Dienstag, 13. Dezember 2016

Auch schönes sehen

Wenn ich an die Hochsensibilität denke, fallen mir zuallererst die negativen Seiten daran ein: zu schnell gereizt, zu schnell überreizt, vieles zu laut, zu chaotisch, zu kratzig, zu scharf...einfach zuviel...

Andererseits können mich Lichtstimmunen vor allem in der Dämmerung in  wahre Entzückungen ausbrechen lassen, oder der dicke Rauhreif in jeder noch so keinsten Verästelung, ein schöner Gesang/Melodie lässt mich schon mal weinen, ebenso eine berührende Szene in einem Film. Bei einem leckeren Essen kann ich schon mal orgiastische Töne von mir lassen und bei einem Duft dahin schmelzen...

Wenn ich etwas toll finde, ernte ich in meiner Umgebung oft nur Schulter zucken, ich kann mich wie ein Kind freuen und jubeln, mich an Glitzer nicht satt sehen und mir am Schaufenster die Nase platt drücken. Straßenkunst verzaubert mich, den Waldgeruch sauge ich tief in mich hinein und nach einem Kinobesuch brauch ich eine Weile um in der Realität wieder anzukommen.

Für mich ist vieles immer wieder neu, obwohl ich es schon oft gesehen und erlebt habe. Das macht nichts.
So bleibt mein Leben reich.
Reich an Gefühlen und Erlebnissen, an Schönem und Gutem.

Kommentare:

  1. Verrückt: eigentlich ist alles eine Frage der Sichtweise. Das hast du hier ja sehr schön beschrieben im Hinblick auf die Hochsensibilität. Genauso ist es, danke für die Erinnerung.
    Einen hellglänzenden Tag wünsch ich dir herzlich. Ursula

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    1. Ja so ist es.. ;)
      Danke Dir auch eine lichte Zeit!

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