Montag, 12. Dezember 2016

Darf ich mal ihre Fahrkarte sehn?

Wurde ich heut wiederum sehr scharf von einer Kontrolleurin gefragt.
Kurz zuvor war ich aufgestanden und wollte in den vorderen Teil des Zuges, hinter mir wurde kontrolliert. Das bekam ich aber nicht mit. So dachte die liebe Frau wohl, dass ich stiften gehn wollte. Aber natürlich hatte ich eine gültige Karte. Ohne würde das meine Nerven gar nicht mehr aushalten.

Und sonst so?
das viertel jährliche HALLOOOO beim Psychiater/Neurologen. Irgendwie war der so nicht wirklich erfreut, dass es mir so gut geht. Ich vermute, er ist besorgt, ob das manisch wird. Kann ich verstehn (in diesem Beruf). Vielleicht hatte er auch einfach schlechte Laune.
Trotzdem ich merke, mir fehlt was von meinem Umfeld. Die Mitfreude, das Verstehen, das mitfühlen, dass es mir wieder so gut geht. Ich glaube die meisten können gar nicht ahnen wie mies es mir zeitweise ging. Diese quälende Erschöpfung. Man sah es mir halt auch nicht an. Ich war ja NICHT ständig bettlägrig. Ich sah fit und gesund aus. Irgendwie fehlt mir ein Gegenüber der das kennt und auch schon durchgemacht hat. Ein austauschen...

Noch was? Ja...heut wars zuckersüß. Haarentfernung mit Zuckerpaste..nennt sich Sugaring und weil es ein Eröffnungsangebot war, zahlte ich nur 12,-. Beide Unterschenkel sind nun ca. 6 Wochen haarfrei. Das ist toll! Zum einen hab ich sehr dicke und sehr viele Haare und zum anderen geh ich halt viel schwimmen, da muss das schon weg.
Tat auch kaum weh...

Jetzt aber auch Feierabend....

Kommentare:

  1. Hallo Luzia, das finde ich seltsam, dass der Psychiater sich nicht mitfreuen konnte. Das Schönste was dir in dieser Art von helfendem Beruf passieren kann, ist doch, wenn Menschen vorwärts kommen und sich emanzipieren. Vielleicht überfordert ihn gerade das? Dass es eben auch vorwärtsgehen kann, wenn eine selbst den Weg unter die Füsse nimmt!?

    Es erinnert mich auch etwas an meine Psychiaterin (eine an sich sehr fähige Frau) die ziemlich ungehalten wurde, als ich mir auch von den "somatischen" Ärzten (wie sie sie nennt) Hilfe suchte anstatt immer gleich als erstes zu ihr zu kommen.

    Wenn ich meine körperlichen Beschwerden aber nicht ebenso ernst genommen hätte wie die psychischen, hätte ich mich gesundheitlich immer weiter im Kreis gedreht.

    Ich freue mich für dich, dass es dir so gut geht!! :)

    Liebe Grüsse
    Anne

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  2. Hallo Anne,

    ja manche Ärzte könnnen da schon etwas "angepisst" reagieren, wenn SIE ncht mehr die Nr.1 spielen. Aber so Egospiele vermute ich bei dem auch nicht, eben deswegen mag ich ihn auch. Er konnte auch gut akzepptieren als ich mit Tryptophan ect. experimentierte.
    Ich vermute, es liegt daran: wir hatten uns das letzte mal über meine Ernährungsumstellung unterhalten und ich erfuhr, dass sein Sohn auch kein Gluten verträgt (allerdings keinen Krümel), vielleicht wurmt ihn das, das er da nicht mal selber drauf kam oder er ist einfach erstaunt, dass glutenfrei nicht nur die körperliche sondern auch psychishe Verfassung änder kann. Was auch immer... ;)
    Ja das mit dem im Kreis drehen da sagste was... ;)
    Man darf eben auch gerade bei Ärzten nicht seinen eigenen Kopf vor der Tür lassen!
    Liebe Grüße

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  3. Liebe Luzia

    Die Reaktion meiner Psychiaterin war meines Erachtens nicht einem Egotrip geschuldet, sondern der festen Meinung: "Sie wissen jetzt doch schon so lange, dass Sie psychische Probleme haben, warum gehen Sie dann noch zu den somatischen Ärzten?"

    Ihre Aussage; dass es eben "psychisch" ist. Die Vehemenz, mit der sie diese, ihre Meinung, vertrat hat mich erschreckt damals. Ich glaube bei den Ärzten spielt manchmal mehr Persönliches rein, oder feste Annahmen, als ihnen selbst bewusst ist. Die Reaktion deines Psychiaters ist wahrscheinlich auch eine Art von Verarbeitung.

    Finde es gut, dass du die Spuren weiterverfolgt hast, die dir dein Körper so deutlich gezeigt hat.

    Liebe Grüsse

    Anne

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