Donnerstag, 3. Dezember 2015

Gelassenheit, ein wenig Hawaii und sonstiges

Gestern festgestellt, dass mich Äußeres weniger stresst.
Die Woche stand ich an einem großen unterirdischen Bahnhof. Menschengwusel, U-Bahnen kamen und fuhren wieder, das Licht war grell, Wände und Boden waren hässlich und ich konnte trotzdem ganz entspannt stehen bleiben und auf meine Bahn warten. Nach einigen Minuten fiel mir sogar auf, dass ein doch recht lautes Bohrgeräusch zu hören war! Normalerweise nehme ich sowas sofort (genervt) wahr.
Auch gestern im Trubel der Großstadt, Feierabendverkehr, Christkindlmarkt, hupen, Lärm, Gedrängel...ich konnte viel besser bei mir bleiben, mir ruhige Ecken suchen, spüren wonach mir ist.
Ich glaube ein wichtiger Aspekt, dass ich nicht mehr so extrem hochsensibel bin, ist, dass ich meine Umwelt als weniger bedrohlich einstufe.
Ich sehe die Menschen irgendwie milder, gütiger. Muss nicht mehr so in Habachtstellung sein. Entspannt kann ich mich am besten wehren.
Jeder wurschelt sich doch irgendwie durchs Leben. Jeder hat seine Schieflagen. Ich glaube die Sicht auf die Menschen hat sich nun auf Augenhöhe eingependelt.
Ich bin immer von einem Extrem ins andere gependelt. Die anderen völlig überbewertet und mich klein gemacht. Oder mich überheblich gefühlt und die anderen als minderwertiger angesehen (dies Verhalten zeigte sich nur bei fremden Personen, die man so im Alltag sieht/begegnet).
Das macht nur Stress.
So wie jetzt ist es viel schöner. Angenehmer.

Ich habe dann gestern noch eine hawaianische Massage mir gegönnt. Hatte vor Wochen schon gebucht, aber die gute Frau wurde dann krank.
Also so ganz meines war es nicht, dass die Liege nämlich auch eingeölt wird, hat mich eher verspannen lassen, weil ich das Gefühl hatte keinen festen Halt mehr zu haben und so eine Liege ist ja recht schmal.
Interessant war zu erfahren, dass diese Massage früher oft bei Lebensveränderungen, bei Übertritten in eine neue Phase angewandt wurde.
Na wenn das mal nicht gerade passt!!!

Später schrieb ich mit einem Freund und er fragte mich, ob ich morgen mit zum Brunch will. Würd ich schon gerne, nur habe ich schon was vor und am Freitag muss ich arbeiten. Wollte ich schreiben. Ich möchte aber gerade in Bezug auf Arbeit mehr auf meine Wortwahl achten. Ich MUSS nicht. Müssen macht nur Druck. Ich möchte arbeiten. Also korrigierte ich und meinte: BIN arbeiten.

Und sonst so?
Ich hoffe nur, dass der Zahn der da seit gestern sich meldet, nur eine Überempfindlichkeit angesichts der Weihnachtsnaschereien ist und das bald wieder vorbei ist.

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