Mittwoch, 3. Februar 2016

Die Langeweile, der Magen und Beziehungen

Gestern nach tage- (wochen?) langem ringen doch meine Ex-Therapeutin um einen Termin gebeten. Irgendwie fühlt sich das immer noch "falsch" an. Ich weiß nicht recht warum.
Im Sommer als ich ebenfalls nochmal um Hilfe bat, fiel mir das sehr leicht. Vielleicht weil ich meine an meinem derzeitigen Zustand selbst schuld zu sein. Ja ich glaube das ist es.
Sie ist grad im Urlaub. Nächste Woche wieder da. Kam per Mail automatisch zurück. Also dort bei der Anmeldung angerufen und eine mehr als merkwürdige Trulla dran gehabt. Die ist neu. Definitiv. Jetzt hab ich zwar einen Termin aber erst am 18.2.
Ja ich weiß,es gibt woanders längere Wartezeiten.
Aber wenn man aufs Klo muss, kann eine halbe Stunde schon lang werden.

Also bis dahin all meine gelernten Schätze ausgraben. Imagination, anziehen was gut tut und nicht unbedingt chic ist, innere Sicherheit wieder erlangen ist jetzt wichtiger, keinen Streß machen....
interessanterweise habe ich das Gefühl (mal wieder) das nicht zu dürfen. Es darf mir nicht gut gehen. All die Dingen zu machen gelingt mir nicht, ich schaffe nicht den 1.Schritt. Wie eine riesengroße Mauer.

Das blöde ist, ich häng in einer Zwickmühle: Mir macht nix Spaß, meine räumliche Umgebung langweilt mich schrecklich, weil ich hier seit 9 Jahren wohne und einfach ein Mensch bin, der gern neuen Input hat und auch braucht. Die Konzentration ist grad ziemlich im Eimer, ich muss also einen sehr langen Tag irgendwie rumbringen und habe jetzt viel geschlafen, damit die Zeit schneller vergeht, was mir  aber auch nicht so gut tat, das ewige rumliegen.

Ich hab länger etwas vom Skilaufen. So ein Sturz auf den Allerwertesten tut doch ziemlich lange weh...
Auf einer anderen Ebene tat mir das Wochenende mit M. sehr gut. Mir wird immer klarer, dass M. weder manipulativ, noch verstrickt, noch unreif oder süchtig ist.
Er war nicht persönlich beleidigt (wie schon sooft erlebt!), wenn ich mich um mich kümmerte.
Im Gegenteil, er fand das völlig okay, ganz normal UND übernahm für sich selbst und seine Wünsche und Bedürfnisse selber Verantwortung, was mir wiederum die Freiheit gab auf mich zu schauen, weil ich ja sah, der andere kann gut für sich selber sorgen, da muss ich nicht coabhängig reinspringen und was machen was mich gar nix angeht.
Es war wirklich toll so etwas zu erleben.
Deswegen fand ich auch die ganze Zeit mit ihm überhaupt nicht anstrengend! Jeder ging zwischendrin seinen Interessen nach und wenn wir uns trafen hatten wir was zu erzählen und dann unternahmen wir wieder etwas gemeinsam, was unsere ja noch sehr zarte Freundschaft festigte.
Auch wenn es teilweise immer noch weh tut, dass ich mich in kurzer Zeit von 3 nahen Menschen trennen musste, so merke ich wie wichtig das für mich war. Wie bereit ich langsam für gesündere Beziehungen werde.
Wie war das: Krise steht auch für Chance.
Veränderungen sind manchmal schmerzhaft. Ja.

Meinem Magen geht es langsam auch wieder besser. Zumindest ist der Appetit wieder öfter da, was die Lebensqualität wenigstens ein bisschen hebt. Ich nehme jetzt statt Magensäurehemmer genau das Gegenteil: Betain mit Pepsin, da ist Hydrochlorid drin, also aus dem der Magensaft gemacht wird. Ich habe mehrmals gelesen, dass die meisten ZUWENIG Magensäure haben, statt zuviel. Ja auch bei Sodbrennen. Noch dazu dass Stress die Magensäureproduktion hemmt.
Auf alle Fälle bewegt sich bei mir wieder was im Gedärm. Und der Magen fühlt sich leichter an.

Kommentare:

  1. Dein blog ist mir sehr lieb, weil Du so ehrlich schreibst ... wuensche Dir alles Gute, Luzia ... Love, cat.

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