Dienstag, 12. Januar 2016

Weißweinschorle

Ist mein Wort des Jahres.

Nachdem ich mir heute nachmittag nochmal so in Erinnerung rief, wozu meine Familie fähig ist, nicht um mich weiter selbst zu zerfleischen, sondern damit dieser Zwiespalt und Schönrednerei in mir aufhört, war ich dann doch froh, dass ich abends noch eine Verabredung hatte.
Ein Stück normales Leben:
Besuch mit einem Bekannten in einer spanischen Bar auf ein Glas Weißweinschorle.
Tat das gut.
Hübsch gemacht, neue Schminke ausprobiert, schönes Ambiente, viel Geplauder um einen herum, fast Entspannung und eine dicke Umarmung.

Eigentlich bin ich eher der Rotweintyp. Nachdem ich den aber so überhaupt nicht mehr vertrage (Herzrasen die ganze Nacht, Histamin lässt grüßen) Bier mir langsam nicht mehr schmeckt und wenn dann Radler im Sommer, war ich schon länger auf der Suche nach einem neuen alkoholischen Getränk. Nun ist es also die Weißweinschorle, nachdem die mir heute sehr gemundet hat.

Tja. Family...was will man da noch sagen...ich überlege meine Mutter endgültig aus meinem Leben zu werfen. Also innerlich. Keine Hoffnung mehr auf Veränderung. Keine Hoffnung mehr auf ein irgendwie akzeptables Verhältnis. Keine Mutter mehr. Für mich gestorben. Ich werf den Gedanken noch so ein wenig durch mein Hirn.

Wie wenig ich gerade in meiner Kraft bin wurde mir heute nachmittag auch deutlich. Wie sehr es einen wieder schwächt, wenn man mit täterähnlichen Menschen so intensiven Kontakt hatte, wie ich und D.
Schrecklich.
Deswegen weiter viel rumliegen, zudecken, dösen, keine Dinge wo ich mich viel konzentrieren muss, viel laissez faire. Ganz dringend.
Wo ich ja immer so auf Korrektheit und Drill abfahre, läuft nun alles gemächlicher.
Tut verdammt gut.

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