Mittwoch, 30. November 2016

Bemutterung und unbesinnlich

Gestern war ein schöner Tag.
Vormittags war ich nun zum 3. Mal beim Frauenkreis. Es bereichert und inspiriert mich. Die meisten sind 20-30 Jahre älter als ich. Könnten alles meine Mütter (oder auch Oma, da eine schon 80 ist) sein.
Es ist eine achtsame und heitere Runde. Es wird ausgetauscht und gefragt, ermuntert und gelobt.
Gestern war das Thema Wut dran und davon hatte ich die letzten Tage ja reichlich. Was macht mich wütend, was zeigt es mir, wie gehe ich damit um? Ein altes Bewältigungsmuster fiel mir dabei wieder ein.
Es tut mir gut, neue, schönere heilsame Erfahrungen mit älteren Frauen zu machen. Außerdem staune ich, so wie heute die Mitte 60-jährigen aussehen,sahen früher die Mitte 40-jährigen aus!
Ich bin emotional satt und heiter wieder nach Hause gefahren.

Da es mich derzeit weiter in die Welt hinaustreibt (bei mir wird das kein besinnlicher Dezember mit Sofa platt hocken!) bin ich abends nochmal nach München hinein gefahren.
Das TOLLWOOD ist immer einen Besuch wert. Ein großer alternativer Weihnachtsmarkt. Heuer ist der Weihnachtsbaum aus alten Fahrrädern und überall gibt es spirituelle, hippieeske Dinge zu kaufen und leckeres Essen und Trinken dürfen natürlich auch nicht fehlen. Dazwischen gibt es große bunte Zelte in denen allerlei Veranstaltungen stattfinden.

Mich interessierte aber die Performance: Die Feuershow. Habe ich selber lange Poi (ohne Feuer) gespielt, sah ich jetzt den brennenden Stäben, Keulen, Pois und Diabolos wieder begeistert zu. Noch nie stand ich so nah an einem Feuerspucker!! Wooow! Es tat gut mal wieder ein wenig mitzujubeln, andere anzufeuern ;-) und das staunende Kind neben mir zu beobachten (das interessanterweise dem Papa die Augen zuhielt, als es selbst nicht mehr zusehen wollte, weil es doch ein wenig Angst bekam, der Vater ging so liebevoll auf das Kind ein, dass ich wiederum den Vater anhimmelte ;-) und heute nacht glatt von einer Geburt träumte.)

Weiter ging es spontan zu einem Freund und seiner Mutter wo ich sehr lecker verköstigt wurde und wir noch einen wohligen lustigen Abend hatten.
Diese freundliche Fürsorge (inkl. Weihnachtseinladung!) genoss ich sehr.
Und fuhr wiederum emotional (und diesmal auch körperlich) satt nach Hause und schlief tief und fest.

Es macht Freude mich wieder unter Menschen zu trauen, mein Herz zu öffnen, die harten Urteile über andere zu lassen (dies war nur ein Schutz aus Angst vor zuviel Nähe!), Spaß zu haben und zu genießen und das ganze mit körperlicher Fitness!

Montag, 28. November 2016

W wie ....

- Wünsche, gute
Heute erfahren, dass mein Zahnarzt zum Ende des Jahres aufhört und seine Praxis übergibt. Damit rechnete ich schon sei gut 3 Jahren, konnte mich also innerlich ein wenig drauf einstellen.
Ärzte sind für mich schwierig, ganz besonders der Zahnarzt.
Dann fand ich Dr. S. und meine Ängste schwanden. Er ist ein urbayrischer Kerl mit einer großen Sanftheit. Er nahm mich ernst, wenn es dran war und ebenso riß er mal einen Scherz (immer an der passenden Stelle) um mich ein wenig zu entspannen. Er hatte da ein großes Geschick.
Auch handwerklich war er top. Alles paßte immer und er wußte genau was zu tun war, tat das was nötig war und nie mehr. Es gab einige Gelegenheiten, da hätte er mehr Geld machen können. Aber er sah auf die Zähne und nicht auf seinen Geldbeutel.
Auf meinen Geldbeutel sah er dagegen schon ein wenig, in dem er völlig unbürokratisch und vertrauend (mehrmals) eine Ratenzahlung akzeptierte, ohne Vertrag und Zinsen.
Er machte immer einen zufriedenen und ausgeglichenen Eindruck (und ich glaube er ist das auch).
Er hat eine Nachfolgerin ausgewählt, ich bin gespannt.

- Weihnachten. Etwas Deko darf es heuer sein, nicht so üppig wie die letzten Jahre und dafür das erste mal ein gekauftes kleines Adventsgesteck. Hab keine Lust auf mehr, fühlt sich stimmig an.

- Wut. Ich konnte noch mehr raus finden, warum mich der Mann mit dem Drehbuch so rasend macht. Es ist nicht die Menge seiner Mails (ich kann sehr wohl mal eine längere Geschichte von jemanden lesen oder hören) es ging um den Inhalt (nur er, totaler Monolog, nichtmal auf meine Absage der Mitarbeit fiel ein Wort dazu!!!!???) und das er mich einfach als Projektionsfläche mißbraucht.
Es geht nicht um mich persönlich, sondern er braucht jemanden, der seine minutiösen Erlebnissen lauscht, seine Einsamkeit stillt...was auch immer...
Das machen wir alle mal, wir alle brauchen Menschen, als Spiegel, um Bedürfnisse zu spiegeln, für alles mögliche...aber es kommt auf die Art und Menge an. Und auf das WIE.
Deutlich wird das auch in 2 Szenen in dem Buch. Einmal will er mit einer bestimmten Frau zusammen sein, überlegt sich aber, wenn das nicht klappt geht er zu der anderen. Reine Bedürfnisbefriedigung, keine persönliche Ebene.
Das andere war, wie er ganz klar zu einer Frau sagt: "ich brauche einen Menschen, der mir hilft (und noch irgendwas) und du bist so ein Mensch."
Dafür ist der andere da, ihm zu helfen. Egozentrik pur.

Meine Familie benutzte mich jahrelang für ihre Bedürfnisse. Da ging es nie um mich persönlich. Um das Kind Luzia. Um einen eigenständigen Menschen.
Um ein wirkliches gesehen und verstanden werden.
Das jetzt wieder zu erleben, triggert...deswegen die Wut: Mit mir nicht mehr!!!
Puh...da spüre ich jetzt viel Ruhe in mir... gestern spürte ich starke Unruhe, konnte lange nicht schlafen, Herzrasen...das sind die spürbaren Auswirkungen vom Trigger. Da wußte ich es noch nicht so klar, was da in mir herumtreibt.

- wundervolle Erholung.
Heute hole ich meinen Sonntagnachmittag nach: Leckeres Essen, heiße Schokolade mit Sahne, schlafen, lesen, Sonne genießen, loslassen.....
und leckere Plätzchen naschen, heute kam das glutenfreies Fresspacket an und stellte fest: da schmeckt vieles noch besser, als das übliche! Wahrscheinlich weil Weizenmehl wenig Eigengeschmack hat, man schmeckt dann nur die Gewürze und viel Zucker raus. Diese nun schmecken intensiv und aromatischer, wohl auch weil es noch keine große Massenherstellung ist, sondern eher aus kleinerem Betrieben.

Laßt es euch auch gut gehn! :-)

Sonntag, 27. November 2016

Sonntagsarbeit

Mein Sonntag ist mir heilig. Da will ich meist keinen Termin haben, oft auch keinen privaten. Weil auch die oft Anspannung auslösen.
Einfach frei haben.

Jetzt kamen aber eine Jobanfrage für 1x rein. Ob ich die Endreinigung einer 3-Zimmerbude übernehmen möchte. Sonntags. Heute.
Da ich diese Arbeit tatsächlich gern mache und ich dort alleine rumwerkeln konnte, mir zuhause eh die Decke aufn Kopf fällt, habe ich zugesagt.

Und fast 8 Stunden geschrubbt und gewienert.
Mir macht das Spaß. Ja. Das mag vielen seltsam erscheinen.
Ich habe die leere Wohnung genossen, die freien Flächen, die Leere, fast schon erholsam :)
Dann gibt es nur große Flächen, man muss nicht alle möglichen Dinge erst wegräumen. Für die Fenster habe ich einen kleinen Nass-Sauger, damit geht das schwupp ganz schnell.
Und dann macht es mir ganz einfach Freude einen vollgekrümelten Boden zu kehren, oder Küchenschränke auswischen, die Reinheit danach und das gleich sichtbare Ergebnis find ich schön.
Es ist fast meditativ. Der Kopf wird leer, man weiß was zu tun ist.

Aber ist das nicht eklig?
Für mich nicht. Das meiste ist Staub, Kalk und in der Küche noch Fett. Es gibt Handschuhe.
Gut, Toiletten am Bahnhof möcht ich jetzt auch nicht putzen und alles was übel riecht kann ich auch nicht haben. Seltsame Tierchen sind mir noch nie begegnet.
Aber der normale Haushaltsdreck, das ist nicht schlimm.
Und...lieber mach ich eine dreckige Wohnung sauber, als eine saubere.
Ja auch das gibt es. Hatte mal eine Frau die auch jemand für die Reinigung suchte. War aber alles picobello bei der, steril wie im Katalog und ich fragte mich, was um himmels willen ich da 4 Stunden lang putzen soll. Ich sagte ab.

Gut, die Leute heute, hätten sich da mal ein Beispiel nehmen und öfter putzen können. Nachdem ich fertig war, wurden sie auf einmal pingelig beim kontrollieren und sahen minimale Krümel im Backofen oder noch einen Fleck im Innenrahmen der Fenster...gibt schon seltsame Gestalten...

Für heut bin ich zufrieden.
Und innerlich jubel ich, weil ich das körperlich auch wieder schaffe, ohne danach halb tot zu sein.

Samstag, 26. November 2016

Glutenfreie Weihnachten

So die letzten Jahre habe ich ab Oktober massenweise Weihnachtsnaschereien in mich hinein gestopft. Es war eine regelrechte Sucht. Oft bis in den Januar hinein.
Und das war gut so. Als ob es einen Sinn gemacht hätte.
 Ich habe mich ein "wenig" an den Sachen satt gegessen.

Als ich nun die ersten Süßigkeiten in den Geschäften sah, war da kein Wehmut ala: darf ich alles nicht mehr essen. Sondern: Brauch ich nicht mehr, es tut meinem Körper und meiner Psyche nicht gut, ich vertrage es nicht mehr...ja bis hin zu: ich will es nicht mehr!
Hätte mir das mal einer vor 3 Jahren gesagt!

Dass es glutenfreie Alternativen gibt, wußte ich. Ich muss also auf nichts verzichten. Es reicht mir, diese Sachen erst ab jetzt zu essen.
Gespannt war ich, ob das schmeckt.

Mein erster Fang war in einem Reformhaus, Vanillekipferl mit Schoko, Normalpreis 2,49€, heruntergesetzt auf 1,99€ (da etwas zerknautscht), als ich fragte, ob es diese Packung auch weniger zerbröselt gibt, bekam ich nach einem kurzen Gespräch die Kekse für  1 Euro! Schmecken gut!

Mit dem selber backen hab ich es nicht soooo, schon gar keine Plätzchen (es gibt nur die Haferplätzchen die ich selber mache). Aber ein glutenfreies einfaches Rezept für Stollen, fand ich. Daran wagte ich mich heute morgen und was soll ich sagen: LECKER! Gut das Marzipan hätt ich mehr zerbröseln können und etwas weniger Backpulver hätt es auch getan, aber ansonsten: herrlich orangig, etwas rumig, kein zerbröseln und nicht so supersüß. Paßt!

Dann hab ich mich nach weiteren Kaufmöglichkeiten umgesehen und fand einen Shop der sich auf glutenfreie Nahrungsmittel spezialisiert hat. Witzigerweise bei mir recht nah, wenn ich also eh mal eine Tageskarte für die Bahn habe, werde ich da mal vorbeischauen (und spar mir so Versandkosten). Die haben nämlich viel reduzierte Ware von bald ablaufenden Dingen und viele Angebote wie 2 Sachen zum Preis von 1. Also kaufte ich da jetzt für rund 20,- ein. Es gibt dort auch andere Firmen, als die ich hier in Geschäften finde, daher eine willkommende Abwechslung.

Ich freue mich, dass ich nicht darben und verzichten muss, sondern Spaß und Freude am glutenfreiem Leben haben kann!
Noch dazu tut es mir wirklich sehr gut, dieses für mich unverträgliche nicht mehr zu essen.
UND wenn mich doch mal der Geschmack nach "normalen" Backwaren überkommt, ist das auch ok, in kleinen Mengen und nicht zuoft macht es mir nichts aus.


Freitag, 25. November 2016

Wochenrückschau

- gelernt: frühere große deutsche Firmen wie Bosch und AEG gibt es gar nicht mehr. Aber neue Geräte von den Firmen werden doch noch verkauft? Ja, weil ausländische Firmen den Markennamen aufgekauft haben und ihn nun benutzen...

- vorgenommen: weiter mehr Stärken stärken, bringt einfach mehr Spaß und erhöht das Selbstwertgefühl

- gehört: frühlingshaftes Vogelgezwitscher

- gefühlt: Spaß, mit einem Araber, der mich nach dem Weg fragte, ich ihm einfach anbot mit mir zu gehen, weil ich auch in die Richtung musste, dabei ein nettes Gespräch auf Englisch gehabt.

- gekauft: 1. Teil fürs neue Radl, eine kleine Satteltasche in die Schlüssel, Handy und ein Müsliriegel paßt

- gemacht: mich lasern lassen. Nachdem also nun das Tattoo ja bleibt, ließ ich mich bei derselben Damen wegen Altersflecken beraten. Ich hatte im Gesicht schon einige üble dunkle Pigmentflecken, für die ich mit 36 eifach zu jung bin. Sie machte mir einen Superpreis. Tut ein wenig weh, stinkt etwas, sieht furchtbar aus. Wie mit 14 J. und lauter entzündeten Pickeln. 3 Tage wars wirklich schlimm, langsam fällt der Schorf ab und es sieht alles wieder sehr gleichmäßig aus. Ich freu mich sehr darüber. Hat sich gelohnt!

- ausgelesen: Die Macht ihres Unterbewußtseins von Dr. Joseph Murphy. Das Buch wurde Anfang der 60er Jahre geschrieben, also wahrscheinlich eines der ersten Lebenshilfebücher und noch wahrscheinlicher haben daraus einige abgeschrieben, etwas dazu geschrieben und das dann unter den vielen Büchern ala Du bist was du denkst, mentales Training, Wünsche ans Universum ect. veröffentlicht.
Es ist sehr kompakt, deswegen dauerte es auch länger bis ich es durch hatte. Teilweise wurde für mich zuoft aus der Bibel zitiert, aber das kann man auch einfach ignorieren, denn die Kernaussage: pass auf was Du denkst und was du glaubst (z.B. ich werde nie den richtigen Mann finden, über 45 Jahre bekommt man keine Stelle mehr, ich werde immer betrogen ect.) hat sich für mich schon mehrfach bewahrheitet.

Vor 10 Jahren war ich in einer Situation mit der ich immer unzufriedener wurde, da sagte mir ein Freund: paß auf, was du dir wünscht, es könnte in Erfüllung gehen. Das hängt mir nach, habe ich mir gemerkt und passe seitdem mehr auf, was ich mir so visualisiere.
Und ich habe es ja selbst auch schon oft gemerkt, wie Glaubenssätze Realität wurden.

- gehört: "oh du bist eine komplizierte Frau!" Das war keinesfalls abwertend gemeint, sondern wurde eher erstaunt und leicht bewundernd ausgerufen, von einer Frau die nicht so gut deutsch spricht, deswegen kam es auch ganz anders rüber, als wenn das ein Muttersprachler gesagt hätte. Ich antwortete: "hm nö, vielleicht eher komplex."
Ich fasste es von ihr als Kompliment auf, ja ich habe viele Seiten.

Donnerstag, 24. November 2016

Arbeitsleben

Meine Therapeutin war letztens schon ein wenig "witzig".
Diesmal galoppierte sie gleich zu schnell vorwärts (normalerweise mache ich das mal ganz gerne).
Nur weil es gerade gut läuft, meint sie, dass man doch da schauen kann, was es an Weiterbildung/Umschulung ect. geben könne.
Es geht zwar vordergründig gerade gut, was aber nicht heißt, dass alle Hürden und Probleme weg sind.
Allein die Vorstellung jeden Tag wohin zu müssen. Ständig unter Menschen zu sein, in öffentlicher Betrachtung/Beurteilung zu stehen...versetzt mich in Panik.
Ich merke ich habe noch genug mit dem Alltag zu tun. Zu schnell komme ich in hohe Anspannungen. Heute war es die lange Schlange bei der Post, wo es sehr eng war und um mich herum ein Gewusel vom Supermarkt war.
Oder der Zahnarztbesuch (es ist wieder was *nerv*) am Montag, da weiß ich da brauche ich danach Ruhe und meine sichere Wohnung.

Ich bleibe an den Themen dran. Ist nicht so, dass ich mich auf der Rente ausruhe. ich arbeite an mir. Und immer wieder komme ich an die Stelle, wo ich merke, dass ich viele Dinge nicht (mehr) machen und mich darauf auch ein wenig einstellen und mir Dinge suche, die noch gehen. Oft ist das schwer zu akzeptieren, weil ich halt gern mehr oder anderes oder anspruchsvolleres machen würde.
Da ärgere ich mich noch ziemlich, dass ich mich soviele Jahre durch Tätigkeiten und Situationen geprügelt habe, die einfach nichts für mich waren. Sei es durch die Traumatisierung oder auch einfach von meinem Charakter her (als Beispiel die Introvertiertheit).
Ich habe soviel Kraft, Nerven und Zeit vergeudet.

Was mache ich also derzeit alles?
- alle 2 Wochen für etwa 4 Stunden in einem anderen Haushalt arbeiten
- meinen eigenen Haushalt sauber halten, was mir gut gelingt
- fast jeden Tag richtig/frisch kochen
- Gymnastik/Trampolin zuhause fast täglich, im Moment so zwischen 20-40km Radl fahren die Woche, 1x die Woche für ca 45 mins schwimmen.
- 1x im Monat Therapie
- 1x die Woche Frauenkreis
- ich schaue immer mal wieder nach kulturellen Veranstaltungen (wie kleine Konzerte der Musikschule, Diavorträge über Reisen ect.) schaffe das aber noch zu selten.
- Kontakt zu Freunden/Bekannten halten
- Teilnahme an Marktforschung das geht über Postweg und Internet, abundzu an Meinungsumfragen und dann noch Appjob am Smartphone (is mal länger, mal kürzerer Aufwand)
- viel lesen, (ZEIT Wissen, Sachbücher, Philosphie und Psychologie, autobiografisches, seltener Romane)
- Quiz und Scrabble spielen am Smartphone
- immer wieder nach Jobs schauen (kleineren und größeren, hinspüren was mir so gefallen würde)
- auch noch zu selten: Tagesausflüge, Wanderungen, Stadtbesuche (die Planung und Buchungen dabei machen mir viel Spaß)

Und oft sind so Kleinigkeiten wie einkaufen, ins Schwimmbad gehen, im vollen Wartezimmer sitzen schon schwierig, weil mit hohem Stress verbunden, je nachdem wie gerade die allgemeinen Umstände, Laune ist.

Aber ich spür immer öfter, was so "meins" ist, wie mein Leben sein soll und wie ich das trotz Einschränkungen mir so hinbasteln kann, dass es doch noch klappt.
Es wird schon....
langsam aber stetig :-)

Mittwoch, 23. November 2016

Abgrenzung Teil 2

Wie schon geahnt, hat der Typ (bezgl. Schreibjob) ein enormes Suchtproblem. Im Moment wohl clean.
Körperlich.
Geistig nicht. Das nennt man dann Trockenrausch.
Er ist also emotional/geistig immer noch "drauf", das zeigt sich in folgendem Verhalten:

Ziemlich egozentrisch (er meint das ihm alle Welt sofort zuhört und immer und jederzeit für ihn da ist, nimmt sein Gegenüber kaum wahr, merkt nicht, dass er nervt, zuviel redet ect...), enorm größenwahnsinnig(meint wunder was wie toll er ist und was er nicht alles kann und gemacht hat und verdient hat usw.) also ganz schlicht und einfach: fern jeglicher Realität.

Ich bin mit solch "schrägen" Typen aufgewachsen. Im Grunde sind sie arm dran. Ist aber nicht mein Problem. Ich habe mich fast mein ganzes Leben lang damit beschäftigt und brauchte lange um aus diesen symbiotischen Verstrickungen rauszufinden. Mit den Folgen habe ich immer noch zu tun.
Das werde ich nicht mehr leichtfertig aufgeben.
Wenn ich schon sehe, dass wieder eine Mail von ihm kam, koche ich.
Heute nach 5 Minuten Gespräch war ich zutiefst genervt.
Diese Wut ist eine ganz bestimmte. Nicht die heiße, wenn man beschämt oder gedemütigt wird, sondern eine energiegeladene wenn Grenzen überschritten werden. Eine Wut die zwar auch anstrengend ist, einen aufwühlt, aber sich auch gut anfühlt!

Seine Nachreichungen bezgl. des Projekts waren total chaotisch und kaum leserlich. So kann ich nicht arbeiten. Keiner kann das.
"Gut gemeinte" (allein bei den Wörtern flippe ich schon aus, weil dies einfach oft grenzüberschreitend ist) Hilfe weckten Mordphantasien.

Meine doch sehr deutlichen Abgrenzungen zeigten wenig Wirkung.
Dann wird das halt nichts. Dann sage ich ganz Adieu. Die spürbare Erleichterung bei diesem Gedanken spricht Bände.

Und sonst so?
Heute ziemlich reizüberflutet..die letzten 2 Tage habe ich viel geschafft, war viel unterwegs und heute kam dann der Cut. Zuviel. Also viel geschlafen, geruht, dennoch beim einkaufen halb in Tränen ausgebrochen.
Morgen ist kein Termin, da werde ich mich weiter sammeln, ausruhen und je nach Wetter auch ein wenig draußen sein.

Heute abend erstmal: Wieder genießen, dass ich bei mir bin, dass mehr Klarheit bezgl. des Mannes/Job da ist, ich mich innerlich ganz abgegrenzt habe, dann genieße ich eine heiße Dusche, einölen mit einem duftenden Mandelöl, danach gibts eine Kürbissuppe, um dann früh ins Bett zu gehen und lesen...und die Wut lass ich verrau(s)chen...

Montag, 21. November 2016

Monday, Monday

Ich bin erstaunt was eine histaminarme Lebensweise und etwas Jod ausmachen! Ich lebe wieder!

Heute bei der warmen Witterung den Großteil mit dem Radl gefahren, den Rest mit der Bahn, dann zur Thera, weil wir uns jetzt regelmäßig 1x im Monat treffen.
Es ist so, dass die Phase der Stabilisierung und der "Notfälle" zum Glück vorbei sind. Jetzt da mehr Ruhe da ist, möchte ich mich um größere Themen kümmern, die auch mit Traumata zusammenhängen, aber die ich mir mal länger, intensiver anschauen will, einfach weil es auch komplexere Themen sind.
Eines davon ist Arbeit/Beruf/Lebensgestaltung.
Es war heute eine gute Stunde, ich brachte die Thera so grob auf den aktuellen Stand, damit sie weiß wie es mir geht und worum es mir in den nächsten Stunden gehen soll. Ich fühle mich da gut aufgehoben und unterstützt. Dennoch kam danach so ein Anschwall von: "Darf ich das überhaupt? Ich würds doch auch allein schaffen. Jetzt nehm ich da die Zeit für jemand weg, dem es vielleicht grad richtig scheiße geht..."
Vielleicht spreche ich das das nächste Mal nochmal kurz an.

Danach ging es weiter zum schwimmen. Und was ich befürchtet hatte, ist nicht eingetreten: um halb 3 nachmittags war das Bad nicht bevölkert von schreienden Kindern, sondern gaaaaaanz wenigen ruhigen Schwimmern. Den Whirlpool hatte ich dann sogar alleine für mich.
Herrlich!

Ja und dann in der warmen Abenddämmerung wieder heimgeradelt. Hatte das Gefühl dazu brauch ich keine Kraft, als ob ein Motor dran hinge und der mich fährt.
Genial! I love it!
Und jetzt hab ich auch richtig Kohldampf.

Ein gelungener und schöner Tag!

Samstag, 19. November 2016

Abgrenzung

Erstaunlich wie schnell ich annehmen kann, dass das Tattoo mich also nun wirklich bis an mein Lebensende begleiten wird. Es ist Klarheit. Das tut mir gut. Ich weiß woran ich bin. Sozusagen.
Es ist nun in Ordnung, dass ich es habe. Und wer weiß, vielleicht hat es auch einen Sinn.
Den Sinn mich immer daran zu erinnern, wie wichtig es ist, mich abzgrenzen.
Nicht mit dem anderen symbiotisch zu verschmelzen. Mein Ich, mein Selbst wieder aufzugeben. Nein das darf nicht mehr passieren.

Dazu schickt mir das Universum gleich eine Übungsgelegenheit.
Eine ziemlich herausfordernde noch dazu.
Vor einigen Wochen lernte ich bei der Tafel einen Mann kennen. Wir plaudern immer nur kurz. Ich habe schon gemerkt, dass er wohl nicht die beste Karriere hinter sich hat. Er spricht sehr sehr langsam und erwähnte auch bald was von Sozialarbeiter und betreutes Wohnen. Ich tippe mal  auf starken Alkohol, kiffen könnte auch gut passen, Knast nicht auszuschließen.
Er ist gepflegt, so Ende 40.

Letztens fragte er mich, ob ich ihm beruflich helfen könne. Wir tauschten Mailadressen aus und...naja...sagen wir so...seitdem bekomme ich sehr viel Post. Mit sehr persönlichen Inhalten plus Fotos seiner Wohnung.
Oft mit minutengenauem Erzählen über Essen, Freizeitvorlieben und Gefühlen. Ähja.
So gut kennen wir uns nun auch wieder nicht, dass ich solch intime Details wissen möchte.
Die Frage nach meiner Telefonnummer beantwortete ich damit, indem ich sagte, dass ich nicht so gern telefoniere. Stimmt auch ein wenig.

Er ist ein wenig anstrengend.
Ich bin nicht seine Sozialarbeiterin.
Ich bin gefragt, wie ich jetzt klar und bestimmt bleibe und meine Grenzen zeige und verteidige.
Denn die Aufgabe ist interessant. Auch wenn erstmal kein Geld dabei rausspringt (kann sich aber schnell ändern) macht es mir Spaß und fordert mich ein wenig. Und es könnte sich was gutes draus entwickeln.

Abwarten und weiterschauen.

Freitag, 18. November 2016

Wochenrückblick

- heute ist ein komischer Tag, bis Mittags im Schlafanzug, kam nicht in Schwung, nochmal schlafen, keine Lust auf nix....kann mir nur zuviel Histamin erklären und wenn ich mir die letztens 2 Tage so anschaue, ja waren viele kleine schlechten Dinge dabei und ich hab vergessen da mal ein Stop reinzuhauen. Immerhin weiß ich jetzt warum ich dann nachmittags wieder fast vom Radl fiel und einfach wieder umdrehte, anstatt mich durchzuquälen, was das ganze ja nur verschlimmert. Also viel Wasser und Vitamin C (Ascorbinsäurepulver), das abends genommen hilft richtig gut. Wahrscheinlich weil dann nix mehr an Nahrung nachkommt und es so länger im Körper bleibt...keine Ahnung.
Da Histamin die Gefäße weitet und ich dadurch so müde und schlapp werde, hilft leider auch das Kreislauftmittel nicht mehr so gut. Und generell hab ich festgestellt, dass die Tabletten besser wirken als die Tropfen. Oft istes ja anders. Hauptsache es hilft.
Hab jetzt trotzdem extrem Gusto auf total verbotene Sachen. Mist....

- neuen Akku fürs Smartphone gekauft, aber noch nicht gewechselt. Der alte spinnt immer wieder mal, entlädt sich nachts selbst. Hatte mir damals schon mit weiser Voraussicht eines mit wechselbaren Akku gekauft.

- gelernt: München ist die am dichtesten besiedelte Stadt. Ich darf also mit Recht sozialphobische Tendenzen haben :-)

- Fresse poliert. Dank einer Aktion der Krankenkassen eine prof. Zahnreinigung für 35,- ergattert. Normalerweise zahl ich über 85,-. Ist zwar nicht so angenehm, aber lohnt sich definitiv. Da die Eitelkeit gerade zuschlägt, gibts nun abends auch ein Bleaching-gel für die Zähne. Soll man logischerweise erst nach so einer Reinigung auftragen.
Obs hilft...mal sehn.

- im Netz gefunden:
https://www.odernichtoderdoch.de/2015/01/werd-ich-spiesser.html
hat mich irgendwie angesprochen :)
und auch:
http://www.welt.de/icon/article124622604/Warum-schoene-Frauen-oft-einsam-bleiben.html
kann ich bestätigen, auch wenn das jetzt arrogant  rüber kommt....

- ja ein alter Hut: Bewegung hilft bei Streß, Angst und Depressionen. Aber für mich neu: Die reale praktische Bestätigung/Erfahrung dazu. Ich merke regelrecht wie mein Hirn in einen anderen Zustand kommt (wahrscheinlch ähnlich wie bei den Hunden die Cesar Milan anstupst, um sie aus dem unerwünschten Verhalten rauszuholen).

- gebacken: das erste mal glutenfreie Kürbissemmeln. Noch verbesserungswürdig, aber LECKER!!!

- geärgert: eine Käuferin von ebay meint die ganze Zeit meine Bankdaten stimmen nicht, deswegen kann sie nicht überweisen. Es stimmt aber alles...Sehr seltsam...zudem kam gestern von ebay mit nicht ganz nachvollziehbaren Daten eine Gutschrift von 1 Cent. Da ist doch was faul. Nur was???

Donnerstag, 17. November 2016

Oder hochbegabt?

Weil ich mich oft so anders als die anderen empfinde, kam mal die Frage auf: Vielleicht doch hochbegabt?
Und wie sooft bei Fragen, suchte ich Antworten in Büchern.
Ich stöberte ein wenig und entschied mich für:
Kluge Köpfe - krumme Wege? von Andrea Schwiebert
Es ist ein sehr umfangreiches Buch, behandelt viele Themen.
Der Untertitel Wie Hochbegabte den passenden Berufsweg finden finde ich etwas irritierend, denn es geht nicht nur um den Berufsweg, sondern generell um den Lebensweg.
UND es ist keine Schritt für Schritt Anleitung was mir sehr sympathisch war/ist.

Vorweg: auch wenn ich mich in dem Buch extrem wiederfand, so würde ich dennoch nicht behaupten, dass ich hochbegabt bin. Eher im oberen Drittel der Normalbegabten und auf alle Fälle vielseitig interessiert und hochsensibel!

Anfangs habe ich noch sehr viele Stelle die ich sehr treffen für mich fand, notiert, bald war es aber auf fast jeder Seite, sodass mir jetzt eine Zusammenfassung des Buches schwer fällt.

Zu anfangs steht gleich:
Dies ist ein Berufsfindungsbuch für:
ewig Suchende, freiheitsverliebte, Traumtänzerinnen, talentierte Chaoten, kreative Mimosen, verkappte Künstlerinnen, möchtegern-Weltverbesserer, vielseitig begabte, Querdenkerinnen und kluge Köpfe oder auch: unwissentlich Hochbegabte.

Ich war mir während des lesens immer etwas unsicher: ich finde mich da als traumatisierte auch wieder. Was war zuerst? Müßige Frage....

Weiter wird ausgeführt was denn überhaupt Hochbegabung ist. Wie sie festgestellt werden kann, das es mehr als was mit dem IQ zu tun hat (Thema Hochsensibilität!) und woher sie kommt.

Interessant fand ich dann die Schwierigkeiten mit denen Hochbegabte zu tun haben können und wie diese von Stolpersteine in Grundsteine gewandelt werden können.
z.B. hohe Ansprüche an den Job/kein Job passt zu mir, was Job mit Identität zu tun hat. Es gibt einen Praxisteil mit Übungen und Hilfen (aber sehr dezent gehalten).
Es ist ein gutes Buch um zu sich selbst zu finden, es wird einem nichts übergestülpt sondern eher eine Hilfe zur Selbsthilfe, also Hinweise zur Selbsterkenntnis.
Weitere "Steine":
- Perfektionismus, Stärken, Schwächen, Abschied vom Defizitblick(!)
- Erwartungskonflikte, Entmutigung, gesellschaftlicher Druck, Motivation, was will ich? Vielschichtigkeit der Persönlichkeit, zu enge Vorgaben können zu Depression führen, hohe Auffassungsgabe
- Qual der Wahl, ich kann mich nicht entscheiden, die Dilletanten (ein heutzutage leider abwertender Begriff, dabei lohnt es sich die wahre Bedeutung bei wikipädia nachzulesen, ich bin definitiv ein Dilletant und das gerne und ein Autodidakt ebenso!), ein Hoch auf die Vielseitigkeit, Denk-Modus verschiedene,
- Sensibilität, Belastbarkeit, ich achte auf mich, richtige Erholung, perönlicher Jubelchor

Für mich passt das Buch gut zu dem Thema Introversion (am besten das Buch STILL-die Macht der Introvertierten) und Barbara Sher Ich könnte alles tun, wenn ich wüßte was ich will, das auch hier mehrfach genannt wird.

Es hat mir insofern geholfen mich mehr anzunehmen (und gewisse Sachen nicht dauernd zu bekämpfen) wie ich bin.
Es wird nie DEN EINEN Platz für mich geben. ich fahre immer auf mehreren Gleisen, weil mich vieles interessiert, oft nur solange wie ich es einmal geistig komplett durchgekaut und ein Erfolgserlebnis hatte (Beispiel VHS-Kurs Fotos selbst entwickeln, reichte mir 1 Tag, von eigentlich 2, ich kapierte wie das ablief, ich machte einige schöne Abzüge, fertig, mehr muss ich nicht haben, wissen oder tun. Ebenso bei Instrumenten, Mikroskop, ect. deswegen kann ich auch keine gleichen Jobs mehrmals machen. Oder wieder an einem Ort leben, an dem ich schon einmal wohnte. Oder zum selben Urlaubsort zu fahren.
Es langweilt mich zu Tode.
Mehrfach probiert, ging nie.

Es ist ok, dass ich viel und komplex denke (und deswegen auch viel Zeit alleine und mit angeblichen Leerlauf brauche),
es ist ok, dass ich mehr wahrnehme an Stimmungen, Details, Gerüchen, Mimik, Geräuschen.
Es ist ok, dass ich ein hohes Maß an Selbstbestimmung brauche.
Es ist ok, dass ich mich für viele unterschiedliche Sachen interessiere.
Es ist ok, dass mich die meiste Oberflächlichkeit der Leute langweilt.
Es ist ok, ein wenig anders zu sein.

Das Buch hat mir weiterhin sehr geholfen, indem es eine innere Bremse lockerte. Die hieß: Du darfst nicht besser sein als wir (wir ist meine Familie).
Ich wurde ständig ausgebremst! Realschule? ne bleib lieber auf der Hauptschule? Engagement im Tierschutz? Es kamen 1000 Gründe, Goldmedaille im schwimmen? Nicht der Rede wert, Einser in Prüfungen? ja wir tun mal so als ob wir uns freuen und loben sie, denken aber insgeheim was anderes, aber Kinder fühlen das und fühlen sich dann komisch, merken da ist was nicht richtig, beziehen das auf sich selbst, dass sie dann nicht richtig sind.

Meine Eltern hatten selbst wenig Selbstwertgefühl und fühlten sich immer bedroht, wenn ich was besser/anders machte als sie, oder überhaupt etwas, was sie nicht konnten/sich nicht trauten wie: reisen, lange Autofahrten, schwimmen, neue Wohnorte und Freundschaften...aber auch den eigenen Kopf benutzen, kritisch sein, Neues lernen, sich für mehr interessieren als Gelnägel, Kochrezepte und warum der Nachbar schon zuhause ist.
Ich will in Wissenschaften eintauchen, Sachbücher lesen, die Welt und Menschen entdecken, mich selbst fordern und das Vertrauen in mich selbst zu haben, das ich schon auch was kann!...JETZT DARF ICH DAS. Und das fühlt sich genial an!

Ich habe in der Schule (und später auch in Berufen) oft so getan, als ob ich immer noch an einer Aufgabe arbeite, aber schon längst fertig war. Um...ja warum...um nicht aufzufallen, um nicht als Streber zu gelten (was ja voller Verachtung ausgesprochen wurde das konnte ich mir nicht leisten, ich war auf die Kontakte angewiesen, weil zuhause schon soviel Leere und Beziehungslosigkeit war...)
Somit habe ich mich meist selbst in die Langeweile manövriert. Seit ich mich nun auch geistig mehr fordere, geht es mir wesentlich besser. Dazu die körperlichen Herausforderungen und ich merke langsam was Ausgeglichenheit, Entspannung und Gelassenheit wirklich bedeutet!

Aus den Stolpersteine Grundsteine machen und mit denen sein Leben aufbauen. Das kann bunt und schief sein, solange ich mich wohlfühle und andere nicht groß schade, ist das völlig in Ordnung.

Hinzukommt auch noch das Thema Frauen und Intellligenz, ich denke auch da hatte ich eine Bremse: lieber lieb und nett sich schön anpassen, als das tun was man wirklich will und dabei vielleicht etwas anecken. Frau und Mathe passt durchaus zusammen! Da wirklich innere Rollenbilder...
Meine inneren Nerdanteile jubeln innerlich und schmeißen sich mit Freude auf neue (Lern)aufgaben.

Fazit: Dieses Mutmach-Buch ist absolut empfehelnswert und wird mein Bücherregal nie mehr verlassen (außer zum nochmals lesen).

Mittwoch, 16. November 2016

Gegenmaßnahmen

Wenn sich die dunklen Wolken der Depression anschicken sich um meinen Kopf zu ballen, heißt es: Vorsicht! Aufmerksam bleiben und Gegenmaßnahmen ergreifen.
Früher dachte ich immer, ich müsse mein Leben komplett ändern, damit mir diese Zustände vom Leib bleiben, aber das ist ein Trugschluß.

So hieß es also gestern: aktiv werden, sanft und bei mir bleibend.
So besuchte ich einen Frauenkreis.
Das erste Mal ist bei mir natürlich immer  sehr oft mit extrem hoher Anspannung verbunden, aber auch hier gibt es eine Änderung: ich nehme es an, dass ich ein Mensch mit viel Nervosität bis Panik bin. Es lässt oft schnell nach, wenn ich es zulasse, annehme und weiterziehen lasse.
So sagte ich das auch ganz einfach bei der Anfangsrunde, das ich nervös bin. Was solls. Ist jeder mal und das meine innere Ampel (rot werden) auch dabei war...nunja...

Ich fand es angenehm dort. Ich bin ja Gruppenerfahren, aber es waren immer nur Selbsthilfegruppen. Es drehte sich viel um Krankheit, der Umgang damit, Schwere, Probleme....
Dort ist es so, dass die einzigste Gemeinsamkeit ist, dass wir Frauen sind. Daher sind alle Themen offen.
Ich war natürlich wie sooft die jüngste. Stört mich aber nicht.

Die meisten dort sind über 50, haben Kindererziehung, Eltern versorgen und Haus bauen hinter sich, der Mann ist oft weg gegangen oder verstorben. Jetzt macht sich Leere breit. Viele sehen gut situiert aus, nach dem Motto: aus lauter Langeweile geh ich 1x die Woche zur Kosmetik und zum Friseur. Aber es blieb nicht an der Oberfläche, sondern wurde schon tiefer. Und auch lustig.

Früher hätte ich mir gesagt, dass ich da ja gar nicht reinpasse. Aber warum nicht? Ich lebe anders, das kann doch auch Ermunterung, Inspiritation und Ermutigung für die anderen sein. Es zeigten sich sehr wohl auch andere Unterschiede, in Meinungen, Werten und Gefühlen. Das ist doch bereichernd.
Ich werde wieder hingehen, weil es auch für mich wieder ein Schritt mehr zurück ins Leben und zur Normalität ist.

Montag, 14. November 2016

Wochenstart

- endlich wieder richtig fit. Ach ist das schön! Werde das später gleich für einen ausgiebigen Spaziergang nutzen.

- neuer Lesestoff kam gerade an:
in der bpb.de (Bundeszentrale für politische Bildung) gibt es recht interessanten Lesestoff. Und günstig!

- jetzt aber erstmal Hausputz. Wäsche läuft. Der Rest muss jetzt auch dran glauben. Musik an und los gehts!

Freitag, 11. November 2016

Wochenrückblick

- immer wieder leicht kränkelnd, Blase ist zwar besser, fühl mich aber immer wieder mal krank, so schnupfig, dann heiß, dann schlapp, dann eiskalte Füße, dann wieder besser...

- versuche meine Gedanken mehr auf das zu lenken, was ich gut kann, gerne mache...viiiiiiieeeel zu lange habe ich auf meine Schwächen, Ängste und sonstige Spleens gestarrt und dagegen gekämpft. Soviel Kraftverschwendung!

- gesehen: den ersten Schnee!!! Hurra!

- habe mich also nach dem Telefonat mit dem Tattoostudio innerlich davon verabschiedet (und etwas ausgesöhnt) dass ich mein Tattoo entfernen lassen kann. Bleibt mir halt der Stacheldraht.
Am Dienstag ein anderes Studio entdeckt und mich spontan ebenfalls zur Entfernung beraten lassen. Das Mädl war kaum 30 Jahre alt, ihr Partner eher Mitte 20. Sie sah das Tattoo gerade mal 1 Sekunde aus 2 Metern Entfernung und meinte sofort: "klar überhaupt kein Problem, geht alles weg!" Kurze Erklärung dazu, etwas nervös, dazwischen ein:" können auch gleich anfangen!" und was von "hochwertiger Laser der 100.000 Euro kostet."
Alles klar Mädl. Ich schlußfolgere mal: ihr habt nen Haufen Schulden und wollt die loswerden und erzählt das was der Kunde hören will. Was die Realität ist, steht auf einem anderen Blatt.

Anders die Frau vom Telefon. Frau über 50, ungeschminkt aber gepflegt, große Strickjacke, herzlich, bodenständig. Geht nah ans Tattoo, erklärt warum manche Stellen nicht weggehen können, egal welcher Laser, wir reden über 1 Stunde, plus 15mins am Telefon. Sie erklärt viel und ausführlich UND glaubhaft. Eben auch durch Erfahrungen.
Außerdem sind sie (ihr Mann auch)  nur an 1 festen Tag im Studio, dazwischen nur nach Termin oder je nach Freizeit. Ich ahne, das ist eher deren Hobby/Nebenerwerb, die brauchen nicht jeden Kunden um nicht verhungern zu müssen.
Während meiner Anwesenheit kommt ein 18.jähriger Bursch herein und zeigt ihr ein Bild das er gerne tätowiert haben will. Da wird sie zur Mutti (aber angenehm, nicht übergriffig oder so) und meint, dass er mit dem Tattoo mal Probleme bekommen haben wird ect...
Fühle mich gut aufgehoben. Und: lieber ein etwas ungeliebtes Tattoo (das soweit aber super aussieht) als ein fleckiges etwas, wofür ich nochmal viel Geld lassen müsste.

- hatte irgendwann letztens wunderschöne Träume, ja mehrmals in einer Nacht! Schwebte den ganzen Tag herum...kann öfter sein...

- war ausnahmsweise heute Freitag mal schwimmen und: es war viel weniger los. Was ich auch an einem Gespräch mitbekam, dass das meist so ist. Werde also auf Freitag bzw. wenn ich da arbeite, auf Donnerstag verschieben. Hätte aber für Montag schon gern einen festen Termin außerhalb, so komm ich irgendwie schöner in der Woche an. Mal sehn was sich ergibt.

- und mal wieder paar Folgen Cesar Milan geguckt. Ich kann da auch soviel für mich mitnehmen: ruhig und bestimmt sein, ATMEN und entspannen. Ich hab ja in meinem Kopf auch so ein Rudel wilder Hunde Gedanken, die etwas Erziehung und Disziplin durchaus genießen: ahso, daaa gehts also lang...wußten wir ja nicht....

 

Donnerstag, 10. November 2016

Großes Gewinnspiel

Heute gibt es wieder eine Verlosung!

Diesmal eine BAHNCARD! Jawoll. Für 3 Monate! 25% günstiger auf den Ticketpreis der Deutschen Bahn!
Gültig für den Zeitraum con 10.12.16 bis 09-03.2017.
Gebucht werden kann natürlich schon jetzt, wenn die Reise in dieser Zeit ist. Da es, je früher man bucht oft die Sparpreise gibt.

Da ich dieselbe Karte für denselben Zeitraum habe, werde ich beide rechtzeitig kündigen.
Du musst dich nur auf Bahn.de registrieren, alles weitere dann per Mail.

Wer an der Verlosung teilnehmen will, auch hier wieder:
Einfach hier unten einen Kommentar abgeben.
Bis zum Sonntag den 13. November 2016 23.59

Gerne könnt Ihr diesen Post auch weiterleiten, weitersagen, weitergeben...
Wäre schade, wenn die Karte verfällt.

Mittwoch, 9. November 2016

So ist das...

Der dümmste Bauer, hat die größten Kartoffeln.

Trump also.

Oh mein Gott.

Dienstag, 8. November 2016

Kleines Gewinnspiel

Heute verlose ich einen Gutschein!
20% auf eine Buchung bei HELLÖ.
Das ist ein Busunternehmen, dass Fahrten im Fernverkehr anbietet.
Hier alle Stops die angefahren werden:
https://www.helloe.com/de/stops

Der Gutschein kann noch bis zum 15.November 2016 (also bald!) eingelöst werden.
Fahrten können bis 2 Monate im voraus gebucht werden.
Also wer Weihnachten oder davor oder danach (spätestens bis 15 Januar) wegfahren will (und sei es nur ein Besuch auf dem Christkindlmarkt in einer anderen Stadt), der melde sich hier mit einem Kommentar bis spätestens morgen den 9.November 23.59 Uhr.

Gerne könnt ihr diesen Post auch auf Eurem Blog veröffentlichen und so weiter verteilen!

Viel Glück und gute Fahrt :-)

Montag, 7. November 2016

Dinge annehmen, die ich nicht ändern kann

Wenn das so einfach wäre, klar zu sehen, was ich ändern kann.
Das annehmen selber ist bei mir oft nicht so das Problem, sondern die Unterscheidung: kann ich es ändern oder nicht?
Muss ich mich mehr anstrengen, mehr tun, was anderes tun, um aus dem jetzigen Leben(sgefühl) wieder eines mit mehr Freude, Antrieb, Zufriedenheit zu haben?
WAS kann ich ändern? Und was muss ich annehmen?

Ein Christ würde das vielleicht als "Dein Wille geschehe" formulieren.
So ein Leben wie ich (bzw. mein Kopf) gerne hätte, geht irgendwie nicht.
Mich an dem entlang zu hangeln was geht frustriert mich oft, weil es zu wenig ist oder mich schlicht unterfordert.

Was ich weiß: Habe ich zuviel Leerraum, kommt die Depression daher und füllt diese. Blöderweise kommt sie auch bei Überfüllung. Ich muss also die genaue "Füllhöhe" finden.
Das versuche ich seit gut 15 Jahren.

Ich muss mir selbst wieder ein Geländer verpassen, das ich nach Bedarf anpassen kann. Das geht bei einem festen Job schwer. Also muss ich selbst ran.

Dazu zählt:
- wieder bei der Therapeutin gemeldet für einen Termin. Im Hinterkopf ab jetzt 1x monatlich wieder hinzugehen.
- mir mal einen Gesprächskreis (nur Frauen) ansehen, ist vormittags und so eigentlich ideal. Abends tu ich mich schwer in die Stadt zu fahren.
- montags bzw. dienstags wieder schwimmen, jetzt 2x ausfallen lassen, wegen körperliches Unbehagen/Krankheit
- und nach einer winzigen Arbeit schauen, vielleicht noch eine Haushaltsstelle, bzw. würd gern nur bügeln.

Erkannt habe ich auch, dass die üblichen Motivations/Selbsthilfebücher oder Webseiten mir nicht helfen. Wenn ich schon lese: "wie Du mehr/besser/glücklich..." bin ich schon gefrustet.
Und schau es mir dann aber doch an. Jedesmal in diese Falle tappen ist auch doof. Egal. Diese Seiten mögen für gesunde Menschen mit einem extrem großen inneren Schweinehund hilfreich sein.
Für mich mit einer psychischen Erkrankung und einem kleinen Schweinehund paßt das einfach nicht.

Heute aber erstmal zum Doc, die Blasenentzündung bekomm ich nicht alleine weg.

Freitag, 4. November 2016

Wochenrückblick

- gelernt: 89.506 neu erschienene Bücher gab es 2015 und im Jahre 2014 gab es 363 Millionen Entleihungen in den Bibliotheken

- gehört:
https://www.youtube.com/watch?v=gL5d_xvdlPo&index=13&list=RD9jhDjfrbfHI
man hat gleich das Gefühl in irgendeinem Western mitzuspielen. Düster und doch groovig!
und was von der Frauenfront: Sanft aber mindestens ebenso groovig!
https://www.youtube.com/watch?v=YI2XuIOW3gM&list=RD9jhDjfrbfHI&index=23

- gelacht: tiefster schwarzer Humor aus der Schweiz! Hazel Brugger
https://www.youtube.com/watch?v=V8t1K4Ynbrw

- gedacht: nie wieder kurzerhand bei der Post die Lieferadresse ändern. Jetzt liegt das Paket seit einer Woche im Verteilerzentrum und nichts passiert mehr.

- nochmal gedacht: manchmal muss man sich einfach holen was man will, anstatt drauf zuw arten, dass es einem irgendwer irgendwann gibt!

- Schon lang nicht mehr: so gro(ß)ber Histaminausrutscher passiert.
ebenso schon lang nicht mehr: Blasenentzündung. Zum Glück eher leicht. Trotzdem nervig. Körper arbeitet, tut sein bestes. Merke das weiterhin an fiebrigen Zuständen, Müdigkeit und Schlappheit. Und weiterhin großem Hunger. Kraftstoff muss her!

- blöd: was ich da so entschieden und angeleiert habe, wird wohl doch nicht so wie ich mir das vorstellte. Es geht um eine Tatooentfernung. Inzwischen ja mach-und bezahlbar. Eigentlich. Nach einem ersten Fotocheck des Studios aber Rückruf: es ist teils wohl sehr tief und unregelmäßg gestochen. Heißt manche Punkte sind so tief, dass da kein Laser hinkommt. Es wird also vermutlich nicht zu 100% weggehen. Keiner weiß natürlich wieviel bleibt, was also noch tolerierbar wäre, oder ob es dann schlimm (sehr fleckig und vernarbt) aussieht. Ausführliche Begutachtung und Besprechung am 11.November.
Immerhin ehrliche Leute. Sie hätten auch einfach loslasern und dabei viel Geld verdienen können!

- gekauft: wollig weicher Nierenwärmer. Wollt ich eh fürs radeln mir zulegen. Erweist nun aber schon zuhause gute Dienste. Ist auch so praktisch, wenn ich mich draußen mal wieder unsicher fühle, durch den Schlauch fühl ich mich geschützter. Da er Bauch und Unterleib schön ummantelt.Ein dünnerer in schwarz ist auf dem Weg (genau das Paket das im Verteilerzentrum rumliegt!).

Aussichten:
Weiterhin viel ruhen, trinken und warm halten.


Donnerstag, 3. November 2016

Bipolar oder hochbegabt?


Oder der Versuch mich in eine Schublade zu pressen. Teil 1.

Das Buch von Thomas Melle Die Welt im Rücken stach mir immer wieder ins Auge. Ich bin nicht so der Typ der Neuerscheinungen liest. Und schon gar nicht Bücher absolut neu kauft. Deswegen mied ich das Buch. Aber es ging mir nicht aus dem Kopf. Also kaufte ich es doch.
Die Vermutung, dass ich da einen Teil von mir im Spiegel sehe, hat sich bewahrheitet. Und das ist manchmal nicht schön. Deswegen wollte ich es erst nicht lesen.
Als ich aber anfing, riß es mich mit, in diesen Sog. An einem Tag hatte ich die über 340 Seiten durch.

Allein die Beschreibung seiner sozialphobischen Tendenzen:
Zum Beispiel überfordert das Betreten eines öffentlichen Raumes, eines Theaters oder Bar….Die Möglichkeiten der Gefahr, die sich in diesem Feld auftun, sind vielfältig. Da wird der Smalltalk zur Falltüre, die Blicke der Anwesenden erscheinen wie Attacken (…) das bloße Rumstehen stößt einen in die größte Verlorenheit. Wenig widerstandsfähig und wirr von all dem Außen, meidet er das Soziale und verlernt es, wenn er es denn je gelernt hat.

Weiter: 
Dieses hartnäckige Gefühl aus der Bahn geworfen zu sein und ständig einen Abstand zwischen der Welt und mir überwinden zu müssen, und zwar nicht nur für ein paar Stunden oder Tage, sondern grundsätzlich. Und immer, nach irgendeiner Begeisterung, auch die verhasste Rückseite: die Nichtigkeit, die Leeren, die Schalheit. Hatte mich etwas erfreut und gepackt, wurde es bald tot, faul und ungenießbar. Die Überfülle wich immer einem Vakuum.


Ging es weiter mit der Beschreibung seines Elternhauses und wie er seine Mutter emotional bepartnern(was ich selbst so gut kenne) musste und völlig hilflos dem Zerbrechen der Familie zusehen musste (nach einer Flucht vor dem prügelnden alkoholkranken Stiefvater, zog jener bald wieder mit in die neue Behausung ein).
Dieses sich anpassen, brav sein, ständige beobachten was um einen herum vorgeht und sich dem anpassen, um den größten Schaden abzuwehren, erinnerte mich schmerzlich an meine Kindheit. Kann es sein, dass die Gefühle heute so durchbrechen, weil sie früher nicht sein durften? Dass all die aufgestauten Neuronen alle auf einmal losfeuern und diese krassen Zustände herbei führen? Dass die früher Überanpassung in ein gnadenloses nicht-mehr-passen-(wollen) umschlägt?
Nach der rasenden euphorischen Zeit in der Manie, dann der Absturz. Tiefste Depression:

Die Enttäuschung und Entfremdung von sich selbst, die Durchkreuzung der meisten Lebenspläne, das Durchhalten dagegen, das Aufstehen, das Erreichen von neuen Zielen und doch immer wieder dieser Verlust des allgemeinen Lebenssinns, Risse innen. Das Aufstehen, wieder und wieder gegen die Schwerkraft, das Bedürfnis einfach liegen zu bleiben.(...)Sich eine Struktur auferlegen, auch wenn diese selten eingehalten wird, Selbstverlust durch Arbeit suchen, doch wann wird es Stress, wann die Pflicht zum Übel? Ausschlafen, aber auch nicht zuviel….

Nochmal zur Überanpassung: 
Man will es den Mitmenschen allzurecht machen, grenzt sich nicht genügend ab, will die Aufgaben und Pflichten allesamt perfekt erfüllen, bis man erschlagen wird von all den Ansrpüchen den fremden und den eigenen. Dann ist das Maß voll und alles zerspringt in tausend Fetzen. Dann setzt das Gefühl ein: jetzt erstmal wirklich zu leben, jetzt erstmal wirklich die eigene Stimme zu erkennen und zu erheben, jetzt hole ich mir das was mir zusteht...dann diese Revolte gegen das überzogene Gerechtigkeitsgefühl, diese zickige Widerständigkeit, in dieses frühere Dazugehörigkeitsollen mischt sich ein biestiges Andersseinwollen. Es knallt nur so hin und her

Die Herkunft und ihre Konsequenzen lassen sich nicht einfach so abschütteln...

Vor Jahren rutschte ich selbst in eine Manie. Zwar nicht so krass wie im genannten Buch, aber doch ganz ordentlich. Ich war in ärztlicher Behandlung und somit kam noch eine Diagnose zu den anderen dazu: manisch-depressiv.
Ich las viel dazu, nahm Lithium, irgendwann war das Thema wieder vergessen.
Bis ich (vermutlich, ganz sicher bin ich mir da nicht) nocheinmal in diesen heftigen euphorischen Zustand schlitterte. Auch hier waren die Auswirkungen überschaubar. Hinterließ aber schon bei mir und den anderen ein staunen und erschrecken.
Was ich immer wieder habe: Stimmungsschwankungen, also die kleine Schwester der Bipolarität. Ohne Grund wechselt es heftig. Je nachdem wie ruhig die Umstände im Leben sind.
Oft diese euphorischen Zustände, knallwach und ich meine, dass ich ja nur ein wenig dies und das ändern müsste, damit das alles (z.B.Job) schon klappt. Oder ich abends in guter Laune irgendwas anleiere, wo ich mich am nächsten Morgen frage: Who the fuck...?

Langsam lerne ich auch zu unterscheiden, was ich persönlich/ursprünglich bin und was der kranke Teil ist. Das erleichtert viel und bringt etwas Klarheit in meine Pläne und Ziele. 

Fazit: Das Buch ist lesenswert. Sehr intelligent und lebendig geschrieben. Für mich zum Glück mehr über die manischen, als die depressiven Zustände. Manchmal auch unerträglich bestimmte Szenen, man möchte am liebsten in das Buch hinein springen und STOP rufen. 

Was war jetzt mit hochbegabt?
Dazu bald mehr aus dem Buch: Kluge Köpfe - krumme Wege?

Mittwoch, 2. November 2016

Ärgern oder nicht...

Wie schon in letzter Zeit öfters: Ich denke, hui das is aber ne volle Woche/viel/spannendes los...kommts dann doch alles anders und es bleiben 1 oder 2 Termine übrig.
Tja, nichts wirs so heiß gegessen und so...

Heute allerdings trotz Deprilaune und gnademlosen Shitwetter auf nach München gemacht, um...versetzt zu werden. Also irgendwie nicht und doch irgendwie schon, weil der andere wohl auch da war und wir uns wohl verpasst haben. Oder er ist seit Halloween unsichtbar. Ja weiß man es? :-)
Also wieder heim. Saukalte Füße. Kopfdruck. Auch das habe ich in letzter Zeit sehr oft. So kurz vor Ausbruch einer Erkältung. Ich trink dann viel Tee und Aspirin plus C Brausetabletten, brauch ständig ne Wärmflasche um mich, esse wie ein Scheunendrescher und schlafe viel.
Mehr kann ich eh nicht tun.

So und heute eine lang überlegte und schon mehrmals vor mir hergeschobene Veränderung angeleiert.
Übernächsten Freitag gehts los.
Ich werde berichten.

Dienstag, 1. November 2016

Novemberzeit

Die Zeit der Aufläufe, Kürbisse, Tees und Kerzen.
Die Zeit des Nebels, der fast kahlen Bäume und kurzen Tage.






Auf diesem Kalenderbild nun:
Rote Beete!
Als knackigen Salat mit etwas Meerettisch, Salz und Öl oder Sahne angemacht liebe ich sie.
Habe den Salat aber als Erwachsene bisher selten selbst gemacht, denn wer kennt es nicht: Die Beete färbt gut ab. Seit ich aber die Einmalhandschuhe entdeckt habe, geht das wunderbar.

Dort wo meine Vorfahren herkommen (Litauen) ist die Rote-Beete-Suppe fast schon ein Nationalgericht. Ich habe sie noch nicht probiert.
Früher genoß ich auch sehr die eingemachte Rote Beete, leider vertrage ich das jetzt histamintechnisch nicht mehr so gut.

Welche Rote-Beete-Rezepte habt Ihr?