Donnerstag, 27. Oktober 2016

Platt

Merke erst jetzt wie schlecht die letzten Nächte waren.
Da seit gestern endlich der neue Rolle dran ist und es daher wieder komplett dunkel nachts ist und ich mich wieder sicherer fühle, hab ich heute lang und tief geschlafen.
Da ich mich leicht fiebrig fühle mit aufsteigenden Kopfschmerzen, mach ich das einfach weiter.
Steht heut eh nix an und das Wetter is eher mau.
Verpass ich nix.
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Nachtrag:

Fast ohne Muskelspannung und Konzentration den Tag verbracht. Irgendwie skurril, aber auch entspannend. Ich merke solche Tage öfter: als ob ich ein starkes Muskelrelaxans genommen hätte. Aber so ein Warnsignal meines Körper ist mir allemal lieber, als Depressionen. Wobei die auch immer wieder lauern. Trotz der guten körperlichen und seelischen Verfassung erwische ich mich immer mal wieder bei dem Gedanken, wie befreiend und erleichternd ich es empfände, wenn ich eine schlimme Diagnose bekäme. Ich würde mich nicht behandeln lassen, sondern rauschend und baldigst einen Abgang machen.
Sag ich jetzt mal. Wer weiß wie es dann wirklich wäre.

Wo war ich? Achja...
Wehmut war heute auch dabei...wieder einen Job sausen lassen zu müssen, der mir wie so mir-nichts-dir-nichts zuflog. Ohne große Bewerbung. Und das wäre ein guter Job gewesen, gute Bezahlung, auch in der Nähe usw...
Ein Teil von mir würde das schon gerne wollen. Josef Giger-Bütler würde sagen: Der Kopf will.
Und der andere Teil? Der fühlt sich müde. Nach fast 30 Jahren der Selbstverleugnung/Coabhängigkeit und emotionalen Arbeit für die Familie fühlt sich das (sag ich jetzt auch einfach mal so, ohne es natürlich zu wissen) so an wie 30 Jahre Vollzeit Erwerbsarbeit. Jetzt bin ich in Rente. Zwar keiner Altersrente, aber egal.

Ich bin müde. Achja sagte ich bereits.
Ich will meine Ruhe. Erst gestern merkte ich wieder wie schnell ich in die Aufgeregtheit/extreme Anspannung komme. Und das war eine klitzekleine Begebenheit die der normale Otto mit einem tiefen Schnaufer oder Achselzucken abgetan hätte.
Ich will zuhause bleiben, in meiner Sicherheit. Damit meine ich nicht nur, dass ich ständig auf meiner Couch hocke, sondern dass ich meine absolute Selbstbestimmung noch brauche. Daheim werkeln, draußen sporteln, ruhen, lesen, schreiben, kochen, nachdenken, Kaffe genießen.
Das mag von außen langweilig aussehen. Ich hatte soviele Jahre extremen Streß. Ich kann einfach nicht mehr.
Auch wenn der Kopf hin und wieder noch gern wollen würde und dann wieder nach Arbeitsstellen sucht.
Dann werde ich in Zukunft anderes Futter für den Kopf suchen und finden!

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