Donnerstag, 29. September 2016

Ewigkeit

Nach einer Radlrunde, mit unterwegs Mittagessen (ausnahmesweise mal  im Fastfoodrestaurant) saß ich so am See, genoß meinen Nachtisch (EIS!), kramte  den Brief einer Freundin raus (ja wir weigern uns zu mailen) und fand eine Karte auf der stand:
Mögest du die Schönheit in den verschlungenen Mustern deines Lebens erkennen - in deinen Wegen, die von Ewigkeit zu Ewigkeit reichen.

Das hat mich berührt...vor allem weil ich davor noch eine andere Freundin traf und mit ihr nochmal soe die Jobängste besprach. Wir kennen uns aus einer Angst-Selbsthilfegruppe da ging das gut.
Mir wurde nochmal so einiges bewußt. Leider schmerzlich. Ihr Mitgefühl und Verständnis tat gut.

Ja oft bin ich gegen das Leben so wie es ist. Das es nicht so sein kann, wie ich es gerne hätte. Und darin noch Schönheit erkennen? PAH!

Hinten auf der Karte steht u.a. noch:
Nicht immer erkennen wir, wohin das Schicksal uns leitet. Doch wir dürfen darauf vertrauen, dass hinter allem, was uns widerfährt, ein Sinn steckt.
Ja das will ich mal schwer hoffen....

Und sonst so?
Mein Vater wurde gestern 68 Jahre alt. Für mich fühlt sich das stimmig an, dass derzeit kein Kontakt herrscht und ich ihm nichts geschickt habe. Seine letzte Post war (wieder einmal) dermaßen schäbig und demütigend, dass er wirklich nichts mehr in meinem Leben verloren hat. 
Wenn man immer wie der letzte Dreck behandelt wird, ist es eigentlich kein Wunder, dass man sich ständig wie der letzte Dreck fühlt.
Um weiter gesund zu werden, muss dieser Kontaktabbruch bestehen bleiben.
Jemanden mit einem gebrochenen Bein empfiehlt man ja auch nicht, täglich aus dem 2.Stock zu hupfen.
 

Mittwoch, 28. September 2016

Begeisterung

Meine Begeisterung, dass Bewegung wieder mehr möglich ist, ist weiterhin ungebrochen...

Gestern eine Tae-Bo Einheit zuhause gemacht und nur müde gelächelt, als die Trainerin im Video eine Alternativübung vorschlug "falls man nicht mehr könne". Und wie ich noch konnte.

Da ich nie Übergewicht hatte, zeigen sich auch schnell erfolge. Der Körper fühlt sich innerlich einfach besser an und äußerlich auch. Leichte Muskelformen zeigen sich, ich gehe aufrechter und wenn mir 3 Männer entgegenkommen, die natürlich nebeneinander laufen müssen und so den ganzen Weg in seiner Breite einnehmen, macht mir das weniger aus (naja je nach Tageslaune).
Ich mutiere jetzt nicht zur Kampfmaschine, aber wenn ich mich körperlich fitter fühle, bin ich nicht so ängstlich. Im Notfall kann ich jetzt eher mal wen wegschubsen oder eben weglaufen. Davor fühlte ich mich eher wie ein Kloß Blei. Da geht der Puls schon schneller, wenn man sich so hilflos fühlt.

Es wächst auch die seelische Fitness. Ich traue mir mehr zu, hab nicht mehr das Gefühl gleich zusammen zu brechen, ich bin entspannter atme tiefer und fühle mich einfach glücklich nach einer Radlrunde in der schönen Natur (vorausgesetzt ich habe nichts unverträgliches beim Essen zu mir genommen, sonst machen die Muskeln gleich weider dicht und alles ist furchtbar anstrengend und mühselig).

Meistens starte ich wach und fit den Tag und das war lange nur Wunschdenken.
Ich bin unendlich dankbar, dass ich den Grund dafür nun entdeckt habe

Dienstag, 27. September 2016

Arbeit

Heute also nochmal ein Thera-termin.
Weil ich da bezüglich Arbeit einfach nochmal Unterstützung/Rückmeldung/gemeinsames anschauen wollte.

Raus kam:
- hätte ich den Termin vor meiner Absage gehabt, hätte mir die Thera höchst wahrscheinlich zu dieser Arbeit abgeraten. Und sich so einmischen tut sie sehr selten. Außer ich frage sie danach und selbst da bleibt sie eher schwammig. Was ich gut finde, weil ich ja nicht mehr tun/nicht tun will was andere sagen. Das weiß sie und ist sich der Gefahr der "Hörigkeit" nenn ich es mal, bewußt.

- einige Umstände bei dieser A.-stelle waren für mich extremst ungünstig (ihre Worte). es war genau das, was mich so panisch werden ließ. Mein inneres Alarmsystem hat also schon auch Sinn.

- ich habe wieder einiges gelernt über mich und auch gezeigt wo ich schon weiter bin als früher.

- jetzige Rückzugstendenzen sind normal, kindliche Anteile wollen und brauchen Schutz. Muss nur aufpassen, dass es nicht wieder ins Extrem fällt.

- ich hab halt meine Themen/Behinderungen, andere haben diese ebenfallls (vergess ich sogern, ich mein immer ALLE anderen, können ALLES IMMER, ja so extrem seh ich das oft. Nur ich, ich kann mal wieder nix...)

- eine alte Falle tauchte auf: Keine Grenzen setzen. Alles machen wollen was (oft nur vermeintlich) erwartet/gefordert wird. Innerliche Selbstaufgabe. Ich hätte wahrscheinlich schon mit denen verhandeln können, nach für mich annehmbaren Rahmenbedingungen. Schade schade, dass ich das nicht probiert habe.
Genau das führte früher immer zu Zusammenbrüchen, ich habe gnadenlos und unhinterfragt gemacht was verlangt wurde. Zum Beispiel Jahre ohne Mittagspause. In einem extrem stressigen Job bei Vollzeit. Oder das ich im Kindergarten immer in Leitungsgruppen war, was konkret heißt, dass man sehr sehr oft mit 25 Kindern alleine den Tag schmeißt. Während andere Kollegen immer zu zweit oder dritt waren.

WENN ich mal was angekündigt habe, dass ich das so nicht machen kann: z.B. als Fahrerin für Schulkinder, sollte ich abends kontrollieren, dass wirklich alle Kids abgeholt wurde, heißt ich kam als letzte vom Platz, hatte aber die längste Tour und war oft erst gegen 20h zuhause, und um 4.20 morgens schon wieder auf der Autobahn, dann ging das nur mit schlimmster Selbstabwertung und Scham, heißt: Panikattacken und Weinkrämpfe deluxe.

- und das es nach langer Pause nun auch schwierig sein darf. Es mehrere Versuche geben darf, bis eine Stelle passt. Echt darf man das? Ich hatte mal wieder gefühlt, dass das zackigzackig gleich funktionieren muss. Ah hallo Perfektionist...

Alles in allem eigentlich gut gelaufen...
und klar betrübt darf ich ja trotzdem sein, dass es eben doch nicht so geklappt hat wie ich mir das vorstellte.

Danach sehr sehr leckeren Kaffe geholt und gemütlich durch den herbstlichen menschenleeren Park geschlendert....Entspannung pur!

Montag, 26. September 2016

Warum nochmal....

Warum nochmal hab ich so ein Problem mit Menschennähe?
Damit ich das nicht vergesse, zeigt es mir das Leben immer wieder...

Diesmal:
Guter Freund (Art geschwisterliche Gefühle) dem ich ein Stückchen nun vertraue und fast alles mit ihm bereden kann, fragt mal so an, ob wir nicht auch mal ins Bett hüpfen können.
Und versteht nun gar nicht, dass ich da not amused bin.

Freundschaft mit Männern scheint nur zu funktionieren, wenn er Eunuch oder schwul ist.

Samstag, 24. September 2016

Ich war im Paradies

Gestern kurzerhand den Rucksack geschultert, Bayernticket gekauft und mit D. im Zug nach Kiefersfelden gedüst.
Das Wetter wollten wir noch nutzen, ich genieße nämlich weiterhin meine bessere körperliche Verfassung und wollte nochmal wandern gehn.

Nach anfänglichen Unschlüssigkeiten und Diskussionen ging es am schönen wilden Kiefernbach entlang. Duft aus meiner Kindheit, das Moos, der krautige, würzige, feuchte Geruch...ich mag das...und schon bald sahen wir tolle Wasserfälle:

Dann gings einige Meter nen Berg hinauf zum Hechtsee, ein toller Gebirgsee, der schon in Österreich liegt:






Es sieht dunkler aus, als es war. Das Wetter wechselte von sonnig bis leicht bewölkt. Ideal.
Den See umrundeten wir einmal. Einfach malerisch. Man hätte auch irgendwo im Norden sein können. Gut, vielleicht nicht mit dem Kaisergebirge im Hintergrund (zahmer und wilder Kaiser).

Berg wieder runter und weiter am Bach entlang...dort sahen wir, dass wir ja im Paradies waren! Ja hätte man auch echt meinen können.

Nur das Stück an der Straße wo die Autofahrer nur so vorbeipreschten ließ am Paradies enwas zweifeln.

Schon bald kamen wir am größten Wasserrad Bayerns vorbei. Mit 7 Metern Durchmesser schon sehr imposant, wenn man davor steht:



Dann mussten wir erstma 100 Treppenstufen hinaufsteigen, um in die Gießenbachklamm zu kommen. Ja genau, eine tiefe Felsschlucht unten rauscht der Bach nur so durch, an der man in ziemlicher Höhe in einem Steig durch musste. Zum Glück wirklich gut abgesichert mit hohem Geländer und Netzzaun, so dass selbst ich mit extrem schneller Höhenangst da gut durchkam. Naja brauch ich auch nicht jeden Tag.
(Bild von bergfex.at ich konnt da vor lauter Konzentration/Anspannung nicht fotografieren ;))


Der Mut hatte sich gelohnt, kaum überquerte man das Wehr, ging man auch schon auf einem sanft hügeligen Hochplateu wie aus dem Märchen. Aufgrund inzwischen großen Hungers leider auch kein Bild.

Die Schopperalm rief und wir wurden auch mit einem Geleit zu unserem Platz geführt:

Kleinwüchsige  Ziegen
die es sich auch in der Sonne gutgehen ließen

aber auch unbedingt schmusen wollten



der doch ziemlich strenge Geruch lockte später auf dem Heimweg alle möglichen Hunde auf ihrer Gassirunde an. Zum Glück mag ich Hunde...

Zur Stärkung also erstmal Pommes mit Schnitzel (oder so) das bei diesem Ausblick ganz besonders schmeckt:

Nach dem Almbesuch meint man, es geht ja jetzt erstmal nur bergab. Damit hatten wir uns getäuscht, es ging nochmal richtig zäh bergauf (toll mit vollem Magen) um dann später erst in sanftem dann im sehr steilen Weg wieder bergab zu führen.

Unten am Wasserrad wieder angekommen ging es den Rest des Weges wieder am Bach entlang wie schon auf dem Hinweg.

Noch ein kleines Eis beim Italiener geholt und der Tag war wirklich schön:
Wir trafen wenige Wanderer, eine eher gemütliche Wanderung mit schönen Naturerlebnissen und einfach eine tolle Abwechslung nach dem letzten Streß.

Gut, die Heimfahrt in der Bahn ist an einem Wies'n-Freitag abends um 20.30 olfaktorisch wahrlich kein Genuß, aber es hat mich nicht mehr so getriggert wie früher.
Dann folgten 10 Stunden satter und tiefer Schlaf....

Donnerstag, 22. September 2016

Flotter Spruch

Wahrscheinlich kennen die meisten mit einer psychischen Erkrankung die blöden Sprüche.

Bei der Depression heißt es gern mal: mach mal Urlaub/ Sport/was schönes/Party, darfst nicht alles so ernst nehmen, morgen ists bestimmt besser....
Bei einer Angststörung hört man gern: ja ich wär da auch nervös, stell dich nicht so an, Augen zu und durch, probiers einfach mal meist gehts dann doch, ich hab manchmal auch keine Lust zu arbeiten...

Der nächste der mir mit so einem Spruch kommt (leider sind ja oft auch Ärzte darunter) dem geh ich an die Gurgel, so richtig. Drücke fest zu, sodass er noch ein klitzeklein wenig Luft bekommt und säusel dann ganz lieb: "Oh ich glaub das ist nur ein bisschen Halsweh, lutsch mal ein Bonbon, hat bei mir auch mal geholfen!" und grinse leicht debil dazu.

Ich wollt eigentlich heute vormittag einen kleinen Ausflug machen.
Mir ist aber eher wieder ins Bett verkriechen.
Gar kein gutes Zeichen.
Gar nicht....

Mittwoch, 21. September 2016

Erholung

In mir läuft keine extreme Selbstabwertung.
Wie früher.
Wenn mal wieder was nicht ging.
In mir ist es ruhig. Alles ist gut. Ich schlafe. Ich mache Gymnastik. Ich denke noch ein wenig über die Sache nach. Und mache weiter.
Irgendwie finde ich diese Ruhe aber auch komisch.
Hab ich mich aufgegeben?
Ich weiß es nicht.
Ich bin nur gerade sehr dankbar, dass ich meine freie Zeit noch habe.
Die 2. Haushaltsstelle habe ich ja aufgegeben, also muss ich da jetzt heute auch nicht mehr hin. Da bin ich sehr erleichtert.
Ich werde schon was neues finden.
Also heute nach langer Zeit mal wieder zur Tafel.
Kam schnell dran und es gab große Beute. Was mich sehr freut. Ein paar nette Gespräche gab es auch. Kein Generve. So könnts immer sein.

Da es zur "Wies'n"-Zeit immer Hendl mit Kartoffelsalat gibt, werd ich das gleich genießen.
Und auch draußen den Nebel.
Und was zu lesen.
Und vielleicht noch einen Kaffee.
Sollte die Sonne noch rauskommen, gibt es wie nun fast täglich noch eine Radrunde.

Vor wenigen Tagen kam die Verlängerung der EU-Rente: Bis Dez. 2017.

Es mir gutgehen lassen. Auch wenn ich nicht arbeite. Ich darf das. Ich bin nicht faul. Ich arbeite woanders.
In mir.

Dienstag, 20. September 2016

Entscheidung

Die Entscheidung ist gefallen.
Ich werde den Job nicht machen.
Ausschlaggebend war nun, als ich alle Bedingungen schwarz auf weiß las.
Dass das nicht geht.
Wir hatten schon darüber gesprochen, aber in dem ganzen innerlichen Streß fiel ich sofort in "klar kein Problem - gefallen wollen".

Auch der Rest war teils unklar und unstimmig. Klar, hätte man klären können, da ich aber eh schon eher im "nein" war, wars das nun.
Hab denen ne Mail geschrieben, haben sich bis jetzt nicht gemeldet.
Gut dann geh ich nun Fenster putzen.
Die Anspannung muss raus.

Trotzdem war das alles für was gut. Ich hab nochmal einige Punkte gefunden woran es hängt, was Arbeit so schwierig macht. Und auch sonstiges was mit mir zu tun hat, wurde bewußter.

Immerhin, ich habe es in Betracht gezogen, ich war beim Vorstellungsgespräch, es gibt Chancen...
und ja traurig bin ich trotzdem auch.

Montag, 19. September 2016

Zitterpartie

Heute angerufen und bescheid gesagt, dass die Unterlagen/Vertrag noch nicht per Post ankamen, wie vom Chef geschrieben wurde.
Antwort: "ah ne stimmt, die liegen hier noch."
ARGH. Ich warte seit Freitag mit glühendem Hintern auf das Scheißpapier.
Eigentlich wollte ich dann morgen starten. Aber ich will mir das alles vorher in Ruhe durchlesen. Kein Problem. Dann Mittwoch?
Ja Mittwoch. Zwar auch scheiße, weil bis dahin komm ich aufm Zahnfleisch daher.

Womit ich auch nicht umgehen konnte: DIE fragen mich wann ich arbeiten will "Wann haben Sie denn die Woche Zeit?" "Paßt Ihnen 10 Uhr?"
Ich glaub das is langsam versteckte Kamera oder so. Da hat jemand meinen Pc gecheckt, die Firma unter Jobs in meinen Lesezeichen gefunden und alles ging seinen Weg....so ähnlich wieder Film "Truman Show"...sehr gruselich.

Zuviel Verständnis und Wärme von anderen ist grad schwer auszuhalten. Selbst wenn der Psychiater den ich seit gut 15 Jahren aufsuche meint, dass er dann die Woche Daumen drückt und an mich denkt (Arbeitsbeginn) würd ich am liebsten sagen: "das is wirklich nett, aber lassen Sie das bitte, hab ich echt nicht verdient." Und als er noch so meint, "aber is doch gut, wenn die auf etwas schwierigere Klientel eingestellt sind" (er meinte die Langzeitarbeitslosen die sie unterstützen und reintegrieren, Spenen die Münchner Tafel usw.) muste ich abwinken...bloß kein liebevoller Umgang da werd ich von Scham überflutet, das sich ein Tsunamie ein Beispiel nehmen könnte.
Gerade weil es so ideal zu sein scheint, wäre es NOCH schlimmer, wenn ich es nicht schaffe, TROTZ der tollen Bedingungen des Arbeitsplatzes und der Umgebung! Der Druck wird dadurch noch größer!!!
 
Ich könnte das auch nicht in dieser Behindertenwerkstätte, ich möchte so normal wie möglich behandelt werden. Ich hatte in der Trauma-Tagesklinik lange Diskussionen über das Extra das ich bekam, das ich nämlich nicht mit den anderen essen musste, sondern es ok war, das ich da alleine in den Park ging.

Gut, weiter im Telefonat, ich frage wie lange ich denn dann Mittwoch arbeiten soll. Sie überlegt...so von 10 bis 16/17 Uhr.
In mir klappt alles zusammen. Ich kann gleich zu anfangs keine 6 Stunden arbeiten. Aber da ich mir ja jetzt schon Arbeitszeit ausgesucht habe, traue ich mich nicht, ihr das zu sagen.
Horroszenario überrollt mich: irgendwann soll ich ja mal was essen. Mit denen zusammen? Gehn die in ein Lokal? Ich möchte nicht mit. Ich nehme mein Butterbrot gern in der hintersten Ecke unter der Heizung ein. Ehrlich.
Das ist too much.

Zuviel war auch die Fahrt nach München. Montagmorgen um 8 kann man sich vorstellen wie S- und U-Bahn aussehen? Propper gefüllt. Wenn es mir einigermaßen gut geht, ist das soweit ok, ich machs nicht gern, nervt etwas, aber machbar.
Heute nur Chaos innen und Panik und fast verfahren (wär nich so schlimm), schwitzig, ich hab mein Gesicht kurz in der Spiegelung des Fenster gesehen und war total erschrocken: Wie eine Grimasse. Total verzerrt.

Danach wollt ich noch kurz ins Schwimmbad, nur ein wenig im warmen Wasser treiben lassen und vor allen diese scheiß innere Kälte mithilfe des Dampfbades herausbekommen.
Vor lauter Panik aber vergessen, dass das Bad ja noch bis 30.Sept zu hat. Scheiße.

Nach morgendlicher starker Baldriantablette, mittags eine Tavor (und endlich heißer Dusche und Bett) jetzt schon wieder ständig Tränen, Muskelkater im Bauch vor Anspannung, fetten unverträglichen Kuchen mit viel Sahne und Kaffee verschlungen, überlegt noch Alkohol zu kaufen...gedanklich immer wieder versuchen mich aufzumuntern (ich geh da nur hin für mich, weil ich gern bügel, ich mach das nur den Winter über, ich schaff das einfach...)...dazwischen immer wieder emotionale Abstürze, das ich jetzt keinen Bock mehr hab wieder in diese Niedergeschlagenheit zurück zu versinken, extremen Streß, weinen usw...

Was man alles soll....

Als brave Tochter nehme ich alles was man soll und nicht soll, sehr ernst.
Ordentlich konditioniert gehe ich nie über rote Ampel, putze mir immer vor dem schlafen gehen die Zähne, lasse nie meinen Frust an unschuldigen heraus usw.
Das ist ja auch nicht verkehrt, aber manchmal ist die ganze Steifigkeit schon sehr unlebendig und spaßfrei...deswegen schau ich immer mal wieder, was ich mir erlauben kann, ohne mir groß zu schaden...und den Moralapostel mal in den Urlaub schicken.

Da wäre auch dies: Du sollst nicht vor dem Pc/Fernseher essen.
Hab ich immer brav befolgt Unhinterfragt.
Bis ich mal nebenbei nen Joghurt löffelte (mit schlechtem Gewissen!), weil mich ein Thread in einem Forum so sehr interessierte...und dann war es mal ein Abendessen während ich nebenher einen Film sah.
Und die Erkenntnis: Mir gefällt das und es tut mir gut.

Oft ist es nämlich so, dass ich noch was schauen, lesen will, tue ich das am Tisch ohne Pc, esse ich viel zu schnell, bin genervt, weil ich ja endlich weiterlesen will. Zudem ist alleine essen oft einfach langweilig.
Setze ich mich gemütlich aufs Sofa, mit Teller und schau mir was an, bin ich entspannt beim essen und schlinge nicht.
Achtsamkeit ist trotzdem da, auch schon während des kochens (und abspülens!*g*).

Es lohnt sich immer wieder mal hinter vermeintlichen Verboten und Richtlinien zu schauen und was anderes auszuprobieren.

Sonntag, 18. September 2016

Neues Verhalten: Selbstfürsorge

Seit Jahren lerne ich gut mit mir selbst umzugehen.
Mir zu erlauben, es mir gutgehen zu lassen.

Das beinhaltet vor allem die Grundbedürfnisse: leckeres gutes Essen auf das ich Lust habe, mit Liebe kochen und backen (und abspülen *g*), mich wärmen, wenn mir kalt ist (es gab Zeiten, da fror ich auf der Couch, die Decke lag neben mir auf der Lehne und ich habe es mir nicht erlaubt mich damit zuzudecken), überhaupt festzustellen, dass ich eine Couch gerne hätte, ich habe die erst seit ca. 5 Jahren, vorher reichte für mich ein Sitzkissen auf dem Boden....
meinen Bedürfnissen nachgehen, z.B. ist es seit 2 Tagen so, dass ich wieder vermehrt Duft an und um mich herum brauche, ich glaube das beruhigt mich.
Abends wenn mir danach ist vielleicht nochmal duschen, obwohl ich ja eigentlich sauber bin, es aber gut tut, weil mir entweder zu heiß oder zu kalt ist....Tee trinken auf den ich Lust habe.
Aber auch im weitesten Sinne: auf Finanzen achten, auf Vorsorgeuntersuchung bei Ärzten gehen, Rechte einfordern, sich Hilfe holen und annehmen, auch schauen, dass der Spaß und die Leichtigkeit nicht zu kurz kommen...oder auch mal Luxus: eine Massage, ein Essen außerhalb....

all das gab es früher so gut wie nie.
Jetzt lasse ich es mir gutgehen und das hat sehr wenig mit viel Geld zu tun.
Und ich merke: wenn es mir so weitestgehend gut geht, kann ich auch schlechte Zeiten, Stunden, Tage leichter überstehen.
Das fühlt sich gut an, das ist neu.
Früher in meinem kargen Leben, wenn dann noch im wahrsten Sinne des Wortes ein i-Tüpfelchen dazu kam, war ich schon an meiner Grenze und nix ging mehr, meine Frustationstoleranz war sehr niedrig.

Sich selbst mögen, das allerwichtigste....

Samstag, 17. September 2016

Frusttag

Waren die letzten 2 Tage  geprägt von Zweifeln und abwägen, formt sich langsam heraus, dass wohl auch dieser Job nicht machbar für mich ist.
Mein Zustand hat sich wieder sehr verschlechtert...extreme Anspannung, Angst bis Panik...alle Symptome sind wieder da: schwitzig, Herzrasen, ständiges grübeln ohne Lösung, depressiv, immer wieder weinen vom vielen Druck...selbst der Gang eben aus dem Haus rüber in den Supermarkt wieder schwierig...völlig verschwitzt wieder zuhause angekommen...das hatte ich eigentlich schon lange hinter mir gelassen...
vor lauter Streß auch in die Selbstbeschädigung gefallen und unverträgliches Essen eingekauft. Auch schon egal, dann genieß ich das wenigstens...

Vor lauter ständigem hochtourig laufen gibt es auch nur noch hochkalorienreiches Essen, da ständig Hunger und der Körper das alles verbrennt wie nix. Aber dazu braucht es wieder Tabletten, da bei dem Stress mein Magen wieder sagt, dass er da nicht arbeiten will.

Dass klarer wird...so gern ich will....es geht nicht.
So sehr ich mich gefreut habe, auf die Tätigkeit (ja ich mag bügeln), das wieder öfters rauskommen mit einem Ziel und Sinn und einfach Tapetenwechsel, der Langeweile der kommenden dunklen Jahreszeit entkommend, dem guten Gefühl ich mache was - ein Teil der Gesellschaft zu sein, passend dazu ein anscheinend geeigneter Arbeitsplatz mit vielen Vorteilen...und doch....es herrscht nur Panik...es fühlt sich nicht an nach: ich schau mir das mal an...klar ist man anfangs nervös...es ist Blackout...Gang zum Schafott...nur weglaufen wollen...
Trauer und Wut ob der vielen Beschädigungen machen sich breit.

Um mich nicht noch tiefer reinzureiten, also ablenken...Filme schauen...backen...vielleicht noch putzen...nicht noch in die Selbstabwertung fallen....

Heute morgen in den Mails gesehen, dass die gestern nachmittag noch anfragten, ob ich Montag schon starten könnnte....
ah man....

Freitag, 16. September 2016

Wenn die Ängste mal wieder Party machen

Erschreckende Erkenntnis,
mir wurde heut morgen während ich in der Kälte auf meinem Balkon saß (Kälte ist bei Panik immer gut, da komm ich wieder etwas von meiner Hitzigkeit runter) eines bewußt:
dass diese Ängste die ich derzeit wieder habe bezgl Job, zum einen
- wesentlich stärker sind als das übliche nervös sein vor einer neuen Arbeitsstelle
- und noch viel schlimmer: dass diese Angst nicht weniger wird.
Sie bleibt gleich. Sie ist immer da. Das einzigste was passiert ist, dass ich mich irgendwann innerlich absorbiere...abschalte um diese ständige Angst auszuhalten.
Dieses Vertrauen "ich schaff das schon", dieses Gelassenheit "die anderen sind auch nur Menschen, da wird mir schon keiner den Kopf abreißen" diese Zuversicht "ach ich hab schon ganz andere Dinge geschafft....KOMMT NIE!
Ist nie da. Kommt nie. Ist noch nichtmal in Sichtweise.

Ich habe all die Jahre meines Arbeitslebens in dieser Angst verbracht.
Da gab es nie Lockerheit. Leichtigkeit.
Angst wovor? Kontrollverlust. Fremdbestimmung (ganz massiv), ud natürlich Angst vor Versagen vor nicht-gut-genug-sein.

Immer diese Angst. Immer. Sie gärte vor sich hin. In mir. Kein Wunder, dass mich Depressionen eigentlich "retteten". Ich völlig erschöpft nur noch zuhause sein konnte.
Mir wird sovieles bewußt. Mir fallen soviele Situationen ein. Soviele Gefühle die ich immer verdrängt hatte....
Erschreckend...

Lieblingslied für heute:
https://www.youtube.com/watch?v=6SjBXm3_W5w

Donnerstag, 15. September 2016

Dümpeltag

Heute steht nix an...und das ist gut so...ich muss viel verdauen und verarbeiten (typisch Intro) und mich auch mit vielen aufkommenden Gedanken und Gefühlen auseinander setzen...

Alte Geister melden sich: ach jetzt bist wieder voll abhängig, kannst du nicht einfach mal die gute Zeit genießen, musst du gleich wieder was tun? ja aber mir is langsam langweilig ...soviel Angst vor den Menschen...
ach zu mühselig die jetzt allle aufzuschreiben...es kam aber auch ein "du schaffst das schon!" mal mittendrin vor, was mich wudnerte, ist definitiv neu :)

Wenn es in der jetztigen Zeit eh nicht schon Thema wäre, mit dem viele Menschen zu tun haben, würde ich glatt ein Seminar geben: wie Sie lernen immer. überall und jederzeit ständig grübeln bis es aus Ihren Ohren raucht!
Dieses Kopfkino...furchtbar....zwischendurch vollen Stress auch körperlich, da musste jetzt erstmal eine Radrunde her.
Dazu Müdigkeit...darf das PMS nicht vergessen. Auch sowas, was ich früher übersah: Einen Tag ging es mir schlecht und ich zweifelte an meinem ganzen Leben.

Tja körperlich mag es mir generell wieder etwas besser...aber psychisch? Klar solange keine Stressfaktoren auftauchen ist alles gut. Jetzt ist wieder viel Streß da. Innere Anteile-Arbeit wird wieder wichtig. Kein esoterisches inneres Kind bespaßen oder erkunden sondern handfest die Erwachsene bestärken. Gerade was Thema Arbeit angeht!
Bei mir wurde nach dem Zusammenbruch vor 7 Jahren eine komplexe PTBS diagnostiziert Typ DESNOS. Ein sehr schönes Bild gibt es von Frau Huber einer Traumaexpertin auf Seite 14:
http://images.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fdocplayer.org%2Fdocs-images%2F26%2F8660565%2Fimages%2F13-0.png&imgrefurl=http%3A%2F%2Fdocplayer.org%2F8660565-Strukturelle-dissoziation-und-komplextrauma-eine-einfuehrung.html&h=1200&w=800&tbnid=ZEQWJF1EDm8gSM%3A&docid=qdunKs5e69kqdM&ei=qlPaV4WWO8uXaevtgugN&tbm=isch&client=ubuntu&iact=rc&uact=3&dur=1607&page=0&start=0&ndsp=29&ved=0ahUKEwiFk6658pDPAhXLSxoKHeu2AN0QMwgfKAIwAg&bih=709&biw=1407

 Hier ist es auch gut erklärt, auf der 2.Seite:
http://www.jochen-peichl.de/downloads/Dr_Jochen_Peichl_WorkshopKathmandu2008.pdf

Wenn ich in so einem Anteile hänge ("gerne" ängstliches/überangepasstes Kind oder das komplette Gegenteil: super rebellisch trotzig), BIN ich das. Ich kann schwer (es wird schon besser) meine Gedanken/Verhalten von außen beobachten.
Da kommt auch kaum gut gemeinte Ratschläge oder sowas von außen an, zumindest nicht vom normalen Umfeld, bei meiner Thera ist das natürlich anders, die interagiert da anders.
Ich habe es mal in so einem Zustand geschafft, mich mit 2 Polizisten und 2 Fahrkartenkontrolleuren, die die Polizisten dazu riefen, anzulegen, weil ich beim schwarz fahren erwischt wurde. Tja gab ne Anzeige und ne Geldstrafe, die nicht ohne war. Am nächsten Tag war mir das furchtbar peinlich und musste zu denen aufs Revier und das alles aufnehmen lassen und so...

Ich muss also wieder auf verschiedene Teile schauen...hilfreiche Imaginationen (sicherer Ort ist gut) machen und nicht zuviel Druck machen (leichter geschrieben....)..aber einfahc mir der Thematik wieder bewußter werden...

und sonst so:
- klar warten auf den Regen...

- mein Vermieter ist süß: rief mich an und fragte ob es sehr schlimm wäre, wenn die neue Küche erst Anfang nächsten Jahres komme....ich mein er ist nichtmal verpflichtet mir da eine neue reinzubauen, jetzt tut er das schon, hat sich wohl auch echt Mühe gegeben und nicht das billigste genommen (O-Ton: die Dunstabzugshaube für 99,- wollt ich jetzt auch nicht nehmen, die is ja nach 2 Jahren hin(...) naja und jetzt wurdens insgesamt doch 5000,- und das wäre nächstes Jahr leichter zu bezahlen....).
Klar hätt ich sie gern noch dieses Jahr gehabt, weiterhin sehr dankbar, dass ich überhaupt was neues bekomm und ha halt so noch länger was von meiner Vorfreude....aber den Entwurf werd ich demnächst schonmal sehen...ich bin gespannt wie ein Flitzebogen ;))))

Mittwoch, 14. September 2016

7 Jahre raus

Vor 7 Jahren war ich das letzte Mal offiziell angestellt.
Vor 7 Jahren im Juni klappte ich zusammen, konnte kaum essen, geschweige denn das Haus verlassen, Angst und Depressionen schüttelten mich regelrecht.
Jetzt darf ich verkünden: Ich bin wieder offiziell im Rennen.
Eine 450,- Beschätigung!

Ich hatte nach ein paar Stunden Arbeit gesucht...und setzte dieses mal einfach ein Gesuch in die Anzeigen. Nach wenigen Minuten: 3 Klicks und 1 Antwort. Von einer Firma, die mir schon früher ins Auge fiel, weil sie Stellen anboten, die mich interessierten. Also merkte ich sie mir im Lesezeichen am Pc. Und genau diese Firma bot mir nun einen Job an.
Ladys und Gentleman es gibt da draußen im Universum mehr als man weiß. Definitiv!
Aber die Grande Dame in mir zierte sich: "Ne ich wollte doch erst nächstes Jahr nach einer geringfügigen Beschäftigung suchen...ich fühl mich noch nicht so reif...."
Zum Glück rüttelte dann irgendwas anderes in mir mich wach: Hallo du Nuß DIE Firma bietet dir was an, was du auch noch gern machst, die auf ihrer Webseite stehen haben, dass die Langzeitarbeitslosen eine Chance geben mit Integrierungsmaßnahmen und Umschulungen? Die also nicht die mit den geschniegelten Lebensläufen suchen. Deren Sitz quasi um die Ecke liegt, gemütliche 4km mit dem Radl (wenns Wetter nicht paßt auch mit den Öffis).

Heute also das Gespräch. Nette Leute. Schöne Räume. Gute Bezahlung.
Ja und was?
Bei einem kleinen Eventausstatter kümmer ich mich nun alleine um den Wäschebereich.
Was praktisches, sichtbares, keine große Verantwortung, nix soziales wo meine Coabhängigkeit wieder blühen könnte. Einfach was werkeln. Paßt.

Weg vom Sozialamt. Mit meiner Rente kann ich Wohnung und Versicherung abdecken und nun mit dem selbstverdienten das was ich zum leben brauche.
Klingt gut. Und machbar.

Dienstag, 13. September 2016

Das letzte Mal...

...für dieses Jahr in den See gehupft...das Eis geht langsam zuhause auch zuende...aufm Heimweg über viele trockene raschelnde Blätter gefahren, da wirds Zeit für die Kürbissuppe :)


Montag, 12. September 2016

Glück?!

was soll ich sagen...ich bin aufgeregt...glücklich...mit 1000 Gedanken die mir durch den Kopf schießen....
ich bräuchte ein paar gedrückte Daumen kommenden Mittwoch Punkt 12 Uhr :)
Um was es geht...? Da handhabe ich es wie die Künstler: solange es unfertig ist, wird es nicht gezeigt.
Nur soviel sei gesagt: es geht ums Arbeitsleben....
uuuuaaaaahhhhh...
in mir kribbelt alles...das muss raus...also coole Musik rein:
https://www.youtube.com/watch?v=9jhDjfrbfHI&list=RDRiLe43yIONI&index=5
laut aufgedreht und zu dem gechillten Rhythmus ein wenig mitgrooven..scheiß drauf, dass es 30 Grad hat!!!
JEAH!!!

Und Weihnachten?

Ja die meisten stöhnen schon immer...oh schon die Lebkuchen im Supermarkt....uh das Jahr ist bald rum, wo ist die Zeit geblieben?

Ich mach mir langsam Gedanken wie und wo ich Weihnachten verbringen will. Da ohne Familie und als Single, hat es sich für mich als gut herausgestellt da immer wegzufahren und da sollte man nunmal rechtzeitig buchen.
So genoss ich eine Meditationshütte in den Bergen, eine schöne Ferienwohnung am Chiemsee und nahe Österreich.
Jetzt wollte ich eigentlich ganz nach Österreich und eine schamanische Wintersonnwendfeier mitmachen, fand aber einfach keine passende Unterkunft.
Also nahm ich erstmal Abschied von der Sucherei, mir war auch schon leicht schummerig vom Pc und schickte an mein Unterbewußtes den Auftrag was passendes  für Weihnachten zu finden und machte dann etwas völlig anderes. Abspülen und Kissen wieder zusammen nähen.
Das klappt immer erstaunlich gut (vor allem leichter und besser als die Hirnzermaterei).

Als ich dann noch einen Film sah kam mir langsam eine Idee: Es gibt ja auch Ferienwohnungen mit Wellness. Also die im Haus dann noch Sauna und Schwimmbad und so haben.
Also nahm ich die Sucherei wieder auf und......
Volltreffer! Nach nur 5 Minuten suchen.

Ein Aparthotel (also keine reinen Zimmer sondern Appartments mit Kochnische, weil alleine an Weihnachten im Hotel geht ja gar nicht....wenn es dann noch so Galadinner und sowas gibt *grusel*) in einer Ferienanlage, also drumherum gibts genug an Einkaufsmöglichkeiten, noch ein reines Hotel, Bars, Cafe, Erlebnisbad, also alles wie ein kleines Dorf...und eben noch Sauna und Fitneßraum, sowie Wellnessbehandlungen die man dazu buchen kann...ideal, weil dann wenn ich will genug Rummel um mich ist, aber auch genug Rückzugsmöglichkeiten...

Als besonderes Highlight: das ganze liegt nur wenige Meter vom Ostseestrand entfernt! Weihnachten am Meer!!! Oh wie schön!!!
Ein zusätzliches Bonbon gabs auch noch: nämlich 25% Rabatt, das is ja schon ne Menge.
Absolut perfekt!
hach, ist denn bald Weihnachten...???

Sonntag, 11. September 2016

Siegernahrung

Siegernahrung -Glutenfreie Ernährung für Höchstleistung, ein Buch von Novak Djokovic einem Weltstar in Sachen Tennis.
Der gute Mann brach regelmäßig bei großen Tennisturnieren zusammen, auch sonst war er eher müde und hatte mit Atemwegsproblemen zu kämpfen.
Auch er probierte alles, neuer Trainer, mehr Nährstoffe, mentales Training, alles half nur kurz...
bis er wieder bei einem Match zusammenbrach, doch diesmal sah ihn im Fernseher ein Arzt der eine Nahrungsmittellunverträglichkeit vermutete.
Die zwei setzten sich also zusammen und der gute Novak dessen Eltern eine Pizzeria hatten, ließ fortan jegliches Gluten weg. Und das war der Schlüssel zu seinem Erfolg.

Das Buch liest sich ganz gut. Er missioniert nicht, er erzählt einfach von seinem Leben und wie seine Ernährung aussieht, die für ihn stimmt. Für andere mag was anderes stimmen. Viel neues erfuhr ich nicht.
Ich konnte nur so gut nachfühlen, wie er sich nach nur 2 Wochen gluten (und milchfreier) Ernährung fühlte. Wach, frisch, energiegeladen ohne Stimmungsschwankungen!
Es ist nicht normal morgens nach 9 Std. Schlaf sich wie bei einem Kater zu fühlen, ohne Tropfen Alkohol.

Ich kann das alles nur bestätigen, vor allem meine emotionale Ausgeglichenheit finde ich toll. Aber natürlich auch dass ich wieder mehr Kraft und Energie habe. Es war eine lange Tüftelei und ich hoffe, dass diese nun zuende ist.

Gestern backte ich meine ersten glutenfreien Semmeln, zwar mit Quark, aber pro Semmel is dann der Anteil so gering, dass ich das verkraften kann. Sie sind sehr lecker, luftig und doch fest geworden. Und einfach sind sie auch noch.

Auch hab ich das Gefühl, dass ich histaminhaltiges wieder besser vertrage. Klar wenn die Entzündungen im Darm zurück gehen (verursacht durch Getreide das man nicht verträgt), nur noch kleine Mengen an Histamin ankommen und der Hauptübeltäter weggelassen wird.
Das freut mich, so erweitert sich wieder mein Speisenplan, wobei ich keinen Mangel an Auswahl habe, aber hin und wieder ne Banane und Tomaten hätt ich schon Lust drauf.

Und sonst so:
Letztens total erstaunt. Normalerweise ist das Verhältnis zum Hausmeister eher seriös, ernst, fast steif und sehr höflich. Da ich jetzt aber insgesamt lockerer und entspannter auch mit Menschen bin, strahle ich das wohl aus (wie schon berichtet und fast täglich erfahrbar) nun sah ich den Hausmeister letztens wieder und er? Er macht nen Witz mit mir! Herrlich! Einfach eine nette Begegnung! Meine massiven Mauern dürfen sinken oder sich im Material verändern :)

Samstag, 10. September 2016

Gedanken

Wie das Leben sich so formt...

der Geist ist stark...das erlebe ich immer wieder...in dem Sinne, dass das was so in meinem Kopf spukt, an Wünschen und Wollen...Wahrheit wird. Manchmal recht schnell, manchmal später. Erstaunlich...näheres dazu will ich noch nicht benennen, erst wenn es in trockenen Tüchern ist, oder eben nicht. Mal sehen...

Gestern mit D. unterwegs gewesen. Diesmal mit Radl...8 km rauf und runter...bei guten 28 Grad und purer Sonne...anstrengend...der Puls in ungeahnten Höhen...danach aber Tiefenentspannung...der See zu dem wir sind: trüb und arschkalt. Klares Zeichen, dass da viel Umwirbelung oder ein starker Zufluß ist. Einmal schwimmen reichte vollkommen. Dafür war die Eissschokolade umso leckerer!!!
Das ganze natürlich wieder zurück, die Sonne stand tief, abgeernete Wiesen, sanft geschwungene Hügel....hier fahren die Leute zum urlauben her...und ich dachte...jetzt ist auch wieder gut...manchmal kann einem auch die Schönheit überdrüssig werden.

Hat mein gleich Unterbewußtsein registriert und mit üble Nachtträume mit Geiselnahme, Mord und Totschlag und son Zeug geschickt. Grauslich. Dazwischen im Halbschlaf Fenster geöffnet, dann vom Donner hochgeschreckt...mehr als unruhig alles...das gibt heute definitiv einen Mittagsschlaf.

Dafür nach dem Frühstück Post bekommen. Meine bestellte Wohlfühlbox von meiner Stammapotheke. Für 200 gesammelte Punkte und 5,- Zuzahlung gab es tolle Tees, Cremes und Duschgel...hat sich wirklich gelohnt!

Freitag, 9. September 2016

Schwer verdaulich

Heute morgen, nach meinen zwei üblichen glutenfreien Brotscheiben und den Milchkaffe hab ich mir noch einen Sahnejoghurt eingebildet.
Lecker war er ja, in Vanille, nur nix für meinen noch schlafenden Magen.
Konnte danach gleich wieder schnurstracks ins Bett und nochmal 1,5 Std. tief und fest schlafen. Ausgeknockt.

Wie oft ich das früher hatte (fast täglich) und jetzt schon lange nicht mehr.
Zum Glück weiß ich jetzt woran das liegt. Was hab ich früher immer Vollkorn und viel Rohkost (is ja sooo gesund!!) in mich geschaufelt und war nur noch in einem Dämmerzustand. Mein Darm ist dafür zu schwach. Vielleicht wird er wieder stärker, wenn ich jetzt das für ihn unverträgliche (Gluten) weglasse.
Auch Salat gibt es nur noch in der kleinen Schüssel und nur noch wenn ich wirklich Lust drauf habe. Obst mag ich im Moment überhaupt nicht. Wenn dann mal einen wirklich frischen kleinen Apfel oder Weintrauben.

Donnerstag, 8. September 2016

Der nächste Bitte

Wenn man bei dem schwülwarmen Wetter nicht draußen radeln will, geht man einfach zum Doc und lässt ein Belastungs-EKG im vollklimatisierten schön kühlen Raum vornehmen.

Naja wie gehabt: da ist nix. Klar bin ich froh, wer will schon was am Herzen haben (gebrochen wurde es sowieso oft genug...achja ein wenig Pathos muss auch mal sein :-))

Ultraschall wurd auch noch rund ums Herz und Halsschlagader und Schilddrüse gemacht...haha hätt ich jetzt n Freund könnt ich den damit schocken...ich mein, wer erkennt schon auf Anhieb was da auf nem Ultraschallbild ist?? Hab die fürn Hausarzt mitbekommen.
Aber ne...würd ich ja niiieee machen...:-)

War auch klar, dass sich mein Blutdruck (weswegen ich den Termin hatte) vorbildlich zeigte. 100/70. Vorführeffekt i love you.
War ebenfalls klar, dass mindestens ein blöder Spruch kam, der aufregendste (also weswegen ich mich am meisten aufregte): ich hab viele Patienten mit ihren Werten (da kochte ich schon) und denen gehts gut.
Ich bin aber nicht viele Patienten..manchen schmeckt ja auch Fisch, den ich zum kotzen find!
Ich kam ihm dann zuvor und sagte: wehe Sie sagen jetzt, dass man mit solchen Werten uralt wird. Ja meint er (innerlich erschoß ich ihn schon) stimmt, einen Herzinfarkt werden Sie nicht bekommen! (Doch wenn ich mich weiter mit so Arschgeigen wie dir rumärgern muss!!! dachte ich)
Aber...das muss ich ihm lassen, er ordnete eine Langzeit-Blutdruck-Messung an. Da kam bei all den vielen Arztterminen keiner drauf. Bin gespannt.
Meine Frage warum abends der Blutdruck steigt und ich mich richtig lebendig fühle wurde mit: so allgemein kann man das nicht beantworten beantwortet (heißt: das wüßte ich auch gern, hab nämlich keinen Schimmer davon).

Tja wegen Medikamenten meint er...da gäbe es das *** ist halt ein Nebennierenhormon und da will er erstmal die anderen Werte abwarten.
Okay, das kann ich verstehn...mit solchen Hämmern will ich auch nicht rumprobieren. Ich dachte  es gibt noch sowas wie Effortil nur stärker...

Somit war ich heut scho radeln, wenn auch nur kurz...und hab mich köstlich mit der Arzthelferin unterhalten...

Und ich hab schon gemerkt, dass mir einiges gut tut, was den Bllutdruck hebt...
- der Rosmarintee (wer hat ihnen denn den Blödsinn erzählt, O-Ton Doc)
- das Vitaltonikum
- Wechselduschen (ahhh kalt)
- Effortiltropfen
- und Kohlensäure in kalten Getränken (DAS ist es, nicht das Koffein im Energydrink, sondern wenn dann nur die Kombination, sonst würd mich ja Kaffe auch wach machen, was er aber eher selten tut....)
- und natürlich regelmäßige Bewegung (was man mir aber im Moment nicht 2x sagen muss)
- und wenn gar nichts mehr geht, oder bei besonderen Situationen wie lange unterwegs sein sind auch Stützstrümpfe mal ok (hab schöne schwarze).

Mittwoch, 7. September 2016

Hmmmmm

Erkenntnis des Morgens (seit 1,5 Std. wach, heißt gegen 5 war die Nacht vorbei).
Es ist gut. Derzeit. Bei mir. Ruhe mit der Family (weil kein Kontakt). Ein Ende der Schulden ist in Sicht. Gesundheitlich gerade top. Emotional ausgeglichen. Keine Beziehung zu einem unerreichbaren, abhängigen (ect.) Typen.
Läuft. Sagt man heute.
Und was ist? Mir wird furchtbar langweilig. Und genau in diesen Momenten habe ich mir früher (unbewußt) ein Drama inszeniert. Umzug. Neuer Job. Viele Blind-dates. Kaufrausch. Nackt modeln. Hauptsache irgendwas Neues. Irgendwas das kickt!

Ich bin diese Ruhe nicht gewohnt. Ab meinem 11. Lebensjahr lebte ich in einem emotionalen Ausnahmezustand. Die erste längere Pause davon kam erst gut 10 Jahre später, als mich eine deftige depressive Phase niederstreckte und monatelang krank schrieb. Danach gings noch paar Jahre so anstrengend weiter, bis mir dann 2010 endgültig der Schalter gezogen wurde. Übelster Nervenzusammenbruch. Ängste, Depressionen....alles rauf und runter....

Ich will diese Kicks auch gar nicht mehr. Wenn sich so einer anbahnt oder eventuell passieren könnte, denk ich: oh nö ich bin echt zu alt für so nen Scheiß.
Aber diese Ruhe ist mir auch zu fad. Eine Zwischenlösung muss her. Eine fiel mir dann auch ein: Ich mag es ja sehr Bücher zu lesen, die von Selbsterfahrungen anderer Menschen handeln, so ala "ein Jahr ohne Geld" oder "mein Leben als Barfußgänger" sowas halt. Da kann ich tief eintauchen, völlig innerlich mitleben und darin aufgehen. Danke ausgeprägte Phantasie!

Schon vor vielen Jahren hörte ich in den AlAnon-Gruppen (Angehörige von Alkoholikern nach dem 12-Schritte Programm) von dieser Dramasucht. Das kann Alkoholiker und deren Angehörigen betreffen. Der Alkoholiker hört das trinken auf, kümmert sich um seine Gesundheit, geht seinem Job nach, spielt mit den Kindern, die Finanzen sind geregelt, der Angehörige muss ihn nicht ständig aus Kneipen/von der Polizei heimschleppen usw. es kehrt Ruhe ein...da kann sein, dass beiden was fehlt. Und (unbewußt) wird ein Drama angezettelt, das einfachste ist der Streit wegen Kleinigkeiten. Oder ein Rückfall des Alkoholikers...das Rad dreht sich weiter...

(statt Alkohol kann natürlich jede Sucht eingesetzt werden, oder auch andere Dramen, wie Gewalt in Beziehungen und man sich nicht daraus löst, oder ständige Katastrophen, jeder kennt meist so einen Menschen bei dem scheinbar immer alles schief geht)

Und diese Kicks kommen auch gern vom Ego: "schau her was ich nicht tolles gemacht habe, was MIR alles passiert ist, wie schlecht es mir geht....!"
Schöner Text über das Ego:  https://www.sein.de/das-ego-mein-unbekanntes-ich/

Vielleicht muss ich aber jetzt auch gar nichts machen, vielleicht reicht es einfach, diesen Teil wahrzunehmen, anzuerkennen und zu atmen.

Dienstag, 6. September 2016

Auch gut zu lesen

Sybille Berg hab ich früher gern gelesen.
Ein Buch "die Fahrt" gefiel mir damals so gut, dass ich es aufhob, um es später noch einmal zu lesen. Was ich bei Romanen so gut wie nie mache (außer z.B. Keri Hulme unter dem Tagmond, das Buch hab ich mindestens 3x verschlungen).
Also gestern war dieses später für Frau Berg's Roman.
Und festgestellt: öh nee geht gar nicht mehr...viel zu schwer und duster und melancholisch....weil ich aber auch noch nicht schlafen wollte, blätterte ich ein wenig rum und las hier und dort mal...sind einzelne Geschichten, da geht das gut....und folgende Perle gefunden:

Was die eigene Zusammensetzung bedeutet, was man wirklich will, was einen mit heiterer Gelassenheit erfüllt, herauszufinden, dass man vielleicht nichts Besonderes ist, das alles bedarf ungemeiner Anstrengungen. Es heißt, sich frei machen von fremden Bildern und Ideen. (...)
Heißt viellleicht erkennen, dass man keine Freunde hat, weil man sich mit den Personen, die einen umgeben, unwohl fühlt...erkenne dich selbst!
Die Belohnung ist groß. Sie zeigt sich in Kleinigkeiten. Irgendwann fällt es einem auf, dass man völlig entspannt inmitten fremder Menschen sitzen kann, ohne sich unwohl oder beobachtet zu fühlen, dass man Veranstaltungen verlässt, wenn man sich langweilt, dass man Bücher weglegt, die einem nicht gefallen.
Man muss nicht mehr in Urlaub fahren, wenn man Urlaub hasst, und wenn man es schätzt, abends um neun im Bett zu liegen, dann tut man das. Der Preis für die Mühe sich zu hinterfragen, ist persönliche Freiheit, ist Freundschaft mit sich selbst.
Keiner der freundschaftlich mit sich verkehrt, wird kriminelle Energie entwickeln und mit Menschen verkehren, die verspannt und verzogen sind. Er wird Freundschaft mit der Welt schließen, und das ist die Grundlage der Menschlichkeit, von der wir nun wissen, warum es sie so selten gibt.
Ich bin viel am austüfteln was meins ist und was nicht. Komme mir immer wieder komisch vor, wenn ich in Filmen oder Bücher andere Leben beobachte und an mir feststelle, dass ich keine Lieblingskneipe habe, andere nicht gern zum Essen einlade und immer weiß wo meine Sachen sind und sehr ordentlich bin.
Meins zu entwickeln und dazu zu stehen ist mein Weg. Und immer wieder eine Herausforderung. Weil es über 30 Jahre schlicht verboten war meins zu spüren und zu leben.
Ich habe meine persönliche Diktatur verlassen und bin nun frei.
Ich weiß das sehr zu schätzen und kann es immer öfter genießen...

Montag, 5. September 2016

Dies & Das

- Je unglücklicher man in einem job ist, desto mehr braucht man um den frust auszugleichen.... (auh meine Erfahrung) gefunden bei Luisa Francia http://www.salamandra.de/tagebuch/start.php

- Kennt ihr das, wenn einem die eigenen alten Geschichten zum Hals raushängen? Ich kann meine früheren Erlebnisse selber nicht mehr hören, auch wenn lustige und kuriose dabei waren...aber mit anderen (alten oder neuen) Freunden zusammen hocken und altes Zeug aufwärmen...nervt mich gerade tierisch...ich mag neue Geschichten in mein Leben schreiben...Zeit wirds! Nach vorne gucken....

- auch bei Tieren funktioniert meine Herzoffenheit wie ich das grad nenne...letztens am Badesee nur 3 Meter (eher weniger) neben einem Wespennest (eines in der Erde, faszinierend) gelegen. Positionierte mein Rad zwischen mir und dem Nest und dachte 3x: ihr tut mir nix, ich tu euch nix. Total relaxed alles.

-  ich genieße gerade meinen Appetit und großen Hunger...endlich wieder Essen genießen! zu lange schon aß ich halt, weil man muss, aer ich bin ein absoluter Genußmensch und gönne mir gerade viele Leckereien....auch als kleiner Ausgleich, dass mal eben Kuchen/Torte vom Bäcker holen nicht mehr geht...

- heute schon voller Elan Bad und Küche geschrubbt, jetzt noch Boden saugen und Müll wegbringen

- gestern an einem Tag ein ganzes Buch verschlungen (das schaff ich echt selten), Juli Zeh schreibt echt top!

- noch zwei Links:

 http://mymonk.de/kaputte-gesellschaft/

 http://mymonk.de/4-geschichten/

Samstag, 3. September 2016

Radrekord!

Gestern abend dachte ich mir schon, wenn es mir morgen gut geht, mach ich ne große Radlrunde. Um den Münchner Speichersee...da sind die Dämme nur am Wochenende geöffnet und da wollte ich mal langradeln...rechts Gebüsch, links Wasser, wenig Menschen (1 Joggerin kam mir entgegen).

Heute morgen: uija  Kraft ist da, jetzt bloß beim Frühstück nix falsches essen, Rucksack packen und los gings.
Alles wunderbar, tolle Natur, Stille, ebene Wege...fit und wach, super Laune, keine Quälerei...

Ich war in einem so guten Rhythmus, das ich fast schwerelos nur so dahinflog...und doch baff war als ich dann las: 1,5km Feringasee. Ein toller großer Badesee und natürlich hatte ich Badeklamotten und Handtuch dabei, weil ich eigentlich noch woanders reinhupfen wollte. Egal...
2 große Runden geschwommen. Ausgeruht. Gegessen.

Zurück wurde es etwas holprig, weil da wo ich über die Bundesstraße wollte, nun der Übergang versperrt war und der neue Weg etwas unübersichtlich war, so dass ich ganz woanders rauskam. Dann mehr Nähe Autobahn und durch ein Dorf und wieder an der Straße statt durch Felder, aber egal...

Wieder erstaunlich wie anders nun die Menschen auf mich reagieren...ich stand etwas unschlüssig an einer Kreuzung, da kam ne Frau und meinte ob sie mir helfen könne....später als ich aufm Handy den besten Weg suchte (danke GPS!) kam ein Mann auch aufm Radl und suchte ebenfalls den Weg auf seinem Handy, kamen ins Gespräch und fanden dann beide unsere Wege ;)

Als ich dann wieder daheim ankam und auf die App sah: Was?? 50 Kilometer?? Das hat mich riesig gefreut! Mein absoluter Rekord! Darf gern so bleiben....

Freitag, 2. September 2016

Knülle

Die Rechnung von unverträglichem Essen am Wandertag (also vorgestern) bekomme ich heute.
Matschig, müde, so unglaublich müde....voller Histamin...es ging leider nicht anders, auf der Alm gab es nur das, was es eben an Essen gab, wir hatten zwar was dabei aber im Moment bin ich ein Nimmersatt.

Tja und eigentlich wollte ich mich heute mal wieder mit A. treffen und lecker indisch essen gehen...aber so hat das keinen Sinn, ich pendel von Couch-Küche-Bad-Bett...trinke Unmengen von Wasser, nehme Vit C, aber meistens hilft halt nur viel schlafen.

Gefühlt wieder ein verlorener Tag. Trauer.

Aber wenigsten erfreue ich mich an meinem neuen billigeren Internetanbieter. Gestern war der Wechsel und da war schon Herzklopfen angesagt, man liest ja immer mal wieder übelste Schauergeschichten. Aber nix. Alles super! Läuft. Sehr schön :)

Septemberzeit

Tja Spätsommer oder wie es gestern im Radio hieß: Meterologischer Herbstanfang.
Erntezeit...dachte sich wohl auch diese Frau
und beißt ganz keck in eine Blaubeere...
Mhhhh das war mal früher meine Leibspeise: Blaubeeren mit Kaiserschmarrn. So schön aufgekocht, eingedickt und abgekühlt und dann der fluffige heiße Kaiserschmarrn drüber und danach großes  lachen über die blauen Zähne und Zunge...

Die Sonne steht tiefer...der erste Monat wieder mit R und, hieß es da in meiner Kindheit: In Monaten mit R darf man nicht barfuß gehen (weil zu kühl).
Heute ist mir das wurscht, wenn es wie heute wieder fast 30 Grad hat, geh ich natürlich barfuß!

Und Sommersprossen hat die Frau! Ganz viele :) Is ja heute auch out...man sieht kaum mehr welche, wird alles unter Make-up verkleistert...

September...hallo!!

Donnerstag, 1. September 2016

Ein Ausflug mit Tücken

Gestern mit D. mal wieder unterwegs gewesen.
Wollten beide wandern, weil wir das beide dieses Jahr noch nicht einmal geschafft hatten.
Wir nahmen den Prinzenweg von Schliersee nach Tegernsee. Eine eher leichte Tour auf schönen breiten Kieswegen.
Nur mein Körper der wollte nicht so wirklich...schon die Nacht davor war Unruhe angesagt, viel schwitzen, viel Herzrasen...wenig Schlaf, aber keine psychische Aufregung oder Sorgen oder so...rein körperlich.
Dann in der Bahn merkte ich schon ich war gereizt, angespannt, sofort auf 180....warum? Ein toller Sommertag, nicht zu warm, eigentlich gute Laune, ein schöner Ausflug liegt vor einem, der Zug nicht so voll, alles pünktlich, mit D. war auch alles gut....nun denn.

Was soll ich sagen...der Aufstieg war echt Horror. Blutdruck im Keller, Puls hoch, ich hatte den Flattermann. So wie ich mich mehr anstrengte wurde es richtig schlimm, weiche Knie, kalter Schweiß, innerlich zittrig,...also gabs viele viele Pausen. Überlegungen ob wir lieber wieder umdrehen sollten...was tun...essen, trinken..., langsam gehen, allein gehen, wieder Pause...zweimal geheult wegen was? Nix...(na gut es war nicht gerade motivierend, das uns mehrfach über 60 Jahre alte Herren mit dem Mountbike überholten! Immerhin liegt die Hütte über 1200m) einfach dieses scheiß körperliche Gefühl.
Panikattacken würde man meinen, aber ich hatte nicht diese ängstlichen Gefühle/Gedanken wie sonst dabei. Es war mir sonnenklar, das ist rein körperlich und klar schlägt das jetzt auf die Laune, wenn man in einem friedlichen Wald mitten in Bayern hockt und was schönes machen will...es war Idylle pur. Eigentlich.

Ich nahm eine Tavor, einfach um den miesen Puls mal runter zu bekommen. Das half wohl etwas... auch das D. so entspannt reagierte war schön.

Bis zur ersten Alm also hochgeschleppt, da wollte ich dann weiter entscheiden. Die lange Pause dort tat gut, wir sahen dann auch, dass ab jetzt der Weg eigentlich schon wieder runter geht.

Dann erst wurde es ein toller Ausflug. Wunderbare Natur, leckere Gerüche, vorbei an Almwiesen voller Kühe, ein strahlend blauer Himmel, die Sonne die uns küßte....




Irgendwann wieder unten angekommen, war uns klar, jetzt gibt es nur noch eins: Ab in den See!
Wir waren fast 5 Stunden auf dem Berg unterwegs, den man gemütlich locker in 2,5 Std. gehen kann, aber egal, war halt Ausnahmesituation....und so war es das absolute Highlight unsere erhitzten, verschwitzten, erschöpften Körper im kühlen (sehr kühlen!) See zu entspannen mit einer großen Schwimmrunde...der Abendsonne entgegen...