Samstag, 21. November 2015

Intro sein

Eigentlich wollte ich gestern auf ein kleines Konzert.
Ich war fit, gut gelaunt und selbst nach einem arbeitsreichen Vormittag noch voller Kraft.
Doch nach und nach verging mir die Lust...insgesamt fast 1,5Std. in öffentlichen Verkehrsmitteln sein, dann ein kleiner Raum voller fremder Menschen, kein Sitzplatz (so lange stehen bei einem nicht-mittanz-Konzert find ich sehr anstrengend), viele Reize/Eindrücke dazu dunkel, naß und windig. Aber der Hauptgrund war einfach: ich wollt allein sein.
Also blieb ich zuhause, ging zwar trotzdem kurz raus zu einem herrlichen Spaziergang im menschenleeren Park aber dann saß ich im Bett, mit Wärmflasche, einem Tee und las: "Leben aus den Wurzeln von Thoreau".
Göttlich. So schön! Allein die Vorstellung jetzt draußen in einer Menschenmenge zu stehen, ließ mich noch tiefer unter die dicke Decke rutschen und ganz bös schauen.
Das Glück der Intros :-)

Letztens fand ich einen Film, in dem der Hauptdarsteller auch ein Introvertierter ist. Gut der Film is teilweise sehr lahm und flach und blöd, aber allein für die Hotelszene lohnt es sich fast ihn doch anzuschauen.
Ich hab so gelacht.
Ich konnte den jungen Mann so gut verstehen.
Nett ist auch (und für Intros nur zu gut bekannt) wie seine Umwelt reagiert: er müsse sich behandeln lassen, er sei ein Freak ect..
dabei hat seine Umwelt die größeren Macken...

Wer mag, schaut hier:
https://youtu.be/bkiFkDx0leU

Kommentare:

  1. Hab mir den Film gerade angeschaut. Die Hotelszene ist wundervoll. So hätte ich das auch gerne. Ich frage mich nur gerade, wie ich wohl mit einem joggendem Life-Coach klar käme :-o *uff*... ;-))).

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  2. Ja allein den Satz *endlich alllein* konnt ich soooo gut verstehn, nach so einem Tohuwabohu (der mich an einige selbst erlebte Szenen mit solche Gruppendingens erinnerte)....
    Probiers aus ;))
    Und wieder gabs ne Großmama....

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