Freitag, 31. März 2017

Wochenrückblick

-- puh turbulent. Und rasend.--

Medikament: Montag früh eine Tablette genommen und Mittwoch abend "hab" ich immer noch was davon. Nämlich weiterhin hoher Puls. Ich mein, ist schon toll, wenn ich so wenig Medikamente brauch, weil sie mein Körper eeeewig langsam verstoffwechselt, aber die Nebenwirkung ist echt ätzend. An wirklicher Entspannung tagsüber oder erholsamer Schlaf ist nicht zu denken. Mein Einschlafmedi wirkt überhaupt nicht mehr, ich muss alle paar Tage Benzos zum schlafen nehmen und das will ich einfach nicht.
Zum Glück hab ich Montag einen Termin beim Doc. Bin gespannt. Denn ansonsten bin ich echt zufrieden mit dem Medikament: ich kann Dinge in Angriff nehmen, ich hab Klarheit und mehr Focus im Geist, bin definitiv mehr bei mir und nicht gedanklich so zerstreut und mit dem Leben der anderen beschäftigt (was die soz. Phobie drastisch bessert!), mach mir nicht mehr über jedes Staubkorn Gedanken und bin viel weniger schnell reizüberflutet (sehr angenehm) und ein wenig pusht es auch das Selbstwertgefühl und einfach Kraft und Energie! Schon geil.

- auch mal Arsch sein: warum sich immer über die anderen ärgern? Einfach mal die Seite tauschen und der sein über den sich andere ärgern: völlig gelassen und innerlich breit grinsend auch mal gaaaanz langsam an der Kasse mit langer Schlange, das Kleingeld zusammen suchen.
Hat Spaß gemacht! Aber *huch* so kenn ich mich ja gar nicht.(Ich die immer ganz korrekt und unauffällig sein will).  Egal. Hat irgendwer gesagt, dass man ab 36 Jahren nichts Neues an sich entdecken darf?
Eben.

- gelesen: "ach wie gut das niemand weiß, auf was und wen ich so alles scheiß." DER Spruch für mich, die sovieles (unnötige) viel zu ernst nimmt.
Also: öfter mal drauf geschissen.
Diese neue Lockerheit ist echt faszinierend....

gedacht: Wenn man mit Gespenstern (narzisstische, süchtige, unreife, gewaltäige, mißbrauchende Menschen) aufgewachsen ist, sucht man sich später erstmal wieder Gespenster. Ist ja bekannt, da fühlt man sich erstmal wohl.
Wenn man sich mit seiner Vergangenheit auseinander setzt und Therapie macht, erkennt man dass diese Gespenster einem nicht gut tun und umgibt man sich immer kürzer/weniger mit Gespenstern und sucht vermehrt gesunde Menschen.
Es kann aber aus Gewohnheit passieren, dass man ein Gespenst sieht, wo gar keines ist. Weil man halt nur das kennt. Und manchmal verkleidet sich ein Mensch auch als Gespenst oder verhält sich mal wie ein Gespenst (Ursachen können Streß, Krankheit, Mißverständnissw, Menschlichkeit ect. sein) ist aber deswegen noch lange keines.
Da muss man aufpassen und die Augen offen halten. Sonst tut man dem anderen Unrecht.

- gegessen: letztens war mir abends nach einem warmen Brei. Hatte noch so eine Packung Trockenpulver-Babybrei da. Also den angerührt, Äpfel gedünstet und alles mit Zimt vermanscht. War lecker, tat auch gut, bis ich merkte: oh tat doch nicht so gut: astreine Histaminbombe und auch da hatte ich auch am nächsten Tag noch was davon....

- gerochen: Son-nen-milch *NJAM*!!!

-gefreut: back in the Job. Die (Ultra-mini-)Stelle die mir vor fast 2 Monaten gekündigt wurde, hab ich wieder. Große Überraschung!

- gekauft: Kissenhülle
Manchmal muss einem gesagt werden, dass man schon richtig ist, so wie man ist...und wenn es eine Kissenhülle ist.

- geschmunzelt:
Oh meine Blumen hatten keinen Bock auf Sonne und Wärme:
oder ich hab depressive erwischt.....

- gemacht: Nachricht aus der geistigen Welt geordert. Also mir ein Channeling gegönnt.
Die Frau bzw. deren Homepage (nein nicht die Schund/Pseudo-Medien aus dem Fernsehen) hatte ich schon länger im Hinterkopf...traute mich nicht so recht...oder dachte: "ach komm alles Humbug"...
Jetzt dachte ich mir: "ach komm mal 25,- Euro investieren, ist jetzt auch nicht die Welt!".
Die Homepage/Auftritt der Frau ist sehr bodenständig, klar, ruhig. Ich hatte auch bei ihrem Foto einfach ein gutes Gefühl.
Nach wenigen Tagen kam die "gechannelte" Nachricht von ihr....ja mag man meinen, das ist wie bei den Horoskopen/Wahrsagern, da kann man viel selbst reininterpretieren, ist alles schwammig gehalten, so formuliert, das es für vieles passt usw...und wer sowas ordert wird schon ein Problem haben...wer rundumzufrieden und glücklich ist, wird da wohl kaum hinschreiben ect...
Es stand auch auf der Seite: wer keine passende Heilarbeit dazu will, sondern nur das Channeling soll das vorher sagen. Mir war das gleich.
Also schickte ich ihr meinen Namen, mein Geb.datum und jetziger Wohnort. Das Thema um das es geht kann man auch dazu schreiben. Wollte ich nicht.

Und?
Sagen wir so...es hat sich definitiv ein Knoten bei einem bestimmten Thema gelöst. Ob das jetzt Zufall war und eh passiert wäre, oder ob das mit dem Channeling zusammenhängt...alles Spekulatius...auf alle Fälle tat es gut.
Ich lese mir die Nachricht auch immer wieder gern durch. Und lasse es einfach wirken. Zuviel mit dem Kopf da dran gehen hilft da eher nicht...
Und sie verlangte nur 15 Euro. Also bestellte ich noch ihr Buch dazu, dann warens doch 25 ;-)

Aussicht:
Ganz viel Sonne...ganz klar. Und hoffentlich radeln im großen Wald. Und das erste Eis.
Und vielleicht nochwas...dazu mehr nächste Woche...oder auch nicht.

Donnerstag, 30. März 2017

Werte/was mir wichtig ist

Ich habe mich in den letzten Tagen (u.a.) ein wenig mit dem Thema Werte/was ist mir im Leben wichtig beschäftigt.

Wenn ich meine Werte nicht weiß (sie mir nicht bewußt sind), und nicht danach lebe, fühle ich mich schlecht. Fremd in dieser Welt. Entfremdet von mir selbst.

Eigene Werte/Wichtigkeiten im Leben für sich zu finden und danach zu leben halte ich mit für den größten Glücksfaktor/Zufriedenheitspunkt im Leben (ja heute gibts viele Schrägstriche liegt am warmen Wetter.)

In unserer Zeit ist es gar nicht so einfach seine Werte zu finden und danach zu leben. Weil eben fast allles möglich ist. Weil wir soviel Freiheit haben und Möglichkeiten. Wofür soll ich mich entscheiden? Will ich das wirklich oder wurde mir das nur von außen (z.B. Werbung) aufgedrückt?

Natürlich muss man sich zum Teil auch in einer Gesellschaft anpassen. Es gibt auch kulturelle Werte. In Deutschland ist zum Beispiel Pünktlichkeit hoch im Kurs, das ist in südlicheren Ländern anders.

Für mich ist das immer wieder eine unglaubliche Befreiung. Wenn ich wieder einen Punkt entdeckt habe und sagen kann: Nö will ich nicht oder das ist mir wichtig in meinem Leben!
Da stößt man dann schonmal gern an seine inneren Schranken ala: das kann ich doch nicht machen! oder auf äußere Schranken: das macht man nicht!
Und dann muss man schauen...

Auf alle Fälle ist es lohnenswert zu schauen: Wie soll mein Leben ausschauen?


Mittwoch, 29. März 2017

im Turm

Es war nicht so, dass es DEN einen großen Knall gab.
In meinem Leben.
Es gab viele Explosionen, große, kleine, lange, kurze.
Mir wurde das zuviel.
Stetig.
Ich verkrümelte mich.
Immer mehr.
Ich musste das zum Teil auch, um erstmal Schutz zu haben.
Um ein wenig aufatmen und mich etwas erholen.

Es ist noch nicht gut.
Aber besser.
Viel besser.
Ich möchte wieder hinaus.
In die Welt.
Raus aus dem Turm.

Mein ängstlich-vermeidendes Verhalten war mal wichtig.
Jetzt nicht mehr.
Es hindert mich.
An einem bunten erfüllendem Leben teilzunehmen.

Schön, dass mir das so bewußt wird...Stück für Stück.
Seit Wochen.
Vielleicht mache ich es mal wie all die Blumen da draußen...
und streck einfach mal den Kopf raus?

Dienstag, 28. März 2017

Er & ich vs. Realität

Gestern mit einem Kumpel aneinander geraten.
Auslöser war eine blöde SMS von mir vorgestern. Ich hatte mich recht schnell von selbst entschuldigt und versichert, dass das nicht so gemeint war.
Doch die Lawine war schon im Gang. Bzw. sein Film:
Alles was in Richtung Kritik geht oder nur den Hauch einer (vermeintlichen!) Ablehnung seiner Person geht, fühlt er sich SOFORT zutiefst gekränkt...da fängts an zu qualmen.
Aber schon extrem, da kommt eine Wut und ein Trotz hervor, das ist unglaublich! Da rast und schimpft er wie eine Horde wild gewordener Wildschweine! Und es prasselt nur so an Vorwürfen:

- du hast mich warm gehalten (Hä? ich machte ihm nicht mal Avancen!)
- dich mit anderen Männern rumgetrieben (HM? Sind wir verheiratet? Das geht ihn doch nichts an...)
- du hast....du bist....in einer Tour!
Uralte und alte Fehler, Ausrutscher... wurden wieder hervor geholt, wieder durchgekaut, ich kam mir vor die das allergrößte Miststück auf dieser Welt.
Fehler, Unzulänglichkeiten, Schwächen seinerseits gibt es natürlich nicht...die Eifersucht brodelt, die Angst nicht geliebt zu werden ist übergroß.

Das Vorwürfe einen nicht weiter bringen (Druck erzeugt Gegendruck)...naja manchen muss man das halt auch erst sagen, dass dem so ist.

Käme mal ein: Ich fühle, wünsche, hätte gerne, würde.....(ich weiß ist zuviel verlangt von einem Mann), würde es aber das Ganz sofort verändern.
Wenn jemand von sich spricht macht mich das offener, ich höre zu, aha wie geht es ihm damit, was denkt, fühlt, wünscht er sich? Man bleibt sich nahe, in einem wirklichen Gespräch.

Früher versuchte ich all seine (falschen) Anschuldigungen noch zu verteidigen, ihm meine Sicht nahe bringen, sagen wie es wirklich ist.
Nur: Ich kam nie zu ihm durch. Er ist so in seine Raserei gefangen, dass ihn angeblich keiner mag und uralte Verletzungen von anderen Frauen platzen wahrscheinlich auch noch auf.... usw...da ist jegliche Intervention sinnlos.

Also ging ich einen Schritt zur Seite, atmete tief durch und machte das was ich mir auch vom anderen wünschte: Ich erzählte von mir: wie ich das sehe (ohne ihn überzeugen zu wollen!) was ich fühle, was ich denke, wie es mir geht.
Hat zwar leider leider auch nichts gebracht im Sinne von: wir kommen miteinander in ein wirkliches Gespräch, aber meine Nerven wurden wesentlich mehr geschont.

Ich hab ihm all die Jahre immer wieder gesagt und gezeigt wie sehr ich ihn mag. Aber bei seinem so schlechten Selbstwertgefühl reicht eine ungünstig formulierte SMS und er wettert erst, um sich dann schweigend zurück zu ziehen. Um dann alle Welt und die ganzen Menschen zu verteufeln und lieber allleine bleiben denn da kann einem ja keiner mehr weh tun.
Er hat so große Angst vor einem Nein, dass er nicht mal Vorschläge bringt sich zu treffen. Ich könnte ja nein sagen, nein weil ich grad keine Zeit habe oder lieber allein bleiben will, was aber nichts mit seiner Person zu tun hat! Er dreht es sich aber so hin und um diesen Schmerz nicht zu begegnen fragt er nie: gehen wir schwimmen?

Schade, schade.
Wahrscheinlich ist auch ein wenig Selbstreflexion (bezgl. eigener Gefühle) und eingestehen von Wünschen, Bedürfnissen von ihm zu viel verlangt. Verdrängen, mauern, anschuldigen, schräge Behauptungen aufstellen...das kenn ich doch von irgendwoher?....

Fazit:
Wir haben beide Angst vor Nähe und halten uns durch unterschiedliche Spielchen auf Abstand.
Er hat Angst vor Nähe, weil er den eventuellen Schmerz der Trennung nicht aushält (oder haben will wie auch immer).
Ich habe Angst vor Nähe, weil ich nicht mehr so massiv vereinnahmt werden möchte und Angst vor Abhängigkeit habe.
Aber im Grunde mögen wir uns beide sehr.
Vielleicht können wir diesen circulus vitiosus durchbrechen.
Das wäre schön.

Montag, 27. März 2017

Wäsche waschen

Ich habe ja hier schon ein paar Mal angedeutet, dass ich nun teilweise anders Wäsche wasche als üblich.
Natürlich hab ich noch meine normale Waschmaschine, die benutze ich bei großen Teilen wie Bettwäsche/Matratzenauflage/Jeans/Winterpullis oder wenn viel auf einmal da ist oder ich zufaul bin.

Ich hab sehr günstig eine neue Handkurbelwaschmaschine ergattert. Wäsche rein, Wasser und aufgelöstes Waschpulver dazu, Deckel drauf, kurbeln (mal schneller mal langsamer, mal in die eine mal in die andere Richtung), ruhen lassen (währenddessen kochen, abspülen, Kaffe genießen ect.), damit das Waschpulver wirkt, wieder ein wenig kurbeln, je nach Lust und Laune nochmal stehen lassen, dann Wasser ablaufen lassen, neues oben rein zum ausspülen, wieder etwas kurbeln, auch diesen Arbeitsgang kann man 2 oder 3 oder 4 mal machen.
Da es heute sehr sonnig und leicht windig ist, drücke ich die klatschnasse Wäsche nur gut mit den Händen aus und hänge sie so naß auf den Balkon, da kann es vor sich hin tropfen.
Wenn das Wetter nicht paßt, lass ich es noch kurz in der Waschmaschine schleudern und hänge es dann erst auf.

Warum mach ich das?

- es macht Spaß. Ja echt. Man bekommt wieder einen wirklicheren Bezug zur Wäsche, was man so trägt, wie schmutzig es ist ect. befasst sich mehr damit, muss mehr mitdenken.
- spart ungemein Strom. (gut im 1. Jahr müssen sich die Anschaffungskosten erst amortisieren, da aber der Strom letztens teurer geworden ist, dürfte sich das schneller rechnen)  Z.B. die übliche 60 Grad Wäsche kann ich so viel heißer waschen, weil das Wasser bei uns recht heiß aus der Leitung kommt. Mach ich mir eh grad einen Tee kann ich den Wasserkocher voller machen und das Restwasser gleich mit zur Wäsche kippen.
- ich glaube auch das ich weniger Wasser dadurch brauche, aber das fang ich nicht an abzumessen/durchzurechnen, das lohnt sich echt nicht...
- gute Beschäftigungstherapie. Ich mag ja praktische Sachen mit schnellem Ergebnis ;)
- ein wenig meditativ ist das kurbeln auch :)
- manche der ebenfalls "Handkurbler" meinen auch, dass es energetischer besser ist...gut auch das mag sein.
- kleines Fitnessprogramm 
- ich leb alleine, da geht das noch eher als 2 Erwachsene und 2 Kleinkinder.

Fazit: ich wasch gern so meine Wäsche.

Sonntag, 26. März 2017

Wörter zum Sonntag:

 aus dem Meditationsbuch von Melody Beattie
"Über Jahre versuchte ich, mein Leben in eine bestimmte Form zu zwängen, die immer beibehalten werden sollte....."

schwerschluck

voll erwischt... nur das mir das noch nie so klar war. Was klare Worte oft in einem bewirken....

Um ähnliches geht es auch hier, von Alfred D. Souza:
"Lange Zeit war es mir so erschienen, als würde das Leben bald beginnen - das wirkliche Leben. Doch immer stand dem ein Hindernis im Weg, irgend etwas, das zuvor erledigt werden musste, irgendeine unabgeschlossene Angelegenheit, etwas, das noch durchgestanden werden mußte, eine Schuld, die noch bezahlt werden musste. Danach würde das Leben beginnen. Schließlich dämmerte mir, dass diese Hindernisse mein Leben waren. "

Ohgottohgottohgott!!! Stimmt! Man der gute Mann hat Recht! Und mir gehts genauso...ich wart immer auf mein Leben...tzzzzz....

Aber es geht ja munter weiter...:
diesmal von Shari R. Barr
"Zu erwarten, dass das Leben Sie gut behandeln wird, weil Sie ein guter Mensch sind, ist so, als würden Sie erwarten, dass ein wütender Stier Sie nicht angreifen wird, weil Sie Vegetarier sind."

Verdammt...wo bitteschön ist jetzt die versteckte Kamera?


Und sonst so?
Der Frühling ist da...während alle hier in der Siedlung in der Sonne sitzen, manche sehr knapp bekleidet, andere mit Käffchen in der Hand, andere den Grill anwerfend, andere einfach still dösend, meinen meine Nachbarn mal wieder den Handwerkspreis 2017 gewinnen zu müssen.
Gepflegte Mail an die Hausverwaltung geschrieben. Rübergehen und was sagen hilft bei denen nämlich nicht.  Also bei den Nachbarn, nicht bei der Hausverwaltung.

Samstag, 25. März 2017

Bla und Blupp

- heute richtig fit, morgends schon 1,5 Std. geradelt (mit teilweise echt fiesem Gegenwind)

- später fast 2 Std. noch zu Fuß unterwegs gewesen, u.a. einen Flohmarkt besucht. Möchte ja meine Garderobe ein wenig ändern, bzw. passt vieles einfach nicht/mehr. Wurde auch fündig. Das spannende zu früheren Flohmarktbesuchen ist: ich überlege mir vorher was ich brauche. Und kaufe nicht Dinge, nur weil sie mir gefallen (wie früher). Ich bin viel bewußter.
Nebenher die Sonne genossen und nette Plaudereien mit den Verkäufern und einem Bekannten.

- über eine Stellenausschreibung gestolpert für eine winzige Haushaltsstelle hier um die Ecke. Och dacht ich, das kannste doch machen. Mit denen geschrieben und Kennenlerntermin ausgemacht.
So weit so nett.
Irgendwie war mir aber doch nicht danach und so sagte ich rechtzeitig wieder ab. Das Verhalten der Hausbewohner war dann etwas komisch: Er meinte, sie hätten mir bei dem Termin eine Zusage geben wollen und dachten es könne bald losgehen!
Das ganze etwas ausschweifender und für meine Begriffe zu sehr in Richtung "emotionale Knöpfe" drücken. Und fast wär ich auch noch drauf reingefallen. Nach dem Motto: "achsooo der andere braucht mich unbedingt und der hat sich das so vorgestellt/gewünscht..ja da muss ich hupfen und alles stehen und liegen lassen und alles so machen wie der andere das will und ui eine Zusage...ja mensch..geh ich nicht doch hin?"
der andere vergaß aber eines: der Kennenlerntermin war ja auch dazu da, damit ich schauen kann, ob ich da überhaupt arbeiten will :-)
ich konnte gut bei mir und meiner Entscheidung bleiben.
Solche Manipulationsspielchen hab ich ja dick.

- stricken: dacht ich so: och Armstulpen stricken mit dem 4+1 Nadelspiel (so dass man gut im Kreis strickt, das wär doch was, sieht einfach aus und das Ergebnis lässt sich sehen. Ich hatte das ja mal irgendwann vor gut 25 Jahre in der Schule einmal gestrickt. Hatte also keine Ahnung. Aber es gibt ja Youtube. Im 2.Anlauf immerhin den Anschlag richtig gemacht, aber das weitere stricken nervt mich, überall kommen immer die Nadeln in die Quere, außerdem sind das so dünne, da strick ich ja bis zum Sanktnimmerleinstag (wenn ich nicht vorher schon alles wieder aufdrösel).

Freitag, 24. März 2017

Wochenrückblick

so lala

- gedacht:
1.wer viel seelischen Ballast mit sich herum trägt, braucht keinen materialistischen mehr!

2. Profi heißt doch nichts anderes, als innerlich abzuschalten und zu funktionieren.

3. ach scheiße, zuviel denken ist auch scheiße.
Grübel, grübel und studier, warum fahr ma ned zu dir. Beobachte deinen Geist und halte ihn unter Kontrolle...ich achte mehr drauf, weil ich mich sehr gern in Grübellöcher vergrabe:
 http://www.alphainside.de/5-tipps-wie-du-damit-aufhoerst-zu-viel-nachzudenken-und-aengste-vermeidest/

- beobachtet: früh morgends, ich sitze an einer stark frequentierten Haltestelle und warte auf meine Bahn. Als eine Bahn kommt und diese Massen an Menschen entlässt schaue ich nur auf deren Beine, erschreckend wie steif, stakkatoartig im Soldatenschritt die Menge dahin hastet.

- apropo Bahn. Das Teil brauch ich:



http://www.schleckysilberstein.com/wp-content/uploads/2017/02/shitty-life-pro-tips-7-5891bd6a8e59d__605.jpg?x23608

- nichts für mich: Gruppensex. Ich hör auf mich zu Sachen zu zwingen, die einfach nichts für mich sind. Gruppen mit bekannten Leuten ist schon schwierig, aber mit Fremden:no go! Deswegen ist Frauenkreis nun gekancelt. Die Zusammensetzung ist jedesmal massiv anders, ständig kommen neue Leute dazu, andere bleiben fern, das stresst mich zu sehr. Anders als früher bei den Selbsthilfegruppen war es da meistens eine stabile Zusammensetzung. Aber auch das ist keine Option mehr für mich da aufzukreuzen.

- gefreut: bei der Tafel 5 glutenfreie Brote abgestaubt. Die wissen ja das ich das esse und sonst nichts von deren Bäckerabteilung mitnehme, so haben sie mir die zurück gelegt. Voll toll!

- gemerkt: Manchmal, in einem emotionalen Stress orientiere ich mich zu sehr an der weltlichen Zeit/Uhr. Konnte diese Tage akzeptieren, dass meine Seelenzeit anders funktioniert und ich mich nach Bedarf/Gegebenheiten daran orientieren darf, manchmal gar MUSS.

- ausgeknockt: ich weiß nicht ob das am Thema Arbeit lag, aber gestern energietechnisch richtig eingeklappt. Musste mich tagsüber zweimal hinlegen, konnte auch etwas schlafen. Habe das Gefühl, dass das Medikament wie ein Turbo wirkt, wie ein Strohfeuer: Ich fühl mich schnell fit und wach, der Puls ist konstant höher, schlafe dadurch schlechter und irgendwann holt sich der Körper seine Auszeit dann eben doch.
Wie ein Trabi den man mit Superbenzin tankt, der fährt vielleicht auch 100 Kilometer schneller als sonst, aber dann kracht er zusammen, weil der Motor und die ganze Karosserie nicht dafür gemacht ist.
Ansonsten fühlte ich mich aber weiterhin etwas klarer und fokussierter im Kopf. Konnte vor mir her geschobenes eher machen.

Sonstiges: all die Lebenshilfebücher und Seiten (von denen wir immer mehr erschlagen werden und eh jeder beim anderen abschreibt) "ala wie Du am besten..." oder "wie Du wieder/mehr ...selbstbewußter wirst, Gewicht verlierst, Deine Vergangeheit abschließt, mit Wut, Angst, Ärger besser umgehst, mehr Freunde findest...ect." helfen NICHT! Mir zumindest nicht, naja vielleicht mal kurzfristig, also es gibt ganz wenige Bücher die ich dazu immer mal wieder hervorkrame.
Spontane Idee: Aus den Büchern ein hübsches Lagerfeuerchen machen. Aber Bücher verbrennen ist jetzt auch nicht so der Hit...hatten wir schonmal....
Stattdessen: Fuck it!
Oder: mehr akzeptieren was geht und was nicht (GNNAAAA!!) zum Beispiel mit der Begründung, dass frühkindliche Traumatas auch das Gehirn ändern. Siehe:  http://www.faz.net/aktuell/wissen/medizin-ernaehrung/trauma-folgen-das-gehirn-zeigt-erlittenes-12283312.html

ich hätte wahnsinnig gerne einen winzig kleinen Einblick in meinen göttlichen Lebensplan. Ehrlich.

Aussicht: Zeitumstellung: Fuck, es bleibt ab jetzt wieder ewig hell. Auch das stresst mich...

Donnerstag, 23. März 2017

Erwerbsfähigkeit

Vor vielen Jahren bekam ich mal ein Attest (das ich komischerweise nicht mehr habe), dass ich berufsunfähig bin. Heißt: meinen erlernten Beruf als Kinderpflegerin kann ich nicht mehr nachgehen. Deswegen bekam ich vom Arbeitsamt eine Umschulung bezahlt. Die auch nicht funktionierte, aber das ist eine andere Geschichte.

Dann wurschtelte ich mich so mit diversen Job mit unterschiedlichen Stunden durch, bis der Cut kam: Erwerbsunfähig. Komplett. Also auch nicht noch 3-6Std. am Tag das wär die mildere Form gewesen. Nein, gar nicht mehr.
Ich glaube wohl immer noch irgendwie oder unbewußt, dass das meine eigene Schuld ist. Das ich einfach zu doof bin oder mich nicht genug anstrenge.
Ja diese Schleifen drehte ich schon öfters. Und werde sie vermutlich auch noch öfter drehen.

Heute hätte ich ein Vorstellungsgespräch gehabt. Interessante Stelle. Hätte ich mir gut vorstellen können. Und dann doch wieder nicht, weswegen ich absagte.
Schweren Herzens. Mit vielen Tränen, dann später im Wald, allein, radelnd, Gefühle und Gedanken sortierend.
Dabei kam ich auf die Frage, was heißt erwerbsfähig?
Laut Gesetz das hier:

Erwerbsfähig ist, wer nicht wegen Krankheit oder Behinderung auf absehbare Zeit außerstande ist, unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes mindestens drei Stunden täglich erwerbstätig zu sein.

Ok bissl dünn. Aber da ich ja schon genug Erfahrung im Erwerbsleben habe, klamüsere ich mir das eben selbst zusammen:

- Kognitive Fähigkeiten: Durchaus vorhanden, ich denke schon, dass ich jetzt nicht die dümmste bin und mein Hirn auch zu benutzen weiß. Dazu eine hohe Motivation was zu leisten, Neues zu lernen und mein Können einzubringen.

Belastbarkeit:
- körperliche: lange dachte ich ja, das ich deswegen nicht arbeiten könne, weil ich immer so schlapp und ko bin (ich weiß inzwischen das es noch weitere Baustellen gibt). Muss noch weiter abwarten wie das mit dem neuen Medikament weitergeht. Aber im Grunde bewege ich mich gerne, ich bin auch gerne ein aktiver Mensch der sein Leben gestaltet und was machen will, sei es Kultur, Sport ect..

- psychische: wird schon schwieriger, ich grüble zuviel, hänge im Perfektionismus fest der viel Energie zieht, mache mir vieles viel zu schwer, nehme alles viel zu Ernst, im Trubel oder bei Zeitdruck gibts schonmal einen Blackout. Habe viele Selbstzweifel und traue mir (leider inzwischen, das war schonmal anders) nur noch sehr wenig zu.

- soziale: wohl der schwierigste Part überhaupt. Meine sozialphobischen Tendenzen hindern mich oft, werfen mich in Panik wenn ich irgendwo bleiben muss, wenn ich zu sehr in meinem Tun beobachtet werde, wenn ich zu wenig Mitspracherecht habe und mich ausgeliefert fühle, vor einer Gruppe fremder Menschen reden geht gar nicht, auch kein ständiger Kundenverkehr, es wird schwierig wenn mich ein Mensch durch sein Verhalten oder Wesen triggert, gestern eine Anfrage/Gespräch bei der Tafel-Leitung war schon grenzwertig.

Aber gerade bei den psychischen/sozialen Sachen merke ich auch, dass es drauf ankommt, ob ich gut verankert im erwachsenen Teil bin. Hänge ich nur ein wenig im kindlichen gibt es nur Flucht oder zitternd in Tränen versinken.

Nach aussen wirke ich oft sehr souverän. Man hält mich für vertrauenswürdig (was ich natürlich auch bin) und schätzt meine Zuverlässigkeit/Pünktlichkeit. Man traut mir viel mehr zu, als ich mir.
Immer wieder wundere ich mich wie viele fremde Menschen mich um Auskunft bitten, wie schnell ich Wohnungs-und Generalschlüssel bekomme (und dies natürlich auch nicht ausnutze und da herum schnüffle oder so).
Ich kann mich gut organisieren (weswegen auch in der Thera immer mal wieder das Thema Selbstständigkeit statt Angestelltendasein aufkam) und denke mit, gehe achtsam mit den Sachen um und mache meine Arbeit sehr ordentlich.

Diese Auflistung tut gut. Weil es mir klarer macht, dass ich kein Vollpfosten bin (vereinfacht ausgedrückt) und wo es einfach hängt.

So und der nächste der mich fragt: "ja warum machst nichts mehr mit Kindern?" Dem antworte ich mit Grabesstimme:

"Weil die nicht schmecken!"
Ok, ich hab gestern zuviel Monika Gruber gehört :-)

Apropo schmecken, ich brauch heut viel Seelennahrung. Nach der Dusche erstmal Muffin und Kaffe, später nach langer Zeit mal wieder einen Gemüse- Kartoffel-Auflauf.

Dienstag, 21. März 2017

Im Fluss

heute gelesen:

(von Pierre Stutz)

Den Zugang zu meinen Ressourcen
neu finden
aufblühen
in meinem Element sein
im Fluss sein
meine Lebenssäfte fließen lassen

Aus dem Vollen schöpfen
den Duft der Fülle ausströmen lassen
lustvoll genießen
wie Schöpfung sich ereignet

Räume des heilenden Mitseins schaffen
in denen andere aufatmen
Blockierungen sich lösen
Energien neu fließen

Welch eine Wohltat
das Aufblühen
eines Mitmschen miterleben zu können.
(Anm. von mir: oder das eigene Aufblühen)

Es geht gut voran. Ich habe Energie. Heute bin ich die halbe Strecke nach München geradelt und dann erst in die Bahn gestiegen, im Hallenbad fast eine Stunde meine Bahnen  gezogen und dann wieder heimgeradelt.
Dazwischen dachte ich: oh mist das war doch zuviel. Aber es war nur die allgemeine Müdigkeit nach Sport. Also hab ich alles ein wenig langsamer gemacht und dann ging es wieder gut.
Zuhause dann Wäsche gewaschen, was fertig gestrickt und ein wenig am Pc Mails ect. gemacht.
Gleich werd ich noch Abendessen und 2 Pakete holen.
Läuft.
Darf gerne so bleiben.
Naja das einschlafen darf besser werden, das ist jetzt schwierig und da greift auch nicht das leichte Mittel. Das ist doof. Mal sehen, vielleicht gibt sich das noch...ansonsten den Doc mal fragen.

Samstag, 18. März 2017

Ausgeschlafen

Dank der knock-out-Tablette (ich glaub eine halbe hätte auch gereicht) fast 10 Stunden durchgeschlafen. Erholsam. Hatte dann zwar morgends einen kleinen Hangover, aber der verflog bis mittag. Und ich hatte ja eh nichts wichtiges vor.
Dafür ist weiterhin das Licht im Kopf an. Tolles Gefühl.
Keine Matschbirne, keine Bekommenheit.
Sondern einfach nur Energie und Klarheit.

Freitag, 17. März 2017

Allerlei

- wieder eine schlechte, sehr unruhige Nacht gehabt. Kein Wunder, der Puls bleibt immer oben. Das nervt. Und langsam fühl ich mich auch leicht übernächtigt, aber eben trotzdem etwas hibbelig. Wird dann heute zum schlafen die knock-out-Tablette geben.
Ich weiß jetzt nur nicht, ob ich da anfangs einfach durch muss oder ob das so bleibt und ich das Medikament noch seltener nehmen muss. Hmm, wird mir auch kein Doc mit Sicherheit beantworten können, bleibt nur TRIAL&ERROR. Mir ist ja jetzt eher danach das Wochenende nichts zu nehmen (wär eh nur morgen dran). Mal sehn.

- deutlich weniger Hunger, aber etwas mehr Appetit. Ist ok. Besser als andersrum.

- endlich mal Dinge geschafft, die ich schon ewig vo mir herschiebe obwohl es teilweise echt nur kleine Handgriffe waren.

- nach so intensiv schweren Phasen merke ich, wie ich mir gern was Gutes tue. Zur Erholung. Vielelicht auch als Feier: nochmal überstanden. Heute wars ein Essen vom Chinesen. Wollt ja zum Thailänder, aber der hat nun länger zu.

- auch mein Hirn macht noch nicht so mit. Weiterhin geht nur seichtes und leichtes mit wenig Konzentration. Ist auch ok. Hab ja keine Prüfungen oder so.
- musste ich mich vorher zu Pausen zwingen, so ist das jetzt genauso, nur aus einem anderen Grund. Vorher quälte ich mich durch die Erschöpfung und trieb mich immer weiter an, jetzt könnt ich ewig weiter machen und werkeln und putzen und tun und sporteln. Krass.

- gesehen: die erste Hummel :)

- darf man über Depressionen lachen?
Nein. Man muss.  https://www.youtube.com/watch?v=7IxP_066i8Y

- draußen geht schon ein ordentlicher Wind, der den Regen bringt. Also noch schnell die letzten Sonnenstrahlen genießen mit einem selbstgemachten Erdbeerjoghurt.

Donnerstag, 16. März 2017

Wochenrückkschau

UFF, um Welten besser! Bin ich froh!

- also das neue Medi wirkt wie das S-AME, nur noch ein Tick besser und natürlich vviiieeel billiger. Wie lang die Wirkung anhält wird sich zeigen lassen. Ich bin definitiv fitter, so richtig wach im Kopf. Geiles Gefühl. So sehr vermisst. Leider auch in der Nacht etwas ZU wach, was mir einen unruhigen Schlaf beschert, aber mal sehen. Nebenwirkungen so gut wie keine, höchstens öfters am Tag so 10-15 Minuten  leichte Kopfschmerzen, und etwas Magen-Darm-Gebrummel, aber alles nicht schlimm.
Aber endlich Kraft und Energie. Dann kann ich endlich wieder Dinge machen, die ich gern mache (heute gleich on the road gewesen), da steigt die Laune von ganz alleine. Außerdem scheint es den Blutdruck zu heben (jeah!) heute morgen 124 zu 71. Hab ich gleich laut losgelacht! Traumwert! Kein Wunder das ich LEBEN in mir spüre. Den nächsten Arzt der bei meinen üblichen 90(wenn ich den Wert überhaupt erreiche) zu 60 (gern auch drunter) irgendwas sagt zu "Glückwunsch, damit leben sie ewig!" verklage ich wegen unterlassener Hilfeleistung. Krankhaft niedriger Blutdruck sollte genauso als Krankheit gelten wie zu hoher! Verdammte Axt!

- gewundert: naja also diese Malbücher für Erwachsene...fördert die Regression ja ungemein. Noch lustiger aber: Schimpfwörter zum ausmalen. Wahrscheinlich was für Waldorfschüler *gnihihi*.
Passend dazu:


- genossen: viel viel Sonne! u.a. hier:
Davor noch das hier gefunden:
da war wohl einer fleißig.

- mein neues Motto:

- festgestellt: Das angenehme wenn ich mit M. dem Crossdresser (Transe) unterwegs bin, ist dass ich einerseits keine Angst vor der weiblichen Bissigkeit/Falschheit haben muss (natürlich sind nicht alle Frauen so, aber oft ist es leider schon so ein Neidding oder was weiß ich) und andererseits muss ich keine Angst vor männlicher Anmache/Anzüglichkeiten haben, er steht zwar auf Frauen, hat auch eine Freundin, aber da ist er total brav. Deswegen ist es die pure Entspannung/Erheiterung für mich mit ihm/ihr unterwegs zu sein :)

- gefreut: Heute 5-jähriges Nichtraucher-Dasein!

- gedacht: eigentlich sind wir nur ein Haufen Zellen, Hormone, Neurotransmitter, Nährstoffe und viel Wasser. Und bilden uns wunder was ein, was wir in diesem Leben/auf dieser Welt alles machen und tun und verändern können. Dabei sind wir wohl mehr unseren Hormonen, Neurotransmittern ect. ausgeliefert als uns lieb ist. Denen ist aber Psychotherapie herzlich wurscht. Also zum großten Teil. Wenn die Chemie im Hirn nicht stimmt, biste halt manisch, psychotisch, depressiv...was auch immer... Vielleicht werden wir in 20, 30 oder 50 Jahren all diese Stoffe viel besser und schneller messen können, so dass man dann schonmal den Satz hört: "oaa, heut ist nicht mein Tag, viel zuwenig Dopamin im System!"

Aussicht: Weiter mich viel bewegen, je nach Wetter drin oder draußen. Und noch ein wenig Frühjahrsputz machen, auch wenn ich da diesmal so keine rechte Lust drauf habe.

Mittwoch, 15. März 2017

Pacing

Pacing kommt aus der Schmerztherapie und wird auch CFS (Chronisch-Fatigue-Syndrom)- Patienten angeraten.
Pacing: Aktivität und Ruhe in Balance bringen.
Vereinfacht gesagt: nur BIS zur Grenze zu gehen und keinesfalls darüber.
Krankheitsmanagement wenn man schon krank ist.
Eine gute Beschreibung findet sich hier:
 http://www.cfs-aktuell.de/index-Dateien/Goudsmit.pdf

Ich habe schon immer mal wieder bei den chronisch müden in Foren ect. gelesen, weil ich ja oft gut gelaunt und voller Motivation war/bin aber der Körper/Kopf einfach unglaublich ko und müde.
Vieles spricht aber bei mir gegen CFS. Das nur am Rande.

Das Pacing gefällt mir und ich kann es im Moment auch gut annehmen und umsetzen. An manchen Tagen kann ich die Einkäufe gut in den 2.Stock tragen, an manchen muss ich eben den Aufzug nehmen. Manchmal meine ich eine große Radrunde zu schaffen, muss aber nach einem Kilometer feststellen, dass es doch nicht geht und abkürzen/wieder umdrehen.
Manchmal geht kochen, abspülen und aufräumen. Manchmal nur kochen. Manchmal kochen und abspülen.
Und kann es auch so lassen. Akzeptieren.
Und das ist neu.
Ansonsten bin ich ganz stur und voller Willen (wenn man nur will geht alles!) immer gegen mein STOP angerannt. Zähne zusammen beißen und hoch die Taschen. Geht schon.
Ging ja immer irgendwie.
Wo kommen wir denn hin, wenn jeder beim kleinsten Zipperlein zuhause bleibt und die Füße hoch legt! (Sämtliche O-Töne meiner Mutter fliegen mir um die Ohren.)
Also echt.

Das ist das Drama der Depressiven. Immer rein in die Überforderung. Immer weiter machen. Unter jeglichen Umständen. Alles machen. Egal wie es einem geht.
Wie sagte mal eine gute Freundin: "Papa wäre stolz auf mich!"
Wäre er natürlich nicht, weil er das nie war, egal wie man sich angestrengt hat, besser geht immerhin immer. Aber die Illusion ist die Karotte vorm Esel. Man läuft und läuft und läuft.

Trotzdem kopiere ich noch was aus dem Flyer für CFS-Kranke (weil er leider so gut passt):
 http://www.fatigatio.de/fileadmin/user_upload/07/docs/3.04_Auszug_Fennell.pdf

Ausgelöst werden diese Rückschläge (oder Krisen) oft durch das verzweifelte Bemühen des Betroffenen,
"normale" Anforderungen und Verrichtungen zu
bewältigen; außerdem dadurch, daß sich der
Betroffene so verhält wie der Gesunde, der er
vor der Krankheit war.


Dem Betroffenen ist inzwischen deutlich geworden, daß sich sein Leben von Grundauf verändert hat. 
Er ist nicht mehr derselbe wie vor der Erkrankung und wird vermutlich nie
mehr der Mensch sein, den er vor seiner
Krankheit in sich sah  (von mir durchgestrichen weil ich das nicht lesen mag). Der Betroffene erkennt
jetzt, metaphorisch gesprochen, daß er
"nicht mehr nach Hause zurück" kann. Er erlebt
in der Folge Gefühle der Demoralisierung
und der Nutzlosigkeit. Klar steht ihm jetzt
vor Augen, daß er seine
geplanten Lebensrollen
- Vater/Mutter sein, Geldverdiener, Partner,
Freund - so nicht mehr wird ausfüllen können.
"Wozu bin ich eigentlich noch gut?" fragt er
sich. Die soziale Rolle des Kranken droht ihn
zu überwältigen.

Dienstag, 14. März 2017

Umgang

- weiterhin sauer auf D., ich finde er hat einen ordentlichen Denkzettel verpasst...mal sehen, vielleicht was am Auto...oder nen schönen Haufen vor seine Tür oder ein wenig was ins Essen mischen, wo er länger was davon hat...meine Kreativität blüht...

- heute immerhin schon eine Radlrunde geschafft, das freut mich. Tat auch gut. Auch wenn mich das oft dann in solchen Phasen ins grübeln bringt. Und irgendwie in eine komische Stimmung. Ahne auch was es sein könnte, muss ich mal weiter beobachten.

- für morgen ein Date ausgemacht. Vielleicht hilft ja ein wenig Ablenkung. Wenn nicht gibt es wenigstens leckeres Essen.

- Mir ist klar geworden, dass Reize von außen (sei es Licht, Lärm, aber auch Zutaten, Nahrungsergänzungsmittel, Narkosen ect.) sehr schnell und intensiv in mich strömt (das weiß ich schon länger), es aber sehr sehr lange dauert bis ich die wieder los bin! Ich brauche viel länger Dinge zu verarbeiten, nicht nur durch mein introvertiertes Gehirn, sondern auch mit dem ganzen Körper. Alles wirkt länger (nach).
Das ist wichtig zu wissen! Für mich. Zum Beispiel, wenn ich jetzt das neue Medikament nehme und es kreist lange in meinem Körper, am nächsten Morgen kommt schon die neue Tablette drauf, das kann schnell Überdosierungserscheinungen/starke Nebenwirkungen haben. Sollte das so sein, werde ich einfach mal einen Tag aussetzen oder es eh nur alle 2 Tage nehmen! Ich schau jetzt erstmal wie es normal läuft.
Schade, dass ich mir das nicht schon eher erlaubt habe. Aber ich wußte es ja auch nicht. Zum Glück hab ich einen Doc der das souverän handhaben kann und mir die Verantwortung überlässt.
So werde ich langsam aber sicher zum eigenen Experten für die Krankheit bzw. für mein Leben. Kann ja auch kein anderer sein!

Montag, 13. März 2017

Drogen auf Rezept

Zum Glück hatte ich eh heut den vierteljährlichen Check beim Neurologen/Psychiater.
Interessant wie lange man sich selbst anlügen kann. Bei ihm klappte jegliches verdrängen weg (der kann aber auch Fragen stelllen hui) und mir wurd klar: Ende Gelände. Aber sowas von.

Wenn ich schonmal nichts gegen Medikamente habe! Das will was heißen.
Wir hatten schon viel durch. Viele Jahre immer wieder Versuche.
Aber im Gegensatz zu damals ist heute vieles anders:
-Ich erwarte nicht mehr, dass mich diese Tabletten zu einem vollkommen neuen Menschen machen, so wie ich mich gerne hätte.
- Ich kann besser unterscheiden was an der Krankheit liegt und was einfach "ich" bin.
- Ich kann die Intensität der einzelnen Symptome besser erkennen.
- Ich habe keinen Kontakt zur Family.
- Keinen Druck funktionieren (arbeiten) zu müssen, kein Chef, kein Arbeitsamt setzt mich unter Druck.
- Umfeld, Wohnung, Finanzen sind einigermaßen stabil.
- Ich habe viel Therapieerfahrung und viele Erkenntnisse und auch Selbsthilfen an der Hand.
- Ich weiß um Nährstoffmangel und Histaminintoleranz und achte drauf.
- Ich nahm immer Normaldosis bzw. dosierte viel zu schnell auf. Absprache mit Doc: ich mach das nach meinem Gefühl. Super!

Doc meinte so: Dann probieren wir den Noradrenalin-Dopamin-wiederaufnahmehemmer, der hatte 2011 relativ gut gewirkt.
Ich gedanklich: 2011 nahm ich Psychopharma? Interessant...
Er: Dopamin hat was mit dem Belohnungszentrum zu tun.
Ich laut: Belohnungszentrum? Hört sich sehr gut an! Her damit. Schmunzelnd.
Ich gedanklich: und Noradrenalin ist auch nicht verkehrt, da ich da eh einen Mangel habe. Auch mit Adrenalin das u.a. aus Noradrenalin gebastelt wird. Das wurde mal bei einem Stresstest (glaub Bluttest) herausgefunden, gibts nur beim Privatdoc, zahlt man aus eigener Tasche. Das erzähl ich ihm nicht, weil er das für Humbug hält und meint, es müsste gemessen wieviel Serotonin/Adrenalin ect. IM GEHIRN ist und das lässt sich ja schlecht messen.

Das mit dem Dopamin könnte auch gut sein, warum ich in so extrem tiefen Dep-phasen so einen Zucker/Kaffehunger habe und wieder vermehrt kaufen will. Geht alles mit dem Belohnungszentrum einher UND das Koffein blockiert die Adenosinrezeptoren und führt damit indirekt zu einer vermehrten Ausschüttung von Dopamin (würde erklären warum ich nach einem Energydrink so gut drauf bin: Zucker UND Koffein ist gleich Glücksgefühl. Zusammen mit der Kühle und der Kohlensäure. Es ist aber ein besseres weniger hibbeliges Gefühl als beim Kaffee, könnte daran liegen, dass ich den mit Milch trinke und da das irgendwie abgeschächt wird oder so, keine Ahnung.)

Sehr genial geschrieben was es mit Dopamin auf sich hat:
http://edubily.de/2015/10/dopamin-neurochemie/

Na dann, wohl bekommts mit dem eher untypischen Antidepressivum, ein Amphetamin.

Sonntag, 12. März 2017

Faden gefunden

Zur Zeit träume ich (leider sehr real) und sehr schnell nach dem einschlafen, dass ich eingesperrt bin. Meistens in einem sehr kleinen Raum/Kiste. Ich bekomme Atemnot. Absolute Panik. Kein Ausgang. Kein Licht. Selbst im aufwachen finde ich nicht gleich den Lichtschalter/meine Orientierung was das ganze massiv verschäft und den Schrecken lange anhalten lässt.
Einfach nur gruselig.

Heute nacht also wieder. Ich saß dann so an der Nachttischlampe (es war gerade mal 1 Stunde seit dem einschlafne vergangen), das Fenster weit auf und versuchte mich zu beruhigen...gelang auch gut, und ich kam ins nachdenken.

Über einige Umwege kam ich drauf, warum es mir seit Januar so schlecht geht. Dieser üble Depressionsschub. Weihnachten wurde ich massiv getriggert. Was ich erst jetzt so richtig wahrnehmen und erkennen kann. Seitdem habe ich diese aufkommenden Gefühle weggedrückt. Was viel Energie verbraucht und erklärt warum ich mich zur Zeit überhaupt nicht konzentrieren kann, sondern mich immer so in leichter Trance fühle und nur so seichte Beschäftigungen die gut in Trance zu machen sind, erledigen kann. Berieselung mit guten Filmen geht am besten. Aber glücklich macht es mich nicht.
Es ist klar, warum ich mich so gern ins Bett verkrieche. Da ist es sicher. Im Schlaf spüre und denke ich nichts. (Ich erkenne inzwischen den Unterschied zwischen Histamin-Müdigkeit und seelischer Müdigkeit) .
Das erklärt auch die Taubheit. Noch zusätzlich ein Gefühl verarbeiten geht gerade nicht. Alles wird absorbiert. Und so von mir selbst absorbiert fühle ich mich. All diese Gefühle sind in diese Kiste eingesperrt! Daher der Traum.

Ich hänge in einem kindlichen Teil fest. Bei manchen alten Sachen die hochkommen kann ich inzwischen schon gut in der Erwachsenen bleiben und nach innen interagieren/helfen/beruhigen/Lösungen finden. Das jetzt ist too much. Aber so richtig.

Aber jetzt weiß ich wenigstens warum und wieso und was.
Das ist schonmal was.
Damit kann ich was anfangen.
Als mit diesem monströsen dunklem tiefen Loch.

Freitag, 10. März 2017

Wochenrückblick

Äußerlich sehr ruhig - innerlich der emotionale Schleuderwaschgang.
Hatte diese Woche keinerlei Termine, was mir sehr gut tat und ich dringend benötigte, um das innere Chaos irgendwie wieder in den Griff zu bekommen.

- gesehen: den ersten Zitronenfalter...es kann nur besser werden (Richtung Frühling)

- mitgefreut: Lisa Wagner (Kommissarin Heller) bekam die goldene Kamera als beste Schauspielerin (in den Film: Ausfahrt Gera, in dem es um Beate Zschäpe geht)

- getan: Hausfrau gespielt. Langsam, mit vielen Pausen und nur wenn es wirklich geht (scheiße ist das schwer zu akzeptieren) mache ich mich an den großen Frühjahrsputz, der dringend notwendig ist, aber auch sonst: Brot und Kuchen gebacken, Wäsche mit der neuen Handwaschmaschine gewaschen (dazu demnächst mehr)

- festgestellt: ich muss mich wieder mehr bei den Kohlenhydraten drosseln. Kekse und Kuchen mal sind okay, Hauptmahlzeiten bestehen ab sofort wieder aus mehr Gemüse und Fleisch. Fühl mich einfach wohler damit, als mit der Stärkemast. Sieht man auch an meinem Bauch, der wieder wächst.

- verordnet: auch wieder mehr hinaus gehen. Das wurde jetzt so zur Gewohnheit das drinnen rumhocken, dass ich mich wieder dran gewöhnen und auch leicht zwingen muss hinaus zu gehen. Auch hier: Wenn es körperlich geht. Nicht weiter überfordern.

- wieder: angefangen das SAM-e zu nehmen. Hatte in letzter Zeit wenig Wirkung, bis mir auffiel, dass es a) eine geringere Dosis war und b) das billigere. Das teuere hat mehr aktive Ionen und den Unterschied merke ich deutlich: Mehr Kraft!
Ein sehr guter Link zu dem Thema:
http://blog.foodlinx.de/methylierung-b-vitamine-und-die-psyche/
durch den damaligen GEN-Test hab ich ja rausgefunden, dass ich auch ein "schlechter Methylierer" bin und daher Unterstützung brauche. SAM-e ist ein starker Methylierer, deswegen merke ich das auch gleich.

- erkannt: das ich Bindungsangst habe ist ja nix neues. Und wurde auch mit anderen Menschen schon mehrmals kommuniziert.
Die Frage war nur, warum ich trotzdem mit einem bestimmten Mann mich immer wieder so sehr in die Haare kriege, obwohl wir uns ja eigentlich sehr mögen.
Langsam dämmerte es mir: ER hat Verlustangst. Das ist jetzt natürlich das "perfekte" perpetuum Mobile: Mir wird das zu nah (muss mir noch nicht mal bewußt sein) und ziehe mich ein wenig zurück, es kann auch nur sein, dass es dem anderen zu kühl oder zuviel Abstand ist oder er das auch nur so mein oder einfach mehr Nähe will...der andere bekommt seine Verlustangst und fängt an zu streiten, Vorwürfe zu machen, meine Punkte zu drücken irgendwas damit ich im Kontakt bleibe. Im Gespräch.
Und wenn es nur unsinnige unfruchtbare Diskussionen und Selbstzerfleischungen sind. Lieber ein Streit als gar nichts! Paradox.
Ich streite erst noch mit, rechtfertige mich, versuche mich zu erklären, mache, tue...alles scheinbar gegen die Wand .
Daraufhin ziehe ich mich natürlich entnervt zurück, der andere gräbt noch mehr alte Geschichten und Verfehlungen von mir aus, ich falle wieder drauf rein, rege mich auf, verteidige mich, stelle klar.... dann kann es evtl. dem anderen zu bunt werden und der sagt: ach ist mir egal was du machst, ist schon gut, tu was du nicht lassen kannst, bist ja eine freie Person, geht mich ja nix an...und ich steh explodierend und rauchend da...

Das geht auch als kleines Beispiel: Ich kann fast nicht schlafen, wenn im selben Raum noch jemand ist. Auch wenn ich denjenigen sehr mag und ihm vertraue. Einschlafen geht also nur mit Abschottung: mich wegdrehen vom anderen, Ohrenstöpsel rein, kein Körperkontakt, nicht reden. Das hielt derjenige damals fast nicht aus. Berührte mich immer wieder, redete was, fragte mich was...zum wahnsinnig werden. Er hielt diese Abschottung nicht aus, obwohl ich es ihm schon erklärte, warum das so bei mir sein muss und nichts gegen ihn ist, wir keinen Streit hatten ect.

Mir wird klar, dass ich schon mehrmals Männer hatte mit Verlustangst, die aber extremer und offensichtlicher klammerten. Siehe der Psychopath bei dem ich mit 16 wohnte.
Auch mein Vater wollte mich immer in sein Boot zurück holen. Bis mir diese Einvernahmung zu bunt wurde und ich gegangen bin.
Oder das Spiel war umgedreht und ich suchte mir diese unerreichbaren Männner (die Bindungsangst hatten) und tat alles damit sie mich bemerkten und liebten...bis zur völligen Selbstaufgabe. Das Kapitel habe ich mehr oder weniger hinter mir. Ich entdecke viel eher, wer mich mies behandelt und gehe viel früher.
Sehr sehr spannend gerade alles.....


Mittwoch, 8. März 2017

Liebe Ladys

Internationaler Frauentag ist heute....
und ich hoffe, es geht Euch gut!
Jeder Tag kann Euer Frauentag werden. Euer ganz persönlicher.
Besser noch ganze Frauenmonate und Jahre!

Es ist so wichtig sich der innere Stärke bewußt zu werden
und sie zu leben!
Ein paar Zeilen die Euch immer daran erinnern sollen:

Von Frau Flickinger aus ihrem Buch: Die Magie der erwachten Frau.

Sie ist sich selbst wertvoll genug, zu gehen, wo man ihre Seele missachtet.
Sie ist würdevoll genug, sich umzudrehen, wo man sie ohne Würde behandelt.
Sie ist so achtsam, ihre Grenzen zu setzen, wo man diese absichtlich überschreitet.
Sie ist stark genug, ihre Verletzbarkeit zu zeigen,
indem Sie sich zeigt, wie Sie ist.
Sie ist mutig genug, dass zu leben, was ihre Seele fordert und wohin Ihr Herz Sie führt.
Sie ist auf dem Weg...
dem Pfad des Herzens.

Montag, 6. März 2017

Ich sehe was, was du auch siehst!

 Wenn ich mit irgendwas verstrickt bin, hilft es mir oft zu stricken. Was ganz einfaches, monotones wo nur die Hände werkeln und ich meinen Gedanken nachgehen kann. Es fühlt sich ungefährlicher an, als wenn ich nichts in den Händen halte.
Das waren so die heutigen Gedanken dazu:

Man kann mit einem Süchtigen zusammen sein, ohne dass dieser süchtig ist.
Hä?
Ja, nämlich wenn derjenige in einer Suchtfamilie aufgewachsen ist und alle Verhaltensweisen beibehält, die damals überlebensnotwenig waren.
Wenn er sich also mit seiner Vergangenheit nicht auseinander gesetzt hat und bewußt wurde.

Einer dieser Verhaltensregeln lautet: Sieh den rosa Dinosaurier im Wohnzimmer nicht!
Hä?
Ja in einer Suchtfamilie weiß/fühlt jeder das was nicht stimmt. Aber man darf es nicht erkennen und schon gar nicht aussprechen. Man muss die Wahrheit, seine Gedanken, Gefühle, seine Wahrnehmung verleugnen.
Und das ist ein Desaster für ein Kind.

Mein Vater konnte die Alkoholsucht meiner Mutter sehr gut mitverbergen. Er war das gewöhnt. Sein Onkel soff, seine Mutter war nicht erreichbar für ihn, der Vater gar nicht da...er war gewöhnt so zu tun, als sei alles gut.
Bloß nicht das offensichtliche sehen, fühllen, wahrnehmen.

Ich war sehr schnell das schwarze Schaf. Ich fing früh an zu rebellieren. Das hatte nicht nur was mit der Pubertät zu tun. Sondern auch mit dem Umstand, dass ich in einer noch schrecklicheren Zeit so tun musste, als sei alles gut.
Meine Schwester wachte erst vor ganz kurzem auf, aus dieser Hypnose.

Das heutige Desaster ist, dass ich mir ja immer wieder meine "Familienmitglieder" ins Leben hole.
D. ist eine bunte Mischung aus fast allen. Und er verleugnet extrem. Für ihn scheint die Wahrheit und die Realität (selbst wenn es harmlose Dinge sind) so schlimm zu sein, dass er alles von sich weist. Null Selbstreflexion.

Nie habe ich mal bei irgendwas von meinen Eltern gehört: "Da hast du vollkommen Recht. Oh entschuldige das war jetzt nicht so toll von mir. Da habe ich Mist gebaut. Das tut mir leid." (eigentlich ein Wunder, das ich heute immer mehr meiner Wahrnehmung traue, obwohl sie mir jahrelang ausgeredet wurde!)
Nicht das ich alle diese Sätze auf einmal wollen würde.
Einer. Ein einzigster hätte gereicht.
Auch von D.

Stattdessen versuchte und versuche ich die anderen zu überzeugen. Zu überreden: mama sauft! D. hat....
Es hat null Sinn.
Ich habe keine Chance.
Besser wäre es die Energie dafür zu nehmen, meine Sachen zu packen und zu gehen...

Gleichgültigkeit

Ich nehme sehr irritiert bis besorgt eine große Gleichgültigkeit bei mir wahr.
Diese Gefühlstaubheit in Bezug auf Jobkündigung hält weiter an und breitet sich auch auf andere Themen aus.
Leute die ich mal mochte, sind mir jetzt egal.
Das ich mich weiterhin viel hinlegen und ausruhen muss, auch.
Das ich nur das schaffe, was ich halt schaffe.
Das ich mir keinen Stress mache was andere so schaffen.
Alles verschwindet in einem Einheitsbrei.
Der natürlich schön grau ist.

Ich weiß nicht recht, ob das der Anfang vom aufgeben ist. Das es mir auch mal irgendwann wurscht ist, ob die Wohnung und ich verwahrlosen.
Oder eine Akzeptanz dessen, was ich eh nicht ändern kann.
So eine Gefühlstaubheit hatte ich glaube ich noch nie. Und wenn dann ist das schon sehr lange her.
Aber trotz Besorgnis fühlt es sich auch irgendwie gut an. Ruhig. Auch weil ich weiß, dass sowas ein Schutz darstellt, wenn es "zuviel" wird, schaltet man ab. Bis man es nach und nach anschauen und fühlen kann.
Auch der weiterhin extrem viele Schlaf können dafür sprechen, wobei ich da weiterhin eher meine, dass es wieder mehr die Nebennierenschwäche ist.

Bis dahin gehe ich weiter stückweise vor.
Lasse mich in Ruhe.
Treibe mich nicht.
Immerhin war ich heute schon duschen.
Und habe gefrühstückt.
Immerhin.

Sonntag, 5. März 2017

Ein Teil von uns

...lautet ein Film in dem es um eine Alkoholikerin geht und deren Familie, hauptsächlich aber um ihre Tochter die immer wieder versucht ihr zu helfen.
Ich hatte den Film schonmal auf meiner Liste, dachte aber das er mich zu sehr triggern würde und löschte ihn wieder.
Jetzt sah ich ihn doch, mit dem Bewußtsein, wenn es zu schlimm wird, kann ich ihn ja wieder abschlaten.
Das ist das schöne an Filmen, anders als bei der Realität.

Mir gefiel der Film sehr gut. Weil er nicht übertrieben oder schwülstig rüberkam, sondern sehr authentisch.
Leider auch das Grauen, wie schnell das normale Leben der Tochter (mit Freund, Wohnung, Arbeit) wieder ins wanken gerät, sowie sie wieder Kontakt mit der Mutter hat.
Deutlich spürbar wird das Alleingelassensein der Kinder. Die Parentifizierung, als die Tochter schon als Kind die Mutter rettete.
Einmal sagt ihr Freund zu ihr: "Weißt du dass man in deiner Nähe ganz schön einsam sein kann?" auch das klassisch. Selbst wenn die Tochter kein Suchtproblem hat, so hat sie doch diese Mauern übernommen. Keinen mehr an sich ranlassen.

Immer wieder kann man miterleben, wie schnell der Wechsel von *jetzt ist alles gut, man entspannt, fühlt sich leicht und fröhlich* hin zur Katastrophe *austicken, beleidigen, schlagen* sich vollzieht.
Und die daraus folgende Verwirrung und Hab-acht-Stellung.
 Wieso ist das jetzt passiert? Hab ich mich falsch verhalten? Wie muss ich mich verhalten, dass das nicht mehr passiert? Die Anpassung bis zur Unkenntlichkeit.
Was passiert als nächstes? Und: wenn es schön ist, kippt meist das ganze bald.
Und diese Extreme die man später gerne selbst ins einem Leben wiederholt, weil man es nicht anders kennt: wenn es zu gut läuft, schmeißt man gerne alles mal übern Haufen.
Ich hadere immer noch mit diesen Impulsen. Wenn auch weniger.

Während ich den Protagonisten zusah, wurde mir bewußt: welch Verrücktheiten. In diesen verrückten Zuständen bin ich aufgewachsen! Und meine jetzt mit einem Fingerschnipp ein normales Leben leben zu können und gebe mir WIEDER die Schuld wenn es nicht sofort klappt.

Ich glaube, ich habe jetzt den Film realtiv gut verkraftet, weil ich mehr Abstand zu meiner Familie habe.
Und er tat mir in gewisser Weise sogar gut, weil ich wieder ein Stück mehr kapiert habe:
Du hast keine Chance gegen einen Alkoholiker. Du verlierst. 
Immer.
Es war nicht meine Schuld.
Du kannst keinem Alkoholiker helfen! 
Außer er macht die ersten 3 Schritte selber und fragt dich um Hilfe beim 4.Schritt. Aber selbst dann braucht man eine extrem gute Abgrenzung, die Familienangehörigen schlicht fehlt.
Ansonsten: Laß ihn liegen und lauf! Lauf so schnell du kannst.

Wer den Film auch sehen will:

https://www.youtube.com/watch?v=y4tGjsTcvwE

Samstag, 4. März 2017

Wochenrückblick

 Viel unterwegs gewesen, was auch ein wenig ablenkte und gut tat.
Aber ich brauche immer noch sehr viele körperliche Pausen.

- gelesen: "jeder 2. Hochleistungssportler wäre bereit, innerhalb von 5 Jahren zu sterben, wenn er durch Einnahme einer Droge eine olympische Goldmedaille sicher hätte!"
Äh entschuldigung, wie krass ist DAS denn????
Das kam bei einer Studie von Bob Goldmann 1980 heraus und wurde durch spätere erneute Umfragen immer wieder belegt.

- gespürt: vermehrt Salz/Natrium aufzunehmen, tut mir sehr gut. Ich fühle mich frischer, klarer im Kopf, die elendige Mundtrockenheit ist weg..also einfach sitt! (Gegenteil von satt).

- gesehen: Chris Kolonko! Ein sehr sympathischer Travestiekünstler brachte das Leben der Marlene Dietrich auf die Bühne. Samt ganzem Orchester und allem drum und dran. Wahnsinnig schön und berührend und sehr sehr gut gemacht!
M. lud mich ein, der natürlich auch als Frau kam. Diese Thematik löst immer noch was in mir aus. Ich hatte bei der Show teilweise so eine Gänsehaut...M ist für mich als Frau das normalste auf der Welt, als wäre das schon immer so gewesen und wäre jemand mit einem blöden Spruch gekommen ... bei meiner derzeitigen Aggrolaune...hätts gekracht ;) Seinen/ihren Mut bewundere ich und natürlich gingen wir auch gemeinsam zur Toilette!
Danach in der Bar bekam er/sie sogar Komplimente, was ihn/sie fast schweben ließ ;)
Ein wohltuender, lustiger ganz toller Abend!
Kleiner Trailer über die Show:
 https://www.youtube.com/watch?v=lavveywvbdU

gerochen: Durch viel Sturm und Regen erfrischte Luft! Kann ich nicht genug kriegen!!

- Apropo satt. Morgens nur leere Kohlenhydrate und Zucker tut mir derzeit nicht so gut. Obst und Joghurt vertrag ich so früh noch nicht, jetzt probiere ich es mit einem Ei (zusätzlich zu den Broten), habe aber auch das Gefühl, dass das zuviel ist für den Magen so früh, weil er über eine Stunde heftig gurgelt und rumort.

- gewogen: Beim Doc, da ich ja keine Waage habe. Ich war seit ich ausgewachsen bin immer so bei 60 bis 63 Kilos, bei 183cm. In meinen übelsten Zeiten war ich bei 53 Kilo, jetzt also bei 73 Kilo. Völlig okay, fühlt sich auch richtig und gut und vor allem stabiler an!

- aussortiert: seit Jahren nervt mich eine Winterbettwäsche. Denn irgendwie ist dann oft die Decke zu kurz, wenn ich die drauf hab, mehr als ätzend: kalte Füße die unten raussschauen! Also mal nachgemessen: Tatsächlich 6cm kürzer! Endlich aussortiert und eine neue gekauft. Manchmal kann ich es mir schon auch schwer machen :/

- gehört: 1. Gewitter: kurz aber heftig!

- getan: hart verhandelt. Auf meine Forderung bestanden, weil ich mir innerlich sicher war (ganz wichtig dabei!) entweder ich bekomm den Preis oder ich behalt das Teil. PUNKT.
Ich hab nichts gegen faires verhandeln, ob es auch billiger geht, aber so eine Manipulationsmasche aufziehen ala "muss grad sparen" und rumjammern (wo ich genau gemerkt habe, das ist reine Show!), das geht halt gar nicht. Fazit: Meinen geforderten Preis bekommen! STARK!

- Tafel: erstmal geärgert, weil der Drehbuchmann zur Tür herein schoß, direkt auf mich zu und ohne Hallo oder sonstiges mich volljammerte, dass seine Tüten weg sind, das er das Rad kurz stehen ließ und weg waren sie und überhaupt und keiner hätte was gesehen....ARGH wie ich a) diese unhöfliche extreme Vereinnahmung hasse, aber noch viel mehr b) dieses Kleinkindverhalten/Unselbstständigkeit von einem fast 60-jährigen!
Zum Glück stand meine Nachbarin neben mir, die auf das Gespräch einging, während ich gelangweilt in eine andere Richtung sah und mir einfach dachte: Woah typisches Alkoholikerverhalten (meine Mutter war auch immer so hilflos und ohnmächtig, na sie ist es wohl heute immer noch), mach keinen Terz rum, frag die Leute von der Ausgabe, ob sie paar Tüten übrig haben. Fertig. Kein Grund so ein Fass aufzumachen.

Danach umso mehr gefreut, weil es echt reichlich und gute Beute gab!

Freitag, 3. März 2017

Rückzug

Ich konnt das manchmal nicht so recht verstehen, wenn sich jemand total zurück zog, weil es ihm nicht gut ging.

Vielleicht hatte ich aber auch einfach einen Widerstand dagegen, weil ich ja immer noch mein "müssen" hatte. Egal wie wenig Bock ich hatte, den Brief an die Brieffreundin schrieb ich doch noch irgendwie "weil die kann ich ja nicht 2 Monate warten lassen!".
Wie gesagt.
Immer schön brav und lieb und höflich sein.

Das geht mir zunehmend flöten.
Ich KANN gerade schlichtergreifend nichts tun, worauf ich auch keinen Bock habe. Ich KANN mich nicht mehr, wie früher, nochmal dazu zwingen.
Schon gar nicht im zwischenmenschlichen Bereich.
Lächeln. Tür aufhalten. Nachfragen. Mich melden.
Nix da.
Es GEHT einfach nicht mehr. Das Maß ist voll.
Ich will meine Ruhe. Im Wald. Im Bett. Hauptsache allein.
Only und ausschließlich um meinen Kram kümmern!
Oberflächliche Kommunikation geht noch. Gaaanz ganz kurz. Ansonsten krieg ich schon wieder Aggros und ausgefahrene Mittelfinger.
Wirklich nahe Kommunikation geht überhaupt nicht (vielleicht gabs auch deswegen die Mißverständnisse in der Thera).

Und erstaunlicherweise fühlt sich das gut an. Kraftvoll. Eigenmächtig. Eben nicht so ohnmächtig. Eigenständig.
Wesentlich besser als depressiv/phobisch.

Auslöser waren definitv die Jobkündigung und die Sache mit D.
Beides wichtige Säulen in meinem Leben.
Weggebrochen.
Deswegen nun Rückzug. Wunden versorgen. Schutz suchen. Für Sicherheit sorgen.

Mittwoch, 1. März 2017

Therapie/Nachtrag

Ich bin ja seit ca. 1 Jahr nur noch 1x im Monat bei der Therapeutin.
Bei diesen Terminen wollte ich eben nicht mehr, dass es um Alltagsstabilität geht (außer es ist Bedarf weil es mir extrem schlecht geht oder ein Vorfall/Trigger war), sondern tiefer die Themen Arbeit und Beziehungen anschauen/bearbeiten.
Nur, dass das nicht klappt. Also eher von ihrer Seite. Für meine Begriffe nimmt sie das nicht mehr so ernst. Klar komm ich jetzt besser klar als noch vor einigen Jahren, aber trotzdem wünsche ich mir ihre Unterstützung. Weil ich bei diesen Themen teils nicht weiter komme, allein.
Außerdem kommt hinzu dass wir aneinander vorbei reden/ uns mißverstehen. Was ich so auch nicht von ihr kenne. Normalweise hat sie fast telepathische Sensoren, was mir schon viel unnötige Erklärungen/Redezeit gespart hat.
Jetzt fühle ich mich unverstanden. Allein gelassen.

Ich glaube, dass es Zeit ist für was Neues.
Bei diesen Themen komme ich durch reden allein nicht weiter.
Was mich schon immer sehr ansprach und gut funktionierte war die innere Teile Arbeit. Ich habe die nur kurz bzw. ansatzweise machen können.
Und ich glaube, dafür ist jetzt der richtige Zeitpunkt. Auch weil eben im Alltag mehr Stabilität ist (keine Fragen bezgl. finanzielle Versorgung, kein Familienkontakt ect.).
Ego-State-Therapie also.

Mal sehen...

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Und dann so...
EHRENAMT!
War für mich schon lange klar, dass das für mich nicht mehr in Frage kommt. Ich hab seit Schulalter ehrenamtlich mich um die Family gekümmert. Selbst als es mir hundeelend ging, fuhr ich noch ehrenamtlich die Leute ausm Seniorenheim zu ihren Gruppen/Friseur ect. Heute unfassbar! Da kann ich mir schonmal selber leid tun, was ich mir so alles angetan habe.

Als ich aber letztens las, dass jemand für den Bücherscharank (Medien kostenlos abgeben/mitnehmen) gesucht wird, der da ein wenig sortiert und schaut dass alles funktioniert ect..dacht ich mir: ochja..da bin ich eh immer mal wieder, muss nix mit Menschen tun, könnt passen.

Kurze Mail, 2 Telefonate, alles klar.
Inzwischen hat sich das aber etwas ausgeweitet...9 Leute sind wir, die sich abwechselnd drum kümmern wollen. Wir sollen untereinander klären, wer wann kann.
Wurd mir schon komisch.
Jetzt kam ne Mail: wir sollen uns doch mal alle Treffen.
Mir wurde sehr komisch.
Als dann die erste Patin gleich ne Rundmail verfasste bezügl. Whats-appgruppe gründen und sich treffen und da und dort könne sie nicht, weil beim Ski fahren (wen juckts? Und überhaupt so übereifrige Streber kann ich ja gar nicht ab!) war mir klar:
Macht mal alleine euer soziales Klüngel.
Ich steig aus.
Wenn ich dort bin und es ist was zum rum/einräumen und ich hab grad Böcke mach ich das.
Aber ohne die anderen.