Montag, 18. April 2016

Fokus vs. Impulsivität

Wenig Affektkontrolle und Impulsivität steht ja auch bei den Diagnosekriterien der PTBS.
Bis jetzt nahm ich das nie so wahr (aber Selbst-und Fremdwahrnehmung ist ja ein Kapitel für sich...)
Doch langsam wird selbst mir bewußt, dass ich sehr (wenn nicht gar extrem) wankelmütig geworden bin. Es war für mich ok in größeren Abständen (so 1-2 Jahre) große Dinge wie Arbeit, Wohnung, Wohnort zu ändern/wechseln, auch was ich so in meiner Freizeit gern mache ändert sich ja gern, das konnte ich bis jetzt gut händeln und sah das unproblematisch.
Im Gegensatz zu meiner Umgebung, aber auch das ein anderes Kapitel.

Jetzt ist es so, dass es sich stündlich/täglich ändert was ich gerne machen will. Oder wen ich mag und wen nicht. Der reinste Zirkus und echt übel.
Ich kenn mich überhaupt nicht mehr.
Und ich kenn mich schon gar nicht mehr aus.
Totale Launenhaftigkeit, wobei die Stimmung recht stabil ist, aber nicht das was ich will/nicht will.
Heute Hü morgen Hott.

Boah, es nervt. Sehr.
Nächste Therstunde erst in 2 Wochen. Mal sehen was die Gute dazu sagt...

Auf der anderen Seite bin ich fokussierter.
Seit die extreme Benommenheit im Kopf weh ist und ich viel fitter als sonst bin, kann ich auch mehr planen.
Die Tagesaufgaben jeden Abend in den Kalender für den nächsten Tag aufschreiben und das auch dann tun (zu 90% schaffe ich das) tut mir gut.
Auch die Gedankendisziplin ist viel besser geworden. Als Beispiel: mich langweilen meine Radrunden inzwischen sehr. Seit 10 Jahren kenn ich die, jetzt sag ich mir, ich seh es einfach als Sporteinheit und nicht als Spazierfahrt. Sofern Gedanken aufkommen von: uh langweilig, kenn ich schon, ich will hier weg, umziehen usw. und mich wieder in Hirngespinste verliere...
Also radel ich und mach in meinem Kopf was anderes, auf Atem achten oder Affirmationen denken oder sowas, meist muss ich nicht viel auf den Verkehr achten, da ich oft da fahre wo es wenig/keine Autos gibt.
Überhaupt nicht immer den Sinn des großen Ganzen suchen oder was ich noch alles machen könnte, sondern mehr bei dem bleiben was ich gerne mache.

Ohje das ist wahrscheinlich ein Luxusproblem wenn man zuviel Zeit und keine Verpflichtungen hat...

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