family voller Neid und Unterdrückung.

- weiter am Thema "zu sehr lieben/Sucht gebraucht zu werden" deswegen klappte das mit dem Ehrenamt letztens auch nicht ( mit dem Literaturhaus da ein wenig nach Ordnung schauen ect)...das wäre altes Suchtverhalten gewesen...da wird wer gebraucht, ich presche vor "natürlich mach ich das!" ohne wirkliches inneres wollen, sondern eher müssen. Auch halt. Aber mein Körper ist da inzwischen echt auf Zack und schickt mir schon Stopsignale.
Deswegen stresste mich auch vor paar Jahren die Seniorenfahrt (auch Ehrenamt), selbes Muster: Sucht!

- ruhiger: so... es darf nach Küchenumbau (langsam hab ich mich an die Neue nun gewöhnt, finde alles usw. mein Gehirn schreit nicht jedesmal: du bist in der falschen Wohnung!), neuem Radl (auch das wird langsam meins, müssen noch 2 Dinge montiert werden und einfach öfters gefahren werden), Ausflüge und Reisen (genieß ich schon auch, aber ich brauch auch wieder Zeit zum sammeln), Feierei und Fahrerei brauchts einfach nun Ruhe und bekanntes um mich. Das heißt: sonniges heißes Wochenende steht bevor: ab an Seeeee! Natürlich mit Buch...und all die schönen (und auch schwierigen) Sachen der letzten Tage/Wochen verdauen....

- gelesen:
"Wenn Sie von Ihrem Partner erwarten, dass er so oder so reagiert, und er handelt dann anders, heisst das nicht, dass  Ihr Partner etwas falsch gemacht hat. Es ist der Unterschied zwischen der erwarteten Reaktion und die Tatsache, was Ihnen wirklich weh tut." Anm. von mir: statt der Tatsache was weh tut, der Tatsache was wirklich passiert/oder eben nicht.
Dieser Satz...zu Herzen genommen...würde viele Streits verhindern....

- gemacht: mich mal wieder mit M. zum frühstücken getroffen....ich gerate leicht ins alte Muster: nur auf einen Menschen fixiert sein. Dann vernachlässige ich mich und meine Freunde.

Mittwoch, 24. Mai 2017

Die alte Hoffnung...

Aus dem Buch "Wenn Frauen zu sehr lieben":

Je schwieriger es für Sie ist eine Beziehung zu beenden, die Ihnen nicht gut tut, desto mehr Kindheitselemente sind darin enthalten. Indem sie zu sehr lieben, versuchen Sie, ihre alten Gefühle  von Angst, Wut Frustation und Schmerz zu überwinden.
Die Beziehung abzubrechen hieße demnach, auf die wertvolle Chance zu verzichten, für erlittenes Unrecht entschädigt zu werden und endlich Ruhe zu finden.

Ergänzung von mir: aber nicht nur das, sondern man muss dann auch die Hoffnung begraben, endlich die Liebe und Anerkennung zu bekommen, nach der man sich so sehnt, aber ja eigentlich nicht vom aktuellen Partner, sondern von dem Elternteil von dem man es damals nicht bekam.
Und da jault das innere Kind auf. Extrem schmerzhaft. Und DAS ist der Punkt warum es die On-Off-Beziehungen gibt.

Für mich ein wichtiger Ansatzpunkt. Ein sehr wichtiger.

Ich weiß noch als eine gute Freundin aus der Selbsthilfeszene total zusammenbrach, als ihre Mutter starb. Diese behandelte ihre Tochter immer übel, voller Beschimpfungen und Abwertungen, trotzdem pflegte die Tochter sie im Alter jahrelang. Plus Vollzeitstelle, eigene Kinder (zwar schon größer aber trotzdem) und Ehe und eigener Haushalt...
Und mir fiel es da wie Schuppen vor Augen: Nun gibt es keine Chance mehr, jemals von dieser Mutter ein liebevolles Wort, eine aufmunternde Geste, Liebe und Dankbarkeit zu bekommen.
Das spürte auch die Frau...wenn auch eher unbewußt.

Dienstag, 23. Mai 2017

Entspannung

Hast Du Angst-und Panikattacken?
Sei dankbar dafür!
Es ist ein Zeichen das etwas nicht stimmt. Dein Körper weist dich daraufhin. Ein toller Verbündeter!
Gestern ratterte es in meinem Hirn und ich kam langsam drauf, was denn derzeit so los ist...Selbstverlassenheit statt bei mir sein.
Dazu ein passendes Buch rausgekramt, drin gelesen, noch ein wenig mehr für äußere Sicherheit gesorgt und endlich nach gefühlten Wochen wieder mal richtig gut geschlafen ohne Alpträume.
So dass ich heute morgen kraftvoll in die Arbeit fahren konnte. Ansonsten war ich derzeit erst am Mittag zu was zu gebrauchen.

Ich bin wieder auf dem Weg...auf dem kleinen kaum sichtbaren Trampelpfad...der ausgelatschte, breite ungefährlich, weil bekannte Weg hat mich nochmal gelockt und ich bin reingefallen...macht nix. Krönchen richten, Machete in die Hand und weiter gehts...

Weil ich ja dachte, dass ich mal gern mehr Körperthera machen möchte, anstatt immer über die Rato, hab ich mich ja mal bissl informiert.
Heute mit einer Therapeutin (die ich selber zahlen müsste) telefoniert. Ne die geht gar nicht. Grundlegende Dinge. Das ist halt so, wenn man sehr therapieerfahren ist, man könnte manchmal glatt die Rollen tauschen :)

Nein, im Grunde kenne und habe ich mein Werkzeug das gut funktioniert...
das ist unter anderem Teile-Arbeit. Ego-State. Innere Bühne ect...

Aber erstmal ein Schokoeis mit Sahne.
Weiter das Buch lesen (die gute Frau Norwood), Füße hoch und die Wärme genießen.

Sonntag, 21. Mai 2017

Symbiosetrauma

 Es wäre auch zu schön, wenn meine jetzige Zustände nur von Magnesiummangel und Übersäuerung herkommen würde.
Klar ein wenig hilft es schon (die Maßnahmen dagegen) weil ich unter starkem Streß stehe und der nunmal auch Magnesium verbraucht und die Übersäuerung fördert.
Aber die Wahrheit ist, dass ich extrem stark getriggert bin/immer wieder werde.
Allein dadurch, dass ich eine Beziehung mit D. eingegangen bin.
Alle alten (unbewußten!) Ängste von Vereinnahmung, Verstrickung, extremer Anpassung meinerseits, Selbstaufgabe, fehlender Grenzen sind wieder da.

Alles was mit VerBINDlichkeit zu tun hat, also auch ein 450,- Job macht extreme Panik. Jetzt weiß ich, warum ich es manchmal nichtmal zum Vorstellungsgespräch schaffe.
Warum es mich streßt, wenn ich zuviele Termine habe, weil ich mich dann dem Außen anpassen muss und ich das meine ganze Kindheit und Jugend und ein Teil als Erwachsener gemacht habe.
Innerlich abgestellt und funktioniert. DAS triggert.

Ich bin jetzt innerlich immer beim anderen. Ständig unter Druck Erwartungen zu erfüllen. Erreichbar sein zu müssen. Nicht mehr Chef im eigenen Haus/Körper Seele zu sein. Selbst wenn ich sage, dass ich ich heute Zeit für mich brauche und nicht soviel (per Mail/Sms) schreibe, bin ich im Streß. Zumal da noch dazu kommt, dass es ja früher bestraft wurde, wenn ich eigene Bedürfnisse/Wünsche anmeldete.

Verstärkend ist, dass mein Vater mir Geburstagspost schickte und die schöne Ruhe seit Kontaktabbruch nun erstmal wieder vorbei ist. Ich bin aufgewühlt. Ich hatte so sehr gehofft, dass eben nichts kommt, weil ich dann nicht wieder in dem Dilemma bin: was mache ich? Zurückschreiben? Wenn ja was? Wenn nein muss ich mit starken Schuldgefühlen und Verwirrung (bedanke dich wenigstens! Vielleicht hast du dich doch getäuscht und er meinte das alles nicht so  usw.) klar kommen.
Vordergründig habe ich es jetzt erstmal gelöst: Post natürlich weggeworfen. Mental/innerlich bedankt für das Geschenk, mir klar gemacht, welchen Unterschied es macht wenn wir Kontakt haben und wenn nicht und wie gut es mir bei letzterem geht, das allein ist Grund genug. Ich habe mich 37 Jahren nach seinen Bedürfnissen und Willen gerichtet. Jetzt ist Schluß. Die Hoffnung, dass das Verhältnis zwischen uns besser wird, habe ich erst vor kurzem begraben und da muss ich noch nen Schubkarren voll Erde drauf kippen.

Bleibt noch die Frage was ich mit D. mache.
Meine Symptome derzeit sind extrem. Letztens kam noch ein kleiner Streßfaktor dazu als ich draußen unterwegs war und dann wurd der Boden weich/gab nach. So einen Schwindel hatte ich noch nie. Ätzendes Gefühl.
Dazu alles an bekannten alten Symptomen ist wieder da. Im Grunde halte ich derzeit mal wieder aus. Mache irgendwie mit. Weil ich ihn nicht verletzen mag. Ich liebe ihn sehr. So einen lieben Mann hatte ich noch nie (weil ich es mir früher nicht wert war und immer täterähnliche Menschen mir aussuchte). Ich verbringe unglaublich gerne Zeit mit ihm, und das will bei mir was heißen :-)
Eine blöde Zwickmühle ist das....

Ich bin froh, dass diese Art von Trauma (narzisstischer Mißbrauch, Bindungs/Symbiosetrauma) immer mehr in der Fachwelt bekannter wird. Ein Vorreiter ist hier Franz Ruppert
https://de.wikipedia.org/wiki/Identit%C3%A4tsorientierte_Psychotraumatheorie_und_-therapie_nach_Franz_Ruppert
 https://de.wikipedia.org/wiki/Identit%C3%A4tsorientierte_Psychotraumatheorie_und_-therapie_nach_Franz_Ruppert

Deswegen tut es mir gut Dinge zu machen zu erkennen das identitätsstifend ist.

Freitag, 19. Mai 2017

Wochenrückschau

--Urlaubswoche--

Ja auch wenn man wenig arbeitet und so, soll man sich mal eine Auszeit gönnen und mal raus aus dem Alltag kommen.

Somit war ich mit D. 3 Tage in Zwickau (seiner alten Heimat).
Wir waren in einer ganz gemütlichen Pension, haben saulecker (meistens) gegessen, verliebten uns in Baileys-Latte-Macchiato und Amaretto-Kaffee (dass das nicht bekannter ist, ich könnte drin versinken!) waren sehr viel spazieren, sind mit dem Boot rumgerudert, waren einkaufen (Tschechien) und hatten einmal wahnsinnig Schiß (dazu vielleicht ein ander mal mehr).
Dazwischen besuchte D. seinen Vater den er zum ersten Mal sah (ich war wesentlich aufgeregter als er)  und dann feierten wir noch meinen Geburtstag.

Ich habe mich in dieser Kleinstadt extrem wohlgefühlt, weil die Stadt eigentlich für 120.000 Menschen gedacht ist, derzeit aber nur so 90.000 da wohnen (und es werden natürlich immer weniger, dank Abwanderung). Das hieß: leere Fußgängerzone, leere Restaurants, selbst auf dem See waren wir allein ect. für mich ein absoluter Wohlfühlfaktor ;)
Dazu kam das ganze unperfekte was mich sehr entspannen ließ: Gras wuchs aus dem Bürgersteig, alte Häuser, kaputte Fassaden, Menschen völlig ungestylt...also nicht nur, es war jetzt nicht alles gammelig. Aber einfach alles lockerer.
Hier wo ich wohne ist alles super perfekt und ordentlich und extrem sauber. Ich genieße das schon auch, aber es setzt mich irgendwie auch unter Druck.

Heimatgefühle gabs auch :-)


Eine sehr angenehme Auszeit, leider hat es mich nervlich völlig überreizt. Mein ganzer Körper summt und brummt nur noch so und ich bin wahnsinnig ko.
Da hilft nur: komplette Auszeit, keine Technik, kein Geräusch, kein helles Licht, sondern nur noch schlafen und dösen.
Ich kenn mich ja...

Samstag, 13. Mai 2017

Wenn Beruhigung kontraproduktiv ist...

Schon gewundert, dass alle Beruhigungsversuche (Baldrian, Muskelentspannung ect.) nicht wirklich helfen. Teils sogar ins Gegenteil umschwenken und mich noch hibbeliger machen.
Ok dachte ich so...da will was nicht beruhigt werden, sondern wahrgenommen und angeschaut...
Inneres/äußeres zittern hat einen Sinn! Und muss nicht wegtherapiert werden.
Ich legte dann also ein bestimmtes Lied auf, von dem ich annahm dass es mir besser helfen könnte, bei mir anzukommen. Vor allem bei meinen Gefühlen!.
Dazu kniete ich mich auf den Boden (Po auf Ferse) stützte mich aber vorne ab und ließ den oberen Teil der Wirbelsäule durchhängen, Kopf auch nach unten...Musik recht laut...es kamen Tränen, Verzweiflung...noch nicht der wahre Durchbruch, aber ich hab jetzt eher Ahnung was grad los ist.
Es hat mit meiner krassen Panik vor Autonomieverlust/Identitätverlust zu tun.
Noch ist die Anspannung extrem hoch, aber ich versuche sie jetzt nicht mehr wegzumachen, sondern lasse sie da, verstehe sie, kann ein Wesen namens Sicherheit dazu holen...mir selber Sicherheit geben.
Die nächsten Tage steht noch einiges an, was dazu beiträgt, dass ich innerlich auf Hochtouren laufe. Danach wirds hoffentlich wieder besser....

Jedenfalls entschieden: Dieses Jahr wirds ein Büchersommer für mich. Mal wieder richtig in Bücher vergraben, raus in die Natur, ein menschenfreies Plätzchen suchen und einfach 1 Stunde oder so lesen.
Ich freu mich sehr darauf!

Freitag, 12. Mai 2017

Wochenrückblick

--Sehr schläfrig, mit Angst-Körpersymptomen ohne psychisch wirklich Angst zu haben--

Was bedeutet das? Ich habe wieder das innere zittern. Das Tic-Gefühl, als ob ich gleich eine heftige willkürliche Bewegung machen würde. Teils ist es auch ein äußeres zittern am ganzen Körper, aber nur ganz kurz, wie ein schütteln. Als ob leicht Strom durch den Körper fließt, mal mehr mal weniger...
Ä.t.z.e.n.d. schon ewig nicht mehr gehabt.

Mir fiel dann ein: ui du hast nicht nur das Magnesium in letzter Zeit vernachlässigt, sondern auch Thema Übersäuerung. Also gleich wieder RMS-Tropfen genommen und ein Natronfußbad. Und ehrlich, DAS kann keine Einbildung sein, nach einer halben Stunde ging es mir schon wieder etwas besser.

Ja ich hab in letzter Zeit geschlampt: so gut wie keine Bewegung und sehr wenig Obst/Gemüse, bei dem nasskalten Wetter keine Lust drauf. Dafür zuviel Flips und Zucker wegen Streß. Also war ich gleich einkaufen: Salat und Obst und Kartoffeln. Ich merk da hab ich jetzt auch wieder richtig Lust drauf, weil ich weiß wie gut es mir tut. Und natürlich mein geliebtes Gerstengras, als Saft.

Und ich hab schon öfters gemerkt, dass Übersäuerung bei mir Depressionen oder diese fiesen Angstattacken auslösen. Beides zusammen hab ich zum Glück fast nie (nicht mehr!).

 https://www.netzwerk-frauengesundheit.com/ich-bin-sauer-warum-ich-mir-damit-schade/
Zitat:
Nicht nur Fehlernährung und Bewegungsmangel begünstigen eine saure Stoffwechsellage, sondern auch Stresshormone: Wem es vor Stress regelrecht den Atem verschlägt, der kann weniger Säuren in Form von Kohlendioxid abatmen und weniger Sauerstoff für die Energiegewinnung einatmen. Das führt zu Übersäuerung – und die überreizt die Nerven. Ihre Aktionspotentiale (der Strom, der durch die Nerven fließt) sind dann zwar kraftloser, aber übererregbar. Wir sind reizbar, überempfindlich und werden leicht sauer – im wahrsten Sinne des Wortes. Denn Stress macht sauer, und sauer macht Stress.

Sonst so:
- eingefallen: ich kann ja wie beim Herd oder Backofen auch die Restwärme in der Infrarotsauna nutzen! Spart ja auch Strom!

- gemacht: erstes Brot im neuen Ofen gebacken, das hat nämlich eine Brotback-Funktion. Lecker!

- geübt: in Akzeptanz, das wohl wirklich im Moment (oder wer weiß wie lange) nur 12 Stunden Arbeit im Monat gehen. Mehr schlecht als recht gelungen. Linkliste zum Thema Ausbildung am Pc gelöscht. Manche Träume sollte man begraben, wenn man merkt: das wird nix mehr und lieber die Kraft dafür hernehmen was geht *super-schlau-daher-red*. Oder: vom toten Pferd sollte man absteigen.

- genossen: Sonne, Wärme! Endlich länger die Fenster auflassen, zumal die neue Küche ja ordentlich ausdünstet.
Aber erstmal hab ich meinem Namen Regenfrau alle Ehre gemacht und das schöne Wetter verflucht, einfach weil ich eh nur ko im Bett liegen konnte. Höchstens mal rüber aufn Friedhof auf die Bank setzen. Höchste der Gefühle.

- genervt: das neue Radl, bzw. was ich so dran ändern will. Allein was ich an dem Sattel (und dem neuen) rumgeschraubt habe und hin und her...WAHNSINN. Auch mit den Schutzblechen werd ich nicht so warm.

- gegessen: Neben zuviel Zucker und Kohlehydrate, letztens ein Brathendl. Hat mich endgültig abgeschossen (eher histamintechnisch), weil ich eigentlich nur mittags vom Stand so ein Hendl esse. Nicht abends aus dem Einkaufsimbiss, weil das dann wahrscheinlich schon ewig unter der Wärmelampe lag und daher eine regelrechte Histaminbombe wird.

gelesen/festgestellt:
„Es ist ein populärer Fehlschluss, dass ein bloßes Erlernen von Entspannung, Meditation, rationalem Denken oder ein gesunder, aktiver Lebensstil der Stress-Reaktivität, die von komplexer PTBS ausgelöst wird, entgegenwirkt", sagt er. „Diese Ansätze positiver Psychologie helfen Menschen mit komplexer PTBS nur weiter, nachdem sie es geschafft haben, ihr Gehirn und ihren Körper vom Überlebensmodus auf einen Zustand gelassenen Selbstvertrauens umzuschalten." 
von hier: https://www.vice.com/de/article/komplexe-posttraumatische-belastungsstoerung-ptbs-514
Ja stimmt und teils auch nicht. Siehe oben: Angst durch Übersäuerung. Und auch das Thema Entspannung/Imagination lag bei mir lange brach, wird aber besser und hilft mir sehr. Mit dem rationalen Denken...nun meinen hungrigen Geist hat das sehr gefallen, aber wirklich geholfen? Nur zum Teil. Ich konnte es besser nachvollziehen, verstehen...gegen üble Zustände hilft das nicht.
Der zweite Absatz: Volltreffer! Seit ich absolut keinen Kontakt mehr zu meiner Familie habe, komme ich langsam aus dem Überlebensmodus raus. Ich werde selbstbewußter, habe mehr Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen.  Werde ruhiger. Brauche auch nicht mehr soviel Narzissmus im Sinne von "ich muss was besonders machen" (vor allem arbeitstechnisch!), sondern kann viel emhr entspannen, durchschnittlich sein und meinen Weg gehen. Meinen Platz in der Welt finden, der für mich passt und nicht den anderen, damit die dann sagen: "oh schau was die tolles macht/ist, die bekommt jetzt Liebe und Anerkennung von mir."
Darum gehts ja letztendlich. Die Realität ist nämlich: egal was ich machte oder nicht, ich bekam einfach nicht die Liebe von meiner Familie die ich gebraucht habe.
Und seit Jahren gibt es Menschen in meinem Umfeld, die mich trotz meiner Schwierigkeiten und "Erfolglosigkeiten" mögen und schätzen.
Weil es nicht darum geht was ich tue oder habe (oder nur zum kleinen Teil) sondern darum wer ich BIN.
Das macht das ganze sehr friedlicher. Ich orientiere mich an meinen Wünschen, Bedürfnissen, Begabungen...und gestalte dann meinen Weg.
Ein schönes Gefühl. Der außerdem viel erfolgreicher ist :-)

gefragt: von einer lieben Freundin: "Und? Kannst du dir auf die Schulter klopfen, dass du den Streß mit der Küche gut gemeistert hast?" Öhhh...gute Frage...ne eher nicht, da ist mehr im Vordergrund: ej da war doch nix! Sollst dich freuen! (Memo an mich: es geht beides: sich überfordert fühlen UND sich freuen).
Ich überlege noch etwas...aber weißte! Sage ich zur lieben Freundin. Ich konnte mich gut so lassen, dass ich mich erst mit den Geräten beschäftigte als ich die Kraft und Nerven dazu hatte! Nämlich erst nach Tagen. Da musste ich mich nicht selber antreiben oder abwerten das ich trotz Spülmaschine noch per Hand abspülte.

- genossen: Gesichts behandlung beim Thailänder. Hach...fast sanft entschlummert...sie fragt mich danach: kein Nacken und Rücken? Ich überlege...ach scheiß drauf...DOCH! Machen wir weiter....ich drehe mich auf den Bauch und lasse mich weiter verwöhnen...kam ja jetzt einiges Geld von Verkäufen rein, das geht schon :) Danach noch in grünen Ecken von München spaziert...meine Erholung...

- gemacht: ins Gras gebissen. Also fast. Ich lag so am See, hörte Musik, versuchte das innere Stromgefühl damit wegzubekommen (gelang etwas), sah mich um und dachte: mensch diese ungemähte Wiese...da oben sind fast nie Hunde, viele Leute lagen bei dem Wetter eh noch nicht hier rum...nimmste was mit, machste Salat draus...Gedacht. Gemacht. Gegessen.

- gehofft: das der neue Kühlschrank leiser ist, als der alte. Dem ist nicht so. Der blubbert, gluckert, seufzt, furzt, quietscht und brummt. Ob ich mich daran gewöhne?
Dafür muss ich nie mehr abtauen. Würd ich aber lieber, wenn stattdessen Ruhe wäre....

- hellfühlen: ich hab wieder meine hellen Momente. Mein voraus-ahnen.
Film gesehen, Iris Berben hat eine Gesichtsmaske auf, es klingelt an der Tür...was machen? Ich dacht so, (und hatte dabei diesen besonderen Moment/besonderes Gefühl: da scheiß ich mir nix mehr, wie mich der Postbote sieht, oder von mir aus die Nachbarn. Meine Hütte, meine Regeln, kann ich rumlaufen wie es mir gefällt. Nach dem Film leg ich mir auch ne Maske auf. Leg die Füße hoch. Klingelts. Ne oder?
Auch noch: ich sitze in einem wunderschön verwilderten Park. Genieße den Anblick, das Vogelgezwitscher...einfach alles...der Kopf wird leerer....kommt mir wie aus dem Nichts ein Gedanke: wieviel Geld einem wohl so im Leben flöten geht, durch falsch heraus gegebenes Wechselgeld???.
Kurz danach geh ich in einen chaotischen Bücherladen..ich stöbere, finde ein Buch, bezahle und? Der Verkäufer gibt mir falsch raus. Vorahnung?
Ich hab Zeiten, da erahne ich Dinge ständig voraus. Nein nicht die Lottozahlen.

- gekauft: Herrlich, wenn ich mal wieder ein Buch finde, das mich nicht mehr loslösst. Diesmal Paul Auster-die Brooklyn Revue. Ich mag Ich-Erzählungen, ich mag Charaktere, die auch nicht so wirklich viel mit Menschen anfangen können und dann schonmal seltsam bis schnodderig daher kommen, wenn das ganze noch mit gutem Humor gespickt ist: love it!

Mittwoch, 10. Mai 2017

Fuck Reality

Heute beide Vorstellungstermine abgesagt.
Traurigkeit.
Beides wäre interessant gewesen. Der eine ein voller Minijob, mit relativ wenigen Stunden, Hundekontakt und in der Nähe ein großer Garten (mit evtl. Arbeiten dort). Blöd: Fahrzeit: 2 Std. insgesamt. Ich hatte mir noch eingeredet, das es ja nur 2x die Woche wäre...aber....

Das andere eher sporadisch auf Stundenbasis (hieße viel Papierkram mit dem Sozialamt, da immer Neuberechnung), dafür völlig alleine, Recherchearbeiten im Netz und teils vor Ort für ein Forschungsinstitut.

Die krasse Abwertung von früher, dass ich ja nichts schaffe und mich nur blöd anstelle und mal mehr an mir arbeiten müsse ect. ist nicht mehr (oder weniger) da. Auch nicht der Gedanke, dass ich ja nur ala Hippie der Faulheit frönen will.
Dafür eher die Traurigkeit: ich hätte das so gerne gemacht....
und auch wieder Erstaunen: bin anscheinend doch kränker als ich immer denke (siehe als der erste Rentenbescheid vor 5 Jahren kam, wollte ich ja noch Widerspruch einlegen).

Gerade noch so im dösen dachte ich: Ermüdungsbruch. Verschleißerscheinung. Ich habe soviele schwerwiegende Belastungen überlebt, dass nun jede weitere Belastung mich zusammen brechen lässt. Der berühmte kleinste Tropfen, der das Fass zum überlaufen bringt.

Einer schrieb in einem PTBS-Forum:
jedoch das kleinste bisschen Stress, es langt schon das klingeln des Tel. lassen meinen Puls hochjagen
genau so ist es. Weswegen mein Handy immer auf lautlos ist und derzeit selbst die Türklingel aus ist, obwohl ich Post erwarte, aber dann hole ich es lieber beim Nachbarn/Poststelle ab, da kann ich entscheiden WANN.

Heute also erstmal: gute Selbstfürsorge, erstmal lange im Bad verschwinden, dann noch weiteres am Radl montieren und dann ein ruhiges Plätzchen in der Natur suchen. Denn nach gefühlten Monaten scheint heute mal wieder die Sonne.

Montag, 8. Mai 2017

Krisenmodus

So schlimm wie jetzt war es schon lange nicht mehr.
Geistige und körperliche Anstrengung (und ich rede hier von einem Quiz am Handy spielen oder zum Briefkasten gehen oder kochen) überschreiten meine Grenzen total.

Leider weß ich nicht so recht warum...
- Histamin? ich esse gerade sehr vorsichtig. Aber es kann auch die Nachwirkung vom Streß sein (ja auch das löst Histamin aus) und da mein Nervensystem da eh schnell reagiert (hochsensibel) ist das immer heikel.
Dazu kommt das ich null Appetit und Hunger habe, eher Übelkeit. Medikemante helfen nicht. Was auch noch vom Streß kommen könnte...

- Klar hängt mir der Streß der Küche noch nach...und ich werde ungeduldig, wenn ich da 3 Tage oder länger in den Seilen hänge...funktioniere wieder!!! schreit es in mir...

- Streß gabs auch so...übernachten bei D., da getriggert worden...das Auto fahren...ect...

- Streß steht auch bevor: zwei Vorstellungsgespräche und dann eine kleine Reise.

Mir bleibt nichts übrig als Tag und Nacht zu schlafen, sowie ich was andere mache wird mir schlecht, die Muskeln geben nach, der Tinitus bekommt zum Pfeifton noch einen Brummton dazu ect..pp...
Wenigstens regnets draußen....

NACHTRAG: Mir ist siedenheiß eingefallen, das sich in all dem Trubel mal wieder das Magnesium vergessen habe. Also gleich ein Fußbad (Magnesiumchlorid als Flocken) für ein halbe Stunde gemacht.
Und? Ich bin wieder viel wacher im Kopf, nicht mehr so innerlich zittrig (und halb erfroren!) und ko.
Werd ich morgen früh gleich nochmal machen...

Freitag, 5. Mai 2017

Wochenrückblick

 --Sehr anstrengend--

- Völlig ko, bei jedem zusätzlichen Reiz den ich nicht mehr verarbeiten kann: Fieber, extrem schlapp und starke Kreislaufprobleme. Alarmstufe rot.
Heute noch ein Handwerker (kurz) dann: RUHE. Schlaf. Keine Menschen.

- neue Mitbewohner: Utrag, Kylig, Medelstor und Co. YES, the neue Küche ist da, drin und paßt alles! Sieht geil aus. Ganz anderes arbeiten (weil Platte höher). Tolles Gefühl nun eine richtige Küche zu haben (auch das macht was mit dem Selbstwert):

Ich denk immer ich bin in einer fremden Wohnung...es gibt soviele kleine und größere neue Sachen, an die ich mich erst gewöhnen muss (mehr Licht, Tiefkühltruhe muss nicht mehr abgetaut werden, allerlei Extra und die Bedienung des Herds braucht auch noch extra Aufmerksamkeit)...

Und natürlich gibts auch was zu meckern :-) Der Einbau war krass: fast 7 Stunden Lärm und Dreck und Kälte (weil Tür offen), dazu fremde Menschen in meiner Wohnung.
Der Kühlschrank ist etwas klein. Histamintechnisch muss ich ja viel kühlen. Na mal sehen...
Ich spül immer noch per Hand, weil ich keinen Nerv habe mich mit der Geschirrspülmaschine auseinanderzusetzen. Macht auch nix...
Wirklich schön war, dass sich das halbe Haus sehr mitgefreut hat. Durch meinen Aushang (es kann lauter werden ect.)wußte die ja was bei mir los war und dann kamen fleißige Nachfragen. Hat mich echt gefreut.

- gegessen: viel zu viel Gluten. Durch fehlende Küche und so..
Hab wieder meinen alten schlechten Zustand. Nicht nur die Reizüberflutung, sondern auch die Muskelschwäche ist wieder krass. Na ich weiß ja woher es kommt und was ich tun muss. Halbe Miete.

- verkauft: altes Radl vom Papa ging weg. Urlaubskasse gut gefüllt. Juhu!


- Luxus: Für mich ist Luxus ein ruhiges Plätzchen in der Natur. Da D. praktischerweise einen riesen Garten hinterm Haus hat, saß ich da gemütlich im Liegestuhl, ließ mir die Sonne ins Gesicht scheinen und beobachtete einfach die Hühner. Oder das Gras das sich im Wind wog. Oder die vielen Bienen die sich am blühenden Apfelbaum zu schaffen machten.
Oder den Blick einfach über die Felder schweifen lassen....
Erholung pur. Und für mich ganz und gar nicht langweilig. Intro halt :-)



Dazu das passende Buch: der Biophiliaeffekt - Heilung aus dem Wald, von Clemens G. Arvay.
Ist jetzt nicht allzu neues für mich, warum Natur uns gut tut, aber trotzdem ganz interessant.

- apropo introvertiert:



Beste Stellen:
* zart besaitetes Vaserl (erinnert mich an den Spruch: i bin a Schmedderling/welcher Kinderfilm war das nochmal?) dermaßen überforder...

* wer braucht schon Reisen oder Ausflüge oder Sport oder Konzerte oder Theatervorstellungen oder persönlichen Kontakt, es gibt Internet!
Gut bei Ausflüge und Sport leg ich jetzt mal ein Veto ein . Aber reisen im Sinne von umherfahren, mal hier mal da bleiben und übernachten, klingt reizvoll, wäre aber für mich ZUVIELE Reize. Deswegen geht auch komplett andere Kultur/Klima nicht für mich. Urlaub im Sinne: wohin fahren da bleiben, ist schön, aber auch sehr anstrengend, daher eher Futter für den Geist, als wirkliche Erholung (die gibt eher im heimischen Wald, wie geschrieben ;))

- und noch eine gute Seite zum Thema Introvertiertheit 
der Artikel gefiel mir besonders gut
damit musste ich mich lange erstmal aussöhnen mit mir, dass Freundschaften bei mir vielleicht anders aussehen, wie "normal". Die meisten Freunde sehe ich nur alle paar Wochen. Und mir reicht das. Vollkommen.
Mit einer zum Beispiel läuft auch das Treffen imme gleich ab, was ich auch ganz angenehm finde, bei anderen ist es so, dass man fast jedes mal was gemeinsam unternimmt. Auch das ist OK.

- gefunden: (genau darum gehts mir derzeit/in meiner Wohnung):
Reduziere visuelle Reize
Dein Sehsinn hat die höchste Aufnahmefähigkeit von allen Sinnen. Er liefert ca. 80 Prozent aller Informationen, die dein Gehirn verarbeitet. Und ein visueller Sinneseindruck ist – durch die ihm enthaltenen Symbole und Botschaften – häufig äusserst komplex. Er ruft Assoziationen und Emotionen hervor, die deine Aufmerksamkeit in Beschlag nehmen.
Mit Nippes überquellende Bücherregale. Sinnloser Kram auf Ablageflächen. Verstaubender Krempel in Ecken. All das strapaziert und beschäftigt deine Augen und deinen Geist permanent. Oft in überflüssiger Weise.
Gönne dir ein Zuhause mit klaren Flächen & Linien, bewusst ausgesuchten Möbel- und Kunststücken und aufgeräumten Regalen.
Meine Rede!


- geschafft: Das erste Mal eine Flasche mit dem Feuerzeug geöffnet. Was man nicht alles lernt, wenn man den Flaschenöffner irgendwo in einer der vielen Küchenkisten verstaut hat und nicht mehr weiß wo :-) Und zur Pizza wollte ich ein Radler.

-gemacht:
Nachdem ich ja letztens nach laaaanger Zeit mal wieder Auto gefahren bin, wollte ich das gleich weiter vertiefen, da die 5km doch bissl kurz waren. Diesmal also 40km teils Autobahn, teils breite Landstraße, teils sehr kurvige, teils sehr enge Straßen UND anfahren am Berg. Also fast alles drin.
Lief soweit auch ganz gut, der alte Spaß daran tauchte wieder auf, nur 2 kleine Patzer passierten (die wohl jedem mal passieren) aber die Anspannung die ist einfach verflixt hoch dabei...schade...aber ich muss ja auch nicht mehr 400km täglich fahren, sondern nur wenn ich will. Oder muss wegen widrigen Umständen oder so...

- gefuttert:  Trimethylglycin oder auch einfach Betain: Macht gute Laune und hilft mir fast so gut wie das SAM-e. Hilft auch bei der Methylierung und das merk ich das tut mir gut (weil es da ja bei mir irgendwo hakt). Auch etwas günstiger als SAM-e

Und sonst so?
Läuft es runder. Wenn auch derzeit anstrengend, aber ich kann mir eher sagen: das is nur vorüber gehend. Ich kann gut für mich sorgen (was brauch ich, Essen bestellen, was warmes anziehen ecgt.) und mache generell einfach, anstatt mir tausend Gedanken drüber zu machen. Locker. Lässiger einfach. Mehr Leichtigkeit. Auch mal Scherze machen. Die psychische Anspannung lässt mehr und mehr nach.
Auch das wachsende Selbstwertgefühl macht weiterhin richtig Spaß. Ich bin ganz anders "unterwegs", in Geschäften zum Beispiel, glaube ich jetzt nicht mehr, dass das alles nur für die anderen ist. Sondern für mich auch!

Ich muss mich weniger in Watte packen. Wenn ich z.B. müde bin nicht gleich schlafen gehen, sondern merken JETZT (früher war das sicher anders) kann ich das auch mal aushalten und manchmal vergeht auch die Müdigkeit...nur als Beispiel.
Das tut gut. Das ist schön.

Aussicht:
Nachdem ich heute nochmal kurz arbeiten war, wird das Wochenende ruhig, RUHIG und ruhig. ;)
Und natürlich weiter mit Küche langsam beschäftigen und anfreunden und natürlich eine Runde aufm neuen Radl (macht mega Spaß!).


Mittwoch, 3. Mai 2017

Die Wogen glätten sich

Langsam kehrt wieder Normalität ein.
Zeit wirds.
Ganz dringend.

Grüße aus der sehr langsam schwindenden Reizüberflutung....