Donnerstag, 24. November 2016

Arbeitsleben

Meine Therapeutin war letztens schon ein wenig "witzig".
Diesmal galoppierte sie gleich zu schnell vorwärts (normalerweise mache ich das mal ganz gerne).
Nur weil es gerade gut läuft, meint sie, dass man doch da schauen kann, was es an Weiterbildung/Umschulung ect. geben könne.
Es geht zwar vordergründig gerade gut, was aber nicht heißt, dass alle Hürden und Probleme weg sind.
Allein die Vorstellung jeden Tag wohin zu müssen. Ständig unter Menschen zu sein, in öffentlicher Betrachtung/Beurteilung zu stehen...versetzt mich in Panik.
Ich merke ich habe noch genug mit dem Alltag zu tun. Zu schnell komme ich in hohe Anspannungen. Heute war es die lange Schlange bei der Post, wo es sehr eng war und um mich herum ein Gewusel vom Supermarkt war.
Oder der Zahnarztbesuch (es ist wieder was *nerv*) am Montag, da weiß ich da brauche ich danach Ruhe und meine sichere Wohnung.

Ich bleibe an den Themen dran. Ist nicht so, dass ich mich auf der Rente ausruhe. ich arbeite an mir. Und immer wieder komme ich an die Stelle, wo ich merke, dass ich viele Dinge nicht (mehr) machen und mich darauf auch ein wenig einstellen und mir Dinge suche, die noch gehen. Oft ist das schwer zu akzeptieren, weil ich halt gern mehr oder anderes oder anspruchsvolleres machen würde.
Da ärgere ich mich noch ziemlich, dass ich mich soviele Jahre durch Tätigkeiten und Situationen geprügelt habe, die einfach nichts für mich waren. Sei es durch die Traumatisierung oder auch einfach von meinem Charakter her (als Beispiel die Introvertiertheit).
Ich habe soviel Kraft, Nerven und Zeit vergeudet.

Was mache ich also derzeit alles?
- alle 2 Wochen für etwa 4 Stunden in einem anderen Haushalt arbeiten
- meinen eigenen Haushalt sauber halten, was mir gut gelingt
- fast jeden Tag richtig/frisch kochen
- Gymnastik/Trampolin zuhause fast täglich, im Moment so zwischen 20-40km Radl fahren die Woche, 1x die Woche für ca 45 mins schwimmen.
- 1x im Monat Therapie
- 1x die Woche Frauenkreis
- ich schaue immer mal wieder nach kulturellen Veranstaltungen (wie kleine Konzerte der Musikschule, Diavorträge über Reisen ect.) schaffe das aber noch zu selten.
- Kontakt zu Freunden/Bekannten halten
- Teilnahme an Marktforschung das geht über Postweg und Internet, abundzu an Meinungsumfragen und dann noch Appjob am Smartphone (is mal länger, mal kürzerer Aufwand)
- viel lesen, (ZEIT Wissen, Sachbücher, Philosphie und Psychologie, autobiografisches, seltener Romane)
- Quiz und Scrabble spielen am Smartphone
- immer wieder nach Jobs schauen (kleineren und größeren, hinspüren was mir so gefallen würde)
- auch noch zu selten: Tagesausflüge, Wanderungen, Stadtbesuche (die Planung und Buchungen dabei machen mir viel Spaß)

Und oft sind so Kleinigkeiten wie einkaufen, ins Schwimmbad gehen, im vollen Wartezimmer sitzen schon schwierig, weil mit hohem Stress verbunden, je nachdem wie gerade die allgemeinen Umstände, Laune ist.

Aber ich spür immer öfter, was so "meins" ist, wie mein Leben sein soll und wie ich das trotz Einschränkungen mir so hinbasteln kann, dass es doch noch klappt.
Es wird schon....
langsam aber stetig :-)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen