Sonntag, 3. Juli 2016

Entspannter Sonntag

- diese Woche mit einer Frau unterhalten, die sich ritzt. Danach, als ich so ein wenig darüber nachdachte kam mir in den Sinn: Den meisten , die sich selber schneiden wurden irgendwann ihre Grenzen massiv überschritten. Jetzt überschreiten sie ihre Grenze (die Haut als Grenze von innen und außen) selbst.
Das ist keine Be/Verurteilung, ich tu mir ja leider selbst oft genug das an, was andere mir antaten.

- heute Nacht war gruselig. Voll getriggert, Herzrasen, Albträume. Erst morgens als ich das geklärt hatte (hatte noch was mit dem fast-Traumjob zu tun), konnte ich etwas Schlaf nachholen.
Davor noch den guten alten Bütler (Buch) rausgekramt und drin gelesen. Wird wieder höchste Zeit, dass ich mit mir selbst und meinen Gefühlen/Bedürfnissen in Kontakt komme. Zu schnell rutsche ich innerlich weg. Und bei den wirklich wichtigen Situationen bin ich dann nicht da und tue wie ferngesteuert das, was von mir erwartet wird....

- eigentlich wäre gestern ein Treffen mit einer neuen Bekannten gewesen, die meldete sich aber nicht wie versprochen am Freitag. Hab ich schon keine Lust mehr drauf. Ja da bin ich inzwischen sehr empfindlich. Ich laufe keinem mehr nach.

- heute also ruhig vor mich hindümpeln, Kaffe genießen, lesen und nach innen gehn. Morgen Thera, nach 6 Wochen auch dringend nötig.

1 Kommentar:

  1. Ich verstehe alles sehr gut was Du schreibst, Freundin Luzia ... arbeite auf einer sehr beschaeftigten psychiatrischen station ... wie nennen diese Leute hier "cutters" ... sie schneiden, weil das die anderen seelischen Schmerzen kleiner macht ... ja ... Love, cat.

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