Freitag, 10. März 2017

Wochenrückblick

Äußerlich sehr ruhig - innerlich der emotionale Schleuderwaschgang.
Hatte diese Woche keinerlei Termine, was mir sehr gut tat und ich dringend benötigte, um das innere Chaos irgendwie wieder in den Griff zu bekommen.

- gesehen: den ersten Zitronenfalter...es kann nur besser werden (Richtung Frühling)

- mitgefreut: Lisa Wagner (Kommissarin Heller) bekam die goldene Kamera als beste Schauspielerin (in den Film: Ausfahrt Gera, in dem es um Beate Zschäpe geht)

- getan: Hausfrau gespielt. Langsam, mit vielen Pausen und nur wenn es wirklich geht (scheiße ist das schwer zu akzeptieren) mache ich mich an den großen Frühjahrsputz, der dringend notwendig ist, aber auch sonst: Brot und Kuchen gebacken, Wäsche mit der neuen Handwaschmaschine gewaschen (dazu demnächst mehr)

- festgestellt: ich muss mich wieder mehr bei den Kohlenhydraten drosseln. Kekse und Kuchen mal sind okay, Hauptmahlzeiten bestehen ab sofort wieder aus mehr Gemüse und Fleisch. Fühl mich einfach wohler damit, als mit der Stärkemast. Sieht man auch an meinem Bauch, der wieder wächst.

- verordnet: auch wieder mehr hinaus gehen. Das wurde jetzt so zur Gewohnheit das drinnen rumhocken, dass ich mich wieder dran gewöhnen und auch leicht zwingen muss hinaus zu gehen. Auch hier: Wenn es körperlich geht. Nicht weiter überfordern.

- wieder: angefangen das SAM-e zu nehmen. Hatte in letzter Zeit wenig Wirkung, bis mir auffiel, dass es a) eine geringere Dosis war und b) das billigere. Das teuere hat mehr aktive Ionen und den Unterschied merke ich deutlich: Mehr Kraft!
Ein sehr guter Link zu dem Thema:
http://blog.foodlinx.de/methylierung-b-vitamine-und-die-psyche/
durch den damaligen GEN-Test hab ich ja rausgefunden, dass ich auch ein "schlechter Methylierer" bin und daher Unterstützung brauche. SAM-e ist ein starker Methylierer, deswegen merke ich das auch gleich.

- erkannt: das ich Bindungsangst habe ist ja nix neues. Und wurde auch mit anderen Menschen schon mehrmals kommuniziert.
Die Frage war nur, warum ich trotzdem mit einem bestimmten Mann mich immer wieder so sehr in die Haare kriege, obwohl wir uns ja eigentlich sehr mögen.
Langsam dämmerte es mir: ER hat Verlustangst. Das ist jetzt natürlich das "perfekte" perpetuum Mobile: Mir wird das zu nah (muss mir noch nicht mal bewußt sein) und ziehe mich ein wenig zurück, es kann auch nur sein, dass es dem anderen zu kühl oder zuviel Abstand ist oder er das auch nur so mein oder einfach mehr Nähe will...der andere bekommt seine Verlustangst und fängt an zu streiten, Vorwürfe zu machen, meine Punkte zu drücken irgendwas damit ich im Kontakt bleibe. Im Gespräch.
Und wenn es nur unsinnige unfruchtbare Diskussionen und Selbstzerfleischungen sind. Lieber ein Streit als gar nichts! Paradox.
Ich streite erst noch mit, rechtfertige mich, versuche mich zu erklären, mache, tue...alles scheinbar gegen die Wand .
Daraufhin ziehe ich mich natürlich entnervt zurück, der andere gräbt noch mehr alte Geschichten und Verfehlungen von mir aus, ich falle wieder drauf rein, rege mich auf, verteidige mich, stelle klar.... dann kann es evtl. dem anderen zu bunt werden und der sagt: ach ist mir egal was du machst, ist schon gut, tu was du nicht lassen kannst, bist ja eine freie Person, geht mich ja nix an...und ich steh explodierend und rauchend da...

Das geht auch als kleines Beispiel: Ich kann fast nicht schlafen, wenn im selben Raum noch jemand ist. Auch wenn ich denjenigen sehr mag und ihm vertraue. Einschlafen geht also nur mit Abschottung: mich wegdrehen vom anderen, Ohrenstöpsel rein, kein Körperkontakt, nicht reden. Das hielt derjenige damals fast nicht aus. Berührte mich immer wieder, redete was, fragte mich was...zum wahnsinnig werden. Er hielt diese Abschottung nicht aus, obwohl ich es ihm schon erklärte, warum das so bei mir sein muss und nichts gegen ihn ist, wir keinen Streit hatten ect.

Mir wird klar, dass ich schon mehrmals Männer hatte mit Verlustangst, die aber extremer und offensichtlicher klammerten. Siehe der Psychopath bei dem ich mit 16 wohnte.
Auch mein Vater wollte mich immer in sein Boot zurück holen. Bis mir diese Einvernahmung zu bunt wurde und ich gegangen bin.
Oder das Spiel war umgedreht und ich suchte mir diese unerreichbaren Männner (die Bindungsangst hatten) und tat alles damit sie mich bemerkten und liebten...bis zur völligen Selbstaufgabe. Das Kapitel habe ich mehr oder weniger hinter mir. Ich entdecke viel eher, wer mich mies behandelt und gehe viel früher.
Sehr sehr spannend gerade alles.....


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