Donnerstag, 6. April 2017

1 Jahr ohne...

Seit gut einem Jahr habe ich nun auch keinen Kontakt mehr zu meinem Vater.
Zu Mutter und Schwester (und leider auch beiden Neffen) schon über fast 5 Jahre nicht mehr.

Und jetzt merke ich erstmal den Unterschied. Raus aus der ständigen Anspannung, raus aus den ständig neuen Verletzungen, raus aus dem Chaos, raus aus dem automatischen reagieren auf SEINE Bedürfnisse, raus aus den Hoffnungen und immer neuen Enttäuschungen.

Aber wohin?
Hin zu mir selbst, zu meinen Bedürfnissen und Wünschen, hin zu Selbstliebe, hin zu Entspannung, hin zu guter Selbstfürsorge, hin zum echten Erwachsen werden (ich konnte letztens fast völlig gelassen eine große schwarze Spinne anschauen und dran vorbei gehen, ohne in kindliche Panik zu verfallen).
Hin zum Heute!

Raus aus den alten Geschichten. Ich habe so richtig das Gefühl nach und nach aufzuwachen. Aus einer Art Trance.
Und ich bin so froh, dass es so ist.
Keine Schuldgefühle und "vielleicht" und "sollte ich nicht doch"????
Nein. So lange daran rumlaboriert. Soviel geredet. Soviel mich verändernd wollen, soviel gehofft....hat alles nichts gebracht.

Ich kann mich jetzt endlich um mein Leben kümmern. Mir überhaupt ein lebenswertes und für mich sinnvolles Leben aufbauen und pflegen! Meine Werte leben. Das Leben genießen!
Hätt ich das gewußt, wie gut es mir OHNE geht, hätte ich das natürlich schon viel eher gemacht. Aber es ist wie es ist. Da hadere ich nicht so sehr damit. Alles hat seine Zeit, auch wenn ich das oft nicht sehen will.

Neben den weiteren Säulen aufbauen (wie Arbeit, Beziehungen ect.) möchte ich auch mein Augenmerk mehr auf Spaß/Leichtigkeit legen. Das fehlt mir ein wenig und darin tu ich mich schwer... Wer als Kind schon nicht ausgelassen mit den anderen Kindern Fasching feiern konnte, weil Muttern sich in Gegenwart des fremden Mannes (und viel Alkohols) so komisch benahm...nunja...
Seit Wochen schleiche ich um die lange geschwungene Wasserrutsche im Schwimmbad :-) Oder mal Regeln brechen (natürlich keine schwerwiegenden!)...ich merke da bin ich noch sehr verkrampft und ernst...will möglichst viele Fehler meiden, mich total korrekt benehmen um keine Angriffsfläche zu bieten...ja möglichst perfekt sein...

Mir ist es bewußt...und vielleicht schaffe ich es wieder öfter zu tanzen (oder gar mal wieder richtig tanzen zu gehen?), mitzusingen, zu pfeifen, lächeln, lachen, blödeln...

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