Freitag, 14. April 2017

Wochenrückblick

--wie schon geschrieben, gab es diese Woche sehr wenig Schlaf, dafür aber auch was Neues --

- gemacht: das erste Mal seit gut 5 Jahren wieder Auto gefahren. Es hatte sich eine Angst davor eingeschlichen, ich traute mir es nicht mehr zu. Ich, die früher soviel und so gerne gefahren ist. Und auch gut und sicher. Sogar beruflich weite Strecken...
Also durch einen sanften Stups von außen, einfach mal wieder hinters Lenkrad gequetscht. War ok, hat teilweise auch wieder Spaß gemacht, jedoch merke ich auch dass meine Grundanspannung ja schon sehr hoch ist und das beim Auto fahren noch stärker wird...nicht so gut.
Und ich denke zuviel, definitiv...Auto fahren hat mehr mit Gefühl als mit Ratio zu tun...

-gelernt: Feuer machen, in einem Holzofen. Nach dem 3.Versuch hat es geklappt. Und Spaß gemacht. Kann alllerdings auch nerven, weil man immer dran bleiben  und nachlegen muss, damit das Feuer ja nicht ausgeht...

Ich merke bei beidem: Wieder Auto fahren und was Neues ausprobieren/lernen, habe ich arge Schwierigkeiten, meine Fustationstoleranzgrenze ist niedrig, ich werte mich gleich ab wenn etwas nicht sofort klappt, werde zittrig und panisch und stehe kurz vorm heulen....da mag ich stärker drauf schauen, weil genau das hinderlich ist einen neuen Job anzufangen...

- gesehen: bei einer Family im Hausflur ein Plakat gelesen (vielleicht darf ich es nochmal fotografieren) mit all den Hausregeln. Aber es kam nicht so streng und autoritär rüber, sondern sehr liebevoll: wir lassen uns ausreden, sagen Danke und Bitte, hören uns zu...bin gespannt wie die Kinder sind. Werde sie bald kennenlernen.

- festgestellt: mir fehlen öfters wieder tiefer gehende Gespräche. Über Gefühle. Und wie es dem anderen wirklich geht. Was einen so beschäftigt.

- gestaunt: mit einem Chef telefoniert wegen einer Projektarbeit. Also einen Minijob auf Stundenbasis (also kein voller) für einige Wochen/Monate. "Ahja," sagt er, "ich kann auch zu Ihnen rauskommen, dann müssen Sie nicht extra  nach München fahren, ist ja nur ein kurzes Gespräch!"
Sowas schon gehört? Da kommt der Chef zu Dir zum vorstellen. Habe danken abgelehnt, ich muss eh in München noch was erledigen.

- Körperlichkeiten: Ich hatte schon immer Probleme mit Körpernähe. Ich hab das Problem immer bei mir gesehen....inzwischen seh ich das lockerer und nicht nur als Gestörtheit. Ich bin halt so. Ich bin stark introvertiert und Körperlichkeiten stressen mich einfach oft. Erst recht von fremden Personen, was Arztbesuche oft sehr schwierig macht.
Meine frühere Situation verbesserte das Ganze nicht sonderlich. Berührungen waren als Kind sehr selten und wenn dann eher übergriffig, es fühlte sich immer komisch, seltsam, schmierig an oder medizinisch distanziert.
Später war ich mit Menschen befreundet, die mir auch nicht unbedingt gut taten und auch komisch (im Sinne von mißbräuchlich, egozentrisch, ausbeutend) drauf waren...
Jetzt merke ich, dass wenn ich mit wirklich liebevollen und achtsamen Menschen zusammen bin, kann ich auch Nähe und Umarmungen ect. genießen. Wenn auch eher nur kurz.
Wenn der andere schmollt, sauer und beleidigt ist, weil es nicht zum erhofften Sex kam, muss ich aufpassen, dass ich mir den Schuh nicht anziehe. Und mich wieder als falsch und schwierig hinstelle. Sondern auf meine Grenzen achte und nicht vorschnell die Erwartungen des anderen erfülle und etwas mache, was ich nicht will. Mit aufkommenden Verlustängsten komme ich inzwischen klar.

Aussicht: Ostern. Klar. Ich muss erstmal Schlaf nachholen und dann noch bissl werkeln: Balkon fertig dekorieren, einen Knopf umnähen, Marmelade einkochen...und Hörbücher/Podcast da hab ich mal voll Lust drauf (eher selten bei mir) und einfach in den grauen Himmel schauen oder stricken. Sonntag evtl. noch zu einer Bekannten...also alles recht ruhig.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen