Freitag, 27. Mai 2016

Hoffnungssterben

Ich muss mir wohl langsam eingestehen, dass das Leben das ich gerne hätte, nicht möglich ist.
Ich dachte wirklich, wenn ich nur hart genug an mir arbeite, dass irgendwann das Leben da ist, das ich gerne hätte.
Es ist aber wohl so, dass die Arbeit die ich mit Therapie/Selbsthilfe mache, nur verhindert, dass es schlimmer wird.
Wie ein Sandsack, der verhindert auch nicht die Regefälle oder den Deichbruch, aber hält vielleicht den Keller trocken.

Leider wird dieses *wenn du dich anstrengst schaffst du alles* in unserer heutigen Zeit enorm angefeuert.
Krankheit, niedere Jobs usw. werden als persönliches Versagen angesehen.

Heute also statt Hochzeit dann doch Arbeit. Besser als daheim zu versinken, dacht ich, obwohl ich kaum stehen geschweige denn die Augen offen halten konnte. Egal. Die Trauer schwimmt weiter um mich rum und vereint sich mit der Müdigkeit. Beides werde ich gleich nach dem Essen zu Bette tragen.

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