Samstag, 30. April 2016

Die einen so, die anderen so...

Es gibt Leute, die reißen die Öffnungslasche an der Milch ab, verschütten den Großteil dabei und denken sich: " What the f*** ,wer hat so nen Müll erfunden?!??%$§'#"
Und dann gibt es Leute, die denken:" man ich bin selbst zu blöd, so eine Milchtüte zu öffnen, ohne gleich alles zu verschütten!!!!!!!!!"

Zu letzterem gehöre ich.

Achso und dann gibts da noch die Leute die fröhlich lossingen "den Nippel durch die Lasche ziehn..." die sollten halt auch erstmal ihren Rausch ausschlafen...

Also gut, die einen geben den anderen die Schuld, die anderen suchen sie bei sich.
Deswegen war ich sehr amüsiert, als ich heute eine Webseite fand:
pinterestfail.com
Es ist ja manchmal so: Man sieht etwas, das sieht toll aus und man denkt sich: "wow das sieht toll aus (und ganz einfach) das mach ich auch."
Nunja, das Ergebnis darf man auf oben genannter Seite begutachten.

Oh, hätt ich das eher gewußt ich hätte sehr viel dazu beisteuern können: Schreckliche Frisuren, krakelige Schriftzüge, Kuchen und Kekse in Maßen, verkleckerten Nagellack und noch so allerlei...

Mein Lieblingsbild vorerst:

 http://pinterestfail.com/2016/04/20/fail-family-portrait/

Freitag, 29. April 2016

Heute

Heute vor der Arbeit noch eine halbe Stunde Zeit gehabt...mir wurde langweilig, also nahm ich die Zeitung zur Hand und was les ich? Einen Artikel, dass wir wieder mehr Langeweile zulassen sollten. Denn je mehr wir sie fürchten und verdrängen, desto öfter schaut sie vorbei.
Achja, wenigstens das ist in dieser Welt zuverlässig: Alle Gefühle die du nicht wahrhaben willst, kommen umso massiver wieder.
Ich lachte, legte die Zeitung weg und langweilte mich noch 20 Minuten.

Und jetzt geh ich ins Bett. Es ist 18.45 Uhr.
Ich bin so fix und alle, dass ich nur noch heulen könnte vor Erschöpfung.
Soviel zum Thema Wiedereinstieg ins Arbeitsleben...ich glaub das ist ein Wunschgedanke von mir...
Dienstag 4 Std. Arbeit, heute Freitag auch 4 Std. und nun völlig am Ende.


Donnerstag, 28. April 2016

Positiv

Warum nicht mal einen positiven Trigger nutzen?
Zum Beispiel bei dieser Dauerkälte einfach mal mit der neu gekauften Sonnencreme einschmieren....*njam* Urlaubsfeeling, laue Abende am See, Sonne, Wärme..all das ist schlagartig da.
Zwar nur im Kopf, aber hej wo sonst spielt sich das ganze Leben ab? ;)

Mittwoch, 27. April 2016

Situationskomik...

...ist, wenn eine Frau ihr Auto auslädt, dann mal kurz in den Himmel schaut und zu ihrer Begleitung sagt: Oh da hinten wirds ganz schwarz.
Sie packt ihre Sachen und geht auf eine Tür zu,
diese öffnet sich und ein schwarzer Mann kommt heraus.

Verstand keiner warum ich auf einmal so schallend lachte :-)

Und sonst so:
Ruhige Gelassenheit
So ein spanisches manana-Gefühl...
Lasea wirkt.
Klasse!
(Und leider teuer)

Dienstag, 26. April 2016

Zufriedenheit

Ziemliche Bedenken und Ängste gehabt heute zu einem ausgemachten Termin zu gehen.
Eine Bekannte meiner Arbeitsstelle fragte ob ich auch ihr helfen kann. Fenster und Gardienen reinigen.
Eigentlich kein Problem.
Die Befürchtung: es ist jemand dabei während ich arbeite. Auch noch in ihrer Privatsphäre und die gute Frau hats exremst sauber. Da ist ein Möbelhaus die reinste Müllhalde.

Anstatt zu sagen: hej das kann ich, ich weiß, dass ich selber sehr sauber bin usw... wär mir am liebsten nach verkriechen gewesen. Ausweichen. Nicht hingehen.
Aber ich habs gemacht und es war lustig. Gar nicht so steif wie ich dachte. Und sie war so zufrieden und glücklich danach, dass sie mich ganz herzlich und feste umarmte.

War also gar nicht so schlimm.
Und wieder tut es gut, seinen Ängsten nicht die Macht gegeben zu haben.

Jetzt aber ne Runde Bett, mir tun alle Knochen weh ;)

PS: Gestern war eine kleine Mutprobe dran, ich hab im Friseursalon  gefragt, ob man die Musik etwas leiser machen könne.
Konnte man.
Man ej warum vorher so ein Geschiss machen? Kunde ist König! Und sooo abwegig war der Wunsch nun wirklich nicht....

Montag, 25. April 2016

Blitzlicht

Der Rasenmäher fährt unbeirrt durch das Schneetreiben.

Tolles Gefühl wenn man etwas geschafft hat, 
das man schon so lange vor sich her schob, 
weil man Angst davor hatte.
Tiramisu
Ungekannte Düfte

Lockerheit

Vieles geschafft: Antrag abgegeben, Post, Zahnarzttermin ausgemacht, Mittagessen gekocht.

Vorfreude auf Mittagsruhe

Anspannung wegen morgen...eins nach dem anderen.

Fit im Quiz :-)

Hoffnung....

Dankbar für die warme Wohnung, 
nachdem ich durchnässt und ausgekühlt wieder in dieser ankam.

Sonntag, 24. April 2016

Sonntagsgedanke

Fantasie ist wichtiger als Wissen,
denn Wissen hat Grenzen.
-Albert Einstein-

Das wäre so ein Spruch den ich auf eine Schulmauer sprühen würde.
Würde ich auf Vandalismus stehen...

Ein ganz dünnes Büchlein über narzisstische Eltern gelesen.
In dem es auch viel um die Thematik Kriegskinder und Kriegsenkel geht.
Schon interessant und auch verständlich.
Trotzdem mag ich mich nicht weiter damit beschäftigen. habe ich sehr lange gemacht. In der Vergangenheit gegraben, alles angeschaut, umgedreht und sortiert.
Jetzt geht es für mich eher darum in die Zukunft zu schauen....

Das ist gerade schöner. Und leichter. Und wichtiger....

Samstag, 23. April 2016

Allerlei

- Ein wenig Liebe ist nie verkehrt
und wenn es nur ein Ketchupherz ist:


- "Aber...aber....!" schluchzte er herzzerreißend...."dafür bin ich doch gar nicht gemacht! Ich muss hinaus! Die Welt sehen! Mich bewegen! Gefordert werden!" Fast schon schrie er mich an....
mein Jogginganzug der bei mir nie zum joggen darf (weil ich joggen nicht mag)
sondern sein Leben auf der Couch fristet.
Fast schon tat er mir leid....

- Und dann dachte ich mir noch so...warum sind alle auf die Fee mit den 3 freien Wünschen so scharf?
Ist die Fee so unsagbar hübsch? Oder schlau? Oder lustig?
Sehen die alle nicht, dass das Leben mehr als 3 freie Wünsche parat hat?

-  tja und da hier nochmal das winterliche Wetter vorbei schauen soll, was macht man da am besten? Backen! Viele Kekse!
Davor aber noch eine Runde an der frischen Luft drehen.
Gehend. Nicht joggend.

Freitag, 22. April 2016

Glückstag

Gestern war wieder so ein Tag wo ich denke: ah so fühlt sich normales Leben an.
Dinge erledigt, keine Müdigkeit, (fast) frohen Gemüts unterwegs, Sonne genossen und alles was war, auch.
Da war klar, dass ich mich NICHT in einer Tagesstätte sehe. Ich mein, allein der Name ist schon bescheuert und genauso fühle ich mich da in Bezug auch: Klein, unselbstständig, hilflos.
Ich brauch keine Anleitung und keine Leute um mich, die als Betreuer fungieren und einen mit süßlich-kindlicher Stimme fragen wie es einem denn heute gehe.
Da werd ich aggro. Und wenn ich dann schon im Flyer lese: Gemeinsame Feste und Feier kriegt mich erst recht keiner da hin.
Natürlich gibt es da Unterschiede und die gute Sozpäd. meinte auch, manche Stätten seien anspruchsvoller und mehr auf Arbeit ausgerichtet. Diese Links dazu werd ich mal am Wochenende anschauen.
Auch als sie meinte: Sie haben nunmal den Titel als voll erwerbsunfähig, sie wurden als nicht arbeitsfähig eingestuft! wehrte sich etwas in mir und bei dem Gefühl blieb ich innerlich und sagte: Moment, das war vor 4 Jahren! Als ich erklärte, das immer nur nach Aktenlage die EU-Rente neu verlängert wurde, war sie sehr erstaunt und meinte, da sei ich ein ziemlicher Einzelfall. Ja? Ist das so?

Letztendlich wurde mir ganz klar: Nur ich kann entscheiden zu was ich mich fähig fühle. Kein anderer. Und wenn ich es nicht weiß, muss ich es ausprobieren. Dann weiß ich es.
Ich hatte nur gehofft, dass es ein Zwischending gibt zwischen Tagesstätte und Wiedereingliederung/Umschulung. Also von offizieller Seite. Ich selber kann mir das natürlich auch gestalten mit eigenen Projekten und dann vielleicht mit einem 450,-Job. Da kann ich nach Gusto schalten und walten.
Und ehrlich gesagt, liegt mir das grad am nächsten.

Und dann ging es zum Erholungsnachmittag mit Kuschelmann. Hatten wir ja schon ewig nicht mehr. Muss man ja auch dazu aufgelegt sein. Ach herrlich mal wieder ordentlich Oxytocin aufgetankt :)
Ganz wunderbar, wenn man gesagt bekommt: Tu das was Dir gut tut! Klar sagen das viele Leute, aber selten wenn es um gemeinsame Zeit geht. Da ist dann eher offen oder verdeckt die Botschaft: tu das was mir gut tut.
Natürlich erst recht im Bett! Die Erlaubnis zu bekommen, mich ganz auf mich zu konzentrieren ist selten und ich weiß ER kümmert sich auch um seine Bedürfnisse. Wir kennen ja unsere Vorlieben und Grenzen.
Da ist er ein echter Gentleman!

Heute wie zu erwarten dann sehr matschig, unruhig aber saumüde.
Blöderweise ist es heute wieder ein superschöner Tag, bevor wieder richtes Sauwetter kommt und eigentlich wollte ich die Sonne gern nochmal bei einer Radrunde genießen...vielleicht später, jetzt ist nochmal eine Schlafrunde angesagt....

Donnerstag, 21. April 2016

Bewältigungsstrategien

Heute also ein für mich wichtiger Termin beim psychosozialen Dienst.
Aufregung bei der Hinfahrt, weil ich diese Strecke so noch nie gefahren bin. Also alles akribisch aufgeschrieben: Ankunft, Abfahrt, wo genau umsteigen, welcher Bus, alles 3x gecheckt.
Perfektionismus ist alles <ironie-off>.

Währenddessen: Gedanken: "warum tu ich mir den Streß an? Bleib doch daheim, oder radel, wieso willste dich wieder in die Maschinerie begeben, dich anderen Menschen ausliefern, bleib lieber frei, dann kannste tun und lassen was du willst..."

Trotz der Gedanken steige ich in den Bus. Ich nenne das jetzt *der innere E.T.* wenn solche Gedanken auftauchen...nach hause....
Is ja nicht so, dass ich seit meinem 12. Lebensjahr mehr oder weniger für mich allein verantwortlich bin, inkl. Bus/Zugfahrten alleine fahren, einkaufen und für die Schule alles wichtiges zusammenhalten und organisieren, aber irgendwie kommt diese Sicherheit "ich kann das schon" nicht in meinem Innersten an. Verheerende Zerstörung....schrecklich.

Nicht gerade zur Beruhig beitragen tut die Sirene in zwei Dörfer, kurz darauf viele Privat-PKW mit Schild aufm Dach IM EINSATZ, kurz darauf viele monströse Einsatzfahrzeuge mit lautem Tatü überall...schreckliche Bilder in meinem Kopf, der Konvoi fährt auf die Autobahn...oh Gott...keine innere Abgrenzung.

Endlich im Bus, schnell irgendeinen freien Platz suchen, egal wo. Ich pflanze mich neben einen schwarzen Mann.
Aus der Nebenreihe werde ich entsetzt angestarrt.
Ewig lang.
Immer wieder.
Warum sag ich nicht mal was? Wie: Ej aufwachen, Apartheid ist vorbei, oder: was? Hab ich ne grüne Nase oder was?
Kurz darauf komm ich mit dem Schwarzen ins Gespräch. Er hat seine Haltestelle verpennt und wir schauen was er nun am besten macht, da er nur ein einfaches Tastenhandy hat, schau ich aufm Smartphone die nächste Verbindung. Alles auf englisch. Der Mann muss seinen Chef nicht anrufen, er wird pünktlich sein. Allerdings mit einer halben Oberbayernreise. Aber egal. Wir lachen viel. Ein sympathischer Kerl.

Er war mein heutiger Engel, weil er mich abgelenkt hat von meiner Panik, weil er mir zeigte, dass die Welt nicht untergeht, wenn man einen Fehler macht (verschlafen), dass mein Englisch doch relativ gut ist (und das auch noch in einer totalen Belastungssituation), weil er einfach ein Netter war, so offen und freundlich, nicht so holzig, steif, gestellt, wie man das so im Münchner Umfeld leider immer mehr erlebt.

Ja und dann war da der Termin...es wurde mir vieles klar, ich muss noch etwas drüber nachdenken, aber es tat gut, ich war danach sehr tiefenentspannt und beruhigt.

Jetzt aber mach ich mir einen schönen Nachmittag mit Kuschelmann. Nach ewigen Zeiten mal wieder.
Und außerdem genieße und freue ich mich total über das sagenhafte Frühlingswetter...
Hurray ;-)

Mittwoch, 20. April 2016

Traum

Neben dem Klotraum der mich hin und wieder einholt (und dem immer wiederkehrenden Traum, dass ich wieder rauche oder dass ich meinen schlimmsten Ex wiedertreffe usw.) gibt es noch einen Traum, der mich immer mal wieder besucht:
Ich lebe in einer Wohunng. Schon länger. Meist hat sie keinerlei Ähnlichkeit mit meiner jetzigen. Und dann entdecke ich einen neuen Raum. Lange war es das Bad, gut ausgestattet mit Whirlpool und so, heute nacht war es eine Küche.
Ich freu mich dann immer da herumzustöbern, die Schränke aufzumachen, einen zusätzlichen Raum zu haben und neu zu entdecken und zu wissen, dass mir das alles jetzt auch zur Verfügung steht. Und ich das nutzen kann. Ein fader Beigeschmack bleibt aber: warum hab ich das nicht schon früher gesehen?

Ich hab diese Träume schon früher so interpretiert: Dass die Räume Fähigkeiten oder Möglichkeiten sind, die ich noch nicht sehe und neu entdecken darf.
Bin gespannt wann ich dahinter komme ;)

Dienstag, 19. April 2016

Glorreiche Idee

Zum Glück ist mir eingefallen, dass ich ja mal nachfragen könnte, ob ich das Rezept für die Magentabletten auch so, ohne Termin, bekommen könnte.
Bekam ich.
Große Erleichterung.
Trotzdem weiß ich, dass ich das demnächst angehen muss, wenn mein Magen immer wieder streikt.

Vermutlich werd ich dann dem Gastrodoc verklickern müssen, dass das alles nur psychisch ist und wir uns die ganze Diagnostik sparen können...
Dabei werd ich ganz doll hysterisch lachen müssen, weil das sonst die Ärtze immer zu mir sagen und die Situation dann so abstrus ist...
Gut, ich werd mich zusammen reißen und nur lachen, das hysterische lass ich weg, sonst bekomm ich noch ne hübsche Jacke.
Verkehrt herum natürlich.

Jedenfalls beim Arzt festgestellt, dass die Arzthelferin mal wirklich auf Zack ist. Hat sofort gesehen, dass ich anscheinend regelmäßig zum Blutbild kommen sollte und dass ich für den Gesundheitscheck auch wieder einen Termin brauche.
Normalerweise guckt da keine Arzthelferin genauer in die Akte, sondern macht nur das was man will. Ich fühl mich ja selten bei Ärtzen gut aufgehoben. Dieser ist eine Ausnahme!

Manche Menschen

Manche Menschen verwechseln lieben mit brauchen.
Nicht ich liebe dich, sondern ich brauche dich (müsste es heißen).
Warum? "Um meine Langeweile, Leere, Einsamkeit nicht spüren zu müssen."
Oder auch: "weil es dir so viel schlechter geht als mir und das mein Selbstwertgefühl hebt."
Tja leider sagt das keiner so ehrlich. Sonst gäbe es wahrscheinlich keine Spezies Mensch mehr auf dieser Erde.

Der Satz aus einem Buch über Depressionen wühlte mich sehr auf:
"Es gab Menschen in meinem Umfeld, die durchaus Vorteile daraus zogen, dass es mir schlecht ging."
"Kenn ich! Kenn ich!" wollte ich am liebsten brüllen. "Genau, dass sind dann die Menschen die ganz offen oder unterschwellig aggressiv werden, wenn es dir besser geht. Ohne sie! Da bekommen die Herrschaften Schiß, dass du dein Leben weiter lebst, neue Schritte machst und dich aus ihrem Dunstkreis entfernst.
Dann haben sie keinen mehr zum kontrollieren und bemuttern und benutzen. Also spielen sie beleidigt oder werten dich ab oder machen sonstiges damit du wieder schön brav und klein wirst und die Arschlöcher sich wieder wohl fühlen."

Oh man...all die alte Scheiße kommt mal wieder daher...
Liebe Kläranlage arbeite bitte gut und schnell....

Montag, 18. April 2016

Fokus vs. Impulsivität

Wenig Affektkontrolle und Impulsivität steht ja auch bei den Diagnosekriterien der PTBS.
Bis jetzt nahm ich das nie so wahr (aber Selbst-und Fremdwahrnehmung ist ja ein Kapitel für sich...)
Doch langsam wird selbst mir bewußt, dass ich sehr (wenn nicht gar extrem) wankelmütig geworden bin. Es war für mich ok in größeren Abständen (so 1-2 Jahre) große Dinge wie Arbeit, Wohnung, Wohnort zu ändern/wechseln, auch was ich so in meiner Freizeit gern mache ändert sich ja gern, das konnte ich bis jetzt gut händeln und sah das unproblematisch.
Im Gegensatz zu meiner Umgebung, aber auch das ein anderes Kapitel.

Jetzt ist es so, dass es sich stündlich/täglich ändert was ich gerne machen will. Oder wen ich mag und wen nicht. Der reinste Zirkus und echt übel.
Ich kenn mich überhaupt nicht mehr.
Und ich kenn mich schon gar nicht mehr aus.
Totale Launenhaftigkeit, wobei die Stimmung recht stabil ist, aber nicht das was ich will/nicht will.
Heute Hü morgen Hott.

Boah, es nervt. Sehr.
Nächste Therstunde erst in 2 Wochen. Mal sehen was die Gute dazu sagt...

Auf der anderen Seite bin ich fokussierter.
Seit die extreme Benommenheit im Kopf weh ist und ich viel fitter als sonst bin, kann ich auch mehr planen.
Die Tagesaufgaben jeden Abend in den Kalender für den nächsten Tag aufschreiben und das auch dann tun (zu 90% schaffe ich das) tut mir gut.
Auch die Gedankendisziplin ist viel besser geworden. Als Beispiel: mich langweilen meine Radrunden inzwischen sehr. Seit 10 Jahren kenn ich die, jetzt sag ich mir, ich seh es einfach als Sporteinheit und nicht als Spazierfahrt. Sofern Gedanken aufkommen von: uh langweilig, kenn ich schon, ich will hier weg, umziehen usw. und mich wieder in Hirngespinste verliere...
Also radel ich und mach in meinem Kopf was anderes, auf Atem achten oder Affirmationen denken oder sowas, meist muss ich nicht viel auf den Verkehr achten, da ich oft da fahre wo es wenig/keine Autos gibt.
Überhaupt nicht immer den Sinn des großen Ganzen suchen oder was ich noch alles machen könnte, sondern mehr bei dem bleiben was ich gerne mache.

Ohje das ist wahrscheinlich ein Luxusproblem wenn man zuviel Zeit und keine Verpflichtungen hat...

Sonntag, 17. April 2016

Hellgrüner Sonntag

In der Früh:
Zu dem tiefel dunkelgrau da draußen vor dem Fenster, leuchten die Bäume in einem schreiend grellen hellgrün. Ein schöner Kontrast und irgendwie unwirklich.

Gestern ein Gespräch mit vielen Tränen.
Ich konnte trotzdem gut in meiner Mitte bleiben, Wahres annehmen (auch wenn es weh tut und mich erschreckt hat), aber auch Punkte abweisen und richtig stellen.
Ich zog mir nicht jeden Schuh an, ich war nicht unterwürfig, ich blieb im Erwachsenen-Teil und sachlich/fair. Und es tat auch gut Gefühle zu zeigen.

Spät heimgekommen, durchgefroren, hungrig, nachdenklich, irgendwie gereinigt, müde (immer noch) aber auch irgendwie aufgekratzt. Ich war ruhiger und trotzdem stolperte mein Herz mehr als die letzten Tage...die Aufregung...
Einsicht...und irgendwas muss sich ändern...
Heute Ruhe und Erholung und auch eine Spannung wie es weiter geht....

 Mittags:
Pervers ist, wenn dich die eigene Familie so sehr mobbt, demütigt und schädigt, dass du daraufhin krank und irgendwie "komisch" wirst und genau diese Familienmitglieder dich dann  noch mehr runtermachen/verlassen ect, weil du so komisch bist.
Cruel World

Ansonsten ist heut Kaffe-time (fast koffeinfreier). Ein absolutes Stresszeichen. Normalerweise trink ich nur 1 Tasse morgends. Jetzt ist es die dritte (12.30h)
Ich bin saumüde will aber nicht schlafen aus Angst vor den aufsteigenden Gedanken und wie die Konsequenz des gestrigen Gespräches aussehen könnte.
Also ablenken, ablenken und...erstmal neuen Kaffe machen

Samstag, 16. April 2016

Stress schlägt auf Magen

Ist ja nix neues, so im allgemeinen.
Ich hatte bis jetzt in meinem Leben wenig Probleme mit meinem Magen.
Das scheint sich zu ändern. Nun schon das 2.Mal in diesem Jahr hab ich arge Probleme. Wieder mal scheint mein Magen nicht arbeiten zu wollen. Zum Glück hab ich vom letzten Mal noch die Tabletten die eine Magenentleerung beschleunigen und ahhh wie viel besser es mir gleich geht.

Fürs Wochenende reichen die Tabletten noch, dann müsste ich nochmal zum Arzt. Der wird mir, wie beim letzten Mal eine Magenspiegelung empfehlen, die ich wiederum ablehne. Ich weiß, dass meine Probleme von der hohen Anspannung kommen und hallooo eine Magenspiegelung würde ich im Moment nicht durchstehen. Unnötiger Streß weil ich einfach weiß, dass da nix ist. Ich hasse diese Abhängigkeit von Ärzten.

Das andere Problem: Die Tabletten beheben ja nicht die Ursache. Ich habe angst, dass mein Magen immer öfter in kürzeren Abständen streikt.
Ich weiß nicht was ich noch alles zur Entspannung machen soll.
Meine Lebensumstände kann ich nicht mal eben schnell ändern.
Ich weiß, dass eine große Unzufriedenheit in mir ist. Und mich das zusätzlich streßt.

Tja da werd ich mich noch mehr mit loslassen und annhemen beschäftigen müssen...und daweil meinem gurgelnden Magen zuhören und meinen Blähbauch streicheln (sieht aus wie im 5.Monat was auch  die Atmung einschränkt und mich noch mehr in Panikgefühle kommen lässt).

Freitag, 15. April 2016

Gedanken

Die schräge Kommunikation in unserer Familie ist mir ja nicht neu.
Nicht umsonst habe ich vor 4 Jahren den Kontakt zu meiner Ursprungsfamilie komplett abgebrochen.
Zu meinem Vater nahm ich ihn nach einigen Monaten wieder auf. Ich war schon immer ein Papakind und ich hoffte, dass wir auf irgendeine Art oder einer Ebene gut miteinander auskommen würden. Mein Vater ist ja nicht nur fies.
Dachte ich.
Früher hatte er mehr liebenswürdige Seiten, musste ich nun leider feststellen. Davon ist nichts mehr übrig.
Und so werde ich auch zu ihm wieder sehr großen Abstand halten. Nichts persönliches erzählen. Kühl bleiben.
Für meine Gesundheit. Auch wenn es mir natürlich leid tut und ich es sehr schade finde, aber es hilft nichts. Ich habe alles probiert, um einen Umgang mit ihm zu finden. Ich fand nichts.

Früher war immer die Panik: was wenn er stirbt? Und wir uns vorher nicht mehr sahen oder gut miteinander auskamen?
Da bin ich heute gelassener. Ich habe viele Chancen genutzt und viel probiert...das erste was stirbt ist die Hoffnung...und dann entweder er oder ich.

Und sonst so?
War heute gleich nochmal arbeiten. War soweit auch gut, hatte mich drauf gefreut, nur leider hab ich mich etwas übernommen, zu hektisch und zuviel gemacht. Deswegen gibts jetzt erstmal eine Pause....

Donnerstag, 14. April 2016

Etwas Erholung

Heute morgen nach Frühstück und Dusche bemerkt, dass ich so tief entspannt bin, dass ich sofort wieder ins Bett gehe um weiter zu schlafen. Ich muss das ausnutzen.
Endlich keine innere Hochspannung mehr.
Kein Herzstolpern mehr.
Nochmal 2 Stunden herrlich gedöst, welch Erholung.
Leider dann immer mehr den inneren Drang gehabt, aufzustehen und einkaufen zu gehen. Ganz schlecht. Völlige Reizüberflutung und Anspannung. Schnell heim, noch kurz ein Blick in den Briefkasten, oh Post von Papa.

Tja was soll ich sagen...es ist so...unfassbar....so....
Als ich so anfing zu analysieren und nachzudenken(im Sinne von: wie gehe ich damit um, was macht das mit mir, wie kam er da drauf...ect.) kam eine innere Stimme: fühl mal, ohne denken was kommt dir als erstes in den Sinn?

Antwort: "Arschloch! Du bist und bleibst ein Arschloch."
Später kam noch dazu: Ein widerliches, selbstbezogenes, beleidigtes Arschloch.

Oh man, das is alles (also der Brief, seine Denke, sein Zynismus...) so schräg.
So unfassbar abgrundtief bescheuert....würd ich mit Kopfschütteln anfangen, ich würd die nächsten 30 Jahre nicht mehr aufhören.
Deswegen lasse ich es.
Atme tief durch und versuche meine Entspannung wieder zu finden.

 “Bevor du dir selbst Depression oder einen Minderwertigkeitskomplex diagnostizierst, stelle sicher, dass du nicht einfach nur von Arsch­löchern umgeben bist.” Sigmund Freud

--------
Nachtrag:

Habe mich schnell wieder gefasst.
Wurde mir ja schon vor längerer Zeit so wirklich bewußt und klar, dass ich meinen Vater nicht ändern kann. Und auch nicht mehr möchte. Und dass mein Vater nicht mehr über mich zu bestimmen hat. Ich brauche ihn nicht für mein Seelenheil.
Einzig worüber ich Macht habe: Über meine eigenen Gedanken und Gefühle. Eigenmacht wieder aktivieren heißt es da also. Das tut gut. Das macht wieder frei und handlungsfähig.

Interessanterweise dachte ich gestern noch an meinen Vater und dass ich über sein Leben, bevor wir Kinder kamen, wenig weiß. Aber eines wurde mir schlagartig bewußt: Dass mein Vater bis zu seinem 30. Lebensjahr mit seiner Mutter zusammen wohnte. Sein Bruder war schon lange außer Haus (und zum Teil auch außerhalb Deutschlands) und auch der Vater haute  schon ab, als mein Vater 4 Jahre alt war. Er ist also ein astreines Muttersöhnchen (und genauso verhält er sich ja auch seit über 60 Jahre).
Mit 30 zog er mit meiner Mutter zusammen, die die Mutterrollen für ihn perfekt weiter spielte. Sie ging arbeiten, machte den Haushalt und versorgte uns Kinder (wenn auch nur das Nötigste). Mein Vater kümmerte sich um rein gar nichts.

Da wird mir auch klarer, warum mich mein Vater immer zurückhielt/holen wollte, wenn ich losstürmte und die Welt sehen sollte, oder einen neuen Job oder einen Urlaub weiter weg...er kannte das ja alles nicht und traute es sich auch nicht. Daheim bei Mutti wars ja sicher und warm.
Sind all meine Ängste gar nicht meine sondern seine?

Mittwoch, 13. April 2016

Homo nervis

Solch Erlebnisse wie heute, lassen mich wieder wissen, warum ich so gerne alleine bin. Mir ist die Spezies Mensch einfach fremd.

Tatort: Tafel. Jeder (egal ob ein-oder Verkäufer) lästert über andere (mir ist schon klar, dass ich das auch gerade tue, aber ich mache das nicht als Gesprächsgrundstoff!) vorzugsweise natürlich Flüchtlinge. Ganz übel wird über die hergezogen!
Dann natürlich über die anderen: die nehmen immer so viel oder die eine die sucht ja immer ewig aus und dann nimmt sie doch was anderen und die da mit ihren 4 Kindern, kann die auch was anderes außer poppen?
Im großen und ganzen steh ich dann immer da und zuck die Schultern. Tja was soll man da sagen?
Ich sehe einfach den Sinn dahinter nicht. Es ändert nichts, wenn ich mit anderen lästere. Entweder ich geh zu dem hin und sag was oder ich lass es.
Ich ertrage diese schwere negative Energie nicht, wenn so extrem gelästert wird. Und wahrscheinlich triggert es mich, weil es mich an das viele Mobbing in Familie, Schule und Partnerschaften erinnert.

Wenn ich mich mit jemand unterhalte will ich wissen was er macht, wie es ihm geht, was lustiges hören...ja mehr persönliches. Ich läster schon auch mal, aber eher heiter, mache mich eher über andere mal lustig, als dieses Kanonenfeuer voller Wut und Hass und Neid. Das zerfrisst mich schon, wenn ich es nur höre!

Ich glaube, die Menschen sind das schon so gewöhnt, die merken gar nicht mehr was sie sagen und denken. Das merkte ich in der psychosomatischen Klinik in der ich 2007 für 6 Wochen verweilte. Man konnte sich seinen Essensplatz jedes Mal neu suchen (außer in den ersten 10 Tagen, sozusagen zum ankommen, wenn eh soviel neues ist, sollte es einige Haltepunkte geben, was ich gut fand) und eines Abends eroberte ich einen freien 6-er Tisch und als so nach und nach Leute kam und fragten: "Darf ich mich zu dir setzen?" Antwortete ich jedesmal: "Gerne, unter einer Bedingung: Problemgespräche sind nicht erlaubt!" Sehr erfreut wurde das aufgenommen und kürzester Zeit saßen wir zu zehnt lachend und laut redend an diesem kleinen Tisch.
Wir hatten vergessen, dass man trotz Probleme auch ausgelassen mal sein darf. Der Abend tat sehr gut!

Das sind Ausnahmen und mir ist schon klar, dass ich ein beliebtes Mobbingopfer bin, weil ich bei den hohlen Stammtischgesprächen/Witzen und oberflächlichen Tagesgesprächen auf Dauer einfach nicht mitmache.

Ich brauch irgend nen Misanthropenberuf...Leuchtturmwärter is fast ausgestorben, außerdem hab ich Höhenangst, Schäfer ist mir zu langweilig, Pc-Programmierer fehlt mir glaub ich die Begeisterung...irgendwelche Vorschläge? ;)


Für mein Seelenheil halte ich es weiter so:
So wenig Menschen wie möglich, so viel als nötig.

Jetzt ist aber erstmal mein Mittagessen fertig, danach erfreue ich mich an Kaffe und Nussecken, um mir danach mit dem Radl mir eine ruhige Ecke in der Natur zu suchen.

Herzliche introvertierte Grüße!

Dienstag, 12. April 2016

Leben vs. Rückzug

Heute einen Telefonanruf erledigt, den ich seit Wochen vor mir herschiebe.
Weil es darum geht, mit Hilfe wieder mehr zurück ins Leben zu kommen.
Seit Dezember habe ich mich extrem zurück gezogen. Es war/ist natürlich ein Schutz, da kann mir wenig passieren wenn ich wenig mache, aber es ist auch fad. Ich fühle mich oft unterfordert, isoliert, einsam.

Und der Teil der mehr schaffen will, der auch mal Ehrgeiz zeigt und stolz auf geleistetes sein will kommt immer mehr hervor. Das ist neu.

Normalerweise ist der Teil, der scheu und ängstlich ist und auch anarchistisch und ziemlich hippiemäßig im Vordergrund: och komm, bleib daheim, da is es sicher, du hast schon genug durch gemacht, du darfst dich auf deiner Rente ausruhe, gibt viele Leute die fast nur in ihrem Wohnzimmer leben, gibt doch tolle Bücher und du kannst völlig frei entscheiden was du wann machst, keiner redet dir rein, keine faulen Kompromisse...tu dir den Stress nicht an...usw.

Und genau der Teil läuft grad Amok weil ich da angerufen habe....
ich versuche mich zu beruhigen, dass ich grad keine lebenslange Verpflichtung abgeschlossen habe, sondern einfach um einen Termin für Informationen gebeten habe. Völlig ungefährlich...

Und sonst so?
Ich bin fit...ich habe Kohle ausprobiert. Medizinische Kohle die bei Vergiftungen oder Durchfällen eingenommen wird. 10g auf nüchternen Magen und danach sollte man auch möglichst lange nichts essen, aber natürlich viel trinken. Ein leichtes Abführmittel dazu verhindert Verstopfung.
Was soll ich sagen, seit 2 Tagen bin ich hellwach und sehr klar im Kopf. Was ich schon früher bei verschiedenen Entgiftungen gespürt habe.

Da zur inneren Reinigung gut die äußere Reinigung passt, hab ich mal meinen Balkon auseinander genommen. Ich hab da so Holzdielen am Boden die aussehen wie die Europaletten. Nur massiver und etwas kleiner. Die kann man hochheben und drunter ist ein Kieselsteinbett.
Kann man sich vorstellen was sich da so ansammelt: Haare, Blätter, massenhaft Staub und Spinnweben, Plastikschnipsel, Schrauben, alte Kippen (vom Vormieter ihhh) und was da noch so runterfällt.
Alles weggemacht, den Kies etwas umgeschichtet, damit weißere Steinchen wieder obenauf liegen, Holz wieder drüber, das noch mit Wasser abgewaschen und wooow ist mein Balkon nun wieder sauber!
Fühlt sich gut an, soviel Dreck loszuwerden....

Montag, 11. April 2016

Meine Mitbewohnerin die soziale Phobie

Ich hatte es schon viele viele Jahre, doch erst mit 27 Jahren erfuhr ich was ich hatte und wie man es nannte: soziale Phobie.
Es gibt da unterschiedliche Ausprägungen von Mensch zu Mensch und es ist mehr als nur die Angst vor einer öffentlichen Rede!

Ich hab kein Problem die Verkäuferin zu fragen, wo denn die Reiswaffeln stehen.
Oder einen fremden Menschen auf der Straße nach dem Weg.
Auch mit Behörden telefonieren, mit der Bahn fahren und Männer daten ist in der Regel kein Problem (je nach Phase und Tageslaune geht es mal besser, mal schlechter).
Ich kann viel kompensieren. So tun als ob mir das alles nichts ausmacht. Aber es kostet enorm viel Kraft.
Schwierig wird es wenn es näher wird. Irgendwann kann ich halt nicht mehr so tun als ob, weil das Schauspielerei ist. Und unehrlich. Der andere lernt mich besser kennen und das bedeutet Gefahr.
Schwierig sind auch größere Zusammentreffen. Geburtstagspartys, Hochzeiten, Taufe, Gruppen jeglicher Art mit der man irgendwie interagieren muss/sollte. Dastehen und alles beobachten (was ich sehr gerne mache) wird da nicht sonderlich gut aufgefasst. Und ist auch z.B. im beruflichen Kontext nicht möglich.
Im nächsten Leben wünsche ich mir, dass ich mich und das Leben nicht so ernst nehme.

Jeder ist aufgeregt vor dem ersten Arbeitstag oder wenn er selber ne Party schmeißt. Bei mir verzehnfacht sich die Angst...

Die Grenze verwischt wohl, was ist introvertiert und was ist soziale Phobie...
Ich glaube, dass extrovertierte, die an einer soz. Phobie leiden, da eher wieder raus kommen. Vielleicht ist es für sie aber nochmal extra schwer.

Introvertiert wäre wohl, wenn ich auf einer Party eher in der ruhigeren Ecke stehe und mich  mit einem bekannten Menschen unterhalte, oder am Balkon den Sternenhimmel betrachte.
Soziale Phobie ist: Ich bleibe daheim.
Überhaupt mein Heim. Mein sicherer Ort. Sobald ich aus der Tür gehe, steigt die Anspannung. Manchmal ist selbst auf den Balkon zu gehen schwierig.
Auch hier: Mal mehr, mal weniger.
Warum? Jemand könnte mich sehen und schlecht über mich denken/reden.
Bei der soz. Phobie geht es nur darum: Bloß nicht schlecht dastehen. Keine Fehler machen. Nicht blamieren. Klar die Sorgen, Befürchtungen kennt wohl jeder, auch mal mehr mal weniger, aber mich blockieren sie soweit, dass ich in ganz schlimmen Phasen fast nicht das Haus verlasse und nicht vor anderen trinken und essen kann. Anspannung hoch = zittern = kein Besteck/Glas in die Hand nehmen, weil man dann das zittern sieht, was am allerallerallerschlimmsten wäre!

Ja Angststörungen sind irrational.
Man hält die Luft an, obwohl es um sich zu entspannen, sinnvoller wäre, in den Bauch zu atmen, oder in seine gefalteten Hände/Tüte vorm Mund.
Man überlegt, wann man am besten einkaufen geht, nämlich wenn die wenigsten Leute unterwegs sind (bei mir in der Gegend egal, es ist fast immer gleich viel los).
Man macht sich Gedanken um etwas was wahrscheinlich gar nicht stimmt oder nie zutrifft ect.

Konfrontation mit der Angst half mir wenig. Zu sehr hänge ich in den Triggern dann fest. Was alles nur schlimmer macht.
Ich weiß vieles vom Kopf, woher das kommt, was man nicht machen sollte (noch mehr Rückzug) usw. All das kann man sich selbst sagen, einzig: es hilft wenig.
Ich fühle mich unbehaglich und unsicher, sobald ich aus der Tür trete.
Mal mehr, mal weniger.

Was hilft dann?
Mir vorstellen, dass andere Menschen auch Probleme haben, die eine kann keine Kinder bekommen, obwohl sie so gern eine Großfamilie gegründet hätte, die nächste muss erkennen,d ass ihre heile Familie nicht heil ist, sondern ihr Mann schon lange eine andere hat und das tolle Haus einfach nur scheiß viel Arbeit macht, die nächste hat Krebs und ein anderer rauscht in die Schuldenfalle aus der er die nächsten 20 Jahre lang nicht mehr raus kommt.
Das hilft manchmal. Aber oft denkt man ja, das man mit all den anderen Sachen besser zurecht kommen würde und dass das eigene Problem am allerschwierigsten und am schlimmsten ist.

Was auch hilft: NICHT mit der Angst identifizieren. Ich bin mehr als die Angst. Wie das geht? Die Angst als eigenes Wesen vorstellen. Das ist (für mich) schon eine Erleichterung weil ich dann wieder denken und handeln kann.

Und? Hilfts?
Tja...
mal mehr..mal weniger...

Sonntag, 10. April 2016

Dies & Das

- Sind meine vietnamesischen Nachbarn in der deutschen Gesellschaft integriert, weil sie hier schon lange wohnen und arbeiten, recht gut deutsch sprechen, aber nur unter sich bleiben (nur vietnamesische Freunde, soweit ich das bemerkt habe), nur "Heimat-TV" sehen, ihr "Heimat"-Essen essen und ihre "Heimat"-Musik hören (die im übrigen fast so klingt wie türkischer Pop nur auf asiatisch ;))?
Wie soll Integration aussehen? Was meint man damit?

- Mein Herz hat eine Unwucht. Es holpert. Das ist ätzend. Hatte ich mal vor ewigen Zeiten im totalen Streß. Ich weiß, dass derzeit die Anspannung sehr hoch ist, auch weil ich seit 4 Wochen mich viel zu wenig bewege. Seit dieser komischen Erkältung-wasauchimmer-Zeit.
Also war gestern ein langer Spaziergang angesagt und heute eine Radlrunde.

- Dabei kam ich an der neugebauten Lufttraghalle im Nachbarort vorbei. Bald sollen da 300 Flüchtlinge einziehen. Mich bekam ein sehr komisches Gefühl. Ein riesen Zelt. Mit 300 fremden Menschen in einem riesen Zelt (das den Bayer eher ans Oktoberfest denken lässt) zusammenleben, in einem Ort in dem es so 20 Häuser, viele Ställe und Wiesen gibt (Landeszuchtanstalt), ein Restaurant und einen Bahnhof. Bis in den nächsten Ort mit Geschäften, Deutschkurs, Sportplatz ect. sind es gute 2,5km. Was sollen die da in der Einöde bitte machen? Mir tun die leid.

Samstag, 9. April 2016

Internet damals-heute

Gestern konnte ich vor Anspannung ewig nicht einschlafen und da machte ich mir so Gedanken über meine Internetnutzung.
Die fing im Jahre 1998 an. Ich wohnte noch in einer lustigen WG und so stand im Zimmer meiner Mitbew. bald der PC mit Internet. Klar, dass ich da nur selten davor saß, weil 1. gab es noch nicht soviel zu machen und 2. war es eben nicht mein Zimmer. Meine erste besuchte Seite war die einer Sektmarke. Spricht ja Bände...

Kurz darauf zog ich aus und es war klar: Ein Pc mit Netz muss her. Mein Schwager war da recht fit und er richtete mir alles ein.
Tja da ging das ganze noch mit klingelnden Tönen (Einwahl mit dem Modem), alles sehr langsam (was ja nicht störte man kannte es nicht anders) und teuer (Abrechnung pro Minute - heute unvorstellbar).

Ich fand bald einen tollen kleinen Chat, in dem man noch mit HTML-Codes zum Teil arbeitete, also <knuddelTom> dann erschien:
Luzia knuddelt Tom das ganze gabs auch mit anderen Begrüßungen, Verabschiedungen, Küssen, Zunge ausstrecken oder sonstigem. Das fand ich sehr lustig. Auch gefiel mir, dass es ein kleiner Kreis war, der Kern war so 20 Leute. Und dass man sich auch analog (den Ausdruck real find ich doof, denn chatten is ja auch real) regelmäßig traf. Im Sommer zu einer witzigen Schnitzeljagd per Auto durch die Stadt. Montags zum essen und manchmal auch einfach so spontan: Wer geht mit zum grillen an die Isar.
Es war meine erste und bis jetzt einzigste Clique :-)
Alle waren in irgendeiner Form etwas Außenseiter, Nerds, Metaller mit langen Haaren, ein hochintelligenter und extrem schöner Mann der chinesisch studierte, Menschen die viel und oft ihre Grenzen in jeglicher Form suchten. 
Dieser Münchnerchat hatte auch Filialen in anderen Großstädten und so gab es auch ganz große Treffen mit den Berlinern oder so....tolle Zeit! 

Später kam ein größerer Chat dazu, in dem ich einfach die Form der Kommunikation weiter genoß. Reale Treffen sind für mich halt auch sehr anstrengend, aber manchmal will man halt auch einfach nur plaudern...da is der Chat richtig.
Inzwischen bin ich in keinem mehr.
Ich war auch nie in heutigen gefragten Social-Medien-Plattformen wie Fa*ebook, Twi*ter und Co.

Dann kam der erste Blog in dem ich den tagtäglichen Wahnsinn beschrieb der mir so passierte, als Fahrerin für behinderte Kinder. Ich war täglich erst 200 päter 400km unterwegs. Da passiert viel. Ich hatte einen locker-heiteren Schreibstil und viele Besucher.

Davor waren natürlich Mails auch schon sehr gefragt.
Computerspiele haben mich nie interessiert.

Das Netz wuchs und mit ihm die Möglichkeiten neue Informationen zu sammeln. Ein Eldorado für mich! Herrlich, und ich muss noch nicht mal das Haus dazu verlassen :)
Ich suchte und fand und fand was ich gar nicht suchte...ich surfte hin und her, eine Freude!
Zu vielen Dingen wäre ich ohne Netz wahrscheinlich nie gekommen...
ich fand Wohnungen, Liebeleien, Jobs, Musik und Freunde übers Netz. Und Hobbys. Und Abenteuer. Nie wäre ich drauf gekommen, mal zu modeln, oder auf einem Bergbauernhof zu arbeiten.
Oft fragen mich Leute ziemlich überrascht wo ich denn DAS her hätte....ja im Internet(z) bin ich eine Fischerin ;)

In den wüsten Zeiten der Depression konnte ich mich informieren, mit Gleichgesinnten austauschen und Hilfe erfahren. Das tat gut und war ein leichter Zugang für mich.
Die meisten Leute mit denen ich mich analog treffe, hab ich mal irgendwann im Netz kennengelernt, aus den unterschiedlichsten Gründen.

Jetzt ist es so, dass ich es hauptsächlich zur Info nutze: Bank, Wetter, Straßen/Örtlichkeiten suchen, Öffnungszeiten, Preise, Einkäufe.
Und zu den Themen Histaminintoleranz, HPU, Nebennierenschwäche. Dies hat mir auf dem Weg zur Gesundheit schon sehr viel geholfen!
Hin und wieder auch zum Filme schauen oder Vorträge/Interviews hören
Und klar, weiter zur Kommunikation via Mail und Blog.

Ich merke, dass sich das Interresse allgemein langsam abschwächt. Viel neues gibt es nicht mehr.
Oft merke ich, dass ich zuviel Zeit verplempere in dem ich im Netz etwas suche, dass mich begeistern/interessieren könnte. Meist finde ich nichts.
Auch finde ich das alles so überladen wurde. Eine Seite vor 10 Jahren sah noch ganz anders aus, viel übersichtlicher, mit weniger Infos, Weiterleitungen und Schnickschnack.

Von daher möchte ich disziplinierter im Umgang mit dem PC werden und wieder mehr ins analoge Leben hinaus gehen.

Natürlich könnte man noch viel mehr drüber schreiben, zum Beispiel wieviel Probleme mir eine Software machte, und wie besser ich nun seit einigen Jahren mit dem Neuen fahre...über abstruse Flirtversuche im Chat oder dass man Dinge findet, die man vielleicht gar nicht wissen will (z.B. sexuelle Vorlieben der anderen). 
Manchmal ist ja auch was lustiges dabei, wie es so woanders in der Welt zugeht oder was da die Menschen/Tiere so alles anstellen :)

Freitag, 8. April 2016

Aufs Aug und aufs Ohr

Hab letztens Alfred Längle im Netz gefunden. Was und vor allem wie er es sagt, gefällt mir sehr.
Ist schwierig jemand zu finden, der so angenehme Vorträge macht. Angenehme Stimme, angenehmes Tempo, interessanter Inhalt und Humor scheinen die Zutaten zu sein.
Wer auch lauschen will:

https://www.youtube.com/watch?v=T72R0iIXPPA

Und dann noch einen Kinotrailer gefunden, von dem ich sehr hoffe, dass er nach Deutschland kommt. Ich bin ja kein großer Kinogänger und sehr anspruchsvoll was Filme angeht, aber den will ich unbedingt sehen:

https://www.youtube.com/watch?v=yrK1f4TsQfM
Herrlich derb und schräg..

Und sonst so?
Ich war nach 5 Wochen mal wieder arbeiten. 4 Stunden. Tat gut.
Und einen zusätzlichen Auftrag an Land gezogen. Hurray!
Jetzt aber erstmal was futtern....

Mittwoch, 6. April 2016

Ernsthaftigkeit

Heute nochmal eine Thera-stunden. Die mich ziemlich unzufirden zurück ließ.
Ich hatte das Gefühl, dass die Therapeutin denkt, ich will vom letzten Termin/aktuelles Thema ablenken. Denn so ernsthaft war sie heute nicht dabei. Eher lasch. Schweigsam.
Mittendrin fiel mir das auf und eigentlich hätte ich das sagen sollen (das ich nicht ablenke, sondern finde dass das eine Thema sehr wohl mit dem heutigen zusammen hängt). Und wie sooft lasse ich so gute Impulse untern Tisch fallen. Blöderweise haben wir erst wieder im Mai einen Termin.
Na dann werd ich ihr  noch eine Mail schreiben. Weil mich das sonstn weiter wurmt.

Auch sonst erhoffte ich mir bei dem heutigen Termin mehr Hilfe. Einige hilfreiche Gedanken hatte ich selbst während des Gesprächs, aber ich fühlte mich nicht ernst genommen.
Vorhin fiel mir ein: Wie ernst nehme ich denn das Thema? Sehr wenig, obwohl es wichtig ist.
Na vielleicht muss ich da doch erst mehr bei mir schauen, warum ich das so unter den Tisch fallen lasse.

Ansonsten fühle ich heute wie mich die Unterforderung müde macht. Auch interessant.
Für morgen wird wieder ein Tagesplan aufgestellt....

Dienstag, 5. April 2016

Nachmittags

Im Moment bin ich immer einfach froh, wenn es nachmittags wird, dann gehts mir besser.
Heute schon so ab 15h manchmal erst ab 17h, aber da merk ich so einen mentalen Energieschub, die Benommenheit und Schlappheit wird deutlich weniger, meine Laune und Gelassenheit steigen.

Gestern abend eine halbe Beruhigungstablette genommen. Alles mal wieder auf Null runterfahren. Wenn die Anspannung so hoch ist, dass ich die auch nicht mit verändertem Verhalten in den Griff bekomme, ist das oft eine gute Hilfe.
So war ich heute den ganzen Vormittag sehr entspannt und habe das lesen im Buch sehr genossen. Keine Unruhe, keine Verzettelung. Sehr angenehm.

Gestern radelte ich noch eine kleine Runde. Rüber zu einem Pferdegestüt. Weil das in der Nähe die einzigsten Tiere sind, die ich beobachten kann. Manchmal sind auch Esel da.
So wirklich gut war der Ausflug nicht, ich sah zwar das frische Grün überall und die explodierenden Magnolienblüten, aber irgendwie erreichte es mich nicht.
Fühle mich auch weiter so ungeschützt draußen. Als wär ich nackig. Aber das Gefühl hab ich seit 4 Monaten, mal mehr mal weniger.
So war ich heute gar nicht außer Haus. Auch ok.
Es kommen wieder bessere Zeiten.

Sonntag, 3. April 2016

Leeres Hirn

In der Therastunde letztens erzählte ich gleich zu Anfang, dass mein Hirn grad so voll ist und gleichzeitig so leer.
So viele verschiedene Themen springen mich grad an (und fahren dann Karussell mit mir) und auf der anderen Seite kann ich mich kaum konzentrieren und fühle so eine Leere im Hirn. Die Stunde war auch geprägt von ganz vielen äh und .... und Wörter finden. Das schlimmste aber war, lange oder mehrere Sätze der Therapeutin verstand ich nicht. Nach wenigen Sekunden war da irgendwie nur rauschen.
Ätzend.
Immerhin bekam ich eine mögliche Erklärung, die mich auch etwas beruhigte: Die Leere kann ein Schutzmechanismus sein, eben wenn es zuviel wird, macht das Hirn dicht.
Okay. Da hilft nur...entspannend...was tun wo ich mich nicht viel und lange konzentrieren muss...sowas wie im Flow malen...oder Pflanzen umtopfen...oder einfach auf dem Balkon sitzen und Löcher in die Luft starren.

Inzwischen hab ich es mir ja angewöhnt, bevor ich was Neues probiere, erstmal zu schauen, ob das kompatibel zur Histaminintoleranz ist.
Antidepressiva sind es nicht. Weil der Histaminabbauweg gestört wird.
Och menno. Tja dann muss es doch ohne gehen. Dafür mit strikter Diät.

Und das Beruhigungsmittel werde ich mir auch hin und wieder gönnen, ist zwar auch nicht der Hit bei einer HIT aber das is ja nur kurz und nicht täglich wie bei den AD's.

Das Lächeln der Freiheit

Über dieses Buch von Paul Linden stolperte ich zufällig und da es neu weniger als 2,- kostete nahm ich es mit.
Ausschlagggebend war der Untertitel: Selbststärkung und Körperbewusstsein - Ein Leitfaden zur Traumabewältigung

Selbststärkung klingt immer gut und auch in der stationäre Therapie spürte ich, dass die Körperarbeit was für mich wäre. Aber eben auch, dass das sehr heiß für mich ist. Später in der Tagesklinik gab es das Angebot wieder und wieder wollte ich es zuerst machen, um dann doch wieder abzusagen.
Das fühlte sich für mich auch richtig an, ich spürte, die Gefahr einer Retraumatisierung ist viel zu groß.

Einerseits ist da die Körperarbeit, die ja viel auslösen kann, was also schon irgendwie händelbar sein muss UND andererseits ist dann für mich die Schwierigkeit dass eben ein anderer Mensch da ist.
Ich komme also sehr schnell unter Druck, wenn ich etwas so nicht machen will oder weinen muss, dann kommt Scham hinzu usw. Also Körperarbeit UND die soziale Seite ist einfach zuviel.

Jetzt also dieses Buch. Da konnte ich die Körperübungen schön für mich alleine machen. Mich ganz auf mich konzentrieren und alleine nachfühlen was das so auslöst. Das war schon viel viel besser.
Für manche mag das weniger gut sein, wenn sie in schwierige Zustände geraten und da alleine vielleicht nicht mehr rauskommen.

Bei manchen Übungen aus dem Buch bräuchte man auch einen Partner, aber das waren eh Themen die für mich nicht wichtig waren.

Das wichtigste das ich aus diesem Buch mitnahm: Entspannt lässt es sich besser verteidigen. Der Auto lehnt nämlich seine Being-in-Movement-Methode an das Aikido. Es geht nicht um wildes schlagen und hauen, sondern um Balance, Stabilität und Körperwahrnehmung.

Durch einen Missbrauch (der Autor bezieht sich nur auf sexuellen Missbrauch, aber das gilt auch für die anderen Formen von Grenzüberschreitungen) hat sich der Atem, die Achtsamkeit und die Körperhaltung verengt und die meisten Überlebenden konservieren diese Selbsteinschränkung über den Mißbrauch hinaus.

Als vermeintliche Schutzhaltung ist man immer angespannt, atmet zu flach und ist ständig dabei seine Umgebung zu überwachen um mögliche Überschreitungen rechtzeitig zu erkennen und um sich zu verteidigen.
Das ist aber ein Trugschluß. Diese Haltung verbraucht sehr viel Energie, die dann für die tatsächliche Verteidigung (das muss nicht unbedingt gleich eine körperliche Auseinadersetzung sein, oft geht es ja darum verbal seine Grenze aufzuzeigen) fehlt.

Der Auto zeigt das Paradox auf: Weichheit ist die wahre Stärke!
Wenn ich mich klein mache, anspanne, flach atme und ganz eng also hart werde, fühle ich die Machtlosigkeit regelrecht körperlich.
Der souveräne, zentrierte Zustand ist offen, strahlend, kraftvoll, weich, fließend, leicht, gleichmäßig, geerdet und entschlossen.

Die erste Übung geht daher auch gleich mit dem Bauch los (was ich als Reihenfolge eher ungünstig finde). Aber wie fühlt es sich an, wenn ich den locker lasse, in den Bauch atme und ganz weit innerlich werde?
Ich fühle mich wohl. Entspannt. Zentriert und da kam es schon: Das Lächeln. Das Gesicht wird weich. Das Lächeln der Freiheit. WOW!

Und so gehen die Übungen zur Körperwahrnehmung immer weiter. Ich konnte das was ich ausprobieren wollte gleich ganz geschützt im eigenen Wohnzimmer ausprobieren. Welch tolles Gefühl. Welch Stärkung! Welch Erdung. Welch Zentrierung! Aus diesem Gefühl, das sich sehr erwachsen und kraftvoll anfühlte kann ich mir gut vorstellen, viel eher und auch früher zu sagen, wenn mir etwas nicht paßt und mich zur Not auch wehren - ohne Schuldgefühle oder dass man das ja nicht darf....

Dann probierte ich diese Haltung draußen. Natürlich erstmal da wo keine Menschen waren. Uh ungewohnt. Es fühlte sich gefährlich an, sich so angreifbar(gefühlt) zu machen. Aber teilweise war es auch einfach nur toll!
Wenn es zu anstrengend wurde, erlaubte ich mir auch wieder damit aufzuhören und in meine alte Haltung zu rutschen.
Irgendwann kam mir bei dieser Übung halt doch ein Mensch entgegen und statt innerlich alles zu zu machen, flach zu atmen, den Bauch anzuspannen und mich klein zu machen (wenn auch nur wenige Millimeter, aber wer schonmal eine neue Zahnkrone bekam, weiß was ein paar mm zuviel ausmachen können, so ist es auch bei der Haltung), blieb ich entspannt, atmete weiter, die Schultern fielen leicht nach unten, innerlich machte ich mich auf und es war einfach schön!

Selbst als ich nach einigen Tagen in eine (alt gefühlt) bedrohliche Situation kam, zwei ältere Männer kamen mir entgegen,wobei der eine mich schon so flirtend ansah und wir die einzigsten Personen in der Seitenstraße waren, blieb ich in der Haltung, innerlich weich aber mit festem Blick-kein Lächeln! Fühlte sich sicherer an, als früher. Danach "klappte" ich zwar wieder innerlich zusammen, aber das ist ok. Jahrelange eingeschliffene Verhaltensweisen legt man nicht an einem Tag ab.
Immerhin kam von dem Mann kein dummer Spruch oder so.

Es macht Spaß der Welt in dieser neuen kraftvollen Haltung zu begegnen.
Raus aus der Opferfalle.

Was mich an dem Buch extrem gestört hat und was auch völlig unsinnig ist, die teilweise detailgenauen Beschreibungen der erlebten Übergriffe seiner Klienten. Das hätte er sich wirklich sparen können, das hilft keinem weiter.

Samstag, 2. April 2016

Interessante Messung

Wußte gar nicht, dass Blutzucker so spannend sein kann :)

Morgends mit einem Nüchternwert von 91 mg/dl gestartet. Fühlte mich auch recht gut und fit.
2 Stunden nach dem (leider wie immer süßen) Frühstück war ich allerdings nur noch bei 75.
Um dann den Rest des Tages so um die 90 zu bleiben.
Interessant war der Nachmittag. Ich fühlte mich schlapp und leicht hungrig. Ich war mir sicher, dass ich jetzt einen deutlich niedrigeren Wert habe. Er war aber bei 106! Zur Info: Unterzucker ist medizinisch gesehen bei ca 50.
Manche Menschen fühlen sich aber schon bei 70 schlecht, andere bei 40 noch fit.
Normalerweise hätte ich da erstmal ordentlich Kohlehydrate/Zucker reingeschaufelt, der übliche Kaffe/Kuchen-Nachmittagssnack. Aber bei DEM Wert? Hmm, hab trotzdem was gegessen, half auch nicht sonderlich aus dem matschigen Gefühl.
Mögliche Erklärungen:
- Gerät misst ungenau (glaub ich jetzt weniger)
- Wert sackte vorher schon massiv ab und der Körper regulierte das von alleine und ich maß sozusagen zu spät (hm weiß nicht)
- es liegt nicht am Blutzucker (das Unterzuckerungsgefühl) sondern liegt eher am Cortisol (fehlendes) was ich schon oft vermutete, bezgl. Nebennierenschwäche, weil es mir abends ja meist besser geht.

Was ich mir auch vorstellen könnte ist, dass mein Körper hohe Zuckerwerte gewohnt ist (eben durch viel Süßkram) und niedrigere Werte dann schon als bedrohlich einstuft.
Was mir noch einfiel: Hochsensible Personen süpren starke Schwankungen im Blutzucker deutlicher als andere (steht in einem HSP-Buch).
Aber so starke Schwankungen waren es ja gar nicht...

Trotzdem, der Weg geht wieder zu: weniger Kohlehydrate/Zucker.
Das schont die Nebenniere und auch den restlichen Körper.

Ich werde  das jetzt ein paar Tage mal weiter beobachten....

Freitag, 1. April 2016

Schwankung

Alles klar.
Was gestern euphorisch, kraftvoll und zuversichtlich war ist heute:
Schlapp, matschig, mies gelaunt.
Wie soll ich mein Leben gestalten, wenn das Rüstzeug, also mein Körper, nicht mitmacht.

Heute wieder Arbeit abgesagt, jetzt war ich schon 2x nicht dort, also 4 Wochen nicht, was doof ist. Einerseits natürlich finanziell und andererseits möchte ich einfach mal wieder was getan haben (und natürlich auch der Familie helfen, wobei das eher im Hintergrund ist).

Aber ich muss heut dringend meinen eigenen Haushalt in Schuß bringen und das wird schon eine Tagesaufgabe. Weil ich mich fühle, als hätt ich die ganze Nacht gefeiert, leichter Kopfdruck, völlige Müdigkeit, Augenbrennen, Kraftlosigkeit.
Wäsche abhängen. Pause. Neue Wäsche waschen. Daweil dringend Sommerbettdecke beziehen. Wäsche aufhängen. Pause. Geschirr machen. Mir was kochen, wobei das heute mit Minimalaufwand passiert.
Schöne wäre noch: Ein Paket fertig machen und evt. zur Post bringen und etwas Zeug ausm Keller wegbringen (Pappe und so).

Dabei hab ich zeitweise das Gefühl kaum stehen zu können und meine Augen aufzuhalten. Als hätt ich meine starke Beruhigungstablette genommen.
Tja Trampolin-Schnupperkurs morgen wird da wohl auch nix, allein schon weil ich da 3km hin und 3 wieder zurück radeln muss.

Wenn ich das jetzt alles so sehen würde, als könnte ich das nicht aus psychischen Gründen, gehts mir noch schlecter.
Wenn ich sehe, dass es hauptsächlich körperliche Gründe sind, kann ich damit besser umgehen.

Ich wüßte was ich tun müßte, damit es mir besser geht.
Einzig: Ich schaffe es nicht.
Wie der Raucher, der auch weiß und auch schon an allen Ecken seines Körpers spürt, dass die Zigaretten schlecht für ihn sind, und doch nicht aufhören kann.

Das wird definitiv Thema in der nächsten Therastunde, die ich zum Glück schon nächsten Mittwoch habe, da glücklicherweise jemand absagte.
Dann gehts erst wieder 1 Monat später weiter.
----
Nachtrag:
Hammer des Tages!
Es endlich geschafft in der Apotheke vorbei zuschauen und fragen, ob die auch Blutzuckermessgeräte verleihen.
Nö.
Aber, sagte die gute Apothekerin, kommen Se mal mit.
Und so dackelten wir in den hintersten Raum ala Abstelllkammer, sie holte so ein Gerät, packte es aus, erklärte es mir, ich innerlich schon die Augen verdreht, weil ja klar war dass die mir jetzt eins verkaufen will, doch irgendwann fiel der Satz: "Wir haben da so ein paar Exemplare zum verschenken."
Was? Wie? Das gibts noch?
Und so bin ich freudestrahlend und sehr dankbar MIT Messgerät aus dem Laden gegangen!
:-))))
Mir ist auch klar, dass der Nachkauf der Teststreifen/Lanzetten eher teuer ist. Aber auch da gibt es Möglichkeiten, wie ich schon entdeckt habe...
Und der erste Pieks war gar nicht schlimm...^^

Aprilzeit


Wieder beginnt ein neuer Monat.
April, April der macht was er will.

Dieses Kalenderbild ist im Gegenzug zum letzten (inszenierten) wohl sehr spontan entstanden.
Ein schönes Bauwerk in gold. Oder man möchte auch fast meinen aus Sand. Doch nicht wie sonst im Vordergrund, nein es scheint, als wäre das einfach ein netter Hintergrund. Eher unwichtig.

Die Frau sitzt fast in der Bildmitte, vielleicht galt ihr die Aufmerksamkeit.
Die Kinder spielen Tauben fangen.
Und ganz frech will da eine fliegende Taube auch noch mit aufs Bild.
Das die Menschen barfuß sind und der alte brückelige, rissige Boden passt irgendwie gar nicht so sehr zu dem glänzenden Bauwerk.
Was das wohl ist? Ein Regierungspalast? Eine religiöse Gedenkstätte?
Gibt es in diesem Land (wo mag das wohl sein? Kambodscha?) sehr sehr reiche Mächtige und eine sehr sehr arme Bevölkerung?
Macht irgendwie den Eindruck.