Mittwoch, 18. Januar 2017

Alternative Alternativen

Manchmal sticht es mich und dann bin ich Feuer und Flamme für Alternativen.
Sei es der andere Wohnstil, die andere Lebensweise, die Körperpflege (wobei ich da doch einiges in den Alltag hinüber gerettet habe), so sparsam als möglich leben....meist geht es schon so in Richtung Öko und Hippie.

Manchmal reicht es mir, wenn ich dazu Videos sehe, Bücher drüber lese und manches probiere ich auch selbst aus (Haarwäsche mit Heil oder Lavaerde ein Desaster!).

Da recherchiere ich und brenne für ein neues Thema!

Diesmal ist meine Waschmaschine dran.
Ich weiß nicht mehr wie ich drauf kam. Jedenfalls gefiel mir die Idee mit einer Handkurbelmaschine zu waschen sehr.
Ohne Strom! Welch Ersparnis! Ich hab ja Zeit und inzwischen auch die Kraft dazu.
Why not.
Ich erstand ein Modell beim bekannten Online-Auktionshaus. Leider machte ich da den ersten Fehler: Ich achtete nicht drauf, ob das Ding einen Abfluß hatte. Hatte es nicht. Was das ganze zu einer riesigen Panscherei machte.
Also ging es zurück. (Zum Glück mit Rückgabemöglichkeit, soviel Hirn hatte ich dann wohl doch).
Also schaue ich weiter, nach einem günstigen Teil mit Abfluß.
So dringend ist es ja nicht.
Und meine Waschmaschine funktioniert ja zum Glück!

Also las und klickte ich mich mal so durchs Netz wie man Energie sparen und trotzdem saubere Wäsche haben kann (zur Info: Thema Waschnüsse hatte ich schon vor gut 10 Jahren, war nicht wirklich überzeugend und ist inzwischen auch mehr als schädlich. Und zwar für die Leute in Indien, die die Dinger dringend brauchen, aber nun fast nicht mehr bezahlen können, weil wir meinen die benutzen zu müssen um die Umwelt zu schonen. Während wir mit dem SUV, also ich nicht, selbst die 500m zur Post fahren.!).

Ich nahm meine Betriebsanleitung der WaMa zur Hand und staunte. Über 50 Liter braucht die pro Waschgang? Ganz schön ne Menge...
Wieso hab ich nie die Eco-60Grad-Taste genommen? Die spart über die Hälfte an Strom (!).
Kurzwäsche verbraucht viel Wasser und oft auch mehr Strom! Interessant...
Und wieso nehm ich nie die 30 Grad-Wäsche? Sondern immer nur die 40er?

Es arbeitete in meinem Hirn. Wir sind so auf Sauberkeit aus, dass wir meinen jede Mikrobe vernichten zu müssen. Dabei sind ja nicht alle schädlich und nicht jeder Schmutz macht gleich krank.

Jetzt bei den Minustemperaturen kommen Pullis und Jacken zum lüften raus. So lang wie möglich. Duftet herrlich danach!
Ebenso die Daunenbettdecke, in der sich ja auch alles mögliche tummelt, das friert dann ein. Auch zögert es den Wäschwechsel um ein paar Tage hinaus.

Wie dreckig ist meine Wäsche wirklich? Wenig Flecken, meist Hautschuppen, etwas Schweiß, ich bin viel zuhause, habe kein Tiere und Kinder...reicht da nicht auch mal die 40 Grad Wäsche für Handtücher (außer ich war mit denen im Hallenbad!) und Unterwäsche zwischendurch?

Es macht Spaß mich damit zu beschäftigen, Neues zu lernen und mein Verhalten zu ändern.
Denn: Strom ist teuer und nach der letzten Ablesung habe ich gesehen, dass ich zwar genauso viel Strom wie im vorherigen Jahr verbraucht habe, aber mehr Einsparungen gehn immer...
und das seh ich sportlich.

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