Sonntag, 12. März 2017

Faden gefunden

Zur Zeit träume ich (leider sehr real) und sehr schnell nach dem einschlafen, dass ich eingesperrt bin. Meistens in einem sehr kleinen Raum/Kiste. Ich bekomme Atemnot. Absolute Panik. Kein Ausgang. Kein Licht. Selbst im aufwachen finde ich nicht gleich den Lichtschalter/meine Orientierung was das ganze massiv verschäft und den Schrecken lange anhalten lässt.
Einfach nur gruselig.

Heute nacht also wieder. Ich saß dann so an der Nachttischlampe (es war gerade mal 1 Stunde seit dem einschlafne vergangen), das Fenster weit auf und versuchte mich zu beruhigen...gelang auch gut, und ich kam ins nachdenken.

Über einige Umwege kam ich drauf, warum es mir seit Januar so schlecht geht. Dieser üble Depressionsschub. Weihnachten wurde ich massiv getriggert. Was ich erst jetzt so richtig wahrnehmen und erkennen kann. Seitdem habe ich diese aufkommenden Gefühle weggedrückt. Was viel Energie verbraucht und erklärt warum ich mich zur Zeit überhaupt nicht konzentrieren kann, sondern mich immer so in leichter Trance fühle und nur so seichte Beschäftigungen die gut in Trance zu machen sind, erledigen kann. Berieselung mit guten Filmen geht am besten. Aber glücklich macht es mich nicht.
Es ist klar, warum ich mich so gern ins Bett verkrieche. Da ist es sicher. Im Schlaf spüre und denke ich nichts. (Ich erkenne inzwischen den Unterschied zwischen Histamin-Müdigkeit und seelischer Müdigkeit) .
Das erklärt auch die Taubheit. Noch zusätzlich ein Gefühl verarbeiten geht gerade nicht. Alles wird absorbiert. Und so von mir selbst absorbiert fühle ich mich. All diese Gefühle sind in diese Kiste eingesperrt! Daher der Traum.

Ich hänge in einem kindlichen Teil fest. Bei manchen alten Sachen die hochkommen kann ich inzwischen schon gut in der Erwachsenen bleiben und nach innen interagieren/helfen/beruhigen/Lösungen finden. Das jetzt ist too much. Aber so richtig.

Aber jetzt weiß ich wenigstens warum und wieso und was.
Das ist schonmal was.
Damit kann ich was anfangen.
Als mit diesem monströsen dunklem tiefen Loch.

Kommentare:

  1. Möchte dir nur sagen: ich hab dich gelesen, wahrgenommen und denke an dich. Wünsche dir viel Kraft!

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