Freitag, 26. August 2016

Unwohl und Energiefeld

Stöber derzeit in einem Buch über Coabhängigkeit. Stöbern deswegen weil mir das zu abgehoben, esoterisch und schmusi-schmusi-mäßig geschrieben ist (da hab ich bessere Bücher drüber) und deswegen nur eher so drüber flieg und quer lese.

Aber die Definition was Coabhängigkeit ist, da muss ich der guten Frau recht geben. Es ist nämlich nicht nur so, dass Coabhängige nur die leeren Flaschen ihres alkoholsüchtigen (oder anderen Drogen) Partners wegräumt, oder beim Chef anruft um ihn krank zu melden, obwohl der nur seinen Rausch ausschlafen will....nein Coabhänigkeit ist mehr:

"...wenn du wie ein Schwamm alle Energien um dich herum aufsaugst, wenn du es nicht vermeiden kannst, dich von den Gefühlen anderer anstecken zu lassen,...den meisten von uns Coabhängigen fehlt eine Art emotionaler Schutzschild, wir gehen in Resonanz mit jeder Schwingung, die uns das Leben vor die Füße legt, egal ob sie etwas mit uns zu tun hat oder nicht....es ist, als wäre unser Emotionalkörper dann zu fein abgestimmt, zu wenig in der Lage, seine eigene Schwingungen stabil zu halten.....unser Energiefeld ist störanfällig, was uns zwar wunderbar feinfühlig sein lässt, uns aber jede Kontrolle und Selbstbestimmung über unseren Energiezustand raubt..."

Ich glaube, dass Hochsensibilität öfters Coabhängigkeit ist. Ist aber nur meine Vermutung.

Und sonst so?
Seit gestern abend fieses Kopfweh und Übelkeit. Beides kenne ich so gut wie gar nicht...das es nun so lange schon anhält, macht mich nervös.
Hatte mich heute schon auf einen Abend mit einem Freund und leckeres Essen gefreut. Wird wohl nichts draus. Mir gehts zu elendig, als dass ich beides genießen könnte.
Also hüte ich weiter das Bett....bin auch in weinerlicher Stimmung....Vermute sehr hohen Histaminspiegel...vor allem wegen dem heißen, schwüllen Wetter und mir ist das Toxaprevent ausgegangen, das oft vieles aufsaugt. Hoffe es wird morgen geliefert....

Kommentare:

  1. Hallo Luzia, erstmal gute Besserung! Das was du über Co-Abhängigkeit schreibst, trifft es mE sehr genau. Dieses Mit-Betroffen-Sein welches von selber eintritt und in einer Dimension und Intensität, der man kaum Widerstand leisten kann. Oder man hat sogar den Eindruck, sich gar nicht Abgrenzen zu dürfen..

    Lieber Gruss
    Anne

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    1. Allerdings würde ich Co-Abhängigkeit nicht mit Hochsensibilität gleichsetzen. Weil es durchaus auch emotional sehr stabile und gesunde Hochsensible gibt. Das Leiden ergibt sich eher, wenn jemand nicht gelernt hat, die Sensibilität zu leben. Oder es wurde vom Umfeld nicht verstanden.

      Bei der Co-Abhängigkeit jedoch ust schon an sich ein Leidensdruck vorhanden ist, der aus einem ungesunden Umfeld heraus, der sich aufgebaut hat. Zu den Überschneidungen von beidem hab ich mir auch schon Gedanken gemacht. Eigene kleine Theorie; gestresste Mutter, gestresster Embryo -- Kind entwickelt hohe Sensibilität als System zum Selbstschutz/als Frühwarnsystem.. Sowas in der Art. Also das Thema "Weitergabe von Trauma" ... Aber das sind nur meine Gedankenspiele ...

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    2. Hallo Anne, danke es ist heute morgen etwas besser :)
      Ja zuallererst denk ich, muss man sich selbst wieder die Erlaubnis geben dürfen so zu denken, zu fühlen, handeln wie man es eben tut, und nicht im vorauseilenden Gehorsam so zu fühlen ect. dass es dem anderen passt.

      Das hoffe ich, dass es auch stabile hochsensible gibt ;) ich habe in meinem Umfeld eher die Coabhängigen als hochsensible (selbstgenannte) erlebt....und ja klar, das Verhalten seine Umwelt gut zu beobachten um rechtzeitig reagieren ect. zu können ist natürlich auch ein wichtiger Punkt. Bei mir war es überlebenswichtig meine Umgebung immer zu scannen, weil alles so unvorhersehbar und chaotisch war....
      Heute morgen fiel mir noch ein: Es gibt ja auch hochsensible Tiere, ob die auch coabhängig sein können? ;)))
      Schönes Wochenende !!

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    3. Hallo Luzia

      Ich finde es spannend, diesen Themen nachzugehen. Vor allem auch, wenn ich mich darauf konzentriere, welche Stärken mir durch diese Sensibilität zuwachsen. Das Gras wachsen hören, ist doch auch was, oder?! ;)

      Für mich kann sich tatsächlich beides auch überschneiden, also die Co-Abhängigkeit und die Hochsensibilität. In meiner Beobachtung ist es auch so, dass viele familiär "Vorbelastete" sich mit dem Label "Hochsensibilität" identifizieren können. Da würde ich mich einschliessen.

      Interessant, dass auch die Gesellschaft langsam das Thema "Hochsensibilität" zu erkennen beginnt. Zum Teil auch im Zusammenhang mit ADHS, Hochbegabung, Autismus und anderen "Diagnosen". Mir scheint, dass da eine Chance drin liegt, dass hier mehr darüber gesprochen und geschrieben wird. Allerdings erhoffe/erwarte ich mir (in Bälde) keine grossen gesellschaftlichen Veränderungen davon. Mir scheint aber, dass es aber wirklich einen Trend gibt, hin zu mehr Achtsamkeit. Zur entgegengesetzen Entwicklung von immer mehr gesellschaftlichem Leistungsdruck, Technologie und anderem Wahn-Sinn ..

      Lieber Gruss und dir auch ein schönes Wochenende!

      Anne

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    4. Achja, so ein hochsensibles Tier -- alias Hund -- hatten wir auch mal :)
      Wir der Herr, sos Gscherr, dachte ich mir dann jeweils ...

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  2. Wenn ich deinen Gedanken über Coabhängigkeit richtig folge, bedeutet es, dass alle deine Leser, (oder zumindest ich), zu den Coabhängigen zählen.

    Bestens, Eva.

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    1. Hallo Eva, die Gedanken stammen aus dem Buch.
      Coabhängigkeit ist nicht in einem Satz zu erklären, Coabhängigkeit ist nicht, wenn man sich für jemand anderen interessiert, sondern wenn man sich zuoft im anderen verliert. Das Buch *die Sucht gebraucht zu werden* oder *wenn Frauen zu sehr lieben* lassen die Thematik besser verstehen.
      Liebe Grüße

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