Donnerstag, 5. November 2015

Freundschaft

Entweder mutiere ich zum Arsch...
oder die anderen (sind es schon)...
oder ich hab nicht nur blinde Flecken, sondern ganze Scheuklappen die nun wegfallen...

Mein Freundeskreis verändert sich derzeit.
Nachdem ich vor einigen Wochen sogenannten ehemaligen "bestfriend" die Freundschaft kündigte (einfach weil ich sah wer er eigentlich wirklich ist und ich damit nichts mehr anfangen konnte) steht nun die nächste Freundschaft auf kippeligem Grund.

Ich war von T's Verhalten, vor wenigen Tagen,  sehr gekränkt. Traurig und enttäuscht. Ja es riss eine alte Wunde in mir auf:
Es nicht wert zu sein. Nicht wichtig zu sein.
Das sehe ich sehr wohl. Durch das nachdenken darüber fragte ich mich auch: Ist das noch eine Freundschaft? Wie definiere ich Freundschaft? Was braucht es für mich dazu? Was erwarte und will ich von einem Freund, der sich so nennt? Bin ich es mir wert, mich so behandeln zu lassen?

Und es kam, dass ich (wieder einmal) sah, dass von T. einfach sehr wenig bis gar nichts kommt. Sie zeigt mir nicht, dass ich ihr wichtig bin. Sie sagt es nur. Sagen kann ich auch viel. Sie nimmt sehr oft. Aber geben? Und der letzte Klopper von ihr war einfach zuviel, vielleicht das i-tüpfelchen. Die letzte Belastung um einen Bruch zu erzeugen. Beim letzten Strohhalm brach der Esel zusammen, oder so.
Im Grunde habe ich mir wieder eine "Schwester" gesucht. Sie verhält sich genauso ausbeuterisch und egozentrisch wie meine Schwester.

Eigentlich fühlt es sich wie eine Befreiung an, wenn ich mir vorstelle auch diese Freundschaft zu kappen.
*Eigentlich* deswegen weil natürlich Ängste auftauchen: dann steh ich alleine da (ja vielleicht muss das nun so sein, es kann aber auch ganz anders kommen)..wenn du so hohe Ansprüche an andere hast, das kann nicht klappen (sehe ich nicht so, ich kann dem anderen seine Macken schon lassen, aber ich muss auch schauen was für mich noch akzeptabel ist und was nicht)...usw...

Mal sehen was draus wird.



Kommentare:

  1. Die eigene Veränderung bringt mit sich, dass "die Chemie" zwischen einem selbst und einigen anderen nicht mehr stimmt. Irgendwie logisch, oder? Das Phänomen Veränderung + Veränderung in Freundschaften habe ich schon oft gehört. Altes "ablegen" macht Platz für Neues.

    LG
    Beate

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  2. Ja logisch ist es schon. Aber erstmal will man das nicht sehen, oder wahrhaben oder was auch immer...
    Ich hab noch ein wenig Angst vor der Leere, auf der anderen Seite ist da auch gewissheit, dass immer was Neues wieder kam. der Stillstand ist der Tod, Veränderung das Leben...

    Liebe Grüße ;)

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