Donnerstag, 2. Juni 2016

Flugzeuge in meinem Bett

Ich mag Wind nicht besonders und schon gar nicht in meinen Räumen, weswegen ich nie einen Ventilator haben wollte.
Auch nicht bei großer Hitze. Die paar Tage im Jahr bei uns, da rentiert sich doch eine Anschaffung nicht. Nur wieder ein zusätzliches Ding und überhaupt.
Das Problem ist aber, mein Schlafzimmer liegt unterm Dach, hat nur 2 Minifenster und ist offen zur restlichen Wohnung. Im Winter ist da bei trockener Luft von außen  schnell durchgelüftet, wenn ich überall die Fenster auf habe. Nicht so im Sommer. Die feuchte Luft steht da oben und es ist nur noch stickig.

Also hab ich mich mal umgesehen und ein tolles Teilgefunden:


Sieht schon mal stylisch aus, wie eine Flugzeugturbine, dazu ist er extrem leise und bläst nicht so dolle, ist aber stark genug um die Luft etwas rumzuwirbel.
Das runde Teil hat einen Durchmesser von 25cm und lässt sich noch per Hand nach oben stufenlos bis zu 90 Grad drehen. Entweder er bleibt so stehen oder das obere Teil bewegt sich nach rechts und links.
In nullkommanix hab ich bei geöffneten Fenstern nun überall frische Luft. TOLL!

Und sonst so?
- Heute nach Ewigkeiten mal wieder einen guten Freund getroffen. Wir sehen uns so selten, München-Bamberg ist eigentlich nicht weit, aber wie das halt so ist...jetzt kam er ausm Urlaub am Münchner Flughafan an und die Gelegenheit packte ich natürlich und so konnten wir uns endlich mal wieder umarmen. Wie gut das tat!
Ich muss mich ja immer besonders anstrengen bei Freundschaften, weil durch meine körperliche Schwäche muss ich leider immer viel absagen und damit das Ganze nicht einschläft oder der andere meint, dass ich mich von ihm abwende, will ich dem anderen öfter zeigen wie wichtig er mir ist.

- ich träume immer wieder alptraumhaft von der Hochzeit, an der ich nicht teilnehmen konnte. Das zeigt mir wie sehr mich das alles doch angestrengt und aufgewühlt hat...

- lese ein Buch über Asperger bei Frauen. Ich würde da jetzt bei mir keine Selbstdiagnose stellen, aber bei den Themen soziale Kontakte, geschlechtliches Rollenbild, Introversion, Hochsensibilität, Tiefgründigkeit und auch Intelligenz finde ich schon Übereinstimmungen. Das lesen darüber, dass es anderen auch so geht und wie die damit umgehen und den Zuspruch der selbst betroffenen Autorin, tut einfach gut.

- einerseits bin ich heut platt (die volle S-Bahn über eine halbe Stunde stehend hat mich sehr ausgelaugt), andererseits bin ich noch aufgeregt und hibbelig. Wahrscheinlich werd ich jetzt noch ein wenig was tun und mir dann einen Mittagsschlaf gönnen

- erstaunlich was der Entschluß auch zu meinem Vater keinen Kontakt mehr zu haben ausgelöst hat: Ich bin viel mehr bei mir, wieder in meinem Leben angekommen, weiß sehr gut was ich möchte oder nicht und kann meinen Bedürfnissen auch ohne Schuldgefühl nachgehen, habe viel mehr Selbstwertgefühl und Selbstliebe.
Als ob eine Bremse gelöst wurde!

- meine Nachbarn haben definitiv zu lange Urlaub, die fangen schon wieder an heimzuwerken *gnnaaa*, hoffentlich ist es Urlaub und nicht Arbeitslosigkeit!!!!

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