Dienstag, 31. Januar 2017

Schildkröte äh Drüse!

Gefunden:

Betroffene haben dabei häufig das Gefühl, gleichermaßen von Symptomen einer Schilddrüsenunterfunktion bzw. –überfunktion betroffen zu sein. Besonders, wenn die Schilddrüsenwerte keine Auffälligkeiten zeigen, sollen an Magnesiummangel in Betracht gezogen werden.

Meine Worte, wie oft hab ich gesagt, dass ich das Gefühl habe meine Schilddrüse wechselt manchmal von Über zu Unterfunktion und weider retoure.
Jetzt ja beim Arzt gewesen, weil im Bereich der Schilddrüse immer wieder alles brennt. Ultraschall unauffällig. Er macht mal Blutbild ob der Entzündungsmarker was anzeigt.
Ok.
ch rufe später nochmal in der Praxis an: Werden auch die Schilddrüsenhormone getetstet? Muss sie den Chef fragen. ARGH. Das ist so ein Geizkragen...

Ich vermute eh, dass das brennen im Hals weiterhin vom  Magen kommt. Deswegen sooft wie ich dran denke: Wärmflasche drauf. Entspannt wunderbar. Und ist fast gratis.

Freitag, 27. Januar 2017

Wochenrückblick

Naja also 90% der Woche war echt scheiße.
Aber mei, soll es wohl auch mal geben (dürfen).
Da war die langsame Genervtheit von dem Dauerfrost und Eis wohl das kleinste Übel...

Gestern abend fiel mir siedenheiß ein, dass ich die Magnesiumeinnahme in letzter Zeit ziemlich vernachlässigt habe (nehme ja das Chlorid mit Wasser vermischt, sprühe das abends auf die Fußsohlen).
Alle Symptome würden passen, vor allem Muskelzuckungen am Oberschenkel und Auge. Die extreme Abgeschlagenheit. Das wieder schlecht atmen können (alles verkrampft) und eben auch der verknotete Magen!
Hab dann gleich mit dem letzten Klumpen ein Fußbad gemacht und neues Magnesium bestellt.
Heute jedenfalls ist die Laune wesentlich besser, die Kraftlosigkeit ist natürlich noch da, ist klar das dauert jetzt etwas bis das wieder aufgefüllt ist.

Selbst wenn es angenehmer Streß (wie im Dezember) ist, auch der verbraucht Magnesium!

Also gut gelaunt ins Wochenende und da passt die folgende etwas kuriose Rezension:
https://www.amazon.de/gp/customer-reviews/RX07FRHUVUV2Y/ref=cm_cr_arp_d_viewpnt?ie=UTF8&ASIN=B01CZWX7LO#RX07FRHUVUV2Y

Donnerstag, 26. Januar 2017

Nicht verstanden

Gestern war ich bei D.
Mir ging es nicht sonderlich gut. Ich war körperlich weiterhin ziemlich angeschlagen, aber auch psychisch.

Es ist nicht einfach zu merken, dass ich wieder Rückschritte mache.
Dinge die nun lange kein Problem waren. Werden wieder eins.
Soziale Dinge...das allein oft schon das gesehen werden von fremden Menschen Streß bedeutet. Öffentliche Verkehrsmittel benutzen. Ins Hallenbad gehen. Erledigungen machen....
und eben nicht arbeiten gehen zu können.
Eine Stelleanzeige zu lesen, sie interessant finden, innerlich sagen, ui das würde ich gerne machen und dann die Realität sehen. Es geht nicht.

Das es vorerst nicht heißt: weiter gehen. Weiter hinaus gehen. Ins Leben.
Sondern erst mal wieder die Grundbasis herstellen. Innere Sicherheit. Damit es nicht schlimmer wird und ich dann gar nicht mehr das Haus verlasse. Und weiteres. Ich mag nicht dran denken.

D. und ich sprachen darüber. Über dieses nicht arbeiten gehen können. Er meint, ich solle mir da mal keinen Streß machen. Nicht zu sehr unter Druck setzen. Vielleicht mehr akzeptieren, dass manches nicht so geht wie ich möchte.
Er hat gut reden. Bezog noch nie Geld vom Staat (also in dieser unterstützender Form, wie ALG oder Sozi). War immer arbeiten.
Er wünscht sich vielleicht mal eine Auszeit, sich nicht so ums Geld kümmern zu müssen, nicht arbeiten zu müssen. Nicht nachts raus müssen. Nicht nervige Kollegen und so weiter haben zu müssen. Sondern frei sein. Tun und lassen was und wann man es will.
Das Gefühl kenne ich und hatte ich vor 10 Jahren auch, weil ich einfach am Ende war. Gut, er ist es vielleicht noch nicht in dem Maße, aber er ist schon auch erschöpft.

Ich habe jetzt das Bedürfnis einen vollen Minijob zu machen.
Aus verschiedenen Gründen. Der Wunsch danach ist sehr stark.

Es wäre dasselbe, wenn jemand ein starkes Bedürfnis hat mal nach Neuseeland zu fliegen. Er erzählt seinem Freund wie schwer es für ihn ist, das Geld zusammen zu bekommen. Dieser Freund tut das ab mit: ach Neuseeland, da schauts auch nicht viel anders aus wie hier, was ist da so besonderes? Ist doch viel zu stressig..schau dir halt einen Film darüber an...

Fühlt man sich gut aufgehoben oder?


Dienstag, 24. Januar 2017

Gestern abend

Saß ich so in meinem Bett und schrieb ein wenig Tagebuch.
Mir wurde klar, dass im Moment wieder alles schwierig ist, was außerhalb meiner sicheren Wände ist.
Das gibts doch nicht...vor einem Monat fuhr ich quer durch Deutschland und jetzt...?
Ich wußte nicht recht warum und wieso...
Ich bat um Hilfe.
Klappte das Buch zu und legte mich schlafen.
Also ich wollte schlafen.
Doch die Hilfe kam schon:
Mir fiel wieder ein,  dass wenn ich so in der Angst drin hänge, dann bin ich nur im Kindteil. Da ist null Erwachsene.
Diese Erkenntnis ließ mich wieder wach werden.
Ich nahm wieder mein Tagebuch zur Hand und notierte, was mich wieder in den Erwachsenenteil bringt.
Also wollte ich notieren.
Recht viel fiel mir da leider nicht ein.
Aber ich bleib dran.

Hinzu kommt, dass ich weiterhin körperlich völlig am Ende bin. Oft geht kaum mich aufrecht halten. Wenn ich schlafe dann sehr tief und fest. Der Körper braucht anscheinend die Erholung. Das spielt natürlich auch eine Rolle: wenn ich mich körperlich nicht fit fühle, fühle ich mich auch seelisch gleich unsicherer...
Und ich merke, dass die Nebennieren wieder arg schwächeln, denn ganz typisch so ab 16/17h geht es mir wesentlich besser und ich habe einen ordentlichen Salzhunger.

Eigentlich ist es ein natürliche Kurve: nach viel Action und auch Streß, kommt die Erholungsphase. Nur das die bei mir immer länger dauert...da reicht kein Wochenende dafür.
Wie soll ich so einen Minijob schaffen?

ODER?
Nachdem ich nun seit 2 Wochen fieses Halsweh hab, das mal mehr mal weniger ist und durch nichts besser wird, auch meinem Magen juckt es nicht ob ich Magensäurehemmer oder Salzsäure (Hydrochlorid) in Tablettenform nehme...dämmert es mir...DIE SCHILDDRÜSE?
Deswegen so extrem kraftlos, vergesslich, unkonzentriert, saumüde, aggressiv....alles würde passen...
morgen wird der Doc angerufen und ich hoffe er hat sein Seminar ala Zynismus und Patient-nicht-ernst nehmen, einfach vergessen!

Montag, 23. Januar 2017

Jetzt reicht's!

Ich war immer brav.
So ganz still und angepasst. Bis zur totalen Selbstaufgabe.
Unsichtbar wollte ich werden. Da das nicht ging wurde ich ganz lieb.
Nie laut, nie wütend, nie schimpfend und schon gar nicht schubsend.
Ich dachte das hilft.
Dann tut mir vielleicht keiner was.
Die Rechnung ging nicht auf.

Ich glaube, dass ich seit meinem 7.Lebensmonat in einem Totstellreflex lebe. Damals schrie ich mir die Seele aus dem Leib, doppelseitiger Leistenbruch inklusive. Ich kam ins Krankenhaus und dort was gegen die Schmerzen und zur Beruhigung. Danach noch eine Vollnarkose obendrauf, natürlich die normale Dosis weil angeblich die Krankenschwester vergaß die Medikamentengabe zu notieren.
Heute bin ich mir da nicht mehr so sicher. Es kann genauso gut sein, dass meine Mutter mir schon was gab. Immerhin hatte sie als Altenpflegerin auch Zugang dazu.
Jedenfalls ging es mir gar nicht gut und ich kam auf die Intensivstation.
Meine Seele merkte sich: Mach dich bemerkbar und es geht dir noch schlechter. Halt einfach dein Maul.

Langsam fällt nun das familiäre Gebot: Du darfst dich nicht wehren auch nicht wütend sein!
Ich werde wütend.
Seit ich mehr Sport mache und auch kräftiger werde kommen regelrechte Gewaltphantasien über mich. Und ich genieße sie! Weil sie gut tun!
Natürlich tue ich keinem unschuldigen etwas oder prügel jemand fremdes nieder. Außer er tut mir was. Ich male mir aus, wie ich so einen widerlichen Sack mal ordendlich verprügel, das er sich nie mehr traut jemals unhöflich oder herablassend zu einer Frau wird.

Aber noch mehr gehe ich in die Vergangenheit zurück und male mir aus, wie ich mich endlich mal wehre. Auf den Tisch haue und schreie: mit mir nicht!

So kippe ich den Inhalt eines Weißbierglases meiner Mutter ins Gesicht, schicke meinem Vater ein ähnlich unpersönliches und liebloses Paket, zieh dem Nachbarnjungen mal ordentlich an den Haaren weil er mich immer wieder gezwickt hat, so dass heute noch meine Hände vernarbt sind, den Mitschülern spritze ich Tinte in ihr Heft oder fege einfach ihren Tisch leer wenn sie mich wieder mit ihren speicheldurchtränkten Papierkügelchen anspucken.
G. der mich schonmal kurzerhand kopfüber in den Mülleimer steckte oder im Winter gerne ins schneebedeckte Gebüsch warf, dem ramme ich jetzt mal kurzerhand ein Messer in die Seite. Jawoll!

Ich werde älter...ziehe von daheim aus...und stelle meine Mitbewohnerin in einem dämlichen Wohnheim zur Rede warum sie bei der Heimleitung petzt für etwas was ich gar nicht getan habe und des nachts brülle ich sie an, ob sie gerade jetzt um diese Uhrzeit die verdammte Glühbirne wechseln muss.

Ich lerne Männer kennen und wenn ich merke, das sie unmöglich bis total bescheuert sind, steh ich auf und gehe. Meine Zeit ist kostbar!
Überhaupt würde ich nicht so abhängig von Männern werden. Ich würde öfter meinen eigenen Stiefel machen.

Ich würde auch Arztpraxen sofort verlassen, in denen ich zynisch, herablassend bis grob behandelt werde. Leider ist das die Regel und nicht die Ausnahme! Wahrscheinlich gibts da im Medizinstudium mal ein extra Seminar: "wie Sie besonders zynisch zu ihren Patienten sind."

Ich stelle mir vor, wie ich gleich den Mietvertrag für die gesamte WG einsehen will und nicht erst Monate später, als mir dämmert, dass ich viel zu viel zahle, damit der andere länger in Indien bleiben kann. Als ich das merke, pinkle ich sooft es geht in sein Zimmer. Auf dem Teppich sieht man das nicht und er ist eh wochenlang nicht da. Sodann ziehe ich baldigst aus und verpfeife ihn bei der Hausverwaltung. (wenigstens hab ich damals ein paar hochwertige Bücher und sein Sparschwein von ihm mitgehen lassen, als kleiner Ausgleich. Er hat sich nie gemeldet ;))

Dem anderen Typen der mich total verarscht hat, schütte ich unter seine Fußmatten im Auto Milch. Es war heiß damals. Innerhalb weniger Stunden hätte es bestialisch gerochen. Welch Freude!

Und so geht es weiter...Jahr für Jahr...ich male mir das in allen Farben und Situationen aus...meine Laune steigt...ich fühle mich befreit, das Gehirn, sagt man, wisse ja nicht das das was man denkt und sieht (Filme!) real ist oder nicht.

Ich jedenfalls komme so aus der starren Opferhaltung raus, in der ich mich hilflos und ohnmächtig fühle.
Sodann fällt es mir leichter mich im kleinen nun öfter zu wehren. Von dem Mann der total breitbeinig sitzt, setze ich mich weg, der der mir zu dicht aufrückt bekommt einen bösen Blick oder was gesagt.

Meine Körperhaltung ist aufrechter und auch kämpferischer. Ich mache nicht mehr jedem sofort Platz auf der Straße (beobachtet euch mal und dann Männer!). Ich lächle weniger unterwürfiger und sage nicht mehr sooft "macht nix" wenn ich warten muss oder mir jemand auf den Fuß steigt.

Ich werde authentischer. Ich muss nicht mehr jeden gefallen.
Ich will respektvoll behandelt werden.
Wer immer nur kuscht und lieb ist, vor dem hat man keine Achtung.

Sonntag, 22. Januar 2017

Zu Gast

Eine Gastritis ist bei mir zu Gast.
Eine Gastronomie wär mir lieber...
Tja so ist das...
Unglaublich viel geschlafen in den letzten 3 Tagen. Zum Glück verpass ich nichts. Nicht auszudenken, wenn ich ein wirklich wichtiges berufliches Projekt am laufen hätte (haha) oder eine sündhaft teure Fernreise antreten müsste (hoho).
Ich bin wieder auf meinen Körper zurückgeworfen. Und ihm unterworfen. Ich kann nur essen und trinken wonach es mich wirklich gelüstet. Also muss ich gut hinhören.
Und auch wenn ich noch so gern was anderes machen will, es geht nicht. So müde und so kraftlos.
Das blöde ist ja, bei Entzündungen spielt immer viel Histamin mit rein. Und das haut mich um.
Trotzdem vorhin Lust auf ein Schluck Cola und ein Stück glutenfreie Breze (beides zum Glück noch im Haus) gehabt.

Einzigste Erheiterung: Kommissarin Heller. Endlich eine neue Folge. Ich mag ihre Schnodderigkeit. Wenigstens authentisch die Gute.

Freitag, 20. Januar 2017

Wochenrückblick

gedacht: oh schon Freitag? Ah Gott sei Dank endlich Freitag!
Gestern war ein sehr turbulenter Tag (die Bahn fiel 2 Std. aus, hatte zwar keine sehr wichtigen Termine, wollte die aber doch erledigt haben). Aber auch mit viel Glück, denn ich sah rechtzeitig das Schienen-ersatz-verkehr-Taxi und bekam den letzten Platz, während ganze Gruppen herum standen und auch vom Fleck kommen wollten. War im Taxi auch ne lustige Truppe, es wurde viel geplaudert und gelacht, bis sie mit dem Fahrer zu streiten anfingen, was dann meinen Stresslevel empor schnellen ließ.

noch gedacht: informiere mich über Somatic Experincing. Hat das schonmal jemand gemacht? Bezüglich Trauma hängt im Körper fest. Die Theorie klingt sehr einleuchtend und vernünftig. Denn mit reden komm ich allein nicht weiter. Und ich hab überhaupt keine Lust weiter mit dem sehr hohen Streßlevel und den Begleiterscheinungen zu leben. An Arbeitsaufnahme ist im Moment überhaupt nicht mehr zu denken!

gemacht: weil der Anspannungslevel im Moment eh sehr schnell sehr hoch geht, beim Doc Nachschub für Beruhigungsmittel geholt. Ich komm mit den 20 Tabletten eh immer sehr weit, weil ich damit schon aufpasse. Aber bevor ich in der Endlosspirale hänge und nur noch in Panik gerate, sowie ich das Haus verlasse, lieber mal ne Tablette zum runterkommen...

auch gemacht: tolles glutenfreies Brot gebacken! So richtig toll! Ich hab ja gemerkt, dass es leider billiger ist das fertige zu kaufen, außer es gibt mal ein Sonderangebot von Mehl oder so wie letztens sogar geschenkt. Trotzdem war das Ergebnis immer so lala.

brauche: weiterhin unglaublich viel Ruhe. Die nächsten 3 Tage nichts vor. Gestern abend vor Überforderung schon fiebrig geworden, das ist dann echt das letzte Notsignal.
Erkenntnis: selbst wenn ich etwas gern mache und es mir auf der anderen Seite auch gut tut (verreisen) so scheint es, dass ich es immer seltener vertrage. Denn die jetzige Situation hängt mit den Reisen über den Feiertagen zusammen. Allein die Zugfahrt war (im nachhinein gesehen) Streß pur: Stundenlang neben einem fremden Menschen zu sitzen... wuah...

genervt: Der Streß schlägt mir übel auf den Magen. Ständig brennt und verkrampft alles. Appetit wenig, nach dem Essen heftiges gurgeln und blubbern im Bauch. Keine Lust auf Kaffe und Schoko (das will was heißen bei mir!)

gehört: da hilft nur Gute-Laune-Musik:
https://www.youtube.com/watch?v=PeIf69bUtFQ

gewundert: die Stromrechnung kam. Sogar mit Guthaben über 35,-, weil ich 2% weniger verbraucht habe. Les ich: Passend zu ihrem bisherigen Verbrauch haben wir ihren neuen Abschlag ermittelt: 2,- teurer als bisher! Großes Fragezeichen. Einfach mal angerufen und das geklärt: ne ist keine persönliche Anpassung, sondern der Durchschnittswert von allen Kunden. Aber sie könne das jetzt schon anpassen, wenn ich will. Wollte ich. Also zahl ich das was ich seit 2 Jahren monatlich zahle. Gut.

Aussicht: Der Februar hängt mir jetzt schon zum Hals raus. Der Winter nervt, das Frühjahr noch nicht wirklich in Sicht. Werde mir vermutlich einen Thermenbesuch gönnen. Ganzen Tag mit jemanden im blubbernden warmen Wasser rumhängen. Denn auch das ist wieder schlimmer geworden: Hallenbadbesuch. Wollte ich ja eigentlich gestern, hab das aber schon morgends gekancelt.
Jetzt aber Vorfreude auf ein wenig Recherche im Netz, der warmen Hütte und das ich heute nix tun muss (und schon gar nicht MIT jemanden).

Mittwoch, 18. Januar 2017

Alternative Alternativen

Manchmal sticht es mich und dann bin ich Feuer und Flamme für Alternativen.
Sei es der andere Wohnstil, die andere Lebensweise, die Körperpflege (wobei ich da doch einiges in den Alltag hinüber gerettet habe), so sparsam als möglich leben....meist geht es schon so in Richtung Öko und Hippie.

Manchmal reicht es mir, wenn ich dazu Videos sehe, Bücher drüber lese und manches probiere ich auch selbst aus (Haarwäsche mit Heil oder Lavaerde ein Desaster!).

Da recherchiere ich und brenne für ein neues Thema!

Diesmal ist meine Waschmaschine dran.
Ich weiß nicht mehr wie ich drauf kam. Jedenfalls gefiel mir die Idee mit einer Handkurbelmaschine zu waschen sehr.
Ohne Strom! Welch Ersparnis! Ich hab ja Zeit und inzwischen auch die Kraft dazu.
Why not.
Ich erstand ein Modell beim bekannten Online-Auktionshaus. Leider machte ich da den ersten Fehler: Ich achtete nicht drauf, ob das Ding einen Abfluß hatte. Hatte es nicht. Was das ganze zu einer riesigen Panscherei machte.
Also ging es zurück. (Zum Glück mit Rückgabemöglichkeit, soviel Hirn hatte ich dann wohl doch).
Also schaue ich weiter, nach einem günstigen Teil mit Abfluß.
So dringend ist es ja nicht.
Und meine Waschmaschine funktioniert ja zum Glück!

Also las und klickte ich mich mal so durchs Netz wie man Energie sparen und trotzdem saubere Wäsche haben kann (zur Info: Thema Waschnüsse hatte ich schon vor gut 10 Jahren, war nicht wirklich überzeugend und ist inzwischen auch mehr als schädlich. Und zwar für die Leute in Indien, die die Dinger dringend brauchen, aber nun fast nicht mehr bezahlen können, weil wir meinen die benutzen zu müssen um die Umwelt zu schonen. Während wir mit dem SUV, also ich nicht, selbst die 500m zur Post fahren.!).

Ich nahm meine Betriebsanleitung der WaMa zur Hand und staunte. Über 50 Liter braucht die pro Waschgang? Ganz schön ne Menge...
Wieso hab ich nie die Eco-60Grad-Taste genommen? Die spart über die Hälfte an Strom (!).
Kurzwäsche verbraucht viel Wasser und oft auch mehr Strom! Interessant...
Und wieso nehm ich nie die 30 Grad-Wäsche? Sondern immer nur die 40er?

Es arbeitete in meinem Hirn. Wir sind so auf Sauberkeit aus, dass wir meinen jede Mikrobe vernichten zu müssen. Dabei sind ja nicht alle schädlich und nicht jeder Schmutz macht gleich krank.

Jetzt bei den Minustemperaturen kommen Pullis und Jacken zum lüften raus. So lang wie möglich. Duftet herrlich danach!
Ebenso die Daunenbettdecke, in der sich ja auch alles mögliche tummelt, das friert dann ein. Auch zögert es den Wäschwechsel um ein paar Tage hinaus.

Wie dreckig ist meine Wäsche wirklich? Wenig Flecken, meist Hautschuppen, etwas Schweiß, ich bin viel zuhause, habe kein Tiere und Kinder...reicht da nicht auch mal die 40 Grad Wäsche für Handtücher (außer ich war mit denen im Hallenbad!) und Unterwäsche zwischendurch?

Es macht Spaß mich damit zu beschäftigen, Neues zu lernen und mein Verhalten zu ändern.
Denn: Strom ist teuer und nach der letzten Ablesung habe ich gesehen, dass ich zwar genauso viel Strom wie im vorherigen Jahr verbraucht habe, aber mehr Einsparungen gehn immer...
und das seh ich sportlich.

Dienstag, 17. Januar 2017

Ich finde ja...

Jeder der zwecks Angststörungen oder PTBS krank geschrieben ist, sollte eine 10er Karte für thailändische Gesichts/Kopf/Nackenmassage verschrieben bekommen.
Tut unfassbar gut und jegliche Grübeleien, Anspannungen und komische Gefühle werden einfach weggestrichen...haaach...(netter Nebeneffekt man sieht danach um einige Jahre jünger aus).

Zumal ich endlich einen ruhigen Laden gefunden habe indem keine Massenabfertigung statt findet und man nicht immer bei einer anderen einen Termin hat. Sie massierte schön sanft, aber dennoch fest genug. Aber nicht so grob wie ich das schon öfter erlebt hab. Und das allerwichtigste: man kann mit den Thailänderinnen ausführlich deutsch sprechen, was ich bei Körperbehandlungen wichtig finde, einfach weil ich manchmal Wünsche habe oder was die gute Frau beachten soll.
Muss die natürlich noch weiter testen. Zumal die mit Schwerbehindertenausweis 15%Rabatt geben.

Weiteres Glück: Festgestellt, das meine Magentabletten nun von der Rezeptgebühr befreit sind. Na das ist doch was.
5,- gespart.

Montag, 16. Januar 2017

Laß mal laufen....

Ich genieße gerade meinen laissez faire Gefühl...
Normalerweise bin ich so innerlich getrieben, auf Effizienz aus und überhaupt...
Jetzt mach ich viele Pausen, schau aus dem Fenster, döse, futter meine Vorratsschränke leer und wenn ich einkaufe, dann so einfach wie möglich: statt frisches Gemüse das ich schnippeln muss, gleich tiefgefrorenes mit leckeren Kräutern.

Selbst die Therapie für heute habe ich abgesagt. Ich will nicht reden, nicht mich zeigen, mich nicht konzentrieren müssen. Ich will alleine bleiben, mich zurück ziehen, erholen....

Ich häng rum, bin faul, gehe langsam, tue generell alles langsam, träume, lese...und jetzt muss ich den Schneeflocken zusehen, die da gaaaanz langsam herunter schweben, während gleichzeitig aus einem Eckchen die Sonne hervor lugt...

Einatmen, ausatmen...
alles ist gut.

Samstag, 14. Januar 2017

Kleines Glück

Gestern in der Arbeit höre ich auf einmal einen Schlüssel im Schloß drehen. Normalerweise bin ich ja dort alleine.
Nachdem ich vorher aber den Hund der Chefin schon irgendwo im Haus hörte (der normalerweise auch nie da ist) dachte ich mir schon, dass evtl. noch jemand vorbei schaut.

Und da es das Revier des Hundes ist, werde ich normalerweise immer recht lang und sehr laut angebellt.
Aber anscheinend kennt mich der Hund nun nach dem 3. oder 4.Mal doch etwas und das ich nix in seinem Heim tue.
Diesmal war es nur ein kurzes Bellen und dann kam sie um sich Streicheleinheiten abzuholen. Muss sie bei mir auch nicht lange betteln :) mir ist sie sehr sympathisch und hat ein angenehmes Fell (ud soooo flauschige schöne lange Ohhhhren *ooohhh*)

Während ich also mit der Nachbarin plauderte, saß auf einmal der Hund mit dem Rücken zu mir und ließ sich ordentlich durchkraulen.
Das ist natürlich ein absoluter Vertrauensbeweis und hat mich sehr gefreut!!!

Freitag, 13. Januar 2017

Wochenrückblick

gehört: ich lass ja oft so Playlists (von anderen Leuten) bei Youtube laufen. Da entdecke ich immer wieder Schätze.
Letzten diesen hier: völlige Gänsehaut
https://www.youtube.com/watch?v=jWFb5z3kUSQ&list=RDeNt82XUoozk&index=12

und das hier, auch wunderschön:
https://www.youtube.com/watch?v=YyFM-pWdqrY
vor allem weil es um den Friedenmarsch der israelischen und palästinensischen Frauen geht. Männer bekriegen sich, Frauen gehen zusammen marschieren, singen, fühlen, lachen....

gesehen: Katzenvideo sind ja ganz nett, aber wie ein Pferd mit einem Gummihuhn abrockt ist megasuper:
 https://www.youtube.com/watch?v=F-fluUQApO8

getraut: manchmal muss man einfach nur fragen. Ob's auch billiger geht.
Ging. Über 10,- gespart. Und gefreut

getraut 2: Haarfarbe geändert. Schon lange wollte ich mir die Haare schwarz färben. Das Zeug steht schon ewig hier rum. Nun endlich einfach mal gemacht. Vor 15 Jahren hatte ich jedes Jahr 4 verschiedene Farben!
Ein Stich dunkelrot ist mit dabei, also nicht ganz schwarz. Da ich nie käsweiß im Gesicht bin, ist der Kontrast auch nicht so hart. Gefällt mir. Und passt zu meine hellblauen Augen.
Jetzt müssten hinten die Haare nur noch spitz zulaufen...grr ich ärger mich immer noch :-(

Humor: Man muss bei der Stellensuche etwas locker in den Knien bleiben. Ich hab einfach mal eine Anzeige geschrieben und abgewartet was da so kam.
Nunja:
1. Spielzeug testen. 50,- die Stunde. Is klar um welches Spielzeug es sich handelt, oder? Während des Test soll man mit dem Herrn per Tel. verbunden sein. Achja..wers mag...

2. Ein Jungunternehmer sucht Mitarbeiter im Finanz/Vertriebsektor. So ziemich der unsympathischste Bereich den es für mich gibt. Never ever mach ich die bescheuerten Spielchen und Maskerade mit. Kam aber mit dem Typ ganz nett ins schreiben zum Thema: Innere Werte versus Karriere, was wirklich wichtig im Leben ist, und was Luxus noch sein kann (außer Yacht und dicke Autos) für mich eben: Selbstbestimmung!

3. Styling Coach für DSDS gesucht.
*pruuust* 1. wers glaubt....2. meine Panikanfälle während meiner Kosmetikausbildung sind mir noch sehr gut präsent (leider), 3. selbst wenn ich den Job gerne machen würde und könnte ect...solange da D.Bohlen noch irgendwie in der Nähe ist, streike ich.

4. Für einen Fuhrpark und Parkservice wird ein Fahrer gesucht. Hmmm naja, noch vor kurzem hätt ich mir das angeschaut. Heute weiß ich: immer neue Autos, zu immer neuen Zielen fahren ist einfach zuviel Input und Stress für mich. klang sonst aber ganz annehmbar.

Ich hab ja keinen Streß jetzt sofort unbedingt was finden zu müssen. Das ist das gute. 

gestaunt: seit neuestem sind hier in der Umgebung neue Schilder angebracht. An Gartenzäunen. Statt VORSICHT HUND! Steht da nun: Bitte nicht füttern!
Wie kommen die Leute nur dazu fremde Hunde zu füttern....sehr seltsam...

mal wieder gemacht: künstlerisch tätig. Schon lange wollte ich ein Glitzerbild machen. Nun wurde es eins.
Das pink ist übrigends ein erdiges dunkelrot.


kaputt: Pc hochgefahren und statt dem Pfeil von der Maus nur ein schwarzes X vorgefunden. Oh..hm...neue Akkus rein. Ging 5 Minuten gut, dann wars auch das...In den Keller gestiefelt und die uralte (aber funktionstüchtige) vergilbte, verstaubte Maus mit Kabel rausgeholt. Funzt. Altes ist halt doch manchmal recht gut..

Und jetzt: ab ins Wochenede.
Ich war heut arbeiten und jetzt tun mir irgendwie alle Knochen weh. Heiße Dusche, Haare waschen, Mittagessen, Kaffe auf der Couch (also ich mit Kaffe sorum ;). Tolles Buch weiterlesen.
 JEAH!

Donnerstag, 12. Januar 2017

Raste nie...

dann hast du sie..
die Neurasthenie...

Heute natürlich Burnout genannt, weil es ja so cool klingt.
Die Nervenschwäche wurde schon vor über 100 Jahren genannt und gekannt. Doch wie wurde sie damals behandelt? (Was heute zu Burnout gesagt wird, langweilt mich, weil es irgendwie so allgemeine Phrasen  sind.)

Also habe ich mir ein Heftchen besorgt von 1911: Nervenschwäche und ihre Bekämpfung, von Dr. Otto Kaysser.
Stark vergilbt, total eingestaubt und sehr brüchig. Aber die Ausdrucksweise, so schön vornehm, gefiel mir sehr.

Von den Tips gab es jetzt nicht allzuviel neues.
Jedoch lässt es schon staunen, dass es auch damals schon ein stressiges Leben gab:
Die durch unsere Überkultur gebotenen mannigfachen Genüssen und sonstige, aus sozialen und ökonomischen Verhältnissen sich ergebende Faktoren erschweren das Innehalten des erforderlichen Gleichgewichts ausserordentlich.
Welch endloses Heer von Nervenreizen ergibt sich aus alledem!

Ganz wichtig sei die frische Luft, denn mit der Ausatmung  werden Stoffe ausgeatmet, welche geradezu giftig wirken, sogenannte Autotoxine.
Besonders nervös beanlagte Personen fühlen in Theatern,, Versammlungen mit vielen Menschen die dieselbe Luft atmen ein leichtes Unbehagen, bis starke Beklemmung und Atemnot.
(Ich sag nur S-Bahn). Ich bin ein Frischluftfanatiker. Ich lüfte oft und viel und hasse abgestandene verbrauchte Luft.
Es wird in dem Heftchen drauf hingewisen, das natürlich vor allem im Schlaf ausreichend Frischluft vorhanden sein soll, weswegen man nie mit mehreren Personen in einem Raum schlafen solle. (Meine Rede, wenn auch aus anderen Gründen ;))

Tja der Königstip war natürlich:  
Den Nerven Ruhe geben Aussenreize vermeiden ist der halbe Weg zur Genesung.
Was erklärt warum ich oft bei totaler Überreizung nur noch im halbdunkel im Bett dösen kann. Oder auch bei Streß so schlecht esse. Auch Essen ist Reiz! Vor allem wenn es viele verschiedene Stoffe sind. Auch da bevorzuge ich dann gerne sehr einfache Kost wie Ei und Kartoffel mit etwas Salz.

Für mich war die Schrift insofern hilfreich mich mit meinen schlechten Nerven etwas mehr abzufinden.
Auch das Thema Auto fahren (hab ja schon ewig kein eigenes mehr) fällt darunter. Eigentlich fahre ich sehr gerne, ABER es stresst mich ungemein. Die Schnelligkeit und da ich ja eh immer bedacht bin nur ja nix falsch zu machen, ist die normale Anspannung dann gleich viel höher. Dazu die vielen Schreckensmomente....nein, für mich ist das nix mehr.

Aber das macht auch nichts. Es gibt soviel schöneres als mit einem Metallkasten durch die Gegend zu fahren....

Dienstag, 10. Januar 2017

Hauptsache

Jaja die Fransen da auf den Häuptern verursachen schonmal Kopfzerbrechen.

Ich hasse es zum Friseur zu gehen! Dieses still halten müssen, während mir ein fremder Mensch mit einem scharfen Gegenstand zu Leibe rückt, ist schlicht und ergreifend....
Folter.

Als ob jemand meine Hand festhalten würde und mich immer näher zur glührend heißen Herdplatte zieht.
Mein Alarmsystem schreit KAMPF!!!
Ich sag: "äh moment, das geht nicht, die Frau tut mir ja nix und außerdem bezahl ich sie auch noch dafür, dass sie mich gefühlt arg bedroht."
"Ah...äh..." stammelt mein Alarmsystem..."dann FLUUUCHT!!"
"Hhhhmmm...sagen wir so...ich sitze hier freiwillig, hab einen bescheuerten Umhang an, klatschnasse Haare (draußen Minusgrade) und diese in alle möglichen Zwirbeln und Knoten rund um meinen Kopf drappiert, was zum fürchten aussieht."

Ich muss hier sitzen bleiben...
Panik.
Zuckungen.
Nicht zucken, sonst verschneidet die noch alles!
Noch mehr Anspannungen.
Ich bin klatschnass geschwitzt, zum Glück hab ich eine weite Jacke an, sieht man nix.
Ich werd rot.
Oh gott soviel Adrenalin...
ah sie holt den Fön...jetzt gehts bergauf...aufatmen, bissl aufm Stuhl rumrücken...jetzt hör ich auch nicht mehr diese scheiß Musik....alles wird gut....

Wurds nicht und war es nicht.
Ich wollte eigentlich grad was anderes schreiben, aber meine Finger tippten einfach obigen Text :)
Ich wollte schreiben, dass ich total unzufrieden mit dem gestrigen Friseurbesuch bin. Aber da ich denke, dass das mehr wird wo man Energie reingibt, gebe ich mich nicht solange mit Ärger ab.

Trotzdem: ich ahnte schon, dass die Friseurin ihren Beruf verfehlt hat. Typ Bauernstampfer. Ah Luzia keine Vorurteile sagte ich mir noch, wurde dann aber beim Haare waschen eines besseren belehrt: Sie beackerte mich, als ob ich ein Laib Brot oder ihr früherer Acker wäre. Volle Kraft, immer schön rein. Kopfmassage? Eher Gehirnmassemassage (sag das Wort 10x schnell hintereinander *g*).

Ich hab lange dicke und viele Haare. Ohne Stufen (das sieht bei mir immer so fisselig aus, jetzt weiß ich warum manche Frauen immer ne Bürste dabei haben, aber das is mir zu doof.).
deswegen meine Idee: Ein V-Schnitt. Hatt ich früher schon, sieht toll aus.
Ich bekam keinen.
Vielleicht war die gute Analphabetin. Es wurde wieder alles bretteleben.

Das föhnen dauerte fast 40 Minuten!!! Und ich sah danach aus wie ein exploiderter Handbesen, weil sie sich wohl nicht entscheiden konnte ob glatt oder lockig. Meine Ansage war: Im Ansatz etwas Fülle rein, sonst glatt.
Sie hat sich nicht mal Mühe gegen es ganz durchtrocknen zu lassen, was zur Folge hatte, dass ich nach 2 Std. wie immer aussah.
Weil alles in sich zusammenfiel.
Und wenn ich schonmal zum Friseur gehe, viel Geld dalasse, will ich mindestens 1,5 Tage eine schöne Frisur haben.

Man ej.

Heute morgen kam die (Er-)lösung.
selber schneiden.
Wieso kam ich da nicht gleich drauf? Hab ich ja früher schon immer gemacht. Und das auch gut.
Aber wie das so ist: Im Streß arbeitet das Gehirn nicht optimal.

Montag, 9. Januar 2017

Belastungsgrenze

Sagen wir so, der Dezember war gefühlt und auch ganz praktisch gesehen ein "normaler" Monat. Will heißen: ich hatte viel zu tun und war viel unterwegs. Das war gut und schön.
Aber ich merke jetzt auch, dass die Zeiten in denen ich das kann, immer kürzer werden. Und die Erholungszeiten länger.
Hab ich früher noch Jahre "durchgehalten" (mit Job und Freizeitaktivitäten) sind es jetzt nur noch wenige Wochen.

Mögen die Müdigkeit und Benommenheit nun viel weniger sein, die Laune wieder gut, so ist doch noch genug da, was mich nicht Vollzeit arbeiten und zurückgezogen leben lässt.
Die niedrige Belastungsgrenze. Meine dünnen Nerven.
Ich bin weiterhin sehr schreckhaft und gestern der Spaziergang war weder schön noch erholsam, einfach weil zuviele Menschen unterwegs waren.

Wenn sowenig Kräfte da sind, wie im Moment, geht halt kein zusätzlicher Streß. Und Menschenkontakt IST fast immer Streß für mich. Selbst wenn ich den Menschen mag und das Zusammensein genieße, ich bin immer angespannt.
Ich bin schon mit vielen Menschen in Kontakt, aber es muss ein selbstbestimmter sein (Menschenmenge im Supermarkt ist es nicht).

Ich genieße nach den kleinen Urlauben wieder meine Wohnung. Genieße das heimelige Gefühl und den schönen Rückzugsort.
Auch Termine stressen mich nicht, weil ich fast keine ausmache im Moment.
Morgen werde ich zwar evtl. nach München fahren, aber nicht zum Frauenkreis gehen. Viel zu viel Streß.

Dass mein geplanter Sport-VHS-Kurs wegen mangelnder Teilnehmer ganz abgesagt wurde, erleichtert mich inzwischen.
Ich liebe es meinen Sport zuhause zu machen. Erst heute 1 Stunde Muskelaufbau dank Video. Ich kann es in meinem Tempo machen, mit Pausen wann und wieviel ich brauche ohne von Schamattacken überflutet zu werden, mein Puls geht nicht schon beim Aufwärmen in ungeahnte Höhen weil ich keinen sozialen Streß in der Gruppe habe, ich kann anziehen was ich will, ohne mir Gedanken machen zu müssen, wie das jetzt aussieht und auch jegliche andere Peinlichkeiten bleiben mir erspart.

Eigentlich wollte ich nun im Winter wieder mit Schlittschulaufen beginnen. Als Ausgleich zum fehlenden radeln. Als Jugendliche habe ich mich sehr gekonnt und sicher auf dem Eis bewegt. Davon ist nichts mehr übrig. Die Angst zu stürzen, das wackelige Gefühl, das harte Eis, die dünnen scharfen Kuven (beim Sturz gleich die Hände vom Eis nehmen, nicht dass der Nachfolger über die Finger rauscht !) erhöht meine ohnehin schon sehr hohe Anspannung.
Von daher lasse ich das lieber und verkaufe die ganz neuen Schuhe (Hartschale Gr. 41 wer Interesse hat, kann sich gerne melden) und habe mir stattdessen 2 Thera-Bänder für die Gymnastik gekauft. Das liegt mir eher.

Das mag jetzt Ausweichverhalten sein, aber ehrlich gesagt ist auch das mir vollkommen wurscht.
Ich glaube nicht grundsätzlich daran, dass der Mensch ein Herdentier ist.
Es gibt eben Ausnahmen.
Eine davon bin ich.
Und das ist okay!

Sonntag, 8. Januar 2017

Der Selbstoptimierungswahnsinn

Ich lese gerade ein Buch das heißt: Dürfen wir so bleiben wie wir sind? Von Jürgen Wiebicke. Untertitel: Gegen die Perfektionierung des Menschen -  eine philosophische Intervention.
(hier sehr günstig: https://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/178140/duerfen-wir-so-bleiben-wie-wir-sind )

Vorab: in diesem Buch geht es eher um die allgemeine Perfektionierung des Menschen, als um das Individuum. U.a. sind die Thema Tierversuche (damit der Mensch noch länger lebt), Organspende, wie der Roboter/Computer unsere Welt verändert, Pharmazeutika zur Leistungssteigerung ect.
Es ist sehr gut lesbar geschrieben. Und interessant.

Mir ging/geht es aber eher um den persönlichen Aspekt. Ich war gefangen in diesem Strudel: noch besser werden! Noch weniger ängstlich! Noch umweltbewußter! Noch sparsamer! Noch lockerer! Noch mutiger! Noch belastbarer!
Es ist jetzt nicht schlimm, wenn man an sich arbeitet oder Dinge ändern will, an denen man echt leidet. Es war nur so, dass mich dieser Kampf gegen mich selbst so gestresst hat, dass ich das "wirkliche Leben" nicht mehr lebte, sondern mich nur noch von außen beobachtete, ob das was ich jetzt tue, denke, fühle, handle auch richtig ist. Das ist verkrampft und unauthentisch.
Nicht gerade förderlich, wenn man schon Anlagen zu einer sozialen Phobie hat.

Wirklich hilfreich waren nur wenige der Selbstoptimierungsbücher. Wie z.B. die Macht der Introvertierten (was jetzt eher Aufklärung als Optimierung war) und dann die Befreiung: Ich darf so scheiße bleiben wie ich bin.

In dem oben genannten Buch schreibt Herr Wiebicke von Selbstoptimierungsschrauben. An irgeneiner kann man immer drehen. Gibt ja genug Makel und Unvollkommenheit und außerdem auch genug Themen in einem Leben.
Mir fiel dann ein: Also meine Selbstoptimierungsschrauben drehen seit kurzer Zeit leer. Ich habe auf den Wahnsinn keine Lust mehr. Mich ständig selbst zu drangsalieren, abzuwerten und anstrengen...

Gewisse Themen behalte ich im Auge an denen ich noch arbeiten will. Aber weit nicht mehr in dem Ausmaße wie früher. Ich kann mich nicht von Grund auf ändern. Ich bin so wie ich bin.

Passend dazu gab es in der neuen Fluter (Fluter.de kostenloses Abo) das Thema Identität: "Kann ich nicht mal nicht ich sein?"
Es gab u.a. ein Interview mit Herrn Engler dem Rektor einer Hochschule für Schauspielkunst. Auf die Frage Was wäre denn der richtige Weg, zu sich selbst zu finden?
Kam die Antwort:
(...) Das ist Aufrichtigkeit sich selbst gegenüber. (...) Ich denke, man muss mit manchen seiner Gegebenheiten einfach Frieden schließen. Ich bin so, so sehe ich aus, diese und jene Fähigkeit habe ich, andere habe ich eben nicht. Dies sind meine Stärken, dies sind meine Schwächen.
Wenn man das erkennen kann, ist man aus dem permanenten Druck der Selbstoptimierung raus.

Schon vor einiger Zeit fiel mir ein, dass ja im katholischen Gottesdienst einmal folgendendes passiert: man wünscht seinen Sitznachbarn, rechts links, vorne, hinten mit einem Händedruck Friede sei mit dir. Das finde ich wunderschön und sage das oft innerlich entweder zu mir oder lautlos auch zu anderen. Er beruhigt ungemein.

Mein Schlußgedanke: Solange soviele Menschen noch diesen Krieg in sich selbst gegen sich selbst führen, wird es mit dem Frieden im Außen auch nicht so recht klappen.
Das mag jetzt pathetisch und unrealistisch klingen, egal:
Friede sei mit dir!!!

Freitag, 6. Januar 2017

Wochenrückblick

So dann wäre mal fast schon die erste Woche von diesem Jahr geschafft...
und bei mir steht alles immer noch unter dem Motto: Einen Gang langsamer, als sonst. Das tut gut. Wobei ich merke, dass ich nicht wieder den alten Fehler machen darf, dass ich vor lauter rumsitzen/liegen noch müder werde (hallo Kreislauf) und das als "immer noch erholungsbedürftig" einstufe und noch mehr liegen bleibe.

Apropo Motto. Ich such mir nie bewußt ein Jahresmotto oder so, aber vor paar Tagen fiel es mir ein/auf: Ich fand einen Magneten auf dem stand L(I)EBE. Der klebt jetzt in meiner Küche.
Genau wieder leben und lieben! :-)

Dann hab ich mich über den ersten Schnee gefreut, so wie das aussieht kommt nochmal ordentlich was nach.

Das "was machst du eigentlich den ganzen Tag" gestern hab ich schon wieder verbummelt. Egal lässt sich kurz zusammenfassen: Lesen, essen, spazieren, Film geguckt (zu spät und zu aufwühlend) war aber trotzdem gut.

Wenn man so die Geschäftigkeit und Schnelligkeit rausnimmt, blubbert so die ein oder andere Idee hoch. Göttliche Muse! :-)
Mir kam so in den Sinn, dass ich die alten Briefe meiner Eltern entsorgen (also keine Sorgen mehr!) könnte. Denn mal ehrlich, was steht drin? Belanglosigkeiten ohne jeglichen Bezug und Gefühl (Vater) und weinerliches, alkoholisiertes Gejammere meiner Mutter, dass sie mich ja soooo lieb hat, während sie mich gleichzeitig wie den letzten Dreck behandelte.
Bringt mir das Freude? Nein!

Ich glaube keiner mag so recht die Frage: "was denkst du gerade?"
Aber für einen Introvertierten ist das nochmal heikler. Erstmal wird man aus seiner "Arbeit" heraussgerissen, es gibt einen kleinen Schreck, man braucht Zeit um sich zu fassen.
Man braucht ebenso Zeit um selbst erstmal zu überlegen was man gerade so gedacht hat (meistens sehr viel und komplex) man überlegt weiter (meist gleichzeitig) wie man das kompakt und leicht verständlich seinem Gegenüber mitteilen kann und OB man das überhaupt mitteilen will.
Währenddessen schaut man etwas konfus bis kuh-isch durch die Gegend, lässt vielleicht noch ein öm und hm verlauten...wie gesagt, das ganze braucht Zeit.
Für den anderen viel zu viel Zeit. Denn nun vermutet dieser, dass da wohl was im Busch ist, wenn man nicht einfach frank und frei sagen kann, was man gerade so dachte. So schwer kann das ja wohl nicht sein...
Doch ist es eben schon...für einen Intro.

Dienstag, 3. Januar 2017

Mal ganz langsam...

Ich bin froh, dass ich gestern, Montag um 8 Uhr, nirgends einen Job antreten musste.
Denn erst jetzt, Dienstag nachmittag, verdaue ich so langsam die Feiertage. Mein Introhirn braucht halt bissl länger.
Ist ok.
Der innere Antreiber, der ja im Dezember zur Höchstform aufgelaufen ist (was auch ok war), hält auch größtenteils die Klappe.
Ich kann so wirklich entspannen.
So ganz tief drin. Das kann ich selten, weil das innere Alarmsystem einfach extrem schnell anspringt und dann eben leider auch sehr lange aktiv bleibt.

Ich pack mir sehr wenige Termine in den Kalender und kaufe auch nur das nötigste was ich eben so zum Essen brauche. Ob das andere jetzt noch ne Woche länger aufm Einkaufszettel steht oder nicht, ist egal.

Morgen muss ich arbeiten (und da wird wohl sehr viel zu tun sein) das ist auch ok, denn danach ist wieder frei...und es soll viel Schnee kommen und auch tagsüber im zweistelligen Minusbereich bleiben.
Da gehe ich mal mit dem Leben mit und tue so wenig wie möglich....ganz natürlich. Alles ruht in der Natur...und wir sind doch auch Natur!

Außerdem habe ich festgestellt, dass es mir sehr gut tut, mal wieder länger an einer Sache zu bleiben. Lesen zum Beispiel. Stundenlang mich mit einer Geschichte zu beschäftigen.
Und nicht wie beim Pc alle Minuten/Sekunden was anderes.

Am Freitag ist hier eh nochmal ein Feiertag, so dass auch der Gedanke "ich könnte ja doch was tun/erledigen/kaufen" gleich mal im Keim erstickt wird.

Einatmen
ausatmen
lächeln
alles ist gut.

Sonntag, 1. Januar 2017

Silvesterrückblick

War das ein hammergeiles Silvester.
Ich bin noch völlig baff! Alles so gut gelaufen und noch viel besser als erdacht!

Gestern früh mit D. und der Bahn nach Salzburg gefahren.
Da das sehr nobel ausgesuchte Hotel das Zimmer noch nicht frei hatte, ließen wir Gepäck da und marschierten erstmal in die Stadt.
Sehr malerisch. Wie in einem Film:
Rechts gings hoch auf den Mönchberg (nachdem wir uns mit einem Glühwein gestärkt hatten), an Kirchen und Burgruinen (und einigen schönen Häusern) vorbei, bis man oben eine gigantische Aussicht hatte.



Wir spazierten den Grat entlang und auf der anderen Seite wieder herunter. Bis wir wieder im Hotel waren, vergingen doch 2,5 Std.

Im Hotel Check-in: Es wurde ein kostenloses Upgrade für ein Familienzimmer vorgenommen. Wir stürmten dieses Zimmer und waren begeistert: für jeden stand ein King-Size-Bett da (160x200 cm) mit riesen Zudecke und überall Platz genug und Badewanne und Infrarotlampe in der Decke (damits nach dem duschen auch schön warm ist).
Wie die Kinder erkundeten wir jede Ecke und freuten uns wie Sau...

Kurze Erholung, frisch machen, alles verstauen und weiter gings zum Abendessen. In Salzburg ältestens Bierkeller, den Pitterkeller. Uriges Ambiente, edles Essen. So Sachen wie gebratene Entenbrust, Kürbis-chutney, geschmortes vom Rind, Erdäpfelsouffle und lauter lecker Zeug, allein die Nachspeise!!! Zum hinlegen!

Dann wieder ins Hotel, ich schon etwas "durch". All die Aufregung, die vielen Eindrücke, seit 6 Uhr in der Früh unterwegs...
Wir gingen erstmal hoch in die Club Lounge. Normaleweise is der Zugang teuer oder nur für bestimmte Zimmer (Buisness-Class), wegen einem Buchungsfehler, bekamen wir aber auch den gratis dazu.
Das heißt: ein großes Wohnzimmer mit gemütlichen Sesseln, Glasfront (6.Stock) , mit gratis Snack (und was für welche!!) und Getränken (Wein, Energydrink, Wasser, Kaffe, Tee ect.). Lustige Stimmung, lockere Leute.

Die Zeit bis Mitternacht so rumgetrödelt, Alkoholika vernichtet, Lieder gesungen, Spiele gemacht....sehr lustig...
Um Mitternacht wieder hoch in die Club Lounge, den teuersten und ekligsten Sekt meines Lebens getrunken ABER den dafür mit D. alleine auf der großen Dachterrasse im 6.Stock. Arschgeil!
Wunderbare Sicht auf das Feuerwerk.

Gut den Schlaf danach konnte ich knicken...a) Histamin brachte mir ordentlich Herzrasen und b) mit jemand in einem Zimmer schlafen...geht halt nicht. Egal, 1,5 Std. gingen dann doch.
Morgens Frühstück wieder in der Club Lounge mit genialer Aussicht auf die Berge, Salzburgs Altstadt und überhaupt. WIEDER waren wir alleine. Und schmausten uns durch alle Snacks und Getränke...unglaublich lecker!

Dann aber erstmal richtig wach werden und ab in den warmen Swimmingpool im Haus (wir waren wieder alleine) und hatten auch dort unseren Spaß. Einfach toben und schwimmen und sich treiben lassen....

Dann wars auch schon wieder Mittag. Die Sonne strahlte wieder vom Himmel, überall der weiße Reif der die Landschaft verzauberte und das orange-roasa Licht wie im Märchen.
Ich schwebte...ich bin so dankbar für diese schönen Stunden. Diesen Luxus und all den Köstlichkeiten...
und jetzt freue ich mich auch drauf, den Schlaf nachzuholen...

Hallo 2017 ganz wunderbar hast du dich schon gezeigt ;)