Freitag, 30. Dezember 2016

Die volle Fülle

Ich fühle mich nun doch etwa von all der Fülle leicht erschlagen...
Ich merke, dass es da auch bei mir ein Auf und Ab gibt.
Ich kann nicht absolut minimalistisch leben.
Ich will auch gewisse Dinge haben.
Aber eben nicht immer. Und dann kommt der Punkt wo ich wieder aufräume. Das heißt nicht, dass ich alles wegwerfe. Aber im Bad zum Beispiel räume ich wieder mehr weg. In Schränke. Dann benutze ich ein paar Wochen die Augencreme nicht mehr und es steht nur 1 Duschgel da.
Das für mich zu erkennen (es gibt nicht entweder oder, sondern sowohl als auch... in Zyklen) tut mir sehr gut und gibt mir ein Befreiungsgefühl.

Mein Teppisch unter dem Tisch (recht groß) fliegt im Frühjahr hinaus. Ich brauch immer ewig um den abzusaugen, weil sich wirklich jeder Krümel darin verfängt und bei dunkelrot sieht man das halt auch gut. Außerdem ist er selbst nach allen möglichen Behandlungen immer noch wellig, was mich echt nervt.

Auch das neu bestellte Rückenheizkissen geht wieder zurück.
1. sooo warm ist es gar nicht, da hilft für die schmerzenden Stellen immer noch die gute alte Wärmflasche die weniger Strom frisst.
2. 40,-Euro find ich dafür (das es mich nicht total begeistert) auch recht viel.
3. wieder ein Teil das hier rumliegt, weil man es ja doch immer greifbar haben möchte.

Warum es so wichtig ist mal nichts zu tun, wird hier gut erklärt.
Was da so im Hirn passiert.
Ich merke das sehr konkret in einem Overload wenn ich mir zuwenig Zeit zum verarbeiten gebe. Das introvertierte Gehirn braucht dafür auch viel mehr Raum/Zeit als andere (extro).

https://www.youtube.com/watch?v=8wNf-KMsSSI

Ebenso ein angenehmes Video mit tollen Überlegungen zu "Minimalist sein" gibts hier:
 https://www.youtube.com/watch?v=0UXabDk_mhs


Und dann wünsch ich Euch allen auch schon einen guten Rutsch, habt eine angenehme Silveternacht ganz in Eurem Sinne und wir lesen uns dann wieder im neuen Jahr!
Ich freu mich drauf ;)

(gerade gesehen, passend ist dies mein 300. Post in diesem Blog)

Donnerstag, 29. Dezember 2016

Ein etwas anderer Mädlsabend

M. kenne ich seit etwas über 3 Jahren.
Als Mann.
Obwohl wir uns selten sehen, war da (zumindest auf meiner Seite) sehr früh ein Gefühl der Vertrautheit und Nähe und u.a. deswegen fragte ich ihn vor einem Jahr ob wir zusammen in Urlaub fahren wollen.
Er wollte und wir taten es und es wurden schöne Tage.

Wegen dieser Vertrautheit sagte ich ihm ebenfalls relativ schnell, was bei mir so los ist (EU-Rente, schwierige Familienverhältnisse, anstrengende Vergangenheit). Und obwohl er aus völlig anderen Verhältnissen kommt und mit Krankheit und Problemen weitgehenst verschont blieb akzeptierte er mich so wie ich bin, auch wenn er wenig von meiner Situation verstand.

So öffnete auch er sich und erzählte mir eines Tages, dass er ab und zu sonntags zuhause alleine gerne Frauenkleider anziehe. Sich auch schminke und so richtig zur Frau wurde.
Ich fand das höchst interessant und wir unterhielten uns lange darüber.
Über 40 Jahre versteckte er diese seine Leidenschaft, aber es fiel ihm zusehend schwerer.
Dank Internet traute er sich immer mehr damit hinaus zu gehen und so andere Menschen mit dieser Vorliebe zu kontaktieren. Auch eine Frau war darunter und die beiden verliebten sich. Ein Traum wurde für ihn wahr!

Sie ermunterte ihn doch auf den Christopher Street Day zu gehen. Als Frau natürlich. Und so kam der Tag als er das erste mal sich verkleidet in die Öffentlichkeit hinaus traute. Welch Aufregung! Welch Angst!

Alles lief gut.
Die neue Frau an seiner Seite ermunterte ihn immer mehr seine Leidenschaft auszuleben. Der Kleiderschrank wurde erweitert, ein Urlaub im Ausland stand ganz unter dem Motto FRAU. Selbst am Strand ließ er Perücke auf und zog sich einen Badeanzug an. Welch Mut!

Ich ließ ihn wissen, dass ich ihn gerne mal so anders sehen möchte. Aber mehr als ein Foto kam nicht dabei heraus. Ok, ich wollte auch nicht aufdringlich sein.
Gestern Abend aber war es soweit. Ganz schüchtern fragte er nachmittags an, ob er als Crossdresser kommen dürfe, ich solle aber ruhig sagen wenn es mir unangenehm wäre.
Nein! Ich spürte so eine Freude und ein Glück in mir, ihn/sie mal zu sehen!
Und natürlich seine Freundin kennen zu lernen.

Was soll ich sagen...pures ergriffen sein, eine Gänsehaut und ein Strahlen überkamen mich als da eine sehr geschackvoll gekleidete Dame vor mir stand!
Nie hatte ich eine so enge Freundin mit der ich Kleidung oder Accessoirs ausgetauscht hätte, gemeinsames shopping stresste mich nur  und das meiste Frauengehabe fand ich nur peinlich.
All das war weg. Die Vertrautheit war größer denn je. Ganz bestimmt kennen wir uns aus einem anderen Leben. Daran glaube ich!

Wir tauschten uns aus über Nagellackfarben und Bekleidungsgeschäfte für große Frauen, diskutierten über Geschlechterrollen und Erlebnisse als Frau oder Mann und erzähllten natürlich das ganz alltägliche was uns eben so beschäftigt derzeit.
Auch seine Freundin war mir höchst sympathisch. Eine sensible, intelligente Frau mit viel Humor.
Ein heiterer, unterhaltsamer Abend mit viel Gefühl und kulinarischen Köstlichkeiten!

Mittwoch, 28. Dezember 2016

So ist das...

...wenn einem das Herz übergeht...
hach...Hach...HACH! :-)

Heute kam nochmal ein vollbepacktes Päckchen an! (wieder von unerwarteter Seite).
Und wie jedes Jahr der Gutschein zum Einkaufen hier im Dorf, was ich auch gleich gemacht habe und so leckere tolle Sachen mitgenommen habe...
der Nachmittag wird jetzt etwas ruhiger (ich merke, dass die Reiseanspannung nachlässt und angenehme Erschöpfung sich breit macht) um dann abends mit Freunden beim Griechen essen zu gehen...

Ich fühle mich unglaublich reich.
Das ist der Vorteil einer materiell kargen Kindheit. Man kann später jede Kleinigkeit umso mehr schätzen.
Und das tue ich gerne und ausgiebig!

Dienstag, 27. Dezember 2016

Weihnachtsrückblick

Ort: Ostsee

gefühlt: viel. Hauptsache Freude, leider auch eine massive Attacke der sozialen Phobie, hat mich etwas ausgehebelt, brauchte einen Nachmittag um damit klar zu kommen und heraus zu finden warum das jetzt so heftig ist und natürlich der Kampf: innere/äußere Erwartungen wie dieser Urlaub zu sein hat versus erstmal wieder innere Sicherheit herstellen.

geatmet: viel frische Seeluft *Glück*!

gelesen: Luisa Francia (wie immer wenn ich wegfahre, diesmal ihr Rückenbuch, sehr passend!) und: das Beste was wir tun können, ist nichts von Björn Kern

festgestellt: TV ist definitiv hirnerweichend (weswegen ich seit 16 Jahren keinen mehr besitze)

Erkenntnis: auch ganz viel, hauptsächlich über mich selbst, viel Tagebuch geschrieben

verrückt:
abends im dunkeln, nackt auf den Balkon gestellt, über mir der blanke Himmel, ich inmitten im strömenden sturmgepeitschten Regen. Herrlich!

gesehen/gemacht:
ich mag ja Wind nicht so, aber wenn, wie dort, er nur aus einer Richtung kommt, gehts besser.

Nach Ankunft schnell Appartment beziehen, Rest einkaufen und dann die 300m über die Düne zum Strand:

Ohhh kribbelnde Vorfreude:

Jeahh!!!

3 Jahre nicht gesehen und erstmal in Tränen ausgebrochen und gelacht gleichzeitig. Meer mein kleiner großer Freund!
Stürmig und nieselig war es meistens, mir aber vollkommen wurscht, viel wichtiger: 3 Kilometer Strand fast immer menschenleer!

Auf der Seebrücke ein wenig Weihnachtsstimmung...

Ahhh dieses rauschen und branden....hier auch mal mit etwas diesiger Sonne...
Nirgends so schnell wie am Meer komm ich in meine spirituelle Seite. Kopf aus und einfach nach innen schauen und fühlen, machte ein  spontan eingefallenes Steine-ritual, summte und brummte vo mich hin und kam einfach wieder vollkommen bei mir an...ahhhh

Abends in der kleinen Wohnung dann Kaminfeuer im TV. Das Appartmenthaus war so gut wie leer, Glück für mich, weil es extrem hellhörig war. Ganz oben im 3.Stock, ganz am Rande in einer Ecke, ließ es sich ganz gut hausen.
Drum herum gab es noch allerlei Beschäftigungmöglichkeiten, was es halt in so einem Ferienpark alles gibt. Aber das juckte mich nicht. Außer das Fish-Spa gönnte ich mir. Knabberfische machen die Füße wieder hübsch. 15 Minuten hängt man seine Füße ins Aquarium und schon stürmen die hungrigen Mäuler los. Wohliges kribbeln und entspanntes Sein. Witzig!

Recht kleine Hochlandrinder
 Viele Spaziergänge genoß ich, und bei einem längeren kam ich bei diesen imposanten Bäumen vorbei. Die wuchsen so! Das waren keine umgestürzten. Ein Baum der sich auf der Erde wieder abstützt. Irgendwie rührend. Hatten trotzdem was majestätisches an sich. Ich fühle mich mit Bäumen sehr verbunden....

Kurz bevors dunkel wurde, natürlich nochmal an den Strand (ja ich war da sehr oft, musste ich ja ausnutzen). Unbeschreibliche Gefühle....

So siehts dann im Sommer dort aus (das Bild hing am Eingang), allerdings auch mit wesentlich mehr Menschen...


Alles in allem sehr gelungen. Auch die Zugfahrten (jeweils gut über 8 Stunden) gingen gut, auch wenn die Anspannung recht hoch war, gelang mir teilweise eine gute Selbstfürsorge.
Spaß gemacht hat auch das Fitneßstudio direkt im Erdgeschoß des Hauses (deswegen nahm ich auch dieses und kein anderes). Jetzt wo ich nicht gleich bei einer 2 Kilotasche in Atemnot und Schweißausbrüche komme, tobte ich mich auf dem Stepper und an den Kraftgeräten aus.

Auch die Bescherung fiel reichlich aus, teils von ganz unerwarteten Seiten, was mich umso mehr freute. Etwas gewonnen habe ich auch noch und eine Bewerbung ging heute ebenso raus. Diese Glückssträhne muss ich ja nutzen :)

Jetzt ist aber auch viel aufräumen, waschen und ausmisten angesagt. Wie immer bei mir "zwischen den Jahren". Die Weihnachtsdeko kommt ebenfalls weg, damit ich unbelastet und sauber ins neue Jahr starten kann ;)

Donnerstag, 22. Dezember 2016

Schöne Feiertage!

Ich möchte mich schon mal in die Weihnachtspause verabschieden und Euch allen eine gute Zeit wünschen!

Egal ob das klassische Weihnachtsfest mit Familie, oder alleine oder ein ganz normaler Abend mit dem Partner, wie auch immer...paßt auf Euch auf und laßt Euch nicht zu sehr davon einschüchtern wie was zu sein hat.
Kurz gesagt: Lebe Deinen Style.

Und ich möchte Euch noch was mitgeben,
ein Gedicht von Ulrike Peters:


Was ich Dir zu Weihnachten wünsche,
ist nicht, dass sich alle Erwartugen erfüllen.
Hohe Erwartungen und große Enttäuschungen
liegen mituntern nah beieinander.

Aber dass das Fest Dir gute Gründe gibt,
Dich wieder zu wundern
über die unbegrenzten Möglichkeiten,
die Dir mit Deinem Leben geschenkt sind,
das wünsche ich Dir.

Dass Du Dich überraschen lassen kannst von Dir selbst,
dass Du entdeckst was in Dir steckt,
ist mein Wunsch für Dich.

Möge Weihnachten für Dich
zu einer schönen Bescherung werden
und Du Dich reich beschenkt fühlen.
Nicht nur mit schönen Dingen. Das auch.
Aber vor allem mit Wertschätzung und Wohlwollen
und allem, was Dich lebendig und lebensfroh werden lässt.

Nicht nur, dass Du guter Dinge, heiter und klar bist. Das auch.
Dass Deiner Freude die Kraft innewohnt,
alle Formen der Furcht zu verzehren,
die Dich bedrängen und Dich am Leben hindern,
das wünsche ich Dir.

Damit Du erfährst, dass Du selber ein Geschenk bist,
und es ein Glück ist, dass es Dich gibt,
das wünsche ich Dir.
Mit einem alten Wort wünsch ich Dir:
Frohe Weihnachten.

Dienstag, 20. Dezember 2016

Ein ganz normaler Tag

und deswegen das reinste Glück für mich.
Weil das alles eben wieder möglich ist.
Um kurz nach 9h das Haus verlassen, Termine wahrnehmen, Sport treiben, noch was besorgen und um 16h fit und gut gelaunt wieder zuhause ankommen.
Das ganz normale Leben :)

Und da lasse ich mich auch gar nicht von alten Ängsten einshüchtern, die wieder auftauchten. Denn es war so, dass wenn es um (vermeintliche!) Gruppenbildung (Angst vor Außenseitertum) und neue Leute/Situationen (Angst vor Mobbing) geht, ich innerlich Panik schiebe. Heute schon am höchsten Level, das merkte man mir auch sichtlich an, was mir wiederum peinlich ist und ich schon überlegte den Raum zu verlassen.
Ist halt immer die Frage was hilfreicher und wirklich besser ist.
Heute blieb ich und zog mich innerlich etwas zurück um wieder zu entspannen.
Klappte gut.

Sonntag, 18. Dezember 2016

Fastend

Naja noch nicht ganz...

Mit dem Essen ist es derzeit eher ungut, will das gerade auch nicht ändern, obwohl ich sehr merke, dass es mir nicht gut tut. Bin wieder träger, Laune ist so lala, schlafe mehr, körperliche Anstrengung belasten mich schneller ...

Ich freue mich auf Januar: weniger Zucker, wieder streng glutenfrei und histaminarm. Evtl. ein Fastentag.

Auch das in der Welt unterwegs sein, viel tun, viel organisieren und auch kaufen gefiel mir. Eine Zeit lang. Jetzt brauch ich langsam wieder das kontemplative Leben. Mehr im Buch lesen, weniger Pc. Mehr bei mir sein, weniger im Außen.

Das fühlt sich stimmig für mich an. Mit dem Leben gehen und keine Extreme. Es gibt eine Zeit der Völlerei und eine Zeit des Fastens (nicht nur auf das Essen bezogen), diese Abwechslung macht das Leben spannend.

Der Januar wird minimalistisch.

Freitag, 16. Dezember 2016

Wochenrückschau

gehört: meine Heizung gibt seltsame Geräusche von sich, heizt aber.

gesehen: immer wieder berührend: https://www.youtube.com/watch?v=eakKfY5aHmY

angeboten: irgendwann ist immer das erste Mal: mir wurde in der Bahn ein Sitzplatz angeboten. So alt bin ich schon? OMG!

bekommen: das erste neue Teil für die neue Küche: neues Besteck! Schön silbrig glänzend und halt meins, und nicht das von den Eltern. Gabs als Prämie für eine Marktforschung bei der ich teilnehme.

gelesen: Tagebücher. Natürlich veröffentlichte, nicht heimlich. Von Erich Mühsam, dem Anarchisten. 15 Jahre seines Lebens wurden veröffentlicht. Ich lese das erste von 1910-1911. Interessant, weil auch vieles in München stattfand.

entdeckt: bei Aldi die weiße Kokosschokolade....hammerlecker!!!

wieder: normalerweise schlafe ich auf einer recht harten Matratze, als Abwechslung gibt es dann immer mal wieder einige Monate eine weiche Auflage drauf. Diese gestern wieder aufgelegt und himmlisch geschlafen. Vor allem die fiese Verspannung in der rechten Schulter scheint sich zu lösen.

genervt: im Wartezimmer spielt eine Frau auf ihrem Handy, jeder Tastendruck macht ein lautes PLÖPP. ich bin sehr schnell, sehr genervt und möchte am liebsten sie pampig anschnauzen. Traue mich aber nicht.
Die Sitznachbarin neben mir, spricht das ganz normal und sehr höflich an. Ich schäme mich jetzt etwas. Die Handybesitzerin reagiert sofort, ihr ist es peinlich, hat das einfach nicht mitbekommen, es wird still....

eigentlich: eigentlich hätt ich heute vor den Feiertagen nochmal arbeiten sollen. Chefin hat aber abgesagt. Ok, auch recht. War nochmal kurz in München. War fast zuviel..Auszeit...ist angesagt....und immer noch Geschenke verpacken, hab ich noch nicht geschafft.

schön: mit einer lieben Freundin zum Adventstee bei mir getroffen. Viel gefuttert und geratscht, inkl. Austausch über das Erdbeben, das sie ja auch gespürt hatte.

Mittwoch, 14. Dezember 2016

Druck rausnehmen

So langsam werden die MUSS-Termine weniger. Der Kopf wird freier. Meine Nerven ruhiger. Das ist gut so. Ich muss mir noch etwas Nervenkraft für Weihnachten aufheben. Damit es schöne Tage werden.

Heute nochmal gebacken, letzte Termine ausgemacht. Wegen Silvester nochmal was nachgefragt. Wäsche gewaschen. Radl gefahrn.

Es ist gut, dass ich gestern gemerkt habe, dass ich vieles auch nur machen kann, nicht muss. Zu schnell bin ich wieder im alten Fahrwasser. Macht nix. Rechtzeitig erkennen und Druck rausnehmen ist das wichtigste.

Wieder abschalten, durchatmen und loslassen :-)


Dienstag, 13. Dezember 2016

Auch schönes sehen

Wenn ich an die Hochsensibilität denke, fallen mir zuallererst die negativen Seiten daran ein: zu schnell gereizt, zu schnell überreizt, vieles zu laut, zu chaotisch, zu kratzig, zu scharf...einfach zuviel...

Andererseits können mich Lichtstimmunen vor allem in der Dämmerung in  wahre Entzückungen ausbrechen lassen, oder der dicke Rauhreif in jeder noch so keinsten Verästelung, ein schöner Gesang/Melodie lässt mich schon mal weinen, ebenso eine berührende Szene in einem Film. Bei einem leckeren Essen kann ich schon mal orgiastische Töne von mir lassen und bei einem Duft dahin schmelzen...

Wenn ich etwas toll finde, ernte ich in meiner Umgebung oft nur Schulter zucken, ich kann mich wie ein Kind freuen und jubeln, mich an Glitzer nicht satt sehen und mir am Schaufenster die Nase platt drücken. Straßenkunst verzaubert mich, den Waldgeruch sauge ich tief in mich hinein und nach einem Kinobesuch brauch ich eine Weile um in der Realität wieder anzukommen.

Für mich ist vieles immer wieder neu, obwohl ich es schon oft gesehen und erlebt habe. Das macht nichts.
So bleibt mein Leben reich.
Reich an Gefühlen und Erlebnissen, an Schönem und Gutem.

Montag, 12. Dezember 2016

Darf ich mal ihre Fahrkarte sehn?

Wurde ich heut wiederum sehr scharf von einer Kontrolleurin gefragt.
Kurz zuvor war ich aufgestanden und wollte in den vorderen Teil des Zuges, hinter mir wurde kontrolliert. Das bekam ich aber nicht mit. So dachte die liebe Frau wohl, dass ich stiften gehn wollte. Aber natürlich hatte ich eine gültige Karte. Ohne würde das meine Nerven gar nicht mehr aushalten.

Und sonst so?
das viertel jährliche HALLOOOO beim Psychiater/Neurologen. Irgendwie war der so nicht wirklich erfreut, dass es mir so gut geht. Ich vermute, er ist besorgt, ob das manisch wird. Kann ich verstehn (in diesem Beruf). Vielleicht hatte er auch einfach schlechte Laune.
Trotzdem ich merke, mir fehlt was von meinem Umfeld. Die Mitfreude, das Verstehen, das mitfühlen, dass es mir wieder so gut geht. Ich glaube die meisten können gar nicht ahnen wie mies es mir zeitweise ging. Diese quälende Erschöpfung. Man sah es mir halt auch nicht an. Ich war ja NICHT ständig bettlägrig. Ich sah fit und gesund aus. Irgendwie fehlt mir ein Gegenüber der das kennt und auch schon durchgemacht hat. Ein austauschen...

Noch was? Ja...heut wars zuckersüß. Haarentfernung mit Zuckerpaste..nennt sich Sugaring und weil es ein Eröffnungsangebot war, zahlte ich nur 12,-. Beide Unterschenkel sind nun ca. 6 Wochen haarfrei. Das ist toll! Zum einen hab ich sehr dicke und sehr viele Haare und zum anderen geh ich halt viel schwimmen, da muss das schon weg.
Tat auch kaum weh...

Jetzt aber auch Feierabend....

Sonntag, 11. Dezember 2016

Wollen'se nen Lebkuchen?

Wurde ich gestern in meinem Stammpaketshop gefragt.

Uah. "Äh...nein DANKE!"
Weniger wegen dem Gluten/Weizenmehl, sondern eher: Bloß nix Süßes!
Ebenso was vollkommen neues bei mir! Ich lehne Süßes ab! Mein Körper sagt NEIN zu diesem Industriezucker! WOW!

Es war zuviel Zucker die letzten Tage.
Es reicht.

Gestern beim radeln brannten mir wieder die Muskeln, ich hatte weniger Kraft in den Beinen. Nur mit dem Unterschied, dass ich jetzt weiß WARUM das so ist. Das ist so erleichternd. Eine Klarheit. Ein Licht.

Heute also Basentag: Kein Zucker, dafür etwas Obst (Pomelo, schmeckt eh nicht süß und kleine Äpfel aus einem Garten), Ringelbütentee, Toxaprevent, viel Wasser und Vit C, Natronfußbad. Mittags streng histaminarm.

Nächste Woche wird wieder etwas ruhiger, weniger Termine. So schön die Woche war, und auch erstaunlich voll, so ist es jetzt eigentlich ganz normal das ich sehr müde bin. Und ich kann mich nicht damit annehmen. Vorhin wurde mir bewußt, dass es da eine alte Angst gibt: bloß nicht wieder so kraftlos und erschöft sein! Und der andere Gedanke ist: ich war so lange müde, es reicht auch hier!
Aber der Körper braucht einfach auch zwischendrin Ruhe.
Ich hoffe ich schaffe das heute noch.

Samstag, 10. Dezember 2016

Transformation

Ich habe das Gefühl derzeit ein neuer Mensch zu werden.
Oder endlich der, der ich ursprünglich bin.

Heute morgen im Radio gehört: Ziele sind wichtiger als Erinnerungen.
Definitiv.
Meine Vergangenheit darf jetzt ruhen. Gras drüber wachsen. Wunden heilen.
Ich schaue mit so einem Frohmut, einer Lebenslust und Freude derzeit in die Welt, dass es einfach nur Spaß macht.
Ich habe meist sehr gute Laune. Ich bin geduldiger und gelassener geworden. Ich sehe vieles leichter und optimistischer.

Das alles nur wegen einer Ernährungsumstellung.
Wer Darm mit Charme gelesen hat, weiß was Ernährung mit der Gesundheit (Psyche!) anrichten kann.

Ich bin einfach glücklich. Punkt.
Und freue mich an tieferem (und viel weniger) Schlaf, Lust an Bewegung (heute 10km geradelt bei 0 Grad), mein Herz geht wegen Kleinigkeiten auf, ich habe mehr Selbstwertgefühl und dadurch auch eine höhere Lebensqualität (den Unterschied merke ich auch erst jetzt!), ich möchte weiter viel unternehmen (was früher meist Stress ausgelöst hat) und auch mehr Verbindungen zu Menschen aufbauen (gestern eine Freundin für nächste Woche zum Adventspunsch eingeladen und auch hier: pure Vorfreude und nicht wie sonst Streß und hohe Anspannung!)

Jetzt geht es gleich auf den erwärmten Balkon (in der Sonne 15 Grad) mit heißer Schokolade, viel Sahne und was zum knabbern und dann strahl ich mit der Sonne um die Wette.

Voll das Leben!
Toll!

Freitag, 9. Dezember 2016

Wochenrückblick

Was für eine Festwoche!

gelesen: Für Introvertierte kann sich zuviel Gesellschaft wie ein Kater anfühlen. Ich hab bei mir da Abstufungen herausgefunden, absolutes Ende des erträglichen ist erreicht, wenn ich mich fiebrig und grippig fühle.
http://mymonk.de/menschen-kater/

gesehen:
Nach Ewigkeiten mal wieder Pumuckl. I love it! Muss ich wieder öfter schaun. Weckt schöne Kindheitserinnerungen und ist einfach nur so wunderbar Herz öffnend.
Diesmal: Pumuckl und der erste Schnee:
https://www.youtube.com/watch?v=e0duYjf4dO0

Da mir am Sonntag total weihnachtlich zumute war, hab ich auch viele Weihnachtslieder gehört (und mitgesungen) und einen unterhaltsamen Weihnachtsfilm geguckt:
https://www.youtube.com/watch?v=cshdCYG-RUc

festgestellt: ich habe nur an ca. 10 Tagen im Monat einen wirklich flachen Bauch. Hängt eindeutig mit dem Zyklus zusammen. Naja dann ist das so.

köstlich amüsiert: Als D. festgestellt hat, wie es ist, wenn man aufgrund seines Geschlechts in eine unangenehme Situation kommt. Er wurde als einzigster Mann vor den anderen Fahrgästinnen gebeten, sich auf die Bordtoilette zu setzen. grinsgrins

gelacht:
wenn des nachts mal wieder die Katze miaut und man deswegen nicht schlafen kann...wird sie es sich das nächste Mal vielleicht überlegen...:
 https://www.youtube.com/watch?v=roUOBx8m9Yc

getan: den neuen Kalender für 2017 mit einigen Terminen geschmückt und mich dabei gefragt, warum ich vorne meine persönlichen Daten eintragen sollte. Ich weiß ja wie ich heiße und wo ich wohne..manche Dinge sind schon seltsam...

Spruch der Woche: Die Glücklichen sind neugierig. Friedrisch Nitzsche.

gesehen: endlich den Film Honig im Kopf. Fand ich toll. Ich mag ja den Schweiger als Schauspieler. Er muss sich einfach jedesmal prügeln und mindestens einmal heulen. Ein wenig zu klischeehaft ist er ja schon manchmal, aber auch das muss mal sein.

gekauft: endlich eine ordentliche Pfanne. Nachdem ich mich nun lange mit diesen Billigpfannen rumgeärgert habe, mal brennt nach einem halben Jahr Benutzung alles an oder riecht Monate später immer noch sehr chemisch-künstlich, gibt es nun eine bessere. Immerhin gebrauch ich die fast täglich. Qualitativ hochwertiges Zeug kaufen hat auch was mit Selbstliebe zu tun!

Tip der Woche: bist du auch schnell im emotionalen Kauderwelsch deines Gegenübers? Ich leide schnell und sehr stark mit. Aber auch bei anderen Gefühlen steige ich viel zu sehr mit ein und verbrauche dadurch sehr viel Kraft. ZUVIEL Mitgefühl ist halt auch nicht das wahre. Wie sich also abgrenzen? Indem man innerlich sich sagt was der andere jetzt fühlt. "Aha, die ärgert sich jetzt aber ordentlich!" Oder man beschreibt was man sieht: "ui die verzerrt jetzt vor Schmerz das Gesicht, ballt die Fäuste..."
so steigt man nicht zu sehr in die Identifikation ein.
So einfach und so wirkungsvoll!

Etwas denkwürdige Situation: ich sehe im Video einen kleinen Ausschnitt aus einem Seminar in dem es um gewaltfreie Kommunikation geht. Die Seminarleiterin fragt, was für sie konkret Selbstfürsorge ist, was sie sich gutes tun. Ein Mann antwortet: zum schießen gehen.
Aha.

gegessen:
1.Malaysisch. Wahnsinnig lecker und sehr teuer. War zum Glück eingeladen. Thailändisches Bier ausprobiert, sehr fein und mild.

2. in einem urigen typisch bayrischen Wirtshaus Hirschsteak mit Kartoffelgratin und danach Zimtstern-eis auf Eierlikörspiegel.
sagenhaft!

Vorschau:
Das Wochenende wird ruhiger (vor allem alleiniger) war jetzt sehr viel Menschenkontakt, ich muss mich wieder aufladen. Das heißt auf alle Fälle eine Radlrunde, lesen und Geschenke verpacken, sowie Karten schreiben.
Und einfach Verarbeitung im Hirn ;)

Mittwoch, 7. Dezember 2016

Wenn die Erde bebt...

Erdbeben (und andere Katastrophen) passieren immer nur woanders.
Meint man.
Heute morgen hat auch hier, in einem beschaulichen Dorf nahe München die Erde gebebt.
Ich lag noch im Bett, war aber eindeutig wach (wobei ich daran später zweifelte, weil a) lange nichts im Netz zu lesen war und b) mein Nachbar nichts mitbekommen hat).

Es ist sehr gruselig, wenn auf einmal alles zittert. Das innere zittern kenne ich ja, aber im außen...
Aktuell gibt es nun schon mehr Nachrichten dazu. Gottseidank, ich habe es also weder geträumt, noch leide ich an Halluzinationen.
Vermutlich ist die nahe Geothermie "schuld" die es seit wenigen Jahren hier gibt. Da wurden damals schon Stimmen laut, dass es deswegen zu Minierdbeben kommen könne.

Im Münchner Merkus steht:
Glück nur, dass sich das Ausmaß des Bebens im kleinen Rahmen hielt: Auf der zwölfstufigen Richterskala erreichte es die Stärke 2,7. Damit liegt es an der unteren Grenze dessen, was Menschen überhaupt spüren.

Dem Deppen der das geschrieben hat, wackel ich des nachts auch mal an seinem Bett.

Ich bin echt etwas geschockt...


Dienstag, 6. Dezember 2016

WMDEDGT 12/16

Nachdem ich schon lange bei *Was macht du eigentlich den ganzen Tag* mitmachen wollte, es aber immer wieder vergaß, schaff ich es nun.
Im letzten Monat des Jahres. Immer am 5. gibt es das bei Familie Brüllen http://bruellen.blogspot.de/

Dieser Tag war bei mir nun mehr als ungewöhnlich.
Er stand unter dem Motto: Einmal Italien und zurück.

3.30h: der Wecker klingelt, ich bin schnell wach, mache Frühstück und Morgenwäsche (mich und das Geschirr), packe die Brotzeit ein und um
4.30h klingelt es auch schon diesmal an der Tür, D. ist da der mitfährt.

Wir machen uns auf den Weg zum Busbahnhof nach München, das heißt um
5h geht die Bahn und wir sind um 5.35 vor Ort. Die Welt ist so still, das man selbst ganz andächtig wird. Für viele Leute scheint diese Uhrzeit ein normaler Arbeitsbeginn zu sein, es sind recht viele unterwegs. Ich freu mich total auf diesen Tagestrip!

Punkt 6h startet der Bus. Wir sind sage und schreibe 5 Gäste und zur Zeit scheine ich Aufdringlichkeiten anzuziehen, denn der Busfahrer meint wohl ich sei ein kleines Kind und labert mich a) zu und meint es generell "viel zu gut mit mir". Ich schnaube innerlich. Wir haben Platz und Ruhe (sehr wichtig für mich!) immerhin dauert die Busfahrt 4 Stunden!
Wir plaudern, lachen, erkunden den neuen Mercedesbus von innen und stellen fest: der Snackautomat hat keinen Kaffe. Uah.

Gegen 7h beginnt langsam die Dämmerung. Die Autobahn ist frei, wir fahren in die Alpen und ringsherum die Berge, ein wolkenloser Himmel der viel Sonne verspricht und all die verschiedenen Lichtnuancen lassen mich staunen.

7.40h Pause, Fahrer - und Buswechsel in Innsbruck, im Galopp holen wir uns am Bahnhof einen Kaffe, der jetzt umso besser scheckt. Auch dieser Fahrer leidet unter einem Defizit an Aufmerksamkeit (seiner Person, ADHS in der anderen Form) und labert, diesmal uns alle, viel zu intensiv zu. Man ej.

Punkt 10h kommen wir in Bozen an. Ah Ausland, fremde Sprachfetzen und Schriftzüge umschwirren mich, die Sonne strahlt es hat 8 Grad, ich bin glücklich.
Wir streunern über den Weihnachtsmarkt, durch enge Gassen, einem Künstlermarkt (an dem ich jeden Stand etwas kaufen wollte, weil alles sooooo schön und toll war!), umrundeten einen Kreuzgang, besichtigten zwei Kirchen (eine mit automatischen Türen und LED-Kerzen, wie ätzend! Beide Kirchen waren aber interessanterweise anscheinend geheizt), später noch einen Dom (dort hingen noch die Weihrauchschwaden vom Sonntag) in dem wir ein wenig saßen und die Atmosphäre auf uns wirken ließen,
wir gehen nach Lust und Laune, ich bin froh nicht kontrollieren  und alles in einem Plan ersticken zu müssen. Ich kann loslassen und dem Leben Orientierungssinn vertrauen.
Wir finden eine kleine Passage mit Bildern von heimischen Künstler, wieder eine enorme innere Begeisterung, so toll und schön und interessant!

Bozener Altsadt:

Hier passen kaum 2 Menschen nebeneinander durch:

12h wir bekommen Hunger und suchen uns ein Restaurant. Es ist leider nicht gut. Das Essen schmeckt teils komisch und ist für den Preis viel zu wenig. Immer kommen andere Kellner, ich finde das ungemütlich. Ich hab das Gefühl, dass das eine Touristenabzocke war, denn das Restaurant ist extrem voll, auch mit Einheimischen.

13h wieder zurück in die Altstadt, ich merke langsam, dass ich gereizt bin, overload ist im Anmarsch. Ich will runter zu dem kleinen Fluß. Möglichst wenige Reize.
Coffe to go ist in Italien wohl verpönt. Während in München jeder 2. Mensch mit so einem Becher rumrennt, finden wir das dort lange nicht. Endlich einen gefunden! Schnell runter in den Park, 2 Stühle in der Sonne, System runterfahren. Ich kann sehr schnell sehr gut entspannen:
Spielende Hunde, ein ganz leiser Gitarrenspieler neben uns und alles war gut.

14h es wird langsam doch etwas kühl, wir gehen weiter und finden wieder einen kleinen Park voll mit Künstlerarbeiten von Kindern. Die aus Alltagsgegenständen Vogelhäuschen oder zum Thema vieles gebastelt haben. So genau finden wir nicht heraus um was es ging. Aber es ist toll anzusehen. Auch ein Hundertwasser-Bild wurde nachgemacht und sehr gelungen. Und mittendrin eine Palme. Ach wie im Urlaub :-)

Ich kaufe noch meinen ersten Südtiroler Speck *lecker*, ein kleines Weihnachtsgeschenk für die Therapeutin und 2 Postkarten.

Inzwischen echt durchgefroren (5 Stunden draußen!) schmeckt der Glühwein so richtig lecker. Nicht so kratzig und brennend wir sonst, sondern ganz mild und wärmte uns wieder gut durch.
Überall hingen riesengroße Christbaumanhänger:
16h eigentlich wieder Abfahrt. Leider ist hier der Busbahnhof winzig, so dass die Busse immer nur kurz halten und einsteigen lassen können. Überall viele Menschen, im Rücken ein Asylantenheim aus dem immer Menschen kommen und sich beobachtend um die Menge stellen. Ich fühle mich unwohl, stelle mich mit dem Rucksack immer zur Wand. Irgendwann sehen wir "unseren" Bus und laufen los.
Das war fast zuviel für meine Nerven.
So endlich sitzen und sich um nichts mehr kümmern müssen.
Wieder sind wir nur 8 Fahrgäste. Wie schön. Das Abendlicht und die Dämmerung mit all den beleuchteten Gipfeln und Berghängen lässt mich in mir selbst versinken und wieder bei mir ankommen. Wir dösen ein wenig, naschen die restlichen Dominosteine, Lebkuchen, Eier und Salami auf und spielen Karten.

Als um 18h in Innsbruck wieder ein Fahrerwechsel ist, verliebe ich mich das erste Mal in eine Stimme! Nicht normal gehört, sondern durchs Mikro. Die Betonung und Klangfarbe (ich glaube das nennt man sonor) sind einfach sagenhaft. Ich bin hin und weg und wir witzeln darüber, ob ich nach seiner Telefonnummer fragen soll (ich würd mich nie mit ihm treffen, sondern immer nur telefonieren wollen! :-)) oder ihm anraten, dass er Radiomoderator werden soll. Ich mache weder das eine noch das andere.

Ich bin selig, aber langsam echt kaputt.
19.50h Ankunft in München, sogar 15mins eher, als geplant. Hurra! Wieder in die Bahn. Ich bekomme vor Überreizung langsam Kopfweh, kann fast nicht mehr sprechen (kostet zuviel Kraft, Intro halt) daheim sehe ich, dass ich schneeweiß im Gesicht bin. Ich bin im wahrsten Sinne des Wortes: ausgelaugt.

Ich trinke noch viel Wasser (hilft da immer gut), mache mich bettfertig und falle ganz glücklich um 21h in meine Federn.
Auch wenn ich sehr müde war (normal nach so einem Tag) war es lange nicht die extreme Erschlagenheit wie früher.

Und das ich solch einen Ausflug wieder machen kann, das kann ich gar nicht beschreibene WIE glücklich mich das macht!

Sonntag, 4. Dezember 2016

Grenzüberschreitungen/Wut

Der Drehbuchschreiberlich ist hartnäckig.
Die letzten Tage lagen verbesserte Passagen in meinem Briefkasten, plus ausgedruckter nächtlicher Traum von ihm *wäääh*.
Ich hatte weder die Zeit noch den Nerv mich drum zu kümmern und tat nichts.
Gestern wieder eine Mail, er lege mir nun die neu ausgedruckte Fassung in Briefkasten...ect...ect...plus einige Vorschläge von ihm an mich, die sich aber eher nach Befehl/Anweisungen anfühlten.
Was ich als Weihnachtsgeschenk verschenke, entscheide immer noch ich!
Und welche Hilfsmittel ich zum arbeiten benutze ebenso!

Ich hatte davor schon überlegt was ich mit dem ganzen Papier mache: ihm zurückbringen...keine Lust....ihm schicken...da würd mir jeder Cent Briefmarke leid tun...heute morgen kams mir: ich schmeiß den Scheiß einfach weg! Genau! Dazu hab ich ihm eine nun mehr als deutliche Mail geschickt. Ich bin da ja immer viel zu freundlich, höflich und flappsig (ala lachend, nein macht gar nichts, dass du mir gerade mit Absicht auf dem Fuß gestiegen bist).
Ich will den anderen auf gar keinen Fall verletzen, aber hej dem anderen seine Unhöflichkeit akzeptiere ich oder wie??? Ich will nicht unhöflich sein, aber der andere ist es im höchsten Maße!

Wir lernten in der Klinik folgendes Bild: Ein Haus, ein Garten drum herum. Du entscheidest welchen  Zaun (oder ob überhaupt einer!!!) da hinkommt. Die hohe Betonmauer mit Stacheldraht? Oder das Gegenteil: Ein Blumenbeet wo nicht klar ersichtlich ist, dass es eine Grenze ist? (kann man wunderbar drüber trampeln) oder einen Holzzaun mit Tür, an dieser DU entscheidest wen du reinlässt und wen nicht.
Manche haben gar keinen Zaun und wundern sich warum sie immer so gereizt, launisch, depressiv sind.

Dieser Mann also trabte nun ohne zu fragen selbstverständlich in meinen Garten, verteilte sich und nahm sich Raum, als ob es seiner wäre! Er linste auch schon zur offenen Haustür!!!
Es gibt mehrere Möglichkeiten jemanden seine Grenze zu zeigen und aus seinem (emotionalen, geistigen, körperlichen, energetischen) Raum zu werfen. Je nachdem wie nah der einem steht, ob man sich wiedersieht, ob er ein langjähriger Freund, ein Fremder ist, oder der einem sympathisch ist oder nicht und wie rabiat der andere die Grenze überlatscht, ob mit Kalaschnikov oder etwas unbedarft der Hans-guck-in-die-Luft.

Ich muss das selbst alles erst lernen, welche Nuancen es gibt! Denn ich komme aus einer süchtigen und somit grenzenlosen Familie. Es war normal sich am Kind für die eigenen Bedürfnisse zu bedienen (meist seelischer Art). Sich an meinen Sachen zu bedienen ohne zu fragen(diese meiste auch zu beschädigen). In meinem Bett während meiner Abwesenheit einen besoffenen Besucher schlafen zu lassen und noch nichtmal das Bett frisch zu beziehen. In meinem Tagebuch zu lesen. Mein Zimmer zu durchqueren, damit mein Stiefvater in sein Büro kommt (immerhin klopfte  er noch an!).
Und wehe ich habe eine Grenze gezeigt: Is nich schlimm, sieht doch hübsch aus, was du wieder hast, das kann man wieder reparieren, bis hin zu massiven Einschüchterungen das man ja die Klappe hält...ect..pp....

Später hatte ich einige übergriffige, egozentrische Partner/Freunde (kennt man ja), die teils bewußt, teils aus Grobheit, fehlendem Mitgefühl ständig auf mir und meinen Sachen herum trampelten...da merkte ich meine Wut schon schneller und konnte mich auch eher wieder in meinen sicheren Garten manövrieren. Aber meist floh ich, den anderen damit konfrontieren das fühlt(e) sich so gefährlich an wie einen erwachsenen Tiger mit der Hand zu füttern.

*PENG* mein Geduldsfaden riss viel zu selten. Ließ mir viel zu viel gefallen.
Als Ende des Schreckens gibt es dann die Frauen die sich ständig verprügeln lassen, weil sie nie ihre Grenzen spüren UND verteidigen durften. Selbstverteidigung fängt im ganz kleinen Stil an, nicht erst wenn man körperlich am Bahnhof bedroht/überfallen wird. Man muss innerlich der Überzeugung sein: Mit mir nicht!!! Und nicht zu vergessen: viele Männer fangen mit kleinsten Grenzverletzungen an, einfach um zu testen wie man reagiert, ob man sich wehrt!

Ich bin aufgewühlt. Das löst soviel in mir aus.
Ich packe also nun das ganze Zeug und schmeiß es in den Papiercontainer, danach geh ich spazieren in der sonntäglichen, adventlichen Stille und halte Zwiesprache mit dem aufgewühlten, ängstlichen Kind in mir.
Deswegen ist mir mein Zuhause so wichtig, deswegen halte ich mich da sehr oft auf, weil ich hier sicher bin. Nicht ganz, klar, weil es Nachbarn gibt.

Aber hier ist alles meins, ich bestimme und kann mich frei bewegen.

Zum Schluß noch was Schönes: Gestern kochte ich mein erstes Chutney. Mit Orangen auf asiatische Art. Es ist sooooooooooooooooooo lecker, dass ich mich zusammenreißen muss, nicht alles selbst aufzufuttern :)

Samstag, 3. Dezember 2016

Wochenrückblick

- gefreut: meine neue Küche immerhin schonmal auf einem Plan gesehen, inkl. kleiner Spülmaschine, das ist super, ich hab die Abwascherei langsam doch sehr satt. Kann sich nur noch um Monate handeln!

- kennengelernt: einen 25-jährigen, stark gepiercten Mann mit sehr langen Haaren, der eine Vornehmheit und Höflichkeit an den Tag legte, wie ich es noch nie erlebt habe. Ein ganz warmer und herzlicher Mensch! Dazu hat er 2 Hunde (i love it!) einer davon ist ein tschechoslowakischer Wolfshund und eindeutig mehr Wolf als Hund. Gänsehaut, Herzklopfen, so auf Du und Du, leider sehr scheu.


- 1.Erkenntnis: Sehr schön und interessant zu spüren was sich im Außen verändert, wenn man vorher was im Inneren verändert hat!

- 2. Erkenntnis: früher war ich zu den meisten fremden Menschen viel zu unfreundlich und mißtrauisch, während ich zu übergriffigen, aufdringlichen, lieblosen, eogoistischen Zeitgenossen viel zu lange zu nett und freundlich war. Ich ändere das gerade!

- genervt: mein Tinnitus bekommt langsam eine Höhe/Lautstärke die mich sehr beinträchtigt.

- ausgeschlafen: der Donnerstag war mein Sonntag, hab nur geschlafen und vor mich hin gedümpelt, tat sehr gut.

- Lebensweisheit: wer einfache Tätigkeiten ausübt, muss nicht dumm sein. Das Gegenteil kann ebenso sein: dass im Gehirn soviel los ist, dass die einfachen Tätigkeiten einen wieder strukturieren und "runterfahren". Bei mir ist das jedenfalls so.

- gelesen: als ich die Feuershow bestaunte war Neumond, dieser Artikel ist da ja bezüglich Feuer und Mond mehr als passend:
http://www.newslichter.de/2016/11/neumond-im-schuetzen-dein-licht-entzuendet-andere-lichter/

- noch gelesen:dem inneren Kind (nach traumatischen Erlebnissen) helfen.
Der Text ist so dicht und hat soviel (berührendes) in mir ausgelöst, dass ich ihn nur immer stückchenweise lesen konnte:
http://www.newslichter.de/2016/11/so-kannst-du-mir-helfen/

- getrunken: nach Jahren mal wieder heiße Schokolade mit viel Sahne! Gibts jetzt wieder öfters.

- gegessen: Wildschweinsemmel *legga*

- gefühlt: die Freude, dass sich mein Leben wieder Stück für Stück füllt und ich wieder soviel machen kann! Meine fast stetig gute Laune. Meine Kraft und Energie! Was eine kleine Ernährungsumstellung alles bewirken kann *staun-staun*. Da sich nun vermutlich mein Darm regeneriert (weil er sich nicht mehr mit dem unverträglichen Zeug auseinandersetzen muss) bekomm ich auch wieder mehr Nährstoffe, zum einen sind die weißen Flecken an den Fingernägeln weniger geworden und meine vielen roten Äderchen im Augenweiß werden weniger!

Vorschau: ein sehr ruhiges, gemütliches Wochenende. Nächste Woche ist wieder viel los und darauf freu ich mich sehr!

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Dezemberzeit

Da ist er nun, der letzte Monat des Jahres,
mit diesem Kalenderbild.


Buddhistische Mönche also.
In ihrer Schlichtheit, Einfachheit und Würde.
Dahinter sieht man, ganz klein, ein paar Menschen in ihren bunten Kleidung, ihrem nach-außen-gerichtet-sein, ihrer Hektik.

Ich habe gerne ein paar Bücher gelesen, die in buddhistischen Klöstern spielen. Diese Klarheit tut mir gut:
Keine Auswahl bei der Kleidung (gut ein wenig mehr darf es schon sein)
Keine Überlegung welche Frisur ich heute trage.
Keinen Eigenbesitz (wär mir auch etwas zu wenig).
Kein Schmuck, keine Kosmetik, wenig Schuhe.
Die Reduzierung auf das nötigste.
Die Konzentration auf das wesentlichste.

Ich werde das diesen Dezember nicht schaffen. Und, wie schon angedeutet, mag ich es auch gar nicht.
Ich habe lange genug nach innen geschaut, jetzt schau ich etwas mehr ins Außen. Mit Veranstaltungen, Menschen treffen, Reisen.
Allerdings werde ich meine Wohnung wieder mehr aufräumen, so dass es wieder freiere Flächen gibt.

Der Januar wird dann ruhig. Die Feiertage sind vorbei, der Rausch von Glitzer und Geschenken auch. Das erlebte will verarbeitet werden. Die Tage sind noch kurz und laden zum dösen, nachdenken, ruhig sein ein.
Alles zu seiner Zeit.
Ich halte es wie Karl Valentin:
Wenn die staade Zeit vorüber ist, dann wirds wieder ruhiger.

In diesem Sinne, wünsche ich Euch allen einen Dezember ganz nach Eurem Gusto.

Mittwoch, 30. November 2016

Bemutterung und unbesinnlich

Gestern war ein schöner Tag.
Vormittags war ich nun zum 3. Mal beim Frauenkreis. Es bereichert und inspiriert mich. Die meisten sind 20-30 Jahre älter als ich. Könnten alles meine Mütter (oder auch Oma, da eine schon 80 ist) sein.
Es ist eine achtsame und heitere Runde. Es wird ausgetauscht und gefragt, ermuntert und gelobt.
Gestern war das Thema Wut dran und davon hatte ich die letzten Tage ja reichlich. Was macht mich wütend, was zeigt es mir, wie gehe ich damit um? Ein altes Bewältigungsmuster fiel mir dabei wieder ein.
Es tut mir gut, neue, schönere heilsame Erfahrungen mit älteren Frauen zu machen. Außerdem staune ich, so wie heute die Mitte 60-jährigen aussehen,sahen früher die Mitte 40-jährigen aus!
Ich bin emotional satt und heiter wieder nach Hause gefahren.

Da es mich derzeit weiter in die Welt hinaustreibt (bei mir wird das kein besinnlicher Dezember mit Sofa platt hocken!) bin ich abends nochmal nach München hinein gefahren.
Das TOLLWOOD ist immer einen Besuch wert. Ein großer alternativer Weihnachtsmarkt. Heuer ist der Weihnachtsbaum aus alten Fahrrädern und überall gibt es spirituelle, hippieeske Dinge zu kaufen und leckeres Essen und Trinken dürfen natürlich auch nicht fehlen. Dazwischen gibt es große bunte Zelte in denen allerlei Veranstaltungen stattfinden.

Mich interessierte aber die Performance: Die Feuershow. Habe ich selber lange Poi (ohne Feuer) gespielt, sah ich jetzt den brennenden Stäben, Keulen, Pois und Diabolos wieder begeistert zu. Noch nie stand ich so nah an einem Feuerspucker!! Wooow! Es tat gut mal wieder ein wenig mitzujubeln, andere anzufeuern ;-) und das staunende Kind neben mir zu beobachten (das interessanterweise dem Papa die Augen zuhielt, als es selbst nicht mehr zusehen wollte, weil es doch ein wenig Angst bekam, der Vater ging so liebevoll auf das Kind ein, dass ich wiederum den Vater anhimmelte ;-) und heute nacht glatt von einer Geburt träumte.)

Weiter ging es spontan zu einem Freund und seiner Mutter wo ich sehr lecker verköstigt wurde und wir noch einen wohligen lustigen Abend hatten.
Diese freundliche Fürsorge (inkl. Weihnachtseinladung!) genoss ich sehr.
Und fuhr wiederum emotional (und diesmal auch körperlich) satt nach Hause und schlief tief und fest.

Es macht Freude mich wieder unter Menschen zu trauen, mein Herz zu öffnen, die harten Urteile über andere zu lassen (dies war nur ein Schutz aus Angst vor zuviel Nähe!), Spaß zu haben und zu genießen und das ganze mit körperlicher Fitness!

Montag, 28. November 2016

W wie ....

- Wünsche, gute
Heute erfahren, dass mein Zahnarzt zum Ende des Jahres aufhört und seine Praxis übergibt. Damit rechnete ich schon sei gut 3 Jahren, konnte mich also innerlich ein wenig drauf einstellen.
Ärzte sind für mich schwierig, ganz besonders der Zahnarzt.
Dann fand ich Dr. S. und meine Ängste schwanden. Er ist ein urbayrischer Kerl mit einer großen Sanftheit. Er nahm mich ernst, wenn es dran war und ebenso riß er mal einen Scherz (immer an der passenden Stelle) um mich ein wenig zu entspannen. Er hatte da ein großes Geschick.
Auch handwerklich war er top. Alles paßte immer und er wußte genau was zu tun war, tat das was nötig war und nie mehr. Es gab einige Gelegenheiten, da hätte er mehr Geld machen können. Aber er sah auf die Zähne und nicht auf seinen Geldbeutel.
Auf meinen Geldbeutel sah er dagegen schon ein wenig, in dem er völlig unbürokratisch und vertrauend (mehrmals) eine Ratenzahlung akzeptierte, ohne Vertrag und Zinsen.
Er machte immer einen zufriedenen und ausgeglichenen Eindruck (und ich glaube er ist das auch).
Er hat eine Nachfolgerin ausgewählt, ich bin gespannt.

- Weihnachten. Etwas Deko darf es heuer sein, nicht so üppig wie die letzten Jahre und dafür das erste mal ein gekauftes kleines Adventsgesteck. Hab keine Lust auf mehr, fühlt sich stimmig an.

- Wut. Ich konnte noch mehr raus finden, warum mich der Mann mit dem Drehbuch so rasend macht. Es ist nicht die Menge seiner Mails (ich kann sehr wohl mal eine längere Geschichte von jemanden lesen oder hören) es ging um den Inhalt (nur er, totaler Monolog, nichtmal auf meine Absage der Mitarbeit fiel ein Wort dazu!!!!???) und das er mich einfach als Projektionsfläche mißbraucht.
Es geht nicht um mich persönlich, sondern er braucht jemanden, der seine minutiösen Erlebnissen lauscht, seine Einsamkeit stillt...was auch immer...
Das machen wir alle mal, wir alle brauchen Menschen, als Spiegel, um Bedürfnisse zu spiegeln, für alles mögliche...aber es kommt auf die Art und Menge an. Und auf das WIE.
Deutlich wird das auch in 2 Szenen in dem Buch. Einmal will er mit einer bestimmten Frau zusammen sein, überlegt sich aber, wenn das nicht klappt geht er zu der anderen. Reine Bedürfnisbefriedigung, keine persönliche Ebene.
Das andere war, wie er ganz klar zu einer Frau sagt: "ich brauche einen Menschen, der mir hilft (und noch irgendwas) und du bist so ein Mensch."
Dafür ist der andere da, ihm zu helfen. Egozentrik pur.

Meine Familie benutzte mich jahrelang für ihre Bedürfnisse. Da ging es nie um mich persönlich. Um das Kind Luzia. Um einen eigenständigen Menschen.
Um ein wirkliches gesehen und verstanden werden.
Das jetzt wieder zu erleben, triggert...deswegen die Wut: Mit mir nicht mehr!!!
Puh...da spüre ich jetzt viel Ruhe in mir... gestern spürte ich starke Unruhe, konnte lange nicht schlafen, Herzrasen...das sind die spürbaren Auswirkungen vom Trigger. Da wußte ich es noch nicht so klar, was da in mir herumtreibt.

- wundervolle Erholung.
Heute hole ich meinen Sonntagnachmittag nach: Leckeres Essen, heiße Schokolade mit Sahne, schlafen, lesen, Sonne genießen, loslassen.....
und leckere Plätzchen naschen, heute kam das glutenfreies Fresspacket an und stellte fest: da schmeckt vieles noch besser, als das übliche! Wahrscheinlich weil Weizenmehl wenig Eigengeschmack hat, man schmeckt dann nur die Gewürze und viel Zucker raus. Diese nun schmecken intensiv und aromatischer, wohl auch weil es noch keine große Massenherstellung ist, sondern eher aus kleinerem Betrieben.

Laßt es euch auch gut gehn! :-)

Sonntag, 27. November 2016

Sonntagsarbeit

Mein Sonntag ist mir heilig. Da will ich meist keinen Termin haben, oft auch keinen privaten. Weil auch die oft Anspannung auslösen.
Einfach frei haben.

Jetzt kamen aber eine Jobanfrage für 1x rein. Ob ich die Endreinigung einer 3-Zimmerbude übernehmen möchte. Sonntags. Heute.
Da ich diese Arbeit tatsächlich gern mache und ich dort alleine rumwerkeln konnte, mir zuhause eh die Decke aufn Kopf fällt, habe ich zugesagt.

Und fast 8 Stunden geschrubbt und gewienert.
Mir macht das Spaß. Ja. Das mag vielen seltsam erscheinen.
Ich habe die leere Wohnung genossen, die freien Flächen, die Leere, fast schon erholsam :)
Dann gibt es nur große Flächen, man muss nicht alle möglichen Dinge erst wegräumen. Für die Fenster habe ich einen kleinen Nass-Sauger, damit geht das schwupp ganz schnell.
Und dann macht es mir ganz einfach Freude einen vollgekrümelten Boden zu kehren, oder Küchenschränke auswischen, die Reinheit danach und das gleich sichtbare Ergebnis find ich schön.
Es ist fast meditativ. Der Kopf wird leer, man weiß was zu tun ist.

Aber ist das nicht eklig?
Für mich nicht. Das meiste ist Staub, Kalk und in der Küche noch Fett. Es gibt Handschuhe.
Gut, Toiletten am Bahnhof möcht ich jetzt auch nicht putzen und alles was übel riecht kann ich auch nicht haben. Seltsame Tierchen sind mir noch nie begegnet.
Aber der normale Haushaltsdreck, das ist nicht schlimm.
Und...lieber mach ich eine dreckige Wohnung sauber, als eine saubere.
Ja auch das gibt es. Hatte mal eine Frau die auch jemand für die Reinigung suchte. War aber alles picobello bei der, steril wie im Katalog und ich fragte mich, was um himmels willen ich da 4 Stunden lang putzen soll. Ich sagte ab.

Gut, die Leute heute, hätten sich da mal ein Beispiel nehmen und öfter putzen können. Nachdem ich fertig war, wurden sie auf einmal pingelig beim kontrollieren und sahen minimale Krümel im Backofen oder noch einen Fleck im Innenrahmen der Fenster...gibt schon seltsame Gestalten...

Für heut bin ich zufrieden.
Und innerlich jubel ich, weil ich das körperlich auch wieder schaffe, ohne danach halb tot zu sein.

Samstag, 26. November 2016

Glutenfreie Weihnachten

So die letzten Jahre habe ich ab Oktober massenweise Weihnachtsnaschereien in mich hinein gestopft. Es war eine regelrechte Sucht. Oft bis in den Januar hinein.
Und das war gut so. Als ob es einen Sinn gemacht hätte.
 Ich habe mich ein "wenig" an den Sachen satt gegessen.

Als ich nun die ersten Süßigkeiten in den Geschäften sah, war da kein Wehmut ala: darf ich alles nicht mehr essen. Sondern: Brauch ich nicht mehr, es tut meinem Körper und meiner Psyche nicht gut, ich vertrage es nicht mehr...ja bis hin zu: ich will es nicht mehr!
Hätte mir das mal einer vor 3 Jahren gesagt!

Dass es glutenfreie Alternativen gibt, wußte ich. Ich muss also auf nichts verzichten. Es reicht mir, diese Sachen erst ab jetzt zu essen.
Gespannt war ich, ob das schmeckt.

Mein erster Fang war in einem Reformhaus, Vanillekipferl mit Schoko, Normalpreis 2,49€, heruntergesetzt auf 1,99€ (da etwas zerknautscht), als ich fragte, ob es diese Packung auch weniger zerbröselt gibt, bekam ich nach einem kurzen Gespräch die Kekse für  1 Euro! Schmecken gut!

Mit dem selber backen hab ich es nicht soooo, schon gar keine Plätzchen (es gibt nur die Haferplätzchen die ich selber mache). Aber ein glutenfreies einfaches Rezept für Stollen, fand ich. Daran wagte ich mich heute morgen und was soll ich sagen: LECKER! Gut das Marzipan hätt ich mehr zerbröseln können und etwas weniger Backpulver hätt es auch getan, aber ansonsten: herrlich orangig, etwas rumig, kein zerbröseln und nicht so supersüß. Paßt!

Dann hab ich mich nach weiteren Kaufmöglichkeiten umgesehen und fand einen Shop der sich auf glutenfreie Nahrungsmittel spezialisiert hat. Witzigerweise bei mir recht nah, wenn ich also eh mal eine Tageskarte für die Bahn habe, werde ich da mal vorbeischauen (und spar mir so Versandkosten). Die haben nämlich viel reduzierte Ware von bald ablaufenden Dingen und viele Angebote wie 2 Sachen zum Preis von 1. Also kaufte ich da jetzt für rund 20,- ein. Es gibt dort auch andere Firmen, als die ich hier in Geschäften finde, daher eine willkommende Abwechslung.

Ich freue mich, dass ich nicht darben und verzichten muss, sondern Spaß und Freude am glutenfreiem Leben haben kann!
Noch dazu tut es mir wirklich sehr gut, dieses für mich unverträgliche nicht mehr zu essen.
UND wenn mich doch mal der Geschmack nach "normalen" Backwaren überkommt, ist das auch ok, in kleinen Mengen und nicht zuoft macht es mir nichts aus.


Freitag, 25. November 2016

Wochenrückschau

- gelernt: frühere große deutsche Firmen wie Bosch und AEG gibt es gar nicht mehr. Aber neue Geräte von den Firmen werden doch noch verkauft? Ja, weil ausländische Firmen den Markennamen aufgekauft haben und ihn nun benutzen...

- vorgenommen: weiter mehr Stärken stärken, bringt einfach mehr Spaß und erhöht das Selbstwertgefühl

- gehört: frühlingshaftes Vogelgezwitscher

- gefühlt: Spaß, mit einem Araber, der mich nach dem Weg fragte, ich ihm einfach anbot mit mir zu gehen, weil ich auch in die Richtung musste, dabei ein nettes Gespräch auf Englisch gehabt.

- gekauft: 1. Teil fürs neue Radl, eine kleine Satteltasche in die Schlüssel, Handy und ein Müsliriegel paßt

- gemacht: mich lasern lassen. Nachdem also nun das Tattoo ja bleibt, ließ ich mich bei derselben Damen wegen Altersflecken beraten. Ich hatte im Gesicht schon einige üble dunkle Pigmentflecken, für die ich mit 36 eifach zu jung bin. Sie machte mir einen Superpreis. Tut ein wenig weh, stinkt etwas, sieht furchtbar aus. Wie mit 14 J. und lauter entzündeten Pickeln. 3 Tage wars wirklich schlimm, langsam fällt der Schorf ab und es sieht alles wieder sehr gleichmäßig aus. Ich freu mich sehr darüber. Hat sich gelohnt!

- ausgelesen: Die Macht ihres Unterbewußtseins von Dr. Joseph Murphy. Das Buch wurde Anfang der 60er Jahre geschrieben, also wahrscheinlich eines der ersten Lebenshilfebücher und noch wahrscheinlicher haben daraus einige abgeschrieben, etwas dazu geschrieben und das dann unter den vielen Büchern ala Du bist was du denkst, mentales Training, Wünsche ans Universum ect. veröffentlicht.
Es ist sehr kompakt, deswegen dauerte es auch länger bis ich es durch hatte. Teilweise wurde für mich zuoft aus der Bibel zitiert, aber das kann man auch einfach ignorieren, denn die Kernaussage: pass auf was Du denkst und was du glaubst (z.B. ich werde nie den richtigen Mann finden, über 45 Jahre bekommt man keine Stelle mehr, ich werde immer betrogen ect.) hat sich für mich schon mehrfach bewahrheitet.

Vor 10 Jahren war ich in einer Situation mit der ich immer unzufriedener wurde, da sagte mir ein Freund: paß auf, was du dir wünscht, es könnte in Erfüllung gehen. Das hängt mir nach, habe ich mir gemerkt und passe seitdem mehr auf, was ich mir so visualisiere.
Und ich habe es ja selbst auch schon oft gemerkt, wie Glaubenssätze Realität wurden.

- gehört: "oh du bist eine komplizierte Frau!" Das war keinesfalls abwertend gemeint, sondern wurde eher erstaunt und leicht bewundernd ausgerufen, von einer Frau die nicht so gut deutsch spricht, deswegen kam es auch ganz anders rüber, als wenn das ein Muttersprachler gesagt hätte. Ich antwortete: "hm nö, vielleicht eher komplex."
Ich fasste es von ihr als Kompliment auf, ja ich habe viele Seiten.

Donnerstag, 24. November 2016

Arbeitsleben

Meine Therapeutin war letztens schon ein wenig "witzig".
Diesmal galoppierte sie gleich zu schnell vorwärts (normalerweise mache ich das mal ganz gerne).
Nur weil es gerade gut läuft, meint sie, dass man doch da schauen kann, was es an Weiterbildung/Umschulung ect. geben könne.
Es geht zwar vordergründig gerade gut, was aber nicht heißt, dass alle Hürden und Probleme weg sind.
Allein die Vorstellung jeden Tag wohin zu müssen. Ständig unter Menschen zu sein, in öffentlicher Betrachtung/Beurteilung zu stehen...versetzt mich in Panik.
Ich merke ich habe noch genug mit dem Alltag zu tun. Zu schnell komme ich in hohe Anspannungen. Heute war es die lange Schlange bei der Post, wo es sehr eng war und um mich herum ein Gewusel vom Supermarkt war.
Oder der Zahnarztbesuch (es ist wieder was *nerv*) am Montag, da weiß ich da brauche ich danach Ruhe und meine sichere Wohnung.

Ich bleibe an den Themen dran. Ist nicht so, dass ich mich auf der Rente ausruhe. ich arbeite an mir. Und immer wieder komme ich an die Stelle, wo ich merke, dass ich viele Dinge nicht (mehr) machen und mich darauf auch ein wenig einstellen und mir Dinge suche, die noch gehen. Oft ist das schwer zu akzeptieren, weil ich halt gern mehr oder anderes oder anspruchsvolleres machen würde.
Da ärgere ich mich noch ziemlich, dass ich mich soviele Jahre durch Tätigkeiten und Situationen geprügelt habe, die einfach nichts für mich waren. Sei es durch die Traumatisierung oder auch einfach von meinem Charakter her (als Beispiel die Introvertiertheit).
Ich habe soviel Kraft, Nerven und Zeit vergeudet.

Was mache ich also derzeit alles?
- alle 2 Wochen für etwa 4 Stunden in einem anderen Haushalt arbeiten
- meinen eigenen Haushalt sauber halten, was mir gut gelingt
- fast jeden Tag richtig/frisch kochen
- Gymnastik/Trampolin zuhause fast täglich, im Moment so zwischen 20-40km Radl fahren die Woche, 1x die Woche für ca 45 mins schwimmen.
- 1x im Monat Therapie
- 1x die Woche Frauenkreis
- ich schaue immer mal wieder nach kulturellen Veranstaltungen (wie kleine Konzerte der Musikschule, Diavorträge über Reisen ect.) schaffe das aber noch zu selten.
- Kontakt zu Freunden/Bekannten halten
- Teilnahme an Marktforschung das geht über Postweg und Internet, abundzu an Meinungsumfragen und dann noch Appjob am Smartphone (is mal länger, mal kürzerer Aufwand)
- viel lesen, (ZEIT Wissen, Sachbücher, Philosphie und Psychologie, autobiografisches, seltener Romane)
- Quiz und Scrabble spielen am Smartphone
- immer wieder nach Jobs schauen (kleineren und größeren, hinspüren was mir so gefallen würde)
- auch noch zu selten: Tagesausflüge, Wanderungen, Stadtbesuche (die Planung und Buchungen dabei machen mir viel Spaß)

Und oft sind so Kleinigkeiten wie einkaufen, ins Schwimmbad gehen, im vollen Wartezimmer sitzen schon schwierig, weil mit hohem Stress verbunden, je nachdem wie gerade die allgemeinen Umstände, Laune ist.

Aber ich spür immer öfter, was so "meins" ist, wie mein Leben sein soll und wie ich das trotz Einschränkungen mir so hinbasteln kann, dass es doch noch klappt.
Es wird schon....
langsam aber stetig :-)

Mittwoch, 23. November 2016

Abgrenzung Teil 2

Wie schon geahnt, hat der Typ (bezgl. Schreibjob) ein enormes Suchtproblem. Im Moment wohl clean.
Körperlich.
Geistig nicht. Das nennt man dann Trockenrausch.
Er ist also emotional/geistig immer noch "drauf", das zeigt sich in folgendem Verhalten:

Ziemlich egozentrisch (er meint das ihm alle Welt sofort zuhört und immer und jederzeit für ihn da ist, nimmt sein Gegenüber kaum wahr, merkt nicht, dass er nervt, zuviel redet ect...), enorm größenwahnsinnig(meint wunder was wie toll er ist und was er nicht alles kann und gemacht hat und verdient hat usw.) also ganz schlicht und einfach: fern jeglicher Realität.

Ich bin mit solch "schrägen" Typen aufgewachsen. Im Grunde sind sie arm dran. Ist aber nicht mein Problem. Ich habe mich fast mein ganzes Leben lang damit beschäftigt und brauchte lange um aus diesen symbiotischen Verstrickungen rauszufinden. Mit den Folgen habe ich immer noch zu tun.
Das werde ich nicht mehr leichtfertig aufgeben.
Wenn ich schon sehe, dass wieder eine Mail von ihm kam, koche ich.
Heute nach 5 Minuten Gespräch war ich zutiefst genervt.
Diese Wut ist eine ganz bestimmte. Nicht die heiße, wenn man beschämt oder gedemütigt wird, sondern eine energiegeladene wenn Grenzen überschritten werden. Eine Wut die zwar auch anstrengend ist, einen aufwühlt, aber sich auch gut anfühlt!

Seine Nachreichungen bezgl. des Projekts waren total chaotisch und kaum leserlich. So kann ich nicht arbeiten. Keiner kann das.
"Gut gemeinte" (allein bei den Wörtern flippe ich schon aus, weil dies einfach oft grenzüberschreitend ist) Hilfe weckten Mordphantasien.

Meine doch sehr deutlichen Abgrenzungen zeigten wenig Wirkung.
Dann wird das halt nichts. Dann sage ich ganz Adieu. Die spürbare Erleichterung bei diesem Gedanken spricht Bände.

Und sonst so?
Heute ziemlich reizüberflutet..die letzten 2 Tage habe ich viel geschafft, war viel unterwegs und heute kam dann der Cut. Zuviel. Also viel geschlafen, geruht, dennoch beim einkaufen halb in Tränen ausgebrochen.
Morgen ist kein Termin, da werde ich mich weiter sammeln, ausruhen und je nach Wetter auch ein wenig draußen sein.

Heute abend erstmal: Wieder genießen, dass ich bei mir bin, dass mehr Klarheit bezgl. des Mannes/Job da ist, ich mich innerlich ganz abgegrenzt habe, dann genieße ich eine heiße Dusche, einölen mit einem duftenden Mandelöl, danach gibts eine Kürbissuppe, um dann früh ins Bett zu gehen und lesen...und die Wut lass ich verrau(s)chen...

Montag, 21. November 2016

Monday, Monday

Ich bin erstaunt was eine histaminarme Lebensweise und etwas Jod ausmachen! Ich lebe wieder!

Heute bei der warmen Witterung den Großteil mit dem Radl gefahren, den Rest mit der Bahn, dann zur Thera, weil wir uns jetzt regelmäßig 1x im Monat treffen.
Es ist so, dass die Phase der Stabilisierung und der "Notfälle" zum Glück vorbei sind. Jetzt da mehr Ruhe da ist, möchte ich mich um größere Themen kümmern, die auch mit Traumata zusammenhängen, aber die ich mir mal länger, intensiver anschauen will, einfach weil es auch komplexere Themen sind.
Eines davon ist Arbeit/Beruf/Lebensgestaltung.
Es war heute eine gute Stunde, ich brachte die Thera so grob auf den aktuellen Stand, damit sie weiß wie es mir geht und worum es mir in den nächsten Stunden gehen soll. Ich fühle mich da gut aufgehoben und unterstützt. Dennoch kam danach so ein Anschwall von: "Darf ich das überhaupt? Ich würds doch auch allein schaffen. Jetzt nehm ich da die Zeit für jemand weg, dem es vielleicht grad richtig scheiße geht..."
Vielleicht spreche ich das das nächste Mal nochmal kurz an.

Danach ging es weiter zum schwimmen. Und was ich befürchtet hatte, ist nicht eingetreten: um halb 3 nachmittags war das Bad nicht bevölkert von schreienden Kindern, sondern gaaaaaanz wenigen ruhigen Schwimmern. Den Whirlpool hatte ich dann sogar alleine für mich.
Herrlich!

Ja und dann in der warmen Abenddämmerung wieder heimgeradelt. Hatte das Gefühl dazu brauch ich keine Kraft, als ob ein Motor dran hinge und der mich fährt.
Genial! I love it!
Und jetzt hab ich auch richtig Kohldampf.

Ein gelungener und schöner Tag!

Samstag, 19. November 2016

Abgrenzung

Erstaunlich wie schnell ich annehmen kann, dass das Tattoo mich also nun wirklich bis an mein Lebensende begleiten wird. Es ist Klarheit. Das tut mir gut. Ich weiß woran ich bin. Sozusagen.
Es ist nun in Ordnung, dass ich es habe. Und wer weiß, vielleicht hat es auch einen Sinn.
Den Sinn mich immer daran zu erinnern, wie wichtig es ist, mich abzgrenzen.
Nicht mit dem anderen symbiotisch zu verschmelzen. Mein Ich, mein Selbst wieder aufzugeben. Nein das darf nicht mehr passieren.

Dazu schickt mir das Universum gleich eine Übungsgelegenheit.
Eine ziemlich herausfordernde noch dazu.
Vor einigen Wochen lernte ich bei der Tafel einen Mann kennen. Wir plaudern immer nur kurz. Ich habe schon gemerkt, dass er wohl nicht die beste Karriere hinter sich hat. Er spricht sehr sehr langsam und erwähnte auch bald was von Sozialarbeiter und betreutes Wohnen. Ich tippe mal  auf starken Alkohol, kiffen könnte auch gut passen, Knast nicht auszuschließen.
Er ist gepflegt, so Ende 40.

Letztens fragte er mich, ob ich ihm beruflich helfen könne. Wir tauschten Mailadressen aus und...naja...sagen wir so...seitdem bekomme ich sehr viel Post. Mit sehr persönlichen Inhalten plus Fotos seiner Wohnung.
Oft mit minutengenauem Erzählen über Essen, Freizeitvorlieben und Gefühlen. Ähja.
So gut kennen wir uns nun auch wieder nicht, dass ich solch intime Details wissen möchte.
Die Frage nach meiner Telefonnummer beantwortete ich damit, indem ich sagte, dass ich nicht so gern telefoniere. Stimmt auch ein wenig.

Er ist ein wenig anstrengend.
Ich bin nicht seine Sozialarbeiterin.
Ich bin gefragt, wie ich jetzt klar und bestimmt bleibe und meine Grenzen zeige und verteidige.
Denn die Aufgabe ist interessant. Auch wenn erstmal kein Geld dabei rausspringt (kann sich aber schnell ändern) macht es mir Spaß und fordert mich ein wenig. Und es könnte sich was gutes draus entwickeln.

Abwarten und weiterschauen.

Freitag, 18. November 2016

Wochenrückblick

- heute ist ein komischer Tag, bis Mittags im Schlafanzug, kam nicht in Schwung, nochmal schlafen, keine Lust auf nix....kann mir nur zuviel Histamin erklären und wenn ich mir die letztens 2 Tage so anschaue, ja waren viele kleine schlechten Dinge dabei und ich hab vergessen da mal ein Stop reinzuhauen. Immerhin weiß ich jetzt warum ich dann nachmittags wieder fast vom Radl fiel und einfach wieder umdrehte, anstatt mich durchzuquälen, was das ganze ja nur verschlimmert. Also viel Wasser und Vitamin C (Ascorbinsäurepulver), das abends genommen hilft richtig gut. Wahrscheinlich weil dann nix mehr an Nahrung nachkommt und es so länger im Körper bleibt...keine Ahnung.
Da Histamin die Gefäße weitet und ich dadurch so müde und schlapp werde, hilft leider auch das Kreislauftmittel nicht mehr so gut. Und generell hab ich festgestellt, dass die Tabletten besser wirken als die Tropfen. Oft istes ja anders. Hauptsache es hilft.
Hab jetzt trotzdem extrem Gusto auf total verbotene Sachen. Mist....

- neuen Akku fürs Smartphone gekauft, aber noch nicht gewechselt. Der alte spinnt immer wieder mal, entlädt sich nachts selbst. Hatte mir damals schon mit weiser Voraussicht eines mit wechselbaren Akku gekauft.

- gelernt: München ist die am dichtesten besiedelte Stadt. Ich darf also mit Recht sozialphobische Tendenzen haben :-)

- Fresse poliert. Dank einer Aktion der Krankenkassen eine prof. Zahnreinigung für 35,- ergattert. Normalerweise zahl ich über 85,-. Ist zwar nicht so angenehm, aber lohnt sich definitiv. Da die Eitelkeit gerade zuschlägt, gibts nun abends auch ein Bleaching-gel für die Zähne. Soll man logischerweise erst nach so einer Reinigung auftragen.
Obs hilft...mal sehn.

- im Netz gefunden:
https://www.odernichtoderdoch.de/2015/01/werd-ich-spiesser.html
hat mich irgendwie angesprochen :)
und auch:
http://www.welt.de/icon/article124622604/Warum-schoene-Frauen-oft-einsam-bleiben.html
kann ich bestätigen, auch wenn das jetzt arrogant  rüber kommt....

- ja ein alter Hut: Bewegung hilft bei Streß, Angst und Depressionen. Aber für mich neu: Die reale praktische Bestätigung/Erfahrung dazu. Ich merke regelrecht wie mein Hirn in einen anderen Zustand kommt (wahrscheinlch ähnlich wie bei den Hunden die Cesar Milan anstupst, um sie aus dem unerwünschten Verhalten rauszuholen).

- gebacken: das erste mal glutenfreie Kürbissemmeln. Noch verbesserungswürdig, aber LECKER!!!

- geärgert: eine Käuferin von ebay meint die ganze Zeit meine Bankdaten stimmen nicht, deswegen kann sie nicht überweisen. Es stimmt aber alles...Sehr seltsam...zudem kam gestern von ebay mit nicht ganz nachvollziehbaren Daten eine Gutschrift von 1 Cent. Da ist doch was faul. Nur was???

Donnerstag, 17. November 2016

Oder hochbegabt?

Weil ich mich oft so anders als die anderen empfinde, kam mal die Frage auf: Vielleicht doch hochbegabt?
Und wie sooft bei Fragen, suchte ich Antworten in Büchern.
Ich stöberte ein wenig und entschied mich für:
Kluge Köpfe - krumme Wege? von Andrea Schwiebert
Es ist ein sehr umfangreiches Buch, behandelt viele Themen.
Der Untertitel Wie Hochbegabte den passenden Berufsweg finden finde ich etwas irritierend, denn es geht nicht nur um den Berufsweg, sondern generell um den Lebensweg.
UND es ist keine Schritt für Schritt Anleitung was mir sehr sympathisch war/ist.

Vorweg: auch wenn ich mich in dem Buch extrem wiederfand, so würde ich dennoch nicht behaupten, dass ich hochbegabt bin. Eher im oberen Drittel der Normalbegabten und auf alle Fälle vielseitig interessiert und hochsensibel!

Anfangs habe ich noch sehr viele Stelle die ich sehr treffen für mich fand, notiert, bald war es aber auf fast jeder Seite, sodass mir jetzt eine Zusammenfassung des Buches schwer fällt.

Zu anfangs steht gleich:
Dies ist ein Berufsfindungsbuch für:
ewig Suchende, freiheitsverliebte, Traumtänzerinnen, talentierte Chaoten, kreative Mimosen, verkappte Künstlerinnen, möchtegern-Weltverbesserer, vielseitig begabte, Querdenkerinnen und kluge Köpfe oder auch: unwissentlich Hochbegabte.

Ich war mir während des lesens immer etwas unsicher: ich finde mich da als traumatisierte auch wieder. Was war zuerst? Müßige Frage....

Weiter wird ausgeführt was denn überhaupt Hochbegabung ist. Wie sie festgestellt werden kann, das es mehr als was mit dem IQ zu tun hat (Thema Hochsensibilität!) und woher sie kommt.

Interessant fand ich dann die Schwierigkeiten mit denen Hochbegabte zu tun haben können und wie diese von Stolpersteine in Grundsteine gewandelt werden können.
z.B. hohe Ansprüche an den Job/kein Job passt zu mir, was Job mit Identität zu tun hat. Es gibt einen Praxisteil mit Übungen und Hilfen (aber sehr dezent gehalten).
Es ist ein gutes Buch um zu sich selbst zu finden, es wird einem nichts übergestülpt sondern eher eine Hilfe zur Selbsthilfe, also Hinweise zur Selbsterkenntnis.
Weitere "Steine":
- Perfektionismus, Stärken, Schwächen, Abschied vom Defizitblick(!)
- Erwartungskonflikte, Entmutigung, gesellschaftlicher Druck, Motivation, was will ich? Vielschichtigkeit der Persönlichkeit, zu enge Vorgaben können zu Depression führen, hohe Auffassungsgabe
- Qual der Wahl, ich kann mich nicht entscheiden, die Dilletanten (ein heutzutage leider abwertender Begriff, dabei lohnt es sich die wahre Bedeutung bei wikipädia nachzulesen, ich bin definitiv ein Dilletant und das gerne und ein Autodidakt ebenso!), ein Hoch auf die Vielseitigkeit, Denk-Modus verschiedene,
- Sensibilität, Belastbarkeit, ich achte auf mich, richtige Erholung, perönlicher Jubelchor

Für mich passt das Buch gut zu dem Thema Introversion (am besten das Buch STILL-die Macht der Introvertierten) und Barbara Sher Ich könnte alles tun, wenn ich wüßte was ich will, das auch hier mehrfach genannt wird.

Es hat mir insofern geholfen mich mehr anzunehmen (und gewisse Sachen nicht dauernd zu bekämpfen) wie ich bin.
Es wird nie DEN EINEN Platz für mich geben. ich fahre immer auf mehreren Gleisen, weil mich vieles interessiert, oft nur solange wie ich es einmal geistig komplett durchgekaut und ein Erfolgserlebnis hatte (Beispiel VHS-Kurs Fotos selbst entwickeln, reichte mir 1 Tag, von eigentlich 2, ich kapierte wie das ablief, ich machte einige schöne Abzüge, fertig, mehr muss ich nicht haben, wissen oder tun. Ebenso bei Instrumenten, Mikroskop, ect. deswegen kann ich auch keine gleichen Jobs mehrmals machen. Oder wieder an einem Ort leben, an dem ich schon einmal wohnte. Oder zum selben Urlaubsort zu fahren.
Es langweilt mich zu Tode.
Mehrfach probiert, ging nie.

Es ist ok, dass ich viel und komplex denke (und deswegen auch viel Zeit alleine und mit angeblichen Leerlauf brauche),
es ist ok, dass ich mehr wahrnehme an Stimmungen, Details, Gerüchen, Mimik, Geräuschen.
Es ist ok, dass ich ein hohes Maß an Selbstbestimmung brauche.
Es ist ok, dass ich mich für viele unterschiedliche Sachen interessiere.
Es ist ok, dass mich die meiste Oberflächlichkeit der Leute langweilt.
Es ist ok, ein wenig anders zu sein.

Das Buch hat mir weiterhin sehr geholfen, indem es eine innere Bremse lockerte. Die hieß: Du darfst nicht besser sein als wir (wir ist meine Familie).
Ich wurde ständig ausgebremst! Realschule? ne bleib lieber auf der Hauptschule? Engagement im Tierschutz? Es kamen 1000 Gründe, Goldmedaille im schwimmen? Nicht der Rede wert, Einser in Prüfungen? ja wir tun mal so als ob wir uns freuen und loben sie, denken aber insgeheim was anderes, aber Kinder fühlen das und fühlen sich dann komisch, merken da ist was nicht richtig, beziehen das auf sich selbst, dass sie dann nicht richtig sind.

Meine Eltern hatten selbst wenig Selbstwertgefühl und fühlten sich immer bedroht, wenn ich was besser/anders machte als sie, oder überhaupt etwas, was sie nicht konnten/sich nicht trauten wie: reisen, lange Autofahrten, schwimmen, neue Wohnorte und Freundschaften...aber auch den eigenen Kopf benutzen, kritisch sein, Neues lernen, sich für mehr interessieren als Gelnägel, Kochrezepte und warum der Nachbar schon zuhause ist.
Ich will in Wissenschaften eintauchen, Sachbücher lesen, die Welt und Menschen entdecken, mich selbst fordern und das Vertrauen in mich selbst zu haben, das ich schon auch was kann!...JETZT DARF ICH DAS. Und das fühlt sich genial an!

Ich habe in der Schule (und später auch in Berufen) oft so getan, als ob ich immer noch an einer Aufgabe arbeite, aber schon längst fertig war. Um...ja warum...um nicht aufzufallen, um nicht als Streber zu gelten (was ja voller Verachtung ausgesprochen wurde das konnte ich mir nicht leisten, ich war auf die Kontakte angewiesen, weil zuhause schon soviel Leere und Beziehungslosigkeit war...)
Somit habe ich mich meist selbst in die Langeweile manövriert. Seit ich mich nun auch geistig mehr fordere, geht es mir wesentlich besser. Dazu die körperlichen Herausforderungen und ich merke langsam was Ausgeglichenheit, Entspannung und Gelassenheit wirklich bedeutet!

Aus den Stolpersteine Grundsteine machen und mit denen sein Leben aufbauen. Das kann bunt und schief sein, solange ich mich wohlfühle und andere nicht groß schade, ist das völlig in Ordnung.

Hinzukommt auch noch das Thema Frauen und Intellligenz, ich denke auch da hatte ich eine Bremse: lieber lieb und nett sich schön anpassen, als das tun was man wirklich will und dabei vielleicht etwas anecken. Frau und Mathe passt durchaus zusammen! Da wirklich innere Rollenbilder...
Meine inneren Nerdanteile jubeln innerlich und schmeißen sich mit Freude auf neue (Lern)aufgaben.

Fazit: Dieses Mutmach-Buch ist absolut empfehelnswert und wird mein Bücherregal nie mehr verlassen (außer zum nochmals lesen).

Mittwoch, 16. November 2016

Gegenmaßnahmen

Wenn sich die dunklen Wolken der Depression anschicken sich um meinen Kopf zu ballen, heißt es: Vorsicht! Aufmerksam bleiben und Gegenmaßnahmen ergreifen.
Früher dachte ich immer, ich müsse mein Leben komplett ändern, damit mir diese Zustände vom Leib bleiben, aber das ist ein Trugschluß.

So hieß es also gestern: aktiv werden, sanft und bei mir bleibend.
So besuchte ich einen Frauenkreis.
Das erste Mal ist bei mir natürlich immer  sehr oft mit extrem hoher Anspannung verbunden, aber auch hier gibt es eine Änderung: ich nehme es an, dass ich ein Mensch mit viel Nervosität bis Panik bin. Es lässt oft schnell nach, wenn ich es zulasse, annehme und weiterziehen lasse.
So sagte ich das auch ganz einfach bei der Anfangsrunde, das ich nervös bin. Was solls. Ist jeder mal und das meine innere Ampel (rot werden) auch dabei war...nunja...

Ich fand es angenehm dort. Ich bin ja Gruppenerfahren, aber es waren immer nur Selbsthilfegruppen. Es drehte sich viel um Krankheit, der Umgang damit, Schwere, Probleme....
Dort ist es so, dass die einzigste Gemeinsamkeit ist, dass wir Frauen sind. Daher sind alle Themen offen.
Ich war natürlich wie sooft die jüngste. Stört mich aber nicht.

Die meisten dort sind über 50, haben Kindererziehung, Eltern versorgen und Haus bauen hinter sich, der Mann ist oft weg gegangen oder verstorben. Jetzt macht sich Leere breit. Viele sehen gut situiert aus, nach dem Motto: aus lauter Langeweile geh ich 1x die Woche zur Kosmetik und zum Friseur. Aber es blieb nicht an der Oberfläche, sondern wurde schon tiefer. Und auch lustig.

Früher hätte ich mir gesagt, dass ich da ja gar nicht reinpasse. Aber warum nicht? Ich lebe anders, das kann doch auch Ermunterung, Inspiritation und Ermutigung für die anderen sein. Es zeigten sich sehr wohl auch andere Unterschiede, in Meinungen, Werten und Gefühlen. Das ist doch bereichernd.
Ich werde wieder hingehen, weil es auch für mich wieder ein Schritt mehr zurück ins Leben und zur Normalität ist.

Montag, 14. November 2016

Wochenstart

- endlich wieder richtig fit. Ach ist das schön! Werde das später gleich für einen ausgiebigen Spaziergang nutzen.

- neuer Lesestoff kam gerade an:
in der bpb.de (Bundeszentrale für politische Bildung) gibt es recht interessanten Lesestoff. Und günstig!

- jetzt aber erstmal Hausputz. Wäsche läuft. Der Rest muss jetzt auch dran glauben. Musik an und los gehts!

Freitag, 11. November 2016

Wochenrückblick

- immer wieder leicht kränkelnd, Blase ist zwar besser, fühl mich aber immer wieder mal krank, so schnupfig, dann heiß, dann schlapp, dann eiskalte Füße, dann wieder besser...

- versuche meine Gedanken mehr auf das zu lenken, was ich gut kann, gerne mache...viiiiiiieeeel zu lange habe ich auf meine Schwächen, Ängste und sonstige Spleens gestarrt und dagegen gekämpft. Soviel Kraftverschwendung!

- gesehen: den ersten Schnee!!! Hurra!

- habe mich also nach dem Telefonat mit dem Tattoostudio innerlich davon verabschiedet (und etwas ausgesöhnt) dass ich mein Tattoo entfernen lassen kann. Bleibt mir halt der Stacheldraht.
Am Dienstag ein anderes Studio entdeckt und mich spontan ebenfalls zur Entfernung beraten lassen. Das Mädl war kaum 30 Jahre alt, ihr Partner eher Mitte 20. Sie sah das Tattoo gerade mal 1 Sekunde aus 2 Metern Entfernung und meinte sofort: "klar überhaupt kein Problem, geht alles weg!" Kurze Erklärung dazu, etwas nervös, dazwischen ein:" können auch gleich anfangen!" und was von "hochwertiger Laser der 100.000 Euro kostet."
Alles klar Mädl. Ich schlußfolgere mal: ihr habt nen Haufen Schulden und wollt die loswerden und erzählt das was der Kunde hören will. Was die Realität ist, steht auf einem anderen Blatt.

Anders die Frau vom Telefon. Frau über 50, ungeschminkt aber gepflegt, große Strickjacke, herzlich, bodenständig. Geht nah ans Tattoo, erklärt warum manche Stellen nicht weggehen können, egal welcher Laser, wir reden über 1 Stunde, plus 15mins am Telefon. Sie erklärt viel und ausführlich UND glaubhaft. Eben auch durch Erfahrungen.
Außerdem sind sie (ihr Mann auch)  nur an 1 festen Tag im Studio, dazwischen nur nach Termin oder je nach Freizeit. Ich ahne, das ist eher deren Hobby/Nebenerwerb, die brauchen nicht jeden Kunden um nicht verhungern zu müssen.
Während meiner Anwesenheit kommt ein 18.jähriger Bursch herein und zeigt ihr ein Bild das er gerne tätowiert haben will. Da wird sie zur Mutti (aber angenehm, nicht übergriffig oder so) und meint, dass er mit dem Tattoo mal Probleme bekommen haben wird ect...
Fühle mich gut aufgehoben. Und: lieber ein etwas ungeliebtes Tattoo (das soweit aber super aussieht) als ein fleckiges etwas, wofür ich nochmal viel Geld lassen müsste.

- hatte irgendwann letztens wunderschöne Träume, ja mehrmals in einer Nacht! Schwebte den ganzen Tag herum...kann öfter sein...

- war ausnahmsweise heute Freitag mal schwimmen und: es war viel weniger los. Was ich auch an einem Gespräch mitbekam, dass das meist so ist. Werde also auf Freitag bzw. wenn ich da arbeite, auf Donnerstag verschieben. Hätte aber für Montag schon gern einen festen Termin außerhalb, so komm ich irgendwie schöner in der Woche an. Mal sehn was sich ergibt.

- und mal wieder paar Folgen Cesar Milan geguckt. Ich kann da auch soviel für mich mitnehmen: ruhig und bestimmt sein, ATMEN und entspannen. Ich hab ja in meinem Kopf auch so ein Rudel wilder Hunde Gedanken, die etwas Erziehung und Disziplin durchaus genießen: ahso, daaa gehts also lang...wußten wir ja nicht....

 

Donnerstag, 10. November 2016

Großes Gewinnspiel

Heute gibt es wieder eine Verlosung!

Diesmal eine BAHNCARD! Jawoll. Für 3 Monate! 25% günstiger auf den Ticketpreis der Deutschen Bahn!
Gültig für den Zeitraum con 10.12.16 bis 09-03.2017.
Gebucht werden kann natürlich schon jetzt, wenn die Reise in dieser Zeit ist. Da es, je früher man bucht oft die Sparpreise gibt.

Da ich dieselbe Karte für denselben Zeitraum habe, werde ich beide rechtzeitig kündigen.
Du musst dich nur auf Bahn.de registrieren, alles weitere dann per Mail.

Wer an der Verlosung teilnehmen will, auch hier wieder:
Einfach hier unten einen Kommentar abgeben.
Bis zum Sonntag den 13. November 2016 23.59

Gerne könnt Ihr diesen Post auch weiterleiten, weitersagen, weitergeben...
Wäre schade, wenn die Karte verfällt.

Mittwoch, 9. November 2016

So ist das...

Der dümmste Bauer, hat die größten Kartoffeln.

Trump also.

Oh mein Gott.

Dienstag, 8. November 2016

Kleines Gewinnspiel

Heute verlose ich einen Gutschein!
20% auf eine Buchung bei HELLÖ.
Das ist ein Busunternehmen, dass Fahrten im Fernverkehr anbietet.
Hier alle Stops die angefahren werden:
https://www.helloe.com/de/stops

Der Gutschein kann noch bis zum 15.November 2016 (also bald!) eingelöst werden.
Fahrten können bis 2 Monate im voraus gebucht werden.
Also wer Weihnachten oder davor oder danach (spätestens bis 15 Januar) wegfahren will (und sei es nur ein Besuch auf dem Christkindlmarkt in einer anderen Stadt), der melde sich hier mit einem Kommentar bis spätestens morgen den 9.November 23.59 Uhr.

Gerne könnt ihr diesen Post auch auf Eurem Blog veröffentlichen und so weiter verteilen!

Viel Glück und gute Fahrt :-)

Montag, 7. November 2016

Dinge annehmen, die ich nicht ändern kann

Wenn das so einfach wäre, klar zu sehen, was ich ändern kann.
Das annehmen selber ist bei mir oft nicht so das Problem, sondern die Unterscheidung: kann ich es ändern oder nicht?
Muss ich mich mehr anstrengen, mehr tun, was anderes tun, um aus dem jetzigen Leben(sgefühl) wieder eines mit mehr Freude, Antrieb, Zufriedenheit zu haben?
WAS kann ich ändern? Und was muss ich annehmen?

Ein Christ würde das vielleicht als "Dein Wille geschehe" formulieren.
So ein Leben wie ich (bzw. mein Kopf) gerne hätte, geht irgendwie nicht.
Mich an dem entlang zu hangeln was geht frustriert mich oft, weil es zu wenig ist oder mich schlicht unterfordert.

Was ich weiß: Habe ich zuviel Leerraum, kommt die Depression daher und füllt diese. Blöderweise kommt sie auch bei Überfüllung. Ich muss also die genaue "Füllhöhe" finden.
Das versuche ich seit gut 15 Jahren.

Ich muss mir selbst wieder ein Geländer verpassen, das ich nach Bedarf anpassen kann. Das geht bei einem festen Job schwer. Also muss ich selbst ran.

Dazu zählt:
- wieder bei der Therapeutin gemeldet für einen Termin. Im Hinterkopf ab jetzt 1x monatlich wieder hinzugehen.
- mir mal einen Gesprächskreis (nur Frauen) ansehen, ist vormittags und so eigentlich ideal. Abends tu ich mich schwer in die Stadt zu fahren.
- montags bzw. dienstags wieder schwimmen, jetzt 2x ausfallen lassen, wegen körperliches Unbehagen/Krankheit
- und nach einer winzigen Arbeit schauen, vielleicht noch eine Haushaltsstelle, bzw. würd gern nur bügeln.

Erkannt habe ich auch, dass die üblichen Motivations/Selbsthilfebücher oder Webseiten mir nicht helfen. Wenn ich schon lese: "wie Du mehr/besser/glücklich..." bin ich schon gefrustet.
Und schau es mir dann aber doch an. Jedesmal in diese Falle tappen ist auch doof. Egal. Diese Seiten mögen für gesunde Menschen mit einem extrem großen inneren Schweinehund hilfreich sein.
Für mich mit einer psychischen Erkrankung und einem kleinen Schweinehund paßt das einfach nicht.

Heute aber erstmal zum Doc, die Blasenentzündung bekomm ich nicht alleine weg.

Freitag, 4. November 2016

Wochenrückblick

- gelernt: 89.506 neu erschienene Bücher gab es 2015 und im Jahre 2014 gab es 363 Millionen Entleihungen in den Bibliotheken

- gehört:
https://www.youtube.com/watch?v=gL5d_xvdlPo&index=13&list=RD9jhDjfrbfHI
man hat gleich das Gefühl in irgendeinem Western mitzuspielen. Düster und doch groovig!
und was von der Frauenfront: Sanft aber mindestens ebenso groovig!
https://www.youtube.com/watch?v=YI2XuIOW3gM&list=RD9jhDjfrbfHI&index=23

- gelacht: tiefster schwarzer Humor aus der Schweiz! Hazel Brugger
https://www.youtube.com/watch?v=V8t1K4Ynbrw

- gedacht: nie wieder kurzerhand bei der Post die Lieferadresse ändern. Jetzt liegt das Paket seit einer Woche im Verteilerzentrum und nichts passiert mehr.

- nochmal gedacht: manchmal muss man sich einfach holen was man will, anstatt drauf zuw arten, dass es einem irgendwer irgendwann gibt!

- Schon lang nicht mehr: so gro(ß)ber Histaminausrutscher passiert.
ebenso schon lang nicht mehr: Blasenentzündung. Zum Glück eher leicht. Trotzdem nervig. Körper arbeitet, tut sein bestes. Merke das weiterhin an fiebrigen Zuständen, Müdigkeit und Schlappheit. Und weiterhin großem Hunger. Kraftstoff muss her!

- blöd: was ich da so entschieden und angeleiert habe, wird wohl doch nicht so wie ich mir das vorstellte. Es geht um eine Tatooentfernung. Inzwischen ja mach-und bezahlbar. Eigentlich. Nach einem ersten Fotocheck des Studios aber Rückruf: es ist teils wohl sehr tief und unregelmäßg gestochen. Heißt manche Punkte sind so tief, dass da kein Laser hinkommt. Es wird also vermutlich nicht zu 100% weggehen. Keiner weiß natürlich wieviel bleibt, was also noch tolerierbar wäre, oder ob es dann schlimm (sehr fleckig und vernarbt) aussieht. Ausführliche Begutachtung und Besprechung am 11.November.
Immerhin ehrliche Leute. Sie hätten auch einfach loslasern und dabei viel Geld verdienen können!

- gekauft: wollig weicher Nierenwärmer. Wollt ich eh fürs radeln mir zulegen. Erweist nun aber schon zuhause gute Dienste. Ist auch so praktisch, wenn ich mich draußen mal wieder unsicher fühle, durch den Schlauch fühl ich mich geschützter. Da er Bauch und Unterleib schön ummantelt.Ein dünnerer in schwarz ist auf dem Weg (genau das Paket das im Verteilerzentrum rumliegt!).

Aussichten:
Weiterhin viel ruhen, trinken und warm halten.