Montag, 28. November 2016

W wie ....

- Wünsche, gute
Heute erfahren, dass mein Zahnarzt zum Ende des Jahres aufhört und seine Praxis übergibt. Damit rechnete ich schon sei gut 3 Jahren, konnte mich also innerlich ein wenig drauf einstellen.
Ärzte sind für mich schwierig, ganz besonders der Zahnarzt.
Dann fand ich Dr. S. und meine Ängste schwanden. Er ist ein urbayrischer Kerl mit einer großen Sanftheit. Er nahm mich ernst, wenn es dran war und ebenso riß er mal einen Scherz (immer an der passenden Stelle) um mich ein wenig zu entspannen. Er hatte da ein großes Geschick.
Auch handwerklich war er top. Alles paßte immer und er wußte genau was zu tun war, tat das was nötig war und nie mehr. Es gab einige Gelegenheiten, da hätte er mehr Geld machen können. Aber er sah auf die Zähne und nicht auf seinen Geldbeutel.
Auf meinen Geldbeutel sah er dagegen schon ein wenig, in dem er völlig unbürokratisch und vertrauend (mehrmals) eine Ratenzahlung akzeptierte, ohne Vertrag und Zinsen.
Er machte immer einen zufriedenen und ausgeglichenen Eindruck (und ich glaube er ist das auch).
Er hat eine Nachfolgerin ausgewählt, ich bin gespannt.

- Weihnachten. Etwas Deko darf es heuer sein, nicht so üppig wie die letzten Jahre und dafür das erste mal ein gekauftes kleines Adventsgesteck. Hab keine Lust auf mehr, fühlt sich stimmig an.

- Wut. Ich konnte noch mehr raus finden, warum mich der Mann mit dem Drehbuch so rasend macht. Es ist nicht die Menge seiner Mails (ich kann sehr wohl mal eine längere Geschichte von jemanden lesen oder hören) es ging um den Inhalt (nur er, totaler Monolog, nichtmal auf meine Absage der Mitarbeit fiel ein Wort dazu!!!!???) und das er mich einfach als Projektionsfläche mißbraucht.
Es geht nicht um mich persönlich, sondern er braucht jemanden, der seine minutiösen Erlebnissen lauscht, seine Einsamkeit stillt...was auch immer...
Das machen wir alle mal, wir alle brauchen Menschen, als Spiegel, um Bedürfnisse zu spiegeln, für alles mögliche...aber es kommt auf die Art und Menge an. Und auf das WIE.
Deutlich wird das auch in 2 Szenen in dem Buch. Einmal will er mit einer bestimmten Frau zusammen sein, überlegt sich aber, wenn das nicht klappt geht er zu der anderen. Reine Bedürfnisbefriedigung, keine persönliche Ebene.
Das andere war, wie er ganz klar zu einer Frau sagt: "ich brauche einen Menschen, der mir hilft (und noch irgendwas) und du bist so ein Mensch."
Dafür ist der andere da, ihm zu helfen. Egozentrik pur.

Meine Familie benutzte mich jahrelang für ihre Bedürfnisse. Da ging es nie um mich persönlich. Um das Kind Luzia. Um einen eigenständigen Menschen.
Um ein wirkliches gesehen und verstanden werden.
Das jetzt wieder zu erleben, triggert...deswegen die Wut: Mit mir nicht mehr!!!
Puh...da spüre ich jetzt viel Ruhe in mir... gestern spürte ich starke Unruhe, konnte lange nicht schlafen, Herzrasen...das sind die spürbaren Auswirkungen vom Trigger. Da wußte ich es noch nicht so klar, was da in mir herumtreibt.

- wundervolle Erholung.
Heute hole ich meinen Sonntagnachmittag nach: Leckeres Essen, heiße Schokolade mit Sahne, schlafen, lesen, Sonne genießen, loslassen.....
und leckere Plätzchen naschen, heute kam das glutenfreies Fresspacket an und stellte fest: da schmeckt vieles noch besser, als das übliche! Wahrscheinlich weil Weizenmehl wenig Eigengeschmack hat, man schmeckt dann nur die Gewürze und viel Zucker raus. Diese nun schmecken intensiv und aromatischer, wohl auch weil es noch keine große Massenherstellung ist, sondern eher aus kleinerem Betrieben.

Laßt es euch auch gut gehn! :-)

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