Sonntag, 14. August 2016

Herzensarbeit

Oh oh oh....
gestern abend, ich lag schon im Bett, wurde irgendwas in mir weicher...und zwar in Bezug auf diese Histaminintoleranz. Der extreme Widerstand wich.
Ich nahm das einfach wahr...es war schön. Auch weil ich dadurch erst gemerkt habe, wieviel Energie dieser Widerstand und Frust kostet.
Und aus lauter Trotz fall ich gern in selbstschädigendes Verhalten, in diesem falle: ich esse Zeugs das mich vergiftet.
Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann.
Oh..oh..oh...
Mit diesen Gefühlen und Gedanken schlief ich selig ein und träumte interessantes (mehr gibts dazu nicht zu sagen *g*).

Heute morgen war das alles weiter in meinem Kopf und ein klitzeklein wenig auch in meinem Herzen.
Ich blieb dran: Widerstand, nicht wahrhaben wollen, nicht fühlen wollen...
es lockerte sich immer mehr in mir: oh wieviel hab ich in letzter Zeit wieder niedergedrück (Depression!) an inneren Wahrheiten und Gefühlen!!!
Schnell wieder das Buch *Herz öffnen statt Kopf zerbrechen* hervor geholt, ab aufs Radl und hinaus zu einem schönen Platz am Waldrand.
Schon auf der Fahrt spürte ich wieder wie sich vieles in mir löste (wenn erstmal die Erlaubnis dazu da ist, geht das bei mir recht schnell), ich wieder Freude spürte, die Schönheit der Umgebung genießen konnte, wieder in meinem Körper und in meiner Welt landete.

Ja davor war ich abgehoben, nicht nur in meinem Kopf, sondern in meinem Geist der noch ein paar Zentimeter über meinen Kopf schwebt. Ich spürte nichts mehr, war zu vergeistigt. Wie abgetrennt von dieser Welt.
Und es dämmerte mir weiter: wenn ich mich selbst so abtrenne und somit ablehne, ist es kein Wunder, dass die soziale Phobie wieder blüht: wer nicht in sich zuhause ist, fühlt sich unsicher in Gegenwart anderer. Diese könnten einen ablehnen (was gefühlt fatal wäre, weil man sich selbst ja auch schon ablehnt und was bleibt dann noch?) oder wenn der innere Platz leer ist, dass es sich andere darin gemütlich machen können. Sprich Gehirnwäsche im krassesten Fall. Jedenfalls ist man in diesem Zustand sehr leicht manipulierbar ect. weil man mit seinen Gefühlen nicht in Kontakt ist.
Auch kann ich mir vorstellen, dass ich im Kontakt mit Menschen meine Gefühle unterdrücken muss (altes erlerntes Muster), weil das innere Kind die Vorherrschaft übernommen hat und schon ängstlich droht: bloß nicht! Du weißt ja, das darf man nicht.

Wenn ich mit meiner Wahrheit nicht in Kontakt bin, gibt das extreme Anspannungen im Körper. Und gerade läuft innerlich alles mögliche an Menschen, Orte, Geschäftigkeiten ect. an: Wie fühle ich in Bezug auf xy eigentlich wirklich? Was verleugne ich (evtl.) um nicht die Konsequenzen zu spüren, zu fühlen, zu tragen?

Wenn ich nicht bei meinen Gefühlen bin, bin ich (leider oft) bei den Gefühlen des anderen, das wiederum nennt man Coabhängigkeit, dessen hauptsächlichstes Merkmal ja das *nicht bei sich und seinen Bedürfnissen, Gefühlen zu sein* ist.

Warum hatte ich in letzter Zeit immer öfter so Herzstechen und Herzstolpern? Weil ich mein Herz völlig ausgeklammert habe?
Erinnerungen kommen hoch an Begebenheiten, Tätigkeiten, Unternehmungen usw. in denen ich voll bei mir war und mit ihnen übereinstimmte (die meiner Wahrheit entsprachen und nicht dem was anderer wollten, erwartete ect.), wie gut es mir dabei immer ging! Voller Kraft und Lebensfreude!

Du darfst nicht fühlen und nicht deine Wahrheit leben. So lautete das Gebot in meinem Elternhaus. Alles andere war viel zu gefährlich für sie, aber auch nur weil sie es selbst so beigebracht bekamen: Hab keine Angst, heul nicht, sei still, brav, folgsam...man stelle sich vor man ist dann doch traurig, die Eltern erinnern (wenn auch nur auf einer unbewußten Ebene) sich, dass sie auch traurig sind wegen irgendwas, das bringt sie mit ihren eigenen Gefühlen in verbindung und da dass ja nie sein durfte sind sie erschreckt und werfen schnell wieder einen Deckmantel drüber. Nicht nur bei sich, sondern gerade bei den eigenen Kindern. Was nicht sein darf...und so...
Ich glaube Alice Miller hat das in ihren vielen Büchern immer wieder thematisiert.

Und so arbeite ich mich Stück für Stück durch alle Gefühle, die mit der HI in Zusammenhang stehen: Trotz, Trauer....
außerdem bei noch so einigen Theman....
spannend :)

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