Sonntag, 13. Dezember 2015

Eindruck - Ausdruck

So der Plan für die kommenden Feiertage steht auch.
Es hilft mir ein Programm zu haben, das heißt nicht, dass ich den strikt durchziehe, egal wie es mir geht. Manche Dinge werde ich auch spontan entscheiden, weil es mehrere Auswahlmöglichkeiten gibt.
Das fühlt sich jetzt gut an. Ich bin entspannter. Alles unter Dach und Fach. Nur noch ein wenig Lebensmittel einkaufen, dann kann es los gehen :-)

Ich habe vor einiger Zeit in unserem Bücherschrank ein Buch gefunden, von Peter Lauster, Wege zur inneren Freiheit.
Ach dacht ich, so Lebenshilfebücher las ich schon zuviel, ich bin jetzt innerlich so gestärkt, dass ich mich gut kenne und klar komme.
Aber Lauster...der Name sagt mir was. Also doch mitgenommen, is ja gratis und ich kann es bei nichtgefallen wieder zurück bringen. Es tut gut ein wenig darin zu stöbern, er schreibt sehr freundlich, auf Augenhöhe, verständlich und verständnisvoll. Seine Beispiele mit Patienten lesen sich flüssig.
Ein kleiner Seelenbalsam. Aber ich werde es nicht behalten.

Er schreibt zum Beispiel davon, dass die wenigsten Menschen sich keine Zeit zum ausdrücken nehmen. Sie setzen sich vielen Eindrücken/Reizen aus, aber wie wird das verarbeitet? Um im seelischen Gleichgewicht zu bleiben ist es wichtig, dass die Balance stimmt Eindruck/Ausdruck.
Vielleicht ist das mit ein Grund/Auslöser für so viele burnout-Erkrankte?

Wo/wie drücke ich mich aus? Wie verarbeite ich Erlebtes? Meistens durch schreiben. Nicht nur öffentlich, auch noch im guten alten Tagebuch. Da saß ich heut morgen im Bett und spürte einen Widerstand: "Warum sollte ich? Ich weiß es doch. Ich denke dran. Was soll das nutzen?" Trotzdem fing ich zaghaft an. Und spürte (wie meistens): es tut mir gut.
Es löst sich etwas. ich lass es los. Es geht aus meinem Kopf heraus.
Danach habe ich nochmal tief und fest 2 Stunden geschlafen.
Ich möchte auch wieder anfangen zu malen, zu bestimmten Themen, Gefühlen, Ereignissen. Die Ölkreiden gefallen mir so gut.

Auch kam mir die Idee, dass ich meine vorletzte Therapeutin nochmal aufsuchen könnte und mit ihr zu einem bestimmten Thema ein Ritual machen möchte. Sie kann nicht über Kasse abrechen, deswegen muss ich das selbst zahlen, aber aus verschiedenen Gründen möchte ich genau zu ihr. Werde aber erst nachspüren, ob das nach Silvester immer noch stimmig für mich ist.

Kommentare:

  1. Wieder einmal bewundere ich die Sicherheit Deiner Schrittfolge auf dem Weg. Benennen können, was ist( auch, "das kann ich NOCH nicht")und dann benennen können, was als nächstes sein soll, ist sehr wichtig und gibt Klarheit. Klar formuliert ist das wirklich eine große Erleichterung.

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  2. Absolut ;) Es macht das Leben einfacher und wird dann eher so, wie man es gern hätte. Als irgendwo zu landen, wo man nicht sein will (kann natürlich auch passieren). Und Klarheit is was tolles. Merk ich immer wieder und genieße es sehr ;)

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