Mittwoch, 18. Mai 2016

Gedankenkarussell und Nervenstrapazen

Auch wenn ich jetzt mehr Kraft habe und mehr machen kann, heißt das noch lange nicht, dass mein Gehirn auch schneller verarbeitet.
Reizüberflutung hallo.
Soviel los die letzten Tage. Soviel steht noch in der Schwebe was an meinen Nerven zerrt und alles will (nochmal typisch Stier UND intro) eben nochmal wiedergekäut werden).
Das ist so. Das werde ich nicht ändern können. Das gehört zu mir wie meine Größe und meine Augenfarbe (ok letzteres könnte man ändern, aber im Leben nie  würd ich meine strahlend hellblauen Augen verändern wollen!).

Also ab jetzt frei. Gedanken sortieren, dabei Wohnung aufräumen, paßt ja wunderbar zusammen. Eindrücke verarbeiten, Gefühle fühlen.

Mein Vater hat (mal wieder) den Bock abgeschossen und mir eine Karte am PC zusammengestellt und geschickt auf der steht:
Alles Gute zum Vatertag und zum Geburtstag wünscht der Vater.
Dazu ein Comicbild mit 5 biersaufenden Männern die so ein Leiterwägelchen ziehen.
Ich hatte ihm zum Vatertag nix geschickt. Wie seit Jahren. Das hatte ich ihm mal erklärt, warum ich ihm lieber unterm Jahr was schicke (und er bekam genug wertvolles, aufwändig selbstgemachtes, lange ausgesuchtes ect. was er eigentlich gar nicht wert war!) als an diesem Tag. Seitdem war das auch immer ok.
Nicht so jetzt. Der letzte Brief von mir liegt ihm wahrscheinlich noch quer. Dazu kommt dass auch meine Schwester samt Kinder Abstand von ihm hält. Es wird ihm also langsam klar, dass er nichts und niemanden um sich hat, weil alle vor seiner zynischen, narzisstischen Art fliehen.

Es ist nicht mein Problem. Und das wurde mir in der Therastd. nochmal klar, damit bin ich durch: mit dem braven Töchter-Syndrom und dem schlechten Gewissen, weil ich meinem Vater nicht gut genug bin und doch alles zu seiner Zufriedenheit tun muss.
Nein, diese Zeiten sind zum Glück vorbei.
Einzig bleibt der Wunsch, doch nochmal irgendwann einen liebevollen, aufgeschlossenen, herzlichen, mir zugewandten Vater zu haben.
Ich werde mich dran machen, diesen Wunsch zu begraben.

Ein Stück weit bin ich ihm sogar für seine "nette" Karte und der billigsten Knusperschokolade ausm Supermarkt dankbar, ich sehe es als Geschenkvon ihm, ein Zeichen, dass ich mich wirklich ganz und komplett von ihm verabschieden muss.

Und meine Selbstverantwortung stieg gleich um ein gutes Stück, die Opferrolle fiel dafür, denn ich hatte heute ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch für ein kleines Zusatzeinkommen. In einer Woche geht es los.
Der nächste Schritt zum nächsten Ziel, dass da heißt: Schuldenabbau.
Hurra!

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