Donnerstag, 11. Februar 2016

Aufwärts

Gestern mal wieder eine kleine Radlrunde gedreht.
Trotz Sturmböen.
Tat gut.
Und ist ein gutes Zeichen.

Und heute hätte ich eigentlich zwei Termine gehabt. A. mal wieder treffen, den Kuschelmann. Irgendwo hübsch Kaffe trinken, flirten und je nach Stimmung vielleicht noch an einen ungestörten Ort verschwinden...leider wurde er krank. Sodass ich auf den 2.Termin auch keine Lust hatte extra nach München zu fahren.

Aber ich hatte Lust was zu machen (2. gutes Zeichen!) und so überlegte ich mir was kleines.
Der kurze Ausflug ins Nachbardorf mit langem Spaziergang, Bank-und Bäckereibesuch war genau richtig. Denn nur spazieren war mir zu fad. Ich wollte noch irgendwas machen.
Auch daheim werd ich jetzt liegen gebliebenes endlich mal anpacken, nachdem ich meinen Kaffee, nun halt zuhause, genossen habe.

Ich bin für so lichte Momente sehr dankbar. Es ist ein auftauchen aus den dunkelgrauen Wellen.
Und das trotz PMS und dadurch bedingtem hohen Histaminspiegel (wunderte mich schon warum es mir trotz strikter Ernährung körperlich nicht besser ging).

Heute nachmittag schrieb ich den Antwortbrief an meinen Vater. Und zwar von der Erwachsenen AN den Erwachsenen, das fühlte sich wunderbar an!
Ich war nicht mehr angepasst, wie er mich gerne hätte, sondern klar positioniert und auch ein wenig frotzelig, und zum anderen IHN nicht übermässig schützend/umschmeichelnd.
Ich hab jetzt mal meinen Ton angeschlagen, meine Meinung geschrieben (ohne Hoffnung, dass er das versteht) und so formuliert, wie mir eben war.
DAS TAT SO GUT!
Ich habe festgestellt, dass ich oft bei ihm in die Kindrolle falle (gut wahrscheinlich üblich oder weitverbreitet bei den eigenen Eltern) oder eben als Erwachsene an SEIN Kind appellierte, belehrte, in Schutz nahm, ect. wie ich das als Kind oft machte, weil ja sonst keiner aufpasste oder irgendwie  Verantwortung übernahm!
Sein Erwachsenenteil ist ja sehr klein, bis nicht sichtbar, damals wie heute.
Aber aus dem Erwachsenteil zum Erwachsenteil sprechen, das ist neu.
Und wurde auch dringend Zeit. Ich bin 35 Jahre, er ist 67 Jahre.
Außerdem kann er sehr gut austeilen, da wird er jetzt auch mal ein wenig einstecken können (was ich nicht glaube, so wie ich ihn kenne), daher bin ich schon sehr auf seine Antwort gespannt.

Später, auf dem Weg zur Post, sagte ich mir immer wieder den Satz innerlich auf:
Ich bin erwachsen!
Macht viel mit mir. Und fühlte sich auch gut an ;-)

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