Dienstag, 28. Februar 2017

Depression ist...

...eigentlich nur die Antwort (oder eine logische Folge) von einer ständigen Überanpassung.

Depressive sind immer nett, werden nie laut, machen jeden Gefallen um den sie gebeten werden, sind immer freundlich und zuvorkommend, immer geduldig und hilfsbereit, immer sauber, adrett und gepflegt, extrem gewissenhaft und pünktlich.
Obendrein immer politisch korrekt, nie verletzend, umweltfreundlich, am besten noch vegan und überhaupt immer und überall einfach gut.

Egal wie es in ihnen aussieht. Egal wie frech und unverhältnismäßig die Forderungen sind. Egal wie scheiße sie jemand behandelt.
Bitte immer schön lächeln. Und machen.
Und irgendwann reicht es. Man will nicht mehr. Man kann nicht mehr. Man verweigert sich. Allem. Man will nur noch seine Ruhe. In Ruhe gelassen werden. Von niemanden nichts sehen und hören.
Aus die Maus.

Das Umfeld ist irritert: aber was hat sie denn? Seltsam...und dann kommen all die guten Ratschläge, damit man husch husch schnell wieder so normal und funktionsfähig und ausnutzbar wird wie früher.
Weil man ist sehr sehr praktisch für sein Umfeld!
Depressive sind nicht faul. Im Gegenteil sie arbeiten das doppelt bis dreifache!

Ich arbeite mich langsam und mühsam aus dieser Überanpassung heraus.
Schale um Schale blätter ich sie ab...
Wenn ich merke: mir ist jetzt nicht nach lächeln und ich lächle nicht, wenn ich keinen Bock habe jemand die Tür aufzuhalten, wenn ich mich von einem Bekannten trenne den ich eh schon immer etwas widerlich empfand, wenn ich kühl und reserviert bin, weil mich der andere verletzt hat oder er zu wenig Interesse an mir zeigt, wenn ich bei Grenzüberschreitungen nicht den Kopf schief halte und sage *macht nix*, wenn ich mich an das Ende des Bahnsteigs stelle, weil ich da allein bin oder mich von einem viel zu engen Sitzplatz wegsetze (weil sich der Nachbar so breit macht oder es einfach IST), wenn ich bei meinem Gefühl bleibe und nicht bei dem was man machen/fühlen/denken/aussehen sollte...dann...ja dann fühlt sich das wie pure Kohlensäure im Blut an.
So prickelnd!
So lebendig!
So kraftvoll!
So bejahend!
Und stärkend und machtvoll!

Da ich ja immer in eine ohnmächtige Wut gerate wenn jemand seine Hilflosigkeit oder auch einfach Ungehobeltheit auf mir abladen will mit so beschissenen Sprüchen wie: naja wird ja bald Frühling, da gehts dir bestimmt besser...oder: ach ich war letztens auch dauernd müde...oder lachdochdochmal-machurlaub-schnappdirnensüßenkerl...hab ich jetzt die Lösung gefunden, wie ich mich dazu verhalte:

- für Neulinge: einfach jaja sagen und weggehen/Thema wechseln
- für Fortgeschrittene: schweigen mit ausgefahrenem Mittelfinger
- für extrem Fortgeschrittene: bös schauen, schweigen mit ausgefahrenen Mittelfinger
- für Profis: dem anderen tief in die Augen schauen und dabei ebenso tief atmen (das kommt vor allem DIR zugute und darum geht es ja)!!!

Montag, 27. Februar 2017

Unter Beobachtung

Am Wochenende hatte ich einen Alptraum: Ich wollte bei meinem damaligen Freund M. ausziehen. Aber ich wußte, dass er komplett ausflippen würde (also wirklich in der Art, dass ich meine körperliche Unversehrtheit bis hin zu meinem Leben bedroht sah).
Also packte ich heimlich und wartete dass, wie verabredet jemand (ich weiß nicht mehr wer das sein sollte), jemand kam und mich und meine Sachen abholte.
Doch es kam niemand, bald würde mein Freund heimkommen und checken was los is und eben ausflippen. Es blieben zwei Möglichkeiten: ich blieb und er sah was ich vorhatte, dann gute Nacht. Oder ich haute ab, würde aber meine Sachen verlieren. Der Uhrzeiger rückte vor ich geriet in Panik, es war eine Zwickmühle, die ich nicht lösen konnte und gottseidank davon aufwachte.

Nun leider ist mir dieser Alptraum real passiert.
Bis auf den Schluß. Ich konnte rechtzeitig ohne das er es merkte fliehen.
Und, wie vorher gesagt, flippte er aus. So richtig. Aber ich blieb heile, auch dank eines privaten Wachschutzes.

Ich war 15 als ich ihn über eine Radio-Kontaktanzeige kennenlernte.
Und 16 als ich zu ihm zog.
Das Drama nahm seinen Lauf. Er war extrem pedantisch und kontrollsüchtig. Aber nie auf die böse herrische Art, sondern immer so ein wenig lustig. Neckereien, die sich immer mehr ausweiteten.
Damit ich auch ja nie genug allein Zeit verbrachte (und somit über meine Situation nachdenken könnte) wurde ich z.B. zum Bahnhof beordert um ihn abzuholen. Mit der netten Begründung, dann können wir gleich zusammen einkaufen gehen.
Ich stand unter ständiger Beobachtung, alles mussten wir immer zu zweit machen.
Immer.
Selbst ins Bad durfte ich irgendwann nicht mehr alleine, er schaute entweder durchs Schlüsselloch oder versuchte mit einer Münze die Verriegelung aufzubekommen. Lag ich in der Wanne kam er, weil wir doch zusammen eine rauchen könnten (ich weiß nicht wie oft ich mitgeraucht habe, obwohl ich es überhaupt nicht wollte. Merke: Kleine Grenzüberschreitungen werden zu großen!).
Wenn er mal länger weg war (er musste eine gewisse Zeit beim THW helfen) merkte ich wie ich innerlich aufatmete. Meinen Interessen nachgehen konnte, einfach innerlich bei mir bleiben konnte, nicht seine ständigen Kommentare hören. Vielleicht einfach nur die Sonne auf dem Balkon genießen.
Doch nicht lange, denn meist stand er eher wie geplant wieder in der Tür. Mit einem Grinsen, er habe sich frei genommen oder krank gemeldet.

Mein Umfeld wurde langsam aber stetig von mir abgeschottet. Mitschüler, Eltern, Schwestern wurden weggedrängt. Irgendwann stand ich alleine da. Was er ja so wollte. Weil bessere Händelbarkeit meinerseits.
Auch seine Pingeligkeit in Sachen Sauberkeit nervte mich.
Aber am schlimmsten war wirklich dieses ständige kontrolliert werden, dieses: keine eigenen Bedürfnisse, Gefühle und Gedanken mehr haben zu dürfen. Selbst wenn ich nachts mal nicht schlafen konnte und dann im Wohnzimmer eine rauchte: keine 5 Minuten später stand er auch da.
Und wehe dem ich wehrte mich mal gegen diese Vereinnahmung. Dann war ER beleidigt. Verachtete mich mit Blicken. Sprach tagelang nicht mit mir. Da ich ja keinen mehr außer ihn hatte versuchte ich seine "Liebe" natürlich wieder zu bekommen. Wurde ganz lieb und brav.
Und er hatte mich wieder schön klein gekriegt.

Alles wurde kommentiert. Frisur, Bekleidung, Noten (Ausbildung), Praktikumsplätze (bei denen er mich natürlich auch "netterweise" regelmäßig besuchte), Fehler natürlich besonders gern...alles wurde nieder gemacht, lächerlich gemacht.
Das Muster kannte ich schon von meiner Schwester. Wenn auch nicht so extrem. Ich hatte mich mal beim Augenbrauen zupfen mit der Pinzette etwas gezwickt, die Stelle wurde ein wenig rot. Prompt sprach mich meine Schwester an: "was hast denn da wieder gemacht." natürlich im abwertenden Ton. IHR würde sowas ja nie passieren...is klar.

Was ich damit sagen will und was mir heute morgen klar geworden ist:
Jetzt weiß ich warum "beobachtet werden" im Job mich so sehr antriggert!
Warum ich letztes Jahr so sehr verkrampft und panisch wurde, als ich bei der Familie bügelte und die eher nach Hause kam. Die Panik war mir ins Gesicht geschrieben, das merkte ich. Allles war verzerrt, ich atmete kaum noch.
Jetzt weiß ich warum "niedrigschwelliger Arbeitseinstieg" nicht geht. Diese speziellen Firmen die sich auf Langzeitarbeitslose, chronisch Kranke ect. spezialisiert haben, bei denen man aber ganz normal verdient, aber eben auch "in Begleitung/unter Beobachtung" ist.
Und warum das bei der Eventfirma nicht klappte (ich da extreme Panik schob), weil der Chef auch so über nett und freundlich war, ich aber spürte, dass da noch was anderes schlummerte!

Ich weiß jetzt auch, warum ich nur bei dem Hauch von Fremdbestimmung (und das ist Arbeit ja meistens)  zusammen zucke und fliehe. Ich ertrage es nicht mehr. Ich kann mich noch gut an das FREIHEITSGEFÜHL erinnern, als ich mit 23 Jahren krankgeschrieben wurde. Endlich. nichts.mehr. müssen. Endlich das tun und lassen dürfen was ich will.
Nachdem mißbrauchenden Elternhaus ("sei so damit ich dich gebrauche kann und du mir nützt"), kam übergangslos der oben genannte Psychopath, dann war der zwar weg, aber ich zog in eine WG und arbeitete als Kinderpflegerin. Erstere zwang mich (natürlicherweise) wieder auf andere Rücksicht zu nehmen, zu kooperieren, wieder war es nicht komplett "meins", auch wenn die Zeit dort gut und lustig war. Zweiteres war natürlich völlig nach außen gerichtet. Kinder versorgen, beschäftigen ect...8 Stunden lang.
Und dann endlich: kein Job UND eigene Wohnung, zwar noch in den Verstrickungen der Family aber da konnte ich mich teilweise etwas lösen.
Ich kam endlich bei mir an.
Und auch jetzt genieße ich diese Freiheitsgefühl noch sehr. Ich muss nichts. Keiner erwartet irgendwas von mir. Ich kann so sein wie ich will...Nach Jahren des nach außen gerichtet seins und Erwartungen erfüllen...

Es ist ein weiterer Punkt an dem ich ansetzen kann.

Sonntag, 26. Februar 2017

Supergau

Gestern um 18.30h im Bett und mit kurzen Unterbrechungen heute um 10h morgends wieder aufgestanden. Dazu Laune unter null.
Ich ahnte schon, dass es das neue Mittel (Vitamin K2 das ich zum Vitamin D nehme) sein könnte.
Also Dose geschnappt, ab vorn Pc und mal alle Inhaltsstoffe durchgegangen.
(Wär natürlich ganz oberschlau wenn ich das mal VOR dem Kauf machen würde......irgendwann....irgendwann schnall auch ich das...)
und als ich las: aus fermentierten Sojabohnen hergestellt...japste ich nur so nach Luft: Soja ist ja schon mal ganz übel, eben so fermentiertes Zeug (da hab ich schon ganz "tolle" Tage durchgemacht) und das ganze dann zusammen:
Alles klar!

Samstag, 25. Februar 2017

Noch was

Also natürlich hatte ich dann nach einer Weile Durst, aber das war echter Durst, mit dem angenehmen Gefühl der Sättigung nach dem trinken.
Das hab ich mit weniger Natrium eben nicht. Da rauscht das Wasser einfach durch, ohne da anzukommen, wo es auch gebraucht wird (Zellen ect.).
Also kann man innerlich austrocknen, obwohl man genug trinkt. Im Extremfall ist das dann die Wasservergiftung an der schon manch Marathonläufer gestorben ist.

Und zuwenig Wasser im Körper macht mehr Histamin!  Es wird aus den körpereigene Mastzellen mehr Histamin ausgeschüttet und dann isst man noch was unverträgliches und schon wundert man sich, warum man schlag kaputt ist.

Nachdem ich ja derzeit "gerne nichts mit mir zu tun haben möchte" und es viel Kraft braucht nicht im Automatismus ala was ich tun muss/sollte zu versinken, sondern spüren was ich wirklich will, hatte ich heute den passenden Traum dazu.
Wenn ich gut mit mir in Kontakt bin oder nach langer Zeit wieder, dann träume ich von meinem damals unerreichbaren Schulschwarm. Nun im Traum ist er mir aber sehr zugewandt, was ich natürlich wuuunderschön finde und es genieße. Aber es spricht eben auch klare Bände. Heute nacht jedoch lief er mir eher zufällig übern Weg, sah mich und fragte leicht irritiert:"Was wollte ich nochmal von dir?"
Sehr passend...

Davor träumte ich auch was eindeutiges. Ich war in einem Kurs. Zu anfangs sollten wir 2 Blätter ausfüllen, es waren komplexe Fragen über die ich länger nachdenken musste und so schaffte ich nur ein Blatt.
Die Kursleitung fragte ob es mir nicht gefalle?
Daraufhin sagte ich zu ihr ganz selbstverständlich, dass ich introvertiert sei und länger dafür brauchte. Achso meinte sie, da habe sie letztens was drüber gelesen.
Keine Scham. Kein Verstecken. Alles ganz normal, als ob ich gesagt hätte: ich hab halt braune Haare.
Auch sehr klar worum es derzeit so geht.

Heute gehts dann mal aufs Radl, ich wär ja schon längst unterwegs, aber draußen ist alles tiefgefroren und 0 Grad ist mir dann doch etwas ZU frisch.

Freitag, 24. Februar 2017

Heut so

Gestern sonnige 18 Grad und heute nasse, windige 5 Grad! Ham wir schon April oder was wird das?
Also nur kurz draußen gewesen. Dafür friere ich seit Tagen erbärmlich. Kein Wunder ich beweg mich zur Zeit viiieeel zu wenig. Ganze Durchblutung im Eimer...

Dafür gab es heut ein Highlight: Um meinen massiven Salzhunger irgendwie mal satt zu kriegen holte ich Salztabletten (Schwedentabletten) in der Apotheke. Nahm mittags eine.
Und dann kam die Verwandlung: ich wurde hellwach im Kopf. Putzmunter! Von Mittagsschlaf war nicht mehr die Rede.
Scheint es hat doch was mit den Elektrolyten zu tun.
Das zweite Phänomen war: ich hatte viel weniger Durst. Normalerweise bin ich ständig am trinken und ständig aufs Klo rennen. Kein Wunder, wenn Natrium fehlt, kann der Körper das Wasser nicht im Körper halten.
Und wo ist mit am meisten Wasser? Im Gehirn! Das merkt winzigste Abweichungen vom Idealzustand, daher die Benommenheit?!
Salz und Wasser sind auch mit das beste Antihistaminikum.
Ich bleib dran und werde auch das weiter beobachten....

Donnerstag, 23. Februar 2017

Wochenrückblick

 Langsam gehts wieder etwas aufwärts...

- gefreut: über samtige Hundeohren. Ich hab mich wieder mit dem äußerst höflichen, leicht schüchternen Punker und seinen zwei Hunden (wovon einer ja zu über 50% Wolf ist, deswegen heißt er jetzt hier Wolfsmann) getroffen. Wunderbare Zeit! Und da er beruflich sich auch um Hunde kümmert bin ich nun herzlich jederzeit eingeladen mal mit Gassi zu gehen, da hat er dann schon mal so 7 Hunde an der Leine. Uiuiui Volltreffer..da freu ich mich schon sehr drauf! An einem warmen Frühlingstag in der Natur mit vielen Hunden zu spielen und mich einem höchst interessanten Menschen zu unterhalten, sind schöne Aussichten!

- gelernt: was das Wort martialisch bedeutet. Ich wollte mein Tatoo entfernen lassen, weil ich es zu martialisch finde: zu kriegerisch, zu böse, zu rabiat....

- gefühlt: Innerlich beschäftige ich mich ja weiter mit meinem (derzeit nicht vorhandenen) Arbeitsleben. Und immer wenn ich Arbeiter sehe (Bauarbeiter in der Kälte, gelangweilte Kassiererinnen, Backwarenverkäuferinnen) und ich mir vorstelle, ich müßte das jetzt machen, falle ich in Panik und einem absolut riesengroßen Widerwillen.
Was das Thema Arbeit jetzt nicht einfacher macht. Inzwischen kann ich mich beruhigen, ich muss nur innerlich sagen: "schh...musste nicht machen...!".
Ich will nichts mehr machen, was ich nicht will. Also grundsätzliches. Ausnahmen bestätigen die Regel.
Als ich letztens in einem Film einen Holzschnitzer bei der Arbeit zusah, so allein im Kämmerlein, in sich versunken, mit praktischer Arbeit..da entspannte sich alles in mir...und "ohja..will ich auch!". Also nicht unbedingt Holzschnitzer werden, aber so: möglichst allein irgendwas vor mich hinwerkeln. Ich erinner mich an einen Kurzzeitjob bei einem Catering. 4 Stunden kleine Häppchen machen und Platten belegen/garnieren und Küche aufräumen. Da gings mir gut.
Nie wieder: Irgendwas mit Menschen! Da krieg ich schon Kotzeritis wenn ich das von jemand anderem höre!

- gedacht:


Naja bis auf das ich nicht viel zu tun habe. Aber im Bett war ich leider wieder viel zu oft und lange....

- getan: Die ersten 10km aufm Radl in diesem Jahr! Bei starkem Wind und lauen 18 Grad! Toll!

- gemerkt: nachdem mir ja langsam die Spaziergänge echt zu langweilig werden, hör ich nun dabei über Handy immer Radio. Meist erwisch ich bei so einem kleinen (Alternativ)Sender eine nette Reportage/Geschichte. Das ist super. Und hält meine Gedanken etwas in Schach.

APROPO Gedanken.
Das was ich mal so quer über "The Work" von Byron Katie las, sprach mich jetzt nicht sonderlich an. Mag schon sein, dass das hilfreich ist, aber für mich viel zu umständlich. Und die Frage: was wäre ich ohne diesen Gedanken? fand ich bis jetzt immer am bescheuertsten.
Hallo, nur das Denken hat uns da hingebracht, wo wir jetzt sind (im positiven wie im negativen Sinne) und überhaupt! Als stark introvertierte Person besteht mein halbes Leben aus der Hirnfickerei den Gedanken die ich mir so vielfältig und reichlich mache!!! *meine Gedanken ganz doll festhalte*!!!

Bis ich verstand wie das gemeint war...Gedanken die meine Angst schön hochpuschen (oh Gott ich zitter bestimmt gleich wieder und was denken die anderen über mich?) oder die mich schwächen (ich kann nichts!) wenn ich denen mit oben genannter Frage komm: Was wäre ich ohne dich? Macht sich sofort Entspannung und Leichtigkeit breit! Und interessanterweise hält das darüber hinaus auch ein wenig an!
Gestern ein wenig destruktive Gedanken erfolgreich vernichtet und heute völlig relaxt, bei mir bleibend durch München gelatscht.
Früher: Ich verfranse mich in den ängstlichen Gedanken, meine soziale Phobie ist extrem schlimm, ich hasse es aus dem Haus zu gehen. Dieselben Gedanken werden immer mehr...wie ein Schnellball zu einer Schneekugel wird.
Jetzt: Ich gebe diesem (vornehmlich ängstlich/depressiven) Gedanken durch diese Frage keine große Bedeutung mehr(oder wie es in der Meditation heißt: Gedanken vorbei ziehen lassen).
Der Schneeball zerfällt in tausen Schneeflocken und ein Hund vom Wolfsmann pinkelt oben drauf.
Die Gedanken denken sich also (Vorsicht jetzt wirds spooky! :-)) "och menno, wenn die uns keine Beachtung schenkt, is das ganze ja langweilig, kommt Jungs wir suchen uns jemand anderen."
Ich lasse mich von meinen Gedanken nicht mehr mobben!!!
Sondern schüttel mich kurz und schau was ich wirklich will. Ich glaube, dass dann das zum Vorschein kommt was so mancher "das wahre Selbst" nennt.
Ich komme in der Realität an und verfange mich nicht in irgendwelche Gespenster die mich daran hindern ein tolles Leben, so wie ich es will, zu leben!!!
Das ganz ist gerade sauspannend!

- besucht: da steht ein Pferd aufm Flur...äh nein, ein Schiff auf der Eisenbahnbrücke.
Ja München hat bald eine coole Location (Bar) mehr. Schon seit Tagen habe ich das mitverfolgt wie die MS Utting vom Starnberger See auf ein ausrangiertes Gleis gebracht wurde (mit Straßensperrung und Ampeln abmontieren ect.ein riesen Akt) gestern in der früh war es geschafft, das Ding steht:


Und noch von der anderen Seite:

Sieht jetzt halt nicht so hübsch aus, muss ja auch erst wieder hergerichtet werden. Aber is schon ne coole Idee.
Während ich so fotografierte gingen zwei junge Kerle an mir vorbei:
"Naja is schon ne nette Idee, aber lass da mal einen besoffenen an der Reeling stehn, der kotzt dann runter und genau dann fährt ein Cabrio mit offenem Dach unten durch!!"
Wie sagt der Bayer so gern: "Jaaa mei...."

-Sonst so? ich hab jetzt vorsichtig aufdosiert und nehme 3x die Woche 25 uq Jod. Also immer noch ein winziges Krümelchen. Letztens aus Versehen 50 erwischt, da hab ich aber abends Herzrasen und Hibbeligkeit.

-Aussicht: Geplant ein Kinobesuch und eine Travestieshow.
Und natürlich nicht-depressive Zeiten!

Mittwoch, 22. Februar 2017

Falscher Ansatz

Vor lauter rumliegen und rumsitzen tun mir die Beine weh. Also die Oberschenkel. Sie schreien regelrecht: Beweg mich! Dehn mich! Was ich dann soweit als möglich auch tue und das unwahrscheinlich gut tut.

Die letzten Tage habe ich es erst abends nach draußen geschafft. Eine kleine Runde spazieren gehen war das Highlight des Tages. Ich sehne mich sehr nach Bewegung in der Natur!

Als ich dann gestern die Treppen zu meiner Wohnung hoch stieg gratulierte ich mir, dass ich immerhin den Abwasch geschafft habe, einen mittelgroßen Einkauf, Wäsche abgehängt und Müll raus gebracht. Dann fiel es mir ein: Falscher Ansatz! Wenn es mir so schlecht geht und ich selbst zum sitzen zu schach bin, sollte ich mir gratulieren, wenn ich all das mal NICHT mache.

Nunja.
Ich übe und lerne ja weiterhin.

Dienstag, 21. Februar 2017

Es wäre so schön...

Heute morgen war ich einkaufen.
Im ganz normalen Supermarkt.
Da ich befürchte morgen die "Tafel" nicht zu schaffen. Das lange stehen, das reden "müssen" mit den anderen, die Uhrzeit und überhaupt.
Also habe ich im ganz normalen Supermarkt (u.a.) Mineralwasser mitgenommen. Eigentlich kaufe ich das nicht, weil ich es blöd finde. Es gibt Leitungswasser. Ich habe einen guten Wasserfilter. Warum also schleppen.
Aber manchmal gelüstet es mich eben nach Mineralwasser.

Zuhause angekommen trank ich eine Flasche (0,5 Liter) von dem Mineralwasser. Aus dem ganz normalen Supermarkt. Bei der Tafel gibt es eh kein Mineralwasser.
Es war als ginge ein Kopf in meinem Licht an. Ich fühlte mich wacher. Stabiler.
Ja, könnnte man da jetzt sagen, dann fehlte dir halt Wasser.
Ich fühl mich aber nie so "erwacht" wenn ich Leitungswasser trinke, sondern immer nur bei Mineralwasser!
Da ich derzeit eh so einen krassen Salzhunger habe, tippte ich auf Natrium. Das mir so gut tat.
Und dann passiert das, was mir in Depressionphasen immer wieder passiert und auch gut tut (und manchmal ist es auch wirklich so): ich denke: ah mensch, wenn ich nur genug Natrium, Zink, Magesium, und/oder Vitamin D zu mir nehme, geht es mir blendend und ich kann endlich durchtsarten, zu einem ganz normalem Leben!!!

Zum kleinen Teil stimmt das auch. Das habe ich schon öfters gemerkt. Aber zum anderen Teil vertrage ich einfach keinen Streß. Bin quasi allergisch darauf. Wie andere auf Blütenpollen Heuschnupfen bekommen, bekomme ich auf Streß (auch vermeintlich guter, das Gehirn kann das nicht so wirklich unterscheiden!) Depressionen.

Eigentlich nicht das verkehrteste (auch wenn es mir nicht gefällt).
Aber irgendwer sagt in mir: "ohweh! Bevor die jetzt so weiter macht und uns völlig ruiniert, ziehen wir mal lieber den Stecker! Dann kann sie nur noch ganz wenig machen."

Das andere was ich (leider) gern denke und mir weniger gut tut: Ich verhalte mich falsch. Ich tue das verkehrte. Ich muss nur anders werden, dann kann ich endlich durchstarten und ein ganz normales Leben führen!!!
Auch das stimmt nur zum Teil. Natürlich kann einiges an Verhaltensmuster wie Perfektion zu Depressionen führen, das zu lassen wäre schonmal recht hilfreich. Wenn ich denn könnte.

Ganz wunderbar hat das Yvonne geschrieben. Auch diese "uneltgeltliche Arbeit" wie jahrelang Eltern stabilisieren und den Wahnsinn zuhause überhaupt zu überleben, dass das auch sehr viel Kraft gekostet hat!!!
https://derkleinegemischtwarenladen.wordpress.com/2017/01/29/depressionen-gastartikel-von-yvonne/

Und hier gibt es weitere Artikel von depressiven über die Depression:
https://derkleinegemischtwarenladen.wordpress.com/category/depressionen-drueber-reden/

Die werd ich gleich selber lesen, mit einem großen Pott Kaffe und nachdem ich endlich mal Müll weggebracht und Wäsche abgehängt habe....
als musikalische Untermalung empfehle ich:
https://www.youtube.com/watch?v=DRwBsAUyhpw

Montag, 20. Februar 2017

Bitte nur leichtes!

Wenn ich mir vorstelle, ich hätte heute um 9h morgens ein Vorstellungsgespräch gehabt! URGS!
Zum Glück erahnte ich das schon am Freitag und sagte ab.
War jetzt auch nicht die weltbewegendste Stelle...

Nein im Moment geht nichts mehr.
Also nur das allernotwendigste: Körperpflege, Nahrungsversorgung (ich sehne mir eine Geschirrspülmaschine herbei!) und wenn es geht noch etwas Haushalt. Heute Wäsche, das ist jetzt nicht so anstrengend.
Ansonsten: Liegen. Schlafen. Nur ganz leichte Berieselung, weil alles was viel Konzentration benötigt, wie lesen oder puzzeln, schlicht nicht geht.

So eine Scheiße.
Das ich so üble Tage wieder haben würde, habe ich mir nicht gewünscht.

Samstag, 18. Februar 2017

gelöst

Das Magenbrennen  nervte nun wirklich sehr und wurde auch immer schlimmer. Einzig die Wärmflasche brachte kurz etwas Erleichterung. Medikamente hatten null Wirkung. Also war mir klar, dass es weniger an Entzündung oder Magensäure liegt, sondern einfach an Verkrampfung. Und dann fiel es mir siedenheiß ein: Buscopan! Das bekam ich doch Anfang des Jahres vom Doc. Und da dacht ich mir noch: brauch ich nicht, weil Schmerzen hab ich ja nicht.
Gestern also eine genommen und innerhalb von wenigen Minuten spürte ich wie sich ganz zart die ersten Nerven und Muskelstränge lösten...ahhh welch Wohlgefühl.
Die ganze Nacht hindurch gab es dann ein blubbern und gluckern und rauschen und knarren in meinem Bauch, aber eben weniger Schmerzen.
Toitoitoi, möge das den Teufelskreis endlich gelöst haben.

Und dann war ich heute schon in der Sauna. In meiner eigenen.
Was?
Ja!
Ich hatte mich letztes Jahr als ich soviel zum Thema Entgiftung las auch über die Infrarotsauna informiert. Das die da eben so gut helfen solle!
Normale Sauna vertrage ich gar nicht. Dampfbad geht schon eher, aber da sind die anderen Menschen ein Problem.
Nun is klar, dass so eine Infrarotkabine nicht billig ist. Ich fand aber bald zusammenklappbare, die sind schon günstiger als die aufgestellten aus Holz, aber immer noch um die 300,-. Und dann halt die Frage: vertrage ich das überhaupt? Es gibt hier schon in dem ein und anderen Hallenbad auch Infrarotkabinen, aber aus diversen Gründen schaffte ich es noch nie da rein.

Letztens also wieder mal geschaut. Ah die werden schon billiger. Und dann stolperte ich über ein Warenhaus bei e-bay das so ein Ding für 90,- verkaufte, weil innen eine kleine Naht angerissen ist (eine kleine unbedeutende Tasche) und der Originalkarton nicht mehr vorhanden ist. Ansonsten sei das Ding aber neu. Hieß es.
Also gekauft.

Nunja es ist aus China. Und so riecht es auch. Furchtbar chemisch, was jetzt auch nicht gesund sein kann. Seit 5 Wochen steht sie auf meinem Balkon zum auslüften, dazwischen hab ich sie ein paar mal auf höchster Stufe leer laufen lassen. Langsam verzieht sich der Geruch.

Ja und wie ist es?
Interessant. Weil es die Wärme einer Sonne hat. Die also direkt in den Körper reingeht. Man schwitzt relativ schnell, aber es belastet den Kreislauf kaum. Es sieht ein wenig ulkig aus, weil ich sitze, das riesen Ding um mich herum steht, aber der Kopf draußen bleibt.
Bis jetzt hatte ich immer die mittlere Stufe (also 3) bei so ca. 20 Minuten.
Das erste Mal probierte ich es abends aus. Dachte, danach bin ich schön erwärmt und entspannt, da kann ich sicher gut schlafen.
Dem war nicht so. Ich war hellwach, ganz klar im Kopf und wunderbar erfrischt! Was für mich ein Zeichen ist, dass diese Sauna meiner mangelhaften Entgiftung sehr hilft!.

Jetzt mache ich es also immer so:
Morgens erst ein wenig auf dem Trampolin springen, damit alles ein in Schwung kommt und die Lymphe angeregt werden.
Dann in die Kabine.
Danach lauwarm abduschen und mich für 10-15 Minuten halb liegend gut eingepackt ausruhen.
Danach bin ich fit und wach! Ganz wunderbar.

Ich schaue, dass ich es jetzt so 2-3x die Woche mache.
Es tut unglaublich gut und es stellt sich natürlich die Frage, ob ich mir nicht doch eine kleine Kabine aus Holz kaufen möchte (die kleinste Kabine braucht nur einen Platz von 90x90cm und ist ca 200cm hoch)
Das wären allerdings so ab 900 Euro....schon sehr viel Geld.

Freitag, 17. Februar 2017

Wochenrückblick

Diese Woche war etwas besser, aber auch sehr wechselhaft.

- geschaut: manchmal tut es gut was witziges zu schauen und wenn es nur "Fail-"Videos sind, natürlich nicht die wo sich ernsthaft jemand weh tut.

- eingefallen: schon lange suche ich ein neues Meditationsbuch. Ich lese seit Jahren die täglichen Sprüche aus *Kraft zum Loslassen*, sowas in der Art suchte ich. Fand nix passendes. Nun eingefallen, dass ich ja hier einen Seelenordner habe, in dem ich einfach Geschichten, Sprüche, Entdeckungen, Unterlagen aus Kliniken ect. lieblos abheftete. Der wird jetzt aufgehübscht. Dabei wieder entdeckt: wie beruhigend und heilsam es ist mit der Hand etwas abzuschreiben. Ich glaub auch deswegen liebte ich die Schulzeit (also nicht die ganze) so.

- Kopf geschüttelt: Weiter ein wenig zu Megnsium/Vitamin D gelesen. Dabei mehrmals über Beiträge von Männern gestolpert die u.a. ihre Ferritinwerte angaben: Alle über 70. Und unsereiner krebst mit den 25 rum (wir aber sehr langsam auch höher dank Tabletten).

- gedacht: Die vollverschleierten Frauen müssen ja einen irren Vitamin D Mangel haben! Wenn ich könnte wie ich wollte, würd ich gern solche Sachen die mich interessieren heraus finden. Indem ich solche Untersuchungen machen/organisieren würde.
Bei den Gedanken an diese Vollverschleierung ist mir noch so eine Frage eingefallen: ob es denn in diesen Ländern überhaupt einen Absatzmarkt für Lockenwickler (ect.) gibt?

- genossen: kann immer mal wieder die Trödelzeit genießen. Mich treiben lassen, ohne inneren Antreiber oder vermeintlichen Erwartungserfüllungen im Kopf. Tut sehr gut...

- wer sagt eigentlich das schnell gleich besser ist? Ich übe mich in Langsamkeit.

- geschaut: ich war auf dem One-Billion-Rising in München. Erschreckend wenig Leute waren da...Vor 4 Jahren war da richtig was los.

- wieder gemerkt: 2 Tage ohne Mittagsschlaf und ich bin am Ende. Von gestern auf heute 12 Stunden durchgeschlafen. Trotzdem bin ich weiterhin sehr schwach:
- gehört: kraftvolles Lied:
https://www.youtube.com/watch?v=ApvuHIuNlsI&list=RDalXaIc8iv3w&index=16

- gekauft: In einem sehr alten (und sehr vollen) Bücherladen (nicht einer von den sterilen Filialketten, sondern da hat der Chef noch selber an-und verkauft) ein Buch gefunden: Der gehemmte Mensch. Von 1940. Das ist noch eine ganz adere Schreibe. Viel menschlicher und mit mehr Herzblut.  Nicht diese fachmännischen, abgehobenen, überheblichen Monologe was man heute so zu lesen bekommt. Hab mal ein wenig nach dem Autor gesucht..manche sagen, lieber essen sie eine Streichholzschachtel als dieses schwerfällige Zeug zu lesen (hmm..), andere verweisen auf die 1.Auflage (ich hab die 2.) in der sehr wohl noch von Nazi-Prinzipien zu lesen war, die dann aber mühsam umgeändert/gelöscht wurden, auch hier: http://www.psychologie-guide.de/harald-schultz-hencke-gehemmtheit.html
is nicht sooo erfreuliches über das Buch zu lesen, wenn der Autor das so wirklich schrieb (ala derjenige muss sich ja nur anstrengen, nicht so bequem sein ect. fliegt das Teil in hohen Bogen in Papiercontainer)
 leider ist hier der Ton ähnlich: http://www.beobachter.ch/leben-gesundheit/psychologie/artikel/koni-rohner-zu-gehemmtheit_bin-ich-faul-oder-verklemmt/# (schon der Satz lässt kotzen: Deshalb sind krankhaft gehemmte Menschen auch kein Gewinn für die Gemeinschaft.
Na ich werd mal weiterlesen...und ich bekam den Schwarten für 5,- während man im Netz schon mal 50,- dafür zahlen "darf".
Dafür wurde ich auch gleich in ein Gespräch verwickelt (wär in der sterilen Filialkette nicht passiert) dass davon (zeigte auf den Titel) bei mir ja nicht die Rede sein könne...woraufhin mir natürlich prompt heiß wurde und ich mich schnell vom Acker machte....

gegessen: Bei frühlingshaften Temperaturen in der Sonne: Erdbeeren mit frischer Sahne. Würd ich mir jetzt ja niemalsnie kaufen, gabs aber bei der Tafel.

Gedanken zur Depression:
- gefunden: http://nora-fieling.de/wie-ich-aus-meiner-letzten-depression-kam/
auch ich bin momentan wieder sehr in dem "du musst" "das erwartet man von dir" "du sollst" gefangen. Was aber wenn mir auch nach 3 Wochen im Bett wäre? Ich will das jetzt nicht diskutieren, ob das gut ist, einzig DAS es mal ein Arzt empfahl find ich schon heilsam.
Dazu passt wieder mal Bütler:

  Die depressiven Menschen haben sich von sich selbst entfremdet. Es ist Ausdruck der Selbstentfremdung wenn ein Mensch nie bei sich ist, nicht weiß wer er ist, was er empfindet oder will. Nur da sein in Bezug auf andere, nur wahrnehmen und intuitiv erfassen, was die anderen wollen, ist ebenso Ursache der depressiven Entwicklung wie das Resultat der Selbstentfremdung. Ein solcher Mensch lebt nicht wirklich, nimmt sich nicht wirklich wahr, oder dann, wenn er in sich hinein schaut, erkennt er nur eine Leere, ein Nichts oder dann bestenfalls ein Mischmasch von Gefühlen, Spannungen und diffusen Schuldgefühlen.
Deshalb ist einer der wichtigsten, wenn nicht sogar der wichtigste Teil des Heilungsprozesses: Zu sich kommen – bei sich bleiben – Gefühle ernst nehmen und verstehen.
Die Echtheit und Ehrlichkeit der Gefühle ist die Legitimation, auf sie zu hören und sich auf sie zu verlassen. Je mehr die depressiven Menschen auf ihre Kopfstimme hören, dem Verstand und seine Argumenten vertrauen, umso weiter weg sind sie von ihren Gefühlen und von sich selbst.
Die Kopfstimme ist bei depressiven Menschen schneller als die Gefühle und das Handeln ist schneller als der Verstand. Diese Rangordnung umzustürzen, diese eingeschliffenen Mechanismen zu durchbrechen, darum geht es.“


Die erlernten Überforderungsmuster der Depressiven:


1. Depressive Menschen sind ständig bestrebt, die tatsächlichen oder vermeintlichen Erwartungen anderer zu erfüllen. Müssen und nicht wollen ist ihre Lebensdevise.
2. Depressive Menschen sind ihr Leben lang bemüht, allen alles recht zu machen. Sie „müssen“ alles tun, ihre eigenen Erwartungen und die der anderen erfüllen und zufrieden stellen.
Eine Zufriedenheit mit sich selbst gibt es nicht.
3. Ihre ganze Aufmerksamkeit ist auf andere ausgerichtet. Was in ihnen geschieht, sehen sie nicht, was sie fühlen, zählt nicht und wer sie sind, wissen sie nicht. Sie geben sich keinen Wert und keine Bedeutung.
4. Sie stellen sich laufend in den Hintergrund, übergehen und vernachlässigen sich.
5. Sie überfordern sich chronisch mit übersteigerten Anforderungen an sich.
6. Sie überfordern sich, in dem sie ständig über ihre physischen und psychischen Grenzen gehen und sich damit schwächen und verletzen.
7. Immer und überall fühlen sie sich verantwortlich, ohne je vor sich genügen zu können.
Dies alles machen sie ohne Selbstvertrauen, ohne sicheren Boden unter den Füßen.

Das zermürbt. Und lange mag dies gut gehen, die latente Depression wird geahnt aber wie alles an sich selbst, nicht ernst genommen. Bis der totale Zusammenbruch kommt, in dem nichts mehr geht, die manifeste Depression ist da.

Immer geht’s ums 'müssen' nie ums 'wollen' und dieses 'müssen' passiert von ganz alleine, ohne das man sich gefragt hat, ob man dieses oder jenes tun will, man agiert und springt sofort und tut und macht, es ist wie ein Zwang.

Der Ausstieg geht nur über das Verstehen und Verändern eben dieser Muster.
Das ist mühsam und hart, denn man spürt sich selbst gar nicht richtig, man muss lernen auf sich zu hören und immer bei sich zu bleiben. Kleine Brötchen sind nun zu backen, aber die schmecken ja auch und nähren.

Aussage einer Betroffenen:
„Ich kümmere mich jetzt um mich und damit habe ich genug zu tun. Jetzt bin ich dankbar, dass mir die kleinen Schritte gelingen, auch wenn die anderen meinen, dass ich nichts tue und dass sich bei mir nichts bewegt.
Was ich mir immer vornehmen muss, ist genau zu spüren, was ich will und wie es mir geht. Das ist anstrengend und macht mich manchmal auch ungeduldig und unzufrieden, dass es nicht automatisch passiert, dass ich mich immer so sehr drauf konzentrieren muss.“

Im Sichspüren im Hier und Jetzt verändern sich die depressiven Muster. Und jede Veränderung so schwierig sie im Moment auch erscheint, gibt eine innere Zufriedenheit und das Gefühl der Stimmigkeit.

Und nur um das geht es:
hinhören und spüren, was im Moment möglich ist und was sie sich im Moment zutrauen. Nur das machen und sich soviel vornehmen, wie sie spüren, dass es im Moment richtig ist.
Diese Anstrengung wird gern umgangen: Man nimmt Tabletten und ist schnell wieder fit und funktionsfähig.
Und gut drauf. Mehr wollte man doch gar nicht.
Aber merke: Der Körper und die Seele lassen diesen weiteren Raubbau an sich, nicht mehr zu!
Irgendwann kommt die Rechnung.

(aus dem Buch *Endlich frei* von Giger-Bütler)

Die Kraft reicht nicht mehr zum Sichaufraffen und um sich in gewohnten Gleisen zu bewegen.
Der Kopf will vielfach noch, lehnt sich auf, aber der Körper reagiert nicht mehr....wenn die Überforderung zu nachhaltig und die physische und psychische Belastung zu groß wird, dann greift irgendwann einmal die Erholung nicht mehr...
die Müdigkeit ist immer existenziell und lebensbedrohlich. Sie ist so sehr verknüpft mit dem Gefühl vom Abgrund, vom Ende und irgendwann einmal so klar mit der Einsicht verbunden "jetzt kann ich nicht mehr, jetzt geht nichts mehr".…

Ich kann dieses Buch wärmstens empfehlen. Und das tue ich. Immer wieder.
Deswegen werde ich dieses Wochenende "bütlern": in mich hören: was will ich wirklich? Jetzt in diesem Moment? Und was meine ich nur tun zu müssen, weil...

Wie meinte eine frühere Freundin mal: "ich will mich als Beziehungswesen erleben. Eine gute Beziehung zu mir selbst aufbauen. Wenn ich mich aber immer selbst ignoriere und mich dicht mache (Anm. von mir: das müssen keine stofflichen Süchte sein wie Alkohol, Zigaretten, Drogen, Zucker, generell Essen, sondern auch Aktionismus - nie nur Ruhe kommen, PC-, Kauf- oder Beziehungssucht, sich ständig mit was anderem außer sich selbst beschäftigen) kann ich ja nie spüren wonach mir ist und was ich will.
Wenn mich mein Partner so behandelt, wie ich mich selbst, hätte ich ihn schon längst verlassen..."

Diese Freundin schenkte mir das Buch (auch von Giger-Bütler) "Sie haben es doch gut gemeint". Ich hätte mir das Buch NIE selber gekauft, weil sich bei dem Satz mir alle Eingeweide umdrehen (zuoft in Bezug auf meine Eltern gehört).
Blöderweise geht es in dem Buch auch viel um Familie/Kindheit, was meinen Widerwillen nur verstärkte.
Bis ich es nach Jahren schnallte: Der Autor meinte mit dem Satz die Depressiven!!! Die richten sich imemr nach anderen, machen und tun "weil sie es ja nur gut meinen" und sich dabei selber schaden.
Es wird also nichts beschönigt, verharmlost wo es um Mißbrauch ect. geht, wie ich immer dachte.
Ja auch ich habe es nur gut gemeint, in dem ich wirklich glaubte meine Mutter vor dem Alkohol und üblen Männergeschichten retten zu können oder meinem Vater vor seiner Einsamkeit. Ich dachte wirklich ich könne die Familie retten. Ich wollte das alles wieder gut wird.
Deswegen habe ich all die für mich schädlichen Verhaltensweisen angewandt...

Donnerstag, 16. Februar 2017

Check-up Teil 2

Heute also nun der letzte Teil vom ärztlichen Check-up und noch kurzes Nachgespräch.
Wie erwartet, auch EKG und Gewicht ok, Blutdruck niedrig (wobei der dort für meine Verhältnisse hoch war!).
Da saß ich also kurz vor Tränenausbruch, weil heut irgendwie alles a bisserl viel war.
Er wisse ja, fängt der Doc an, dass ich da so meinen Rucksack mitschleppe...
Ob denn absehbar sei wann es besser wird? Was sagen denn die anderen Ärzte und Therapeuten?
Ach
ach
ach
da wird mir wieder klar, wie wenig Ahnung der Herr von psychischen Problemen hat.
Wie geil wäre das denn, wenn man die Depression ausheilen könne wie ein Furunkel am Arsch.
Er versucht mich aufzuheitern, dass wenigstens er gute Nachricht hätte, ich sei ja sowas von gesund. Ob mich das vielleicht etwas freue?
Ich lächle. Schief. Sehr schief.

Kurz davor mit der Arzthelferin, die ich sehr mag und wir immer nett plaudern (auch sehr schnell sehr persönliches auch von ihrer Seite), kamen wir blöderweise auf das Thema Arbeit. Warum ich nicht arbeiten könne?
Ja äh genau...warum denn eigentlich?
Ach
ach
ach
wenn das so einfach zu beantworten wäre...
weil ich manchmal stündlich von Langeweile zur absoluten Überforderung pendle, zwischen Euphorie und Verzagen und zwischen Kraft und totaler Erschöpfung.
Weil ich alle Hände voll zu tun habe den ganz normalen Alltag zu schaffen, wie Finanzen, Selbstfürsorge, Körperpflege, Haushalt, gesundes Essen kochen, etwas Sport und wenn es geht mal ein klitzekleines Vergnügen..achso und dass mein winziges soziales Umfeld nicht noch ganz wegbricht.
Das mich oft genug Depression und Angstgefühle dermaßen lähmen...
dass das was für andere normal ist, für mich oft unüberwindbar ist...
weil ich extreme Panik vor Fremdbestimmung und Machtlosigkeit habe...
weil halt!

Gestern bei der Tafel..von allen Ecken schallt es mir entgegen wie gut ich doch ausschau und sooo erholt!!!
Meine Güte da ist man mal 2 Stunden in der Sonne, schminkt sich etwas und schon seh ich aus wie das blühende Leben...
ich konnt aber auch schlecht sagen: "ja meine zerfetzte Seele sieht man eben nicht!!!". Wär dann doch etwas ala Dramaqueen...
Jedenfalls winkt mir H. zu.
H. ist Mitte 50,  ein saunetter Kerl, urkomisch und urbayrisch. Wir ratschen und lachen immer und wenn es nur ein Satz ist. Dass das Leben auch ihm hart zugespielt hat, merkt man erst wenn man ihn etwas näher kennt. Körperlich ein Wrack, zusammmengeschustert an allen Ecken und Enden, seit Jahren in H4.
Er zeigt mir, dass ich ihm folgen soll, wir gehen vor die Tür...er kramt in seiner Tasche, zaubert eine Schachtel Duplo hervor, gibt sie mir,  grinst mich schelmisch an..."ach weil doch gestern Valentinstag war!"
Ich bin baff. Die Augen werden feucht. Ich freu mich riesig.
So ein großes Herz in so einem kleinen Mann :-)

Dienstag, 14. Februar 2017

Check up!

Ehrlich gesagt hab ich den Check-up beim Doc nur fürs Bonusheft der Krankenkasse gemacht, weil es dann Geld gibt.
Ich geh nicht gern zum Arzt und außerdem weiß ich ja das ich das altbekannte Lied zu hören krieg: "Mei san Sie gsund!".

So auch gestern. Auch wenn ich erst die Hälfte durch hab (aber ich bin mir sicher, dass der Rest auch ok ist) sang mir mein Hausarzt das altbekannte Lied vor.
"Mei so a gsunde Leber hab i scho lang nimma gseng" (Ultraschall den Bauchraumes) und "ihre Blutwerte, alle top!"
Ich nickte nur.
Ich hatte weder die Kraft, physisch nicht, da noch nüchtern und psychisch auch nicht wegen übelstem Deprianfall, zu sagen:

"Nu hören Sie mir mal gut zu...dass es mir schrittweise besser geht, hat einzig allein damit zu tun, dass ich mich selbst informiert und vieles ausprobiert habe. Nie hat ein Doc mir mal geraten hochdosiert Magnesium zu nehmen und zwar als Mg-chlorid über die Haut, nie nannte mir mal ein Arzt chronische Histaminintoleranz (auch diesen Gentest hab ich selber bezahlt), nie erwähnte mal einer den Vitamin-D-Spiegel oder gar von einer Glutensensitivität (obwohl einer der Ärzte einen Sohn mit Zöliakie hat!)! Von niedrigem Ferritinwert will ich mal ganz schweigen....!"

Ich weiß, dass es keinen Sinn hat. Der gute Mann geht in 10 oder 15 Jahren in Rente. Oder früher. Oder später. Der hat eine übliche Dorfpraxis. Der behandelt jeden Tag Diabetes. Krebs. Erkältungen. Übergewicht. Herzkrankheiten. Sowas handfestes eben. Das was man entweder auf den ersten Blick eh schon erkennt, spätestens aber auf den zweiten im Blutbild.

Trotzdem bin ich froh ihn zu haben. Langsam gewinne ich Vertrauen zu ihm. Er nimmt mich ernst. Begegnet mir einigermaßen auf Augenhöhe. Ließ noch nie nen doofen Spruch ab. Fragt nach. Kann auch humorvoll. Und ist achtsam bei körperlichen Untersuchungen (wo er weiß dass das purer Streß für mich ist).
Das ist nicht selbstverständlich in dieser Berufsgruppe.
Und ich schätze das sehr.

Wir kommen noch kurz auf das Magenbrennen, weswegen ich vor kurzem bei ihm war zu sprechen.
Hm etwas besser aber noch nicht gut. Er verschreibt mir nochmal die Magensäurehemmer von denen ich ihm sagte, dass die nicht helfen. Er meint, ich solle eine höhere Dosierung ausprobieren.
Ich sage nichts, verdrehe innerlich die Augen, denke nur, dass am besten die Wärmflasche und lockere Schonkost (also nicht die ganz strenge) hilft, nehme das Rezept (das ich nie einlösen werde) will heim.
Hier raus.
Frühstücken.
Von weitem sehe ich das knallvolle Wartezimmer.
Bravo, da muss ich jetzt durch.
Ich schalte auf Augen zu und durch, schnell zu meiner Jacke, ich komme bei der Garderobe an, schaue hoch und meiner Ex-chefin die mir vor einer Woche kündigte direkt in die Augen.
Na bravo.

Montag, 13. Februar 2017

Wir tanzen und lachen und trommeln

Morgen ist nicht nur Valentinstag an dem leider viel zu viele Männer die vorher ihren Frauen und Freundinnen Gewalt angetan hatten sich mit einem billigen Blumenstrauß und etwas Schokolade wieder einschleimen wollen (ich bin leider auch schon rein gefallen) sondern es ist auch der One-Billion-Rising-Tag.

Frauen gehen auf die Straße und zeigen sehr deutlich wie sie gegen Gewalt, Unterdrückung und Manipulation sind. Aber auf eine friedliche Art. Auf eine schöne, kreative, machtvolle und kräftige Art! Mit Musik und Tanz und ganz viel Buntes!

Das ist die einzige Demo die ich mag, weil es eine gute Energie verströmt!
Geht hin! Schaut es Euch an! Überall auf der Welt!
Uhrzeit und Orte seht Ihr hier:
 http://www.onebillionrising.de/

Wenn Ihr nicht hingehen könnt, vielleicht schafft Ihr es zuhause (oder wo immer ihr seit) kurze Zeit Eure Energie zu spüren, denn die haben wir Frauen sehr wohl!
Vielleicht findest Du eine kleine Handlung die Deine Liebe zu Dir stärkt. Vielleicht kannst Du etwas tun, was Dich in Deine Kraft bringt.
Ein Lied singen, laut STOP rufen und das passende Handzeichen dazu, Dich schön machen (für Dich!), Dich körperlich aufrichten und sagen: ich darf mich groß machen, visualisiere einen goldenen Lichtstrahl um Dich herum, der Dich schützt, denke an Frauen die Dir halfen, die Dich mögen, tanze und finde Dich einfach ganz wunderbar, mache ein kleines Ritual das Du magst, gehe liebevoll mit Dir um, sei für Dich da! Du bist wertvoll!

Du hast ein Recht auf Deine Grenzen, auf Deinen Körper, auf Deine Gefühle und Gedanken!
Nur Du weißt was gut für Dich ist! Stehe zu Dir!
Lasse Dir Deine Selbstachtung nicht von keinem Menschen nehmen!

Heute gelesen:

In der Intimität mit deiner Seele ruhend (ich nenne es einfach: gut im Kontakt mit sich selbst sein), entwickelst du eine Souveränität, die dich in die Lage versetzt, mit Menschen, Dingen und Umständen so umzugehen, wie du es dir eigentlich wünschst, aus deinem Herzen heraus.
Safi Nidiaye, "Der Zauber der Intimität"


Hüte Dich vor Menschen, die es nicht ertragen können, wenn Du mit Dir im Kontakt bist und Dich daran hindern woll!

Ein guter Artikel, wie scheinbar unsichtbar (sexuelle) Belästigung daher kommt:
http://www.bento.de/gefuehle/sexuelle-belaestigung-warum-ich-mich-daran-gewoehnt-habe-1137354/#ref=recom-outbrain


Paß auf Dich auf!

Sonntag, 12. Februar 2017

Ich liebe...

mein Trampolin!

Gut ein halbes Jahr habe ich es nun schon und es ist weiterhin 3-4x wöchentlich im Einsatz.
Mal sanftes schwingen, mal strammes walken/joggen, mal tänzelnd zu Musik, manchmal nehme ich noch gefüllte Wasserflaschen als Hanteln dazu.
Alles einfach, nicht besonders anstrengend, aber mit erfreulichen Auswirkungen!
Zum einen gibt es schlagartig gute Laune, sobald ich leicht zu schwingen anfange.
Und zum anderen wurde mein Körper stabiler. Ich bin zwar schon immer sehr schlank, aber wenig muskulös.
Ich will jetzt auch kein Muskelpaket werden, aber das feste stehen auf beiden Beinen tut gut, die Kraft mal einen Sprint hinzulegen (also im Moment nicht) gibt auch innere Sicherhei und die Oberarme sind fester, da sieht man schon paar "Muckis" ;)
 Das wichtigste aber: der ganze Rumpf und Bauch (!) ist viel fester, ohne mühseligen ätzenden Sit-ups!
Ich hatte immer Probleme mit meinem Rücken. Sowie ich die 1,70m überschritt (es wurden dann insgesamt 1,83m) musste ich zur Krankengymnastik: Rundrücken.  Nicht so dolle für das Selbstwertgefühl einer 12-jährigen. All die Krankengymnastik schadete mir seelisch, körperlich brachte es gleich null.

Nur mit viel Kraftaufwand konnte/kann ich gerade sitzen.
Stehen geht leichter, aber auch da Falle ich gern "vornüber". An psychisch schlechten Tagen besonders, wenn ich in meiner Größe auch nicht gesehen werden will.

All das bessert sich. Ich gehe viel aufrechter. Was auch mein Selbstwertgefühl steigert (siehe Cesar Milan der ängstlichen Hunden schonmal den Kopf oder die Rute hebt)!
Letztens stand ich an einem Aushang und las die Infos. Eine Bekannte kam dazu, wir plauderten: Sie sagte: "ich hab dich gerade gesehen, du gehst so schön aufrecht, so ganz elegant und gerade!"

Ein schöneres Kompliment hätt sie mir nicht machen können.

Samstag, 11. Februar 2017

Schongang

Es sind mal wieder Hühnerschritte angesagt.
Am besten geht liegen und atmen und NICHT drüber nachdenken.

Dass die Nebennierenschwäche wieder da ist merke ich an vermehrten Salzhunger (gestern mittag eine kleine Schüssel Chips verdrückt), Lakritzhunger und dass die "Tage" unterbrochen sind. Heißt ich hab mittendrin mal einen Tag Pause und dann geht es wieder los.

Was geht ist ein wenig lesen. Dazu fand ich von Melody Beattie (von der ich das Tagesmeditationsbuch und die Coabhängigkeitsbücher liebe) wieder ein Buch: Nimm dich endlich, wie du bist. Es ist eher eine Geschichte von ihrer Reise nach Afrika. Kein klassisches Selbsthilfebuch. Gut zu lesen.
Ich übe mich also wieder mal gerade drin diese extreme Schwäche anzunehmen. Ich weiß woher sie kommt, ich weiß was ich tun muss damit es mir wieder besser geht. Bloß die Geduld die ist dünne geworden....

Weil ich mich grad intensiv (wieder) mit Magnesiummangel befasse. Bei den Schüsslern Salzen (von denen ich in dem Falle nicht viel halte) steht bei Nr. 7 Magnesium phosphoricum:
 Ich muss nicht mehr können, als ich in mir vorfinde. Aber ich werde verbessern, was mir möglich ist.
Na wenn das nicht mal mein Leitsatz ist.



Freitag, 10. Februar 2017

Wochenrückblick

 Weiterhin sehr schwierig. War so heftig wie schon lange nicht mehr getriggert...

- wieder entdeckt: Kirschcola! Ich trinke sehr selten Limonade, das gabs als Kind nur zu besonderen Gelegenheiten und so handhabe ich das bis heute. Aber die Kirschcola ist schon sehr lecker....

- gedacht: wenn Tiere zittern, apathisch rumstehen, nicht essen wollen....gibt man ihnen Magnesium!
Dem Menschen Psychopharmaka!
Dabei fehlt ihm auch oft Magnesium!
Außerdem hilft es auch sehr beim Histaminabbau!

- gehört: tolle Frauenmusik! Stark, authentisch und wunderschön. Dazu ein toller Hippielook, i love it!
https://www.youtube.com/watch?v=Bmr5rdaemYk&index=11&list=RD04fEWQOwUD4

 - gekündigt: etwas sehr überraschend wurde mir mein fast perfekter Ultra-Mini-Job gekündigt (die Gründe lagen nicht bei mir). Genau in einer extrem angespannten Situation. Interessant war dann das "nicht fühlen" das ich dieses Mal sehr bewußt wahr nahm. Ich dachte die ersten 2 Tage: is okay. Am 3.Tag erwischte mich aber schon morgends noch vor dem Frühstück die tiefe Traurigkeit. Dieser kleine Job gab einfach Halt, hielt mich am Boden, weil 1.die Tätigkeit mich gut erdete und 2. ich dort regelmäßig auftauchen "musste" und somit etwas Struktur hatte. Ich ging gerne dort hin und das schöne Gefühl Freitagmittag auch nach hause gehen zu können, nach getaner Arbeit werde ich schon heute vermissen. Erst der letzte Grund ist dann wirklich: das fehlende Geld. Aber das wirklich nur am Rande. Wobei ich jetzt wieder beim finanziellen Status sehr knapp bin, wo ich doch nun endlich auf nur knapp wechseln wollte :/
Es ist zum Heulen, immer wenn ich mir mühsam Säulen in mein Leben baue, krachen die bald wieder ein.

Interessanterweise bekam ich am nächsten Tag von einer Bekannten mit, dass sie was wüßte, wegen neuem Job. Erst zugesagt, da aber in einem völligen Gefühlswirrwarr kurz danach wieder abgesagt. Muss das erstmal sortieren bevor was Neues kommt.

- gemacht: alle paar Jahre is mir nach einem Puzzle. Also mal wieder eines gekauft und angefangen. Wenn es fertig ist, hab ich endlich meine Holzhütte in den Bergen! Phantasie ist eben alles.

- gelesen: Guten Artikel über die Langeweile. Mein persönliches Fazit: Langeweile ist aller Laster Anfang!

- Aussicht: grau-in-grauer Februar...Deswegen hab ich mir heut Blumen gekauft! Alles was grad irgendwie den Tag angenehmer macht ist erlaubt, deswegen gibt es auch gleich noch einen Obstsalat mit Kokosraspel und Sahne. Und Couch und möglichst wenig Anstrengung.

Donnerstag, 9. Februar 2017

Zurück!

Hallo Blog!
Hallo Leser!
Hallo Internet!

Ich bin zurück im alten Haus.
Es hat mich damals vor einem Jahr schon geärgert, dass ich diesen Blog schließen musste, aus den selben Gründen wie jetzt.
Zum Glück habe ich den nie gelöscht, es wäre zu schade gewesen...6 Jahre Begleitung durchs Leben...

Ich lass mich nicht vertreiben, sondern denke an den Spruch:
Wer lauschet an der Wand, hört seine eigene Schand!

Es geht weiter....

Freitag, 3. Februar 2017

Wochenrückblick

Lieblingsbilder der Woche:

https://bp.langweiledich.net/CDXXXII/LangweileDich.net_Bilderparade_CDXXXII_68.jpg

Einfach mal die Sonne aufn Arsch scheinen lassen:
 https://www.langweiledich.net/bilderparade-CDXXXII/#CDXXXII_12

nervig: Magen ist wieder schlechter geworden. Kein Wunder bei dem Ärger.

nervig 2: total histaminknülle. Auf einer Sklala von 1-10 (1 steht für superfit und 10 den Tag nur schläfrig im Bett verbringen) bin ich bei 9. Alles schwer wie Blei. Es kommt wohl einiges zusammen: Ärger wegen altem Blog bzw. das was sich mal Freundschaft nannte, Wetterwechsel und Magenentzündung. Normalerweise hilft ja viel Vit C als Ascorbinsäure. Tut halt nur dem Magen nicht so gut.

nervig 3: haste keine Arbeit, mach dir eine: Geöffneter, 3/4 voller Sahnebecher aus einer Höhe von ca 1 Meter fallen lassen. Ich nannte es einfach KUNST!

Gehört: "wenn man etwas nicht mag, ist weniger davon besser!" auf die Antwort warum er den am dünnsten besiedelten Ort an der Küste ausgewählt hat.

Tolle informative Seite über PTBS:
http://ptbs.blogspot.de/

gefreut: trotz ziemlichen getriggert sein und Wut und überhaupt alles scheiße, ziemlich gute Selbstfürsorge, statt Selbstschädigung, hinbekommen. Juhu!

Mittwoch, 1. Februar 2017

Schuldenfrei

Also fast.
Aber das eine, das fast letzte Konto ist nun ausgeglichen.
Schulden abbezahlt.
Welch schönes Gefühl!
Monatlich wieder mehr Geld zur Verfügung zu haben, bzw. für etwas Schönes sparen.
Eigentlich wollte ich am Tag der Schuldenfreiheit einen Champagner aufmachen. Der steht hier schon länger rum, hab ich mal geschenkt bekommen.
Aber jetzt ist mir gar nicht danach. Auch ok. Ich freue mich einfach.
Und trinke den Schampus dann, wenn ich mal Lust drauf habe