Freitag, 10. Juni 2016

Traurigkeit

Gestern abend gerade noch rechtzeitig mitbekommen wie sich innerliche Abwertung und Anbahnung von selbstschädigendem Verhalten breitmachen wollten.
Konnte gut dagegen halten und nicht das fortführen was meine Familie mit mir machte.
Ich ging schlafen.
Heute ist es immer wieder kurz davor wieder wegzuschwappen. Diese innere Achtsamkeit und Selbstliebe.
Nicht den inneren Täter gewinnen lassen.

Im Bett hab ich ein wenig meine Gedanken beobachtet...puh dacht ich so...andere sind mit solch einem Familienhintergrund schon Jahre in der Psychatrie oder gar nicht mehr am Leben weil sie sich selbst umbrachten, ganz offensichtlich oder schleichend mit Drogen ect.
Dann kam wie von außen der Satz:
DAS MUSS MAN ERST MAL ÜBERLEBEN!
Jahrelange Schikane, Demütigung, Beleidigung, Vernachlässigung und Missbrauch.
Übelstes Mobbing durch die eigene Familie!
Ich wurde nicht psychotisch oder schizophren auch nicht drogenabhängig und meine Selbstschädigung hält sich in Grenzen. Ich bin mir derer sehr bewußt.

Irgendwo gab es ja doch noch ein klitzekleines Krümelchen Hoffnung, dass das mit meiner Familie noch eines Tages klappt. Deswegen hatte ich 2012 als ich den Kontakt abbrach auch deren Kontaktdaten aufgeschrieben, in einen Umschlag getan und in den Keller an gut erreichbarer Stelle hinterlegt.
Man weiß ja nie..dachte ich noch...
Dann änderte ich meine Kontaktdaten und war fortan für meine Familie nur noch über Postweg erreichbar.

Letztens verbrannte ich den Umschlag mit den Kontaktdaten.
Aus. Vorbei. Das wird nix mehr.
Gestern verkaufte ich das Regal meines Vaters, das auch schon lange im Keller steht.
Ich hab Besen und Schaufel geholt, das letzte Krümelchen Hoffnung aufgekehrt und zum Fenster hinaus geschmissen.
Jetzt ist da Traurigkeit. Sehr viel Traurigkeit. Erst wollte ich sie wegdrücken, wegtrinken, ignorieren. Aber warum?
Ist doch völlig normal und legitim, wenn man von seiner Familie Abschied nimmt.

Kommentare:

  1. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  2. Trauer ist etwas, was niemand will und doch muss sie gelebt werden. Da sage ich Dir nichts Neues. Der Weg zum Herzen geht aber da entlang, wo die Schmerzen sind, weil es mit dem aufräumt, was uns Leid zufügt, zugefügt hat. Trauer vergeht, wie alle Gefühle vergehen. Sie wird mit der Zeit weniger und währendessen tust Du Dir Gutes.
    Es gibt Menschen, denen man unheimlich viel Mist "vor die Haustür geworfen hat", werf den Mist nicht zum Fenster hinaus, sondern trage ihn in Deinen persönlichen Garten ... dort wird er Kompost ;-) und Du wächst.

    lieben Gruß und "ich drück Dich"
    Beate

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  3. Danke Beate für den schönen Kommentar.
    Ja deswegen fragte ich zum Schluß, warum will ich eigentlich die Traurigkeit wegdrücken, sie hat doch eine Berechtigung...jetzt lass ich sie da:)
    Liebe Grüße!

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