Sonntag, 27. November 2016

Sonntagsarbeit

Mein Sonntag ist mir heilig. Da will ich meist keinen Termin haben, oft auch keinen privaten. Weil auch die oft Anspannung auslösen.
Einfach frei haben.

Jetzt kamen aber eine Jobanfrage für 1x rein. Ob ich die Endreinigung einer 3-Zimmerbude übernehmen möchte. Sonntags. Heute.
Da ich diese Arbeit tatsächlich gern mache und ich dort alleine rumwerkeln konnte, mir zuhause eh die Decke aufn Kopf fällt, habe ich zugesagt.

Und fast 8 Stunden geschrubbt und gewienert.
Mir macht das Spaß. Ja. Das mag vielen seltsam erscheinen.
Ich habe die leere Wohnung genossen, die freien Flächen, die Leere, fast schon erholsam :)
Dann gibt es nur große Flächen, man muss nicht alle möglichen Dinge erst wegräumen. Für die Fenster habe ich einen kleinen Nass-Sauger, damit geht das schwupp ganz schnell.
Und dann macht es mir ganz einfach Freude einen vollgekrümelten Boden zu kehren, oder Küchenschränke auswischen, die Reinheit danach und das gleich sichtbare Ergebnis find ich schön.
Es ist fast meditativ. Der Kopf wird leer, man weiß was zu tun ist.

Aber ist das nicht eklig?
Für mich nicht. Das meiste ist Staub, Kalk und in der Küche noch Fett. Es gibt Handschuhe.
Gut, Toiletten am Bahnhof möcht ich jetzt auch nicht putzen und alles was übel riecht kann ich auch nicht haben. Seltsame Tierchen sind mir noch nie begegnet.
Aber der normale Haushaltsdreck, das ist nicht schlimm.
Und...lieber mach ich eine dreckige Wohnung sauber, als eine saubere.
Ja auch das gibt es. Hatte mal eine Frau die auch jemand für die Reinigung suchte. War aber alles picobello bei der, steril wie im Katalog und ich fragte mich, was um himmels willen ich da 4 Stunden lang putzen soll. Ich sagte ab.

Gut, die Leute heute, hätten sich da mal ein Beispiel nehmen und öfter putzen können. Nachdem ich fertig war, wurden sie auf einmal pingelig beim kontrollieren und sahen minimale Krümel im Backofen oder noch einen Fleck im Innenrahmen der Fenster...gibt schon seltsame Gestalten...

Für heut bin ich zufrieden.
Und innerlich jubel ich, weil ich das körperlich auch wieder schaffe, ohne danach halb tot zu sein.

Kommentare:

  1. Nötigt mir auch allen Respekt ab, ich hätte Probleme bei völlig Fremden zu säubern, in der Familie und bei guten Freuden eher nicht.
    Die Motzerei zum Schluss ist ja was zum Lachen, in dem Fall. Motto:"Sonst sind wir sehr saubär. ;-)

    Grüße zum 1.Advent

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  2. Mir müssen die Leute sympathisch sein und die wiederum müssen mir auf Augenhöhe begegnen, wenn das nicht paßt, mach ich es auch nicht :)
    Genau saubär :-)) naja wenigstens haben sie dann auch selber zum lappen gegriffen.

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