Freitag, 6. November 2015

Umgang

Umgang mit Trigger:

Das wichtigste: erkennen und bewußt wahrnehmen (ohne beschönigen oder verleugnen "da is doch nix, das macht mir gar nix aus, is doch alles halb so schlimm") dass ich getriggert bin.
Das alte Verwirrungen, Wut, Ohnmachhtsgefühle da sind. Und zwar sehr stark.

Das innere zittern is mit das beste Erkennungszeichen bei mir. Ich hass es, will es aber nicht mehr so wie früher nur weg haben. Wenn ich das will, hab ich wieder allerschlimmste Panikattacken mit äußerem zittern.

Nicht in blinden Aktionismus fallen. Schon was tun, aber im normalen Tempo, auch mit Unterbrechungen wenn irgend ein Gefühl grad zu stark wird.
Mich konzentrieren auf das was ich tue. Bewußt wahrnehmen was man spürt, riecht...
Gnädig mit mir umgehen und keine Höchstleistungen von mir verlangen.
Zu nichts zwingen, weder essen noch schlafen. Einfach das tun wonach mir eben ist (andere brauchen genau das Gegenteil: einen festen Rahmen, das muss jeder selbst probieren).
Gefühle anschauen, spüren, Gedanken dazu aufschreiben, so wenig wie möglich wegdrücken, auch wenn das sehr verlockend ist. Aber sonst, siehe Panikattacken.
Gut für mich sorgen, sei es eine Lieblingskleidung anziehen, nochmal duschen, einen besonderen Duft auflegen, in einem bestimmten Buch blättern, Räucherstäbchen anmachen, spüren was ich trinken (im Moment Bananenmilch, das trink ich höchstens 2x im Jahr) oder essen will.
Mit verschiedenen Anteilen arbeiten, inneres Kind oder Jugendlicher...oder sich die Gefühle einzeln als Wesen anschauen, sich ausmalen wie die aussehen, mit ihnen reden (aus der Identifizierung aussteigen).

Und Bewegung, mal schneller, mal gemütlich. Zum Glück ist es hier heut und die nächsten Tage sehr warm, bis zu 20 Grad nochmal. und wenn ich 3x am Tag losgehe oder radel, es ist in Ordnung. Wenn es mir hilft.

Inzwischen funktioniert das sehr gut. Ich kann mich noch gut an die zusammen gestöpselten Listen *was mir gut tut* erinnern, die wir in der Klinik aufschrieben.
Damals dacht ich nur: "was soll so ne poplige Duftkerze mir helfen?"
Damals gab es noch so heftige Zustände, dass ich da völlig hilflos drin verfangen war. Da kann ich heute eher Abstand davon nehmen, nicht so panisch werden und tatsächlich die Duftkerze genießen, trotz heftiger Gefühle.

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