Montag, 13. März 2017

Drogen auf Rezept

Zum Glück hatte ich eh heut den vierteljährlichen Check beim Neurologen/Psychiater.
Interessant wie lange man sich selbst anlügen kann. Bei ihm klappte jegliches verdrängen weg (der kann aber auch Fragen stelllen hui) und mir wurd klar: Ende Gelände. Aber sowas von.

Wenn ich schonmal nichts gegen Medikamente habe! Das will was heißen.
Wir hatten schon viel durch. Viele Jahre immer wieder Versuche.
Aber im Gegensatz zu damals ist heute vieles anders:
-Ich erwarte nicht mehr, dass mich diese Tabletten zu einem vollkommen neuen Menschen machen, so wie ich mich gerne hätte.
- Ich kann besser unterscheiden was an der Krankheit liegt und was einfach "ich" bin.
- Ich kann die Intensität der einzelnen Symptome besser erkennen.
- Ich habe keinen Kontakt zur Family.
- Keinen Druck funktionieren (arbeiten) zu müssen, kein Chef, kein Arbeitsamt setzt mich unter Druck.
- Umfeld, Wohnung, Finanzen sind einigermaßen stabil.
- Ich habe viel Therapieerfahrung und viele Erkenntnisse und auch Selbsthilfen an der Hand.
- Ich weiß um Nährstoffmangel und Histaminintoleranz und achte drauf.
- Ich nahm immer Normaldosis bzw. dosierte viel zu schnell auf. Absprache mit Doc: ich mach das nach meinem Gefühl. Super!

Doc meinte so: Dann probieren wir den Noradrenalin-Dopamin-wiederaufnahmehemmer, der hatte 2011 relativ gut gewirkt.
Ich gedanklich: 2011 nahm ich Psychopharma? Interessant...
Er: Dopamin hat was mit dem Belohnungszentrum zu tun.
Ich laut: Belohnungszentrum? Hört sich sehr gut an! Her damit. Schmunzelnd.
Ich gedanklich: und Noradrenalin ist auch nicht verkehrt, da ich da eh einen Mangel habe. Auch mit Adrenalin das u.a. aus Noradrenalin gebastelt wird. Das wurde mal bei einem Stresstest (glaub Bluttest) herausgefunden, gibts nur beim Privatdoc, zahlt man aus eigener Tasche. Das erzähl ich ihm nicht, weil er das für Humbug hält und meint, es müsste gemessen wieviel Serotonin/Adrenalin ect. IM GEHIRN ist und das lässt sich ja schlecht messen.

Das mit dem Dopamin könnte auch gut sein, warum ich in so extrem tiefen Dep-phasen so einen Zucker/Kaffehunger habe und wieder vermehrt kaufen will. Geht alles mit dem Belohnungszentrum einher UND das Koffein blockiert die Adenosinrezeptoren und führt damit indirekt zu einer vermehrten Ausschüttung von Dopamin (würde erklären warum ich nach einem Energydrink so gut drauf bin: Zucker UND Koffein ist gleich Glücksgefühl. Zusammen mit der Kühle und der Kohlensäure. Es ist aber ein besseres weniger hibbeliges Gefühl als beim Kaffee, könnte daran liegen, dass ich den mit Milch trinke und da das irgendwie abgeschächt wird oder so, keine Ahnung.)

Sehr genial geschrieben was es mit Dopamin auf sich hat:
http://edubily.de/2015/10/dopamin-neurochemie/

Na dann, wohl bekommts mit dem eher untypischen Antidepressivum, ein Amphetamin.

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