Montag, 4. Juli 2016

Gestolpert

Wie gut es tut mit der Thera die aktuellen und kürzlich vergangene Brennpunkte nochmal anzuschauen.
Bin jetzt wieder gnädiger mit mir selbst.
Wollte zuviel auf einmal.
Die Gier halt.
Aber ist es nicht legitim endlich auch mal ganz normal leben zu wollen?
Gut, ich werde die Kunst der kleinen Schritte lernen.
Der ganz ganz kleinen.
Uff. Nerv. Schade.
Ich würd so gern....
Ich habe nie gelernt, wie man damit umgeht, wenn man auf dem Weg zu seinem Ziel mal hinfällt. Dass es Rückschläge gibt. Dass das aber noch lange nicht heißt, dass man deswegen alles hinwerfen muss, oder dass das Ziel falsch ist (natürlich kann es das auch sein, aber jetzt im konkreten Fall ist es das nicht).
Das mein altes Muster "mich überfordern" wieder die Führung übernommen hat.
Jetzt sitz ich da im Staub, mit aufgeschüfte Knie und find das so ärgerlich, dass es nicht so schnell voran geht wie ich das gerne hätte. Die Mundwinkel hängen...
Also einen fehlenden Willen braucht man mir nicht nachsagen...

Auch die Ängste bezgl des fast-Traumjobs angeguckt. Die haben schon ihren Sinn und auch ihre Berechtigung. Da fällt mir ein vor kurzem entdeckter Blog ein: Der Autor, ein junger Mann, litt jahrelang unter Depressionen und Panikattacken, dann kam er in eine Klinik und wie durch ein Wunder ist er seitdem geheilt, hat danach seinen Job geschmissen, sich selbstständig gemacht, mit dem VW-Bus die Welt bereist und litt seither weder unter Ängsten noch unter Depressionen und "beglückt" nun seine Leser mit Parolen wie: willst du dass die Angst dein Leben bestimmt? Willst du so weiter leben? Was du tun musst, damit....und wie du zufrieden und glücklich wirst undundund...was mich an einen zugekoksten aufgedrehten Affen erinnert, der gerade eine Schulung für angehende Vertriebler schmeißt und sich selber vor lauter Euphorie und überhaupt und sowieso nicht mehr einkriegt.
Ich glaub dem Kerl kein Wort. Als ich dann irgendwo auf seiner Seite was von einem NLP-Seminar las, wars mit meiner Sympathie ganz vorbei und ich schloß die Seite.
Meine Meinung: Der Typ macht sich selber was vor.
Aber das muss ja jeder selber wissen und heraus finden.

Ich geh wieder zurück zu meinen kleinen Zielen.
Und so genieße ich weiter meine körperliche Energie, was ich heute insofern nutzte, dass ich die Hälfte der Wegstrecke mit dem Rad fuhr.
Spart Geld, ich tu meinem Körper was gutes und die Zeit ist auch gut gefüllt. Muss sie ja, weil ich jetzt viel weniger Ruhe brauche.
Nach der Thera genoß ich noch den angrenzenden Wald zu einem schönen Spaziergang und nachdenken auf einer Bank. Ich spürte regelrecht wie mein Introvertierten-akku sich wieder lädt!
Weiter gings in einen Umweltgarten (Grünanlage von den Bewohnern der umliegenden Häuser angelegt) mit vielen Tieren und Infotafeln, um dann wieder mit Bahn und Rad gen Heimat zu düsen.
Ein ausgefüllter und schöner Tag.

Ich liebe diese Selbstsicherheit die durch körperlich Kraft wieder mehr steigt.
Und richtig Hunger hab ich durch die viele Bewegung auch wieder!

Kommentare:

  1. Wenn Du stolperst und faellst hin ... dann stehst Du eben auf und gehst weiter ... ganz einfach ... weil auf Deinem Weg, friend Luzia ... wenn Du da so lang stolperst ... sind viele Leute, die sich nach Dir richten ... ya? ... Love, cat.

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  2. ja aber erstmal bleib ich noch etwas hocken und schimpfe ein wenig...)
    nach mir muss sich keiner richten und tut auch glaub ich keiner, oder wie meinst Du das?
    Viele liebe Grüße!!!

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