Montag, 31. Oktober 2016

Oh & Ah

Heute morgen nach einem ganz üblen Alptraum aufgewacht und die Laune war so tief wie schon lang nicht mehr im Keller.
So ala: alles scheiße. Also gefrühstückt (obwohl ich gar nicht wollte und das will was heißen bei mir!) und wieder ins Bett.
Tagsüber nur teilweise Auflockerungen...das Tief Arschloch kann gleich wieder weiter ziehen, kann ich jetzt echt nicht gebrauchen!
Eigentlich wollte ich heute nämlich in eine kleine Nachbarstadt fahren, die ich mir schon lange mal ansehen wollte. MENNO!!!

Kurz zum Supermarkt geschleppt (klasse Idee am Monatsanfang plus Brückentag, da war echt Gruppenkuscheln angesagt) aber das was ich wollte bekam ich: ein echt tolles Langarmshirt fürs Radl. Total passend und super angenehm. YEAH!
Am Donnerstag gibts noch nen Nierenwärmer dazu, dann kann ich auch weiterhin bei kühlen Temperaturen radeln....

So und jetzt hoff ich einfach das beste.....

Sonntag, 30. Oktober 2016

Jod ja oder nein ?

Um diese Frage kreise ich schon ein wenig länger.
Vom Gefühl her habe ich eher eine Abneigung gegn Jod. Kann aber auch an den brennenden Erfahrungen als Kind liegen, wenn ich mal wieder mit Schürfwunden heim kam. Auch finde ich finde das Wort eher hässlich.
Beides versuchte ich mal auszublenden und mich mal zu informieren.

Denn Fakt ist, meine Schilddrüse arbeitet zwar laut Schulmedizin ganz gut, ich fühle mich aber oft eher wie in einer Unterfunktion. Einige kleine Knoten habe ich auch, laut Medizinern ungefährlich. Auf meine Frage woher die kämen oder wie man eine weitere Ausbreitung verhindern könne bekam ich nur ausweichende Antworten.
Ein weiterer Fakt ist, ich nehme so gut wie kein Jod zu mir. Weder Jodsalz noch Fisch/Meeresfrüchte/Algen.

Mir scheint es gibt nur zwei Fraktionen: Jod: Ganz böse, oder: wir brauchen ganz dringend mehr Jod. Beide sind sehr fanatisch und auch emotional. Da ging es teils hoch her.
Für und wider man findet beides zuhauf. Auch genug Gründe, Fallbeispiele ect...

Eine Seite gefiel mir besonders, weil diese sagt: es geht nicht nur um Jod, sondern z.B. auch darum: man braucht Jod UND Selen zusammen, wenn man nur eines davon nimmt, kann das spürbare Auswirkungen haben.
Oder: vielleicht kumuliert ja Jod mit einem anderen Stoff/Zustand der neu und wenig bisher erforscht wurde, wie der oxidative Stress in den Zellen.
Zu lesen hier:
https://de.sott.net/article/20382-Jod-Unterdrucktes-Wissen-das-Ihr-Leben-verandern-kann

Ich dachte mir, noch mehr lesen verwirrt mich nochmehr und angesichts der oben genannten Tatsachen probiere ich es jetzt einfach mal aus.
Und kaufte mir Jodid Tabletten 200 MICROgramm.
Nahm jeden Morgen eine halbe Tablette und war am 3. Tag ziemlich aggro und weinerlich. Ok, das war zuviel. Erstmal wieder eine Woche Pause.
Jetzt nehme ich 2-3x die Woche jeweils 50 microgramm. Also ganz wenig. Und merke schon wie ich mehr Kraft und Schwung habe und wacher besser gelaunter ich bin. Manchmal auch ein wenig zu aufgedreht, was sich aber nach wengen Stunden wieder gibt, darf dann halt nicht noch mehr puschen, sondern mache ein wenig ruhigeres/langsamer.

Mein Körper/Schilddrüse muss sich erstmal mit dem neuen Angebot zurecht finden, nach dem (vermutlich) jahrelangen Mangel.
Es ist wie lange Trockenheit im Boden und wenn dann auf einmal starker Regen kommt, sind die Auswirkungen eher schädlich, weil der Boden gar nicht alles aufnehmen kann.
Ich finde schon, dass es mir gut tut. Werde es aber weiter beobachten.
Fazit: für jeden stimmt etwas anderes. Jeder muss selbst heraus finden was ihm gut tut.

Samstag, 29. Oktober 2016

Wochenrückschau


- ich versuche mit dem Handwerker für den neuen Rollo einen Termin zu finden. Wir einigen uns nach langen Verhandlungen auf 13.15 Uhr. Da ich erst gegen 13 zuhause ankommen werde. 
Er: und Sie bleiben dann auch zuhause?"
Nein du Honk, um 13.14 verlasse ich natürlich wieder das Haus!


- wie gesagt ich bin nicht für das übliche normale Leben geeignet, weder für Mann, noch für Kind, keine Heirat, kein Angestelltenverhältnis, kein Haustier, keine Vereinsmeierei, keine Diäten, keine Mitgliedschaft nirgendwo, kein Bausparvertrag, keine hässlichen Chinohosen, keine Pumps…
sondern eher so Sex, Drugs and RocknRoll. Naja nicht ganz...
mit Sex habs ich nicht so wirklich, dafür bin ich wohl nicht dumm genug...
Drugs...naja ich brauch nur ne Rotweinflasche anschauen, dann hab ich schon nen Schwipps...
und RocknRoll ah nee...da dann noch lieber Techno….
Sagen wir anders: nah am Knochen schmeckt das Leben am süßesten. oder lieber Freiheit als Geld!

- Gekauft: Übernachtung im 4Sterne-Hotel für Sylvester. Nobel geht die Welt zugrunde. Jeah! (ok da war dann doch Geld vonnöten ;-) )

- Gelacht: einen Krimi auf Klabauk-Art gesehen, in der ein Nazi während einer Zeugenbefragung von einem blinden Passagier (er fiel aus dem Radkasten des Flugzeuges) fast erschlagen wurde. 
Bei der ärztlichen Untersuchung wird ein Hirntumor bei ihm festgestelllt. Genau dort wo das Empathiezentrum sitzt. 
Nach der OP war der Nazi kein Nazi mehr, sondern der liebste, drolligste, mitfühlendste (sächsischste) Mensch der Erde. Ach wenn es so einfach wäre….

- Gegönnt: Thaimassage. Ordentlich durchgeknetet und gedreht worden.

- Gedacht: „olala das war ein teurer Monat!“

- Gelernt: ab dem 8. Lebensjahr kommt das Kind selbst in dessen Nachtträumen vor

- die rechte Schulter mit Muskelstrang zum unteren Rücken und rauf bis zum Scheitel tut immer noch weh. Eigentlich bräuchte ich mal 3 Tage PC und Handyverbot…ursächlich kommt es wohl eher von der Übersäuerung/Leber (viel zuviele Kohlenhydrate und Zucker pur) die einseitige Haltung verstärkt dann die Verspannung

- Tinnitus ist auch stärker geworden, vermute durch die Verspannung. Jetzt nervt der auch richtig. Die sonstige Lautstärke kann ich ganz gut ausblenden

- Gefragt: wie heißen Menschen, die alles essen außer Fisch/Meeresfrüchte?
Im Netz wenig dazu gefunden. Außer: Disatlantiker. Unbehagen gegen den Atlantik und dessen Bewohner. Das stimmt aber so für mich nicht. Denn hierzulande gibt es viel Fisch aus Seen und Flüße. Außerdem habe ich nix gegen Wasserlebewesen, solange sie nicht tot auf meinem Teller liegen.
Also musste eine Erfindung her: Ich bin ein Terratarier. Ich esse alles was auf/in der Erde wächst oder lebt.
Na gut. Nicht alles. Würmer sind nicht so mein Ding. Und Frösche, Fliegenpilz, Tannennadeln, Schlangen ect. auch nicht.

Freitag, 28. Oktober 2016

Spielchen

Heute wurde mir bewußt, dass ich insgeheim hoffte, nie mehr Menschen zu begegnen, die emotionale Manipulationen betreiben.
Das ist leider natürlich völlig unrealistisch.

Außer ich gehe auf eine einsame Insel.  Da höre ich aber schon meine Therapeutin: "Ja dann haben sie Ihre Ruhe, aber zu welchem Preis?"
Also muss ich zähneknirschend hierbleiben und irgendwie lernen mit diesen Menschen und deren Spielchen klar zu kommen.

Aktuellles Beispiel: Eine entfernt Bekannte bittet mich 2x im Jahr ihr beim Fenster putzen zu helfen. Inklusive massenhaft Gardinen ab-und aufhängen.
Jetzt also ist es wieder soweit.
Ich helfe ihr gerne, aber eben auch zu meinen Bedingungen.
Sie hätte es gerne sofort.

Vor 2 Tagen rief sie mich also an. Wann es denn ginge?
Ich blätterte im Kalender...hmmm nächste Woche Donnerstag oder Freitag.
Sie:" Oh so spät? Heute ginge nicht mehr?"
(Na klar, ich sitz nur daheim und warte auf Madame's Anruf.)
Nein kann ich nicht.
Wir einigten uns das in 2 Tagen zu klären (aus unterschiedlichen Gründen).
Heute also Terminsuche.
Sie wieder: "Heute ginge nicht?" Ich: "Nein."
Ich kann nicht spontan, ich arbeite heute schon 4 Std. und überhaupt. DENKE ich mir.
Jetzt kommt die Mitleidstour. Ach sie hätte schon alles weggeräumt. Und das Wetter sei ja so gut, sie habe auch schon ein wenig angefangen...10 solcher Sätze folgen, inhaltlich alle gleich. Inklusive dramatischer leidvoller Gesichtsblick.
Dann gehts weiter: Sie (schon sehr flehend,als ginge es ihr gleich an den Kragen): "und MORGEN???"
Nein. (wieder denkend: das Wochenende bleibt frei)

So jetzt kommt meine Verantwortung: Nicht super nett werden. Einfach klar und sachlich bleiben. Mehrmals. Immer wieder (naja 3x reicht) sagen, dass es heute nicht gehe, aber nächste Woche.
Stimme, Gesichtsausdruck, Körperhaltung (wieder zur Tür gehen, da ich direkt bei ihr Vorort war! Und nicht warten bis ich die "Erlaubnis" bekomme gehen zu dürfen. Für mich war das immer unhöflich so abweisend zu sein. Aber eigentlich ist es nur ehrlich. Ich war ja weiterhin freundlich, aber nicht ZU sehr) all das muss klar signalisieren: Heute geht nicht. Punkt. Ich habe jetzt keine Zeit und gehe wieder. Bloß nicht superfreundlich sein und damit signailiseren, dass sie mich eventuell doch noch überreden kann. Nicht einwickeln lassen.
Wir machten noch kurz den Tag für nächste Woche aus. Als sie schon wieder anfing, dass dann ja hoffentlich das Wetter passe...heute wäre es ja so schön!!!...sehe ich kleine Dampfwölkchen aus meiner Nase aufsteigen...
Ja, sagte ich (innerlich ging die Leuchtschrift an: NICHT LÄCHELN!!!)
nahm die Türklinke in die Hand, sagte tschüß
und ging.

Es tut gut so authentisch und klar zu sein!

Donnerstag, 27. Oktober 2016

Platt

Merke erst jetzt wie schlecht die letzten Nächte waren.
Da seit gestern endlich der neue Rolle dran ist und es daher wieder komplett dunkel nachts ist und ich mich wieder sicherer fühle, hab ich heute lang und tief geschlafen.
Da ich mich leicht fiebrig fühle mit aufsteigenden Kopfschmerzen, mach ich das einfach weiter.
Steht heut eh nix an und das Wetter is eher mau.
Verpass ich nix.
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Nachtrag:

Fast ohne Muskelspannung und Konzentration den Tag verbracht. Irgendwie skurril, aber auch entspannend. Ich merke solche Tage öfter: als ob ich ein starkes Muskelrelaxans genommen hätte. Aber so ein Warnsignal meines Körper ist mir allemal lieber, als Depressionen. Wobei die auch immer wieder lauern. Trotz der guten körperlichen und seelischen Verfassung erwische ich mich immer mal wieder bei dem Gedanken, wie befreiend und erleichternd ich es empfände, wenn ich eine schlimme Diagnose bekäme. Ich würde mich nicht behandeln lassen, sondern rauschend und baldigst einen Abgang machen.
Sag ich jetzt mal. Wer weiß wie es dann wirklich wäre.

Wo war ich? Achja...
Wehmut war heute auch dabei...wieder einen Job sausen lassen zu müssen, der mir wie so mir-nichts-dir-nichts zuflog. Ohne große Bewerbung. Und das wäre ein guter Job gewesen, gute Bezahlung, auch in der Nähe usw...
Ein Teil von mir würde das schon gerne wollen. Josef Giger-Bütler würde sagen: Der Kopf will.
Und der andere Teil? Der fühlt sich müde. Nach fast 30 Jahren der Selbstverleugnung/Coabhängigkeit und emotionalen Arbeit für die Familie fühlt sich das (sag ich jetzt auch einfach mal so, ohne es natürlich zu wissen) so an wie 30 Jahre Vollzeit Erwerbsarbeit. Jetzt bin ich in Rente. Zwar keiner Altersrente, aber egal.

Ich bin müde. Achja sagte ich bereits.
Ich will meine Ruhe. Erst gestern merkte ich wieder wie schnell ich in die Aufgeregtheit/extreme Anspannung komme. Und das war eine klitzekleine Begebenheit die der normale Otto mit einem tiefen Schnaufer oder Achselzucken abgetan hätte.
Ich will zuhause bleiben, in meiner Sicherheit. Damit meine ich nicht nur, dass ich ständig auf meiner Couch hocke, sondern dass ich meine absolute Selbstbestimmung noch brauche. Daheim werkeln, draußen sporteln, ruhen, lesen, schreiben, kochen, nachdenken, Kaffe genießen.
Das mag von außen langweilig aussehen. Ich hatte soviele Jahre extremen Streß. Ich kann einfach nicht mehr.
Auch wenn der Kopf hin und wieder noch gern wollen würde und dann wieder nach Arbeitsstellen sucht.
Dann werde ich in Zukunft anderes Futter für den Kopf suchen und finden!

Mittwoch, 26. Oktober 2016

Nie wieder

In mir formt sich ein nie wieder.
Nie wieder meine Zeit, meine Kraft und meine Seele in etwas stecken, wo ich nicht wirklich mit Herzblut dabei bin.
Ich habe das zuoft getan. Viel zu oft. Mich selbst ausgebeutet. Und mich ausbeuten lassen. Ich habe die Schnauze voll.

Wieder geht es um ein Jobangebot. Es klingt gut. Es wäre Neuland für mich. Ich würde es mir zutrauen. Aber jeden Vormittag antanzen (wenn es denn tanzen wäre)...ich kann das nicht. Ich kann mich da nicht fügen und anpassen.
Wahrscheinlich bin ich zu wild. Zu unangepasst. Und immer wenn ich mich angepasst und eingeformt habe, musste ich soviele Teile und Gefühle von mir abschneiden. Meine lebendigen, wilden Teile.
Dann wurde ich krank.
Wie der eingesperrte Eisbär im Zoo, der mit seinem Körper nur noch hin und her wackeln kann. Hospitalismus pur.

Ich bin für das bedingungslose Grundeinkommen.
Definitiv.

Dienstag, 25. Oktober 2016

Aufblühen

Mitten Im Herbst blühe ich auf.
Habe Lust auf das Leben!
Die Kraft ist da, die gute Laune auch und vor allem das wesentlichste: Die Erlaubnis:

- ich darf genießen
- ich darf essen/trinken was mir schmeckt
- ich darf die sein, die ich bin
- ich darf Spaß haben
- es mir gutgehen lassen
- mich selbst fördern und weiter entwickeln
- meine Neugierde ausleben
- das tun was ich kann und das gut
- mich selbst achten
- mich loben
- mich schützen
- gut aussehen
- Kleidung tragen die mir steht
- nein sagen, aber auch ja

als ob sich eine Bremse löst...nach all den Jahren....
hätte ich gewußt, dass das passiert, wenn ich den Kontakt zu meinem Vater auch abbreche...hätte ich es eher gemacht.
Naja ich habe es schonmal gemacht und es ging mir genauso gut, nur hatte ich dann nochmal einen Versuch gewagt (ob es nicht doch noch irgendwie klappt!)und war dann wieder jahrelang drin in dem ganzen Scheiß.

Na gut. Heute ist heute. Ich mag nichts bereuen oder mich beschimpfen...es war, wie es war.
Ich lebe. Und ich will das Leben weiter genießen!

Sonntag, 23. Oktober 2016

Schnäppchenjagd

Früher ging ich viel und gern auf Flohmärkte, eher zum kaufen, seltener zu verkaufen.
Dann war der Ofen aus. Irgendwie nervte mich das alles nur noch.
Jetzt las ich wieder: ums Eck ist ein Flohmarkt. Heute. Und ich hatte so richtig Lust darauf. Vor allem weil ich mich ja derzeit nach neuen Klamotten umsehe.
Und ich wurde fündig. Viele kaufsüchtige  gut betuchte noble Damen, haben wohl einen Minimalismus-Ratgeber gelesen und fleißig ausgemistet. Sehr zu meiner Freude. Sehr edle, hochwertige Teile zum Schnäppchenpreis:
1 leichtes Jäckchen mit Lochmuster, ein chices schwarzes Oberteil, 1 T-shirt, 1 Halstuch, 1 Handtasche, 1 schwarze Bluse, alles wie neu für knapp 13,- Die 2 Jeans für insgesamt 2 Euro passten leider nicht.
Manches was ich sah, kaufte ich mir vor kurzem selbst neu. War etwas ärgerlich. Aber ansonsten: Generell gute Ware, freundliche Menschen.
Ich glaube nächstes Jahr werd ich da mal wieder öfter stöbern.

Aber auch sonst hab ich grad ein glückliches Händchen.
Auf den Weihnachtsurlaub gab es 25% Rabatt. Auf die Bahnfahrt ebenfalls, dank Probe- Bahncard, die sich da schon gut gelohnt hat.
Für 2 Busfahrten hab ich einen 20% Gutschein ergattert und heute beim Einkauf (Marktsonntag) gab es im Supermarkt 10% was  bei glutenfreien Produkten (wo ich zuschlug) gut passt.
Dazu hab ich letztens Aktionswochen meiner Krankenkasse entdeckt und fand so nun eine Zahnreinigung für 35,- (sonst zahl ich da um die 85,-).

Würd sagen: läuft ;)

Samstag, 22. Oktober 2016

Power

Nachdem ich am Donnerstag einfach nur wie ein Stück formbare Masse viel im Bett lag, da weder körperlich noch geistig viel möglich war, ist heute das Gegenteil.
Seit halb 7 wach, Gymnastik, dann zum Friseur, ein wenig Haushalt, dann Mittagessen, um dan eine große Radrunde von 25km zu drehen.
Weiter auf die Couch mit leckeren Kaffe und gutem Buch.
Keinerlei Anzeichen von Müdigkeit.
I love it.

Ich hab für mich jetzt befunden, dass Vielfalt auch eine Leistung ist. Ich bin nicht der klassische Karrieretyp. Und leider wird in dieser Zeit nur dieser hoch angesehen. Wenn man viele Dinge macht, heißt es: hält nicht durch, ist unklar, kann sich nicht entscheiden, unzuverlässig...usw.
Dabei ist es nicht einfacher immer Neues anzugehen, neues zu lernen, mit neuen Menschen klar kommen, sich einfinden...
Mir macht das Spaß. Ich genieße diese Lebenslust und lasse mir von keinem mehr dreinreden, dass das ja nicht gehe. Und man mal sesshaft werden müsse...oder sowas in der Art.

Ich werde nie den einen Platz finden, der immer für mich stimmt.
Egal ob im Beruf oder als Wohnort.
Es gibt immer nur den Platz, der im Moment für mich stimmt.
Diese Erkenntnis befreit ungemein. Nimmt Druck weg und Streß.
Ich schaue was als nächstes kommt.
Was nun für mich richtig und stimmig ist.

Passend dazu steht auf meinem gestern gekauften Terminkalender für 2017:
Zeit für Neues.
Ohja, die ist schon lange da!

Freitag, 21. Oktober 2016

Entspannt

Was für ein Unterschied, wenn man mit mehr Selbstwert in der Welt unterwegs ist.
Gutes Beispiel gestern: Ich lud einen Freund ein, zum Abendessen vorbei zukommen. Normalerweise ist sowas Streß pur für mich: Gelingt alles, hab ich alles, wird alles PERFEKT!!?? Ich mach mich selbst ganz kirre.
Nun habe ich es locker angehen lassen. Rechtzeitig eingekauft, vorgearbeitet, geköchelt, geschnippelt, gebacken. Ich hatte so einen Spaß dabei. Ich kann mich in der Küche sicher bewegen. Ich habe viel meiner Mutter abgeschaut und war selbst auf der Hauswirtschaftsschule.
Ich kann was! Ich kann das! Sind gerade so meine Leitsätze.

Mit Leuten zusammen sein, soll ja Spaß machen. Von Lockerheit gekennzeichnet. Zum auftanken für beide Seiten. Einfach was schönes....

Mir wurde auch bewußt, dass ich es mir selber gern kompliziert mache.
Und dann leider oft daran scheitere. Ich habe das schon öfter erlebt.
Zwei Beispiele:
In der Ausbildung zur Kinderpflegerin, muss man ja auch gezielte Beschätigungen mit den Kindern machen. Also man sucht sich 4-6 Kinder und macht mit denen was spezielles. Je nach Alter.
Die meisten machten was einfaches wie Obstsalat. Jeder bekam was zu schnippeln, vorher geht man noch die Obstsorten durch, bespricht wo die wachsen usw.
Mir war das zu einfach. Und auch zu doof, weil das alle machten. Mich langweilte das. Mit dem kleinen anfangen ist nicht so meins ;)
Also nahm ich was schwieriges, nahm auch ältere Kinder...und es ging gnadenlos in die Hose...

Genauso ist es oft bei Kochrezepten. Natürlich könnte ich haargenau das Rezept befolgen.
Wie langweilig. Also ändere ich es, lasse meinre Kreativität freien Lauf und sage dann: ich kann nicht backen :) weil es selten was wird.
Unterforderung schimmert da durch...und deswegen lese ich gerade das Buch: Kluge Köpfe - krumme Wege? Es geht um Hochbegabung...dazu ein ander mal mehr...

Mittwoch, 19. Oktober 2016

Aufatmen

Schön, 
wenn innere Kritiker, Saboteure, Täteranteile 
einfach mal die Schnauze halten 
und ich mein Leben so lebe, 
wie ich es will.
Mit volle Kanne guter Selbstfürsorge, Genuß und guter Laune!!!
:-))))

Dienstag, 18. Oktober 2016

Heute morgen

- Schreckmoment: Mein Handy ließ sich nicht mehr einschalten. OHJE. Herzrasen. Ok erstmal das naheliegendste: ans Stromkabel hängen: Ging kurz an, dann wieder aus. AHHHH. Cool bleiben. Einfach mal laden lassen...Irgenfwan sah ich drauf. Es ging an. 1% Akku. Hm, ich hatte es doch gestern abend (wie jeden Abend) ausgeschaltet. Anscheinend nicht. Und der Akku leerte sich ganz fröhlich.

- Gänsehautmoment: 2 Mädels proben ihre Gesänge im naheliegenden Parkhaus. Klar, geile Akustik (das wußten auch frühere Motorradfahrer und junge Technoliebhaber, vornehmlich nachts zwischen 2 und 3 Uhr). Absolut krasse Sänge wehten da rüber. Kraftvoll, Ton halten, bzw. locker mal zu hoch und runter wechselnd, soulig....hammer! Danke für das schöne Gratiskonzert Mädels!

- Und sonst so? Gestern bei Tieren Kraft getankt:

Schlafende Hunde soll man ja nicht wecken.
Schlafende Wölfe beobachten entspannt aber sehr.

So nah war ich noch keinem Fuchs, glaub der hatte Hunger. Sehr possierlich.
 Und dann durfte ich natürlich die Greifvogelshow nicht vergessen.
Die mich jedesmal so sehr berührt, dass ich mit aufsteigenden Tränen dasitze. Ich weiß gar nicht warum genau.

Der Falkner lässt die Vögel frei fliegen (nicht alle gleichzeitig), er erklärt deren Verhaltensweisen, warum der Falke jetzt da hinten hockt (er muss schauen, ob die komischen Monster, Bagger, ihm irgendwie gefährlich werden können).
Auch über die letzten Shows wird erzählt, was der eine gemacht hat, oder auch mal abhaute, weil der Bauer im Nachbarsfeld ein Reh überfahren hatte und der Adler sich den Schmaus nicht entgehen lassen wollte. Aber er kam wieder. Von alleine.
Jede Show ist anders. Nicht einstudiert. Nicht perfekt. Je nach Situation und auch Wetter.
Er interagiert, mit seinen Tieren (diesmal war auch sein Hund dabei, der war nicht so konzentriert und so gab es einige Lacher) und auch mit dem Publikum, so dass auf einmal die 17-jährige Schleiereule neben mir saß.

Danach war ich so durchgefroren (musste ja davor noch ne Radlrunde drehen) dass der heiße Kaffe so richtig gut tat. Danach schlenderte ich gemütlich an Pfauen, Fischteichen, Waschbären, Störchen wieder Richtung Ausgang.
Die Bagger bauen gerade ein riesiges Gehege für neue Elche. Da freue ich mich schon sehr!

Sonntag, 16. Oktober 2016

Laß Dich leuchten!

Hol Dein strahlendes Licht unterm Scheffel hervor!

So wie ich drauf achte was ich meinem Körper für Nahrung zuführe,
so schaue ich auch, welche Nahrung ich meinem Geist zuführe.
Doch die Seele blieb lange Zeit auf der Strecke. Ich gab ihr nur schlechte, nutzlose ja eher schädigende Nahrung.
Ich führte das "Lebenswerk" meiner Familie weiter, indem ich mich selber immer runter machte. Nicht lobte. Nicht genoss. Mich selber ausbeutete, demütigte und mißachtete.

Wieder lese ich in einem Buch das Frauen stärkt. Das fordert, das ständige lieb und nett sein in Frage zu stellen. Aufmerksam werden. Das hinschauen lässt wo sage ich immer JA obwohl ich NEIN sagen will. Was will ich überhaupt und wie bekomme ich das?
Ich spüre wie es in mir wieder sprudelt. Wie sich Kraft und Wildheit (und gute Laune!) wieder breit machen.
Es tut so gut.
So wie der körperliche Muskel regelmäßig trainiert, gedehnt und massiert werden möchte/muss.
So muss auch der seelische Muskel trainiert werden.
Es reicht nicht, sich einmal zu sagen, dass man schon ok ist wie man ist, es braucht Wiederholungen. Gerade nach einer traumatischen Kindheit!
Ich esse ja auch nicht nur einmal. Sondern regelmäßig.

Mir wurde so erschreckend bewußt, was für ein niedriges, quasi nicht vorhandenes Selbstwertgefühl ich habe!!!
Gerade in Bezug auf Arbeit.
Da ich dazu noch ein anderes Buch lese, dass sich mit der Kraft der Gedanken/des Unterbewußtseins auseinandersetzt (auch hier: nicht zum ersten Mal das ich sowas lese, aber die Auffrischung tut ungemein gut!) schaue ich: Was denke ich eigentlich von mir? Was denke ich generell?
Nun, leider nicht gerade das Beste.
Also änderte ich meine Gedanken und wandte die Methode *so tun als ob* an.
Ich tat so, als ob ich ein normal gesundes Selbstwertgefühl hätte.
Wie denke ich nun über mich (immer noch in Bezug auf Arbeit!) ?
- das ich mir viel mehr zutrauen kann
- das ich einen schlauen Kopf habe
- das ich zuverlässig, pünktlich und ordentlich bin
- das ich eine schnelle Auffassunsgabe habe, motiviert bin und gerne neues lerne
- das ich gut assozziieren und mitdenken kann
- Berufs -und Lebenserfahrung habe
- das ich genauso Fehler und Schwächen habe wie alle anderen auch, dass das nur menschlich ist.
- dass sich andere Menschen oft dümmer anstellen als ich (das mag jetzt arrogant klingen, aber egal)
Das ich also was kann und was wert bin!
Da sieht das ganze gleich anders aus. Erwachsener! Lustvoller! Spannender sich wieder in eine Arbeit zu stürzen!

 "Ein Leben ohne Selbstwert ist möglich, aber sinnlos."
Frei interpretiert nach Loriot

Freitag, 14. Oktober 2016

Gedankenfetzen

Das normale Leben...ich hab oft andere Leute dafür verachtet, für ihr schnödes, langweiliges, immer gleiches Leben. Wie ein Roboter...tagein tagaus.
Ich brauchte/brauche immer Drama. Ich hab das Gefühl ich bekomme keine Luft wenn alles zu normal läuft. Ich will mehr vom Leben. Die ganze Palette. Eine Sucht nach Leben.
Und ja ich will auch die Besonderheiten, die Wildheit, die Extras.
Mein eigener Narzissmus blickt mich immer wieder an.

Wenn ich im sogenannten normalen Leben unterwegs bin, wird mir schnell langweilig und mein Hirn läuft auch Hochtouren: warum das alles? Welchen Sinn hat das?
Dann will ich ausbrechen. Wohin fahren. Viel Alkohol. Geld ausgeben. Was verrücktes tun. Außenseiter waren mir schon immer sympathischer.

Auf der anderen Seite gefällt mir die Ruhe des "ich weiß immer mehr was ich will". Ich muss mich nicht jeden Tag neu entdecken. Routine im Umgang mit mir selbst macht sich breit. Sehr angenehm. Die Angst etwas zu verpassen wird kleiner.

Zwei Seelen streiten...jaja....
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Die neue Zeitung ist da. Raschelndes Papier. Nahrung für meinen Geist. Ich sauge alles auf. Dazwischen geht mein Geist auf Wanderschaft. Ich liebe es!
Draußen grau in grau. Paßt.
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Heute 4 Stunden Arbeit. Tat gut. War flott unterwegs. Hätte eine Pause mehr vertragen können. Naja. Dazu elektronische Musik. So macht das Spaß.
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Es ist was im Gespräch...mal sehen ob und was das wird....
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Am Dienstag gönnte ich mir eine Gesichtsmassage. Gar nicht so leicht jemand dafür zu finden. Die meisten Kosmetikläden bieten nur Komplettprogramm mit Reinigung, Peeling, Maske das hab ich daheim günstiger. Dann eine ayurvedische Massage gefunden und einen passenden Termin (nach dem schwimmen). Sagen wir so: ich weiß schon warum ich die thailändische Massage mag: das ist was handfestes. Das ayurvedische war mehr streicheln. Kann ich in dem Zusammenhang überhaupt nicht gebrauchen.
Gut tat es trotzdem. Die Emotionen zeigen sich im Gesicht (hauptsächlich) und bleiben da gerne mal sitzen,  nicht umsonst streicht man sich übers Gesicht (Männer mehr als Frauen die wollen sich ihre Schminke ja nicht ruinieren), wenn man was anstrengendes oder schockierendes hinter sich hat.
Wenn ich nun allleine bin und dran denke, mach ich kleine Übungen: Augenbrauen hochziehen, die Backen mit den Händen verschieben/kneten, prusten wie ein Pferd, Kiefer leicht locker bewegen, Kaumuskeln massieren (sind bei mir eh immer angespannt), Nase massieren, Stirn ausstreichen...ehrlich man schaut gleich viel freundlicher, entspannter ;)
Die Laune hebt sich auch. Ist ja bekannt, dass wenn man lächelt, obwohl es gerade nichts zu lächeln gibt, sich auch die Stimmung hebt. Die Muskeln im Gesicht, melden an irgend einen Teil ins Gehirn: alles gut!
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Heute nur noch: lecker Essen, Füße hoch und einen Film schauen.
Und auf den Hermesboten warten, der klingelte letztens um 20 Uhr! Ich saß schon lesend im Bett ;) Jetzt weiß ich ja bescheid.

Donnerstag, 13. Oktober 2016

Symbiose - Autonomie

Gespräch mit einer Freundin über das Thema Arbeit.
Meine Panik vor dem Autonomieverlust sobald etwas verbindlich oder näher wird. Diese Panik, dass ich mein Ich wieder völlig aufgebe und in die extreme Anpassung falle. Denn wenn ich da drin bin, ist das nicht nur zur Arbeitszeit, sondern da schalte ich mich innerlich wieder komplett ab (du darfst nicht merken) auch an Wochenende, freie Tage, Urlaub, ich komme dann nicht mehr zurück zu meinem Ich.
Es gibt nur ein entwerder - oder.
Freiheit oder Knast.
Gefühlt.
Extrem gefühlt.
Es nimmt mein komplettes fühlen UND denken in Anspruch.

Ich unterhalte mich mit dieser Freundin über eine Stelle, die ich las und die ich mir gut hätte vorstellen können. Ihre Antwort: "Ja da wäre Druck gewesen, das jetzt zu machen, weil es gemacht werden muss."
Boing. Ich war auf 180. Ich war rasend. Wütend. Wurde aggressiv. Rebellisch bis in die Haarspitzen. Das allerwenigste was ich brauche, ist Druck! Den mach ich mir doch schon selber, ebenfalls bis in die Haarspitzen.
Da ist der Ofen gleich wieder aus.

Was mich aber noch viel mehr wurmt ist ihre Einstellung dazu: "Druck und dann kommt das Mädel schon wieder in die richtige Spur, braucht halt mal ne harte Hand, damit die wieder funktioniert." (So kam es zumindest bei mir an). Motto: Paar Watschn haben noch keinem geschadet.

Gib mir Freiheit und ich bin die verlässlichste, gewissenhafteste, ordentlichste, eifrigste Mitarbeiterin! Mir muss keiner sagen, dass man pünktlich sein soll. Ich bin eh 20mins. früher da. Der innere Drill funktioniert hervorragend.
Ich hatte selten solch vertrauensvolle-auf Augenhöhe Chefs. Genau diese, wollten mich nie gehen lassen und gaben mir schon früh verantwortungsvolle Aufgaben/Zusatzbereiche. Da laufe ich zur Höchtsform auf. Und brenne dann gerne mal aus. Das alte: ich tu alles für dich, wenn du mich nur ein klitzekleines bisschen lieb hast, sitzt tief.
Es ist mir bewußt.
Ich kann es verändern.
Mein Denken.
Mein Verhalten.

Dienstag, 11. Oktober 2016

So lala

Nach 4 Tagen alleine sein, war das heute wieder geballte Welt, das Leben.
Ein voller Tag, viel unterwegs. Es freut mich, dass das wieder geht, weil ich nicht nach 2 Stunden oder einem Termin schon völlig platt bin.
Trotzdem war das heute fast ein wenig too much. Wenn auch schön.
Morgen wirds ja wieder ruhiger. Da ist nur Einkauf angesagt.

Ansonsten werd ich grad irgendwie ernüchtert...was das Leben so angeht...
die Eintönigkeit nervt...Gedanken eher schwer...vielleicht ist es aber auch nur der Herbstblues.
Ich brauch definitiv noch ein paar gute Bücher....um weiter ein wenig von der Welt zu fliehen...

und ich glaube, dass die soz. Phobie keine Krankheit ist, sondern nur eine natürliche Folge dessen was ich erlebt habe.
Achje....

Montag, 10. Oktober 2016

Abhärten

Nebel und 5 Grad, das stört mich doch nicht beim Radl fahrn!
Jetzt geht die Saison doch erst richtig los :-)
Einzig nervig, das ewige anziehen, damit das radeln auch Spaß macht.

Bloß an den Füßen wird es schnell frisch...da habe ich noch nicht so die Lösung gefunden. Auch letztens beim langen Spaziergang durch Feldwege wurden die Treter doch schnell nass....also brauch ich was wärmendes und wassergeschütztes...und machte mich heut mal auf die Suche.
Und kam auf einfache Überzieher. Klasse Idee! Für 20,- bin ich jetzt mal gespannt was die so taugen, aber über 200 positive Bewertungen (und da sind ehct hardcore-Radler dabei) denk ich paßt das schon...

Samstag, 8. Oktober 2016

R.U.H.E

Ich habe endlich mal wieder die innere Ruhe zum lesen.
Nicht mal eben paar Seiten in der Bahn, sondern sich hinsetzen, alles was benötigt wird um einen herum stellen und dann regelrecht in die vielen Buchstaben versinken.
Die Welt ausschalten. Bei mir ankommen.

Ich mag "DIE ZEIT". Und da ich sie einemal kurz im Abo hatte, bekomme ich immer wieder schöne Angebote. Nun also wieder mal 3 Wochen gratis die Zeitung lesen. Mit Artikeln die tiefer gehen. Was es mit der rechten Szene in Bautzen so auf sich hat, was die Genforschung derzeit alles forscht oder warum "beleidigt sein" derzeit so groß in Mode ist und vieles mehr.
Es ist auch selten, dass ich die innere Ruhe UND ein Interesse für die Welt habe. Also wird sie doch nicht so ganz ausgeschalten :-)

Dazwischen ein wenig aufräumen oder sauber machen.
Oder natürlich einen langen Spaziergang genießen. Dabei am Sportplatz vorbei gekommen, der Samstagvormittag natürlich reich bevölkert ist. Die Jugend muss Fussball trainieren. Ich stelle mich an den Rand des Feldes, weil mich irgendwas daran interessiert. Ich komme bald drauf, was es ist:
Eine kleine Fußballmannschaft (6-8 j.) spielt. Pro Mannschaft etwa 6 Jungs. Auf je einer Seite ein Trainer. Der eine brüllt aggressiv was sie machen sollen. Der andere lobt seine Jungs was sie gut gemacht haben und gibt sachlich Hinweise wie sie sich verhalten können, damit sie mehr Erfolg haben.
Wo fühlt sich so ein kleiner Knirps (und im übrigen die Erwachsenen auch) wohl wohler?
Wer bringt gern viel und gute Leistung? Wer geht mit Freude ins Training/auf ein Tunier?
Sehr interessant. Hätte ich einen bequemeren Platz gehabt, ich hätte mir das gern weiter angesehen.

Danach noch was warmes in den Bauch: Gnocci mit Kürbiscreme und Roast-Beefstückchen. Leeeecker!

Donnerstag, 6. Oktober 2016

Weil es mich immer wieder einholt...

Nochmal aus dem Buch von Jochen Peichl.
Ein Zitat von Stephen Wolinsky:
Wenn man ein Kind bittet, das aufzugeben, was es will oder sogar sich selbst aufzugeben um der Mutter zu gefallen und somit zu überleben, dann fordert man es dadurch auf, ein inneres Bedürfnis aufzugeben.

Ich finde "inneres Bedürfnis aufgeben" einen sehr schwachen Ausdruck für diesen Seelenmord, der sooft an Kindern begangen wird.
Und mit "was es will" sind nicht die neuen Turnschuhe gemeint!
Die Identität wird nicht ausgebildet...darf nicht ausgebildet werden.
Das Kind ist eine leere Hülle, die die Bedürfnisse der Eltern (nicht nur der Mutter) zu befriediegen hat.
Bei mir forderten beide Elternteil dieses: Sei so wie ich dich haben will, sei für mich da, fülle meine Leere, gib mir Liebe!
Das läuft natürlich nicht über so eine klare Kommunikation. Sondern sehr subtil über Manipulation. Über den Wechsel von in den Himmel loben und totale Abwertung, oft ohne dass man einen Grund erkennen würde. Das verunsichert das Kind und es versucht noch mehr lieb zu sein. (es gibt natürlich noch viel mehr Möglichkeiten das Kind so zu formen wie man es braucht).

Mich triggert das immer wieder, wenn ich nur ahne, dass mich wieder jemand für sich benutzen will. Oder wenn jemand nur den Hauch dieser Verhaltensweisen zeigt.
Letztens war ich irritiert im Kontakt mit einem Mann. Ich brauchte 2 Tage um das zu ordnen und zu ergründen um was es ging.
Dann kam ich drauf: Love bombing und Gaslighting.

Es gruselt mich...
Dabei den Satz gefunden: "wenn etwas zu schön ist, um wahr zu sein, ist oft Vorsicht angesagt..." oft zeig sich nämlich erst nach einer Zeit, das der supertolle neue Mann/Frau eben ganz und gar nicht schön ist (eher innerlich gemeint).

Immer wieder: meins finden, meine innere Stärke, bei mir bleiben. So schnell rutsche ich ins alte Muster und bediene den anderen....daher oft der Wunsch nach alleine sein...da bin ich defiitv sicher.

Lesenswert:
http://hartesbrot.blogspot.de/2013/10/der-ursprung-alles-bosen.html

und der Anwalt für die Kinder Andrew Vachss:
 http://www.vachss.de/mission/dispatches/disp_9408_a.html

Mittwoch, 5. Oktober 2016

Besser

Schön, wenn der Schmerz nachlässt.
In diesem Falle die Benommenheut/Müdigkeit/Knatschigkeit ich nenn das mal HI-Sympton (von Histamin).
Heute wieder frisch, wach und klar, nach dem Frühstück gleich einen flotten Spaziergang genossen.

Ich finde "warten" manchmal entspannend. Man muss nichts tun. Außer warten bis einen der Doktor aufruft, die Bahn kommt oder eben der Techniker. Ich muss nicht überlegen was ich tun kann, die Getriebenheit ist weg, ich darf einfach auf dem Soda sitzen, nachdenken, lesen und eben warten.
Klar manchmal ist es auf heißen Kohlen sitzen, aber heute kann ich es genießen. Zwischen 9 und 13 Uhr soll jemand für meinen Rollo kommen.
Gut, dann warte ich mal.

So sehr es mich manchmal nervt, dass mich Kleinigkeiten aus der Bahn werfen, so schön ist es auch, dass mich Kleinigkeiten glücklich machen können:
- wieder das Wohlgefühl in Körper und Geist spüren
- noch eine zweite Tasse Kaffe
- gute Lektüre
- Sonnenschein
- Regentropfen auf einem vertrockneten Blatt
- liebe Menschen um einen herum

Der Techniker war da.
Es ist zwar wieder Licht in meiner Bude, allerdings hab ich jetzt die andere Seite: NUR Licht. Der Rollo is doch mehr hin, als gedacht. Muss bestellt werden. Dauer: 3 Wochen. Der Rollo ist zwar oben, aber wenn ich ihn jetzt wieder runter lasse, bleibt er wieder unten....da es abends dann doch doof ist (fühl mich so ungeschützt, obwohl nicht viele Leute hier reingucken können) kurzerhand ein billiges Stoffrollo bestellt. Vor allem weil nachts draußen Festbeleuchtung ist. Hoffe das klappt....

Dienstag, 4. Oktober 2016

Nicht so gut

Ich fühl mich wie in alten Zeiten: schlapp, dauermüde, kraftlos.
Histamin hallo. Die rechte Schulter/Nacken tut wieder weh, das kommt von der Leber, das hab ich schon früher rausgefunden, als alle Maßnahmen gegen Verspannungen nicht fruchtete, aber der Leberwickel und Natronfußbad Wunder bewirkten. Auch bin ich derzeit zwischen 1 und 3 nachts hellwach, was auch die Leberzeit ist.
Der schlechte Schlaf macht tagsüber sein übriges.

So wirklich falsches hab ich nicht gegessen. Ich tippe eher auf den Wetterumschwung (von warm zu kalt, nass, windig), ja kann auch Histamin auslösen.
Also viel Wasser trinken, VitC dazu und Schonkost und schlafen...

Gerade war ich noch beim Zahnarzt. Wieder mal. Wieder mal nur Probleme mit dem Zahnfleisch. Anscheinend bin ich da nicht sonderlich sanft zu mir beim Zähnputzen, sondern zu hart und energisch. Ok, weiß ich bescheid.

Zum Glück hab ich jetzt den Nachmittag frei. Noch was essen und dann ab ins Bett. Es fühlt sich depressiv an, aber ich weiß nun, dass es eben nicht immer von der Psyche kommt.
Ich freue mich aufs warme Bett (Wetter paßt ja dazu), dösen, träumen...und leider noch ein wenig das Handy im Blick behalten. Seit gestern geht ein großes Rollo nicht mehr hoch, somit hab ich in der Wohnung nur noch ganz wenig Tageslicht, was ich total ätzend finde, ich muss hinausschauen, einen freien Blick haben.
Hoffe die Handwerker kommen bald....

Sonntag, 2. Oktober 2016

Oktoberzeit

Der Oktober ist mir meistens ein wenig lieber als der September.
Der September ist emotional oft schwerer. Außer dieses Mal.
Dieses Mal graut mir eher vor dem Oktober, generell der langen, dunklen, kalten Zeit. Wieder viel zu viele Stunden in meiner Wohnung.
Ich hoffe, dass ich da bald eine annehmbare Abwechslung/Möglichkeit finde.

Das Oktoberbild:

Im ersten Moment: ah diese Leere. Diese erholsame Eintönigkeit. Keine grellen Lichter und 1000 Bilder in wenigen Sekunden. Erholung für die reizüberfluteten Augen.
In der Wüste, in der es nur um wesentliche Dinge geht wie: Genug Wasser. Genug Essen. Einen guten Kompaß/Wegführer. Kein Biß eines giftigen Tieres. Schutz in der Nacht. Also ums überleben.
Kein unnützer Tand. Keine Hektik. Gleichförmiges schaukeln im Sattel.
Stille.


Samstag, 1. Oktober 2016

Gelesen

Es gibt kein Verbot für alte Weiber, auf Bäume zu klettern. 
Astrid Lindgren

Sehr erfrischend dies als erstes in einem neuen Buch zu lesen.
Auch wenn ich noch kein altes Weib bin und nicht auf Bäume klettere (auch früher noch nie) so spricht mich das, was damit ausgesagt werden soll sehr an. Diese Freiheit und nicht all diese Ver-und Gebote für Frauen. Das moralisch, gesellschaftliche, patriarchale Korsett. Schnürt ein.
Im Moment lese ich abends immer ein paar Seiten in einem alten (Anfang der 80er) EMMA-Buch. Auch das stärkt und kräftigt mich. Gestern erst ging es um reine Mädchengymnasien und gemischte Schulen. Bei einer Studie kam heraus, dass ein hoher Prozentsatz der beruflich erfolgreichen Frauen(vor allem in höheren Positionen und sogenannten Männnerberufen) auf Mädchengymnasien waren.
Am schlechtesten schnitten die Jungs ab, wenn sie "unter sich" waren. Die Autorin vermutete, dass liege daran,  weil die Mädchen als Blitzableiter fehlten.
Nunja.

Ich merke, wie ich innerlich immer mehr stabiler werde, seit dem Kontaktabbruch zu meinem Vater. Ich bin viel besser in der Selbstfürsorge. Gerade heute wurde mir bewußt, ich brauche dringend neue Kleidung. So nach und nach. Oder dass ich nun Geld zur Verfügung habe, für Dinge die mir wichtig sind. Weil ich es mir erlaube. Es fühlt sich gut an, mein Leben so in der Hand zu haben.

Diesesmal war es  ja ein schleichender Kontaktabbruch (aus diversen Gründen), lange war ich nun innerlich angespannt: kommt noch was, wenn ja WAS? Jetzt kehrt Ruhe ein.
So wie damals, als ich einen glatten Schnitt zu ihm vollzog. Das Jahr danach war genial. Voll in meiner Kraft und vor allem im Erwachsenenteil. Da drin zu bleiben ist immer ein Balanceakt.
Sehr hilfreich dazu finde ich die Schriften und Bücher von Jochen Peichl. Er erklärt das Zusammenspiel der inneren Selbstanteile für mich sehr gut und verständlich.
Mir wird klar, wie oft ich in Kindheitstrance falle und dann aus dem Kind heraus fühle und agiere.
Kleines Beispiel: ich bin mit dem Rad unterwegs, biege in einen kleinen Fußweg ein (so ausgeschildert), vor mir ist ein Mann mit einem breiten Kinderwagen. Ich muss also klingeln um daran vorbei zu kommen. das Kind-Ich sagt: "och komm lass uns auf die Straße wechseln". Es hat übertriebene Angst vor der Reaktion des erwachsenen Mannes. Denn eigentlich darf ich da mit dem Rad nict fahren.
Ich erinnere mich, dass ich erwachsen bin. Ich klingel. Wenn er mich anmotzt ist er sogar im Recht, ich würde mich entschuldigen und weiterradeln. Kein Weltuntergang. Kein Drama.
Im übrigen hat er mir sehr viel Platz gemacht, ich habe mich bedankt und alles war gut.

Meine vielen Ängste kommen sehr oft aus dem Kindheits-ich.
Wenn ich aber in eine regelrechte Kindheitstrance falle, also gar nicht mehr in der Lage bin, mich zu erinnern, dass ich erwachsen bin und mich demnach auch selbst beruhigen und/oder klar und sachlich etwas mit jemandem zu klären, dann gibts nur noch alte Selbstrettungstechniken: Weglaufen. Absagen. Oder wenn das nicht geht (oft aus Scham), dann eben erstarren. Das passiert mir vornehmlich bei Ärzten.

Mir gehen die beiden letzten Jobangebote schon noch durch den Kopf. Beide hätte ich trotz einiger ungünstigen Gegebenheiten (wo gibts die nicht?) wirklich gerne gemacht.
Auch letztens las ich wieder eine sehr interressante Stelle, was ich mir gut vorstellen konnte.
Aber das alte panische Kindheits-Ich ist sofort wieder da.
Oder auch Wächter. Die sind für mich neu, die kannte ich noch nicht. Die haben die Funktion eben den verletzten Teil zu schützen. Und "sabotieren" wenn es Ähnlichkeiten im Heute gibt.

Es tut mir gut, weiter den Erwachsenenteil in mir zu stärken.
Wie? Durch tägliche Übungen, wie oben beschrieben mit dem Fahrrad.