Sonntag, 30. April 2017

Optische Ruhe

Diesen Begriff optische Ruhe kannte ich bis gestern nicht. Und derzeit wird mir immer klarer WIE wichtig das für mich ist! Für mich ist das derzeitige Chaos in der Wohnung (überall stehen Sachen) wie Dauerbeschallung mit Heavy Metall. Streß pur.
Zum Glück ist mein Schlafzimmer eine halbe Etage (Galerie) höher als der Rest und da oben ist wirklich Ruhe. Nur das Bett, eine Kommode, ein Nachttischchen, 2 Lampen und 2 sehr ruhige Bilder. Das tut gut.

Von daher werde ich wohl doch schauen, wie meine Wohnung noch ruhiger wird. Vielleicht fliegt die Kommode im Flur raus und das Regal aus dem Wohnzimmer kommt dahin. Mal sehen...

Gerade als Introvertierte die jeden Reiz länger verarbeitet ist das wichtig.

Jetzt starre ich erstmal auf den Dienstag, wo ich dann hoffentlich den Großteil wieder verräumen kann.

Und sonst merke ich noch ein weiteres Schuldgefühl: Wenn ich meinen Bedürfnissen gerecht werde. Also wenn ich alleine bin und das keinen Menschen mit einbezieht geht es schon ganz gut. Wenn das aber auch einen anderen Menschen "trifft" wirds innerlich arg eng.

Der erste Schritt war vor vielen vielen Jahren überhaupt spüren welche Bedürfnisse ich habe (ah mir ist kalt, hm ich möchte jetzt gerne einen Kaffe, also teilweise wirklich grundlegende Dinge).
dann folgte mit viel Kampf und Überwindung die Erfüllung (ich darf mir was warmes zum anziehen holen, mir noch einen Tee machen), nochmal später dann schon Dinge im Beisein anderer meist fremder Menschen (mich in der Bahn umsetzen oder mich überhaupt hinsetzen oder jemand bittet etwas leiser zu sen, die Tasche wegzunehmen ect.).
Dann kam bei Freunden meine Bedürfnisse anmelden/Grenzen setzen (ich möchte heute nicht solange telefonieren, ich kann nicht zum Treffen kommen, könntest du mich dahin fahren ect.).
Jetzt geht es noch einen Schritt weiter, das den anderen mehr miteinbezieht (ich muss alleine schlafen, ich brauche heute Ruhe, brauche körperlichen Abstand ect.)
Da ist die Gefahr groß in die Coabhängigkeit zu rutschen, meine Bedürfnisse wieder zu verdrängen und alles so machen, dass es fü den anderen wieder stimmt.

Heute aber erstmal dringend ein Sonnebad und weiter Ruhe....

Samstag, 29. April 2017

Eigen/Meins

Ich merke immer wieder wie wichtig das Thema Ichfindung/Identität für mich ist.
Das war ja zuhause nicht erlaubt: Eigene Gefühle, eigene Hobbys, eigene Wege gehen! Ich hatte das zu tun, zu fühlen, zu denken, zu WOLLEN was von mir erwartet wurde. Was die anderen nicht konnten wurde auch mir verwehrt.
Keiner hat bei uns einen höheren Schulabschluß, was bildet sich da jetzt Frau Heller ein auf die Realschule zu wollen? Nix da.
In fremden Gebieten Auto fahren? Undenkbar! Immerhin hat Mutti erst gar kein Führerschein und Papi traut sich nur auf bekannten Landstraßen (keine Autobahn!). Jetzt komm ich daher und fahr in fremde Städte, über Autobahn, ach sogar in andere Länder!!! Unerhört!
Ich hatte zwar ein eigenes Zimmer, was aber noch lange nicht hieß, dass das auch nur mir allein gehörte. Stiefvater konnte jederzeit durch latschen, in sein Büro, Gäste hatten zuvel gesoffen? Egal schlafts euren Rausch in Frau Hellers Bett aus!

UAH!

Ich darf was eigenes haben. Ich darf auch die uralten Geschirrtücher meiner Mutter endlich wegschmeißen und mir neue kaufen (heute getan!) sehr befreiendes Gefühl.
Die Teller werden auch demnächst ausgetauscht (große Vorfreude!).
Dann dürfte langsam aber sicher nichts mehr materielles aus meinem Elternhaus da sein.
Und das ist gut so!

Und sonst so?
Es überkommt mich immer mal wieder ein Schuldgefühl.
Warum?
Weil es mir so gut geht!
Ja.
Endlich die bleiernde Müdigkeit weg. Viel mehr Selbstwertgefühl. Spaß am Leben. Ein tolles neues Radl! Bald eine neue Küche! Einen lieben Mann an meiner Seite! Eine Beschäftigung die mir Spaß macht....
Ja es darf mir nach all dem Morast auch gut gehen...
nur kommt es noch nicht so ganz an bei mir....
Ich übe mich im zulassen :-)

Apropo Küche:
Meine provisorische Küche aus Balkontisch und 2 Herdplatten musste gleich wieder weichen, denn es kam:
The neue Küche.
Also wer schonmal IKEA-Sachen selbst zusammengebaut hat, weiß, dass das manchmal nicht so ganz einfach ist. Aber eine ganze Küche zusammenbauen!!! Na Prost Mahlzeit. Aber keine Sorge, da kommen 2 Junges, die das hoffentlich schon im Schlaf können ....

Freitag, 28. April 2017

Wochenrückblick

 --Anstrengende Woche...
diesmal sehr ausführlich--

Montag: Bevor der Trubel losgeht, nochmal relaxen bei 16 Grad Sonnenschein. Ich fahr nach München, muss noch Rezepte vom Doc holen. Leider fährt die S-Bahn nicht so wie sonst (aufgrund eines Feuerwehreinsatzes), so steige ich eine Haltestelle eher aus und schau auf dem Plan wie ich jetzt zu meinem Ziel komme. Neben mir macht eine Frau dasselbe. Wir kommen ins Gespräch. Wir stellen fest das wir dasselbe Ziel haben (naja fast). Ihr ist das zu kompliziert, sie ist nicht von hier und sagt: "ach da nehm ich mir jetzt ein Taxi". Ich seufzend: "oder so". Sie: "ja zahlt ja die Firma". Ich: "och wie praktisch". Sie:"Sie können ja mitfahren."
Echt?
ECHT JETZT?
Sie: "na klar. Kommen se!"
Coole Sache. Es hat mich wahnsinnig gefreut. Einfach die Geste für andere mitzudenken. Den Rest von ca. 1 Kilometer lief ich dann. Durch eine wunderschöne große Allee, alles am blühen und grünen. Laune am Höchstpunkt! Kurz zum Doc, danach Kaffe trinken. Da gibt es so ein nettes Lokal, Montagvormittag bin ich die einzige im ruhigen Garten und genieße einfach das JETZT!
Weiter zum Kosmetikladen. Der gewann irgendeinen wichtigen (oder unwichtigen Award) und ließ ne Rundmail (war einmal bei denen letztes Jahr zur Haarentfernung) raus: dass sie eine kostenlose Behandlung 15mins anbieten. Hej nehm ich doch mit. So bekam ich eine Reinigung, ein Peeling auf Enzymbasis (kein Gerubbel) und eine kleine Gesichtsmassage. Und natürlich viel Werbung für diese Produkte. Aber auch wieder einiges  gelernt (zum Thema Pflege und Haut und so, war eine angenehme junge Frau die mich behandelte).
Weiter gings runter zur Isar, ich musste das Frühjahrswetter genießen. Dort meine Brotzeit verspeist und spielenden Hunden zugesehen. HACH!
Weiter gings, kurzes Treffen mit D. hatte Sehnsucht nach ihm und er grad Feierabend. PERFEKT DAY!

Dienstag:
Küche ausräumen, und schonmal das abmontieren, was ich schaffe. Ich bin nervös und angespannt ob das so alles funktioniert. Kann aber abends gut abschalten, mir was richtiges noch kochen und entspannen.

Mittwoch: In der Früh wird der Kühlschrank abgeholt den ich zu verschenken in eine Anzeige gesetzt habe. Ich schrieb mit einer Frau, sie meinte, ihr Cousin helfe zu tragen. Zur ausgemachten Stunde stehen 3 muskulöse Männer vor mir, kurze Panik (ohne klingeln was das ganze erschwerte weil null Vorbereitung/sich einstellen können, dass gleich jemand in die Wohnung kommt, unten die Haustüre war auf deswegen standen die da so plötzlich). Ging aber alles gut und vor allem schnell. PUH erstmal beruhigen. Was mir nicht gelingt, da ich weiter an der Küche schrauben /wegräumen muss.
D. kommt dazu und wir machen die schweren Sachen zusammen und tragen alles in den Keller. Und den Rest bringen wir gleich zum Wertstoffhof.
Die Küche ist leer. Die erste große Hürde ist geschafft.
Danach gehen wir zum Griechen lecker essen. Danach wird mir schummrig. Der Weißwein, das viele Essen, der Geräuschpegel, das sich unterhalten, die ganze Anspannung der Tage...ich kann nicht mehr, muss raus an die frische, feuchte, sehr kalte Luft und mich möglichst schnell hinlegen...einfach nur Ruhe. Keine weiteren Reize...bitte.

Donnerstag:
Ich bin völlig hinüber, zuviel Adrenalin im Körper, schlafe viel, werde aber immer wieder von der Bohrmaschine geweckt, wir haben unten neue Nachbarn. Das zittern geht los.Eigentlich hatte ich heute was anderes vor, aber ich brauch RUHE. Alleinsein. Keine weitere Aufregung.
Alles was ich zum essen/kochen brauche ist wild verstreut in der Wohnung. Das steigert meine Unruhe ennorm. Ich kann auch nicht viel in die leere Küche stellen, weil morgen die neue kommt und ich nicht weiß, wieviel die da rein stellen oder draußen am Balkon lassen können.
Außerdem wird das Bad durch das Geschirr in Mitleidenschaft gezogen, was mir gar nicht passt, aber ist halt nunmal so.

Eigentlich alles keine Probleme. Aber ich merke wie sehr mich das stresst wenn es a)ungewohnt wird-also nicht seinen üblichen Ablauf hat oder die Sachen nicht da stehen wo sie sonst stehen (Kontrollzwang? Egal, es IST nunmal so) und b) wenn in naher Zukunft noch weitere Termine kommen und ich da angespannt bin ob das alles klappt....und ich einfach nur froh bin, wenn das alles vorüber ist. Wahrscheinlich mehr, als jemand anderes.

Abends holt noch jemand den Gefrierschrank ab. Nochmal Aufregung, fremde Leute, sind die pünktlich ?, kann ich danach endlich entspannen? ect...
Es geht so leidlich, immerhin schlaf ich recht gut und viel.

Freitag:
Warten aufs Christkind die neue Küche. Irgendwann zwischen 17-21h tanzen die an. Wieder hocken wie auf heißen Kohken. Langsam bin ich mit meinen Nerven durch. Aber sowas von....

Aussicht: Samstag und Sonntag dringend NIX tun. Ausspannen. Nerven runter fahren. Ins Grüne hocken. Baldrian nehmen. Auf Gedanken achten, die sich schon Sorgen machen über das was ich in 2 Wochen vor habe (typisch Streßsituation, das Hirn läuft Amok). Soweit es geht Montag auch nicht viel machen. Dann Dienstag Einbau der neuen Küche. Und dann wirds hoffentlich wieder alles normal.

Und sonst so? Jeden Morgen zog ich diese Woche die Rollos hoch und jeden Morgen (außer eben Montag) sagte Schnee HALLOOO zu mir. Voll doooof...Aber andererseits dann bleibt die Milch, Butter ect. draußen frisch und zum radeln komm ich eh grad kaum....
Und: wieder gemerkt: Abends lesen, statt irgendwas im Netz schauen, lässt mich viel entspannter und besser schlafen. Merken!

Jetzt Füße hoch, Kaffee her und auf die Spedition warten....

Dienstag, 25. April 2017

Minimalismus vs. Realität

Ich würde wirklich gerne mit sehr wenig materielles um mich herum auskommen.
Aber ich brauche all das Zeug.

Letztens bei der neuen Family hab ich ja gestaunt: hier wohnen 2 Erwachsene und 2 Kinder? Wo ist all das Zeug?
Wobei man sagen muss: Die sind halt auch sehr wenig zuhause. Im Gegensatz zu mir.

Und ich habe einfach viele Interessen, am PC herrscht immer ein Zettelkram von Ideen/To-do-Lists/Veranstaltungszettel ect., da Bücher, hier Strickzeug, da Sportklamotten und Sportgeräte und da ich fast immer zuhause koche, braucht es auch da viele Utensilien....

Vor 2 Jahren als ich meine Wohnung fast komplett ausräumen musste, weil gemalert wurde, dachte ich mir schon: schön wäre es, einfach 4 Kisten zusammenpacken, das Bett zusammen rollen und fertig.
So schuftete ich Zeug um Zeug entweder aufn Balkon oder in den Keller.

Dabei habe ich recht wenig. Oder doch nicht? Betrügt mich mein Realitätssinn?
Ich mag es sehr, Video oder Bilder von extremen Minimalisten anzusehen. Das beruhigt mich ungemein.
Aber ich kann das nicht.
So leben.
Ich muss auch manches immer im Blickfeld haben, weil ich es sonst vergesse. Zum Beispiel im Bad wenn ich alles in Schränke verstaue, dann benutze ich es schlicht nicht (außer jetzt die täglichen Musts).
Ich schaue schon immer, ob ich das und jenes noch brauche (Malsachen zum Beispiel werde ich nach Verbrauch nicht mehr neu kaufen).

Sehr schön ist das hier beschrieben:
http://www.schlichtheit.com/warum-ich-wenig-will-so-viel-brauche/

So für eine Woche muss ich mit einer minimalistischen Küchenausstattung auskommen, denn die fliegt heut und morgen raus.

Samstag, 22. April 2017

In vielen kleinen Schritten / das wahre Selbst

Heute also die Arbeit nachgeholt die ich Dienstag abgesagt habe (was genau richtig so war). Neue Situation, neue Leute. Und es ging alles gut. Ich weiß inzwischen auf was ich achten muss, weiß auch dass ich das kann, schäme mich nicht mehr.
Es lief super, ein neuer Termin wurde ausgemacht (das war noch unklar, ob es nur einmalig sein soll). Das freut mich.

Natürlich bin ich jetzt auch müde. Diese Woche war anstrengend, ich habe viel gemacht, innerlich wie äußerlich. Aber es ist eine angenehme Müdigkeit. Eine normale, nach getaner Arbeit eben. Nicht diese Benommenheit im Kopf und die Muskelschwäche in den Beinen. Diese Woche brauchte ich fast gar keinen Mittagsschlaf. Auch das fühlt sich gut an.
Wieder mehr in die Richtung wo ich hin will.

Die Salzsole hat da definitiv eine Wirkung. Was genau, ob das Salz als Antihistamin wirkt, oder das mehr Wasser in die Zellen aufgenommen werden und dadurch wenig Histamin ausgeschüttet wird, oder meine Elektrolyte zu sehr im Ungleichgewicht waren....ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass ich jeden Morgen den Schluck Salzsole verdünnt mit 1 Glas Wasser brauche!

Ein weiteres Jobprojekt hat sich auch aufgetan, was sich interessant anhört, allerdings kann ich mich erst darum kümmern wenn nächste Woche der große Rummel vorbei ist. Der Zuständige meinte, das sei ok, er habe sich das notiert und ich könne mich melden, wenn ich wieder kann. Sie suchen immer mal wieder für verschiedene Sachen Leute.
Okay :)
Sieht so aus, als ob sich Thema Job entwickelt, nicht so wie ich wollte oder dachte, aber mit dieser Variante kann ich auch gut leben, fast sogar noch besser.

Es fühlt sich so gut an sein Leben aktiv zu gestalten.
Sich Ziele zu setzen (sonst wäre das neue Radl nix geworden, weil das Ziel ja war soviel Geld anzusparen).
Sich Pausen zu gönnen und nicht weiter treiben, weil man meint, man hätte das nicht verdient/dürfe das nicht.
Auch die Erfahrung: ich kann mit schwierigen Situationen, üblen Triggern viel besser umgehen! Ich komme da wieder raus und auch das recht schnell...früher wäre es mir wochenlang schlecht gegangen. Dass es mich ziemlich mitgenommen hat, merke ich an der Zyklusstörung, jetzt weiß ich auch warum ich solche Schmerzen hatte.

Zufrieden mit sich selbst sein, sich selbst annehmen können.
Und sich mögen. Und auch über sich lachen können.
Ich merke wie ich immer mehr aus einer Art Trance aufwache und nicht nur einfach agiere, sondern MIT MIR lebe. Nicht mehr abgetrennt von meinen Impulsen, Wünschen, Bedürfnissen. Ich geh innerlich nicht mehr weg, sondern bleibe DA.
Ich bin gnädiger mit mir UND den anderen.
Mit Selbstwertgefühl macht das Leben viel mehr Spaß!
Ich atme freier, tiefer, mehr, ruhiger. Ich muss nicht mehr die Luft anhalten und das Leben so schnell als möglich irgendwie hinter mich bringen.
Ich schäle mein wahres Selbst Stück für Stück frei. Unter Tonnen von Scham blitzt es immer mehr hervor.
Ich sein zu dürfen. So wie ich bin. War das Verbot meiner Kindheit und Jugend und sogar noch ein Stück meines Erwachsenenlebens.
Es ist vorbei.
Ich habe das Recht auf ein lebenswertes Leben!
Ein sehr gutes kurzes Video dazu:
Scham und Lebensglück  https://www.youtube.com/watch?v=WssThHU5cX4

Ich glaube, ich habe aufgehört zu hoffen, dass sich die Vergangenheit ändert.
Und nutze jetzt die frei gewordene Energie, um das Leben HEUTE so zu ändern wie ich es haben will/brauche/gerne möchte.

Heute aber erstmal Entspannung...
leider ist es sehr kalt, regnerisch und windig...naja da freu ich mich morgen erstmal auf meine Heimsauna...

Freitag, 21. April 2017

Wochenrückblick

 -- puh schwierig...immer noch dieses innerliche beben und viel Spannnung, trotzdem schlafe ich viel und sehr fest/tief. Gottseidank!--

- Noch gefunden zum Thema emotionale Erpressung:

Eingefahrene Muster in einer Beziehung lassen sich nicht auf die Schnelle ändern. Bleiben Sie liebevoll, aber klar. Glauben Sie nicht jede Behauptung des Erpressers. Seien Sie kein „leichtes Opfer“ mehr. Vertrauen Sie darauf, dass die Erpressungen dann allmählich abnehmen und bald ganz aufhören. Sie werden sehen, dass dadurch der Schatz Ihrer emotionalen Gemeinsamkeiten in den Blick kommt und beide ihre Freiheit zurückgewinnen können.
Schön wäre es. Die Realität sieht leider anders aus. Die Erpressungen/der Druck/die Schikanen werden nicht abnehmen, sondern ZUnehmen. Das Opfer ist nicht willig? Dann wird es das gemacht. Da werden dann noch ganz andere Geschütze aufgefahren. Man gehe nur in ein Frauenhaus und höre sich die Geschichten an...sofern es eine Frau überlebt und es in ein frauenhaus geschafft hat.
Nein ich übertreibe nicht.

- begeistert: wie hast du auszusehen? Wer schreibt dir das vor? Bist du zu männlich als Frau? Zu ungeschminkt? Zu schön?
Mich treibt das immer wieder um: wie Frauen zu sein haben.
Toller Artikel und Video dazu: https://editionf.com/Schoenheit-selbstbewusstsein-dove-kampagne

- gehört:
https://www.youtube.com/watch?v=gw9fKuymA0I
und:
 https://www.youtube.com/watch?v=Bc4x4r0rmko

- gelesen: toller Artikel eines "Betroffenen" zum Thema Asexualität
http://www.zeit.de/community/2015-05/asexualitaet-beziehung-erfahrung

- auch gelesen: "wer dir Egoismus vorwirft, ist meistens selbst egoistisch."
Wie wahr...wie wahr...

- gefunden:
1.Zu Selbstsicherheit kommt man, in dem man sich auf Situationen einlässt, in denen man sich unsicher fühlt.
Klingt logisch. Ist es auch. Aber meistens denkt man doch so: Wenn ich keine Angst mehr habe, traue ich mich das zu tun.
Tja, dann wirds nie was...
2. Das Leben ist ein verdammtes Ding nach dem anderen.
Klingt komisch, stimmt aber. Vor allem weil ich gerne in den Gedanken verfalle: wenn ich das und jenes mal habe (oder nicht mehr wie z.B. Angst) DANN beginnt mein Leben...

- gedacht: im Badezimmer eines Mannes sollte man nicht zur erstbesten Tube greifen und meinen das sei Zahnpasta. Es könnte auch die Rasiercreme sein.

gekauft: Ein neues Radl! Endlich! Lange hingespart.
Geiles Teil, fährt viel besser und leichter als das Alte. Jetzt merke ich erst wie unpasssend das war (viel zu klein und Lenker zu kurz sodass die Handgelenke zu nah beieiander sind und darum der Oberkörper viel zu verspannt immer war). Bin ja "nur" 8 Jahre damit gefahren und gute 4000km. Und es war halt von Papa. Und Geschenke von Papa fühlten sich nie gut an, immer so schmierig gönnerhaft, er der pseudogroßzügige hilft der armen, armen, mittellosen Tochter. Und das andere was immer so mitschwang: als ob er damit sein schlechtes Gewissen beruhigen wollte. Ich hab mich innerlich immer mehr gegen seine "Geschenke" gewehrt.
Jetzt also MEINS. Selber ausgesucht, selber gekauft, Selbstwert um mindestens 100 Punkte gestiegen. Super Sache!

Muss halt noch verkehrssicher aufgepimpt werden.

gehabt: Traumjob am Ostermontag. Großer Korb voller Bügelwäsche einer Dame. So mag ich das: Alleine, zuhause, handwerklich vor mich hinwerkeln. Megasupertoll. Hoff die meldet sich öfters. Ich merke immer mehr, dass das meins in Sachen Arbeit ist: das praktische werkeln. Möglichst alleine.
Dachte früher immer, dass sei nix für mich, weil so ungeduldig und hektisch, das hatte aber auch viel mit dem Umfeld zu tun, ich war noch voll in "Täterkreisen" ständig getriggert/retraumatisiert.
Heute kann ich fast meditativ, sauber und ordentlich arbeiten. Eins nach dem anderen.
Gestern sah ich dem Zweiradmechaniker ein wenig in der Wekstatt zu. Der wird das auch genießen: handwerkliche Tätigkeit, sichtbares Ergebnis, klare Sache, wenig Kundenkontakt. Ich wette der ist auch stark introvertiert....

- gemacht: mir meine ganz eigene Depressionsfibel geschrieben. Nach jahrelanger Erfahrung damit, weiß ich nun wie ich in diesem Bezug ticke und brauche und überhaupt.

- das erste Mal: fühlte mich aufgrund meines Namens diskriminiert. Ich telefonierte mit einer Frau, sie fragte "Wie war nochmal ihr Name?" ich sagte ihn ihr nochmal, etwas betont langsamer. Ein abschätziges: "ahhja, da weiß ich schon bescheid!", (im Unterton schwang ein: dieses Ausländerpack, mit) war die Antwort. Ja mein Name klingt jetzt nicht nach Oberbayern, sondern nach Litauen wo er eben herkommt.
Noch nie sowas erfahren. Übles Gefühl.

- war wieder öfters spazieren, was mir sehr gut tat. Selbst im Schneesturm ....
Alles akkurat:


Trostlos und voller Leben:

Die Haare der Erde frisch gewaschen:

Aussicht:
Heute erstmal das schöne Gefühl fühlen diese Woche gut geschafft zu haben. Hunger und Appetit (gleich noch Kaffe und Kuchen genießen)  ist auch wieder da. Ich bin viel ruhiger.
Sonntag Ruhe und auch sonst hoffe ich dass ich die Nerven behalte. Nächste Woche ist volles Programm angesagt...
Aber vorher noch definitiv eine Radlrunde bevor der Regen kommt...jucheeeee :)))

Donnerstag, 20. April 2017

Nachtrag

Mir fielen dann noch die Imaginationen ein.
Hin und wieder mache ich die.
Eigentlich wollte ich heute nicht. In mir motzte es: ach was soll das schon bringen, die 15 Minuten Gerede usw.
Ich tat es trotzdem, legte mich hin, hörte die Übung *der sichere Ort*.
Und es wirkte. Nicht gleich. Aber so wenige Stunden später fühlte ich mich viel stabiler und konnte doch noch nach München fahren um was zu erledigen.
Es war anstrengend, teils schwierig, aber ich konnte mich immer wieder gut sammeln, mir ruhige Ecken suchen, kurz die Sonne genießen, hinsetzen,  Wasser trinken, schauen welchen Weg ich nehmen will (körperliche Bewegung mit einbauen um Streß abzubauen). Wenn die Anspannung zu groß wurde: NICHT auf den Streß konzentrieren, sondern auf Atmung, Bauch, nur noch 2 Haltestellen, irgendwas...

Jetzt wieder daheim. Geschafft und müde, aber viel ruhiger.
Dafür gibts jetzt Essen geliefert. Indisch. Wollt ich mir eigentlich für nächste Woche aufsparen, heut ist aber Ausnahmetag und daher sowas erlaubt.

Verhalten

Es ist immer wieder eine große Herausforderung herauszufinden, wie ich mich in solchen Phasen verhalte.
Es gibt keinen Plan XY.
Was es aber braucht (das habe ich nach langer Zeit und viel ausprobieren herausgefunden):

- annehmen dass es jetzt eben so ist. Mit am schwersten, habe ich doch von klein auf erlebt: "Mit solch schwierigen unangenehmen Gefühlen wollen wir dich nicht haben!" Das führe ich leider mal bewußt mal unbewußt dann an mir selber weiter.
Wenn annehmen nicht funktioniert, dann wenigstens DAS annehmen, dass annehmen eben gerade nicht klappt. Klingt lustig oder seltsam, hilft aber.

- Also erstmal alles "funktionieren müssen" rausnehmen. Und Selbstfürsorge starten. Auch das sind oft winzige Punkte, die ich von Situation zu Situation, von Minute zu Minute händeln muss.
Es kann sein, dass ich kurz einkaufen war und mir auf dem Heimweg denke: och bringst die Sachen noch heim und dann drehste noch eine kleine Runde. In der Wohnung merke ich aber, dass doch nichts mehr geht und ich es auf später verschiebe oder es ganz lasse.
Es gilt einen Mittelweg zu finden. Im Moment habe ich fast keinen Hunger und keinen Appetit. Ich weiß aber dass es mir gut tut, abends noch etwas zu essen, weil ich sonst nachts aufwache. Ich überlege sehr lange was ich essen möchte (früher griff ich einfach zum erstbesten), ich komme auf eine selbstgemachte Suppe mit Tiefkühlgemüse und Nudeln. Ich bekomme aber dann nur 5 Löffel herunter. Das ist ok. Ich habe was warmes im Bauch.

Auch kann ich mich derzeit sehr schlecht konzentrieren. Also mache ich alles langsamer und nichts bis wenig (oder nur kurz) was eine sehr hohe Konzentration erfordert .
Im Moment ist es für mich besser, wenn ich meine Wohnungstüre von innen abschließe. Mache ich sonst nie. Also Thema Sicherheitsgefühl. Dazu zählt auch weite, sehr bequeme Kleidung in der ich mich sicher und stark fühle, da spielen auch Farben mit rein. Ein roter Schal als Kraftsymbol.
Dann: kein Besuch. Möglichst wenig Menschen um mich herum.

- Das andere ist Thema Wohlgefühl.
Das ich es um mich herum derzeit SEHR sauber und aufgeräumt haben muss. Ich das edlere Duschgel her nehme und nicht das Alltagsdings. Das ich mich mit gutem Öl massiere. Oft Schlafanzug und Bettwäsche wasche.

 Früher  habe ich mir das alles erlaubt. Da bin ich über mich selber drüber gebrettert und habe so getan als wäre nichts, oder mich noch weiter von mir distanziert durch z.B. tagelanges am Pc sitzen.
Es ist auch ok bis Mittags im Schlafanzug zu bleiben. Ich weiß aber auch, dass es mir gut tut, zu duschen und in Alltagskleidung zu schlüpfen.

Andere brauchen in solchen Phasen vielleicht eine starke Struktur von außen, durch Klinik oder einem selbst gewählten Programm. Bei mir funktioniert das nicht. Ich muss das alles selbst frei jederzeit entscheiden und ändern können.

Dienstag, 18. April 2017

Trigger

Als ich die Diagnose komlexe Posttraumatische Belastungsstörung bekam, suchte ich mir zuerst mal Infos..Literatur...
Dort kommt man sehr schnell auf das Wort Trigger (engl.:Auslöser). In diesem Zusammenhand sind Auslöser für starke Gefühlszustände gemeint.
Dann liest man Beisppiele für Trigger: Eine Sirene, ein bestimmter Geruch, eine Stimme, eine Berührung, ein Geschmack, ein Film ect...darin fand ich mich nicht wieder. Also klar manche Gerüche erinnerten mich auch an schlechte Zeiten, ein bestimtes Parfum und mich ekelts.
Bei mir waren Trigger schwerer zu finden, also zu benennen. Durch sehr viel Selbstreflexion und Beobachtung kam ich so langsam dahinter. Es sind Dinge die fast nirgends stehen (oder ich habs übersehen bzw. hab ja auch nicht allles gelesen).

Da ich sehr viel psychische/häusliche Gewalt erlebte, sind bei mir Trigger: Das Verhalten eines Menschen. Vor allem nahe stehende Menschen.
Und jetzt weiß ich auch warum ich seit Tagen wieder so innerlich zitter, sehr fahrig bin, viel schwitze, eben total unter Streß stehe:

Ich verhielt mich nicht so wie D. das gerne gehabt hätte. Daraufhin zog sich D. innerlich zurück, sprach nicht mehr, verließ das Zimmer, tat so als schliefe er, was er aber nicht tat, auf meine Frage ob alles ok sei: ja ist es.
Aber ich spürte ja, dass eben nichts ok ist. Seine Bestrafung: Liebesentzug.
Es ist was anderes wenn er gesagt hätte: du ich geh mal ins andere Zimmer, muss grad allein sein, ja, ich bin grad sauer....lass uns später reden...wenn er eben Verantwortung für seine Gefühle übernommen hätte.

Tausendfach genau so erlebt. Erst daheim in der Familie. Dann bei M. (von dem ich passenderweise auch gleich vorletzte Nacht geträumt habe).
Manipulationsspiele. Emotionale Erpressung.
So bekommt man den anderen weich. Der andere beobachtet den anderen immer mehr: ist er abweisend? Ist seine Tonlange verändert? Sein Gesichtsausdruck? Hab ich mich falsch verhalten? Oh ich muss noch netter und lieber sein. Man tut alles damit einen der andere nicht wieder mit Ignoranz bestraft. Man ist hörig.
Stück für Stück gibt man sein Leben, seine Bedürfnisse, seine Hobbys, seine Gefühle auf und tut nur noch das, was der andere wünscht, damit es ihm gut geht.
Das fängt im kleinen an. Und zieht immer größere Kreise (wenn man nicht aufpasst!) Irgendwann ist es soweit, dass man sich nie richtig verhält. Es geht nur noch darum den anderen zu schikanieren, egal was man tut, der andere ist imemr sauer, wütend, enttäuscht...und man selbst geht gebeugt voller Schuldgefühle. 
Mein Körper gibt mir gerade ganz klare Hinweise: Vorsicht! Das ist gaar nicht gut! Das hatten wir schon mal! Und hat mich massiv geschädigt.

Zurück zum Trigger: Wenn ich schon in der Panik drin hänge ist jeder weitere Streß, auch noch so kleiner, nicht besonders hilfreich. Derzeit sind es mehrere:
- körperliche Schmerzen an einer sehr ungewohnten Stelle. Schmerzen an sich bringen mich sehr schnell aus der Fassung. Wenn ich nicht weiß warum, erst recht. Dazu müßte ich einen Facharzt aufsuchen. Einen neuen, weil ich zum alten nicht mehr mag. Nochmehr Streß: Neuer Arzt!

- schwieriges Telefongespräch mit Vermieter. es ging um eine bestimmte Kostenübernahme. Sehr großer Streß. Nachdem ich im Netz nachgeschaut habe, haben wir eine Lösung gefunden die nun für beide ok ist. Trotzdem, es wirkt noch sehr nach....

- wollte heute eigentlich einen Gelegenheitsjob machen. Problem: Fremde Menschen die die ganze Zeit anwesen sind, während ich arbeite. Ist normal ja schon schwierig, aber erst recht heute. Sind es mir die 40,- wert?

- etwas im Hintergrund aber doch am rumoren: Aus-und Einbau der neuen Küche nächster Woche.

So...muss jetzt schauen was ich da mit mir mache...
Ich glaub erstmal einen großen leckeren Kuchen aus der Bäckerei holen, verbunden mit einem kleinen Spaziergang (heute nacht hat es geschneit, es ist sehr kalt und diese Kälte tut mir in so einer erhitzten Phase immer recht gut), danach koffeinfreien Kaffe...

Sonntag, 16. April 2017

Sex, nein danke


Mit einer Freundin telefoniert...auf das Thema Körperlichkeit gekommen...sie so: "ah wenn ich das schon höre gemeinsam einschlafen und gemeinsam aufwachen...neeee das ist nichts für mich!"
Hm, dachte ich und fragte: "Wieso?" Ach ich hatte noch nie einen Partner und ich kann mir das einfach nicht vorstellen.
Die Frau ist knapp über 60 und sagte das mit einer Selbstverständlichkeit, dass es mir wohlig ums Herz wurde. Sie ist da mit sich im reinen. Kein "öh was ist nur falsch mit mir" oder "hm vielleicht bin ich doch mal mißbraucht worden?" Nö, einfach ein: ich will nicht (wir hatten uns schon mehrmals drüber unterhalten).

Seine sexuelle Identität finden...oft gar nicht so einfach...früher waren es die Traditionen (früh heiraten, Kinder bekommen, in der Küche bleiben) heute die Übersexualisierung.
Homosexualität wird nicht mehr als Krankheit gesehen (zumindest nicht offiziell). Dank Internet kann man fast all seine Fetische ausleben (findet sich ja eher mal wer, als draußen). Und ein Tabu ist Sex schon lange nicht mehr.

Aber keinen Sex zu wollen? Das ist schon noch schräg. Krank? Jedenfalls seltsam. In den Augen vieler. Wenn ich im asexuellen Forum lese, spüre ich wie ich aufatme. Meine Schultern leichter werden, ein Lächeln sich auf meinem Gesicht zeigt.

Jedenfalls fand ich (woanders) zwei Sätze die mir gefielen. Und das Fettgedruckte sollte sich jedes Mädl nach der ersten Sexualkunde auf ein großes Plakat schreiben und übers Bett hängen:

"Nur weil ich Kuscheln mag und Küssen und Petting, heißt das nicht dass ich Sex mit dir haben muss. Nur weil ich es angefangen habe und du jetzt geil bist, heißt das nicht, dass ich es auch zu Ende bringen muss".

Du bist nicht verpflichtet für den sexuellen Spaß deines Freundes zu sorgen!

Zu mir stehen.
Nicht mehr meine Grenzen überlatschen.
Sex? Nicht mit mir...

Verantwortung

Eines meiner größten Lernthemen in diesem Leben ist: Verantwortung für mich und mein Leben zu übernehmen.
Früher habe ich immer gehofft, dass der andere sich so verhält, dass es mir gut geht und ich keine unangenehmen Gefühle habe.

Verhält er sich nicht so wie es mir gut tut, wird manipuliert, mit Vorwürfen um sich gewofen und Streit angefangen. Hässlicher Streit. Kriegszustand.

In unserer Familie galt das Motto: Sei so wie ich dich haben will/wie ich dich brauche.
Jeder hat am anderen herum gestänkert und herum gedoktort. Muttern hat Vatern vorgeworfen zuhause nichts zu tun und auch nicht arbeiten zu gehen. Vatern warf Mutter vor zuviel zu saufen und fremd zu gehen.
Wir hatten alle möglichen Bedürfnisse der Eltern zu erfülllen, weil es denen ja so schlecht geht.

Ich habe vor ganz vielen jahren in einem Selbsthilfebuch (weiß nicht mehr welches) eine kleine Geschichte gelesen: Die Frau beschwerte sich bei ihrem Therapeuten, dass ihr Freund immer zu spät zu Verabredungen komme. Sie hat schon alles versucht: ihn angeschrien, ihn angebettelt, ihn gefragt WARUM? ihn körperlich angegriffen. Nichts änderte sich. Sie fühlte sich ohnmächtig. Sie konnte nichts tun. ODER? Doch, sie konnte handlungsfähig werden. Der Tip des Therapeuten: Machen Sie sich klar, was sie wollen: Sie können sich selbst eine Wartezeit von 15 Min. ausmachen, wenn er dann nicht da ist überlegen sie sich Plan A und B: Entweder Sie gehen alleine essen/ins Kino/was eben ausgemacht wurde oder fahren wieder heim, oder gehen spazieren, überlegen sie sich etwas was ihnen gefällt.
Als ich das las hab ich gelacht und geweint zugleich. Das war die Lösung für meine Ohnmacht.

Man kann keinen anderen Menschen ändern.
Das ist es was der Spruch meint:
Akzeptiere was du nicht ändern kannst (und ziehe evtl. Konseuenzen auch wenn die nicht schön sind)
und ändere was du ändern kannst (uah das bedeutet Arbeit...ja..aber es gibt ein befriedigendes Gefühl, sein Leben selbst in der Hand zu haben)...
achja und finde natürlich die Weisheit das eine vom anderen zu unterscheiden :)

Wenn ich wütend werde, so richtig mit innerem zittern..dann weiß ich bin ich (meistens) getriggert...und zwar geht es genau umd as Thema. Ich hätte in einer Selbsthilfegruppe mal eine Frau fast körperlich angegriffen, weil sie mir ständig dreinredete, dass ich doch keinen Kontaktabbruch zu meiner Familie machen kann. Egal welche Gründe und Argumente ich brachte ich stieß gegen eine Betonwand aus Vermeidung. SIE wollte ihre Gefühle dazu vermeiden, dass ihre Tochter sich nämlich auch langsam zurückzieht, sie wollte diese Angst und Trauer nicht spüren. Ich wollte sie davon überzeugen, warum ich den Kontakt abbreche...Druck gegen Druck.

Es ist ein friedliches Leben wenn man sich um sich kümmert und nicht um das was der andere tun soll.

Freitag, 14. April 2017

Wochenrückblick

--wie schon geschrieben, gab es diese Woche sehr wenig Schlaf, dafür aber auch was Neues --

- gemacht: das erste Mal seit gut 5 Jahren wieder Auto gefahren. Es hatte sich eine Angst davor eingeschlichen, ich traute mir es nicht mehr zu. Ich, die früher soviel und so gerne gefahren ist. Und auch gut und sicher. Sogar beruflich weite Strecken...
Also durch einen sanften Stups von außen, einfach mal wieder hinters Lenkrad gequetscht. War ok, hat teilweise auch wieder Spaß gemacht, jedoch merke ich auch dass meine Grundanspannung ja schon sehr hoch ist und das beim Auto fahren noch stärker wird...nicht so gut.
Und ich denke zuviel, definitiv...Auto fahren hat mehr mit Gefühl als mit Ratio zu tun...

-gelernt: Feuer machen, in einem Holzofen. Nach dem 3.Versuch hat es geklappt. Und Spaß gemacht. Kann alllerdings auch nerven, weil man immer dran bleiben  und nachlegen muss, damit das Feuer ja nicht ausgeht...

Ich merke bei beidem: Wieder Auto fahren und was Neues ausprobieren/lernen, habe ich arge Schwierigkeiten, meine Fustationstoleranzgrenze ist niedrig, ich werte mich gleich ab wenn etwas nicht sofort klappt, werde zittrig und panisch und stehe kurz vorm heulen....da mag ich stärker drauf schauen, weil genau das hinderlich ist einen neuen Job anzufangen...

- gesehen: bei einer Family im Hausflur ein Plakat gelesen (vielleicht darf ich es nochmal fotografieren) mit all den Hausregeln. Aber es kam nicht so streng und autoritär rüber, sondern sehr liebevoll: wir lassen uns ausreden, sagen Danke und Bitte, hören uns zu...bin gespannt wie die Kinder sind. Werde sie bald kennenlernen.

- festgestellt: mir fehlen öfters wieder tiefer gehende Gespräche. Über Gefühle. Und wie es dem anderen wirklich geht. Was einen so beschäftigt.

- gestaunt: mit einem Chef telefoniert wegen einer Projektarbeit. Also einen Minijob auf Stundenbasis (also kein voller) für einige Wochen/Monate. "Ahja," sagt er, "ich kann auch zu Ihnen rauskommen, dann müssen Sie nicht extra  nach München fahren, ist ja nur ein kurzes Gespräch!"
Sowas schon gehört? Da kommt der Chef zu Dir zum vorstellen. Habe danken abgelehnt, ich muss eh in München noch was erledigen.

- Körperlichkeiten: Ich hatte schon immer Probleme mit Körpernähe. Ich hab das Problem immer bei mir gesehen....inzwischen seh ich das lockerer und nicht nur als Gestörtheit. Ich bin halt so. Ich bin stark introvertiert und Körperlichkeiten stressen mich einfach oft. Erst recht von fremden Personen, was Arztbesuche oft sehr schwierig macht.
Meine frühere Situation verbesserte das Ganze nicht sonderlich. Berührungen waren als Kind sehr selten und wenn dann eher übergriffig, es fühlte sich immer komisch, seltsam, schmierig an oder medizinisch distanziert.
Später war ich mit Menschen befreundet, die mir auch nicht unbedingt gut taten und auch komisch (im Sinne von mißbräuchlich, egozentrisch, ausbeutend) drauf waren...
Jetzt merke ich, dass wenn ich mit wirklich liebevollen und achtsamen Menschen zusammen bin, kann ich auch Nähe und Umarmungen ect. genießen. Wenn auch eher nur kurz.
Wenn der andere schmollt, sauer und beleidigt ist, weil es nicht zum erhofften Sex kam, muss ich aufpassen, dass ich mir den Schuh nicht anziehe. Und mich wieder als falsch und schwierig hinstelle. Sondern auf meine Grenzen achte und nicht vorschnell die Erwartungen des anderen erfülle und etwas mache, was ich nicht will. Mit aufkommenden Verlustängsten komme ich inzwischen klar.

Aussicht: Ostern. Klar. Ich muss erstmal Schlaf nachholen und dann noch bissl werkeln: Balkon fertig dekorieren, einen Knopf umnähen, Marmelade einkochen...und Hörbücher/Podcast da hab ich mal voll Lust drauf (eher selten bei mir) und einfach in den grauen Himmel schauen oder stricken. Sonntag evtl. noch zu einer Bekannten...also alles recht ruhig.

Donnerstag, 13. April 2017

Alarmsystem außer Rand und Band

Dass ich schnell nervös werde und in Streß gerate war wohl schon immer so...
Doch seit 2009 an dem Komplettzusammenbruch ist das Ganze ziemlich ausgeartet.
Gut, einiges legte sich zum Glück wieder, anderes blieb.

Zum Beispiel sehr schlecht einschlafen können. Das geht am besten: zuhause, mit Silikonohrstöpsel, alleine und mit einem "Anstups"-Medikament, also kein richtiges Schlafmittel.
Mit jemanden in einer Wohnung zu schlafen - in getrennte Zimmer ist Streß. Mit jemanden in einem Raum schlafen - schon fast nicht möglich.
Mit jemanden in einem Bett schlafen - überhaupt nicht möglich.

Jetzt ist das halt in einer Beziehung so, das man ja gern mal beim anderen übernachten will. Tja.
Gestern war es mal wieder soweit (ich glaub eh erst insgesamt mit unterschiedlichen Menschen der 4. oder 5.Versuch, seit
ich  dammit Probleme habe, zusammen in einer Wohnung/Zimmer/Bett zu schlafen).
Da liege ich...mein Herz rast...ich muss nicht erwähnen, dass in einem Bett einschlafen und sich dabei berühren natürlich auch nicht geht...nicht sonderlich berauschend...ok ich zwinge mich nicht zum schlafen, sondern einfach zum ausruhen, entspanne den Körper (soweit es geht), atme ruhig (sofern möglich), einfach ruhen...ich werde müde...ich werde schwerer...ich fange zu dösen an...der andere macht ein kleines Geräusch oder eine Bewegung und ZACK ich wieder hellwach.
Das mach mal fünfmal, dann wars das mit der Nachtruhe, weil der Puls oben bleibt.
Also zieht einer von uns beiden in das andere Zimmer. Und schläft da.

Bei mir kam noch erschwerend hinzu, dass ich am Dienstag früh eine VIERTEL des Medis nahm und bis jetzt Donnerstag mittag einfach hellwach bin, mit hartem Herzschlag und erhöhtem Puls. 2 Tage und 2 Nächte quasi durchgemacht...dazu eine schmerzende Innenbackenseite, weil wohl vor Anspannung da drauf gebissen....länger....
Zum davon laufen. Ich lass das jetzt komplett mit dem Medi.
Ich bin total geschlaucht, glaub das war jetzt in einem Monat gute 10 extrem beschissene Nächte.
Von daher, jetzt bin ich noch fit, also Wohnung aufräumen, noch bissl werkeln, Essen vorbereiten und dann hoffe ich, dass ich Ostern endlich mal den Schlaf nachholen kann. Hab eh nichts besseres vor und Wetter soll auch nicht der Hit werden...

Grüße ausm Eimer.
In dem ich bin.

Dienstag, 11. April 2017

Spirale

Manchmal da kommt ganz schleichend das eine zum anderen...und ich komm in eine alte Spirale die von Hoffnungslosigkeit, Schwere, grübeln, Trauer,  wühlen in der Vergangenheit, Fragen warum mich keiner mag, warum ich nicht so normal wie die anderen bin....und einigen anderen unangenehmen Gefühlen geprägt ist.
Da komme ich dann in das Unkonkrete wie "wie mein Leben sein sollte" oder was ich irgendwas irgendwie irgendwann mal ändern sollte. Ich denke dann nur im Großen. Damit der jetztige ätzende Zustand aufhören möge.

Dabei geht es oft um kleine Dinge. Aber vor allem um konkrete Dinge!
Um Dinge die ich HEUTE tun kann. z.B. mich zu fragen was ich brauche: ein Gespräch, ein gutes Buch, was zum lachen, Körperpflege, Sport, genug Wasser zu trinken, Kontakt mit mir selbst....

Dieses Wochenende war es wieder soweit. Ich schlief unglaublich viel, vielleicht lag es daran dass ich viel arbeiten war, oder am ungewohnt warmen Wetter oder was weiß ich....Auf alle Fälle wurde mir fad. Ich war schlecht gelaunt. Oben genannte Gefühle, Fragen und Grübeleien tauchten auf.
Was das ganze nicht besser machte...
Ich muss wieder konkret werden. Was ist HEUTE dran. Was kann ich HEUTE tun. Was brauche ich JETZT? Tagesplan machen hilft auch dabei und dann LOS!

Freitag, 7. April 2017

Wochenrückblick

-- bissl ZU wach, wie schon geschrieben, ansonsten: Alles super! --

- Frage der Woche: "Haben Sie die Nachtcreme auch mit UV-Schutz?"
Noch versucht das Lachen zu unterdrücken, als ich aber sah wie die Drogerieverkäuferin auch schon so das Gesicht verzog, platzte ich los. Verkäuferin auch. Arme Kundin.

- entdeckt: es gibt jetzt Fahrradhelme über die kann man auch telefonieren, funken (mit seinen Mitradlern), Musik hören, sich benachrichtigen lassen wenn neue Mails ect. reinkommen...nur die Waschmaschine kann das Ding noch nicht aus der Ferne starten (kommt bestimmt nächstes Jahr!). Einfach mal gemütlich dahin radeln, Kopf frei bekommen, Landschaft begutachten ist nicht mehr. Alles wird immer noch effizienter. Ich find das zum kotzen!

- das 1.Mal in diesem Jahr: Barfuß am See gesessen und Eis gegessen. Toll!

- ach manchmal ist das Leben einfach schön und alles läuft wie am Schnürchen.

- gefreut: sehr sehr sehr gefreut, dass D. echt so unglaublich geduldig und tolerant ist. Und so lieb. Und überhaupt. Love it! Sehr. Mein Schatz!

- gefreut 2: SMS vom Vermieter: neue Küche ist bestellt! Wie.geil.ist.das.denn?!?! Bin ja schon fast vom Glauben abgefallen, dass ich das noch erleben darf. Jetzt aber sehr gespannt, bis die da ist und wie die aussieht und überhaupt....

- wieder gearbeitet. Sogar gleich 2x. Hab ich sehr genossen. Ja es war anstrengend, hat aber auch echt wieder Spaß gemacht. Nach 2 Monaten Pause.

- dabei erfahren, wie sehr der Schein trügt. Die gute Frau arbeitet zwar sehr viel, verdient sehr gut, fährt viel in Urlaub, hat alles materielle was man heutzutage so hat, die große helle Wohnung ist schön..usw...doch alles auf Kredit. Jetzt musste sie den 4. Kredit aufnehmen, um überhaupt leben zu können, weil allein das Gehalt für die anderen Kreditrückzahlungen und Miete drauf geht. Ein unglaublich verschwenderischer Lebensstil! Ich hätte 1000 Ideen was sie alles ändern könnte, damit z.B. die Lebenskosten (z.B. Strom) sinken. Aber dafür ist sie taub. Noch.

- gestaunt: als ich im beheizten Freiluft-whirlbecken eines Schwimmbades die Ruhe genoß und mir die Sonne ins Gesicht scheinen ließ, gab es da 2 kleine huschende Schatten. Ich öffnete die Augen und sah wie seelenruhig ein Entenpaar neben mir landete. Denen gefiel das blubbern auch und anscheinend schmeckte ihnen das Wasser auch, denn sie tranken, als ob sie kurz vorm verdursten waren.

- gestaunt 2: Finanzielle Unterstützung gibt es jetzt nicht mehr von der Tafel. Sonst konnte man immer mal wieder anfragen, ob man bei Mehrausgaben (z.B. neue Waschmaschine, Bügeleisen, Fahrt/Medikamentenkosten, Schulbedarf ect.) einen Zuschuß bekommt. Ich hatte letztens noch angefragt, wegen den teuren S-ame-Tabletten. Nun also gestrichen, weil eine unglaubliche Trulla den Hals nie voll bekommt (die ist schon berüchtigt, weil unglaublich wählerisch und andererseits unglaublich gierig) jetzt mit dem Anwalt (!) kam, weil die Tafel-Leitung sich weigerte ihr weitere Zuschüße zu gewährleisten weil die ständig alle un-möglichen Rechnungen brachte. Die wollte quasi ihr ganzes Leben von der Tafel finanziert bekommen. Manche spinnen halt komplett.

- gedacht: langsam glaub ich auch, dass wir schon im 3.Weltkrieg stecken.
http://www.msn.com/de-de/finanzen/top-stories/kriege-terror-instabilit%c3%a4t-%e2%80%93-die-welt-ist-ein-pulverfass/ar-BBzmTcx?li=BBqg6Q9&ocid=mailsignout&fullscreen=true#image=1

-Musik: passend zu mehr Lockerheit das Lied der "Ärzte" lasse reden
 https://www.youtube.com/watch?v=V98S34uopRc


Aussicht: wieder ein sonniges, warmes Wochenende! Trotzdem werd ich mal wieder backen. Lust auf einen saftigen Apfelkuchen mit Schlagsahne! (Überhaut esse ich derzeit sehr viel und deftige Kost, hab das Gefühl mein Körper hat massiven Kalorienbedarf, nachdem er die letzten 3 Wochen so gepusht sicherlich einiges an Kraft verlor, auch wenn ich jetzt, glaub nicht, allzuviel abgenommen habe).
Sonst einfach Ruhe....

Donnerstag, 6. April 2017

1 Jahr ohne...

Seit gut einem Jahr habe ich nun auch keinen Kontakt mehr zu meinem Vater.
Zu Mutter und Schwester (und leider auch beiden Neffen) schon über fast 5 Jahre nicht mehr.

Und jetzt merke ich erstmal den Unterschied. Raus aus der ständigen Anspannung, raus aus den ständig neuen Verletzungen, raus aus dem Chaos, raus aus dem automatischen reagieren auf SEINE Bedürfnisse, raus aus den Hoffnungen und immer neuen Enttäuschungen.

Aber wohin?
Hin zu mir selbst, zu meinen Bedürfnissen und Wünschen, hin zu Selbstliebe, hin zu Entspannung, hin zu guter Selbstfürsorge, hin zum echten Erwachsen werden (ich konnte letztens fast völlig gelassen eine große schwarze Spinne anschauen und dran vorbei gehen, ohne in kindliche Panik zu verfallen).
Hin zum Heute!

Raus aus den alten Geschichten. Ich habe so richtig das Gefühl nach und nach aufzuwachen. Aus einer Art Trance.
Und ich bin so froh, dass es so ist.
Keine Schuldgefühle und "vielleicht" und "sollte ich nicht doch"????
Nein. So lange daran rumlaboriert. Soviel geredet. Soviel mich verändernd wollen, soviel gehofft....hat alles nichts gebracht.

Ich kann mich jetzt endlich um mein Leben kümmern. Mir überhaupt ein lebenswertes und für mich sinnvolles Leben aufbauen und pflegen! Meine Werte leben. Das Leben genießen!
Hätt ich das gewußt, wie gut es mir OHNE geht, hätte ich das natürlich schon viel eher gemacht. Aber es ist wie es ist. Da hadere ich nicht so sehr damit. Alles hat seine Zeit, auch wenn ich das oft nicht sehen will.

Neben den weiteren Säulen aufbauen (wie Arbeit, Beziehungen ect.) möchte ich auch mein Augenmerk mehr auf Spaß/Leichtigkeit legen. Das fehlt mir ein wenig und darin tu ich mich schwer... Wer als Kind schon nicht ausgelassen mit den anderen Kindern Fasching feiern konnte, weil Muttern sich in Gegenwart des fremden Mannes (und viel Alkohols) so komisch benahm...nunja...
Seit Wochen schleiche ich um die lange geschwungene Wasserrutsche im Schwimmbad :-) Oder mal Regeln brechen (natürlich keine schwerwiegenden!)...ich merke da bin ich noch sehr verkrampft und ernst...will möglichst viele Fehler meiden, mich total korrekt benehmen um keine Angriffsfläche zu bieten...ja möglichst perfekt sein...

Mir ist es bewußt...und vielleicht schaffe ich es wieder öfter zu tanzen (oder gar mal wieder richtig tanzen zu gehen?), mitzusingen, zu pfeifen, lächeln, lachen, blödeln...

Mittwoch, 5. April 2017

Aktuell

Also am 1.April die letzte (halbe!) Tablette vom Medi genommen und bis gestern noch gepusht und hoher Puls.
Das schlaucht mich jetzt einfach und ich nehm erstmal nichts weiter. Warte bis ich wieder völlig ruhig bin und nehm dann erstmal eine Viertel und schau ob ich da nachts wieder nicht schlafen kann.

Heute konnte ich zumindest mal wieder tiefer schlafen, darüber bin ich sehr froh. Denn diese Adrenalinschübe triggern mich auch. Sie erinnern mich an die Zeit als Fahrerin als ich auch so unter Dauerstrom stand (lag aber nicht an Tabletten sondern an 400km Auto fahren täglich und 200km davon mit 5 Kids im Wagen) und gar nicht mehr zur Ruhe kam. Über Monate. Und dann hats mir den Schalter gezogen und diesen gruseligen Zustand will ich nie mehr erleben und ich habe mich lange nicht davon erholt.
Ich glaube auch, dass da körperliche Folgeschäden geblieben sind, die Nebennierenschwäche, die Verschlimmerung der Histaminproblematik, generell noch weniger Belastbarkeit...

Das ist das gute beim S-ame das ja ähnlich wirkt, aber nicht so krass, da bin ich auch wach und klar im Kopf, hab Energie, kann aber abends gut schlafen. Nur kosten da halt 60 Stück gute 50,-. Auch die nehm ich dann nicht jeden Tag, so dass die Packung schonmal 3-4 Monate hält.

Heute ber erstmal runterfahren...einkaufen, dringend Wohnung aufräumen, aber alles recht ruhig und langsam, mit vielen Pausen.


Dienstag, 4. April 2017

Liebe

Es kann sein, dass man so blind vor Liebe ist, 
dass man noch nicht mal die Liebe selbst sehen kann.



Montag, 3. April 2017

Doc

Naja der Doc mente da jetzt auch nicht so sehr viel Neues dazu, höchstens:
"Und wenn Sie nur eine viertel Tablette nehmen?" Ja das war natürlich auch mein Gedanke. Halbieren geht gut mit dem Messer, vierteln nicht mehr, da muss ich auf den Pillenteiler warten. (Vielleicht sollt ich die Packung auch einfach nur anschauen oder mal dran riechen, vielleicht reicht mir das auch schon 😊...)

Und auch sonst Geduld haben. Der Körper muss sich an die neuen inneren Verhältnisse auch erstmal eingewöhnen und umstellen.
Vielleicht gibt sich das mit dem hohen Puls auch noch. Hoffentlich! Das nervt abends und nachts sehr. Vor allem nun kommen noch echt gruselige Alpträume dazu...zum Glück kann ich inzwischen das luzide Träumen bzw. mich selbst aufwecken ganz gut (sonst wär ich heut Nacht von der Handgranate getötet worden...hmpf).

Und ich muss auch noch ein wenig lernen: auch wenn ich noch genug Energie habe, heißt das nicht, dass ich weiter laufen muss. Auch mal wieder ruhigere Phasen einlegen, ruhige Musik oder gar keine, träumen auf dem Sofa, alles weiter langsam angehen...auch wenn alles in mir nach Power und Action und weiter! schreit.

Sonntag, 2. April 2017

Sonntagsunklarheiten

- seit ca 2 Wochen trinke ich jeden Morgen nach dem aufstehen ein Glas Wasser mit einem kleinen Schluck Sole (aus Himalayasalz-ich weiß das kommt nicht aus dem Himalya- und gefiltertem Wasser selbst hergestellt).
Gestern stellte ich fest, dass der harte, oft rissige und schmerzhafte Schorf am Ellbogen verschwunden ist und dort babyweiche Haut verweilt!

Seit ein paar Tagen nahm ich keine Sole zu mir. Gestern konnte ich mich schon kaum mehr aufrecht halten, jeder Handgriff war wieder sauschwer. Gut, dachte ich, kann ja auch an dem krassen Wetterumschwung und den  25 Grad liegen, ruhste dich halt mehr aus. Wunderte mich aber, dass selbst das Medikament mich nicht wach machte...Heute morgen nur noch schläfrig...
Dann trank ich heute wieder die Sole (und nahm kein Medi) und was soll ich sagen, langsam kehrt wieder Licht in mein Hirn und Kraft in die Muskeln.
Dass das Salz den Nebennieren (die bei mir eh schon schwach sind) hilft ist mir schon klar...um eine Gewissheit zu haben, müsste ich das Medi wieder weglassen...

Eine kurze und doch sehr informative Seite zum Thema Salzsole:
http://www.martynez.de/sole.html

- Thema Medikament: Hatte mich ja nicht getraut die Tabletten zu halbieren, weil im Beipackzettel steht, dass man das auf gar keinen Fall machen soll, da die Tabletten retardiert seien und wenn dieser Schutze weg ist, kommt der Wirkstoff viel zu schnell und nicht wie sonst verzögert in das Blut und kann heftige Nebenwirkungen auslösen und die Krampfschwelle massiv herunter setzen.
Klingt jetzt alles nicht dolle.
Doc meinte aber, kann ich ruhig machen. Der hat Nerven.
Also gestern dann getraut. Eine halbe. Es war wesentlich angenehmer, die Wirkung hab ich leicht gespürt aber nicht das hibbelige. Erst abends, ging das schlafen natürlich wieder nicht. Überlegte schon die Tablette mal abends zu  nehmen, weil das Herzrasen immer erst so 6-8Std. nach Einnahme auftaucht, und tagsüber merk ich das nicht so, da wär es mir egal.
Mal sehen. Ich probier weiter aus. Schau aber erstmal auch was der Doc morgen so sagt.