Samstag, 30. Juli 2016

Streß ist auch...

wenn ein Freund mal eben meint: "dann hol ich dich mit dem Quad ab und fahren ein Stück, da steigen wir ins Auto um."
Nein, ich kann nicht mal eben mit dem Quad fahren...viel zu *uahhh*. Unsicher einfach. Auch wenn ich weiß, dass er ordentlich fährt.
Es geht (für mich) auch nicht, am Tag vorher nicht zu wissen, ob das jetzt klappt mit dem Treffen oder nicht. Ich kann nicht spontan sein. Ich muss mich drauf vorbereiten.
Früher ging das alles mal ad hoc. Aber jetzt eben nicht mehr.
Da ich eh mehr als knatschig und so bin, also ganz abgesagt. Nach dem Motto: eh schon alles scheiße.
Vorhin rief er nochmal an, "ob ich vorbeikommen will. Ganz in der Nähe, da könnt ich mit Rad hinfahren. Das Ehepaar sei ganz lieb und ect."
Der gesunde Teil in mir freute sich, und ginge es mir ein winziges Stück besser, würde ich glatt rüber fahren. Einen schönen Abend, mit 3 Leuten, im Garten, Ruhe, lachen, leckeres Essen genießen. Wenn ich "hinfühle" hab ich bei den Leuten ein gutes Gefühl.
Aber nicht in der jetztigen Situation. Das ganze auch noch bei extremer Schwüle.
Überhaupt ess ich grad nur, weil ich noch knatschiger bei Hunger werde. Appetit ist weit entfernt.
Fuck life!

Freitag, 29. Juli 2016

Können vor lachen

Naja na lachen ist mir derzeit wahrlich nicht...
Es ist das alte Drama: Wollen aber nicht können.
Gerne was anderes/mehr arbeiten wollen, aber nicht können.
Gerne eine schon gebuchte Reise machen, aber....?

Ich hadere gerade mit mir selbst, ob ich diese lang gewünschte Reise machen soll. Es wäre das erste Mal, dass ich alleine ins Ausland fliege.
In dieses Land will ich schon lange. Meine Wurzeln sind dort (der Opa flüchtete im Krieg von dort nach Deutschland) und seelisch zieht es mich da total hin...
Termin Anfang September und ich dreh jetzt schon durch. Es ist mehr als das übliche Reisefieber, die unruhige Aufregung, die man wenige Tage vor Abflug hat...es ist die Panik Wochen vorher.

Das Problem ist: Mein Körper verträgt absolut keinen Streß mehr. Er weiß nicht, dass das sogenannter *positiver* Streß ist. Dass dieser Urlaub was schönes ist. Dass ich mich auf die neue Umgebung freue, das erkunden der Hauptstadt, das nachspüren, das erfühlen, das mich heimisch fühlen (hoffentlich, vermutlich)...das lauschen der Sprache(die ich nicht verstehe)...sovieles schönes....

aber mein traumatisiertes Hirn konstruiert nur Ängste, da helfen auch keine Sätze wie: Du hast dich immer überall zurecht gefunden, was kann schon groß passieren ect...nene das Hirn läuft im Alarmmodus da kommt nichts mehr an....

Streß gibt es schon soviel in meinem Alltag, die soziale Phobie sobald ich das Haus verlasse, Anspannungen noch und nöcher sobald Menschen um mich sind, geringer Selbstwert, Einsamkeit, der extreme Schrecken wenn ein Auto dicht an mir vorbei fährt, Arztbesuche, Geldsorgen, laute Nachbarn, Erschöpfung....
Letztens in der Arbeit, in der ich so gut wie immer alleine bin, kamen die Hausbewohner früher nach Hause und brachten 3 Freundinnen als Besuch mit. Die Küche war voll, ich bügelte im Nebenraum und stand unter Panik.
Irgendwie schaffte ich es alles fertig zu machen, in die Küche zu gehen, um meine Sachen zu holen und mich zu verabschieden. Danach war ich fix und alle und völlig verkrampft.

Dazu kommt, dass ich seit einigen Monaten unter besonderen Streß stehe,
erst letzten Herbst der Verlust zweier Freunde, sehr anstrengendes Weihnachten/Sylvester, der Streß mit meinem Vater, selbstgemachter Druck inkl. Bewerbungen und Gespräche bezgl. mehr Arbeit, Hochzeit meiner Cousine-die mich ja auch Wochen vorher schon plagte und zu der ich letzens auch nicht gehen konnte, der ebenso anstrengende Kurzurlaub mit (abgebrochenem) Langlaufkurs im Januar...
und zeigte mir nicht zuletzt der Besuch in Bamberg, dass ich schon an der obersten Kante der Anspannungsskala bin???

Und jetzt wieder seit Tagen diese komatöse Müdigkeit und Dauerschlaf....liegt das wirklich nur an zuviel Getreide oder lässt mich mein Körper streiken, damit ich mir nicht noch mehr Streß antue?

Wäre es nicht sinnvoller, die Reise zu stornieren, das gesparte Geld (für den Aufenthalt) lieber für Dinge nehmen, die mir gut tun, also in Bücher investieren, indisches Essen und Tagesausflüge...?

Und was mach ich dann mit all der Trauer, dass wieder mal etwas nicht ging? Dass selbst die ganze Arbeit an mir selbst nur winzige Verbesserungen bringt...?
Dass *man muss nur wollen* eine Aussage ist, die nicht stimmt?
Dass ich mir evtl. mit genau dem Willen mehr schade, als nutze?
Dass ich mühsam mein Bild von mir selbst und meinem Leben immer wieder neu ordnen muss von dem was ich mir vorstelle/will und dem was möglich ist?
Zu akzeptieren, dass manches von der komplexen PTBS eben nicht heilbar ist...?
Dass ich es gar nicht wahrhaben will, dass ich so krank bin? Sondern einfach nur die richtigen Selbsthilferatgeberbücher lesen muss (wieviele eigentlich noch??) um dann "ganz einfach" ein normales Leben führen kann?

Dass mir gerade nichts lieber wäre, als dieses
 https://www.langweiledich.net/luxus-auf-ganz-kleinem-raum/
 schnuckelige Häuschen, irgendwo in der Natur, mit kleinem Waldstück und See, das ganze bitte vollkommen sicher eingezäunt, damit mir ja kein Mensch übern Weg läuft und erst recht keine Scheißnachbarn!!!

Mittwoch, 27. Juli 2016

Härte

Durch die Zeilen eines Freundes wieder gemerkt, mit welcher Härte ich im Moment mal wieder gegen mich selbst vorgehe.
Wieder viel mehr von mir selbst verlange, als ich derzeit schaffen kann.
Klar auf der einen Seite gibt es da einfach den Wunsch ein etwas normaleres Leben zu führen (mit weniger Ängsten, mehr selbstverdientes Geld usw.) und auf der anderen Seite merke ich wie alte übernommene Stimmen mich antreiben: jeder hat halt seine Probleme, is nicht immer alles toll, du kannst doch mehr bzw. nichts, musst halt nur mehr....xy...tun, was hast du denn, willst doch nur was besonderes sein....
ect...pp...

Der Freund schrieb, dass ich ja so fleißig sei, weil ich es schaffe  trotz widrigen Umständen zu arbeiten.
Das sah/sehe ich anders: Waren heut ja nur 2 Stunden.....
Aber auch sonst verlange ich derzeit, dass ich normal lebe...
die depressiven Phasen zeigen mir die Überforderung an.

Und bis ich es wirklich genießen und mir erlauben kann, ein gewünschtes Buch auf der Couch zu lesen, oder in der Sonne zu dösen oder jetzt einfach alles stehen und liegen lassen ("räum die Flasche in die Küche und die Flips auch!!!") und ins Bett fallen.......
immer wieder ein Kampf....

Provokationstest

Ah ne das war nicht das Mangan (das soviel Wohlgefühl auslöste), sondern das wieder gebonnene Betain Hydrochlorid. Weil ich ja schonmal die Vermutung hatte, dass ich ZUWENIG Magensäure habe. Und der Versuch scheint es zu bestätigen. Salz entschleimt und dann auch kein Wunder, dass ich weider freier atmen kann und sich der Bauch  angenehm aufgeräumt anfühlt.

Gestern Provokationstest: eine ganze Pizza verdrückt. So eine ganz normale. Viel Weizen. Viel Gluten. Danach überkam mich schlechte Laune. Und Müdigkeit. Absolute komatöse Müdigkeit.
Hatte ich deswegen nach Bambgerg den krassen Deprianfall, weil es davor 1 Stück Torte und 1 Stück  Kuchen gab?
Auf alle Fälle ist das Zeug jetzt wieder gestrichen.
Werde weiter beobachten.

Denn auch heute bin ich fad, mies gelaunt, träge, müde...
kein Wunder, für den Darm ist Gluten und soviel Getreide-Käse-Gemisch Schwerstarbeit, da bleibt nicht viel Energie für anderes übrig.

Also etwas ruhiger angehen lassen heute...

Dienstag, 26. Juli 2016

Dinge erledigen

Ich schieb eigentlich Dinge nicht so oft auf.
Aber jetzt hat es mich erwischt. Gleich 2x.
Zum einen meldete mein Pc schon seit Wochen (!) dass er Aktualisierungen nicht durchführen kann, weil....
Ich konnte das nicht beheben.
Ich habe aber einen sehr lieben Freund, der ein richtiger Nerd ist (keine Beleidigung) der arbeitet am Pc, sein Wohnzimmer besteht aus einem riesigen Schreibtisch und er stürtzt sich mit Freude in irgendwelche PC-Probleme.
Es brauchte also nur einen Anruf. Naja ich scheute mich davor. Bis gestern.
Dank Team-Viewer (er kann aus der Ferne mit einem Passwort auf meinen Pc zugreifen, ich sehe aber was er macht, daher alles easy!) konnte er das Problem in 45 Minuten lösen. Und es waren lustige 45 Minuten, weil wir natürlich gleichzeitig auch am Telefon waren, um weiteres zu klären und neuestes auszutauschen.
Fazit: Mein Pc läuft wieder super, alles aktualisiert und keine Fehlermeldungen :-))

Das andere war mal wieder mein Zahn. Wieder mal überempfindlich. Auch schon seit gut 3 Wochen. Jetzt kam noch ein fieses Drückegefühl dazu. Also doch mal einen Termin ausmachen.
Seit der neuen Krone muckt der immer mal wieder rum. Jetzt kam wieder die Paste drauf, als Schutz, damit sich der Zahn erstmal beruhigt, soll halt solang als möglich drauf bleiben und erstmal nur auf der anderen Seite kauen. Hoffe es hilft wieder.
Noch merk ich nix davon...

Und dann hab ich wieder mit Mangan angefangen. Heiß tja, dass es bei der HPU-Erkrankung auch zusätzlich genommen werden soll. Die erste Dose vor einiger Zeit brachte irgendwie gar nichts. Wußte aber nicht mehr in welcher Form ich es damals nahm. Jetzt das Mangan-Gluconat und es fühlt sich sehr gut an. Habe richtig tief und satt geschlafen. Wow!
Auch Mangan hilft bei der Entgiftung und Entsäuerung!

Montag, 25. Juli 2016

Verhaltensregeln

Verhaltensregeln in schwer depressiven Zeiten.
(können natürlich bei jedem anders aussehen, für mich hat sich folgendes bewährt):

- zu aller wichtigst: KEINE 1000% Prozent Funktionsfähigkeit erwarten.
Es ist ok, Dinge liegen zu lassen, die nicht so dringend sind.
Heißt auch mal 1-2 Tage Geschirr stehen lassen, nur das nötigste einkaufen (oder einfach mal den Vorratsschrank leer futtern oder sich auch mal was vom Lieferservice gönnen).
 Oder halt mal weniger zu essen, wenn der Körper es eben nicht verlangt. Auch hier wichtig: Nicht aus den Augen verlieren. Der Körper braucht trotzdem Brennstoff. Wichtig ist eher genug Wasser zu trinken!

Es ist auch ok, wenn ich es erst gegen 14 Uhr unter die Dusche schaffe, wichtig ist, dass ich mich nicht komplett aus den Augen verliere.
Also, Streß und Druck rausnehmen. 

Es ist auch ok, immer nur 2 Seiten von einem Buch zu lesen und dann wieder Pause machen und aus dem Fenster starren. Oder eine Runde dösen.
Oder sich von leichten Filmen etwas berieseln zu lassen.

Auch alles langsamer zu tun ist gut. Wer hetzt einen denn? Man selbst.
Aufpassen, dass man sich nicht zu sehr in den Gedanken verstrickt. Ein bewußtes STOP kann helfen, oder auch erdende Tätigkeiten wie putzen (ganz langsam...), leichte Gymnastik (auf den Körper konzentrieren), ein Interview hören, eine Kabarettsendung sehen, aufräumen.
Werde auch mal wieder mit Salzteig rumpanschen...
Auch geeignet, um auf andere Gedanken zu kommen: Raus gehen. Andere Umgebung = andere Gedanken.

Die Kunst der kleinen Schritte.
Lieber weniger vornehmen und dann weiterschauen.
Heute also:
Schon geschafft:
- gefrühstückt, geduscht UND Antrag zur Verlängerung der Erwerbsunfähigkeitsrente ausgefüllt.

- Möchte ich noch gerne: raus in die Natur (dabei Müll wegbringen) und wenn es gut geht in der Bücherei noch Schwerbehindertenausweis kopieren und dann alles mit Antrag zur Post,
später was warmes essen (Schnitzel ist am auftauen).

Sonntag, 24. Juli 2016

Verdaut

So der Schrecken von München ist verdaut.
Auch wenn ich ca.20km außerhalb wohne war es doch mehr als gruselig, als noch nicht klar war, ob es mehrere Täter an unterschiedlichen Orten und ein Terroranschlag sei oder nicht.
Als dann der ganze Nahverkehr gestoppt wurde, wars mir noch mulmiger. Zum Glück war ich zuhause. Und verfolgte auch bis 23 Uhr das Geschehen am Liveticker.
So fragil ist das Leben...so schnell ists vorbei.
Auch mit unseren vielen Annehmlichkeiten. Wer denkt schon dran, wenn er mal in die Stadt fährt, dass er evtl. nicht mehr heimkommt, weil nichts mehr geht?

Eine schöne Überleitung zu meiner glutenfreien Woche bekomm ich da jetzt nicht hin....
Ich merke, dass mir das glutenfreie sehr gut tut. Mein Bauch fühlt sich innerlich lockerer,freier an. Meine Bronchien sind frei, ich kann gut und tief atmen, was mich tiefer schlafen lässt.
Gut an meiner Laune hat sich nichts verändert...weiterhin mal mehr mal weniger depressionslastig.
Und ich merke auch das Suchtgefühl. Es zieht mich zum Gluten hin. Deswegen gab es vorhin 2 Dinkelkekse. Weizen ist ja schon lange gestrichen, auch wenn der sich in letzter Zeit wieder mehr eingeschlichen hat. Ich möchte das glutenfreie mehr einbauen. Eine Radikallösung ala *komplett ohne Gluten* schaffe ich im Moment noch nicht.

So heute wieder sehr schwül und drückend. Mein Kreislauf is im Keller...
Und Zahnweh hab ich ebenfalls. Schon länger, eher so drückend an der Wurzel. Jetzt wirds immer schlimmer, am Dienstag hab ich Termin.
Ich bete....

Freitag, 22. Juli 2016

AHA-Momente Teil 2

Es ist nicht so, dass ich ab jetzt materielles total verabscheue.
Ich finde es toll, das ich einen günstigen Milchschäumer gefunden habe, mit dem ich jetzt hin und wieder meinen Kaffe veredle. Es ist ein Plastikteil, mit Handbetrieb, fertig. Kein stylisches Ding für 50 Euro oder so. Nö ich zahlte knapp 5 Euro.
Es soll funktionieren.  Fertig. Um das geht es mir und nicht um das vermeintliche Ansehen *boah hat die nen coolen Milchaufschäumer*.
:-)

Bei mir zeigte sich das schon sehr früh! Fernseher? Weg damit. Auto? Ja schön und gut und ich fuhr auch ne zeitlang gern, aber es waren halt immer alte, gebrauchte. Mir gefielen sie, meistens fuhren sie. Fertig. Es musste kein Sternchen oder sonstiges drauf sein.
Handy? Lange geweigert. Ich glaube es ist jetzt insgesamt erst mein 5. oder so. Weil ich die wirklich bis zum ko benutzte oder weil ich wirklich was anderes wollte (z.B. mehr Platz für Musik, bessere Kamera..ect.)

Natürlich mag ich es auch schön und gemütlich, aber das geht mit einer 300 Euro Couch genauso! Ich fühle mich in einer "ärmlicheren" Bude wohler, als in dem *oh shit da hat jemand aber Geld*-Penthouse.

Natürlich hätte ich letztes Wochenende schneller in Bamberg sein können. Mit dem ICE. Hätt aber insgesamt auch gut 80,- gekostet. So fuhr ich für 23,- halt mit dem Bummelzug. Ich hatte ja Zeit und musste genauso oft umsteigen wie beim ICE. Das interessante dabei: ich stand vollkommen dazu und als das in der Kafferunde zur Sprache kam (wie lang fährste jetzt ect.) konnten das alle verstehen und fanden das völlig okay.
Da hab ich (innerlich voller Scham) oft schon blöde Kommentare kassiert.

Und das ist der Punkt. Diese nicht zu sich stehen/Unsicherheit, spüren die Egomenschen schnell und hauen genau da rein! Dazu kommt, dass sie ebenfalls spüren, dass ich anders bin, deren Werte, Anschauungen (tolles Haus, viel Geld, Auslandsreisen usw.) nicht teile und da sie ja innerlich leer sind (und das mit materiellen Dingen zu füllen suchen), sich bedroht fühlen und mich angreifen.
Daher auch die innere Panik im Zusammensein mit solchen Menschen.
Es triggert eben doch!
Weil meine Familie genauso ist. Nur Äußerlichkeiten zählen, der Schein nach außen, die besten Sonderangebote...
Für die war ich wahrscheinlich mehr als sonderbar. So ganz anders als sie. Was man nicht kennt, macht Angst und man greift an.
Und, 3.Punkt, wenn man wenig materielles braucht ist man weniger manipulierbar. Wenn mich sogenanntes Prestige nicht juckt, hat es der anderer schwerer mich für seine Belange einzuspannen.

Wenn mir ein anderer "fishing for Kompliment" ganz begeistert von seiner Afrikatour erzählt, und ich so reagiere: "Nein echt? Hammer! Toll! Ist nich wahr!" Bläht das sein Ego. Wenn ich mich echt für ihn mitfreue und denjenigen mag ist das was anderes...wenn es aber nur darum geht, dass er damit angeben kann was er alles tolles gemacht hat langweilt mich die Wichtigtuerei und ich könnte so reagieren: "aha. Schön." Ich bediene sein Bestätigungsbedürfnis nicht und da kann der andere schon mal heftig zurück schießen, mit fiesen Sticheleien....

Man muss schon standhaft sein in unserer Gegend, in dieser Zeit um nicht diesem Ego-gehabe zu verfallen....
Und es ist schwer, Menschen zu finden, die ähnlich ticken.

AHA-Momente

Gestern beim schreiben fiel es mir selbst wie Schuppen von den Augen:
Den Zusammenhang zwischen EGO und Depression (bei mir, das wird sich nicht auf alle depressiven übertragen lassen!!!).
Wenn ich zu sehr im materiellen und Ego aufpumpen bin, geht es mir schlecht. Wenn ich nur aufs Geld schiele und irgendwie toll sein will. Wird das nix. Mein Herz hungert, meine Seele schreit. Oft gebe ich denen falsche Nahrung. Gestern war es ein Frustkauf in Form einer Zeitschrift. Ich wollte das miese Gefühl loswerden. Mit dem Kauf wurde ich es nicht los, sondern ärgerte mich, weil ich diese Art von Zeitschrift (Entspannung, Yoga, Auszeit, Pseudo-Esoterik) nicht mehr mag. Sind zwar schöne Bilder drin, aber das wars auch schon....
Mein Herz und meine Seele nähren sich nicht aus materiellen Dingen.

Deswegen klappt auch im Moment das "noch mehr arbeiten wollen" nicht.
Es ist genug. An Arbeit und an Geld. Ich kann alle Kosten abdecken und was zur Seite legen.
Es ging mir immer schlecht, wenn ich sehr viel mehr Geld hatte, als ich brauchte. Wenn ich mich verbog um äußerlich gut dazustehen.
Wenn ich nicht mit dem Herzen und meiner Seelenbedürfnisse lebte.

Ja das alles ist nicht neu.
Doch für mich war das gestern so ein Schlüsselerlebnis: ich meldete mich ebenfalls bei noch einem Portal AB, in dem es eigentlich auch nur um Ego-Gehabe ging. Und sofort war ich bester Laune. Ohne Scheiß. Ich grinste, ich war leicht und froh. Ich hätte die Welt umarmen können (zumindest mich hab ich umarmt). Alles war gut.
Nein ich nahm keine Drogen und das Glas Weißweinschorle wars auch nicht.
Es war so klar! Ich folgte nicht meinem ureigenen Weg! Ich hörte nicht auf Herz und Seele.

Und deswegen habe ich auch das innerliche zitttern und extremes Unwohlsein bei Egomenschen mit denen ich näheren Kontakt habe. Dazu zählt auch jener Freund den ich letztens besuchte. Wobei bei ihm gerade ein umdenken statt findet, weil er merkt, dass ihm sein Geld und Haus und das herumreisen durch den Job auch nicht so erfüllt...
Ich glaube, dass diese Leute versuchen energetisch bei mir anzudocken. Sich was holen was sie selbst nicht haben. Deswegen das starke Deprigefühl nach der Umarmung und Verabschiedung mit ihm?
Ich habe das schon oft bemerkt. Bei vielen Menschen...
Immer wenn solche Menschen in meiner Nähe sind, oder wenn es eine eher egobasierte Veranstaltung ist wird meine soziale Phobie stärker!!!
Ist sie gar keine Krankheit, sondern ein gutes Warnsystem?

Spannend....
gern würd ich heute lustig mit dem Radl durch den Wald radeln und weiterhin meine gute Laune genießen.
Aber ich muss heut arbeiten...aber das kann ich ja auch mit guter Laune ;)

Was zum weiterlesen:
- Je wichtiger uns materialistische Werte sind, desto geringer ist also unsere Lebensqualität.

- In einer anderen Studie zeigte sich, dass Menschen, die nach Ruhm, Geld und Ansehen streben auch mehr physische Symptome aufwiesen, also häufiger unter Kopfschmerzen, Magenprobleme etc. litten als weniger materialistische Versuchspersonen.

Hier gefunden:
 http://www.gluecksdetektiv.de/wie-konsum-und-materialismus-ungluecklich-machen/

Donnerstag, 21. Juli 2016

Seelische Nahrung

Der Körper bekam heute einen *italienischen Abend* als Nahrung, Weißweinschorle und Spaghetti (glutenfrei) mit Pesto/Zwiebel/Schinken-Gemisch. Sehr lecker.

Auf Seelennahrung bin ich schon seit meiner Kindheit. Was nährt meine Seele....Und erlaube ich es mir das zu geben/zu holen was ich brauche...???
Eher bedingt. So gern würde ich mal wieder zum *freien tanzen*. Dort sind eher spirituell/alternativ interessierte Menschen, früher hieß das HSP-Disko, für die hochsensiblen, weil dort nicht geraucht werden durfte, man barfuß/in Socken und in bequemer Kleidung (also das ganze Ego-Gehabe fällt weg) sich so bewegen durfte, wie es einem gefällt. Generell wird auch wenig Alkohol getrunken.
Ob allein, oder zu zweit....natürlich wer mag darf auch in schicker Abendgarderobe erscheinen, ganz so wie es jedem gefällt. Keiner wird deswegen schief angeguckt.
Herrlich entspannt! Auch die Musik ist querbeet, auf keinen Fall Mainstream, Weltmusik und spirituelle Lieder sind angesagt, wer mag kann trommeln oder eigene Musik mitbringen und mit der DJane verhandeln ;)
Leider macht sich meine Sozphobie groß und motzt: da gehen wir auf keinen Fall hin!

Dann hör ich zumindest zuhause erheiternde Musik, ein Mantra mit Tina Turner!
 https://www.youtube.com/watch?v=qku7_2xH6m8&list=RD6XP-f7wPM0A&index=3

Mittwoch, 20. Juli 2016

dahindümpeln

Heute ein dahindümpeln-Tag.
Gestern schon die Arbeit für heute abgesagt (in der Hoffnung tiefere Depressionsabstürze damit zu vermeiden).
Die Nacht grottenschlecht geschlafen. Also irgendwie kaum.
Gerade noch kurz Einkauf erledigt.
Um jetzt ohne schlechten Gewissens (was echt selten ist) mich durch den Tag treiben zu lassen. Mit Salat auf der Couch mümmeln, lesen, dösen, träumen....
was soll man bei der Schwüle auch schon groß anstellen....

Vorgestern wieder über ein Portal bei dem ich angemeldet war mit einer Frau wegen Job geschrieben. Auch der klang super, eigentlich ideal.
Vermeintlich. Denn auch der habe ich abgesagt, weil derzeit völlig unmachbar.
Mich dann aus Versehen ganz von dem Portal abgemeldet (wollte nur mein Profil auf unsichtbar stellen) und gemerkt: ganz große Erleichterung.
Ganz viel Druck fiel weg! War mir gar nicht bewußt.
Auf alle Fälle klar: Mehr Stunden arbeiten ist derzeit überhaupt nicht drin.
Ok ist jetzt klar.
Klarer wird auch, dass diese Art von Jobs vielleicht doch nicht so ideal für mich sind. Das was anderes für mich vorgesehen ist...?!
Alles ist im Wandel, nur die Verwänderung bleibt stetig....

Also heute freier Tag, morgen auch, dann erst wieder am Freitag einen Termin, Wochenende bis jetzt auch frei.
Brauch ich grad. Dringend.

Dienstag, 19. Juli 2016

Dreigestirn

Das altbekannte Dreigestirn hat sich mal wieder (mit Verstärkung) eingenistet.
Sie heißen: Reizbarkeit, Depression und Müdigkeit.
Hallo auch ihr Arschlöcher, ihr habt vor Ewigkeiten mal nach einem Praktikum gefragt, das bekamt ihr auch, doch ihr habt euch einfach eine Festanstellung geangelt und nervt mich jetzt (fast) ständig.
man ej....geht mal lieber in Rente.

Also...auch heute irgendwie das beste draus machen.
Kurz an See. Zum einen, ein wenig Sonne tanken, Tapetenwechsel (soll ja manchmal Wunder bringen) und damit der Tag irgendwie rum geht.
Jetzt ne Runde schlafen (durch die Wärme/sportl. Betätigung auch nötig), danach nen Tröst-Kaffee und mich hinterm Buch verstecken.
Fertig.

Montag, 18. Juli 2016

Ich habe Vertrauen zu mir

Letztens las ich über eine halbe Seite (ja das stand da so geschrieben :-)) den Satz:
Ich habe Vertrauen zu mir.
Ich habe es durchgezogen. Jeden Satz. Auch wenn ich schon sah, dass da immer nur dasselbe stand. Ich las alles. Jedes Wort.
Das machte ganz gehörig was mit mir. Wer sich wirklich mal auf sich selbst einlassen will, dem empfehle ich diese Übung sehr.
Man kann ja, um das ganze zu steigern, diesen Satz über eine Seite erstmal selber schreiben und dann lesen. Erst leise, später laut? uiuiui....

Auf alle Fälle lag anfangs die Betonung bei jedem Wort oder Wörter woanders.
ICH habe Vertrauen zu mir.
ICH HABE Vertrauen zu mir.
Ich habe Vertrauen zu MIR.
Ich habe VERTRAUEN zu mir.
usw.
dann kam es ganz stolz, dann leicht verwundert, dann mit viel Wärme....
alles mögliche an Gefühlen kam daher.

Mir wurde von klein auf eingetrichtert alles und jedem zu vertrauen.
Nur mir selber nicht.
Sowie irgendein Hansdampf etwas autoritärer auftrat, oder sonstwie eine "höhere" Funktion hatte, war ich das huschige Mäuschen, das alles glaubte und nichts in Frage stellte. Naja fast.
So ganz schlimm war es dann auch wieder nicht.

Das kleine zarte Pflänzchen, namens Selbstvertrauen dass da nun wächst, muss ich hegen.
Und mache es auch sehr gerne.
Es fühlt sich gut an.
Ein sicherer Ort in der Welt. Ein Ort in mir. Da spüre ich genau ob das gerade für mich gut ist, ob ich es brauche, oder will.
Jetzt geht es AUCH mal um meine Spielregeln und nicht so wie es der andere gerne hätte.
Sehr befreiend. Entlastend. Schön. Ich muss dem anderen nicht mehr im vorauseilendem Gehorsam dienen.

Bamberg zaubert

Seit 8 Jahren will ich einen Freund besuchen. Mal ging es nicht wegen Erschöpfung, dann wegen vielen Ängsten, zu letzt scheiterte es am  selbstgemachtem Druck (er sah das immer sehr locker, wofür ich ihm sehr dankbar bin).
Ich kam mir schon sehr schräg vor, weil ich es nicht schaffte. Denn Zugfahren und unterwegs sein, liebe ich ja eigentlich.

Gestern klappte es also. Die Vorfreude war groß, als ich im Zug saß, war ich selig. Fast 8 Stunden saß ich insgesamt im Zug. Im Grunde finde ich es sehr entspannend, mal kann sinnierend aus dem Fenster gucken und herrlich nachdenken, ohne dem Druck etwas zu verpassen/tun zu müssen.
Einen besseren Philosophieort gibt es nicht.

Das Wetter war warm, leicht windig und leicht bewölkt. Ideal. Ich auch einigermaßen fit.
Und so ging es zum Straßenfestival "Bamberg zaubert". Zauberer, Künstler, Artisten ect. bevölkerten die Stadt und zeigten ihr Können. Leider war am Sonntagnachmittag eher das Kinderprogramm angesagt und daher etwas mau, aber gut. Ein wenig Kultur durfte dann auch noch sein (Dom) und einige historische Begebenheiten zu dieser Stadt hörte ich von der Frau des Freundes.

Die Reizüberflutung, sehr viele Menschen, den Künstlern zusehen, neue Eindrücke, auf 2 Menschen eingehen, dann doch mehr Hitze als Wärme, Durst hielt sich gut in Grenzen...was aber blieb, war die immense Anspannung. Die blieb. Steigerte sich beim anstellen für ein Getränk fast ins unermessliche.
Später ging es zum Kaffe/Kuchen in deren zuhause etwas außerhalb. Die Autofahrt nutzte ich um mich etwas zu sammeln, nach innen zu gehen, und zu versuchen mich zu entspannen (gelang eher leidlich).
Zum Glück ging essen in Gesellschaft (deren Nachbar kam noch vorbei, was zusätzlich Streß war...)

Erst als ich abends im Bus Richtung Bahnhof saß wurde ich ruhiger.
Der erste Zug war fast leer,ich entspannte und statt Freude, dass ich den Besuch endlich geschafft habe und nicht die Angst gewann, war da nur Leere und Traurigkeit, eine Art Enttäuschung.
Musik klang in meinen Ohren der Zug rauschte dahin, ich wußte nicht warum ich so fühlte. Es war eine massive Depressionsattacke.

Auf der Hinfahrt dachte ich schon daran, dass andere mal eben geschäftlich nach London, Indien, Boston jetten, Meetings leiten, Großhochzeiten feiern, Häuser bauen und Kinder bekommen, 50 Stunden die Woche arbeiten, während ich froh bin, wenn ich ohne Panik in den Supermarkt gehen kann, 5 Std. die Woche Arbeit hinbekomme, mal  locker mit anderen zusammen essen kann und nicht total daheim versumpfe.
Da kann man sich schon echt mickrig fühlen...aber da konnte ich mich noch gut herausziehen, weil ich ja weiß, dass auch andere ihre Schwierigkeiten und Unglücke haben. Und jeder im Leben halt andere Lernaufgaben hat.

Beim umsteigen genoß ich den lauen Abend, hatte über 1 Stunde Zeit, aß etwas, saß etwas abseits, sah in den Himmel und als der Zug kam, auch dieser nur so dahin flog, ich wieder mit Musik in den Ohren, sah ich den wunderschönen Vollmond und die fragte tauchte auf: was will ich?
Es war eine andere Atmosphäre, fern von zuhause, irgendwie aus Raum und Zeit gefallen, versunken in Gedanken, magisch...mystisch....
Es sind irgendwie keine weltlichen Dinge die mich interessieren, kein Mann, kein Geld, keine Villa (auch wenn das noch am nettesten wäre), Markenkleidung, fette Autos....
ich will in der Natur sein und über alles mögliche nachdenken...lesen...
und sofort steigt die Angst auf endgültig als Verrückte, Spinnerin ect. zu enden...

Ich war fast 18 Stunden gestern auf den Beinen, ich bin zwar etwas müde heute, aber nicht so schlimm wie sonst. Ich genehmige mir einen ruhigen Tag heute, ich muss nichts.

Ich weiß immer noch nicht warum ich bei diesem Freund solche Anspannung habe. Hatte ich früher schon. Es dauerte ewig bis wir uns mal live sahen, hatten davor jahrelang gechattet. Ich scannte ihn schon ab bezüglich Trigger oder so, aber was greifbares finde ich nicht.

Samstag, 16. Juli 2016

Film

Gestern den sehenswerten Film *Sein letztes Rennen* mit Dieter Hallervorden (Vater) und Heike Makatsch (Tochter) gesehen.
Tochter heult sich bei ihrem Lover aus: "Mein Vater lässt mich mein Leben nicht leben!"
Daraufhin der Lover ganz ruhig und gelassen: "Wie alt bist du?"
Sehr schön...
Wobei ich finde, dass der Vater ihr ja gar nicht ins Handwerk pfuscht, eher war es andersrum, SIE ließ IHN nicht sein Ding machen.

Achja....

Wie heißt es so schön: Die einfachste Möglichkeit so ein Spiel (Verstrickung, Psychospiele ect.) zu beenden....ist: es zu beenden.

Manchmal (sehr viel öfter als man denkt)
ist
es
so
schön
einfach.

Dienstag, 12. Juli 2016

Blickrichtung. ändern.

Etwas verschiebt sich in mir.
Der Blickwinkel.
Das tut gut.
Es muss sich noch festigen, weiter ausbilden, dann kann ich vielleicht mehr darüber schreiben.
Auf alle Fälle tut es gut. Ist schön. Erleichternd. Befreiend.
Und wie das so in mir arbeitet und ich mir das anschaue....kommt "zufällig" genau die richtige Sendung in mein Blickfeld.
Eine starke Frau.
Diese Frau hat soviel schlimmes erlebt und sagt doch: Und doch kann ich vertrauen.
Aus der Reihe LEBENSLINIEN aus dem Bayerischen Fernsehen:
http://www.ardmediathek.de/tv/Lebenslinien/Und-doch-kann-ich-vertrauen/Bayerisches-Fernsehen/Video?bcastId=14913740&documentId=36501876


Und sonst so:
Gestern einen schönen Abend mit einem Freund verbracht. Er hatte sich am Wochenede etwas getraut wovor er jahrelang Angst hatte. Hab mich sehr mitgefreut, weil ich ja weiß wie hart sowas sein kann. Und wie schön auch, wenn man es packt. Haben das ein klein wenig gefeiert.

- heutigen Dauerregentag genutzt für Großputz und Wäsche und son Kram. Passt zur Stimmung: Aufgeräumt, Dreck und Altes weg, frische Luft, neuer Wind im Leben! Wohlgefühl. Vorfreude auf frisches Bett. Jetzt noch was Essen. Morgen darf ich länger als sonst arbeiten und freu mich über das Zusatzgeld.
TOP!

Samstag, 9. Juli 2016

Neuentdeckungen


- früher waren mir 25 Grad in der Wohnung zu warm. Diesmal ist mir das gerade recht. Wahrscheinlich weil es so lange nass-kalt war, sauge ich jede Wärme auf. Gut die nächsten 2 Tage soll es schwül heiß werden, aber was sind schon 2 Tage...

- einen alten Spazierweg wieder entdeckt. Das war eine meiner Lieblingsrunden, bis alles abgesperrt wurde und alle Bäume gefällt wurden. Die Absperrung blieb und Wildwuchs breitete sich aus. Nun wurde durch das Dickicht ein neuer Weg geschlagen. Sehr erfreut!

- auch einen winzingen Badesee hier in der Nähe entdeckt (wohn ja erst 10 Jahre hier :-) ) nach einer Radlrunde hineingehüpft. Herrlich. Aber eher was für den Saisonstart, vermute dass der schnell kippt, durch viele Badegäste und seiner geringen Größe. Aber immerhin. Auch hier: Abwechslung!

- weiter am inneren umherwälzen ob der inneren Leere und wie man diese gesund füllt...quasi vom Ego zum wahren Selbst. Waren mir immer seltsame Begriffe, konnt damit nix anfangen, langsam dämmerts in mir...
auch weiter am lesen  der wilden Frau, auch darin beschreibt Frau Aliti den seelischen Inzest. Also weiter auf die Suche machen was wirklich meine wahren Bedürfnisse, Ziele, Träume, Werte, Einstellungen (...) sind. Weiß zu gut wie sich das anfühlt, wenn ich da einen Treffer lande! DAS füllt das innere Loch. Kein Geld, kein Kaufrausch, kein Mann, keine Arbeitssucht, kein Alkohol undsoweiter....

und dann noch ein Fundstück:
Die fünf Freiheiten:

Die Freiheit zu sehen und zu hören was im Moment wirklich da ist, anstatt was sein sollte, gewesen ist oder erst sein wird.
Die Freiheit das auszusprechen, was ich wirklich fühle und denke, und nicht das, was von mir erwartet wird.
Die Freiheit zu meinen Gefühlen zu stehen, und nicht etwas anderes vorzutäuschen.
Die Freiheit um das zu bitten, was ich brauche, anstatt immer erst auf Erlaubnis zu warten.
Die Freiheit in eigener Verantwortung Risiken einzugehen, anstatt immer nur auf Nummer sicher zu gehen und nichts Neues zu wagen.
Virginia Satir

Freitag, 8. Juli 2016

Neues, Langeweile und eine wilde Frau

Heute nacht konnt ich nicht mehr schlafen, was mich auch wenig wunderte, nachdem ich gestern fast den ganzen Tag verpennte.
Also las ich weiter im Buch *die wilde Frau* ist mir ein bisschen zu radikal, aber sonst ganz brauchbar....
unter anderem: den Männern wird von Kind auf eher beigebracht das zu tun was sie wollen, und den Frauen eher, dass sie sich so verhalten sollen, dass es anderen gefällt.
Hmmm, wie würde ich mich verhalten/leben, wenn ich diese immens große Schranke nicht in meinem Kopf hätte? Spannende Frage....meine "Wildheit" wurde mir jedenfalls schon sehr früh ausgetrieben...ich grab sie wieder aus, ich werde sie suchen und finden.
Und auch...das die erfolgreichsten Manager/Führungskräfte meist stark seelisch krank sind. Nix neues, wenn man sich ein wenig mit Narzssmus beschäftigt...
Auch Kuschelmann wird derzeit in einem anderen Licht gesehn...Kontakt brauch ich da im Moment nicht. Gesehn hab ich es schon früher mal...gemerkt habe ich es, dass ich immer öfter in seiner Nähe mit extremen Streß/Ängsten neige. Weil er auch so was ausbeutendes, durch andere/mich sein Ego aufbauendes, teils gefühlloses und sadisdisches an sich hat. Viel Hülle, wenig dahinter...

Und bei mir? Ich merke mal wieder wie sehr ich mich langweile. Ich brauche soviele "Kicks" um mich halbwegs lebendig zu fühlen...ich könnt ständig neue Jobs anfangen....und nicht nur das....da frag ich mich schon...ist es auch Narzissmus (die innere Leere nicht spüren wollen/müssen/können) oder Hochbegabung.
Genie oder Wahnsinn....
Der Reiz was neues anzufangen ist so groß bei mir. Das Glücksgefühl Neues zu entdecken so prickelnd....
Schnelle Langeweile...die Depression weht herüber...
einfach mal so rausgeschrieben...müde vom Tag, von der Banalität des Alltags....

Dienstag, 5. Juli 2016

Zink

Also seit 2 Wochen nehme ich nun mehr Zink. Habe schon das Gefühl, dass ich mehr Kraft in den Muskeln habe.
Das ich weiterhin den ganzen Tag knallwach bin, liegt wohl eher an der rechtsdrehende Milchsäure. Is mir nur recht. Und wie! Ich genieße das PUR. 20km geradelt, verschieden Straßen gesucht und einiges fotografiert (für Minijob), dann noch zu Fuß in die Bücherei, lange schwimmen und seit halb 7 wach, ohne Mittagschlaf, selbst nachts brauch ich weniger...
Hervorragend. So kann man Leben wieder planen. Auch wenn da wieder viele Ängste lauern...
Aber die Wachheit und Klarheit und Lust viel zu machen und Konzentrationsfähigkeit das darf alles so bleiben....

Montag, 4. Juli 2016

Gestolpert

Wie gut es tut mit der Thera die aktuellen und kürzlich vergangene Brennpunkte nochmal anzuschauen.
Bin jetzt wieder gnädiger mit mir selbst.
Wollte zuviel auf einmal.
Die Gier halt.
Aber ist es nicht legitim endlich auch mal ganz normal leben zu wollen?
Gut, ich werde die Kunst der kleinen Schritte lernen.
Der ganz ganz kleinen.
Uff. Nerv. Schade.
Ich würd so gern....
Ich habe nie gelernt, wie man damit umgeht, wenn man auf dem Weg zu seinem Ziel mal hinfällt. Dass es Rückschläge gibt. Dass das aber noch lange nicht heißt, dass man deswegen alles hinwerfen muss, oder dass das Ziel falsch ist (natürlich kann es das auch sein, aber jetzt im konkreten Fall ist es das nicht).
Das mein altes Muster "mich überfordern" wieder die Führung übernommen hat.
Jetzt sitz ich da im Staub, mit aufgeschüfte Knie und find das so ärgerlich, dass es nicht so schnell voran geht wie ich das gerne hätte. Die Mundwinkel hängen...
Also einen fehlenden Willen braucht man mir nicht nachsagen...

Auch die Ängste bezgl des fast-Traumjobs angeguckt. Die haben schon ihren Sinn und auch ihre Berechtigung. Da fällt mir ein vor kurzem entdeckter Blog ein: Der Autor, ein junger Mann, litt jahrelang unter Depressionen und Panikattacken, dann kam er in eine Klinik und wie durch ein Wunder ist er seitdem geheilt, hat danach seinen Job geschmissen, sich selbstständig gemacht, mit dem VW-Bus die Welt bereist und litt seither weder unter Ängsten noch unter Depressionen und "beglückt" nun seine Leser mit Parolen wie: willst du dass die Angst dein Leben bestimmt? Willst du so weiter leben? Was du tun musst, damit....und wie du zufrieden und glücklich wirst undundund...was mich an einen zugekoksten aufgedrehten Affen erinnert, der gerade eine Schulung für angehende Vertriebler schmeißt und sich selber vor lauter Euphorie und überhaupt und sowieso nicht mehr einkriegt.
Ich glaub dem Kerl kein Wort. Als ich dann irgendwo auf seiner Seite was von einem NLP-Seminar las, wars mit meiner Sympathie ganz vorbei und ich schloß die Seite.
Meine Meinung: Der Typ macht sich selber was vor.
Aber das muss ja jeder selber wissen und heraus finden.

Ich geh wieder zurück zu meinen kleinen Zielen.
Und so genieße ich weiter meine körperliche Energie, was ich heute insofern nutzte, dass ich die Hälfte der Wegstrecke mit dem Rad fuhr.
Spart Geld, ich tu meinem Körper was gutes und die Zeit ist auch gut gefüllt. Muss sie ja, weil ich jetzt viel weniger Ruhe brauche.
Nach der Thera genoß ich noch den angrenzenden Wald zu einem schönen Spaziergang und nachdenken auf einer Bank. Ich spürte regelrecht wie mein Introvertierten-akku sich wieder lädt!
Weiter gings in einen Umweltgarten (Grünanlage von den Bewohnern der umliegenden Häuser angelegt) mit vielen Tieren und Infotafeln, um dann wieder mit Bahn und Rad gen Heimat zu düsen.
Ein ausgefüllter und schöner Tag.

Ich liebe diese Selbstsicherheit die durch körperlich Kraft wieder mehr steigt.
Und richtig Hunger hab ich durch die viele Bewegung auch wieder!

Sonntag, 3. Juli 2016

Entspannter Sonntag

- diese Woche mit einer Frau unterhalten, die sich ritzt. Danach, als ich so ein wenig darüber nachdachte kam mir in den Sinn: Den meisten , die sich selber schneiden wurden irgendwann ihre Grenzen massiv überschritten. Jetzt überschreiten sie ihre Grenze (die Haut als Grenze von innen und außen) selbst.
Das ist keine Be/Verurteilung, ich tu mir ja leider selbst oft genug das an, was andere mir antaten.

- heute Nacht war gruselig. Voll getriggert, Herzrasen, Albträume. Erst morgens als ich das geklärt hatte (hatte noch was mit dem fast-Traumjob zu tun), konnte ich etwas Schlaf nachholen.
Davor noch den guten alten Bütler (Buch) rausgekramt und drin gelesen. Wird wieder höchste Zeit, dass ich mit mir selbst und meinen Gefühlen/Bedürfnissen in Kontakt komme. Zu schnell rutsche ich innerlich weg. Und bei den wirklich wichtigen Situationen bin ich dann nicht da und tue wie ferngesteuert das, was von mir erwartet wird....

- eigentlich wäre gestern ein Treffen mit einer neuen Bekannten gewesen, die meldete sich aber nicht wie versprochen am Freitag. Hab ich schon keine Lust mehr drauf. Ja da bin ich inzwischen sehr empfindlich. Ich laufe keinem mehr nach.

- heute also ruhig vor mich hindümpeln, Kaffe genießen, lesen und nach innen gehn. Morgen Thera, nach 6 Wochen auch dringend nötig.

Freitag, 1. Juli 2016

und sonst so...

- vor paar Tagen einen Fast-Traumjob gefunden. Beworben. Rückruf. Naja klang dann schon eher nach einem Fast-fast-faaaaaast-Traumjob und nach einer Nacht drüber schlafen war klar: nope. Is nicht. Obwohl ich mit Kußhand genommen worden wäre. Ich hätte mal wieder richtig Geld verdient. Und wär ein wenig in der Welt unterwegs gewesen. Große Traurigkeit ob meiner ganzen Beschädigung...ohne dieser würd ich starten. Sofort. Fuck.

- festgestellt, dass Histaminsünden mich nicht mehr den ganzen Tag ausknocken müssen. Sondern nur noch den halben. Weiß mir jetzt zu helfen. Ist mir aber auch unbegreiflich wie ich gestern so derbe wieder zuschlagen musste, an Lebensmitteln die ich nicht vertrage. Das STOP-Schild scheint in meinem Kopf gerade defekt zu sein.

- apropo zuschlagen. Manchmal braucht es ja ungewöhnliche Methoden. Ich las vor ein paar Jahren eine Anzeige von einem Mann, der eine Frau suchte, die ihn tritt.
Ja, dahin wo es ihm am wehesten tut.
Hmmm, dacht ich...wann darf frau das schonmal? Ich schrieb ihn an und nach langen Mails und vorherigem neutralen treffen, trafen wir uns dann und ich durfte zuhauen.
Ja ich habs gemacht. Mehrmals. Sehr heftig. Ja das hätte auch schief gehen können, aber ich traf auch einige Vorkehrungen.
Es war eine Erfahrung, die ich jeder Frau empfehle. Nicht weil ich Gewalt propagiere, sondern, dieses: man kann die Hemmschwelle überwinden, wenn es sein muss. Und es war kein gut gepolsteter Mann wie in Selbstverteidigungskursen, sondern einer in ganz normalen Klamotten und ich mit ganz normalen Schuhen.
Seitdem habe ich ein größeres Sicherheitsgefühl in Bezug auf Männer. Gerade fremde Männer in der Öffentlichkeit die gerne durch kleine Gesten ect. die Grenzen testen, schüchtern mich nicht mehr so ein. Ich schaue hin und nicht weg, ich bleibe aufrecht, ich mache keinen Platz, ich atme weiter (am wichtigsten!) und wenn er mir zu nah kommt, reicht oft dass ich ihn fest anschaue und denke: benimmst du dich daneben hast du platte Eier!
Das ich es ernst meine spüren die. Keine Frage.
(im übrigen war dieser Mann der sich mir netterweise zur Verfügung stellte ganz "normal", ein sehr hübscher, leicht schüchterner, 40-jähriger, verheirateter Familienvater mit Job. Mir gegenüber höflich und freundlich.
Und bedankte sich ganz artig, dass ich ihn so ordentlich trat. Es gefiel ihm.
Ok ganz normal war er sicher nicht :) aber wer ist das schon....

- und sonst so....Radlrunde zum See genossen und 3x lange schwimmen ebenso...

Juli-Zeit

Und schooon ist das erste halbe Jahr von 2016 wieder rum.
Hinein gehts in den Sommerjuli:


Oh Tomaten in jeglicher Form, Größe und Farbe.
Was für ein Festmahl!
Basilikum darf da auch nicht fehlen...
Im Nachbarladn heißen sie ganz wunderschön: Paradeiser!

Für mich mit Histaminintoleranz leider nicht so bekömmlich.
Umso leckerer schmecken dann kleine Ausnahmen, vor allem die knackigen Cocktailtomaten haben es mir angetan.