Sonntag, 28. Mai 2017

Süchte

Wenn ich was von Beziehungssucht hörte oder las, dachte ich immer: Is nicht mein Thema, ich bin nicht süchtig nach Beziehungen (ich rede hier von Liebesbeziehungen), ich kann sehr gut alleine sein.
Ich muss das ein Stück weit revidieren: Ich bin süchtig nach schädlichen Beziehungen!
Nach Beziehungen die mir dasselbe Streßlevel/Adrenalinkicks wie früher (Kindheit) geben. Das bin ich gewohnt, das kenne ich, das macht keine Angst.
Mein Körper packt aber all diese Aufregung nicht mehr und schickt mir altbekannte üble Symptome.
Ich dachte diesmal bei D.: Ha dieses Mal habe ich mir einen lieben Mann gesucht. Auch das stimmt. Aber nur zum Teil. Er hat mich nie schlecht behandelt (immerhin schonmal ein Fortschritt für mich), im Gegenteil: sehr tolerant, hilfsbereit und höflich. Ja er hatte extrem gute Manieren.
Aber....
das wars auch schon.
Grundlegendes fehlte jedoch:
- Verantwortung für sich und seine Gefühle übernehmen? Fehlanzeige. Stattdessen Verdrängung pur.
- gutes Selbstwertgefühl und ausreichend Selbstliebe? Fehlanzeige.
Das alles registrierte ich in der Zeit in der wir uns kennen, schon immer wieder...aber ich war da wenig im Erwachsenen-Ich, sondern mehr im Kindanteil, dass auch bei mir die Verdrängung ansprang UND (wie schon letztens angedeutet) die Hoffnung HEUTE alles besser machen zu können und den Mann dazu zu bringen dass er mich rettet oder andersrum: dass ich ihn rette! ICH helfe ihm, ich mache dass es ihm besser geht...ect...
Die alte Frauen-falle.

Es ist vorbei.
Wir haben uns getrennt.
Zwischen Trauer und Ängsten ist da auch Erleichterung. Ich hätte es eh nicht mehr lange durchgehalten. Die Trigger und die Aufregung waren zu krass.

Freitag, 26. Mai 2017

Wochenrückschau

Puuuhh, langsam darf echt wieder Normalität einkehren...

- gehört: der Mann im Wald. 3 Jahre lang lebte W. Ködel alleine im Wald, ganz nahe seiner alten Heimat mitten in Oberbayern. Das Natur helfen/heilen kann ist klar. Er hat sich quasi selbst therapiert von zuviel Druck und Streß. Wenn auch etwas brachial. Kann ich sehr gut nachfühlen. Wer auch hören mag:
http://www.podcast.de/episode/292627521/Wolfgang+K%C3%B6del,+der+Mann+im+Wald+-+11.09.2016/

- extrem erschreckt: mein eigenes Handy sperrte mich aus. Der Zugangspin stimmte angeblich nie. Einmal nahm er es noch an, dann war ich wieder draußen. Kurz im Netz gestöbert, gelesen, meist helfe nur komplette Werksrückstellung: alle Daten futsch. Schweißausbruch, schlechte Laune, Hirnrasen, ja Herzrasen natürlich auch. Dann langsam beruhigt: Es gibt schlimmeres. Die meisten Telefonnummern stehen eh noch zusätzlich woanders, Musik ist auch aufm Pc, ebenso Fotos.
Mir blieb auch nur die komplette Zurückstellung übrig, alles andere half nix. Und siehe da: Es sind "nur" die Apps weg, SMS und Telefonverläufe. Alles nun neu einrichten kostet Zeit, manchmal auch Nerven (weil es manchmal nicht so funktioniert) und in mein Lieblingsspiel komm ich nicht mehr mit dem alten Konto rein (obwohl mir angeblich ständig ein neues Passwort zugeschickt wird, das aber nirgends im Posteingang auftaucht) und somit all meine vielen Punkte futsch sind....aber ehrlich: WIE WICHTIG IST DAS????
So konnt ich auch gleich ausmisten, welche Apps ich nun wirklich drauf haben will oder vielleicht paar neue entdecken? Und mal 2 Tage ohne Handy war auch ganz ok.

- das erste und das letzte Mal. Naja vermutlich. Das letzte mal in einem Club gewesen. Früher sagte man ja Disco dazu. Aber ich wollte schon seit Jahren noch einmal auf die Cosmic Nation. Früher jeden Freitag im Cosmicclub gewesen, das wollte ich nochmal....also Mann gefragt, ob er mitgeht. Na klar. Super :)
*Was ist Cosmic? Sowas:
 https://www.youtube.com/watch?v=FAkcYuP--6s&list=PL07B138C916BC8335
Da wir uns die nächtliche Heimfahrerei sparen wollten, buchten wir mal wieder ein schickes Hotel. Super Angebot im 4-Sterne-Bunker.
Ja war ok. Leider wurde nicht so gut aufgelegt (im Club), die wirklich guten alten Sachen kamen wohl erst gegen 3 Uhr oder so...wir strichen aber um halb 2 die Segel. Laute Musik, Menschengedränge, besoffene, Glitzer/Flacker Licht...nichts für Hochsensible. Aber wir hatten Spaß, lachten viel und ich wurde sogar angegraben und habe angegraben (allerdings eine Frau :-))
Doch... es war okay. Ein würdiger Abschied, mit Sekt und Erbeeren aufm Zimmer, BADEWANNE auch und Swimming-Pool den ich frühmorgends dann für mich alleine hatte, naaja fast... die aufgehende Sonne blinzelte rein......danach Frühstück (auch aufm Zimmer, wär genauso günstig auch außerhalb irgendwo gewesen, also dacht ich mir: gönn ich mir, so hab ich den sozialen Streß im Frühstücksraum nicht).

Und ich kann mich noch sehr gut an meinen allerersten Discobesuch erinnern. Der war keine 50m von unserem Zuhause, also nur einmal ums Eck. Die Lichter, die Lautstärke, etwas Alkohol und ich war in einer anderen Welt.
Ich ging recht lange, sehr gerne jedes Wochenende tanzen. Weil eben die Lichter und Lautstärke zusammen mit einem Gruppengefühl einfach schön den Kopf frei machen....ja ohne Drogen, auch wenn ich nur in der Technoszene unterwegs war, inkl Rave und andere Großveranstaltungen. Selbst der Alkohol blieb meist unberührt, da ich viel mit dem Auto unterwegs war.
Und dieses Mal war ich sehr froh darüber, dass es nun das Rauchverbot gibt.
UND wir waren nicht die ältesten (wie befürchtet).

- erkannt: letztens eine kleine Radlrunde gedreht, dabei hörte ich aus der Ferne den Sprecher der Falkenshow und wir wurde klar,warum ich da immer kurz vorm heulen bin, wenn ich mir das anschaue: Das ist eine kleine Arena und um die Vögel nicht zu verstören, sollte man auf dem einmal eingenommenen Platz bleiben. Und auch nach Beginn nicht noch dazu kommen oder gehen. Das ist Streß für mich alte Fluchtpferd!  Na gut, jetzt weiß ich es :)

- erkannt 2: Ich hätte eine Blattschneiderameise werden sollen:
https://www.beobachter.ch/tierwelt/ameisen-sex-nein-danke
*lach*

- gedacht: "kann ich ja nichts dafür, dass ich so geil ausschau." Das mag jetzt übel arrogant klingen, für mich ist es aber eher ein Zeichen von wachsendem Selbstbewußtsein. Ich brauch mich echt nicht verstcken, ich darf mich vorteilhaft anziehen und muss mich nicht kleiner machen als ich bin (also wirklich körperlich gerade stehen mit meinen 183cm Größe). Ich genieße es derzeit mich wirklich schön und passend anzuziehen, zu zeigen: ja das bin ich. Ich fühl mich nicht mehr so extrem allen anderen unterlegen...und das wird immer beständiger und bleibt nicht mal nur einen Tag oder so...so macht das Leben Spaß! ;) und auch die anderen finden das anziehender, ist ja nicht jeder so wie meine Family voller Neid und Unterdrückung.

- weiter am Thema "zu sehr lieben/Sucht gebraucht zu werden" deswegen klappte das mit dem Ehrenamt letztens auch nicht ( mit dem Literaturhaus da ein wenig nach Ordnung schauen ect)...das wäre altes Suchtverhalten gewesen...da wird wer gebraucht, ich presche vor "natürlich mach ich das!" ohne wirkliches inneres wollen, sondern eher müssen. Auch halt. Aber mein Körper ist da inzwischen echt auf Zack und schickt mir schon Stopsignale.
Deswegen stresste mich auch vor paar Jahren die Seniorenfahrt (auch Ehrenamt), selbes Muster: Sucht!

- ruhiger: so... es darf nach Küchenumbau (langsam hab ich mich an die Neue nun gewöhnt, finde alles usw. mein Gehirn schreit nicht jedesmal: du bist in der falschen Wohnung!), neuem Radl (auch das wird langsam meins, müssen noch 2 Dinge montiert werden und einfach öfters gefahren werden), Ausflüge und Reisen (genieß ich schon auch, aber ich brauch auch wieder Zeit zum sammeln), Feierei und Fahrerei brauchts einfach nun Ruhe und bekanntes um mich. Das heißt: sonniges heißes Wochenende steht bevor: ab an Seeeee! Natürlich mit Buch...und all die schönen (und auch schwierigen) Sachen der letzten Tage/Wochen verdauen....

- gelesen:
"Wenn Sie von Ihrem Partner erwarten, dass er so oder so reagiert, und er handelt dann anders, heisst das nicht, dass  Ihr Partner etwas falsch gemacht hat. Es ist der Unterschied zwischen der erwarteten Reaktion und die Tatsache, was Ihnen wirklich weh tut." Anm. von mir: statt der Tatsache was weh tut, der Tatsache was wirklich passiert/oder eben nicht.
Dieser Satz...zu Herzen genommen...würde viele Streits verhindern....

- gemacht: mich mal wieder mit M. zum frühstücken getroffen....ich gerate leicht ins alte Muster: nur auf einen Menschen fixiert sein. Dann vernachlässige ich mich und meine Freunde.

Mittwoch, 24. Mai 2017

Die alte Hoffnung...

Aus dem Buch "Wenn Frauen zu sehr lieben":

Je schwieriger es für Sie ist eine Beziehung zu beenden, die Ihnen nicht gut tut, desto mehr Kindheitselemente sind darin enthalten. Indem sie zu sehr lieben, versuchen Sie, ihre alten Gefühle  von Angst, Wut Frustation und Schmerz zu überwinden.
Die Beziehung abzubrechen hieße demnach, auf die wertvolle Chance zu verzichten, für erlittenes Unrecht entschädigt zu werden und endlich Ruhe zu finden.

Ergänzung von mir: aber nicht nur das, sondern man muss dann auch die Hoffnung begraben, endlich die Liebe und Anerkennung zu bekommen, nach der man sich so sehnt, aber ja eigentlich nicht vom aktuellen Partner, sondern von dem Elternteil von dem man es damals nicht bekam.
Und da jault das innere Kind auf. Extrem schmerzhaft. Und DAS ist der Punkt warum es die On-Off-Beziehungen gibt.

Für mich ein wichtiger Ansatzpunkt. Ein sehr wichtiger.

Ich weiß noch als eine gute Freundin aus der Selbsthilfeszene total zusammenbrach, als ihre Mutter starb. Diese behandelte ihre Tochter immer übel, voller Beschimpfungen und Abwertungen, trotzdem pflegte die Tochter sie im Alter jahrelang. Plus Vollzeitstelle, eigene Kinder (zwar schon größer aber trotzdem) und Ehe und eigener Haushalt...
Und mir fiel es da wie Schuppen vor Augen: Nun gibt es keine Chance mehr, jemals von dieser Mutter ein liebevolles Wort, eine aufmunternde Geste, Liebe und Dankbarkeit zu bekommen.
Das spürte auch die Frau...wenn auch eher unbewußt.

Dienstag, 23. Mai 2017

Entspannung

Hast Du Angst-und Panikattacken?
Sei dankbar dafür!
Es ist ein Zeichen das etwas nicht stimmt. Dein Körper weist dich daraufhin. Ein toller Verbündeter!
Gestern ratterte es in meinem Hirn und ich kam langsam drauf, was denn derzeit so los ist...Selbstverlassenheit statt bei mir sein.
Dazu ein passendes Buch rausgekramt, drin gelesen, noch ein wenig mehr für äußere Sicherheit gesorgt und endlich nach gefühlten Wochen wieder mal richtig gut geschlafen ohne Alpträume.
So dass ich heute morgen kraftvoll in die Arbeit fahren konnte. Ansonsten war ich derzeit erst am Mittag zu was zu gebrauchen.

Ich bin wieder auf dem Weg...auf dem kleinen kaum sichtbaren Trampelpfad...der ausgelatschte, breite ungefährlich, weil bekannte Weg hat mich nochmal gelockt und ich bin reingefallen...macht nix. Krönchen richten, Machete in die Hand und weiter gehts...

Weil ich ja dachte, dass ich mal gern mehr Körperthera machen möchte, anstatt immer über die Rato, hab ich mich ja mal bissl informiert.
Heute mit einer Therapeutin (die ich selber zahlen müsste) telefoniert. Ne die geht gar nicht. Grundlegende Dinge. Das ist halt so, wenn man sehr therapieerfahren ist, man könnte manchmal glatt die Rollen tauschen :)

Nein, im Grunde kenne und habe ich mein Werkzeug das gut funktioniert...
das ist unter anderem Teile-Arbeit. Ego-State. Innere Bühne ect...

Aber erstmal ein Schokoeis mit Sahne.
Weiter das Buch lesen (die gute Frau Norwood), Füße hoch und die Wärme genießen.

Sonntag, 21. Mai 2017

Symbiosetrauma

 Es wäre auch zu schön, wenn meine jetzige Zustände nur von Magnesiummangel und Übersäuerung herkommen würde.
Klar ein wenig hilft es schon (die Maßnahmen dagegen) weil ich unter starkem Streß stehe und der nunmal auch Magnesium verbraucht und die Übersäuerung fördert.
Aber die Wahrheit ist, dass ich extrem stark getriggert bin/immer wieder werde.
Allein dadurch, dass ich eine Beziehung mit D. eingegangen bin.
Alle alten (unbewußten!) Ängste von Vereinnahmung, Verstrickung, extremer Anpassung meinerseits, Selbstaufgabe, fehlender Grenzen sind wieder da.

Alles was mit VerBINDlichkeit zu tun hat, also auch ein 450,- Job macht extreme Panik. Jetzt weiß ich, warum ich es manchmal nichtmal zum Vorstellungsgespräch schaffe.
Warum es mich streßt, wenn ich zuviele Termine habe, weil ich mich dann dem Außen anpassen muss und ich das meine ganze Kindheit und Jugend und ein Teil als Erwachsener gemacht habe.
Innerlich abgestellt und funktioniert. DAS triggert.

Ich bin jetzt innerlich immer beim anderen. Ständig unter Druck Erwartungen zu erfüllen. Erreichbar sein zu müssen. Nicht mehr Chef im eigenen Haus/Körper Seele zu sein. Selbst wenn ich sage, dass ich ich heute Zeit für mich brauche und nicht soviel (per Mail/Sms) schreibe, bin ich im Streß. Zumal da noch dazu kommt, dass es ja früher bestraft wurde, wenn ich eigene Bedürfnisse/Wünsche anmeldete.

Verstärkend ist, dass mein Vater mir Geburstagspost schickte und die schöne Ruhe seit Kontaktabbruch nun erstmal wieder vorbei ist. Ich bin aufgewühlt. Ich hatte so sehr gehofft, dass eben nichts kommt, weil ich dann nicht wieder in dem Dilemma bin: was mache ich? Zurückschreiben? Wenn ja was? Wenn nein muss ich mit starken Schuldgefühlen und Verwirrung (bedanke dich wenigstens! Vielleicht hast du dich doch getäuscht und er meinte das alles nicht so  usw.) klar kommen.
Vordergründig habe ich es jetzt erstmal gelöst: Post natürlich weggeworfen. Mental/innerlich bedankt für das Geschenk, mir klar gemacht, welchen Unterschied es macht wenn wir Kontakt haben und wenn nicht und wie gut es mir bei letzterem geht, das allein ist Grund genug. Ich habe mich 37 Jahren nach seinen Bedürfnissen und Willen gerichtet. Jetzt ist Schluß. Die Hoffnung, dass das Verhältnis zwischen uns besser wird, habe ich erst vor kurzem begraben und da muss ich noch nen Schubkarren voll Erde drauf kippen.

Bleibt noch die Frage was ich mit D. mache.
Meine Symptome derzeit sind extrem. Letztens kam noch ein kleiner Streßfaktor dazu als ich draußen unterwegs war und dann wurd der Boden weich/gab nach. So einen Schwindel hatte ich noch nie. Ätzendes Gefühl.
Dazu alles an bekannten alten Symptomen ist wieder da. Im Grunde halte ich derzeit mal wieder aus. Mache irgendwie mit. Weil ich ihn nicht verletzen mag. Ich liebe ihn sehr. So einen lieben Mann hatte ich noch nie (weil ich es mir früher nicht wert war und immer täterähnliche Menschen mir aussuchte). Ich verbringe unglaublich gerne Zeit mit ihm, und das will bei mir was heißen :-)
Eine blöde Zwickmühle ist das....

Ich bin froh, dass diese Art von Trauma (narzisstischer Mißbrauch, Bindungs/Symbiosetrauma) immer mehr in der Fachwelt bekannter wird. Ein Vorreiter ist hier Franz Ruppert
https://de.wikipedia.org/wiki/Identit%C3%A4tsorientierte_Psychotraumatheorie_und_-therapie_nach_Franz_Ruppert
 https://de.wikipedia.org/wiki/Identit%C3%A4tsorientierte_Psychotraumatheorie_und_-therapie_nach_Franz_Ruppert

Deswegen tut es mir gut Dinge zu machen zu erkennen das identitätsstifend ist.

Freitag, 19. Mai 2017

Wochenrückschau

--Urlaubswoche--

Ja auch wenn man wenig arbeitet und so, soll man sich mal eine Auszeit gönnen und mal raus aus dem Alltag kommen.

Somit war ich mit D. 3 Tage in Zwickau (seiner alten Heimat).
Wir waren in einer ganz gemütlichen Pension, haben saulecker (meistens) gegessen, verliebten uns in Baileys-Latte-Macchiato und Amaretto-Kaffee (dass das nicht bekannter ist, ich könnte drin versinken!) waren sehr viel spazieren, sind mit dem Boot rumgerudert, waren einkaufen (Tschechien) und hatten einmal wahnsinnig Schiß (dazu vielleicht ein ander mal mehr).
Dazwischen besuchte D. seinen Vater den er zum ersten Mal sah (ich war wesentlich aufgeregter als er)  und dann feierten wir noch meinen Geburtstag.

Ich habe mich in dieser Kleinstadt extrem wohlgefühlt, weil die Stadt eigentlich für 120.000 Menschen gedacht ist, derzeit aber nur so 90.000 da wohnen (und es werden natürlich immer weniger, dank Abwanderung). Das hieß: leere Fußgängerzone, leere Restaurants, selbst auf dem See waren wir allein ect. für mich ein absoluter Wohlfühlfaktor ;)
Dazu kam das ganze unperfekte was mich sehr entspannen ließ: Gras wuchs aus dem Bürgersteig, alte Häuser, kaputte Fassaden, Menschen völlig ungestylt...also nicht nur, es war jetzt nicht alles gammelig. Aber einfach alles lockerer.
Hier wo ich wohne ist alles super perfekt und ordentlich und extrem sauber. Ich genieße das schon auch, aber es setzt mich irgendwie auch unter Druck.

Heimatgefühle gabs auch :-)


Eine sehr angenehme Auszeit, leider hat es mich nervlich völlig überreizt. Mein ganzer Körper summt und brummt nur noch so und ich bin wahnsinnig ko.
Da hilft nur: komplette Auszeit, keine Technik, kein Geräusch, kein helles Licht, sondern nur noch schlafen und dösen.
Ich kenn mich ja...

Samstag, 13. Mai 2017

Wenn Beruhigung kontraproduktiv ist...

Schon gewundert, dass alle Beruhigungsversuche (Baldrian, Muskelentspannung ect.) nicht wirklich helfen. Teils sogar ins Gegenteil umschwenken und mich noch hibbeliger machen.
Ok dachte ich so...da will was nicht beruhigt werden, sondern wahrgenommen und angeschaut...
Inneres/äußeres zittern hat einen Sinn! Und muss nicht wegtherapiert werden.
Ich legte dann also ein bestimmtes Lied auf, von dem ich annahm dass es mir besser helfen könnte, bei mir anzukommen. Vor allem bei meinen Gefühlen!.
Dazu kniete ich mich auf den Boden (Po auf Ferse) stützte mich aber vorne ab und ließ den oberen Teil der Wirbelsäule durchhängen, Kopf auch nach unten...Musik recht laut...es kamen Tränen, Verzweiflung...noch nicht der wahre Durchbruch, aber ich hab jetzt eher Ahnung was grad los ist.
Es hat mit meiner krassen Panik vor Autonomieverlust/Identitätverlust zu tun.
Noch ist die Anspannung extrem hoch, aber ich versuche sie jetzt nicht mehr wegzumachen, sondern lasse sie da, verstehe sie, kann ein Wesen namens Sicherheit dazu holen...mir selber Sicherheit geben.
Die nächsten Tage steht noch einiges an, was dazu beiträgt, dass ich innerlich auf Hochtouren laufe. Danach wirds hoffentlich wieder besser....

Jedenfalls entschieden: Dieses Jahr wirds ein Büchersommer für mich. Mal wieder richtig in Bücher vergraben, raus in die Natur, ein menschenfreies Plätzchen suchen und einfach 1 Stunde oder so lesen.
Ich freu mich sehr darauf!

Freitag, 12. Mai 2017

Wochenrückblick

--Sehr schläfrig, mit Angst-Körpersymptomen ohne psychisch wirklich Angst zu haben--

Was bedeutet das? Ich habe wieder das innere zittern. Das Tic-Gefühl, als ob ich gleich eine heftige willkürliche Bewegung machen würde. Teils ist es auch ein äußeres zittern am ganzen Körper, aber nur ganz kurz, wie ein schütteln. Als ob leicht Strom durch den Körper fließt, mal mehr mal weniger...
Ä.t.z.e.n.d. schon ewig nicht mehr gehabt.

Mir fiel dann ein: ui du hast nicht nur das Magnesium in letzter Zeit vernachlässigt, sondern auch Thema Übersäuerung. Also gleich wieder RMS-Tropfen genommen und ein Natronfußbad. Und ehrlich, DAS kann keine Einbildung sein, nach einer halben Stunde ging es mir schon wieder etwas besser.

Ja ich hab in letzter Zeit geschlampt: so gut wie keine Bewegung und sehr wenig Obst/Gemüse, bei dem nasskalten Wetter keine Lust drauf. Dafür zuviel Flips und Zucker wegen Streß. Also war ich gleich einkaufen: Salat und Obst und Kartoffeln. Ich merk da hab ich jetzt auch wieder richtig Lust drauf, weil ich weiß wie gut es mir tut. Und natürlich mein geliebtes Gerstengras, als Saft.

Und ich hab schon öfters gemerkt, dass Übersäuerung bei mir Depressionen oder diese fiesen Angstattacken auslösen. Beides zusammen hab ich zum Glück fast nie (nicht mehr!).

 https://www.netzwerk-frauengesundheit.com/ich-bin-sauer-warum-ich-mir-damit-schade/
Zitat:
Nicht nur Fehlernährung und Bewegungsmangel begünstigen eine saure Stoffwechsellage, sondern auch Stresshormone: Wem es vor Stress regelrecht den Atem verschlägt, der kann weniger Säuren in Form von Kohlendioxid abatmen und weniger Sauerstoff für die Energiegewinnung einatmen. Das führt zu Übersäuerung – und die überreizt die Nerven. Ihre Aktionspotentiale (der Strom, der durch die Nerven fließt) sind dann zwar kraftloser, aber übererregbar. Wir sind reizbar, überempfindlich und werden leicht sauer – im wahrsten Sinne des Wortes. Denn Stress macht sauer, und sauer macht Stress.

Sonst so:
- eingefallen: ich kann ja wie beim Herd oder Backofen auch die Restwärme in der Infrarotsauna nutzen! Spart ja auch Strom!

- gemacht: erstes Brot im neuen Ofen gebacken, das hat nämlich eine Brotback-Funktion. Lecker!

- geübt: in Akzeptanz, das wohl wirklich im Moment (oder wer weiß wie lange) nur 12 Stunden Arbeit im Monat gehen. Mehr schlecht als recht gelungen. Linkliste zum Thema Ausbildung am Pc gelöscht. Manche Träume sollte man begraben, wenn man merkt: das wird nix mehr und lieber die Kraft dafür hernehmen was geht *super-schlau-daher-red*. Oder: vom toten Pferd sollte man absteigen.

- genossen: Sonne, Wärme! Endlich länger die Fenster auflassen, zumal die neue Küche ja ordentlich ausdünstet.
Aber erstmal hab ich meinem Namen Regenfrau alle Ehre gemacht und das schöne Wetter verflucht, einfach weil ich eh nur ko im Bett liegen konnte. Höchstens mal rüber aufn Friedhof auf die Bank setzen. Höchste der Gefühle.

- genervt: das neue Radl, bzw. was ich so dran ändern will. Allein was ich an dem Sattel (und dem neuen) rumgeschraubt habe und hin und her...WAHNSINN. Auch mit den Schutzblechen werd ich nicht so warm.

- gegessen: Neben zuviel Zucker und Kohlehydrate, letztens ein Brathendl. Hat mich endgültig abgeschossen (eher histamintechnisch), weil ich eigentlich nur mittags vom Stand so ein Hendl esse. Nicht abends aus dem Einkaufsimbiss, weil das dann wahrscheinlich schon ewig unter der Wärmelampe lag und daher eine regelrechte Histaminbombe wird.

gelesen/festgestellt:
„Es ist ein populärer Fehlschluss, dass ein bloßes Erlernen von Entspannung, Meditation, rationalem Denken oder ein gesunder, aktiver Lebensstil der Stress-Reaktivität, die von komplexer PTBS ausgelöst wird, entgegenwirkt", sagt er. „Diese Ansätze positiver Psychologie helfen Menschen mit komplexer PTBS nur weiter, nachdem sie es geschafft haben, ihr Gehirn und ihren Körper vom Überlebensmodus auf einen Zustand gelassenen Selbstvertrauens umzuschalten." 
von hier: https://www.vice.com/de/article/komplexe-posttraumatische-belastungsstoerung-ptbs-514
Ja stimmt und teils auch nicht. Siehe oben: Angst durch Übersäuerung. Und auch das Thema Entspannung/Imagination lag bei mir lange brach, wird aber besser und hilft mir sehr. Mit dem rationalen Denken...nun meinen hungrigen Geist hat das sehr gefallen, aber wirklich geholfen? Nur zum Teil. Ich konnte es besser nachvollziehen, verstehen...gegen üble Zustände hilft das nicht.
Der zweite Absatz: Volltreffer! Seit ich absolut keinen Kontakt mehr zu meiner Familie habe, komme ich langsam aus dem Überlebensmodus raus. Ich werde selbstbewußter, habe mehr Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen.  Werde ruhiger. Brauche auch nicht mehr soviel Narzissmus im Sinne von "ich muss was besonders machen" (vor allem arbeitstechnisch!), sondern kann viel emhr entspannen, durchschnittlich sein und meinen Weg gehen. Meinen Platz in der Welt finden, der für mich passt und nicht den anderen, damit die dann sagen: "oh schau was die tolles macht/ist, die bekommt jetzt Liebe und Anerkennung von mir."
Darum gehts ja letztendlich. Die Realität ist nämlich: egal was ich machte oder nicht, ich bekam einfach nicht die Liebe von meiner Familie die ich gebraucht habe.
Und seit Jahren gibt es Menschen in meinem Umfeld, die mich trotz meiner Schwierigkeiten und "Erfolglosigkeiten" mögen und schätzen.
Weil es nicht darum geht was ich tue oder habe (oder nur zum kleinen Teil) sondern darum wer ich BIN.
Das macht das ganze sehr friedlicher. Ich orientiere mich an meinen Wünschen, Bedürfnissen, Begabungen...und gestalte dann meinen Weg.
Ein schönes Gefühl. Der außerdem viel erfolgreicher ist :-)

gefragt: von einer lieben Freundin: "Und? Kannst du dir auf die Schulter klopfen, dass du den Streß mit der Küche gut gemeistert hast?" Öhhh...gute Frage...ne eher nicht, da ist mehr im Vordergrund: ej da war doch nix! Sollst dich freuen! (Memo an mich: es geht beides: sich überfordert fühlen UND sich freuen).
Ich überlege noch etwas...aber weißte! Sage ich zur lieben Freundin. Ich konnte mich gut so lassen, dass ich mich erst mit den Geräten beschäftigte als ich die Kraft und Nerven dazu hatte! Nämlich erst nach Tagen. Da musste ich mich nicht selber antreiben oder abwerten das ich trotz Spülmaschine noch per Hand abspülte.

- genossen: Gesichts behandlung beim Thailänder. Hach...fast sanft entschlummert...sie fragt mich danach: kein Nacken und Rücken? Ich überlege...ach scheiß drauf...DOCH! Machen wir weiter....ich drehe mich auf den Bauch und lasse mich weiter verwöhnen...kam ja jetzt einiges Geld von Verkäufen rein, das geht schon :) Danach noch in grünen Ecken von München spaziert...meine Erholung...

- gemacht: ins Gras gebissen. Also fast. Ich lag so am See, hörte Musik, versuchte das innere Stromgefühl damit wegzubekommen (gelang etwas), sah mich um und dachte: mensch diese ungemähte Wiese...da oben sind fast nie Hunde, viele Leute lagen bei dem Wetter eh noch nicht hier rum...nimmste was mit, machste Salat draus...Gedacht. Gemacht. Gegessen.

- gehofft: das der neue Kühlschrank leiser ist, als der alte. Dem ist nicht so. Der blubbert, gluckert, seufzt, furzt, quietscht und brummt. Ob ich mich daran gewöhne?
Dafür muss ich nie mehr abtauen. Würd ich aber lieber, wenn stattdessen Ruhe wäre....

- hellfühlen: ich hab wieder meine hellen Momente. Mein voraus-ahnen.
Film gesehen, Iris Berben hat eine Gesichtsmaske auf, es klingelt an der Tür...was machen? Ich dacht so, (und hatte dabei diesen besonderen Moment/besonderes Gefühl: da scheiß ich mir nix mehr, wie mich der Postbote sieht, oder von mir aus die Nachbarn. Meine Hütte, meine Regeln, kann ich rumlaufen wie es mir gefällt. Nach dem Film leg ich mir auch ne Maske auf. Leg die Füße hoch. Klingelts. Ne oder?
Auch noch: ich sitze in einem wunderschön verwilderten Park. Genieße den Anblick, das Vogelgezwitscher...einfach alles...der Kopf wird leerer....kommt mir wie aus dem Nichts ein Gedanke: wieviel Geld einem wohl so im Leben flöten geht, durch falsch heraus gegebenes Wechselgeld???.
Kurz danach geh ich in einen chaotischen Bücherladen..ich stöbere, finde ein Buch, bezahle und? Der Verkäufer gibt mir falsch raus. Vorahnung?
Ich hab Zeiten, da erahne ich Dinge ständig voraus. Nein nicht die Lottozahlen.

- gekauft: Herrlich, wenn ich mal wieder ein Buch finde, das mich nicht mehr loslösst. Diesmal Paul Auster-die Brooklyn Revue. Ich mag Ich-Erzählungen, ich mag Charaktere, die auch nicht so wirklich viel mit Menschen anfangen können und dann schonmal seltsam bis schnodderig daher kommen, wenn das ganze noch mit gutem Humor gespickt ist: love it!

Mittwoch, 10. Mai 2017

Fuck Reality

Heute beide Vorstellungstermine abgesagt.
Traurigkeit.
Beides wäre interessant gewesen. Der eine ein voller Minijob, mit relativ wenigen Stunden, Hundekontakt und in der Nähe ein großer Garten (mit evtl. Arbeiten dort). Blöd: Fahrzeit: 2 Std. insgesamt. Ich hatte mir noch eingeredet, das es ja nur 2x die Woche wäre...aber....

Das andere eher sporadisch auf Stundenbasis (hieße viel Papierkram mit dem Sozialamt, da immer Neuberechnung), dafür völlig alleine, Recherchearbeiten im Netz und teils vor Ort für ein Forschungsinstitut.

Die krasse Abwertung von früher, dass ich ja nichts schaffe und mich nur blöd anstelle und mal mehr an mir arbeiten müsse ect. ist nicht mehr (oder weniger) da. Auch nicht der Gedanke, dass ich ja nur ala Hippie der Faulheit frönen will.
Dafür eher die Traurigkeit: ich hätte das so gerne gemacht....
und auch wieder Erstaunen: bin anscheinend doch kränker als ich immer denke (siehe als der erste Rentenbescheid vor 5 Jahren kam, wollte ich ja noch Widerspruch einlegen).

Gerade noch so im dösen dachte ich: Ermüdungsbruch. Verschleißerscheinung. Ich habe soviele schwerwiegende Belastungen überlebt, dass nun jede weitere Belastung mich zusammen brechen lässt. Der berühmte kleinste Tropfen, der das Fass zum überlaufen bringt.

Einer schrieb in einem PTBS-Forum:
jedoch das kleinste bisschen Stress, es langt schon das klingeln des Tel. lassen meinen Puls hochjagen
genau so ist es. Weswegen mein Handy immer auf lautlos ist und derzeit selbst die Türklingel aus ist, obwohl ich Post erwarte, aber dann hole ich es lieber beim Nachbarn/Poststelle ab, da kann ich entscheiden WANN.

Heute also erstmal: gute Selbstfürsorge, erstmal lange im Bad verschwinden, dann noch weiteres am Radl montieren und dann ein ruhiges Plätzchen in der Natur suchen. Denn nach gefühlten Monaten scheint heute mal wieder die Sonne.

Montag, 8. Mai 2017

Krisenmodus

So schlimm wie jetzt war es schon lange nicht mehr.
Geistige und körperliche Anstrengung (und ich rede hier von einem Quiz am Handy spielen oder zum Briefkasten gehen oder kochen) überschreiten meine Grenzen total.

Leider weß ich nicht so recht warum...
- Histamin? ich esse gerade sehr vorsichtig. Aber es kann auch die Nachwirkung vom Streß sein (ja auch das löst Histamin aus) und da mein Nervensystem da eh schnell reagiert (hochsensibel) ist das immer heikel.
Dazu kommt das ich null Appetit und Hunger habe, eher Übelkeit. Medikemante helfen nicht. Was auch noch vom Streß kommen könnte...

- Klar hängt mir der Streß der Küche noch nach...und ich werde ungeduldig, wenn ich da 3 Tage oder länger in den Seilen hänge...funktioniere wieder!!! schreit es in mir...

- Streß gabs auch so...übernachten bei D., da getriggert worden...das Auto fahren...ect...

- Streß steht auch bevor: zwei Vorstellungsgespräche und dann eine kleine Reise.

Mir bleibt nichts übrig als Tag und Nacht zu schlafen, sowie ich was andere mache wird mir schlecht, die Muskeln geben nach, der Tinitus bekommt zum Pfeifton noch einen Brummton dazu ect..pp...
Wenigstens regnets draußen....

NACHTRAG: Mir ist siedenheiß eingefallen, das sich in all dem Trubel mal wieder das Magnesium vergessen habe. Also gleich ein Fußbad (Magnesiumchlorid als Flocken) für ein halbe Stunde gemacht.
Und? Ich bin wieder viel wacher im Kopf, nicht mehr so innerlich zittrig (und halb erfroren!) und ko.
Werd ich morgen früh gleich nochmal machen...

Freitag, 5. Mai 2017

Wochenrückblick

 --Sehr anstrengend--

- Völlig ko, bei jedem zusätzlichen Reiz den ich nicht mehr verarbeiten kann: Fieber, extrem schlapp und starke Kreislaufprobleme. Alarmstufe rot.
Heute noch ein Handwerker (kurz) dann: RUHE. Schlaf. Keine Menschen.

- neue Mitbewohner: Utrag, Kylig, Medelstor und Co. YES, the neue Küche ist da, drin und paßt alles! Sieht geil aus. Ganz anderes arbeiten (weil Platte höher). Tolles Gefühl nun eine richtige Küche zu haben (auch das macht was mit dem Selbstwert):

Ich denk immer ich bin in einer fremden Wohnung...es gibt soviele kleine und größere neue Sachen, an die ich mich erst gewöhnen muss (mehr Licht, Tiefkühltruhe muss nicht mehr abgetaut werden, allerlei Extra und die Bedienung des Herds braucht auch noch extra Aufmerksamkeit)...

Und natürlich gibts auch was zu meckern :-) Der Einbau war krass: fast 7 Stunden Lärm und Dreck und Kälte (weil Tür offen), dazu fremde Menschen in meiner Wohnung.
Der Kühlschrank ist etwas klein. Histamintechnisch muss ich ja viel kühlen. Na mal sehen...
Ich spül immer noch per Hand, weil ich keinen Nerv habe mich mit der Geschirrspülmaschine auseinanderzusetzen. Macht auch nix...
Wirklich schön war, dass sich das halbe Haus sehr mitgefreut hat. Durch meinen Aushang (es kann lauter werden ect.)wußte die ja was bei mir los war und dann kamen fleißige Nachfragen. Hat mich echt gefreut.

- gegessen: viel zu viel Gluten. Durch fehlende Küche und so..
Hab wieder meinen alten schlechten Zustand. Nicht nur die Reizüberflutung, sondern auch die Muskelschwäche ist wieder krass. Na ich weiß ja woher es kommt und was ich tun muss. Halbe Miete.

- verkauft: altes Radl vom Papa ging weg. Urlaubskasse gut gefüllt. Juhu!


- Luxus: Für mich ist Luxus ein ruhiges Plätzchen in der Natur. Da D. praktischerweise einen riesen Garten hinterm Haus hat, saß ich da gemütlich im Liegestuhl, ließ mir die Sonne ins Gesicht scheinen und beobachtete einfach die Hühner. Oder das Gras das sich im Wind wog. Oder die vielen Bienen die sich am blühenden Apfelbaum zu schaffen machten.
Oder den Blick einfach über die Felder schweifen lassen....
Erholung pur. Und für mich ganz und gar nicht langweilig. Intro halt :-)



Dazu das passende Buch: der Biophiliaeffekt - Heilung aus dem Wald, von Clemens G. Arvay.
Ist jetzt nicht allzu neues für mich, warum Natur uns gut tut, aber trotzdem ganz interessant.

- apropo introvertiert:



Beste Stellen:
* zart besaitetes Vaserl (erinnert mich an den Spruch: i bin a Schmedderling/welcher Kinderfilm war das nochmal?) dermaßen überforder...

* wer braucht schon Reisen oder Ausflüge oder Sport oder Konzerte oder Theatervorstellungen oder persönlichen Kontakt, es gibt Internet!
Gut bei Ausflüge und Sport leg ich jetzt mal ein Veto ein . Aber reisen im Sinne von umherfahren, mal hier mal da bleiben und übernachten, klingt reizvoll, wäre aber für mich ZUVIELE Reize. Deswegen geht auch komplett andere Kultur/Klima nicht für mich. Urlaub im Sinne: wohin fahren da bleiben, ist schön, aber auch sehr anstrengend, daher eher Futter für den Geist, als wirkliche Erholung (die gibt eher im heimischen Wald, wie geschrieben ;))

- und noch eine gute Seite zum Thema Introvertiertheit 
der Artikel gefiel mir besonders gut
damit musste ich mich lange erstmal aussöhnen mit mir, dass Freundschaften bei mir vielleicht anders aussehen, wie "normal". Die meisten Freunde sehe ich nur alle paar Wochen. Und mir reicht das. Vollkommen.
Mit einer zum Beispiel läuft auch das Treffen imme gleich ab, was ich auch ganz angenehm finde, bei anderen ist es so, dass man fast jedes mal was gemeinsam unternimmt. Auch das ist OK.

- gefunden: (genau darum gehts mir derzeit/in meiner Wohnung):
Reduziere visuelle Reize
Dein Sehsinn hat die höchste Aufnahmefähigkeit von allen Sinnen. Er liefert ca. 80 Prozent aller Informationen, die dein Gehirn verarbeitet. Und ein visueller Sinneseindruck ist – durch die ihm enthaltenen Symbole und Botschaften – häufig äusserst komplex. Er ruft Assoziationen und Emotionen hervor, die deine Aufmerksamkeit in Beschlag nehmen.
Mit Nippes überquellende Bücherregale. Sinnloser Kram auf Ablageflächen. Verstaubender Krempel in Ecken. All das strapaziert und beschäftigt deine Augen und deinen Geist permanent. Oft in überflüssiger Weise.
Gönne dir ein Zuhause mit klaren Flächen & Linien, bewusst ausgesuchten Möbel- und Kunststücken und aufgeräumten Regalen.
Meine Rede!


- geschafft: Das erste Mal eine Flasche mit dem Feuerzeug geöffnet. Was man nicht alles lernt, wenn man den Flaschenöffner irgendwo in einer der vielen Küchenkisten verstaut hat und nicht mehr weiß wo :-) Und zur Pizza wollte ich ein Radler.

-gemacht:
Nachdem ich ja letztens nach laaaanger Zeit mal wieder Auto gefahren bin, wollte ich das gleich weiter vertiefen, da die 5km doch bissl kurz waren. Diesmal also 40km teils Autobahn, teils breite Landstraße, teils sehr kurvige, teils sehr enge Straßen UND anfahren am Berg. Also fast alles drin.
Lief soweit auch ganz gut, der alte Spaß daran tauchte wieder auf, nur 2 kleine Patzer passierten (die wohl jedem mal passieren) aber die Anspannung die ist einfach verflixt hoch dabei...schade...aber ich muss ja auch nicht mehr 400km täglich fahren, sondern nur wenn ich will. Oder muss wegen widrigen Umständen oder so...

- gefuttert:  Trimethylglycin oder auch einfach Betain: Macht gute Laune und hilft mir fast so gut wie das SAM-e. Hilft auch bei der Methylierung und das merk ich das tut mir gut (weil es da ja bei mir irgendwo hakt). Auch etwas günstiger als SAM-e

Und sonst so?
Läuft es runder. Wenn auch derzeit anstrengend, aber ich kann mir eher sagen: das is nur vorüber gehend. Ich kann gut für mich sorgen (was brauch ich, Essen bestellen, was warmes anziehen ecgt.) und mache generell einfach, anstatt mir tausend Gedanken drüber zu machen. Locker. Lässiger einfach. Mehr Leichtigkeit. Auch mal Scherze machen. Die psychische Anspannung lässt mehr und mehr nach.
Auch das wachsende Selbstwertgefühl macht weiterhin richtig Spaß. Ich bin ganz anders "unterwegs", in Geschäften zum Beispiel, glaube ich jetzt nicht mehr, dass das alles nur für die anderen ist. Sondern für mich auch!

Ich muss mich weniger in Watte packen. Wenn ich z.B. müde bin nicht gleich schlafen gehen, sondern merken JETZT (früher war das sicher anders) kann ich das auch mal aushalten und manchmal vergeht auch die Müdigkeit...nur als Beispiel.
Das tut gut. Das ist schön.

Aussicht:
Nachdem ich heute nochmal kurz arbeiten war, wird das Wochenende ruhig, RUHIG und ruhig. ;)
Und natürlich weiter mit Küche langsam beschäftigen und anfreunden und natürlich eine Runde aufm neuen Radl (macht mega Spaß!).


Mittwoch, 3. Mai 2017

Die Wogen glätten sich

Langsam kehrt wieder Normalität ein.
Zeit wirds.
Ganz dringend.

Grüße aus der sehr langsam schwindenden Reizüberflutung....

Sonntag, 30. April 2017

Optische Ruhe

Diesen Begriff optische Ruhe kannte ich bis gestern nicht. Und derzeit wird mir immer klarer WIE wichtig das für mich ist! Für mich ist das derzeitige Chaos in der Wohnung (überall stehen Sachen) wie Dauerbeschallung mit Heavy Metall. Streß pur.
Zum Glück ist mein Schlafzimmer eine halbe Etage (Galerie) höher als der Rest und da oben ist wirklich Ruhe. Nur das Bett, eine Kommode, ein Nachttischchen, 2 Lampen und 2 sehr ruhige Bilder. Das tut gut.

Von daher werde ich wohl doch schauen, wie meine Wohnung noch ruhiger wird. Vielleicht fliegt die Kommode im Flur raus und das Regal aus dem Wohnzimmer kommt dahin. Mal sehen...

Gerade als Introvertierte die jeden Reiz länger verarbeitet ist das wichtig.

Jetzt starre ich erstmal auf den Dienstag, wo ich dann hoffentlich den Großteil wieder verräumen kann.

Und sonst merke ich noch ein weiteres Schuldgefühl: Wenn ich meinen Bedürfnissen gerecht werde. Also wenn ich alleine bin und das keinen Menschen mit einbezieht geht es schon ganz gut. Wenn das aber auch einen anderen Menschen "trifft" wirds innerlich arg eng.

Der erste Schritt war vor vielen vielen Jahren überhaupt spüren welche Bedürfnisse ich habe (ah mir ist kalt, hm ich möchte jetzt gerne einen Kaffe, also teilweise wirklich grundlegende Dinge).
dann folgte mit viel Kampf und Überwindung die Erfüllung (ich darf mir was warmes zum anziehen holen, mir noch einen Tee machen), nochmal später dann schon Dinge im Beisein anderer meist fremder Menschen (mich in der Bahn umsetzen oder mich überhaupt hinsetzen oder jemand bittet etwas leiser zu sen, die Tasche wegzunehmen ect.).
Dann kam bei Freunden meine Bedürfnisse anmelden/Grenzen setzen (ich möchte heute nicht solange telefonieren, ich kann nicht zum Treffen kommen, könntest du mich dahin fahren ect.).
Jetzt geht es noch einen Schritt weiter, das den anderen mehr miteinbezieht (ich muss alleine schlafen, ich brauche heute Ruhe, brauche körperlichen Abstand ect.)
Da ist die Gefahr groß in die Coabhängigkeit zu rutschen, meine Bedürfnisse wieder zu verdrängen und alles so machen, dass es fü den anderen wieder stimmt.

Heute aber erstmal dringend ein Sonnebad und weiter Ruhe....

Samstag, 29. April 2017

Eigen/Meins

Ich merke immer wieder wie wichtig das Thema Ichfindung/Identität für mich ist.
Das war ja zuhause nicht erlaubt: Eigene Gefühle, eigene Hobbys, eigene Wege gehen! Ich hatte das zu tun, zu fühlen, zu denken, zu WOLLEN was von mir erwartet wurde. Was die anderen nicht konnten wurde auch mir verwehrt.
Keiner hat bei uns einen höheren Schulabschluß, was bildet sich da jetzt Frau Heller ein auf die Realschule zu wollen? Nix da.
In fremden Gebieten Auto fahren? Undenkbar! Immerhin hat Mutti erst gar kein Führerschein und Papi traut sich nur auf bekannten Landstraßen (keine Autobahn!). Jetzt komm ich daher und fahr in fremde Städte, über Autobahn, ach sogar in andere Länder!!! Unerhört!
Ich hatte zwar ein eigenes Zimmer, was aber noch lange nicht hieß, dass das auch nur mir allein gehörte. Stiefvater konnte jederzeit durch latschen, in sein Büro, Gäste hatten zuvel gesoffen? Egal schlafts euren Rausch in Frau Hellers Bett aus!

UAH!

Ich darf was eigenes haben. Ich darf auch die uralten Geschirrtücher meiner Mutter endlich wegschmeißen und mir neue kaufen (heute getan!) sehr befreiendes Gefühl.
Die Teller werden auch demnächst ausgetauscht (große Vorfreude!).
Dann dürfte langsam aber sicher nichts mehr materielles aus meinem Elternhaus da sein.
Und das ist gut so!

Und sonst so?
Es überkommt mich immer mal wieder ein Schuldgefühl.
Warum?
Weil es mir so gut geht!
Ja.
Endlich die bleiernde Müdigkeit weg. Viel mehr Selbstwertgefühl. Spaß am Leben. Ein tolles neues Radl! Bald eine neue Küche! Einen lieben Mann an meiner Seite! Eine Beschäftigung die mir Spaß macht....
Ja es darf mir nach all dem Morast auch gut gehen...
nur kommt es noch nicht so ganz an bei mir....
Ich übe mich im zulassen :-)

Apropo Küche:
Meine provisorische Küche aus Balkontisch und 2 Herdplatten musste gleich wieder weichen, denn es kam:
The neue Küche.
Also wer schonmal IKEA-Sachen selbst zusammengebaut hat, weiß, dass das manchmal nicht so ganz einfach ist. Aber eine ganze Küche zusammenbauen!!! Na Prost Mahlzeit. Aber keine Sorge, da kommen 2 Junges, die das hoffentlich schon im Schlaf können ....

Freitag, 28. April 2017

Wochenrückblick

 --Anstrengende Woche...
diesmal sehr ausführlich--

Montag: Bevor der Trubel losgeht, nochmal relaxen bei 16 Grad Sonnenschein. Ich fahr nach München, muss noch Rezepte vom Doc holen. Leider fährt die S-Bahn nicht so wie sonst (aufgrund eines Feuerwehreinsatzes), so steige ich eine Haltestelle eher aus und schau auf dem Plan wie ich jetzt zu meinem Ziel komme. Neben mir macht eine Frau dasselbe. Wir kommen ins Gespräch. Wir stellen fest das wir dasselbe Ziel haben (naja fast). Ihr ist das zu kompliziert, sie ist nicht von hier und sagt: "ach da nehm ich mir jetzt ein Taxi". Ich seufzend: "oder so". Sie: "ja zahlt ja die Firma". Ich: "och wie praktisch". Sie:"Sie können ja mitfahren."
Echt?
ECHT JETZT?
Sie: "na klar. Kommen se!"
Coole Sache. Es hat mich wahnsinnig gefreut. Einfach die Geste für andere mitzudenken. Den Rest von ca. 1 Kilometer lief ich dann. Durch eine wunderschöne große Allee, alles am blühen und grünen. Laune am Höchstpunkt! Kurz zum Doc, danach Kaffe trinken. Da gibt es so ein nettes Lokal, Montagvormittag bin ich die einzige im ruhigen Garten und genieße einfach das JETZT!
Weiter zum Kosmetikladen. Der gewann irgendeinen wichtigen (oder unwichtigen Award) und ließ ne Rundmail (war einmal bei denen letztes Jahr zur Haarentfernung) raus: dass sie eine kostenlose Behandlung 15mins anbieten. Hej nehm ich doch mit. So bekam ich eine Reinigung, ein Peeling auf Enzymbasis (kein Gerubbel) und eine kleine Gesichtsmassage. Und natürlich viel Werbung für diese Produkte. Aber auch wieder einiges  gelernt (zum Thema Pflege und Haut und so, war eine angenehme junge Frau die mich behandelte).
Weiter gings runter zur Isar, ich musste das Frühjahrswetter genießen. Dort meine Brotzeit verspeist und spielenden Hunden zugesehen. HACH!
Weiter gings, kurzes Treffen mit D. hatte Sehnsucht nach ihm und er grad Feierabend. PERFEKT DAY!

Dienstag:
Küche ausräumen, und schonmal das abmontieren, was ich schaffe. Ich bin nervös und angespannt ob das so alles funktioniert. Kann aber abends gut abschalten, mir was richtiges noch kochen und entspannen.

Mittwoch: In der Früh wird der Kühlschrank abgeholt den ich zu verschenken in eine Anzeige gesetzt habe. Ich schrieb mit einer Frau, sie meinte, ihr Cousin helfe zu tragen. Zur ausgemachten Stunde stehen 3 muskulöse Männer vor mir, kurze Panik (ohne klingeln was das ganze erschwerte weil null Vorbereitung/sich einstellen können, dass gleich jemand in die Wohnung kommt, unten die Haustüre war auf deswegen standen die da so plötzlich). Ging aber alles gut und vor allem schnell. PUH erstmal beruhigen. Was mir nicht gelingt, da ich weiter an der Küche schrauben /wegräumen muss.
D. kommt dazu und wir machen die schweren Sachen zusammen und tragen alles in den Keller. Und den Rest bringen wir gleich zum Wertstoffhof.
Die Küche ist leer. Die erste große Hürde ist geschafft.
Danach gehen wir zum Griechen lecker essen. Danach wird mir schummrig. Der Weißwein, das viele Essen, der Geräuschpegel, das sich unterhalten, die ganze Anspannung der Tage...ich kann nicht mehr, muss raus an die frische, feuchte, sehr kalte Luft und mich möglichst schnell hinlegen...einfach nur Ruhe. Keine weiteren Reize...bitte.

Donnerstag:
Ich bin völlig hinüber, zuviel Adrenalin im Körper, schlafe viel, werde aber immer wieder von der Bohrmaschine geweckt, wir haben unten neue Nachbarn. Das zittern geht los.Eigentlich hatte ich heute was anderes vor, aber ich brauch RUHE. Alleinsein. Keine weitere Aufregung.
Alles was ich zum essen/kochen brauche ist wild verstreut in der Wohnung. Das steigert meine Unruhe ennorm. Ich kann auch nicht viel in die leere Küche stellen, weil morgen die neue kommt und ich nicht weiß, wieviel die da rein stellen oder draußen am Balkon lassen können.
Außerdem wird das Bad durch das Geschirr in Mitleidenschaft gezogen, was mir gar nicht passt, aber ist halt nunmal so.

Eigentlich alles keine Probleme. Aber ich merke wie sehr mich das stresst wenn es a)ungewohnt wird-also nicht seinen üblichen Ablauf hat oder die Sachen nicht da stehen wo sie sonst stehen (Kontrollzwang? Egal, es IST nunmal so) und b) wenn in naher Zukunft noch weitere Termine kommen und ich da angespannt bin ob das alles klappt....und ich einfach nur froh bin, wenn das alles vorüber ist. Wahrscheinlich mehr, als jemand anderes.

Abends holt noch jemand den Gefrierschrank ab. Nochmal Aufregung, fremde Leute, sind die pünktlich ?, kann ich danach endlich entspannen? ect...
Es geht so leidlich, immerhin schlaf ich recht gut und viel.

Freitag:
Warten aufs Christkind die neue Küche. Irgendwann zwischen 17-21h tanzen die an. Wieder hocken wie auf heißen Kohken. Langsam bin ich mit meinen Nerven durch. Aber sowas von....

Aussicht: Samstag und Sonntag dringend NIX tun. Ausspannen. Nerven runter fahren. Ins Grüne hocken. Baldrian nehmen. Auf Gedanken achten, die sich schon Sorgen machen über das was ich in 2 Wochen vor habe (typisch Streßsituation, das Hirn läuft Amok). Soweit es geht Montag auch nicht viel machen. Dann Dienstag Einbau der neuen Küche. Und dann wirds hoffentlich wieder alles normal.

Und sonst so? Jeden Morgen zog ich diese Woche die Rollos hoch und jeden Morgen (außer eben Montag) sagte Schnee HALLOOO zu mir. Voll doooof...Aber andererseits dann bleibt die Milch, Butter ect. draußen frisch und zum radeln komm ich eh grad kaum....
Und: wieder gemerkt: Abends lesen, statt irgendwas im Netz schauen, lässt mich viel entspannter und besser schlafen. Merken!

Jetzt Füße hoch, Kaffee her und auf die Spedition warten....

Dienstag, 25. April 2017

Minimalismus vs. Realität

Ich würde wirklich gerne mit sehr wenig materielles um mich herum auskommen.
Aber ich brauche all das Zeug.

Letztens bei der neuen Family hab ich ja gestaunt: hier wohnen 2 Erwachsene und 2 Kinder? Wo ist all das Zeug?
Wobei man sagen muss: Die sind halt auch sehr wenig zuhause. Im Gegensatz zu mir.

Und ich habe einfach viele Interessen, am PC herrscht immer ein Zettelkram von Ideen/To-do-Lists/Veranstaltungszettel ect., da Bücher, hier Strickzeug, da Sportklamotten und Sportgeräte und da ich fast immer zuhause koche, braucht es auch da viele Utensilien....

Vor 2 Jahren als ich meine Wohnung fast komplett ausräumen musste, weil gemalert wurde, dachte ich mir schon: schön wäre es, einfach 4 Kisten zusammenpacken, das Bett zusammen rollen und fertig.
So schuftete ich Zeug um Zeug entweder aufn Balkon oder in den Keller.

Dabei habe ich recht wenig. Oder doch nicht? Betrügt mich mein Realitätssinn?
Ich mag es sehr, Video oder Bilder von extremen Minimalisten anzusehen. Das beruhigt mich ungemein.
Aber ich kann das nicht.
So leben.
Ich muss auch manches immer im Blickfeld haben, weil ich es sonst vergesse. Zum Beispiel im Bad wenn ich alles in Schränke verstaue, dann benutze ich es schlicht nicht (außer jetzt die täglichen Musts).
Ich schaue schon immer, ob ich das und jenes noch brauche (Malsachen zum Beispiel werde ich nach Verbrauch nicht mehr neu kaufen).

Sehr schön ist das hier beschrieben:
http://www.schlichtheit.com/warum-ich-wenig-will-so-viel-brauche/

So für eine Woche muss ich mit einer minimalistischen Küchenausstattung auskommen, denn die fliegt heut und morgen raus.

Samstag, 22. April 2017

In vielen kleinen Schritten / das wahre Selbst

Heute also die Arbeit nachgeholt die ich Dienstag abgesagt habe (was genau richtig so war). Neue Situation, neue Leute. Und es ging alles gut. Ich weiß inzwischen auf was ich achten muss, weiß auch dass ich das kann, schäme mich nicht mehr.
Es lief super, ein neuer Termin wurde ausgemacht (das war noch unklar, ob es nur einmalig sein soll). Das freut mich.

Natürlich bin ich jetzt auch müde. Diese Woche war anstrengend, ich habe viel gemacht, innerlich wie äußerlich. Aber es ist eine angenehme Müdigkeit. Eine normale, nach getaner Arbeit eben. Nicht diese Benommenheit im Kopf und die Muskelschwäche in den Beinen. Diese Woche brauchte ich fast gar keinen Mittagsschlaf. Auch das fühlt sich gut an.
Wieder mehr in die Richtung wo ich hin will.

Die Salzsole hat da definitiv eine Wirkung. Was genau, ob das Salz als Antihistamin wirkt, oder das mehr Wasser in die Zellen aufgenommen werden und dadurch wenig Histamin ausgeschüttet wird, oder meine Elektrolyte zu sehr im Ungleichgewicht waren....ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass ich jeden Morgen den Schluck Salzsole verdünnt mit 1 Glas Wasser brauche!

Ein weiteres Jobprojekt hat sich auch aufgetan, was sich interessant anhört, allerdings kann ich mich erst darum kümmern wenn nächste Woche der große Rummel vorbei ist. Der Zuständige meinte, das sei ok, er habe sich das notiert und ich könne mich melden, wenn ich wieder kann. Sie suchen immer mal wieder für verschiedene Sachen Leute.
Okay :)
Sieht so aus, als ob sich Thema Job entwickelt, nicht so wie ich wollte oder dachte, aber mit dieser Variante kann ich auch gut leben, fast sogar noch besser.

Es fühlt sich so gut an sein Leben aktiv zu gestalten.
Sich Ziele zu setzen (sonst wäre das neue Radl nix geworden, weil das Ziel ja war soviel Geld anzusparen).
Sich Pausen zu gönnen und nicht weiter treiben, weil man meint, man hätte das nicht verdient/dürfe das nicht.
Auch die Erfahrung: ich kann mit schwierigen Situationen, üblen Triggern viel besser umgehen! Ich komme da wieder raus und auch das recht schnell...früher wäre es mir wochenlang schlecht gegangen. Dass es mich ziemlich mitgenommen hat, merke ich an der Zyklusstörung, jetzt weiß ich auch warum ich solche Schmerzen hatte.

Zufrieden mit sich selbst sein, sich selbst annehmen können.
Und sich mögen. Und auch über sich lachen können.
Ich merke wie ich immer mehr aus einer Art Trance aufwache und nicht nur einfach agiere, sondern MIT MIR lebe. Nicht mehr abgetrennt von meinen Impulsen, Wünschen, Bedürfnissen. Ich geh innerlich nicht mehr weg, sondern bleibe DA.
Ich bin gnädiger mit mir UND den anderen.
Mit Selbstwertgefühl macht das Leben viel mehr Spaß!
Ich atme freier, tiefer, mehr, ruhiger. Ich muss nicht mehr die Luft anhalten und das Leben so schnell als möglich irgendwie hinter mich bringen.
Ich schäle mein wahres Selbst Stück für Stück frei. Unter Tonnen von Scham blitzt es immer mehr hervor.
Ich sein zu dürfen. So wie ich bin. War das Verbot meiner Kindheit und Jugend und sogar noch ein Stück meines Erwachsenenlebens.
Es ist vorbei.
Ich habe das Recht auf ein lebenswertes Leben!
Ein sehr gutes kurzes Video dazu:
Scham und Lebensglück  https://www.youtube.com/watch?v=WssThHU5cX4

Ich glaube, ich habe aufgehört zu hoffen, dass sich die Vergangenheit ändert.
Und nutze jetzt die frei gewordene Energie, um das Leben HEUTE so zu ändern wie ich es haben will/brauche/gerne möchte.

Heute aber erstmal Entspannung...
leider ist es sehr kalt, regnerisch und windig...naja da freu ich mich morgen erstmal auf meine Heimsauna...

Freitag, 21. April 2017

Wochenrückblick

 -- puh schwierig...immer noch dieses innerliche beben und viel Spannnung, trotzdem schlafe ich viel und sehr fest/tief. Gottseidank!--

- Noch gefunden zum Thema emotionale Erpressung:

Eingefahrene Muster in einer Beziehung lassen sich nicht auf die Schnelle ändern. Bleiben Sie liebevoll, aber klar. Glauben Sie nicht jede Behauptung des Erpressers. Seien Sie kein „leichtes Opfer“ mehr. Vertrauen Sie darauf, dass die Erpressungen dann allmählich abnehmen und bald ganz aufhören. Sie werden sehen, dass dadurch der Schatz Ihrer emotionalen Gemeinsamkeiten in den Blick kommt und beide ihre Freiheit zurückgewinnen können.
Schön wäre es. Die Realität sieht leider anders aus. Die Erpressungen/der Druck/die Schikanen werden nicht abnehmen, sondern ZUnehmen. Das Opfer ist nicht willig? Dann wird es das gemacht. Da werden dann noch ganz andere Geschütze aufgefahren. Man gehe nur in ein Frauenhaus und höre sich die Geschichten an...sofern es eine Frau überlebt und es in ein frauenhaus geschafft hat.
Nein ich übertreibe nicht.

- begeistert: wie hast du auszusehen? Wer schreibt dir das vor? Bist du zu männlich als Frau? Zu ungeschminkt? Zu schön?
Mich treibt das immer wieder um: wie Frauen zu sein haben.
Toller Artikel und Video dazu: https://editionf.com/Schoenheit-selbstbewusstsein-dove-kampagne

- gehört:
https://www.youtube.com/watch?v=gw9fKuymA0I
und:
 https://www.youtube.com/watch?v=Bc4x4r0rmko

- gelesen: toller Artikel eines "Betroffenen" zum Thema Asexualität
http://www.zeit.de/community/2015-05/asexualitaet-beziehung-erfahrung

- auch gelesen: "wer dir Egoismus vorwirft, ist meistens selbst egoistisch."
Wie wahr...wie wahr...

- gefunden:
1.Zu Selbstsicherheit kommt man, in dem man sich auf Situationen einlässt, in denen man sich unsicher fühlt.
Klingt logisch. Ist es auch. Aber meistens denkt man doch so: Wenn ich keine Angst mehr habe, traue ich mich das zu tun.
Tja, dann wirds nie was...
2. Das Leben ist ein verdammtes Ding nach dem anderen.
Klingt komisch, stimmt aber. Vor allem weil ich gerne in den Gedanken verfalle: wenn ich das und jenes mal habe (oder nicht mehr wie z.B. Angst) DANN beginnt mein Leben...

- gedacht: im Badezimmer eines Mannes sollte man nicht zur erstbesten Tube greifen und meinen das sei Zahnpasta. Es könnte auch die Rasiercreme sein.

gekauft: Ein neues Radl! Endlich! Lange hingespart.
Geiles Teil, fährt viel besser und leichter als das Alte. Jetzt merke ich erst wie unpasssend das war (viel zu klein und Lenker zu kurz sodass die Handgelenke zu nah beieiander sind und darum der Oberkörper viel zu verspannt immer war). Bin ja "nur" 8 Jahre damit gefahren und gute 4000km. Und es war halt von Papa. Und Geschenke von Papa fühlten sich nie gut an, immer so schmierig gönnerhaft, er der pseudogroßzügige hilft der armen, armen, mittellosen Tochter. Und das andere was immer so mitschwang: als ob er damit sein schlechtes Gewissen beruhigen wollte. Ich hab mich innerlich immer mehr gegen seine "Geschenke" gewehrt.
Jetzt also MEINS. Selber ausgesucht, selber gekauft, Selbstwert um mindestens 100 Punkte gestiegen. Super Sache!

Muss halt noch verkehrssicher aufgepimpt werden.

gehabt: Traumjob am Ostermontag. Großer Korb voller Bügelwäsche einer Dame. So mag ich das: Alleine, zuhause, handwerklich vor mich hinwerkeln. Megasupertoll. Hoff die meldet sich öfters. Ich merke immer mehr, dass das meins in Sachen Arbeit ist: das praktische werkeln. Möglichst alleine.
Dachte früher immer, dass sei nix für mich, weil so ungeduldig und hektisch, das hatte aber auch viel mit dem Umfeld zu tun, ich war noch voll in "Täterkreisen" ständig getriggert/retraumatisiert.
Heute kann ich fast meditativ, sauber und ordentlich arbeiten. Eins nach dem anderen.
Gestern sah ich dem Zweiradmechaniker ein wenig in der Wekstatt zu. Der wird das auch genießen: handwerkliche Tätigkeit, sichtbares Ergebnis, klare Sache, wenig Kundenkontakt. Ich wette der ist auch stark introvertiert....

- gemacht: mir meine ganz eigene Depressionsfibel geschrieben. Nach jahrelanger Erfahrung damit, weiß ich nun wie ich in diesem Bezug ticke und brauche und überhaupt.

- das erste Mal: fühlte mich aufgrund meines Namens diskriminiert. Ich telefonierte mit einer Frau, sie fragte "Wie war nochmal ihr Name?" ich sagte ihn ihr nochmal, etwas betont langsamer. Ein abschätziges: "ahhja, da weiß ich schon bescheid!", (im Unterton schwang ein: dieses Ausländerpack, mit) war die Antwort. Ja mein Name klingt jetzt nicht nach Oberbayern, sondern nach Litauen wo er eben herkommt.
Noch nie sowas erfahren. Übles Gefühl.

- war wieder öfters spazieren, was mir sehr gut tat. Selbst im Schneesturm ....
Alles akkurat:


Trostlos und voller Leben:

Die Haare der Erde frisch gewaschen:

Aussicht:
Heute erstmal das schöne Gefühl fühlen diese Woche gut geschafft zu haben. Hunger und Appetit (gleich noch Kaffe und Kuchen genießen)  ist auch wieder da. Ich bin viel ruhiger.
Sonntag Ruhe und auch sonst hoffe ich dass ich die Nerven behalte. Nächste Woche ist volles Programm angesagt...
Aber vorher noch definitiv eine Radlrunde bevor der Regen kommt...jucheeeee :)))

Donnerstag, 20. April 2017

Nachtrag

Mir fielen dann noch die Imaginationen ein.
Hin und wieder mache ich die.
Eigentlich wollte ich heute nicht. In mir motzte es: ach was soll das schon bringen, die 15 Minuten Gerede usw.
Ich tat es trotzdem, legte mich hin, hörte die Übung *der sichere Ort*.
Und es wirkte. Nicht gleich. Aber so wenige Stunden später fühlte ich mich viel stabiler und konnte doch noch nach München fahren um was zu erledigen.
Es war anstrengend, teils schwierig, aber ich konnte mich immer wieder gut sammeln, mir ruhige Ecken suchen, kurz die Sonne genießen, hinsetzen,  Wasser trinken, schauen welchen Weg ich nehmen will (körperliche Bewegung mit einbauen um Streß abzubauen). Wenn die Anspannung zu groß wurde: NICHT auf den Streß konzentrieren, sondern auf Atmung, Bauch, nur noch 2 Haltestellen, irgendwas...

Jetzt wieder daheim. Geschafft und müde, aber viel ruhiger.
Dafür gibts jetzt Essen geliefert. Indisch. Wollt ich mir eigentlich für nächste Woche aufsparen, heut ist aber Ausnahmetag und daher sowas erlaubt.

Verhalten

Es ist immer wieder eine große Herausforderung herauszufinden, wie ich mich in solchen Phasen verhalte.
Es gibt keinen Plan XY.
Was es aber braucht (das habe ich nach langer Zeit und viel ausprobieren herausgefunden):

- annehmen dass es jetzt eben so ist. Mit am schwersten, habe ich doch von klein auf erlebt: "Mit solch schwierigen unangenehmen Gefühlen wollen wir dich nicht haben!" Das führe ich leider mal bewußt mal unbewußt dann an mir selber weiter.
Wenn annehmen nicht funktioniert, dann wenigstens DAS annehmen, dass annehmen eben gerade nicht klappt. Klingt lustig oder seltsam, hilft aber.

- Also erstmal alles "funktionieren müssen" rausnehmen. Und Selbstfürsorge starten. Auch das sind oft winzige Punkte, die ich von Situation zu Situation, von Minute zu Minute händeln muss.
Es kann sein, dass ich kurz einkaufen war und mir auf dem Heimweg denke: och bringst die Sachen noch heim und dann drehste noch eine kleine Runde. In der Wohnung merke ich aber, dass doch nichts mehr geht und ich es auf später verschiebe oder es ganz lasse.
Es gilt einen Mittelweg zu finden. Im Moment habe ich fast keinen Hunger und keinen Appetit. Ich weiß aber dass es mir gut tut, abends noch etwas zu essen, weil ich sonst nachts aufwache. Ich überlege sehr lange was ich essen möchte (früher griff ich einfach zum erstbesten), ich komme auf eine selbstgemachte Suppe mit Tiefkühlgemüse und Nudeln. Ich bekomme aber dann nur 5 Löffel herunter. Das ist ok. Ich habe was warmes im Bauch.

Auch kann ich mich derzeit sehr schlecht konzentrieren. Also mache ich alles langsamer und nichts bis wenig (oder nur kurz) was eine sehr hohe Konzentration erfordert .
Im Moment ist es für mich besser, wenn ich meine Wohnungstüre von innen abschließe. Mache ich sonst nie. Also Thema Sicherheitsgefühl. Dazu zählt auch weite, sehr bequeme Kleidung in der ich mich sicher und stark fühle, da spielen auch Farben mit rein. Ein roter Schal als Kraftsymbol.
Dann: kein Besuch. Möglichst wenig Menschen um mich herum.

- Das andere ist Thema Wohlgefühl.
Das ich es um mich herum derzeit SEHR sauber und aufgeräumt haben muss. Ich das edlere Duschgel her nehme und nicht das Alltagsdings. Das ich mich mit gutem Öl massiere. Oft Schlafanzug und Bettwäsche wasche.

 Früher  habe ich mir das alles erlaubt. Da bin ich über mich selber drüber gebrettert und habe so getan als wäre nichts, oder mich noch weiter von mir distanziert durch z.B. tagelanges am Pc sitzen.
Es ist auch ok bis Mittags im Schlafanzug zu bleiben. Ich weiß aber auch, dass es mir gut tut, zu duschen und in Alltagskleidung zu schlüpfen.

Andere brauchen in solchen Phasen vielleicht eine starke Struktur von außen, durch Klinik oder einem selbst gewählten Programm. Bei mir funktioniert das nicht. Ich muss das alles selbst frei jederzeit entscheiden und ändern können.

Dienstag, 18. April 2017

Trigger

Als ich die Diagnose komlexe Posttraumatische Belastungsstörung bekam, suchte ich mir zuerst mal Infos..Literatur...
Dort kommt man sehr schnell auf das Wort Trigger (engl.:Auslöser). In diesem Zusammenhand sind Auslöser für starke Gefühlszustände gemeint.
Dann liest man Beisppiele für Trigger: Eine Sirene, ein bestimmter Geruch, eine Stimme, eine Berührung, ein Geschmack, ein Film ect...darin fand ich mich nicht wieder. Also klar manche Gerüche erinnerten mich auch an schlechte Zeiten, ein bestimtes Parfum und mich ekelts.
Bei mir waren Trigger schwerer zu finden, also zu benennen. Durch sehr viel Selbstreflexion und Beobachtung kam ich so langsam dahinter. Es sind Dinge die fast nirgends stehen (oder ich habs übersehen bzw. hab ja auch nicht allles gelesen).

Da ich sehr viel psychische/häusliche Gewalt erlebte, sind bei mir Trigger: Das Verhalten eines Menschen. Vor allem nahe stehende Menschen.
Und jetzt weiß ich auch warum ich seit Tagen wieder so innerlich zitter, sehr fahrig bin, viel schwitze, eben total unter Streß stehe:

Ich verhielt mich nicht so wie D. das gerne gehabt hätte. Daraufhin zog sich D. innerlich zurück, sprach nicht mehr, verließ das Zimmer, tat so als schliefe er, was er aber nicht tat, auf meine Frage ob alles ok sei: ja ist es.
Aber ich spürte ja, dass eben nichts ok ist. Seine Bestrafung: Liebesentzug.
Es ist was anderes wenn er gesagt hätte: du ich geh mal ins andere Zimmer, muss grad allein sein, ja, ich bin grad sauer....lass uns später reden...wenn er eben Verantwortung für seine Gefühle übernommen hätte.

Tausendfach genau so erlebt. Erst daheim in der Familie. Dann bei M. (von dem ich passenderweise auch gleich vorletzte Nacht geträumt habe).
Manipulationsspiele. Emotionale Erpressung.
So bekommt man den anderen weich. Der andere beobachtet den anderen immer mehr: ist er abweisend? Ist seine Tonlange verändert? Sein Gesichtsausdruck? Hab ich mich falsch verhalten? Oh ich muss noch netter und lieber sein. Man tut alles damit einen der andere nicht wieder mit Ignoranz bestraft. Man ist hörig.
Stück für Stück gibt man sein Leben, seine Bedürfnisse, seine Hobbys, seine Gefühle auf und tut nur noch das, was der andere wünscht, damit es ihm gut geht.
Das fängt im kleinen an. Und zieht immer größere Kreise (wenn man nicht aufpasst!) Irgendwann ist es soweit, dass man sich nie richtig verhält. Es geht nur noch darum den anderen zu schikanieren, egal was man tut, der andere ist imemr sauer, wütend, enttäuscht...und man selbst geht gebeugt voller Schuldgefühle. 
Mein Körper gibt mir gerade ganz klare Hinweise: Vorsicht! Das ist gaar nicht gut! Das hatten wir schon mal! Und hat mich massiv geschädigt.

Zurück zum Trigger: Wenn ich schon in der Panik drin hänge ist jeder weitere Streß, auch noch so kleiner, nicht besonders hilfreich. Derzeit sind es mehrere:
- körperliche Schmerzen an einer sehr ungewohnten Stelle. Schmerzen an sich bringen mich sehr schnell aus der Fassung. Wenn ich nicht weiß warum, erst recht. Dazu müßte ich einen Facharzt aufsuchen. Einen neuen, weil ich zum alten nicht mehr mag. Nochmehr Streß: Neuer Arzt!

- schwieriges Telefongespräch mit Vermieter. es ging um eine bestimmte Kostenübernahme. Sehr großer Streß. Nachdem ich im Netz nachgeschaut habe, haben wir eine Lösung gefunden die nun für beide ok ist. Trotzdem, es wirkt noch sehr nach....

- wollte heute eigentlich einen Gelegenheitsjob machen. Problem: Fremde Menschen die die ganze Zeit anwesen sind, während ich arbeite. Ist normal ja schon schwierig, aber erst recht heute. Sind es mir die 40,- wert?

- etwas im Hintergrund aber doch am rumoren: Aus-und Einbau der neuen Küche nächster Woche.

So...muss jetzt schauen was ich da mit mir mache...
Ich glaub erstmal einen großen leckeren Kuchen aus der Bäckerei holen, verbunden mit einem kleinen Spaziergang (heute nacht hat es geschneit, es ist sehr kalt und diese Kälte tut mir in so einer erhitzten Phase immer recht gut), danach koffeinfreien Kaffe...

Sonntag, 16. April 2017

Sex, nein danke


Mit einer Freundin telefoniert...auf das Thema Körperlichkeit gekommen...sie so: "ah wenn ich das schon höre gemeinsam einschlafen und gemeinsam aufwachen...neeee das ist nichts für mich!"
Hm, dachte ich und fragte: "Wieso?" Ach ich hatte noch nie einen Partner und ich kann mir das einfach nicht vorstellen.
Die Frau ist knapp über 60 und sagte das mit einer Selbstverständlichkeit, dass es mir wohlig ums Herz wurde. Sie ist da mit sich im reinen. Kein "öh was ist nur falsch mit mir" oder "hm vielleicht bin ich doch mal mißbraucht worden?" Nö, einfach ein: ich will nicht (wir hatten uns schon mehrmals drüber unterhalten).

Seine sexuelle Identität finden...oft gar nicht so einfach...früher waren es die Traditionen (früh heiraten, Kinder bekommen, in der Küche bleiben) heute die Übersexualisierung.
Homosexualität wird nicht mehr als Krankheit gesehen (zumindest nicht offiziell). Dank Internet kann man fast all seine Fetische ausleben (findet sich ja eher mal wer, als draußen). Und ein Tabu ist Sex schon lange nicht mehr.

Aber keinen Sex zu wollen? Das ist schon noch schräg. Krank? Jedenfalls seltsam. In den Augen vieler. Wenn ich im asexuellen Forum lese, spüre ich wie ich aufatme. Meine Schultern leichter werden, ein Lächeln sich auf meinem Gesicht zeigt.

Jedenfalls fand ich (woanders) zwei Sätze die mir gefielen. Und das Fettgedruckte sollte sich jedes Mädl nach der ersten Sexualkunde auf ein großes Plakat schreiben und übers Bett hängen:

"Nur weil ich Kuscheln mag und Küssen und Petting, heißt das nicht dass ich Sex mit dir haben muss. Nur weil ich es angefangen habe und du jetzt geil bist, heißt das nicht, dass ich es auch zu Ende bringen muss".

Du bist nicht verpflichtet für den sexuellen Spaß deines Freundes zu sorgen!

Zu mir stehen.
Nicht mehr meine Grenzen überlatschen.
Sex? Nicht mit mir...

Verantwortung

Eines meiner größten Lernthemen in diesem Leben ist: Verantwortung für mich und mein Leben zu übernehmen.
Früher habe ich immer gehofft, dass der andere sich so verhält, dass es mir gut geht und ich keine unangenehmen Gefühle habe.

Verhält er sich nicht so wie es mir gut tut, wird manipuliert, mit Vorwürfen um sich gewofen und Streit angefangen. Hässlicher Streit. Kriegszustand.

In unserer Familie galt das Motto: Sei so wie ich dich haben will/wie ich dich brauche.
Jeder hat am anderen herum gestänkert und herum gedoktort. Muttern hat Vatern vorgeworfen zuhause nichts zu tun und auch nicht arbeiten zu gehen. Vatern warf Mutter vor zuviel zu saufen und fremd zu gehen.
Wir hatten alle möglichen Bedürfnisse der Eltern zu erfülllen, weil es denen ja so schlecht geht.

Ich habe vor ganz vielen jahren in einem Selbsthilfebuch (weiß nicht mehr welches) eine kleine Geschichte gelesen: Die Frau beschwerte sich bei ihrem Therapeuten, dass ihr Freund immer zu spät zu Verabredungen komme. Sie hat schon alles versucht: ihn angeschrien, ihn angebettelt, ihn gefragt WARUM? ihn körperlich angegriffen. Nichts änderte sich. Sie fühlte sich ohnmächtig. Sie konnte nichts tun. ODER? Doch, sie konnte handlungsfähig werden. Der Tip des Therapeuten: Machen Sie sich klar, was sie wollen: Sie können sich selbst eine Wartezeit von 15 Min. ausmachen, wenn er dann nicht da ist überlegen sie sich Plan A und B: Entweder Sie gehen alleine essen/ins Kino/was eben ausgemacht wurde oder fahren wieder heim, oder gehen spazieren, überlegen sie sich etwas was ihnen gefällt.
Als ich das las hab ich gelacht und geweint zugleich. Das war die Lösung für meine Ohnmacht.

Man kann keinen anderen Menschen ändern.
Das ist es was der Spruch meint:
Akzeptiere was du nicht ändern kannst (und ziehe evtl. Konseuenzen auch wenn die nicht schön sind)
und ändere was du ändern kannst (uah das bedeutet Arbeit...ja..aber es gibt ein befriedigendes Gefühl, sein Leben selbst in der Hand zu haben)...
achja und finde natürlich die Weisheit das eine vom anderen zu unterscheiden :)

Wenn ich wütend werde, so richtig mit innerem zittern..dann weiß ich bin ich (meistens) getriggert...und zwar geht es genau umd as Thema. Ich hätte in einer Selbsthilfegruppe mal eine Frau fast körperlich angegriffen, weil sie mir ständig dreinredete, dass ich doch keinen Kontaktabbruch zu meiner Familie machen kann. Egal welche Gründe und Argumente ich brachte ich stieß gegen eine Betonwand aus Vermeidung. SIE wollte ihre Gefühle dazu vermeiden, dass ihre Tochter sich nämlich auch langsam zurückzieht, sie wollte diese Angst und Trauer nicht spüren. Ich wollte sie davon überzeugen, warum ich den Kontakt abbreche...Druck gegen Druck.

Es ist ein friedliches Leben wenn man sich um sich kümmert und nicht um das was der andere tun soll.

Freitag, 14. April 2017

Wochenrückblick

--wie schon geschrieben, gab es diese Woche sehr wenig Schlaf, dafür aber auch was Neues --

- gemacht: das erste Mal seit gut 5 Jahren wieder Auto gefahren. Es hatte sich eine Angst davor eingeschlichen, ich traute mir es nicht mehr zu. Ich, die früher soviel und so gerne gefahren ist. Und auch gut und sicher. Sogar beruflich weite Strecken...
Also durch einen sanften Stups von außen, einfach mal wieder hinters Lenkrad gequetscht. War ok, hat teilweise auch wieder Spaß gemacht, jedoch merke ich auch dass meine Grundanspannung ja schon sehr hoch ist und das beim Auto fahren noch stärker wird...nicht so gut.
Und ich denke zuviel, definitiv...Auto fahren hat mehr mit Gefühl als mit Ratio zu tun...

-gelernt: Feuer machen, in einem Holzofen. Nach dem 3.Versuch hat es geklappt. Und Spaß gemacht. Kann alllerdings auch nerven, weil man immer dran bleiben  und nachlegen muss, damit das Feuer ja nicht ausgeht...

Ich merke bei beidem: Wieder Auto fahren und was Neues ausprobieren/lernen, habe ich arge Schwierigkeiten, meine Fustationstoleranzgrenze ist niedrig, ich werte mich gleich ab wenn etwas nicht sofort klappt, werde zittrig und panisch und stehe kurz vorm heulen....da mag ich stärker drauf schauen, weil genau das hinderlich ist einen neuen Job anzufangen...

- gesehen: bei einer Family im Hausflur ein Plakat gelesen (vielleicht darf ich es nochmal fotografieren) mit all den Hausregeln. Aber es kam nicht so streng und autoritär rüber, sondern sehr liebevoll: wir lassen uns ausreden, sagen Danke und Bitte, hören uns zu...bin gespannt wie die Kinder sind. Werde sie bald kennenlernen.

- festgestellt: mir fehlen öfters wieder tiefer gehende Gespräche. Über Gefühle. Und wie es dem anderen wirklich geht. Was einen so beschäftigt.

- gestaunt: mit einem Chef telefoniert wegen einer Projektarbeit. Also einen Minijob auf Stundenbasis (also kein voller) für einige Wochen/Monate. "Ahja," sagt er, "ich kann auch zu Ihnen rauskommen, dann müssen Sie nicht extra  nach München fahren, ist ja nur ein kurzes Gespräch!"
Sowas schon gehört? Da kommt der Chef zu Dir zum vorstellen. Habe danken abgelehnt, ich muss eh in München noch was erledigen.

- Körperlichkeiten: Ich hatte schon immer Probleme mit Körpernähe. Ich hab das Problem immer bei mir gesehen....inzwischen seh ich das lockerer und nicht nur als Gestörtheit. Ich bin halt so. Ich bin stark introvertiert und Körperlichkeiten stressen mich einfach oft. Erst recht von fremden Personen, was Arztbesuche oft sehr schwierig macht.
Meine frühere Situation verbesserte das Ganze nicht sonderlich. Berührungen waren als Kind sehr selten und wenn dann eher übergriffig, es fühlte sich immer komisch, seltsam, schmierig an oder medizinisch distanziert.
Später war ich mit Menschen befreundet, die mir auch nicht unbedingt gut taten und auch komisch (im Sinne von mißbräuchlich, egozentrisch, ausbeutend) drauf waren...
Jetzt merke ich, dass wenn ich mit wirklich liebevollen und achtsamen Menschen zusammen bin, kann ich auch Nähe und Umarmungen ect. genießen. Wenn auch eher nur kurz.
Wenn der andere schmollt, sauer und beleidigt ist, weil es nicht zum erhofften Sex kam, muss ich aufpassen, dass ich mir den Schuh nicht anziehe. Und mich wieder als falsch und schwierig hinstelle. Sondern auf meine Grenzen achte und nicht vorschnell die Erwartungen des anderen erfülle und etwas mache, was ich nicht will. Mit aufkommenden Verlustängsten komme ich inzwischen klar.

Aussicht: Ostern. Klar. Ich muss erstmal Schlaf nachholen und dann noch bissl werkeln: Balkon fertig dekorieren, einen Knopf umnähen, Marmelade einkochen...und Hörbücher/Podcast da hab ich mal voll Lust drauf (eher selten bei mir) und einfach in den grauen Himmel schauen oder stricken. Sonntag evtl. noch zu einer Bekannten...also alles recht ruhig.

Donnerstag, 13. April 2017

Alarmsystem außer Rand und Band

Dass ich schnell nervös werde und in Streß gerate war wohl schon immer so...
Doch seit 2009 an dem Komplettzusammenbruch ist das Ganze ziemlich ausgeartet.
Gut, einiges legte sich zum Glück wieder, anderes blieb.

Zum Beispiel sehr schlecht einschlafen können. Das geht am besten: zuhause, mit Silikonohrstöpsel, alleine und mit einem "Anstups"-Medikament, also kein richtiges Schlafmittel.
Mit jemanden in einer Wohnung zu schlafen - in getrennte Zimmer ist Streß. Mit jemanden in einem Raum schlafen - schon fast nicht möglich.
Mit jemanden in einem Bett schlafen - überhaupt nicht möglich.

Jetzt ist das halt in einer Beziehung so, das man ja gern mal beim anderen übernachten will. Tja.
Gestern war es mal wieder soweit (ich glaub eh erst insgesamt mit unterschiedlichen Menschen der 4. oder 5.Versuch, seit
ich  dammit Probleme habe, zusammen in einer Wohnung/Zimmer/Bett zu schlafen).
Da liege ich...mein Herz rast...ich muss nicht erwähnen, dass in einem Bett einschlafen und sich dabei berühren natürlich auch nicht geht...nicht sonderlich berauschend...ok ich zwinge mich nicht zum schlafen, sondern einfach zum ausruhen, entspanne den Körper (soweit es geht), atme ruhig (sofern möglich), einfach ruhen...ich werde müde...ich werde schwerer...ich fange zu dösen an...der andere macht ein kleines Geräusch oder eine Bewegung und ZACK ich wieder hellwach.
Das mach mal fünfmal, dann wars das mit der Nachtruhe, weil der Puls oben bleibt.
Also zieht einer von uns beiden in das andere Zimmer. Und schläft da.

Bei mir kam noch erschwerend hinzu, dass ich am Dienstag früh eine VIERTEL des Medis nahm und bis jetzt Donnerstag mittag einfach hellwach bin, mit hartem Herzschlag und erhöhtem Puls. 2 Tage und 2 Nächte quasi durchgemacht...dazu eine schmerzende Innenbackenseite, weil wohl vor Anspannung da drauf gebissen....länger....
Zum davon laufen. Ich lass das jetzt komplett mit dem Medi.
Ich bin total geschlaucht, glaub das war jetzt in einem Monat gute 10 extrem beschissene Nächte.
Von daher, jetzt bin ich noch fit, also Wohnung aufräumen, noch bissl werkeln, Essen vorbereiten und dann hoffe ich, dass ich Ostern endlich mal den Schlaf nachholen kann. Hab eh nichts besseres vor und Wetter soll auch nicht der Hit werden...

Grüße ausm Eimer.
In dem ich bin.

Dienstag, 11. April 2017

Spirale

Manchmal da kommt ganz schleichend das eine zum anderen...und ich komm in eine alte Spirale die von Hoffnungslosigkeit, Schwere, grübeln, Trauer,  wühlen in der Vergangenheit, Fragen warum mich keiner mag, warum ich nicht so normal wie die anderen bin....und einigen anderen unangenehmen Gefühlen geprägt ist.
Da komme ich dann in das Unkonkrete wie "wie mein Leben sein sollte" oder was ich irgendwas irgendwie irgendwann mal ändern sollte. Ich denke dann nur im Großen. Damit der jetztige ätzende Zustand aufhören möge.

Dabei geht es oft um kleine Dinge. Aber vor allem um konkrete Dinge!
Um Dinge die ich HEUTE tun kann. z.B. mich zu fragen was ich brauche: ein Gespräch, ein gutes Buch, was zum lachen, Körperpflege, Sport, genug Wasser zu trinken, Kontakt mit mir selbst....

Dieses Wochenende war es wieder soweit. Ich schlief unglaublich viel, vielleicht lag es daran dass ich viel arbeiten war, oder am ungewohnt warmen Wetter oder was weiß ich....Auf alle Fälle wurde mir fad. Ich war schlecht gelaunt. Oben genannte Gefühle, Fragen und Grübeleien tauchten auf.
Was das ganze nicht besser machte...
Ich muss wieder konkret werden. Was ist HEUTE dran. Was kann ich HEUTE tun. Was brauche ich JETZT? Tagesplan machen hilft auch dabei und dann LOS!

Freitag, 7. April 2017

Wochenrückblick

-- bissl ZU wach, wie schon geschrieben, ansonsten: Alles super! --

- Frage der Woche: "Haben Sie die Nachtcreme auch mit UV-Schutz?"
Noch versucht das Lachen zu unterdrücken, als ich aber sah wie die Drogerieverkäuferin auch schon so das Gesicht verzog, platzte ich los. Verkäuferin auch. Arme Kundin.

- entdeckt: es gibt jetzt Fahrradhelme über die kann man auch telefonieren, funken (mit seinen Mitradlern), Musik hören, sich benachrichtigen lassen wenn neue Mails ect. reinkommen...nur die Waschmaschine kann das Ding noch nicht aus der Ferne starten (kommt bestimmt nächstes Jahr!). Einfach mal gemütlich dahin radeln, Kopf frei bekommen, Landschaft begutachten ist nicht mehr. Alles wird immer noch effizienter. Ich find das zum kotzen!

- das 1.Mal in diesem Jahr: Barfuß am See gesessen und Eis gegessen. Toll!

- ach manchmal ist das Leben einfach schön und alles läuft wie am Schnürchen.

- gefreut: sehr sehr sehr gefreut, dass D. echt so unglaublich geduldig und tolerant ist. Und so lieb. Und überhaupt. Love it! Sehr. Mein Schatz!

- gefreut 2: SMS vom Vermieter: neue Küche ist bestellt! Wie.geil.ist.das.denn?!?! Bin ja schon fast vom Glauben abgefallen, dass ich das noch erleben darf. Jetzt aber sehr gespannt, bis die da ist und wie die aussieht und überhaupt....

- wieder gearbeitet. Sogar gleich 2x. Hab ich sehr genossen. Ja es war anstrengend, hat aber auch echt wieder Spaß gemacht. Nach 2 Monaten Pause.

- dabei erfahren, wie sehr der Schein trügt. Die gute Frau arbeitet zwar sehr viel, verdient sehr gut, fährt viel in Urlaub, hat alles materielle was man heutzutage so hat, die große helle Wohnung ist schön..usw...doch alles auf Kredit. Jetzt musste sie den 4. Kredit aufnehmen, um überhaupt leben zu können, weil allein das Gehalt für die anderen Kreditrückzahlungen und Miete drauf geht. Ein unglaublich verschwenderischer Lebensstil! Ich hätte 1000 Ideen was sie alles ändern könnte, damit z.B. die Lebenskosten (z.B. Strom) sinken. Aber dafür ist sie taub. Noch.

- gestaunt: als ich im beheizten Freiluft-whirlbecken eines Schwimmbades die Ruhe genoß und mir die Sonne ins Gesicht scheinen ließ, gab es da 2 kleine huschende Schatten. Ich öffnete die Augen und sah wie seelenruhig ein Entenpaar neben mir landete. Denen gefiel das blubbern auch und anscheinend schmeckte ihnen das Wasser auch, denn sie tranken, als ob sie kurz vorm verdursten waren.

- gestaunt 2: Finanzielle Unterstützung gibt es jetzt nicht mehr von der Tafel. Sonst konnte man immer mal wieder anfragen, ob man bei Mehrausgaben (z.B. neue Waschmaschine, Bügeleisen, Fahrt/Medikamentenkosten, Schulbedarf ect.) einen Zuschuß bekommt. Ich hatte letztens noch angefragt, wegen den teuren S-ame-Tabletten. Nun also gestrichen, weil eine unglaubliche Trulla den Hals nie voll bekommt (die ist schon berüchtigt, weil unglaublich wählerisch und andererseits unglaublich gierig) jetzt mit dem Anwalt (!) kam, weil die Tafel-Leitung sich weigerte ihr weitere Zuschüße zu gewährleisten weil die ständig alle un-möglichen Rechnungen brachte. Die wollte quasi ihr ganzes Leben von der Tafel finanziert bekommen. Manche spinnen halt komplett.

- gedacht: langsam glaub ich auch, dass wir schon im 3.Weltkrieg stecken.
http://www.msn.com/de-de/finanzen/top-stories/kriege-terror-instabilit%c3%a4t-%e2%80%93-die-welt-ist-ein-pulverfass/ar-BBzmTcx?li=BBqg6Q9&ocid=mailsignout&fullscreen=true#image=1

-Musik: passend zu mehr Lockerheit das Lied der "Ärzte" lasse reden
 https://www.youtube.com/watch?v=V98S34uopRc


Aussicht: wieder ein sonniges, warmes Wochenende! Trotzdem werd ich mal wieder backen. Lust auf einen saftigen Apfelkuchen mit Schlagsahne! (Überhaut esse ich derzeit sehr viel und deftige Kost, hab das Gefühl mein Körper hat massiven Kalorienbedarf, nachdem er die letzten 3 Wochen so gepusht sicherlich einiges an Kraft verlor, auch wenn ich jetzt, glaub nicht, allzuviel abgenommen habe).
Sonst einfach Ruhe....

Donnerstag, 6. April 2017

1 Jahr ohne...

Seit gut einem Jahr habe ich nun auch keinen Kontakt mehr zu meinem Vater.
Zu Mutter und Schwester (und leider auch beiden Neffen) schon über fast 5 Jahre nicht mehr.

Und jetzt merke ich erstmal den Unterschied. Raus aus der ständigen Anspannung, raus aus den ständig neuen Verletzungen, raus aus dem Chaos, raus aus dem automatischen reagieren auf SEINE Bedürfnisse, raus aus den Hoffnungen und immer neuen Enttäuschungen.

Aber wohin?
Hin zu mir selbst, zu meinen Bedürfnissen und Wünschen, hin zu Selbstliebe, hin zu Entspannung, hin zu guter Selbstfürsorge, hin zum echten Erwachsen werden (ich konnte letztens fast völlig gelassen eine große schwarze Spinne anschauen und dran vorbei gehen, ohne in kindliche Panik zu verfallen).
Hin zum Heute!

Raus aus den alten Geschichten. Ich habe so richtig das Gefühl nach und nach aufzuwachen. Aus einer Art Trance.
Und ich bin so froh, dass es so ist.
Keine Schuldgefühle und "vielleicht" und "sollte ich nicht doch"????
Nein. So lange daran rumlaboriert. Soviel geredet. Soviel mich verändernd wollen, soviel gehofft....hat alles nichts gebracht.

Ich kann mich jetzt endlich um mein Leben kümmern. Mir überhaupt ein lebenswertes und für mich sinnvolles Leben aufbauen und pflegen! Meine Werte leben. Das Leben genießen!
Hätt ich das gewußt, wie gut es mir OHNE geht, hätte ich das natürlich schon viel eher gemacht. Aber es ist wie es ist. Da hadere ich nicht so sehr damit. Alles hat seine Zeit, auch wenn ich das oft nicht sehen will.

Neben den weiteren Säulen aufbauen (wie Arbeit, Beziehungen ect.) möchte ich auch mein Augenmerk mehr auf Spaß/Leichtigkeit legen. Das fehlt mir ein wenig und darin tu ich mich schwer... Wer als Kind schon nicht ausgelassen mit den anderen Kindern Fasching feiern konnte, weil Muttern sich in Gegenwart des fremden Mannes (und viel Alkohols) so komisch benahm...nunja...
Seit Wochen schleiche ich um die lange geschwungene Wasserrutsche im Schwimmbad :-) Oder mal Regeln brechen (natürlich keine schwerwiegenden!)...ich merke da bin ich noch sehr verkrampft und ernst...will möglichst viele Fehler meiden, mich total korrekt benehmen um keine Angriffsfläche zu bieten...ja möglichst perfekt sein...

Mir ist es bewußt...und vielleicht schaffe ich es wieder öfter zu tanzen (oder gar mal wieder richtig tanzen zu gehen?), mitzusingen, zu pfeifen, lächeln, lachen, blödeln...

Mittwoch, 5. April 2017

Aktuell

Also am 1.April die letzte (halbe!) Tablette vom Medi genommen und bis gestern noch gepusht und hoher Puls.
Das schlaucht mich jetzt einfach und ich nehm erstmal nichts weiter. Warte bis ich wieder völlig ruhig bin und nehm dann erstmal eine Viertel und schau ob ich da nachts wieder nicht schlafen kann.

Heute konnte ich zumindest mal wieder tiefer schlafen, darüber bin ich sehr froh. Denn diese Adrenalinschübe triggern mich auch. Sie erinnern mich an die Zeit als Fahrerin als ich auch so unter Dauerstrom stand (lag aber nicht an Tabletten sondern an 400km Auto fahren täglich und 200km davon mit 5 Kids im Wagen) und gar nicht mehr zur Ruhe kam. Über Monate. Und dann hats mir den Schalter gezogen und diesen gruseligen Zustand will ich nie mehr erleben und ich habe mich lange nicht davon erholt.
Ich glaube auch, dass da körperliche Folgeschäden geblieben sind, die Nebennierenschwäche, die Verschlimmerung der Histaminproblematik, generell noch weniger Belastbarkeit...

Das ist das gute beim S-ame das ja ähnlich wirkt, aber nicht so krass, da bin ich auch wach und klar im Kopf, hab Energie, kann aber abends gut schlafen. Nur kosten da halt 60 Stück gute 50,-. Auch die nehm ich dann nicht jeden Tag, so dass die Packung schonmal 3-4 Monate hält.

Heute ber erstmal runterfahren...einkaufen, dringend Wohnung aufräumen, aber alles recht ruhig und langsam, mit vielen Pausen.


Dienstag, 4. April 2017

Liebe

Es kann sein, dass man so blind vor Liebe ist, 
dass man noch nicht mal die Liebe selbst sehen kann.



Montag, 3. April 2017

Doc

Naja der Doc mente da jetzt auch nicht so sehr viel Neues dazu, höchstens:
"Und wenn Sie nur eine viertel Tablette nehmen?" Ja das war natürlich auch mein Gedanke. Halbieren geht gut mit dem Messer, vierteln nicht mehr, da muss ich auf den Pillenteiler warten. (Vielleicht sollt ich die Packung auch einfach nur anschauen oder mal dran riechen, vielleicht reicht mir das auch schon 😊...)

Und auch sonst Geduld haben. Der Körper muss sich an die neuen inneren Verhältnisse auch erstmal eingewöhnen und umstellen.
Vielleicht gibt sich das mit dem hohen Puls auch noch. Hoffentlich! Das nervt abends und nachts sehr. Vor allem nun kommen noch echt gruselige Alpträume dazu...zum Glück kann ich inzwischen das luzide Träumen bzw. mich selbst aufwecken ganz gut (sonst wär ich heut Nacht von der Handgranate getötet worden...hmpf).

Und ich muss auch noch ein wenig lernen: auch wenn ich noch genug Energie habe, heißt das nicht, dass ich weiter laufen muss. Auch mal wieder ruhigere Phasen einlegen, ruhige Musik oder gar keine, träumen auf dem Sofa, alles weiter langsam angehen...auch wenn alles in mir nach Power und Action und weiter! schreit.

Sonntag, 2. April 2017

Sonntagsunklarheiten

- seit ca 2 Wochen trinke ich jeden Morgen nach dem aufstehen ein Glas Wasser mit einem kleinen Schluck Sole (aus Himalayasalz-ich weiß das kommt nicht aus dem Himalya- und gefiltertem Wasser selbst hergestellt).
Gestern stellte ich fest, dass der harte, oft rissige und schmerzhafte Schorf am Ellbogen verschwunden ist und dort babyweiche Haut verweilt!

Seit ein paar Tagen nahm ich keine Sole zu mir. Gestern konnte ich mich schon kaum mehr aufrecht halten, jeder Handgriff war wieder sauschwer. Gut, dachte ich, kann ja auch an dem krassen Wetterumschwung und den  25 Grad liegen, ruhste dich halt mehr aus. Wunderte mich aber, dass selbst das Medikament mich nicht wach machte...Heute morgen nur noch schläfrig...
Dann trank ich heute wieder die Sole (und nahm kein Medi) und was soll ich sagen, langsam kehrt wieder Licht in mein Hirn und Kraft in die Muskeln.
Dass das Salz den Nebennieren (die bei mir eh schon schwach sind) hilft ist mir schon klar...um eine Gewissheit zu haben, müsste ich das Medi wieder weglassen...

Eine kurze und doch sehr informative Seite zum Thema Salzsole:
http://www.martynez.de/sole.html

- Thema Medikament: Hatte mich ja nicht getraut die Tabletten zu halbieren, weil im Beipackzettel steht, dass man das auf gar keinen Fall machen soll, da die Tabletten retardiert seien und wenn dieser Schutze weg ist, kommt der Wirkstoff viel zu schnell und nicht wie sonst verzögert in das Blut und kann heftige Nebenwirkungen auslösen und die Krampfschwelle massiv herunter setzen.
Klingt jetzt alles nicht dolle.
Doc meinte aber, kann ich ruhig machen. Der hat Nerven.
Also gestern dann getraut. Eine halbe. Es war wesentlich angenehmer, die Wirkung hab ich leicht gespürt aber nicht das hibbelige. Erst abends, ging das schlafen natürlich wieder nicht. Überlegte schon die Tablette mal abends zu  nehmen, weil das Herzrasen immer erst so 6-8Std. nach Einnahme auftaucht, und tagsüber merk ich das nicht so, da wär es mir egal.
Mal sehen. Ich probier weiter aus. Schau aber erstmal auch was der Doc morgen so sagt.