Donnerstag, 24. März 2016

Hab Seelendrücken

So lässt es sich am besten beschreiben. Diese Schwere, diese Last auf der Seele die körperlich spürbar ist. Ausgebremst, lustlos und unlustig.
Da muss der Radar schon sehr fein werden, um etwas zu finden, das ErlEICHTerung schafft. Eine klitzekleine Begeisterung für ein Thema, oder ein neues Buch, oder ein zaghaftes spüren: das und jenes will ich jetzt essen/trinken oder da und dort will ich jetzt hin.
Zurück zu den ganz kleinen Schritten.

Jetzt gleich noch zum Einkauf, obwohl sich alles in mir sträubt und ich sehr kraftlos bin. Aber ich weiß, wenn dann schaffe ich das gerade nur vormittags. Und danach habe ich 4 Tage kein müssen. Wie gut das tut, weiß jeder Depressive.
Äßerlich gibt es ja schon länger kein müssen mehr, aber das innere ist sehr stark in mir.

Ich werde das Osterwochenende weiter nutzen um haarfein herauszuspüren was jetzt gut tut. Um Stück für Stück wieder aus diesem Seelendunkel herauszufinden.
Außerdem werde ich jetzt das SAM-e erhöhen, wenn das so in 1-2 Wochen keine Linderung bringt, werde ich zum Doc und mir Medikamente geben lassen. Wenn ich soweit bin, dass ich das freiwillig und gerne mache, dann ist es schlimm. Zuletzt half das Lamotrigin recht gut, allerdings ging es da um extreme Stimmungsschwankungen, jetzt bräuchte ich was die Stimmung und den Antrieb hebt. Wobei es eher um den Antrieb geht, wenn der wieder da ist und ich gerne mehr Dinge mache, kommt die gute Laune von alleine.

Kommentare:

  1. Ach du Liebe,
    wie gut ich dich doch verstehe.
    Bei mir ist es ähnlich, entfernt ähnlich und nicht ganz so schlimm wie bei dir, aber meine empfindungen gleichen den deinen.
    Wenn du magst, kannst du hier einal nachlesen.
    Liebe Luzia, ich wünsche dir , dass du ein aufbauendes und angenehmes Osterwochenende verbringen kannst.
    Übrigens, ich habe mal in aller Ruhe deine gesamten Posts durchgelesen und bewundere deine Kraft, damit um zu gehen.
    ♥lichst Jutta

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    1. Fehlerteufel..."E" mpfindungen natürlich ;-)

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    2. Danke Jutta! Fehlerteufel dürfen bleiben ;)

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  2. Ich verstehe Dich ganz gut ... glaub mir ... ich lese Deinen blog und heule ... ya ... smiles ... Love, cat.

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  3. Liebe Luzia

    Ich kenn das so gut .. und drücke dir die Daumen, dass es wieder weitergeht aus dem Seelendunkel. Nehme selber Zol*oft seit fast 6 Jahren. Als mir empfohlen wurde, wieder Medikamente zu nehmen wollte ich etwas, das dem Antrieb hilft. Derzeit nehme ich das Mittel noch mit einer Dosierung von 12.5mg. Was als "medizinisch nicht wirksame" Dosis gilt, für meinen sensiblen Körper aber durchaus noch eine deutliche Wirkung hat. Das Gedankenkarrussel ist weniger drastisch, wenn ich dieses Medikament habe.

    Lieber Gruss und alles Gute!

    Anne

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    1. Hallo Anne, welcome back! ;) Schön, dass Dein Urlaub schön war!
      Deine Zeilen bestärken mich sehr darin, mir da mehr Unterstützung zu suchen.
      Und JA GENAU dieses Mal weiß ich auch, dass mein Körper viel weniger Dosen braucht, als andere Menschen. Sonst hätte vielleicht damals in der Probierphase schon was geholfen, wenn wir nicht immer diese hohen "normalen" Dosen verwendet hätten.
      Naja man lernt ja nie aus ;)
      Viele liebe Grüße!

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    2. Liebe Luzia, danke.. ja, ich hab es genossen.

      Das Verhandeln bezüglich den Medikamenten ist oft eine zähe Sache. Ich habe nur eine Psychiaterin getroffen, die da wirklich gesprächsbereit war. Seltsamerweise habe ich Allgemeinmediziner als aufgeschlossener erlebt. Für mich hat sich das Einschleichen eines Medis bewährt. Also mit einem Bruchteil der geplanten Dosis anzufangen und diese über mehrere Wochen beizubehalten. Wenn eine dann den Eindruck hat, jetzt stimmts, bei dieser Dosierung bleiben. Da machen bestimmt nicht alle Ärzte mit. Medikamente in Tropfenform (für den Einstieg) und ein Tablettenzerkleinerer mit Klinge können hilfreich sein. Viel Glück! Traue deiner eigenen Wahrnehmung. Das ist nämlich ein ärztlicher Trugschluss, dass psychisch Erkrankte sich bezüglich Wirkung von Medikamenten nicht selber einschätzen können (Suchterkrankung bwz. Stoffen ausgenommen). Es heisst ja immer: Wenn sie den Eindruck haben ein Medikament wirke zu stark oder zu schwach, kontaktieren Sie Ihren Arzt oder .... ;)

      Lieber Gruss, Anne

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    3. Ich glaube, dass viele Menschen mit zu hohen Dosen unterwegs sind. Und ich kenne auch einzelne, die das Mehrfache einer Maximaldosis benötigen. Der individuell nötige Bedarf wird zu wenig berücksichtigt. Nur meine Meinung ...

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    4. Dann wünsche ich Dir, dass Du lange noch von den schönen Tagen zehren kannst ;)
      Da heb ich bei meinem Psychater ein gutes Gefühl, zu ihm geh ich seit 15 Jahren und er ist einfach freundlich/hilfsbereit, keine überheblichen Allüren. Wir hatten zuanfangs schon viele Medis durch, aber wie ich heute eben weiß, in für mich unverträglichen Dosen ;)
      Immer wenn ich was fand was mir etwas half, war er erfreut und meinte: wenns hilft nehmen Sie es!

      Ich hab das jetzt mit den Medikamenten oder auch mit Pflanzenmitteln gemerkt, wie schnell mein Körper darauf reagiert, dass ich das sehr ernst nehme und eher drauf achte. Somit kann ich das auch eher vor Ärzten vertreten.
      Hatte aber bei einer Zahnbehandlung auch schonmal das Erlebnis, dass selbst die 5.Spritze nicht wirklich wirkte. Zum Glück war das nur einmalig ;)
      Deiner Meinung schließe ich mich da an, da ist Selbstverantwortung gefragt und das sehen leider viele Ärtze nicht gerne.

      Schöne Ostern Dir!

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