Donnerstag, 20. Juli 2017

Erschüttert

Gestern las ich einen Artikel über Körperakzeptanz.
Also seinen Körper so annehmen wie er nunmal ist: dick, dünn, mit Cellulite verziert, zu große zu kleine Oberweite, zu dünne zu dicke Haare, zu schiefe Nase, falsche Augenfarbe, Senkfuß, unreine Haut...

In diesem Artikel wurde (u.a.) eine etwas fülligere Frau vorgestellt, die soviel aufschob was sie gerne machen würde, weil sie meinte dass sie das alles erst machen könne WENN sie schlank sei.
Irgendwie hatte sie aber da die Schnauze voll und meldete sich trotz Übergewicht zum Tauchkurs an. Sie hatte SO ANGST, dass ihr der Neoprenanzug nicht passen könnte.
Der schlaksige Tauchlehrer, machte aber keinen Kommentar zu ihrem Gewicht, sondern gab ihr ganz selbstverständlich den Neoprenanzug in ihrer Größe, der paßte, sie konnte tauchen und war überglücklich.
Seitdem ist das Wort Diät aus ihrem Wortschatz gestrichen.

Erst wollte ich den Artikel gar nicht lesen, weil: wenig Interesse, ich mag meinen Körper eh so wie er ist, fast keine Probleme damit.
Aber es war dann doch interessant, weil halt ständig überall suggeriert wird: so wie du bist, ist das ja unmöglich! Färbe dir gefälligst die Haare, verlänger dir die Wimpern, mach Sport, rasier dir fast alles an deinem Körper, schmier dir sündhaft teures Zeug ins Gesicht und überhaupt...Bodyforming!

Also gut, mit all dem hab ich wenig zu tun.
Da ich es aber heute mal wieder in die Natur mit fast ohne Menschen geschafft hab (überlebenswichtig für mich!) dachte ich so nach..über dies und das...und dann:
BOAH! Ne ich hab kein Problem mit meinem äußerlichen Körper.
Aber mit meinem innerlichen "Körper", meiner Seele hab ich Probleme. Da doktore ich genauso rum, wie manch andere mit ihrem Körper. Da will ich die Erschöpfung nicht haben und die Hochsensibilität schon gar nicht und manchmal nervt die Introvertiertheit auch so sehr!
Und siehe da: auch hier wird uns ständig suggeriert: mach was tolles, was aufregendes! Werd bloß kein Stubenhocker! Sei immer flexibel und der totale Teamplayer und hab dich nicht so wenn den ganzen Tag der Hausmeister mit seinem lauten Rasenmäher rumkurvt, es heiß ist wie in der Wüste und überhaupt...

SEI auf gar keinen Fall so wie du bist!

Ich weiß, diese Erkenntnis hab ich nicht zum ersten Mal.
Ich dreh halt Runde um Runde, um es immer wieder neu zu entdecken:
Kämpfe gegen mich selbst, erschöpfe, akzeptiere...fange wieder von vorne an...
Menno.
Ich brauch jetzt erstmal großen Frustkuchen, mit viel Sahne und Milchkaffee!!!

Mittwoch, 19. Juli 2017

Lesenswert

Ich habe zwar keine Autoimmungkrankheit (zumindest nicht wissentlich) aber ich konnte all das bestätigen.
Zumal die gifs dazu echt passend sind.

 http://www.wolfsmadchen.de/11-probleme-die-nur-menschen-mit-einer-autoimmunkrankheit-kennen/

auch das kenne ich zur genüge:
 http://www.wolfsmadchen.de/autoimminerkrankung-was-machst-du-eigentlich-den-ganzen-tag/

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Sonst so?
Starker Schwindel begleitet mich heute "netterweise".
Das kenne ich (zum Glück!) gar nicht.
Am besten ist liegen und keine Reize. Nur dann wird mir so arg langweilig....
Bewege mich heute schon extremst langsam (so gehts am besten) und den Hals steif als ob ich ne Halskrause trag.
Demnach war Tafel-Besuch natürlich mehr als suboptimal.
Habe mich daher "unmöglich" benomen. Nach einem Stuhl gefragt und mich sogar vorgedrängelt, nachdem ich sah dass ich von Bäcker und den Milchprodukten nichts wollte, gleich vor zu Fleisch und Eier und bissl Gemüse/Obst. Normalerweise geht ja alles der Reihe nach durch. Aber mei...
Heute ist so ein Ausnahmetag wo ich mir Essen liefern lasse. Wo gar nichts mehr geht. Jetzt freu ich mich auf indisches Lamm und fettes Eis hinterher.
Ich vermute es kommt nicht nur vom Wetter/Kreislauf, sondern vom Elontril (2.Tag Einnahme). So krass, jedes Mal reagier ich anders drauf, mal super, mal aggressiv und heute eben Schwindel. Ich glaub ich lasse es endgültig...schade.
Und bete, dass es morgen wieder besser ist.

Montag, 17. Juli 2017

Was brauche ich?

Kümmern Sie sich um sich selbst. Fragen Sie sich was Sie brauchen. Mindestens 1x täglich. In einer Krise auch mal stündlich.
(frei wiedergegeben aus "Die Sucht gebraucht zu werden").
Hinsetzen. Hinspüren. Und erst was machen, wenn man genau gespürt hat was man jetzt will und braucht. Nicht hektisch in Aktionismus verfallen.

Was brauche ich?
Menschen? Wenn ja welche? Alleine sein? Wasser oder Tee? Stille oder Musik? Tanzen oder meditieren? Wärme? Aufräumen oder kreatives Chaos? Eine Dusche? Eine Massage? Ein Buch?
...

wieder bei mir ankommen.
Spüren was ich will.
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Und sonst so?
Gestern nun noch auf dem Volksfest gewesen. Ich blieb bei meinem Kompromiss: nur kurz. Immer wieder interessant, so wie ich mir völlig klar und sicher bin, gibts keine dümmen Sprüche. Wie, du trinkst nur Spezi? Wie du gehst schon wieder...? Nichts. Sehr schön.
Ich wollte ja E. nur kurz sehen. Der traf sich noch mit anderen Freunden, so saßen wir zu 6. am Tisch. Zum Glück in der Ecke. War eh schon sozialer Streß hoch fünf für mich.
Das eine Pärchen lädt E. oft zum grillen ein und E. erzählte von mir so dass die meinten ich könne gern mal mit vorbei kommen. Jetzt sah ich die zum ersten Mal also und wenn mich mein 1.Eindruck nicht täuscht ist ER ein großes Arschloch. SIE Typ lächeln und drüber hinweg sehen. Dazu hatte er die eine Maß Bier recht schnell weg. Jedenfalls sprach er mich gleich schräg an. Sehr direkte bis indiskrete Fragen. Ich stutzte kurz, daraufhin meinte E. zu mir besänftigend: "denk dir nix der ist immer so direkt."
Ah das hab ich ja gefressen. Wenn sich jemand schlecht benimmt den dann auch noch in Schutz nehmen. Außerdem steh ich dann unter doppelten Druck.
Ich bin aber nicht mehr für die gute Stimmung am Tisch verantwortlich und wurde wortkarg. Kurze knappe Antwort, keine Gegenfrage/Interesse zeigen, selten Blickkontakt.
Da geh ich gern mal zum grillen vorbei ^^.
Mit dem mag ich mich anlegen, so nem Volldeppen ;) da kenn ich nix (in der richtigen Laune) und wenn ich vorher drauf vorbereitet bin, dass Schlagfertigkeit gebraucht wird, gehts auch leichter.

Danach nochmal überzogene Schokotrauben gegönnt, daheim ausgeruht und 1,5 Std. später nochmal hin (sind keine 200m von mir) diesmal alleine und fern der Massen, um mir das Feuerwerk zum Abschluß anzusehen. So ein inzeniertes hat schon was, als das chaotische rumgeballere an Silvester.

Samstag, 15. Juli 2017

So ist das

Rief mich heute ein Freund an, ob ich mit aufs Volksfest geh so gegen 18h.
Buähh...das ist ja so gar nicht meins (weiß er auch) und schon gar nicht Samstagabend bei dem guten Wetter.
Früher gab es nur: Ich gehe nicht hin oder ich gehe hin und bleibe stundenlang ohne jeglichen Grenzen.
Zum Glück fiel mir ein: es gibt Kompromisse: ich gehe hin, bleibe aber nur kurz (andere Freunde von ihm wären auch dazu gekommen) und auf keinen Fall geh ich ins Bierzelt.
Das fühlte sich klar, stimmig und kraftvoll an.
Ich fühlte mich gewappnet. Weil ich selbst entschied und auf meine Bedürfnisse acht gab, aber auch dem anderen entgegen kam.
Leider funktionierte es dann von ihm aus doch nicht.

Hmmm. Schade. Jetzt bin ich in Ausgehlaune. Also noch paar Leute angerufen. Alle haben schon was vor.
Watn Pech aber auch.
Naja ich mache das Beste draus: Mache endlich mal wieder paar Dinge die ich schon wieder ewig vor mir her schiebe (das ist das gute am Elontril, man nimmt mehr konkret Dinge in Angriff).

Schönen Abend!

Nachtrag: A. rief zurück und wir konnten noch einen schönen langen Abendspaziergang machen. DAS liegt mir wesentlich mehr, als ein trubeliges Volksfest ;)

Freitag, 14. Juli 2017

Wochenrückblick

 --brauchte immer noch extrem viel Schlaf, spüre aber langsam wieder das Bedürfnis in die Welt hinaus zu gehen...

- gesehen:
http://www.ardmediathek.de/tv/DoX-Der-Dokumentarfilm-im-BR/Der-Glanz-der-Schattenwirtschaft/BR-Fernsehen/Video?bcastId=24831852&documentId=38546370
eine Dokumentation die mich sehr beeindruckt hat.
Na eher um die Menschen die es geht, bzw. deren Einstellung.
Geht nicht, gibts da nicht. Der Staat tut zu wenig? Dann schauen wir eben selber wie wir zurande kommen.
Ich würde diesen Film gerne Menschen zeigen die in einer Tour am jammern sind. Und selber nichts tun. Die anderen sollen...und die anderen sind Schuld wenn es nicht klappt...und überhaupt soll mal ein Zauberer vorbei kommen und mir den richtigen Chef, eine größere Wohnung und ein neues Auto vorbei bringen!
Ich war selber lange in der Verantwortungslosigkeit (oder erlernte Hilflosigkeit wie es mal eine Therapeutin im Nebensatz sagte und ich erst viel später begriff was sie meinte) und vielleicht reagiere ich da deswegen so sensibel wenn einer nichts für sich tut und lieber im Jammersumpf stecken bleibt.
Die interviewten Leute in Afrika die sich alles selbst zusammen schustern haben eine ganz andere Ausstrahlung. Die Augen leuchten, sie strahlen eine gute Laune aus (auch wenn die bestimmt auch mal miserable Tage haben) und wenn sie einen Kredit haben wollen, dann um ihr Geschäft zu erweitern (und nicht um in Urlaub zu fliegen!).
Natürlich müssen diese Leute auch teils zwangsweise so handeln, weil sie sonst verhungern, da der Staat nicht sowas wie Sozialhilfe, Krankenversicherung und Arbeitslosengeld bietet. Und stellt Euch mal vor, es kommen junge Männer aus Lagos nach Deutschland. Als Flüchtlinge. Sie sind mit der Mentalität *pack an oder du verhungerst* aufgewachsen, wollen was tun, wollen weiter kommen. haben wahrscheinlich auch schon viel getan und wollen das hier wieder. Doch ohweh der Behördenkram. Sie sind zum nichtstun verurteilt. Denn erst muss der Aufenthaltstatus geprüft werden, dann das Dokument, da darfst nicht hin und jenes darfst auch nicht. Ein Dilemma.
(Dies sind nur sehr wenig Gedanken die ich während und nach dem Film hatte)

- immerhin: war ich heute 4 Stunden arbeiten, nachdem ich vor 2 Wochen schon nach 2 Stunden die Segel streichen und heimfahren musste. Ging es heute wieder etwas besser.

-Lebensweisheit: wenn du weißt was du willst, wirst du glücklicher sein. Ich glaube die wenigsten Menschen machen sich ausgiebig Gedanken darüber was sie wirklich wollen. Zu schnell ist man in dem Rad von Werbung, Meinungen, Traditionen, Geschlechterrollen, Vorstellungen, Werte (meist der anderen)...gefangen. Ich merke das immer wieder, wie sehr es mich erleichtert/erfreut wenn ich mir darüber Gedanken mache und daraufhin handle und Entscheidungen treffe! Sehr befreiend uuuuund macht glücklich!

- getriggert: das was ich immer mal weider befürchtet habe (achte auf deine Gedanken!) ist eingetreten: Eine Frau mit Kleindkind ist unter mir eingezogen. Ich habe sie noch nicht gesehen (dem Kinderwagen nach ist es auch eher noch ein Baby). Aber gehört. Und Babygeschrei alarmiert mich extrem. Vor allem wenn ich nicht mitgekriegt habe warum das Kind weint. Ist es nur müde oder wird es stark vernachlässigt? Oder gar geschlagen? Muss es hungern?
Gestern stand ein Mann auf dem Balkon. Schmieriger Typ, polnische Sprache, Bierflasche. Kopfkino läuft. Denn es ist kein normales schreien des Babys sondern immer so ein wehklagen, selbe Tonlage, das ganze langgezogen...wie so ein Klagelied. Es beunruhigt mich sehr. Wie soll ich damit umgehen....

- genommen: mein herumexperimentieren mit allerlei Nahrungsergänzungsmitteln hilft leider immer nur kurzfristig. Nachdem ich diese ständige Schläfrigkeit so satt hatte, nahm ich nochmal eine Elontril (ich hoffe ja weiterhin, dass mein Körper das auch mal längerfristig verträgt). Gute Wirkung: wach, konzentriert, große Radrunde UND hüpfen auf dem Trampolin geschafft. Blutdruck bei 120/61. Sag ich doch!
Gleich wieder das träumen angefangen  wie ich mein Leben leben würde, wenn es mir JEDEN TAG so gehen würde....seufz

- zum Thema visuell ruhigere Wohnung: ich hab meinen großen Sitz/gymnastikball in den Keller verbannt. Er hatte zwar sonst einen Platz den ich eh nicht anders nutzen kann(unter der Treppe) aber dass da jetzt nichts mehr ist, macht die Wohnung noch luftiger, freier. Zum sitzen am Pc fehlt er mir manchmal. Andererseits bleib ich dann weniger am Pc, weil der Stuhl auf Dauer unbequem wird, auch ok. Und ich kann ja jederzeit den Ball wieder aufpumpen.

- gefunden: ich habe einen Garten/Balkonstuhl mit Fußteil. Darauf natürlich eine Auflage. Nur sieht die nun nach ein paar Jahren nicht mehr so toll aus. Aber eigentlich nur optisch, sonst liegt es sich noch super drauf. Deswegen also neue Auflagen kaufen? Welch Verschwendung. Also suchte ich nach einer Art Überzug, Laken oder Tuch. Gibts aber nur für Stuhl (zu kurz) oder für Liege(zu breit und lang, gut das hätte ich evtl. noch umnähen können). Aber ich fand nun das passende. Nun also in blau:

Aussicht:
heute ein herrlich regnerischer Tag, das Wochenende wie immer: ohne Termine ohne Plan. Evtl. werd ich zu einer Bekannten fahren, aber nur kurz aufn Eis oder Kaffe, abends wär großes Feuerwerk, mal sehn ob ich bis 22h mal die Augen offen halten kann.

Mittwoch, 12. Juli 2017

200. Geburtstag

Heute endlich darf ich mir ein neues Buch kaufen :)
Das eine Buch hatte ich auch ausgelesen, jedoch das 2.war so langweilig, dass ich nach 68 Seiten entnervt aufgab und mir stattdessen überlegte bis zum 12. Juli zu warten.
Also heute.
Warum genau dieser Tag?
Weil heute der gute alte Henry David Thoreau 200 Jahre alt geworden wäre.
Und das neue Buch ist von Frank Schäfer: Thoreau, Waldgänger und Rebell. Eine Biographie.
Ich bin sehr gespannt!

Dienstag, 11. Juli 2017

Wenn das Blut...

zuwenig Druck hat...
Ich und mein niedriger Blutdruck werden wohl keine Freunde.
Und hätte ich mehr wumms..würde ich mich dafür einsetzen, dass die Hypotonie genauso ein Krankheitsbild ist wie die Hypertonie.
Denn Ängstlichkeit, Kopfweh, Schwindel, Müdigkeit, Antriebslosigkeit, deppressiv, Lustlosigkeit schränken mein Leben extrem ein!

Ich fühl mich draußen derzeit so unsicher und wackelig wie in alten Zeiten. Dabei geht es mir psychisch gut! Aber körperlich nicht....
Und Hypotonie macht psychische Symptome...wissen das eigentlich all die Therapeuten, Psychiater, ect..???

Also endlich mal zum 24-Std.EKG angemeldet.
Daheim seh ich ja meine Werte:
102/61
89/ 54
104/ 60
99/ 65
118 /61
94/ 59
ich will gar nicht wissen (doch natürlich!) wie die Werte nachts aussehen.
Ich werd erfahren, in 2 Wochen, denn da ist erst wieder ein Gerät frei.
Bis dahin weder: Tabletten, Rosmarintee, viel Salz, Stützstrümpfe...
Das krasse ist auch der krasse Wechsel: ich sitz aufm Balkon und lese, ich denke och biste fit, könnste noch zum anderen Doc radeln fürs Rezept (insgesamt 10km) ich geh in die Wohnung und: aus die Maus.
Also hock ich halt wieder rum, Füüße hoch...

Naja und sonst so?
Müde gelächelt..wenn Männer nicht mehr weiter wisssen, sich irgendwie bedrängt, hilflos oder panisch fühlen, nur weil frau eine klare Entscheidung/Ansage von ihnen haben will, kommt der uralte Spruch:
"haste deine Tage oder?"
Man das ist soooo Kindergarten....
Interessant wirds, wenn man gar nicht drauf eingeht und weiter ganz locker und ruhig bei seinem Standpunkt und beim aktuellen Thema bleibt "ich habe dich etwas gefragt"...daaaaaann kommt der selbse Spruch nur abgewandt: "ah du hast deine Tage!" oder so ähnlich...
Ich ließ mich wieder nicht irritieren oder provozieren und dann wurde das ganze leicht aggressiv: das man mit mir nicht kommunizieren kann (äh wer hat keine Frage beantwortet, irgendwie was konstruktives zum Thema gesagt?), das arrogant sei und überheblich und überhaupt wie unverschämt ich da jetzt daher komme usw. (ich finde es unverschämt mich nach so intimen Details wie meinen Zyklus zu fragen!)
weiterhin volles Ablenkungsmanöver...
also habe ich eine Entscheidung getroffen.
Ebenso klar und ruhig und bestimmt (ich vermute mal der Mann wird toben).
Denn eines hab ich gelernt, und Junge das solltest du dir auch mal merken:
Handelst du nicht,
wirst du behandelt.
Dann beschwer dich aber danach nicht!

Das erinnert mich an das alte Gesetz (das es in vielen dysfunktionalen, süchtigen, mißhandelnden) Familien/Beziehungen gibt:
Dieses Gesetz verbietet
die (faire) Diskussion über Probleme (meist werden irgendwelche Nebenkriegsschauplätze eröffnet),
das offene Ausdrücken von Gefühlen (es sind nur die guten Gefühle wünschenswert)
direkte, ehrliche Kommunikation,
realistische Erwartungen,
Vertrauen in sich und andere Menschen,
spielen und Spaß haben
um das gefährlich schwankende Familienboot durch Entwicklungen oder Veränderungen zu steuern.
(Alles soll so bleiben, wie es ist, so war es ja schon immer...!)

Das erinnert mich so sehr an meine Eltern..als ich anfing aus dem Boot auszusteigen...Dinge klar ansprach ect..also alles was verboten war (natürlich nur diffus spürbar, weil es wird ja nicht klar kommuniziert) wurde ich abwechselnd angegriffen (sehr wütend und barsch) oder ignoriert. Aber eher war das erste der Fall. Und es hat mich bestärkt auf diesem Kurs zu bleiben. Denn mir ging es viel besser. Ich fühlte mich kraftvoll und handlungsfähig, wenn ich gut für mich sorgte.

Montag, 10. Juli 2017

Zurück zum Start!

Gestern mit L. telefoniert. Wir kennen uns schon viele Jahre (und ich glaube noch ein wenig länger, weil wir uns erschreckend ähnlich sind und sie mich so gut erkennt).
Sie kann etwas, was auch Therapeuten oft anwenden: spiegeln. Oder umformulieren, ich glaub da gibt es einen bestimmten Begriff dafür. Also das was ich sage und fühle wiederholt sie mit ihren eigenen Worten.
So simpel und so wirkungsvoll.
Mir wurde klar, dass ich derzeit (wieder mal) in einem (selbst-)zerstörerischen Kampf gegen mich bin. Ich will mehr als mein Körper derzeit leisten kann. Und das macht mich wütend auf mich selbst und ich gehe noch härter gegen mich selbst vor.
Ich darf schon wütend und frustriert sein, keine Frage, nur das annehmen fehlt dann.
Also zurück zum Pacing: In meiner Geschwindigkeit leben. Das heißt: ich stehe auf, dusche und frühstücke und muss mich dann nochmal hinlegen, ich bringe den Müll runter, mache eine Pause usw.
Gnädig sein mit mir selbst. Liebevoll mit mir umgehen. Geduldig sein.
Harte Aufgabe.

Und nachdem es mir ja so gut getan hat das Buch "Frauen die zu sehr lieben" zu lesen, nahm ich mir heute gleich das 2. (fast bessere) auch weider zur Hand: Die Sucht gebraucht zu werden, von Melodie Beattie.
Absatz:
Nichts auf der Welt ist dem Erlebnis vergleichbar, dahin zu kommen, wohin man will, zu bekommen was man möchte, ein Problem zu lösen oder etwas zu tun, was man schon immer tun wollte.

Ich hatte mich wieder viel zu sehr mit den anderen beschäftigt, auch das absorbiert meine Energie und geht von mir weg...

Samstag, 8. Juli 2017

Nerdisch sein

Tagelanger Rückzug, keine Termine, keine Menschen (also ganz wenig) aber zumindest keine intensiven Treffen...versunken in meiner Innenwelt...und langsam atme ich wieder auf...komme Stück für Stück wieder bei mir an.

Ich muss ganz intensiv "bütlern" (nach dem Herrn Giger-Bütler der tolle Depressionsbücher schrieb): Was will ich JETZT? Und nicht: was müßte, sollte ich tun...ja komplett selbstbezogen. Ich weiß. Aber ich habe keine Kinder, Mann, Tiere, Job ect. Ich darf das :) (und welche Glück dass ich das auch so machen kann!).
Und brauche es wie die Luft zum atmen.
Ganz wenig Außenreize. Lieber Buch als Film.
Und ich fühle mich auch so ungeschützt. Körperlich. Weswegen ich fast nur daheim bin oder mal kurz mit dem Rad in menschenleere Gegenden (schwierig bei dem Sommerwetter).
Der Esoteriker würd vielleicht sagen: Die Aurahülle wieder aufbauen/flicken. Aber genau so fühlt es sich an.

Am besten ist in solch Zeiten auch: monotone Arbeiten. Wie Zaun streichen (geht derzeit leider nicht) oder bügeln oder gaaaanz genau mit Wattestäbchen die Tastatur reinigen, früher hab ich dann Fotos sortiert oder die ganzen Ordner geschmückt oder Dokumente mit den Lochverstärkern versehen, Tiere beobachten ist da auch klasse...muss mir da mal noch mehr Tätigkeiten überlegen.
Mir fiel ein, dass ich mal bei meiner Oma war und anscheinend war mir da auch was zuviel. Ich ging also ins Treppenhaus das mit Stoff überzogen war und sammelte Flusen in den Ecken auf. Herrlich!  So beruhigend und entspannend.
Ich glaub langsam ahne ich warum meine Familie mit mir nicht so wirklich was anfangen konnte bzw. mich nicht verstand. Meine Schwester und Mutter sind extrem extrovertiert und mein Vater zwar auch ein Intro konnte mich aber wenig schützen/unterstützen.

Nunja.
Was mir letztens großen Spaß machte war einer Bekannten (über 60) bei ihrem Smartphone zu helfen und ihr einiges zu erklären. Die Kompetenz zu spüren "ich kann das", das Gefühl helfen zu können (ohne in Coabhängigkeit zu verfallen), ein Ergebnis zu sehen und die Freude der Frau zu spüren...tat gut. Vielleicht biete ich ihr auch an, ihr bei der Digitalisierung (also ein Teil) der Musik zu helfen. Das fällt dann aber nicht unter Gefallen tun, sondern da möchte ich schon was für haben. Denn das ist stundenlange Arbeit. Auch wenn es Arbeit ist die mir großen Spaß machen würde (hallo Nerd), darf ich auch dafür was verlangen!

Und sonst so?
Ich versteh manchmal  ziemlich oft meinen Körper nicht.
Ging es mir gestern recht gut (fit, wenig Benommenheit) maß ich meinen Blutdruck: 110/59, die Tage war ich meist bei 90/60.
Heute morgen, weiterhin fit und wach im Kopf (keine fiese Schläfrigkeit), maß ich nochmal: 88/59. Wo man eigentlich kaum noch stehen kann.
Das Gerät misst glaub schon richtig, weil die Werte meist immer ähnlich sind...

Freitag, 7. Juli 2017

Wochenrückblick

-- weiterhin ziemlich komatös unterwegs--
merke aber langsam, wie es durch die Tabletten wieder besser wird. Dazu noch Kohle innerlich, dass Gifte ect. aufsaugt und ich fühl mich schon viel klarer im Kopf und heute endlich mal wieder in der Lage mit dem Rad zu fahren.

- gemacht: vorgedrängelt. Ja mei da war eine riiesen Lücke in der kurzen Schlange, weil 2 Frauen sich verquatscht hatten. Da ich nicht fragen wollte, ob sie anstehen oder hier die Deko sind, stellte ich mich in die Lücke und hatte so schnell bestellt und bezahlt, dass die andere nichtmal zum Luft holen kam.
Tja...
(Tschakka, dass ich mich sowas mal trau, ich bin ja sonst super anständig und manchmal schon arg verkrampft was Regeln ect. betrifft).

- aufgefallen: früher war ich immer sehr nervös und ängstlich, wenn ich eine neue Frisur hatte und mich damit dann mir bekannten Menschen zeigte: Der erste Tag in der Schule, Ausbildung, Berufsstelle ect...
Ich hatte vor den Reaktionen der anderen sehr große Angst. Dieses Mal war dem nicht so. Bei der Tafel sind es immerhin gut 30 Leute auf einmal. Und auch sonst wenn ich Freunde und Bekannte traf, war ich da sehr locker.
Es war eher eine freudige Spannung und einfach ein: "ich wollte das so, und es ist mir (fast) egal was du dazu sagst."
Ein gesundes Selbstwertgefühl!
In der Tat war eine Frau in meiner damaligen 2.Ausbildung mal so empört und erschrocken über meine neue Frisur, dass sie glatt meinte:"ich geb dir Geld, dann kannste nochmal zum Friseur gehen!" Ich Idiot hätte das Geld nehmen und damit lecker essen gehen sollen!
Naja danach ist man oft schlauer :)

-doof: jetzt hab ich mich über 1,5 Jahre über den blöden Musikplayer im Handy geärgert. Weil der nicht die Ordner anzeigt wie ich das sortiert habe, sondern alle Lieder in einer Liste nach Alphabet. JETZT drauf gekommen, dass es ja Apps gibt. Nun also einen neuen Musikplayer :-))))

- gestaunt: wer braucht 1000 TV-Sender? Allein der Gedanke löst eine absolute Überforderung/Reizünberflutung aus!

- diszipliniert: ich will meinen ungelesenen Bücherstapel reduzieren. Ich entdecke aber immer wieder SO tolle Bücher. Nun also: erst wenn ich die 2 Bücher ausgelesen habe, darf ich mir ein Neues bestellen (und ich weiß auch schon welches!!!). Das macht jetzt gute Laune, weil Struktur in die Sache kommt.  Mit Disziplin, also dem Wort, hab ich so meine Probleme, aber Struktur paßt wunderbar!

- gefreut: ich hatte lange nun so einen normalen Tintenfüller. Problem: ich brauch den SO selten und wenn ich damit schreiben will, ist die Tintenpatrone vertrocknet. Jetzt tolle Tintenroller extrem günstig entdeckt. Schreiben wunderbar und fast genauso edel.

- auch gefreut: Die ARD hat für Thriller/Krimis die Zeitsperre der Alterbeschränkung aufgehoben. Außer für ganz krasse Filme. Somit kann ich jetzt auch Tatort ect. immer schauen und nicht erst ab 20 Uhr.

- gelesen: Der Junge der eine Katze sein wollte. Schon als ich den Titel las, wußte ich sofort um was es geht: nicht um eine lustige erfundene Geschichte, sondern um ein verhaltensauffälliges Kind. Und genauso war es.
Es ging sogar um mehrere traumatisierte Kinder.
Erst zögerte ich, das Buch aus dem öffentlichen Bücherschrank mitzunehmen, weil: zu harte Kost. Aber ich dachte mir auch: ich kann es ja wieder zurückgeben, wenn es mich zu sehr triggert.
Jedoch das Gegenteil ist der Fall. Es wird gezeigt wie Kindern die abgegeben wurden ins Heim, vernachlässigt wurden oder die schlimme Taten mit ansehen mussten ect. durch eine Psychoanalyse geholfen wird.
Spannend wie ein Krimi. Und ich dachte erst: Hä? Analyse mit Säuglingen? Aber allein den Kindern zu sagen was los ist (deine Mutter ist jetzt im Gefängnis und deswegen kann sie sich derzeit nicht um dich kümmern ect.) hat schon viel bei den Kids ausgelöst.
Tja, der kompetente Säugling. Wir meinen ja noch zuoft die verstehen uns nicht. OH DOCH!

- visuelle Ruhe: ich achte immer wieder drauf, dass meine Wohnung visuell ruhig ist: also dass wenig herum steht. Auch fiel mir auf, dass die beiden Fleckerlteppiche in der Küche extrem unruhig sind. Also 2 unifarbene geholt und: ahhhh viel mehr Entspannung, selbst wenn es rote sind.
Außerdem finde ich sieht es edler aus, zu dem weiß und der Arbeitsplatte in Holzoptik (diese ist nicht auf dem Bild, weil da grad Chaos herrscht):

So werde ich es auch im Bad machen, wenn diese Teppiche hinüber sind (dürfte eh bald sein), dann kommen da unifarbene hin. Und ich schaue mich beizeiten nach einem geschlossenen Schuhschrank um, denn da habe ich im Moment ein offenes Regal und all die unterschiedlichen Farben und Formen ist auch unruhig.....

Aussicht: Jetzt noch die Morgenkühle abwarten (wegen lüften) dann aufs Radl schwingen und wieder draußen irgendwo lesen.
Und sonst, weiterhin Ruhe, mich sammeln und sortieren... außerdem hoffen dass die 30-Grad-Tage für dieses Jahr bald vorbei sind.

Donnerstag, 6. Juli 2017

Der schwarze Hund

wenn ich mich so schlapp und schläfrig fühle, kommt irgendwann der Punkt an dem ich danke: Ok Depression ich habs verstanden...du wirst mich mein Leben lang begleiten. Ich kämpfe nicht mehr gegen dich, ich mach aber das beste draus!

Und oft dachte ich mir: ich bin nicht depressiv! Ich hab ja Lust was zu machen, wäre heute morgen gern an den See gefahren...
Es gab durchaus sehr depressive Phasen in meinem Leben, aber ich spüre den Unterschied zu der echten Depression und dem "anderen Zustand".
Und der andere Zustand ist eine atypische Depression.
Wie ich gestern erstaunt las, standen da meine Symptome:

Die sogenannte atypische Depression ist gekennzeichnet durch eine affektive Schwingungsfähigkeit, d. h. die Patienten verharren nicht in gedrückter Stimmung, sondern zeigen durchaus situationsangemessene Gefühle.
Dazu:
- vermehrtes Schlafbedürfnis
- bleierne Schwere der Extremitäten

AHHH ja das bin ich! GENAU!
Ich suchte noch ein wenig weiter und las hier mit Erstaunen:
 https://www.flowlife.de/magazin/atypische-depression/

Und wißt Ihr was?
Ich glaube, die atypische Depression hat ganz viel mit Körper bzw. genauer: Magen-Darm zu tun.
Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Histaminintoleranz, andere Intoleranzen, Leaky-gut, Magensäuremangel...ect. und wie bei mir: Magenentleerungsstörung.
Ich nahm also meine *Magen-tu-was-Tablette* und eine halbe Stunde später war ich viel wacher und besser gelaunt! Weil all der Schmodder der da ewig rumlag mal aufgeräumt wurde.
Herrlich!
Auch die Erinnerung als ich aufgrund der Zahn-op mal 2 Tage fast nichts essen konnte: da ging es mir wunderbar!
Ich muss da wieder mehr aufpassen:
Sehr gut kauen, eher weniger essen, und eher nur leicht verdauliches...Rohkost ist eher nicht so optimal (bzw. dann muss ich an Tablette denken, weil ich mag schon gern Salate).

Trotzdem mag ich das bekannte Video mit dem schwarzen Hund:
https://www.youtube.com/watch?v=1UiA32Qv4yE

und wie Thorsten Sträter sagt: Langsam bekommen die Depressionen vor mir angst!
Genau :-)

Mittwoch, 5. Juli 2017

Aus der Burg

Mich verschanzen.
Mich verkriechen.
Ohne oberflächlichen, dummen Menschen.
Bei mir ankommen.
Nase ins Buch stecken.
Schweigen.
Meinen Gedanken nachhängen.

Unglaublich wie schnell Menschen mr Energie abzapfen können (und ich das anscheinend auch zulasse).
Aber ich muss mir immer wieder sagen: es gibt nicht nur unverträgliche Nahrungsmittel, sondern auch unverträgliche Menschen.

R. mit der ich baden war, meint jetzt das wir jede Woche mindestens 1x telefonieren, aber eher uns noch treffen. OHNE MICH!
Allein ihr Wortschwall  (oberflächlich und nervig bis zum geht nicht mehr) innerhalb 2er Minuten reicht mir für 4 Wochen!
Der Typ von der Tafel meinte gestern mich anrufen zu müssen, weil es Marken fürs Volksfest gäbe und ich heut kommen "müsse".
Danke für die Hilfe. Danke für den Hinweis. Aber mir ist das too much! 
Das sind ganz ungute Verstrickungen...
Ich will meine Ruhe.
Ich will dem nicht erklären müssen, dass ich auf kein Volksfest gehe und da schon gar nicht das histaminvolle Hendl und 1 Liter Bier saufe, und weil mich die Musik und das ganze drumherum mich triggert. (der würd mich anschauen wie nen Ofen wenn ich das sagen würde *g*).
Im übrigen habe ich mich früher für die Marken lange in die Warteschlange gestellt, mir das blöde Gerede der Leitung angehört, um dann die Marken an jemand zu verschenken. Im Grunde ist das okay. Aber heute habe ich mal auf mich geschaut: gibt es irgendjemand dem ich den Gefallen wirklich von Herzen machen möchte?
NEIN! Alles klar oder? Ich ging an der langen Warteschlange vorbei...und nach Hause.

Da der Typ der mich nervt, hier die Trulla beim Paketshop ist die doof wie ein Stuhl war....es hat sich reichlich summiert in letzter Zeit....

Nein es reicht!
Menschenauszeit!
Wobei..so ganz stimmt das nicht. Als ich gestern mit A. telefonierte war das was ganz anderes...wir ticken einfach ähnlicher, verstehen was Ängste und Depressionen sind, sind allgemein ruhiger und tiefgründiger...

Aber heut bin ich erstmal Noomi Rapace alias Lisbeth Salander!
Kauzig, schnodderig mit vielen Stacheln!

Gemütlich daheim einigeln, mit Salat und Fleischpflanzerl, Joghurt mit frischen Früchten, lesen auf dem Balkon, dösen...ach die Welt kann so schön sein :)

Im Moment hab ich gaaaanz striktes *neue-Bücher-kaufen-Verbot* auch wenn es nur 1,25 Euro kostet.
Aber die Titel:

Mach dich unbeliebt und glücklich: und nimm dir vom Leben, was du willst!

Zu nett für diese Welt?: Wer Nein sagen kann, hat mehr vom Leben

 jucken mich grad ganz besonders...
aber ich hab ja noch FUCK YOU im Bücherschrank...das is ja was ähnliches...

UFF!!!

Dienstag, 4. Juli 2017

Spruch des Tages

Der Geist ist willig,
doch das Fleisch ist schwach.

GENAU SO ist es.
Leider.
Ich kann das grad sehr schwer aushalten.

Derzeit träume ich ja sehr wild bis alptraumhaft. Und ich spüre genau, wenn mir ein Traum was sagen will und was einfach Quatsch ist.
Heute war so ein besonderer Traum, der mir auch noch nachhängt:

Ich bereit mich auf eine große Wanderung vor.
Eigentlich sollte/wollte ich zu Fuß gehen, doch ich fahr erstmal ein Stück mit dem Fahrrad.
Dann sehe ich, dass der Bräutigam (meiner!) mit der Kutsche fährt, was ich vorher nicht wußte. Ich denke mir: och radelts schnell zurück dann kannst noch mitfahren, das Paar sollte doch gemeinsam fahren.
Ich werde aber ignoriert. Der Bräutigam samt Kutsche fährt an mir vorbei.

Irgendwann bin ich auf der Wanderung und finde Unterschlupf bei einer Familie. Ich kann da eine Nacht schlafen in einem kleinen Gästehaus. Ich habe drei Hunde dabei. 2 große alte kranke und 1 kleinen quirligen bei dem ich immer aufpassen muss, dass er mir nicht abhaut. Ich mache mir übermäßige Sorgen und Gedanken um diese Hunde, wo und ob ich sie anleinen soll, ob sie in der Nacht auch draußen bleiben oder mit zu mir ins Zimmer kommen ect. Später stellte ich sogar fest, dass ich den Hund verwechselte, die Familie hatte auch einen kleinen Hund.

Dieser Traum spiegelt sehr gut wieder, was immer mal wieder Thema bei mir ist: Selbstverlassenheit!
Ich mein, ich bin noch nichtmal bei meiner eigenen Hochzeit dabei! Dann schlafe ich nicht bei mir zuhause, ich bin auch innerlich heimatlos UND ich mache mir viel zuviele Gedanken um andere Menschen/Situationen/Dinge. Und ich erkannte noch nicht mal MEINES. Meinen Hund.

Erst gestern wurde mir das wieder deutlich. Eine sehr nervige/ärgerliche Situation im Paketshop ging mir den ganzen Tag nicht aus dem Kopf. Ich musste immer wieder dran denken. Ohne natürlich weiterzukommen. Da gibt es auch nichts an weiterkommen, denn es ist erledigt. Das Paket ist auf Weiterreise, meinen Unmut machte ich kund, es gibt daran nichts mehr zu ändern. Es lief wie es lief.

Sonntag, 2. Juli 2017

ach da war doch was...

Manchmal bin ich schon so eine Kuh...
da schmerzen und zucken immer unterschiedliche Muskeln, da bin ich tagelang komatös und kann mich kaum auf den Beinen halten (gestern der 500m Spaziergang war mal wieder mehr als anstrengend), hab teilweise Kopfweh (was ich so gar nicht von mir kenne) und komm nicht dahinter, dass mein ganzer Körper nach MAGNESIUM schreit. Was er immer tut, weil ich einen immensen Bedarf danach habe.

Also die Füße gleich ins Magnesiumbad gehalten und wieder etwas fröhlicher in die Welt geschaut. Das werde ich morgen gleich nochmal machen, weil ich was vorhabe...

Und heut noch so: erstmal das Süppchen das grad köchelt noch futtern, dann eine Runde spazieren gehen und mich dann wieder hintern Lesestoff klemmen. Ich mache mir derzeit wieder mehr Tagespläne, weil ich sonst im Kruschtel-Ablenkmodus hängen bleibe.

Freitag, 30. Juni 2017

Wochenrückblick

--ausgeschlafen--
Na noch nicht ganz...aber ich merke wie gut mir das tut...

- geübt: kein schlechtes Gewissen haben, wenn ich nicht zum Volksfest, Straßenfest, Festivals, Verein, Gruppentrallala gehe. Das werde ich wohl zeit meines Lebens üben müssen, zu akzeptieren dass das NICHT meine Lieblingsfreizeitaktivitäten sind und dass das OK ist. Allein der Blick in das Ortsblatt wenn von irgendwelchen  Bürgerversammlungen, gemeinsamen Wanderungen, massenweise Sportfesten ect. die Rede (und Bilder) sind, dreht sich mir oft der Magen (teilweise) um: Und DU warst nicht dabei, du bist FALSCH, das muss man mögen und dabei sein, isoliere dich nicht so...
Wobei das nichtmal gedanklich so klar abläuft, sondern eher so ein Gefühlsbrei auftaucht.
Als ob ich die einzigste wäre, die da nicht hingeht...
Aber gerade im Sommer (und in unsererm Kulturkreis/in dieser Zeit) ist es nunmal das nonplusultra: geh raus unter Leute! Sei gesellig! Erfreue dich an schwitzenden Menschenmassen und Lärm!

- auch geübt: auch etwas das mir schwer fällt: wenn es mir nicht so gut geht, auch nur 70% in der Arbeit zu geben. Nicht hundert pro super und schnell arbeiten. Keiner liefert jeden Tag perfekte Arbeit ab. Außerdem geht es ja nicht um Leben und Tod (in meiner Arbeitsstelle).

-gedacht: nicht nur dass dies ein Büchersommer für mich wird, sondern auch ein Kunstsommer. Ich habe mir einige Kunstausstellungen notiert die ich gerne sehen möchte. Die Vorstellung in schönen Räumen herum zu wandeln, Kunst zu betrachten und meine eigenen Gedanken dazu machen, vielleicht noch was über den Künstler und sein Werk zu erfahren...DAS ist für mich Genuß. Da erlebe ich gleich ein aufatmen, eine stille aber tiefe  Freude!
Andere genießen passiv Sport. Ich Kunst. Ich dachte immer das sei minderwertig "nur" Kunst anzuschauen und sich inspirieren, erheitern oder erstaunen lässt..."Richtig" wäre es, selbst Kunst zu produzieren...
achja die lieben Glaubenssätze ;)

- gefreut: über Abkühlung.

- gewundert: ich schrieb ein Versandhaus an, weil ich noch keine Gutschrift für eine Rücksendung erhalten hatte. Daraufhin eine dermaßen süßliche Mail ala: ach auf Sie liebe Frau xy ist Verlaß und gut das Sie sich melden...ect. als ob ich verschollen war. Egal. Gutschrift bekommen.

- gekocht: der Vanillepudding mit Mandelmilch und Kokosblütenzucker (und Kirschen aus dem Glas) war sehr lecker. Mal eine andere Geschmacksrichtung. Allerdings kann ich den Zucker nicht jeden Tag essen. Den hatte ich schnell "über". Werde den wohl verbacken und nicht mehr kaufen.

- genossen: um 5h früh in aller Stille einen Spaziergang bei den Wiesen und Feldern gemacht. Für mich hat das schon fast was heiliges...Einfach ganz wunderbar...so einen neuen Tag zu begrüßen. Das Licht, die Luft, das erwachen der Welt.

- gegruselt:
Von Raupen eingehüllte Bäume. Unter dem gesponnen Netz wuselten tausende von Larven herum...*schüttel*


- geschaut: die wunderbar unterschiedlichen und sich ständig neu verformenden Wolken...sehr entspannend!

- gelacht: mit P. in der Dorfkneipe gewesen. Mir war zwar nicht sooo nach Socializing, aber ich wandte den Tip gleich aus dem Buch an: Kompromisse machen: ich muss ja nicht bis Mitternacht bleiben. Und wenn P. schonmal kinderfrei hat, mussten wir das nutzen. Zudem waren die Cocktails an dem Tag günstiger und ich genoß schon ewig keinen mehr. Als ich um die Karte bat druckste die Bedienung erst rum...wir wunderten uns...als sie die riesen Tafel, die sonst im Innenraum hängt, in den Garten zu uns schleppte, wußten wir warum.
Auch sonst war es sehr angenehm: nicht voll, Musik nicht zu laut und die Einrichtung wurde geändert (als wir später wegen Regen nach innen wanderten): sehr hell und eher bistroähnlich, was das schmuddelige der Eckkneipe und die widerlichen *das hier ist mein 2.Wohnzimmer und ich baggere jede Frau mit dämlichen Sprüchen an-Alkoholiker* verjagte. Wir hatten definitiv unseren Spaß und wollen das auch widerholen.

Aussicht:
ein regnerisches Wochenende steht bevor...Hurra...gemütlich verkrümeln..lesen...dösen...etwas putzen und bügeln...

Dienstag, 27. Juni 2017

Energiekrise

Wieder mal mein Lieblingsbuch (zum Thema) "Die Macht der Introvertierten" rausgekramt und drin gelesen.
Alles klar.
Ich falle immer wieder in die Falle: Sei wie ein Extrovertierter!
Mein Gehirn und meine Neurotransmitter sind aber ganz anders aufgebaut und funktionieren anders!
Und was ich auch immer vergesse: Nicht nur andere Menschen kosten mich viel Energie, sondern generell viele Aktivitäten und äußerliche Reize!
Na davon hatte ich im Mai und April wohl mehr als genug. Mein Akku ist bei 25% derzeit und rauscht immer gefährlich unter die 20% Marke.
DA REICHT NICHT EIN WOCHENENDE um sich zu erholen!
Ich werde die nächsten Wochen aufpassen müssen mehr Zeiten einzubauen in denen ich mich einfach laufen lassen kann.
Ohne Termine, ohne innerliche Beschäftigung mit anderen Menschen oder Aktivitäten (selbst dran denken kann auslaugen!!!) oder was passieren in der Zukunft könnte und ohne Druck was ich machen müsste....

Also: Rückzug, tagträumen, schlafen, nur das erledigen was wirklich sein muss...

Und die letzten Stunden voller Hitze sind (hoffentlich) erstmal angebrochen...langsam nervts.

Montag, 26. Juni 2017

Gutes annehmen üben und emotonale Purzelbäume

Ausgangslage: Der Einkäufer von der Tafel bot mir ja an glutenfreies Zeug für mich zu kaufen.
Extra.
Nur für mich.
Ich ihm also den Einkaufszettel in den Briefkasten geworfen. Und dazu auch WO er das Zeug genau im Supermarkt findet (weil mir das eh schon alles irgendwie unangenehm bis peinlich war) und das es egal ist von welcher Firma, oder ob die Kekse jetzt mit Schoko oder ohne.
Also ganz rudimentär: Brot und Nudel, gern eben auch Kekse oder Knabberbrezel.
Prompt kam der Anruf: "Er war grad im Laden, aber da gäbe es ja soviel Auswahl, er wisse da nicht was ich wolle. Wir könnten doch zusammen einkaufen."
*seufz*
Und nicht nur das: Ich kann anrufen wenn ich soweit bin (irgendwann im Laufe des Nachmittags) und er komme dann um mich abzuholen.
Am liebsten wär ich ausgewandert. Ohne Scheiß.
Eine halbe Stunde drückte ich mich um den Anruf.
Es ging dann doch.
Und jetzt hab ich eine riesen Tüte voller Brot und Nudeln.
Und Kekse.
Und Salzbrezel zum knabbern.
Ich war so zaghaft, dass mir der gute Mann noch weitere Brotpackungen richtig aufdrückte.
Das alles annehmen...war unsagbar schwer...und auch jetzt überwiegt eher das schlechte Gefühl (so Richtung Scham aber eher Schuldgefühl) anstatt der Freude über die Hilfe...
mal sehen wie das die Tage so wird.

Und das andere: Irgendwie hab ich Frust. Schlechte Laune.
Bin eindeutig übermüdet. Weil ich mir am Wochenende eben das "soviel schlafen/ruhen wie eben nötig" nicht gönnen konnte. Und stattdessen werkelte. Immer weiter rein in die Erschöpfung. Vor lauter müssen. Erst durch inneres selbstgemachtes müssen, dann von außen weil für heute eigentlich was ausgemacht hatte.
Ich bin im funktionieren drin und himmelweit von mir selbst entfernt.
Zuviel Druck in mir. Kein wollen. Nur müssen.
Anspannung hoch 10, gleichzeitig zutiefst müde.

Noch letzte Woche hatte ich mal kurz Thema: vielleicht drehe ich mich zuviel um mich selbst? Vielleicht tut mir das gar nicht gut? Zuviel psychologisieren?
Aber ich glaube, eher das Gegenteil ist der Fall: Viel zu wenig auf meine Bedürfnisse achten...viel zu sehr im "Du sollst, Du musst!."
Viel zu lange verwahrloste ich...jetzt geht es ums kümmern...auch wenn im Außen was anderes verlangt wird (sei ein laufendes Rädchen in der Gesellschaft!). Es gibt nicht den Plan *fürs richtige* Leben, oder wie es aussehen soll bei allen....

Jetzt also erstmal ruhen...egal was ansteht und das die Sonne draußen scheint...dann seh ich weiter....

Freitag, 23. Juni 2017

Wochenrückblick

Ganz klar: heiß!
Aber das ist ja nix neues :-)

Kein Wunder warum es die ganze Optik verzogen hat.....wahrscheinlich auch die Hitze.....

- gefunden:
Kontraindiziert bei sozialen Ängsten seien unter Umständen
Entspannungsverfahren, meinte Nestoriuc. Es bringt beispielsweise nichts, vor einer Angst machenden Präsentation im Job möglichst tief zu entspannen. Die Aufregung, das Lampen-
fieber zu durchleben, dann zu merken, dass die Situation nicht gefährlich ist und sich dann entspannen zu können, ist der bessere
Weg.
Hier gefunden:
 http://www.ipk-badenbaden-rastatt.de/download/2013/02_08.03.13/P_Nebenwirkungen.pdf

 Das finde ich einen tollen Ansatz. Und so handhabte ich ja das eben beim Friseur auch: man DARF auch aufgeregt sein!

- gekauft: im neu eröffneten und wie schon geahnt sündhaft teuren Biomarkt: den Kokosblütenzucker. Hat eine interessante schmackhafte Note, paßt zum Kaffe. Werde den aber mit Xylith ein wenig abmildern/vermischen/strecken.  Macht sich sicherlich auch gut im Vanillepudding. Werde ich demnächst testen. Gemacht mit Mandelmilch. Müßte eigentlich saulecker sein. Abwarten.
 und auch gekauft: Schokocreme mit Kokos. Natürlich auch Bio. Natürlich auch sündhaft teuer. Dafür zum reinlegen lecker!!
 Abwechslung auf dem Frühstückstisch darf auch mal sein.

- gemacht: einen Tag im Freibad. Ich bin ja eher der mitm Radl zum See-Schwimmer. Aber auch hier: Abwechslung ist das Salz des Lebens. Hat alles Vor-und Nachteile. Und ich blieb eigentlich auch nur den halben Tag. Als die Schulkinder antanzten nachte ich mich vom Acker. Dafür mal wieder ausgiebig geschwommen. Und bewußt vom Problemdenken und Überfokussierung Abstand genommen, sondern gedacht: leichte sommerliche Stunden im Freibad. Wie früher. Sonne genießen, Schwimmen. Entspannen.

Und ein Tag (naja auch ein halber) an einem (für mich fast neuen) See mit Bekannte R. Die gute Frau ist etwas anstrengend. Für stark Introvertierte fast ein wenig too much. Zuviel Geplapper und davon das meiste eher...naja...Oberflächliches...Geschimpfe...so Larifari-Zeug. Bin jetzt auch etwas fertig. Früher hätte ich gesagt: Nie wieder! Und überhaupt ich bleib allein in meiner kargen Hütte...undso...Hallo Überabgrenzung. Heute seh ich das anders. Ich sehe auch das schöne an dem heutigen Tag. Auch dass ich zwischendurch mich wieder etwas sammeln konnte (alleine schwimmen und so) und alles in allem es doch kurzweilig war. Ich brauch die Frau ja nicht jeden Tag um mich (NEVER!)

- endlich erledigt: Mein neues Fahrrad mit versichert und ENDLICH einen Termin bei der Hautärztin ausgemacht. Das "um mich kümmern" fällt mir oft dermaßen schwer, dass ich schiebe und schiebe und schiebe.

- gestaunt (sehr): ich bekomme "Extrawurst" von der Tafel. Das darf man eigentlich gar nicht laut sagen. Aber ich wurde dort angesprochen. Wegen Allergie. Ne sag ich, keine Allergie, Unverträglichkeit: Gluten. Fazit: ich kann dem guten Mann einen Einkaufszettel was ich esse, vertrage und wo es das gibt (das glutenfreie Zeug) in seinen Briefkasten werfen und er kauft es!
Ist das die Möglichkeit! Konnte vor lauter staunen und Dankbarkeit gar nicht richtig reden!

- getestet: welche Stadt ist die richtige für dich? Hier: https://matchmycity.org/
heraus kam bei mir: SCHWERIN! Wär ich ja im Leben nicht drauf gekommen. Mal ein wenig quer gelesen und geschaut: Viel Wasser und Wälder klingt schonmal genial! Wenn es keine große Plattenbausiedlung ist, hab ich mit Hochhaus auch kein Problem, im Gegenteil ich würde liebend gern im obersten Stockwerk wohnen! Nahe der Ostsee isses auch....träumen ist schön...träumen darf man...
Jetzt wohne ich ja nahe München. Das lag im Ranking auf Platz 29 von 31! Sapperlott. SOOO unpassend?
Was kam bei Euch raus?

- gekocht: Blumenkohl-Kartoffel-Schinken-Auflauf. JA bei der Hitze 45 Minuten Backofen laufen hat was...aber mir was SO danach...festgestellt: am nächsten Tag schmeckt das ganze auch kalt gut.

- gedacht: früher sammelte ich äußerlich Besitz und trat mit Füßen oft die inneren Werte. Heute mache ich es öfters andersrum.

- eingefallen: Blöder Anmachspruch: "Du bist so süß, Du müsstest bei der Hitze doch karamellisieren :-*"

- geärgert/angestrengt: Stimmungsmäßig geht es mir ja schon recht lange (mit Ausnahmen) recht gut. Bei weitem besser, als es schonmal war. Ein Großteil meint nun (und ich selbst ja blöderweise manchmal auch) dass nun alles gut ist. Es wird natürlich nach Arbeit gefragt: wenn es dir jetzt so gut geht...kannst ja wieder starten! Wie schauts mit Arbeit aus? usw. ich merke aber, dass gute Stimmung das eine ist ...fehlende Belastbarkeit das andere....und ich habe keinen Nerv mehr das jemand zu erklären, der davon keine Ahnung hat. Der sich das nicht vorstellen kann. Der mit der Problematik nie zu tun hatte. I have dazu die Kraft nicht (mehr).

- angeschaut: Magic City. Die Kunstaustellung der Straßenkunst.
War wirklich abgefahrenes Zeug dabei. Zum Beispiel: 4 ganz normale Poster...sah man diese jedoch durch den Guide (eine Art Smartphone, mit Infos über die Künstler ect. auch mit Kamera ..sah man durch diese und hielt die Kamera auf das Bild sah man im Bildschirm einen Film (Kulisse das Poster)...Autos fuhren da durch, Menschen gingen spazieren...usw...abgefahren....
auch ähnliches war dabei wie: Magische Bilder die erst duch den Blick einer Kamera wirkten:


 Diese Winkekatze war plastisch aufgebaut (auch die Requisiten herum) aber alles eher in gelb und es wirkte eher chaotisch...erst durch den Blick der Kamera wurde es plastischer und glänzender...

Und wir hatten die Ausstellungsräume so gut wie für uns allein. Perfect. Ein kleines Kino war auch dabei und da lief auch immer durchgehen etwas über Straßenkunst, Interviews usw...

Sonst so? Derzeit ist ewasy going angesagt :weniger denken, mehr machen. Das taugt mir. Einfach leben und nicht alles zergrübeln und überpsychologisieren.

Aussicht: erstmal abkühlen (hoffentlich). Und soziale Akkus aufladen.

Mittwoch, 21. Juni 2017

Vorher - nachher

 Vorher:




 Und dann:


Montag, 19. Juni 2017

Nachjustieren

Das Problem mit den meisten Friseuren ist ja:
Ne Moment es gibt 2 Probleme:

1.Sie halten sich für Profis.
Das kann schon sein, aber der Profi für mich bin nunmal ich. Ich weiß wie meine Haare reagieren wenn sie eine gewisse Länge unterschreiten (werden wellig) oder was mir steht (ja endlich weiß ich das!) und was ich will (auch das weiß ich endlich!)

2. Sie machen gerne das was SIE wollen. Sie hören schlecht zu und machen das was ihnen gefällt.

Gerade war ich zum nachschneiden weil es doch nicht so ganz passt. Der Friseur bei dem ich Freitag war, war natürlich nicht da. Und die blöde Trulla bei der ich dann war, hatte oben genannte Probleme.
Ergebnis: Jetzt schau ich brav aus.
KOTZ.
Aber und das war das gute von ihr: Sie hat mir bestätigt, WIE schwer meine langen Haare gewesen sein müssen. Ihr erster Kommentar war nämlich: Wow haben Sie viele Haare!
Klar, dass da Styling früher unmöglich war. Und wenn dann ging unter 2 Stunden nichts.

Nunja...jetzt aber erstmal Abkühlung, mit einem selbstgemachten Birnenjoghurt.

Sonntag, 18. Juni 2017

Aufregung vs. Angst

Kurz vor dem Friseurbesuch steigerte sich die Angst ziemlich (davon abgesehen wechselte ich eh minütlich meinen Wunsch Haare ab, ne dran nur kürzer, ne ab usw...)
DANN fiel mir zum Glück die Umdeutung ein, die mir mal meine Therapeutin zegte. Damals ging es um die Angst vor einer Reise. Sie fragte: "Ist es wirklich Angst oder einfach die Aufregung, so wie Reisefieber?" Ich schaute sie groß an, schwieg lange und lachte dann befreiend los! JA das war es, es war einfach eine freudige Aufregung.
Nicht jedes Herzrasen und jeder Schweißausbruch bedeutet Angst!

So nahm ich es also auch beim Friseur: da wäre doch jeder aufgeregt wenn er sich die lange Haare so kurz abschneiden lässt. Das IST aufregend! Und so durfte ich halt dann hibbelig und aufgeregt sein!
Und nicht zu vergessen:
Gefühl (Angst) verdrängen = noch mehr Gefühl (Angst).
Also öfters fragen: ist es wirklich Angst? Oder einfach Aufregung?

Und sonst so?
der Zucker...
Großes Kapitel...aber ich bleib dran. Gestern wieder unbewußt gewesen und zuviel gefuttert. Heute wieder matschig, müd, schlapp.
Ich weß noch als ich 6 Wochen in einer 12-Schritte Klinik war, da gab es auch keinen Zucker (natürlich auch keinen Alk, keine Zigaretten usw. ist ja eine Suchtklinik). da ging es mir aber nicht viel besser (davon abgesehen, dass ich nach 4 Wochen den Supermarkt gestürmt habe und mich mit Süßigkeiten auf dem Heimweg nur so vollgestopft habe)...aber da war das Essen generell sehr kohlenhydratreich UND mit viel Gluten, was ich ja auch nicht vertrage (aber erst damals noch nicht wußte) deswegen ging es mir nicht viel besser.

Ich werde gedanklich mehr dran arbeiten, dass Zuckerverzicht kein Verzicht sondern ein Gewinn ist. So habe ich es mit den Zigaretten vor 5 Jahren auch gemacht. Es ist TOLL nicht mehr zu rauchen.
Der berühmte Schalter im Kopf....

Und ich werde den Kokosblütenzucker ausprobieren, der klingt schon so toll!

Samstag, 17. Juni 2017

erLEICHTert

Ich fühle mich, wie nach langer Krankheit genesen: frisch und munter und so wunderbar leicht rund ums Haupt :)
Welch Freude!
Welch BeLASTung das vorher war....
ich bin einfach der praktische Typ und nicht der, der erst überlegen muss, wann ich mir die Haare wasche (und danach genug Zeit zum trocken/föhnen habe).
So luftig um die Ohren. Ich bin begeistert.
Styling ging auch gut, bis auf die eine Seite, da weiß ich noch nicht so recht was ich da mache. Aber das kann man ja ausprobieren.
Auch im Drogeriemarkt war ich heute etwas ratlos angesichts der Massen an Wahlmöglichkeit: Gel, Wachs, Schaum, was pudriges, welcher Duft, welche Stärke...ohman.

Das andere: meine to-do-Liste wird kleiner. Also nicht die Alltagssachen die man eh immer wieder machen muss, sondern die ganzen einmaligen Sachen wie: Rest vom Abzugsrohr in der Küche abschneiden, Tacho am Radl montieren (das ich das solange vor mir her geschoben habe lag daran, dass ich angst hatte ich schaffe das nicht, oder es geht aus anderen Gründen nicht und ich wollte den Frust dazu natürlich vermeiden...spannend sich seiner Gründe bwußter zu werden. Aber natürlich klappte alles wunderbar!) und andere Tasche auch ans Radl klemmen...es wird...


Genug gewerkelt...es geht ab zum Freizeitteil...mit guter Laune!
Das wünsch ich Euch auch fürs Wochenende! :-)

Freitag, 16. Juni 2017

Wochenrückblick Teil2

-gesehen:
1.mal wieder einen tollen intensiven Regenbogen...schöööön
2. Frauen wehren sich:
http://www.ardmediathek.de/tv/Weltspiegel/Weltspiegel-Reportage-Frauenaufstand-im/Das-Erste/Video-Podcast?bcastId=329478&documentId=43459008

- gedacht: den Spruch: es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit fand ich schon immer doof. Für mich paßt die Abwandlung besser: für fürsorgliche (und allles weitere was man gebraucht hätte) Eltern ist es nie zu spät! 
Sei Dir selbst Mama und Papa so wie du es brauchst.

- geatmet: das mit der Atmung beschäftigt mich (zum Glück) weiterhin. Wahrscheinlich hilft die Zigarette auch zum Teil gegen das hyperventilieren: man atmet länger und langsamer aus.

- gelacht: Beim radln hupte mich ein junger LKW-Fahrer an und grüßte per Hand. Normalerweise find ich solche Anmachen auch doof, aber da hatte ich irgendiwe das Gefühl, dass es einfach nur lustig/nett und nicht schmierig gemeint war. Vielleicht saß der junge Kerl schon Stunden in seinem LKW, Langeweile pur...da war so eine hübsche Abwechslung ganz recht :)

- getan:
Haare ab. Waren locker 30cm. Nun also wieder Kurzhaarfrisur. Hatte ich früher schon öfters, dann immer wieder lange, sehr lange Haare. Sehr viel und sehr dick. Einfach nur ne Matte. Klar sah das gut aus...aber so wirklich warm wurde ich mit denen nie. Hatte immer das Gefühl als sei das ein Fremdkörper.
Aufwendige Frisuren? Nö. Freude am kämmen während einem der Arm abbrach? Nö. Offene Frisur? Nö, immer hochgesteckt, zusammen gebunden...
Seit Januar überlegte ich nun...ich würd so gern...es steht mir...es ist praktischer...zumal ich wieder mehr Sport machen kann, mal schnell duschen, schwimmen, Haare sind ja gleich trocken...dann aber: Für mich ist Friseurbesuch STRESS pur. So richtig extrem bis kurz vor Panik. Und bei Kurzhaar musste halt öfter, wenn es weiter nach was aussehen soll.
Konnte mich aber vorher ganz gut lockern, ja Beruhigungstabletten sind auch erlaubt und ab gings...
Es war toll! Der (klassisch) schwule Friseurmeister, wußte was er tat. Da fiel auch meine Anspannung ab. Zumal wir durch seine heitere Art und meinen Radikalschnitt eh den halben Salon unterhielten. War mir nur recht. Alles was ablenkt. Preis auch gut.
Jetzt bin ich mal gespannt wie das Umfeld so reagiert :-)))
Aber ich steh zu mir...kurz, frech, praktisch.
Bild vorher-nachher kommt noch, muss noch etwas nachtunen...

- gegessen: Hatte vorgestern weil gar so ko, nochmal eine halbe Elontril genommen. Wirkt schon angenehm, das blöde: ich kann halt dann 3 Tage nur mit Beruhigungstabletten schlafen (oder gar nicht).

- gefreut: günstige tolle schöne Frühstücksteller von privat gekauft. Auch leicht geschwungen, so das die sogar etwas zu den großen Tellern passen.
Küche wird langsam komplett.

Aussicht:
- Hoffentlich viel radeln und schwimmen, hab ich Bock drauf.
- Alles was mit langen Haaren zu tun hat (Klammern, Gummis ect. weggräumen und Boden putzen, damit die langen Haare endlich weg sind)

Donnerstag, 15. Juni 2017

Wochenrückblick Teil 1

 Da heute gefühlt Freitag ist (schon wieder ein Feiertag ;)) gibt es heute den ersten Teil.

- erkannt: aha, es war zum großen Teil eben doch PMS. Na gut. Langsam lern ich halt doch meinen Körper immer besser zu verstehen (eigentlich tu ich das ja schon, wenn ich mir und meiner Wahrnehmung/Intuition mal mehr noch öfter glauben würde). Also Laune ist wieder einigermaßen gut.

- gemacht: das erste Mal in See gehupft. Und das gleich 2x. Wie immer: Toll! Erfrischend!

-Atemarbeit. SPANNEND! Was sich da alles tut, nur das ich dran denke durch die  Hose Nase zu atmen. Im Alltag, aber eben auch beim radeln.Wie oft krieg ich schlecht durch die Nase Luft und man macht eben mal schnell den Mund auf und holt da Luft. Dadurch werd ich hektischer, brauch gefühlt noch mehr Luft..ach schnell durch den Mund. Es bildet sich ein Teufelskreis.
Eine ganz wunderbare Achtsamkeitsübung!
Heraus kam: Ich war nach dem Radln bei weitem nicht so erschöpft. Ich war teilweise sogar währenddessen sowas von entspannt, wie sonst nur irgendwo rumliegend, dösend oder so...aber nicht nach über 1 Std. radeln. der Puls ging angenehm runter.
Als dann eine größere Steigung kam, blieb ich so lang es ging bei der Nasenatmung und als es anstrengende wurde: durch die Nase ein und kraftvoll durch den Mund aus. Ich mag dieses kräftige atmen nicht, irgendwie ist da Scham und ich mag es auch nicht von anderen Menschen hören, aber da weit und breit keiner war, außer ich, hab ich das einfach gemacht und gedacht: ich probier ja nur was aus...es ging gut, ohne abzusteigen hab ich es bis oben geschafft, dann langsam weiter, damit sich der Puls beruhigen kann. War top!
Ich schaue mir jetzt die anderen Leute an, selbst die aufm Rad, die recht langsam fuhren, kamen mir mit offenem Mund entgegen. Scheint eine hässliche Angewohnheit zu sein.

Außerdem bin ich heute viel erholter aufgewacht, hab sogar bis halb 8h geschlafen, was für meine Verhältnisse sehr spät ist, und um diese Jahrszeit erst recht, wenn es so früh hell wird.
Mir fiel auf, dass ich viel einatme, dann wegen allerlei Stressorgen den Bauch verkrampfe und eben nur ganz wenig AUSatme..DAS ist die Krux. Also denk ich jetzt ganz oft: Bauch locker lassen...was dem Schönheitsideal (oder was auch immer) ganz entgegen gesetzt ist: Gerade wir Frauen schnüren unsere Bäuche mit allerlei ein, halten die Luft an, dann noch Brust raus und Bauch rein und schon atmen wir nur noch Brust oder gar Schulteratmung...und uns geht es schlecht...
Hier noch was wissenschaftliches:
 https://www.neodoc.de/aktuell/nasenatmung-kontrolliert-hirnrhythmen/

- Zuckerkonsum: auch das tut mir gut, da viel achtsamer mit mir umzugehen und zu sagen: jetzt am Abend nach dem Essen gibt es nur noch ein kleines Stück Schokolade, weil ich schon den ganzen Tag zuviel Zucker gegessen habe. Da die Kekse, da das Eis...
oder ich überlege mir schon Vormittags/Mittags WAS ich heute an Zucker esse. So bleibt es nicht beim impulsiven nebenbei naschen. Heute also: Erlaubt: Obstsalat mit ein wenig Schokoeis und frisch geschlagener Sahne. Dafür abends nach dem Essen nur noch wenige Gummibärli.
Klare Regeln. Wie entspannend :)
Und ich werde mir auch wieder das Xylit (Birkenzucker) holen, damit ich den weißen Zucker zumindest daheim noch mehr reduziere

Und heute noch so?
Lesen! Wie schon erwähnt wird dies ein Büchersommer und gestern schaffte ich wieder mein Vorhaben: Draußen zu lesen. Erst eine Radrunde und dann irgendwo paar Seiten lesen. Ein schnuckeliges (altbekanntes, menschenleeres) Traumplätzchen fand ich. Leider konnte ich es nicht so gut genießen, weil ich eine innere Unruhe hatte und daheim werkeln wollte. Was ich dann auch tat.
Und mir ist so gar nicht nach schwere Kost, sondern echt nach ganz seichten und etwas humorvollen Romanen, die ich sonst nichtmal mitm Arsch angucke.

Mittwoch, 14. Juni 2017

Mund zu!

Selbst wenn vorgestern ein Arzt vorbei gekommen wäre, hätte er mich angeschaut und gsagt: "Sie hyperventilieren!"
Nichts anderes war das.
Und ich tue das sehr oft. Nicht heftig (wie man das so aus Film und Funk kennt), dafür chronisch:
Zu oft und hetisch atmen und da die Nase oft zu ist, dann durch den Mund.
Das erschöpft mich aber sehr, ich bin ko wenn ich nur in den 2.Stock gehe.
Erklärt auch warum ich derzeit nach wenigen Metern mit dem Radl in kalten Schweiß und Schwindel ausbreche.
Das Atemmuster (durch Streß der letzten Wochen) hat sich verfestigt.

Vor einigen Tagen war ich auch radeln, sogar recht lange, danach ging es mir gut, ich schlief tief und fest einen Mittagsschlaf. Warum? Ich radelte nur so schnell, dass ich immer gut durch die Nase atmen konnte.
SO EINFACH!
Verdammte Axt!  Aber natürlich freu ich mich, dass es so einfach ist.
In Zukunft werd ich da öfters dran denken: nur so schnell gehen und alles machen, dass ich immer noch gut durch die Nase atmen kann (Ausnahme Sprint zur Bahn, aber das kommt eh selten vor).

 Einige Pioniere der alternativen Medizin haben nun nachgewiesen, dass normaler Sport dem Körper auf Grund der Mundatmung zusätzlichen Stress aufbürden kann. John Douillard zeichnete beispielsweise Daten über das autonome Nervensystem während sportlicher Betätigung auf und verglich hierbei Nasen- und Mundatmung. So konnte er bei der Mundatmung eine erheblich angestiegene Aktivität des Sympathikus, sowie einen signifikanten Abfall der Parasympathikus-Aktivität nachweisen. Diese Messung würde bedeuten, dass wir unter Stress stehen und sich unsere Organe keineswegs erholen können.
Wurde jedoch während der Übungen durch die Nase geatmet, stieg die Aktivität des Sympathikus nicht so stark an. Zusätzliche, steigerte sich auch die Aktivität des Parasympathikus, die während des Atmens durch den Mund abfiel.
Die beiden Nervensysteme arbeiteten Hand in Hand,
erklärte John Douillard.

Atemübungen sind nicht so meins, vor lauter "bloß alles richtig machen" verkrampfe ich wieder und alles wird anstrengend und mir wird schwindlig.
Besser ist: mich um meine chronisch trockene Nase kümmern (Kokosöl, Meerwasserspray, Inhalationen, ectl. auch Creme, nein Nasendusche NICHT) und zwischendurch die Atmung entlasten durch den Kutschersitz oder auf eine Stuhllehne aufstützen, oder nach dem ausatmen die Luft anhalten, das sanft steigern...
Und natürlich entspannen, entspannen, entspannen.

Erklärt auch, warum ich nach einem Menschenkontakt oft so ko bin. Durch das reden holt man eher Luft durch den Mund, ich gerate wieder sehr schnell (da eh schon latent) in die Hyperventilation, das Blutgasgemisch verändert sich wieder: ich bin ausgelaugt und ko.

Ich kenne das Szenario schon von meinem Vater. Der hatte das auch. Immer dieser Schwindel, immer das kaputt sein, nicht arbeiten können, keinen Streß aushalten...das wurde immer schlimmer, irgendwann traute er sich nicht mehr aus dem Auto (wenn wir z.B. einkaufen fuhren) er betrat kein Geschäft mehr, er trieb keinen Sport mehr, er saß immer entweder in der Küche oder im Wohnzimmer...bastelte, schwieg....von daher: ein "gutes" schlechtes Vorbild!

Gut geschrieben auch hier:
 https://wunschleben.wordpress.com/2012/04/16/wuah-hilfe-ich-kriege-keine-luft-hyperventilation/

 https://wunschleben.wordpress.com/2012/04/17/dauer-hyperventilation-teil-2/

Sonst so?
Konnte gestern noch allein im Wald spazieren und etwas radeln...tat ganz gut..davor noch eine Freundin um Hilfe gebeten mit der es abends ein sehr gutes hilfreiches Telefonat gab und dann noch die Thera per Mail um einen Termin gebeten.

Dienstag, 13. Juni 2017

Bereit, alles zu fühlen

Ne das bin ich ganz und gar nicht.
Und das ist mit ein Grund für meinen derzeitigen Zustand.
Ich presse mit aller Kraft den Deckel auf dieses Gefühlsfass.
Und wenn man das real also körperlich macht, ermüden irgendwann die Muskeln und fangen das zittern an.

In mir brodelt es und ich halt den Deckel fest.
Ich bin derzeit viel zu sehr im Kopf,
aber immer wenn ich mal ganz kurz MIT meinen Gefühlen bin, geht es mir besser.
Aber wo kämen wir denn hin, wenn man immer nur nach seinen Gefühlen lebt! Kreischt der Verstand.
Es geht ja auch nicht um IMMER, sondern um derzeit.
Find ich trotzdem blöd, weil ich diese scherzhaften Gefühle nicht haben will.
Und schon gar nicht will ich sie fühlen...

Da kommt mir der Herr Matthias Wengenroth (sein Buch: Das Leben annehmen) gerade recht: "Versuche deine Gefühle unter Kontrolle zu bekommen - und du verlierst die Kontrolle über dein Leben!"

Erwischt.

Montag, 12. Juni 2017

UiUiUi

ach herrje,

wenn ich schonmal den Arzt anrufe und um Hausbesuch bete, weil Haus verlassen war heute früh denkbar unmöglich.

Hausdoc ist natürlich im Urlaub.
Seine Vertretung find ich unmöglich. Der hat nie und nimmer studiert (so kommts mir vor).
Hmmm weiter überlegt.
Mit mir gerungen: so schlimm ist es doch nicht.
Es war schlimm. Ich hatte das Gefühl jederzeit gehn die Lichter aus. Blutdruck war aber recht normal, fast zu normal für mich. Aber als ob nicht genug Sauerstoff im Hirn wäre.
Jedenfalls: kurz vorm umkippen.

Also ärztlicher Notdienst. Mit denen kann man erstmal quatschen und dann schauen was man macht, die organisiseren auch Hausbesuche ect. Weil für Notarzt gings mir ja immer noch viel zu gut *Augen verdreh*.
Dazu kommt der immense Streß: Fremde Person, viele Fragen (schwanger, genug getrunken/gegessen) was mich fuchsig macht, weil ich nur wenn ich wirklich nicht mehr weiter weiß jemand anrufe und nicht weil seit ner halben Stunde der Blutdruck mal etwas schwächelt...
irgendwie hatte ich das Gefühl so ein Besuch schade mir eher noch mehr...aber was tun?
Also nach viel Überwindung beim Notdienst angerufen, die wiederum haben eine neue Nummer.
Ich aufgelegt.
Und heulend zusammen gekracht.
Eine Tavor genommen und wieder ins Bett.
Das war nicht das schlechteste. Der Mittag verlief ganz gut, nachmittag nochmal schlecht und jetzt wirds langsam auch wieder gut.
Zumindest ist das kurz-vorm-Kollaps-Gefühl weg. Das tut gut. Ach wie dankbar man gleich wieder wird wegen so einer Kleinigkeit...

Achso und da war natürlich noch ein immenses Schuldgefühl, weil ich schon wieder alles heute absagen musste.
Meiomei...
Jetzt gehts aber...

Sonntag, 11. Juni 2017

Maximal schlechte Laune

Heute darf mir keiner übern Weg laufen.
Sonst knallts.
Fühlt sich an wie Ultra-PMS, aber eigentlich wäre ich noch nicht dran.
Aber wer weiß das schon.
Bei einer kleinen Radlrunde festgestellt, dass es mir immer noch sehr bescheiden geht.
Dazu all die Massen die auch alle unterwegs sind.
Würg.
Wenigstens ist jetzt innen Ruhe. Ich habs probiert.
Jetzt darf ich ohne schlechtem Gewissen den ganzen Tag im Netz surfen (danach is mir grad) oder auf der Couch grübeln.
Alles ist erlaubt. Und alle Stimmen ala *aber es ist Sonntag!* oder *aber die Sonne scheint und es ist sooo tolles Wetter* werden verbannt.
Nichts muss ich.
Nur atmen.
Und mal was trinken.
Vielleicht noch duschen....

Ich glaub das i-tüpfelchen war heut morgen die Mail meiner Cousine, ob sie Freitag kommen kann. Wir versuchen seit gut 9 Monaten einen Termin zu finden. Wir wohnen 2 Autostunden voneinander entfernt und sie war noch nie bei mir.
Frage des Tages: Will ich das überhaupt oder spiel ich nur mal wieder mit, weil ich meine, das sie es erwartet oder nur weil sie es will? Was will ich ? Was verbindet mich überhaupt mit ihr?
Stresst mich grad extrem....menno....

Samstag, 10. Juni 2017

Zuckerfalle

Ich bin wieder hineingetappt.
In de Zuckerfalle.
Heute wurde mir klar, welch Unmengen an Zucker/Kohlehydrate ich in letzter Zeit aß.
Allein von der Erkenntnis ist mir schon schlecht.
Ich weiß ja wie gut es mir mit weniger geht!
Das rauf und runter des Blutzuckers ist für den Körper Streß (zusätzlich den ich eh schon hatte!) und kostet sehr viel Kraft (von der ich eh schon ewnig habe!).
Und ich hab als Aufmunterung, Aufputschung und überhaupt fleißig Zucker in mich gestopft.
Schluß damit!
Wieder zurück zum Start!

Freitag, 9. Juni 2017

Wochenschau


- weiterhin anstrengend. Hinzu kam jetzt inneres beben/zittern. Ein Zeichen, dass ich immer noch am Abgrund entlang schlittere. Völlig ko. So ko, dass mein Körper die Temperatur nicht regeln kann und Energie für Wärme fehlt, so lag ich nun öfters wie zu fiesesten Winterzeiten eingepackt im Bett...und das eine ganze Nacht mit langer Hose, T-shirt, Langarmshirt und Socken, normalerweise wird mir das dann irgendwann zu warm. Nicht so jetzt, 10 Stunden durchgeschlafen.
Auch mein Kreislauf kann mein Körper nicht mehr regulieren, er sackt einfach immer weg.
Da fiel mir ein das in einem Buch über Hochsensible steht, dass diese meist einen Kleinkindkörper haben, der so empfindlich reagiert. Gut, dann hab ich im Moment den Körper eines zu früh geborenen!

So wenig Reize als möglich. Nur blöd das sich Haushalt und Co nicht von selbst machen...möchte sogern mal wieder einen Ausflug mit mir alleine machen aber in dem Zustand unmöglich. Bleibt nur ruhen und hoffen, dass es bald besser geht.
Aber ich kann trotz allem damit besser umgehen. Gönne mir auch Vermeidungsstrattegien, weil ich weiß: mache ich die nicht, zerreibe ich mir die Nerven noch mehr, habe öfters Panikattacken, ich bin noch ausgelaugter...Teufelskreis bleibt bestehen. Vermeide ich phasenweise (z.B. Menschenmengen, ungünstige Plätze ect.) werde ich schneller wieder stabiler und fitter und gehe ganz von selbst in (teilweise) schwierige Situationen.
Schade, dass das in der Therapiszene noch nicht so gut ankommt.
Ist mir aber teils auch wurscht, weil mich drangsaliert da grad keiner.

- apropo vibrieren:
http://www.geistundgegenwart.de/2017/05/ein-kurzes-vibrieren-vom-gluck-entfernt.html?utm_source=Geist+und+Gegenwart+Newsletter&utm_campaign=0d896a2a52-Innere-Welt-Plastizit%C3%A4t-Ethik-des-Bewahrens&utm_medium=email&utm_term=0_2ef7fb173a-0d896a2a52-19847189 

- gesehen: nach einem Regenschauer nahe eines Weihers hunderte Minifrösche auf Wanderung. Kleine (so 1cm) hüpfende Punkte. Faszinierend!

- getan: das erste Mal ein Wahlprogramm gelesen. Denn für mich ist klar: Dieses Jahr möchte ich wählen gehen. Das erste Mal. Davor konnte ich mit Politik wenig anfangen. Habe jetzt auch noch so meine Probleme, aber wesentlich mehr Interesse. Und angesichts der Weltlage....

- geübt: es fällt mir schwer, nur zu liegen und den Kopf frei zu bekommen. Einfach schöne Lieder hören, mitsummen...Entspannen lernen ist für mich Arbeit.
Auch wenn es grad körperlich nicht so gut geht...psychisch geht es mir weiterhin recht gut und das "es darf mir gutgehen" ist immer wieder ein Brocken an dem ich zu kauen habe...

- gedacht:
1.PTBS ist ein nicht enden wollender burn-out.
Ich hab schon mehrere Nervenzusammenbrüche hinter mir, dieses gruselige Gefühl will ich nie mehr erleben.

2. das Alter ist mein Alter. Je älter ich werde desto wohler fühl ich mich. Werde lockerer. Lässiger. Jaaa mögen einige sagen...wart mal ab bis du die 40 überschritten hast....
hm ich glaube dann wirds NOCH besser. Dazu mag meine depressive Grundeinstellung mit beteiligt sein: Ich komm dem Ende näher. Das Wissen: diese Show hier ist zum Glück irgendwann vorbei, erleichtert mich und ich stehe dazu, dass ich nichts gegen den Tod habe (höchstens gegen das Siechtum). Ich muss das nicht jedem auf die Nase binden oder damit hausieren gehen, mir selbst das eingestehen erleichtert mich einfach.

- gefühlt: D. fehlt mir schon...mir fiel noch was ein: man sucht sich ja gern das Gegenteil von sich selbst um ein Gleichgewicht herzustellen. Und eigentlich haben wir extrem viel gemeinsam, und dachten/fühlten sehr oft ähnlich bis gleich, aber er war eher der lustige Halodri (wobei man schon auch sehr ernste Themen gut bequatschen konnte) und ich die, die vieles viel zu ernst nahm und sich jede Verantwortung an den Hals band.

- gemacht: weiterhin viel innere Anteile/Kind-Arbeit. Tut wie immer sehr gut.

-ausgeräumt: mit dem Vermieter, meine alte Küche. Is das Thema auch endlich ganz vom Tisch! PÜÜÜÜH. Hab ich nun wieder Platz um mein neues (naja ein altes vom Wertstoffhof, aber fürn Keller reichts) Regal aufzubauen, für etwas mehr Vorrat und Ordnung.

-festgestellt: Mein Pc ist eine Katze. Der frisst Mäuse. Schon die 2.Maus innerhalb 2-3 Jahre hinüber. Die eine war eine nigelnagelneue Funk-maus, ers tgabs noch schwarzes Kreuz als Mausanzeige, dann wars futsch. Also alte mit Kabel und Kugel ausm Keller geholt. Ähnliches wieder: nicht erkannt, sehr lahm, teilweise wieder schwarzes Kreuz. Also rechtzeitig eine neue bestellt.

- geschimpft (mit mir selbst): eigentlich hätte ich heute früh arbeiten müssen. Aber in solch desaströsen Zuständen nicht wirklich möglich. Also mit mega schlechtem Gewissen abgesagt. Etwas später ging es mir ETWAS besser. Sofort dachte ich: och gehste doch noch arbeiten.
Ich dumme Kuh. Echt. Immer erst die anderen....also mit mir selbst gesprochen: jetzt hör mal zu, abgesagt ist abgesagt, das ist kein Weltuntergang, ihr habt einen neuen Termin für Montag ausgemacht. Alles ist gut. Solltest du also heute noch was machen wollen, dann mach was in DEINEM Haushalt. KAPIERT? So meine Liebe, aber erstmal brauchst was ordentliches zum Essen.
Ja...ist ok....

Aussicht:
Wie schon bekannt: Ruhe!

Mittwoch, 7. Juni 2017

Heute so

Heute bis mittags total ko gewesen und auch bis dahin nur gelegen. Wenn ich mir vorstelle, dass war so die letzten Jahre eher Dauerzustand als Ausnahme, bin ich sehr froh, dass es nun eher letzteres ist.
Zum einen merke ich immer noch mein fragiles Nervenkostüm. Sowie eine Anstrengung oder Schrecken dazu kommt, wird mir schlecht bzw. werd ich kalt-schweißig. Jegliche Aufregung (dazu zählt auch Türklingel) ist derzeit schlecht. Ganz schlecht.

Dazu kam dass ich mich glaub gestern histamintechnisch abgeschossen habe. Ich nahm vor kurzem vom Wochenmarkt ein "Fertigglas" einer Gemüsesoße mit. Sie war unglaublich lecker, ein wenig zu süß und ich aß eifrig. Heute morgen fiel mir ein, dass das ja unter "Konserven" fällt. Und die sind der Knock-out-Knopf.
Nunja.

Heute abend noch unterwegs sein. Ich weiß eigentlich wäre Bettruhe wichtiger, aber ich will da hin.
Dafür morgen terminfrei. Und hoffentlich druckfrei irgendwas machen zu müssen. Freitag ist noch einiges dran und dann wahrscheinlich auch ein Wetter-Hitzeschub, von daher: relax und gnädig mit mir umgehen.
Auch das Wochenende wird termin- (und auch hier hoffentlich) druckfrei.

Sonntag, 4. Juni 2017

ver-antworten

Verantwortung für sich übernehmen.
Verantwortung für sein Leben übernehmen.
Verantwortung für seine Gefühle übernehmen.
Ich hatte lange keinen Schimmer was das wirklich heißt.
Langsam spüre und begreife ich es...
Es ist (nein es kann sein) die Antwort auf die Lebensumstände, auf das Verhalten anderer, auf die Welt, auf alles mögliche...
Wenn ich mit dem Finger auf andere zeige (und sage: aber du hast...hast nicht...bist...) zeigen immer noch drei Finger auf mich selbst (der Daumen enthält sich der Stimme, legt sich aber gern um die drei die zu mir zeigen.
Interessant oder?).
Es gibt immer einen der tut und der andere der tun lässt. Jetzt sehr vereinfacht ausgedrückt.

Der anderen kannst du nicht ändern aber dich.
Den Spruch interpretierte ich immer anders als er gemeint ist.
Meine Mutter verhält sich mies zu mir und ICH soll mich ändern? Aber SIE hat doch..und tut...und ist blöd...und macht nicht....
Ich hab unendlich viel Energie mit dieser Wut verbraucht. Und auch damit andere vermeintlich so hinzukriegen zu ändern, wie es für MICH gut wäre.
Wie ich es gebraucht hätte.
Opferdenken. Erlernte Hilflosigkeit. Schimpfen auf andere. Sich selbst als das nonplusultra halten. Fehlerlos. Die anderen sind ja immer scheiße.
Achja.

D. war mir da ein guter Spiegel. Er ist noch voll in dem Spiel drin. Das Verantwortungslosigkeit heißt. Ich war oft die Böse. Die die sich nicht seinen Bedürfnissen entsprechen verhielt. Er sagte nie eine klare Ansage, was er will, was er nicht will, wo seine Grenzen sind. Ich merkte das immer nur an seiner passiv-aggressiven Art: Schweigen, verbale Spitzen per SMS, Rückzug vermeintlich ohne Grund (für mich), nicht klar sagen was los ist, verdeckt wütend. Manipulierend.
Pppfff anstrengend.

Als ich diese Woche so lange spazieren war. Dann heimfuhr und nach Hause ging, im leichten Regen, tiefenentspannt, überkam mich eine Art Erleuchtung. Oder sei es Erkenntnis.
Ich schrieb innerlich meinen Eltern einen Brief. Für jeden Teil einen. Das ich dankbar bin für das Gute das sie für mich taten (es war ein ehrliches Gefühl), das es sicherlich auch schwer für sie war, das ich versucht hatte Kontakt zu halten, aber es einfach nicht ginge. Weil sie so sind wie sie eben sind und ich wie ich bin. Sie sollen mir nicht böse sein. Ich denke an sie....
Die Erwachsene sprach.

Es war pure Erleichterung. Es war so schön. Die Gedanken und Gefühle dazu hielten etwa eine halbe Stunde. Es war eine Art Verzeihen. Auf jeden Fall die Energie aus der Vergangenheit heraus nehmend.
Frieden.
Ein Stück Frieden.
Auf dieses ganze Chaos...
Ich habe es sehr genossen....

(und fürs erste reicht das auch, ich muss nicht gleich, wie ich es erst wollte, den Brief in echt schreiben und abschicken...)

Samstag, 3. Juni 2017

Wochenrückblick

 2 Tage offline, weil der PC muckte und mein lieber PC-mann erst heute konnte. Zum Glück war es nur was kleines. Ich fand die Off-zeit ok. Ich hab wieder mehr gelesen und bin spontan noch eine Runde geradelt.
Freu mich jetzt aber auch liegengebliebenes am PC wieder machen zu können :-)

Ich trau mich gar nicht es laut zu sagen (aus Angst es zu verschreien) aber mir geht es gut. Ich bin entspannt (im Sinne von: mir ist es nicht so wichtig was andere von mir denken, selbstbewußter einfach) und fröhlich.
Ich bin aber auch anders entspannter. Im Sinne von: Ich mache derzeit viel. Innerlich wie äußerlich. Es ist ok, wenn ich ko bn. Ich treibe mich nicht noch weiter. Ich verstehe und akzeptiere mich so wie ich bin (auch das will ich nun nicht verschreien). Ich bin gelassener. Wichtiges mache ich schon. Der Rest kann auch warten.

gemacht: viel gelacht mit P. und ihrer 2-jährigen Tochter.
und endlich wieder ein großer Spaziergang. Ein ganz großer. Im Nymphenburger Park. Und ganz hinten waren auch fast keine Menschen. Also mein Vorhaben "mehr draußen zu lesen" in die Tat umgesetzt. Absolute Entspannung! Und Dankbarkeit das mir so kleine Dinge reichen zum Glück: Allein in der Natur. Ein gutes Buch.
Überhaupt wieder mehr mit Ausdauersport angefangen. Ich brauch das fürs Seelenheil.

- geärgert: fuhr in die Arbeit, um da festzustellen, dass mich Chefin vergaß und ob wir das verschieben könnten. Normalerweise kein Ding, aber gerade heute hätte mir ein aufstehen ohne Wecker dringend gut getan. Sehr sauer gewesen.

- genervt: all die neuen Dinge sind zwar toll und langsam wird das auch wirklich "meins" aber es dürfte langsam fertig werden: Da ein neuer Adapter, da noch was montieren, da was wegbringen usw. ich brauch echt dringend das alles wieder funktioniert und paßt. Die innere to-do-liste wird irgendwie nicht weniger. Versuche mich nicht so stressen zu lassen.

festgestellt: wenn ich ein Problem rational verstanden habe, heißt das noch nicht, das es damit auch gelöst ist! Achsoooo. Menno.

gemerkt: nach einem Monat viel Geld ausgeben, bleib ich grad irgendwie auf der Schiene und kauf zuviel, was auch warten könnte...gefällt mir gar nicht!

gegessen:
- selbstgemachter Waldorfsalat. Naja, irgendwas hat gefehlt. Fragt sich halt nur: WAS.
- ansonsten generell wieder viel und mit Appetit. Zum Glück. Der fiese Knoten im Bauch ist weg

- gekauft: das alles gabs auf den neuen Tellern. CHIC! Herabgesetzt UND mit einem Gutschein sehr günstig weggekommen:

Der Rand ist gewellt:

Da sieht jedes Essen nobel aus. Oder?


gestaunt: Eine Zahlungserinnerung bekommen. Wußte beim besten Willen nicht was ich in dem Laden bestellt hätte. Beim Anruf kam raus, das sei eine Rechnung von April 2016 (!!). Na die haben aber Geduld.

verstanden: sehr viel was bei D. so ablief, aber auch zwischen uns.
Spannend war eigentlich der Schluß, als ich sehr ruhig meine Gefühle Wahrnehmungen aussprach, auch emotional ruhig blieb und nicht ins Drama mit einstieg wie sonst, kam von ihm der Vorwurf, dass ich so beleidigend und verletzend noch nie mt ihm geredet hätte. Er war sehr aufgebracht.
Da gab es andere Zeiten wo ich wirklich verletzend war. Da kam nix.
Wie bei meiner Familie: als ich klar und ruhig meine Grenzen klar machte, nur das nötigste erklärte und bei meinem Standpunkt blieb kam eine regelrechte Aggressionwelle auf mich zu. Wenn nicht gar kalter Hass.
Arbeite mich weiter durch die Gefühle die da so auftauchen...konnte ein Stück weit Abschied nehmen und mich innerlich für all das Schöne bei ihm bedanken.

gefunden: ein Buch das ich sehr gerne hätte, leider ist es wohl vergriffen:
https://books.google.de/books?id=kunKzwlsgGUC&printsec=frontcover&dq=Ich+finde+einen+Partner+wanko&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwj0zsrr9ZfUAhUBuRQKHVEgDcAQ6AEIKDAA#v=onepage&q=Ich%20finde%20einen%20Partner%20wanko&f=false

gelesen: (M. hat ein wunderschönes Gästeklo. Da gibt es soviel zu schauen und lesen, das man gar nicht mehr weg will) Ich fand den Kalenderspruch:

Loslassen ist ein Energiesparprogramm für deine Seele.
Es erspart dir Ärger, Groll, Hass und Verbitterung.
Wenn du mit dem Schicksal haderst oder andere anklagst, dann signalisierst du deinem Körper eine Bedrohnung. Er reagiert mit Anspannung und macht sich bereit zum Kampf. Akzeptierst du jedoch die Situation, wie sie ist, verzeihst dem anderen von dem du dich verletzt und gekränkt fühlst, dann schaffst du dir inneren Frieden.
Dann kannst du deine Energie für die Dinge Hier und Jetzt einsetzen.
Seitdem schaue ich nun öfters mal nach innen: mache ich mir gerade unnötig Sorgen? Bin ich irgendwo verkrampft? Halte ich den Atem an? Erfinde ich Probleme und Sorgen, einfach aus Gewohnheit?

gekauft Teil 2: nach üblen Nackenschmerzen jeden Morgen, wie wenn man mal schief geschlafen hat oder so, dacht ich mir: ein neues Kissen muss her.

Aussicht:
Hoffentlich 2 verregnete Tage (mit Pause für Spaziergänge). Erholen. Wenig Menschenkontakt...lesen....Akkus aufladen.

Sonntag, 28. Mai 2017

Süchte

Wenn ich was von Beziehungssucht hörte oder las, dachte ich immer: Is nicht mein Thema, ich bin nicht süchtig nach Beziehungen (ich rede hier von Liebesbeziehungen), ich kann sehr gut alleine sein.
Ich muss das ein Stück weit revidieren: Ich bin süchtig nach schädlichen Beziehungen!
Nach Beziehungen die mir dasselbe Streßlevel/Adrenalinkicks wie früher (Kindheit) geben. Das bin ich gewohnt, das kenne ich, das macht keine Angst.
Mein Körper packt aber all diese Aufregung nicht mehr und schickt mir altbekannte üble Symptome.
Ich dachte diesmal bei D.: Ha dieses Mal habe ich mir einen lieben Mann gesucht. Auch das stimmt. Aber nur zum Teil. Er hat mich nie schlecht behandelt (immerhin schonmal ein Fortschritt für mich), im Gegenteil: sehr tolerant, hilfsbereit und höflich. Ja er hatte extrem gute Manieren.
Aber....
das wars auch schon.
Grundlegendes fehlte jedoch:
- Verantwortung für sich und seine Gefühle übernehmen? Fehlanzeige. Stattdessen Verdrängung pur.
- gutes Selbstwertgefühl und ausreichend Selbstliebe? Fehlanzeige.
Das alles registrierte ich in der Zeit in der wir uns kennen, schon immer wieder...aber ich war da wenig im Erwachsenen-Ich, sondern mehr im Kindanteil, dass auch bei mir die Verdrängung ansprang UND (wie schon letztens angedeutet) die Hoffnung HEUTE alles besser machen zu können und den Mann dazu zu bringen dass er mich rettet oder andersrum: dass ich ihn rette! ICH helfe ihm, ich mache dass es ihm besser geht...ect...
Die alte Frauen-falle.

Es ist vorbei.
Wir haben uns getrennt.
Zwischen Trauer und Ängsten ist da auch Erleichterung. Ich hätte es eh nicht mehr lange durchgehalten. Die Trigger und die Aufregung waren zu krass.

Freitag, 26. Mai 2017

Wochenrückschau

Puuuhh, langsam darf echt wieder Normalität einkehren...

- gehört: der Mann im Wald. 3 Jahre lang lebte W. Ködel alleine im Wald, ganz nahe seiner alten Heimat mitten in Oberbayern. Das Natur helfen/heilen kann ist klar. Er hat sich quasi selbst therapiert von zuviel Druck und Streß. Wenn auch etwas brachial. Kann ich sehr gut nachfühlen. Wer auch hören mag:
http://www.podcast.de/episode/292627521/Wolfgang+K%C3%B6del,+der+Mann+im+Wald+-+11.09.2016/

- extrem erschreckt: mein eigenes Handy sperrte mich aus. Der Zugangspin stimmte angeblich nie. Einmal nahm er es noch an, dann war ich wieder draußen. Kurz im Netz gestöbert, gelesen, meist helfe nur komplette Werksrückstellung: alle Daten futsch. Schweißausbruch, schlechte Laune, Hirnrasen, ja Herzrasen natürlich auch. Dann langsam beruhigt: Es gibt schlimmeres. Die meisten Telefonnummern stehen eh noch zusätzlich woanders, Musik ist auch aufm Pc, ebenso Fotos.
Mir blieb auch nur die komplette Zurückstellung übrig, alles andere half nix. Und siehe da: Es sind "nur" die Apps weg, SMS und Telefonverläufe. Alles nun neu einrichten kostet Zeit, manchmal auch Nerven (weil es manchmal nicht so funktioniert) und in mein Lieblingsspiel komm ich nicht mehr mit dem alten Konto rein (obwohl mir angeblich ständig ein neues Passwort zugeschickt wird, das aber nirgends im Posteingang auftaucht) und somit all meine vielen Punkte futsch sind....aber ehrlich: WIE WICHTIG IST DAS????
So konnt ich auch gleich ausmisten, welche Apps ich nun wirklich drauf haben will oder vielleicht paar neue entdecken? Und mal 2 Tage ohne Handy war auch ganz ok.

- das erste und das letzte Mal. Naja vermutlich. Das letzte mal in einem Club gewesen. Früher sagte man ja Disco dazu. Aber ich wollte schon seit Jahren noch einmal auf die Cosmic Nation. Früher jeden Freitag im Cosmicclub gewesen, das wollte ich nochmal....also Mann gefragt, ob er mitgeht. Na klar. Super :)
*Was ist Cosmic? Sowas:
 https://www.youtube.com/watch?v=FAkcYuP--6s&list=PL07B138C916BC8335
Da wir uns die nächtliche Heimfahrerei sparen wollten, buchten wir mal wieder ein schickes Hotel. Super Angebot im 4-Sterne-Bunker.
Ja war ok. Leider wurde nicht so gut aufgelegt (im Club), die wirklich guten alten Sachen kamen wohl erst gegen 3 Uhr oder so...wir strichen aber um halb 2 die Segel. Laute Musik, Menschengedränge, besoffene, Glitzer/Flacker Licht...nichts für Hochsensible. Aber wir hatten Spaß, lachten viel und ich wurde sogar angegraben und habe angegraben (allerdings eine Frau :-))
Doch... es war okay. Ein würdiger Abschied, mit Sekt und Erbeeren aufm Zimmer, BADEWANNE auch und Swimming-Pool den ich frühmorgends dann für mich alleine hatte, naaja fast... die aufgehende Sonne blinzelte rein......danach Frühstück (auch aufm Zimmer, wär genauso günstig auch außerhalb irgendwo gewesen, also dacht ich mir: gönn ich mir, so hab ich den sozialen Streß im Frühstücksraum nicht).

Und ich kann mich noch sehr gut an meinen allerersten Discobesuch erinnern. Der war keine 50m von unserem Zuhause, also nur einmal ums Eck. Die Lichter, die Lautstärke, etwas Alkohol und ich war in einer anderen Welt.
Ich ging recht lange, sehr gerne jedes Wochenende tanzen. Weil eben die Lichter und Lautstärke zusammen mit einem Gruppengefühl einfach schön den Kopf frei machen....ja ohne Drogen, auch wenn ich nur in der Technoszene unterwegs war, inkl Rave und andere Großveranstaltungen. Selbst der Alkohol blieb meist unberührt, da ich viel mit dem Auto unterwegs war.
Und dieses Mal war ich sehr froh darüber, dass es nun das Rauchverbot gibt.
UND wir waren nicht die ältesten (wie befürchtet).

- erkannt: letztens eine kleine Radlrunde gedreht, dabei hörte ich aus der Ferne den Sprecher der Falkenshow und wir wurde klar,warum ich da immer kurz vorm heulen bin, wenn ich mir das anschaue: Das ist eine kleine Arena und um die Vögel nicht zu verstören, sollte man auf dem einmal eingenommenen Platz bleiben. Und auch nach Beginn nicht noch dazu kommen oder gehen. Das ist Streß für mich alte Fluchtpferd!  Na gut, jetzt weiß ich es :)

- erkannt 2: Ich hätte eine Blattschneiderameise werden sollen:
https://www.beobachter.ch/tierwelt/ameisen-sex-nein-danke
*lach*

- gedacht: "kann ich ja nichts dafür, dass ich so geil ausschau." Das mag jetzt übel arrogant klingen, für mich ist es aber eher ein Zeichen von wachsendem Selbstbewußtsein. Ich brauch mich echt nicht verstcken, ich darf mich vorteilhaft anziehen und muss mich nicht kleiner machen als ich bin (also wirklich körperlich gerade stehen mit meinen 183cm Größe). Ich genieße es derzeit mich wirklich schön und passend anzuziehen, zu zeigen: ja das bin ich. Ich fühl mich nicht mehr so extrem allen anderen unterlegen...und das wird immer beständiger und bleibt nicht mal nur einen Tag oder so...so macht das Leben Spaß! ;) und auch die anderen finden das anziehender, ist ja nicht jeder so wie meine Family voller Neid und Unterdrückung.

- weiter am Thema "zu sehr lieben/Sucht gebraucht zu werden" deswegen klappte das mit dem Ehrenamt letztens auch nicht ( mit dem Literaturhaus da ein wenig nach Ordnung schauen ect)...das wäre altes Suchtverhalten gewesen...da wird wer gebraucht, ich presche vor "natürlich mach ich das!" ohne wirkliches inneres wollen, sondern eher müssen. Auch halt. Aber mein Körper ist da inzwischen echt auf Zack und schickt mir schon Stopsignale.
Deswegen stresste mich auch vor paar Jahren die Seniorenfahrt (auch Ehrenamt), selbes Muster: Sucht!

- ruhiger: so... es darf nach Küchenumbau (langsam hab ich mich an die Neue nun gewöhnt, finde alles usw. mein Gehirn schreit nicht jedesmal: du bist in der falschen Wohnung!), neuem Radl (auch das wird langsam meins, müssen noch 2 Dinge montiert werden und einfach öfters gefahren werden), Ausflüge und Reisen (genieß ich schon auch, aber ich brauch auch wieder Zeit zum sammeln), Feierei und Fahrerei brauchts einfach nun Ruhe und bekanntes um mich. Das heißt: sonniges heißes Wochenende steht bevor: ab an Seeeee! Natürlich mit Buch...und all die schönen (und auch schwierigen) Sachen der letzten Tage/Wochen verdauen....

- gelesen:
"Wenn Sie von Ihrem Partner erwarten, dass er so oder so reagiert, und er handelt dann anders, heisst das nicht, dass  Ihr Partner etwas falsch gemacht hat. Es ist der Unterschied zwischen der erwarteten Reaktion und die Tatsache, was Ihnen wirklich weh tut." Anm. von mir: statt der Tatsache was weh tut, der Tatsache was wirklich passiert/oder eben nicht.
Dieser Satz...zu Herzen genommen...würde viele Streits verhindern....

- gemacht: mich mal wieder mit M. zum frühstücken getroffen....ich gerate leicht ins alte Muster: nur auf einen Menschen fixiert sein. Dann vernachlässige ich mich und meine Freunde.