Montag, 30. November 2015

Vita activa

Hach wie schön. Heut siehts schon wieder lichter und froher aus.
Kein Wunder, ich war den halben Tag unterwegs und hab es pur  
ge--nos--sen!!!
Eigentlich wollte ich am Freitag zur Nacht der 1000 Lichter (Taize) in der berühmten Münchner Frauenkirche.
Aber ich ließ es dann doch bleiben, ahnte, dass es zuviel werden würde. Auch emotional. So ein voller Dom, mit 1000 Leuten, viele Kerzen und diese schönen Gebete und Lieder. Mir reicht schon eine leere Kirche, um oft von diesem Gefühl überwältigt zu werden. Welches Gefühl? Ich weiß es nicht genau. So eine Andächtigkeit, ein staunen, Gänsehaut, eine Erfülltheit...sowas eben.

Ich sah aber auch, dass Montags um 9h immer eine kleine heilige Messe dort stattfindet. Oh dacht ich, das ist doch mal ein schöner Wochenstart.
Und so saß ich heute früh zwischen Nonnen, alten Männern und nicht mehr ganz so junge Frauen. Vom Ablauf und den Gebeten kannte ich nur noch die Hälfte. Egal. Es tat gut. Es war schön. Auch wenn ich mit diesem niederknien und Demut und diesem wir da unten, der Gott da oben so meine Probleme habe.

Danach ging es für 2 Stunden ins Schwimmbad, mit Bahnen ziehn, Dampfbad und im warmen Whirlpool draußen im Sturm sich dahin treiben lassen. Ahhhh....

Dann der Hunger, ab zu B.K. ein wenig FastFood und einen Kaffee, bevor es auch schon weiter ging in ein großes Münchner Kulturzentrum.
Dort gibt es so 2x die Woche kostenlose Mittagskonzerte.
Schüler der Musikhochschule dürfen sich da schon mal ein wenig erproben.
Also wenn ein Instrument meine Seele erwärmt, dann ist es das Klavier.
45 Minuten gaben 4 Schüler ihr bestes, 2 davon sogar zusammen. Auf so wunderschönen Flügeln, dass man sie küssen wollte.
Ach ich war ergriffen, langsame Stücke, aber auch wilde und donnernde.
Ganz zauberhaft und wunderschön.

So war heute gut gesorgt, für Körper, Geist und Seele.
Wobei natürlich das eine auch fürs andere gut war und ja ich weiß, man solle das nicht so trennen.
7 Stunden außer Haus, da freu ich mich dann auch wieder auf meine Bude.

Sonntag, 29. November 2015

Öde

So. Achtung volle Kanne Jammerei!
Mich ödet grad soviel an. Das graue Wetter. Mischung aus Langeweile und Einsamkeit. Die frühe Dunkelheit. Meine räumliche Umgebung, die ich nicht mehr sehen kann.
Es wird echt Zeit, dass sich was ändert. Und da sehe ich für 2016 gute Chancen (welche Farbe sagt man eigentlich statt *rot sehen*, wenn man was gutes sieht? Grün? Pink? Weiß? Ach ich nehm alle drei Farben.)
Also ich seh für 2016 grünpinkweiß für mich.
Das wird ein gutes Jahr. Das hab ich im Gespür.
So wie ich davor schon fühlte, dass 2012 gut wird. Und so war es.
Das mag jetzt Schönrednerei sein, oder Hoffnungswünscherei oder was auch immer.
Egal.
Es fühlt sich gut an.
Is halt jetzt grad noch eine schwierige Zeit.
Bis zum 21. Dezember. Dann komm ich hier mal für 3 Tage raus.
Bin schon gespannt wie es wird. Das Thema wo ich andere Menschen gefragt habe und teils keine Reaktionen kamen, hat sich fast von selbst erledigt. Ich werde noch weiter schauen, ansonsten habe ich auch eine andere Lösung gefunden.
Selbst is halt die Frau.
Dann wird der 24. Dezember nochmal bissl heikel, hoffentlich nicht kritisch.
Die anderen beiden Feiertage sind mir im Grunde dann immer egal.
Dann noch Sylvester.
Und dann steht es da: Frisch, neu, glänzend: das neue Jahr!
2016, laß dir gesagt sein: ich freu mich auf dich!

Freitag, 27. November 2015

Seiltanz

Das schwarze Loch zieht und ruft, aber ich will da nicht hinein fallen.
Mit Achtsamkeit schaue ich auf meine Gedanken, dass sie nicht zu sehr in eine Richtung abrutschen oder mir in eine selbst gemalte dunkle Zukunft davon galoppieren.

Es gibt nicht nur die inneren vernichtenden (Eltern)-Stimmen sondern inzwischen auch eine innere Therapeutin.
Das ist schön. So ist es mir möglich mich liebevoller anzuschauen, mir beruhigende Sachen zu sagen oder einfach ein wenig Distanz auf diese ganze Schwere zu gewinnen.

Mit Achtsamkeit schaue ich auf mein Tun: was tut mir jetzt wirklich gut und was meine ich nur, dass es mir gut tun müsste?
Bewegung oder lesen oder in Kontakt mit anderen Menschen gehen, wenn ja mit welchen?
Die Nacht war sehr unruhig, ständig Herzrasen, Beklemmung, Unruhe, kein Tiefschlaf war möglich. Voller Adrenalin, auch tagsüber nun schon die ganze Zeit. Gleichzeitig ist alles in mir verkrampft, der Bauch will dadurch kein Essen, das atmen fällt schwer, ich friere unerträglich, so von innen heraus, keine Konzentration ist möglich.

In den letzten Wochen habe ich meist täglich eine Tarotkarte gezogen.
Mir hilft das. Und seit einigen Tagen ziehe ich passenderweise immer
DER GEHÄNGTE
worüber ich natürlich erst erschrak, bis ich las:


Krise als Chance
Wehre dich nicht länger dagegen, lass dich hängen, lass los und erkenne, dass die Lösung reif ist und viel naheliegender als du denkst. Wechsel die Blickrichtung.
Und dann wirds in mir weicher, ich kann ein wenig weinen, Energie fließt wieder durch meinen Körper, ich kann wieder atmen und schauen, was die neuen Blicke mir da zeigen mögen.

Donnerstag, 26. November 2015

Und dann noch Weihnachten...

Hab ich dieses Jahr ja so gar keine Lust drauf...
dacht ich erst.
Normalerweise fahr ich ja gern über die Feiertage paar Tage weg.
Neue Umgebung lenkt ab. Die Zeit vergeht schneller.
Dieses Jahr fühlte sich das aber nicht stimmig an.
Aber was dann?
Mir fiel tatsächlich was ein, was ich machen könnte, was dann auch Weihnachtslust in mir hervorrief.
Also alles in die Wege geleitet. Nun heißt es: Abwarten und Chai Latte trinken. Denn alles andere hängt nun von anderen Menschen ab. Und die lassen sich Zeit mit ihren Reaktionen.
Das macht mich sehr unruhig.
Also werkel ich, dekorierte nun doch, machte sauber, verpackte Geschenke und werd noch ein wenig backen und immer wieder gucken: kam ne Antwort? Eine positive?

Ich wünsche es  mir so sehr, dass es klappt....

Mittwoch, 25. November 2015

Das Glück geht bh-frei

Immer wieder im Winter, oder wenn ich wenig unter Menschen bin, befreie ich mich. Vom BH.
Probiert das mal aus für eine Stunde oder für einen Tag. Da engt nichts ein, da spürt man nur sich selbst.
So ein Bügelbh mit Schalen macht zwar schöne Formen ist aber auch ziemlich unbequem. Deswegen wird der nur angezogen, wenn ich mich besonders hübsch machen will.
Dann gibt es noch das Alltagsbustier, sehr weich, sehr anschmiegsam, weniger Halt aber noch okay.
Und dann eben nix.
Auch im Sommer liebe ich es, oben ohne mich zu sonnen und zu baden (nur wenn ich mich wirklich wohlfühle, wenn es zu viele Menschen um mich sind, ziehe ich mich wieder an, aber ich schaue eh immer, dass ich zu Zeiten da bin, wo es leerer ist). Das schwimmen fühlt sich soviel freier an, so schöner, das Wasser direkt auf der Haut, wunderbar!!!

Und unten ohne?
Ich habe tatsächlich festgestellt, dass wenn ich nachts ohne Slip ins Bett geh, ich tiefer, erholsamer schlafe. Weil auch da nichts einengt oder drückt.
Könnt ihr ja mal ausprobieren.

Dienstag, 24. November 2015

Nicht grad die beste Zeit

Das mit T. hat mich wohl doch mehr gebeutelt als gedacht (und natürlich gewollt).
Aber es zeigt sich immer mehr: bin mit arger Schlagseite unterwegs.
So paradox sich das anhört, aber es ist so: Zum Glück kenn ich mich nun mit Krisen aus.
Ich weiß was zu tun ist.
Solche Zustände sind mir nicht neu (und versetzen mich daher nicht in Panik).
Körperliche Turbulenzen kann ich besser zuordnen und lassen.
Und das wichtigste: Ich bin sehr gnädig mit mir. Wenn ich mich eingerollt im Bett grad am wohlsten fühle, dann ist das eben so.
Ich peitsche mich nicht mehr und meine im ganz normalen Alltags-ich funktionieren zu müssen.
Alles was hilft ist in Ordnung. Ich weiß, dass das nur vorübergehend ist und wieder schneller vorbei ist, wenn ich gut mit mir umgehe, wie eine liebende Mutter.
Hachja ein schönes Bild...

Sonntag, 22. November 2015

Nächster Schritt

Der nächste Schritt in Sachen Entgiftung/orthomolekulare Medizin heißt:
Folsäure. Aber nicht die normale, die überall angeboten wird, sondern schon die bioaktive Form.
Es ist nämlich so, dass (angeblich) jede 2.Frau die Folsäure nicht in die bioaktive Form umwandeln kann, heißt für den Körper nicht verwertbar ist.
Und die allermeisten Menschen haben Folsäuremangel.

Im Sommer startete ich schon einmal einen Versuch mit 1/4 Tabelette jeden 2.Tag. Ja man soll das sehr langsam einschleichen, da es ein weiteres Rädchen im Stoffwechsel ist, und das erstmal ein wenig Aufruhr im Körper verursacht. Man muss ja nicht mit Kanonen auf die Spatzen und so...
damals war selbst das noch too much. War eindeutig zuzuorden, ich war noch schläfriger und benommener als sonst. Das wollte ich mir nicht zumuten. Wenn man sich kaum aufrecht halten kann, ist das einfach ätzend.

Jetzt bin ich viel stabiler, wacher, klarer, also starte ich einen neuen Versuch. Wieder 1/4 Tabl. alle 2 Tage.
Bis jetzt geht es mir gut, einzigste Änderung: Nachts schwitze ich extrem. Es ist aber nicht dieses *mir-ist-zu-warm-schwitzen* sondern ganz anders, auch mein Blutdruck bleibt dabei stabil und sackt nicht ab.
Heißt für mich: mir hauts da nochmal Dreck raus. Es stellt sich was um. Ich fühle mich auch morgens richtig fit. Wie nach einem Fieber. Mit neuer Kraft.

Sonst so?
Heute fast nur rumgelegen.
Merke, dass das meinem Körper gar nicht gefällt, er regelrecht nach Betätigung schreit. Jetzt wo er endlich wieder Kraft und Lust auf Bewegung hat! Na da werd ich dann doch noch paar Pilatesübungen machen. Immerhin.
Und morgen mich wieder mehr bewegen.

Samstag, 21. November 2015

Dieser Blog

Dieser Blog war ursprünglich für etwas anderes gedacht.
Hier wollte ich starke Frauen vorstellen. Frauen die mich inspirierten, die eine Art Vorbild für mich waren und/oder deren Art und Weise wie sie leben mir gefiel. Frauen die echte Persönlichkeiten waren/sind.
Leider verlief das im Sande.
2 Portraits habe ich erstellt und die lasse ich hier auch stehen.

Ansonsten geht es in diesem Blog darum, mir mein Leben weiter zu gestalten.
Nach einer traumatisierenden Verhangenheit (das habe ich größtenteils abgeschlossen und soll hier nicht mehr allzuviel Raum einnehmen) geht es für mich nun darum nach vorne zu schauen. Gut auf mich aufzupassen, mich nicht zu überfordern, mein So sein zu achten und zu schätzen.

Wieso der Titel *Den Weg des Herzens gehen*, weil es mir gut tut mich nach meiner Intuition auszurichten. Der Verstand schießt gern dagegen und in meinen Kopfstimmen verstecken sich sehr oft die alten Botschaften meiner Eltern/Schwester was man nicht tun soll, was man tun soll usw. das war giftig für mich, denn diese Hinweise waren immer nur für sie selbst gut, aber nicht für mich.

Ich bin stark introvertiert, liebe es draußen in der Natur zu sein, sei es wandernd, radelnd, schwimmend oder mit Schlittschuhlaufen....dies genieße ich umso mehr, da ich  jahrelang extrem körperlich erschöpft war und ich mich fast immer im Haus aufhalten musste.
Die Erschöpfung war, wie sich herausstellte nicht nur psychisch (was ich schon immer weußte) , sondern  lag daran, dass ich histaminintolerant bin, eine HPU und Nebennierenschwäche habe, dies alles habe ich mit orthomolekularer Medizin nun weitesgehendst im Griff.
Nie habe ich mich mit diesem üblen Zustand abgefunden, ich habe immer weiter nach der Ursache, warum es mir so schlecht ging, geforscht, kein Arzt half mir, denn wenn man einmal eine psychische Diagnose hat, is ja eh alles klar....ich wußte tief im innersten, dass es eben NICHT psychisch ist und so war es,so habe ich (mit Erfolg) viel ausprobiert und auch viel Geld dafür bezahlt. Doch das war es wert!

Mein Radius erweitert sich wieder, das Leben ruft und davon handelt dieser Blog...

Intro sein

Eigentlich wollte ich gestern auf ein kleines Konzert.
Ich war fit, gut gelaunt und selbst nach einem arbeitsreichen Vormittag noch voller Kraft.
Doch nach und nach verging mir die Lust...insgesamt fast 1,5Std. in öffentlichen Verkehrsmitteln sein, dann ein kleiner Raum voller fremder Menschen, kein Sitzplatz (so lange stehen bei einem nicht-mittanz-Konzert find ich sehr anstrengend), viele Reize/Eindrücke dazu dunkel, naß und windig. Aber der Hauptgrund war einfach: ich wollt allein sein.
Also blieb ich zuhause, ging zwar trotzdem kurz raus zu einem herrlichen Spaziergang im menschenleeren Park aber dann saß ich im Bett, mit Wärmflasche, einem Tee und las: "Leben aus den Wurzeln von Thoreau".
Göttlich. So schön! Allein die Vorstellung jetzt draußen in einer Menschenmenge zu stehen, ließ mich noch tiefer unter die dicke Decke rutschen und ganz bös schauen.
Das Glück der Intros :-)

Letztens fand ich einen Film, in dem der Hauptdarsteller auch ein Introvertierter ist. Gut der Film is teilweise sehr lahm und flach und blöd, aber allein für die Hotelszene lohnt es sich fast ihn doch anzuschauen.
Ich hab so gelacht.
Ich konnte den jungen Mann so gut verstehen.
Nett ist auch (und für Intros nur zu gut bekannt) wie seine Umwelt reagiert: er müsse sich behandeln lassen, er sei ein Freak ect..
dabei hat seine Umwelt die größeren Macken...

Wer mag, schaut hier:
https://youtu.be/bkiFkDx0leU

Freitag, 20. November 2015

Nur eine Geschichte

Eines Tages kam Thomas Edison von der Schule nach Hause und gab seiner Mutter einen Brief.
Er sagte ihr:" Mein Lehrer hat mir diesen Brief gegeben und sagte mir ich solle ihn nur meiner Mutter zu lesen geben."
Die Mutter hatte die Augen voller Tränen, als sie dem Kind laut vorlas:" Ihr Sohn ist ein Genie. Diese Schule ist zu klein für ihn und hat keine Lehrer, die gut genug sind, ihn zu unterrichten, bitte unterichten Sie ihn selbst."

Viele Jahre nach dem Tod der Mutter, Edison war inzwischen einer der größten Erfinder des Jahrhunderts, durchsuchte er eines Tages alte Familiensachen. Plötzlich stieß er in einer Schreibtischschublade auf ein zusammengefaltetes Papier.
Er nahm es und öffnete es. Auf dem Blatt stand geschrieben: "Ihr Sohn ist geistig behindert. Wir wollen ihn nicht mehr an unserer Schule haben."

Edison weinte stundenlang. Dann schrieb er in sein Tagebuch:
Thomas Alva Edison war ein geistig behindertes Kind. Durch eine heldenhafte Mutter wurde er zum größten Genie des Jahrhunderts.

Donnerstag, 19. November 2015

Das Glück geht barfuß

Letztens bei der Wanderung, kam ich auf dem Weg zurück zum Bahnhof am Barfußpfad vorbei. Natürlich musste ich das machen. I love it.
Die Füße die stundenlang eingepfercht in den klobigen Wanderstiefeln vor sich hin schwitzten freuten sich, welch Wohltat, welch Erfrischung!
So tappste ich über Steine, Tannenzapfen, Sand, Mulch...um zum Schluß die Füße in den kalten Schliersee zu stellen. Mitte November. TOLL!


Zuhause fiel es mir ein: Mensch, wär ich doch eher auf die Idee gekommen, die Schuhe auszuziehen. Der Abstieg von der Ruine war dafür ideal: Ein ausgetretener Waldpfad, nur feste Erde und dazwischen paar große, runde Steine und Wurzeln. Sehr uneben. Mit den dicken Wanderstiefeln, deren Sohle fast nicht biegsam ist, kostete das unnötige Konzentration und Kraft. Ich verspanne da immer sehr, finde, das ich zuwenig Halt habe. Was ja auch stimmt.
Wie anders wäre es barfuß gewesen: der Fuß hätte sich an die Unebenheiten angepaßt, die Zehen hätten Halt gefunden und ich wäre entspannter  und frischer geblieben (vor allem am Fuß).
Das muss ich im Frühjahr unbedingt ausprobieren.

Ach überhaupt sag ich mir jedes Jahr, dass ich doch mehr barfuß gehen will und immer vergesse ich es.
Nicht so gestern, da erinnerte mich jemand dran, denn ich hatte ein sehr großes Loch im Socken. Also weg damit. Immerhin haben wir weiter sonnige 15 - 20 Grad, selbst heute morgen waren es 13!
Zumindest in der Wohnung kann ich heute noch barfüßig vor mich hin tappsen und später vielleicht noch ein kurzes Stück im Wald.
Ich freu mich drauf!

Mittwoch, 18. November 2015

Diese Welt gehört uns allen

Ein junger Bayer hat angesichts der Anschläge in Paris ein Lied geschrieben, das heute morgen im Radio lief.
Ich finde die Stimme (und natürlich den Inhalt, obwohl ich sehr selten Lieder auf deutsch mag) wunderschön!

Anhören.
Weiterteilen.
Peace.

https://youtu.be/jEpmfYUI8zM

Dienstag, 17. November 2015

Der Berg ruft!

 Gestern endlich eine kleine Wanderung geschafft, die ich schon so lange machen wollte.
Aber wenn man sich nicht auf den Körper verlassen kann und oft schon der Parkspaziergang zuviel ist, lässt man solch Ausflüge dann doch lieber.

Gestern gings los.
Mit dem Zug zum Schliersee und dann ab auf den Hügel:
http://www.auf-den-berg.de/wandern/bayern/wanderung-zur-ruine-burg-hohenwaldeck-am-schliersee/
Reine Gehzeit ohne Pausen ca. 1,5Std.

Das beste: Nur oben an der Ruine waren paar Menschen, ansonsten kein Mensch zu sehen.
Ich schaffte es sogar noch, dann am See (nochmal gut 1 Stunde) entlang zurück zum Bahnhof zu laufen.

Ich war happy!
Ich fühlte mich saugut!
Frisch, voller Tatendrang, Blutdruck stabil, keine Verkrampfungen in den Beinen.
Selbst heute KEIN Muskelkater (normalerweise hatte ich nach solch einer Wanderung mindestens 3 Tage höllische Schmerzen in den Beinen und war kaum bewegungsfähig!)
Hatte den Tag davor und gestern abend die Oberschenkel mit Magnesiumchlorid eingeschmiert. Half!
Ansonsten auch kein totaler Überhänger. Klar ich merke, eine leichte allgemeine Müdigkeit, auch ein wenig in den Beinen, aber nicht diese extreme Abgeschlagenheit wie sonst.

Ich bin weiter happy!
Hier noch was zum Magnesium:
 http://www.medical-tribune.de/home/news/artikeldetail/ohne-magnesium-substitution-ist-kein-beschwerdefreies-leben-moeglich.html?no_cache=1

Es wird gesagt, wie wichtig Magnesium für die ATP, also Energiegewinnung ist!

Sonntag, 15. November 2015

Herbststurm

Draußen rüttelt und schüttelt der starke Wind die letzten Blätter von den Bäumen UND bringt saugute Luft.
Wie ich gerade gemerkt habe. Natürlich bei einem langen Spaziergang. Es ist einfach zu schön, wenn die Beine einfach laufen. Und laufen. Und laufen. Als ob die neu wären oder mit Unterstützung. So wie ein Elektrorad.
Zumal ich mir eine Wanderhose gegönnt habe. Passt perfekt, schön elastisch, nicht zu eng, nicht zu weit, da macht es natürlich noch mehr Spaß!

Auch meinem Asthma tut die Bewegung natürlich gut. Da tut sich einiges. Ich war ja noch nie begeistert von dem Spray, hab es auch schon lange nicht mehr genommen. Für mich hat das sehr viel mit der Histaminintoleranz zu tun. Und je mehr ich da aufpasse, desto weniger Beschwerden, is klar.

Und während ich so den Hügel hochkraxelte dachte ich an eine bestimmte Sache und bat um ein Zeichen. Das auch prompt kam. Sehr laut und erschreckend. Damit werde ich mich jetzt gedanklich ein wenig beschäftigen. Es geht um die Zukunft ;)

Aber erstmal genüßlich einen Chai Latte trinken, obwohl ja Schwarztee bei HI nicht gut ist. Ich weiß noch nicht ob der extreme Blutdruckabfall gestern nachmittag damit zusammen hängt. Ich probier es aus.


Samstag, 14. November 2015

Wohlgefühl

Heute wieder ein langer Spaziergang. Obwohl es mir nicht ganz so gut ging, wie letztes Wochenende. Zum Schluß war ich arg schlapp und die Beinmuskeln schmerzten, altbekanntes Bild.
Aber ansonsten fühlt sich die Verbesserung wundervoll an. Wenn der Körper wieder kraftvoller wird und mehr Spannkraft hat....erstaunlich! Ich gehe aufrechter und spüre mich auch wieder viel besser. Einfach toll!

Auch sonst fühle ich mich heute einfach nur wohl. Was das aus macht, wenn ich wieder mehr in mich gehe, meine Bedürfnisse wahrnehme und erfülle, bei mir bleibe und nicht zuletzt tolle Literatur von starken Frauen lese.
Das wirkt nach. Ich denke nach. Schreibe viel. Spüre in mich. Entdecke neues und altes.

Lesend, malend, Rätsel lösend, strickend und bald mal wieder puzzelnd (freu mich schon drauf!) bringt mich konzentrierend wieder in mein Zentrum, zentriert mich wieder. Die vielen Spaziergänge erden mich noch dazu.
Letztens auf einem Hügel den wunderbaren Sonnenuntergang bestaunt, dabei auf der Wiese hockend, mit Maulwurfhügelerde gespielt und dabei wunderbar ruhig geworden.
Natur, meine beste Therapie!

Sonst noch?
Jaaaaaaa, neu entdecktes Lieblingsgetränk: Chai Latte!
Letztens beim Inder das erste mal gekostet. Heute zuhause nachgekocht.
Moah, zum reinlegen! Ideal für diese Jahreszeit.

Freitag, 13. November 2015

Was brauchst Du wirklich?

Der ein oder andere mag von dem Film MY STUFF gehört haben.
Worum gehts?
Ein Selbstversuch:
Ein junger Finne ist unglücklich. Seine Freundin ist weg, aber seine Wohnung voll. Was tun? Ganz einfach: alles was man an Gegenständen besitzt einlagern. Ja alles. Auch den Kühlschrank und ALLE Klamotten.
Regeln:
Jeden Tag darf nur 1 Ding wieder geholt werden.
Es darf nichts  gekauft werden.
Dauer: 1 Jahr.
Es ist ein ruhiger Film, klar es geht ja auch um das Innere. Um die Frage: Was brauche ich wirklich? Ich selbst fragte mich ziemlich oft, während ich den Film sah: Was würde ich jetzt mitnehmen? Die Zahnpasta oder das Handy? Den Staubsauger oder ein Buch?
Sehr rührend auch sein Umfeld, wie es reagiert. Sehr menschlich und humorvoll. Es macht Spaß diesen Mann in seinem Selbstversuch zu begleiten.

Und wer jetzt sagt: Uija den Film will ich auch sehen:
Kein Problem, ich verschenke die DVD.
Wer sie haben will, einfach bis Sonntag den 15. November 2015 24 Uhr hier einen Kommentar hinterlassen. Melden sich mehrere entscheidet das Los.
Also los!

Donnerstag, 12. November 2015

Heißer Gewinn

Ich sitz hier tatsächlich, Mitte November barfuß, im Spaghettiträgershirt und 3/4 Hose. Und nein, die Heizung ist nicht an.
Na gut, soll man ja das beste draus machen und noch ein wenig Farbe ins Gesicht holen ;)

Und dann hab ich tatsächlich mal was gewonnen.
Ich mag ja Gewinnspiele nicht so, weil ich mir denke, dass die ja eh nur meine Adresse wollen, die weiterverkaufen und ich dann massenhaft Müll im Briefkasten hab.
Bei diesem Spiel hatten die aber eh schon meine Adresse, also wars wurscht und ich gewann einen Trostpreis.
Eine Zeitschrift. 1 Jahr lang.
Titel: Places of Spirit.
Also was für die Reichen. Da gibt es kein Ding unter 500 Euro! Nicht mal ne kleine Handtasche. Ah stimmt nicht, ich fand ein Tic-Tac-Toe (genau das Strategiespiel mit Kreuz und Kreis) für lächerliche 450 Euro!
Klar, die Wohnungseinrichtungen sehn schon toll aus. Und das Chalet in den Bergen (vor allem die schöne Badewanne mit freiem Blick in den Wald/Himmel/Gipfel) würde ich jetzt auch nicht verachten.
Aber mehr auch nicht.
Das Wc, daß das heilige Popöchen mit einem warmen Wasserstrahl reinigt UND danach wieder trocken föhnt, ist....nett?
Aber den tollen Kicker...den... ja den hätt ich gern (SCHERZ!) immerhin sind da die Fußballerfigürchen mit 24-karätigem Gold verziert!

Schade ums Papier. Schade um all die Mühen, Kosten und andere Ressourcen für so viel Oberflächlichkeit.

PS: und dann wüßt ich mal gern, wer mich aus Schweden gestern angerufen hat ?!???

Mittwoch, 11. November 2015

Unterwegs

Letztes Wochenende konnte ich wieder eine große Spazierrunde gehen.
Da bin ich gut 1,5 Std. unterwegs, inkl. 10-15mins Sitzpause.
Ohne Schlappheit. Ohne extremen Blutdruckabfall. Ohne übermäßigem schwitzen. Ohne Gangunsicherheit. Ohne eingeschränktem Gesichtsfeld.
Nach ca. der Hälfte war mir so froh zumute, dass mir ein altes Kirchenlied einfiel, das ich sehr mag. So trällerte ich das vergnügt dahin.
Als ich zuhause war, gab es eine kurze normale Pause und dann war ich den restlichen ganzen Tag fit!
Ich bin über solche Tage immer noch überglücklich! Ich kann das gar nicht in Worte fassen, was das für mich an neuer Lebensqualität bedeutet!

Gestern dann wollte ich wieder hinaus. Ich war fit, das Wetter bombastisch toll (bis auf starken Wind) und ich hatte keine Termine. Hm wegfahren und wo wandern? Ne ich wollte radeln (trotz Wind) und so radelte ich eine Strecke, die ich vor Jahren als es mir noch besser ging, auch erst 2x fuhr.
Ich war 3 Stunden unterwegs. Mit 3 Pausen, die zusammen eine halbe Std. ergaben. Keine Menschen, eine ebene Strecke, tolle Landschaft, Sonne satt, Wärme noch dazu und einfach die pure Glückseligkeit, dass mir auch hier ein Refrain einfiel, den ich ebenso dann vor mich hinsang.
Diese Stärke wieder in einem zu spüren, die Kraft, das Fitsein - unbezahlbar!
Und das Beste heute: KEIN Muskelkater! Normalerweise hatte ich den bei meiner alten Arbeitsstelle schon, wenn ich da paarmal vom Keller in den 2.Stock ging, da konnte ich am nächsten Tag kaum laufen vor Schmerzen. Heute? Nix! Für mich ein Hinweis, dass Muskelkater weder winzigste Muskelrisse sind, noch was mit Übersäuerung im Muskel zu tun haben, sondern schlicht Verkrampfungen (und somit Magnesiummangel) sind.
Ich sag's nochmal: Magnesiumchlorid als Öl wird am besten über die Haut aufgenommen!

Ich bin glücklich!

Auf einen Post den ich kürzlich sah, möchte ich noch hinweisen, weil ich mich darin so gut wiederfinde:
http://www.symptome.ch/vbboard/cfids-cfs-me/98892-methylierungszyklus-geht-mir-besser.html
gleich der erste.
Der Hocker zum duschen/kochen wäre bei mir auch bald eingezogen, weil selbst das lange stehen am Herd manchmal einfach zuviel war.

Und weil mir vor paar Tagen, als es mir nicht so gut ging, ich mir was gutes tun wollte, bestellte ich mir mal wieder ein Buch von Luisa Francia.
Diesmal: Die 13.Tür. Und da Vorfreude die schönste ist, werde ich auch erst morgen anfangen zu lesen.
Passend am Freitag, den 13. 

Dienstag, 10. November 2015

Blinde Wut

Der Fernsehfilm des ZDF ist mehr als sehenswert:

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2588066/Silvia-S.---Blinde-Wut#/beitrag/video/2588066/Silvia-S.---Blinde-Wut

Da wäre die Schauspielerin Maria Simon, die ich sehr sympathisch finde und die unglaublich gut spielt, egal in welcher Rolle.

Ich hab mich darin sooft wieder erkannt. Zum einen die Großmutter, immer mit Sticheleien zur Hand, immer Abwertungen aber schön subtil, nie macht man etwas gut genug, andere sind immer besser.
Auch wie sie zu ihrem Schwiegersohn meint, dass man sie (also die Tochter) lassen solle, ihr jetzt nicht helfen, weil sie sonst immer so weiter macht (und das in einer Phase in der es der Frau ganz offensichtlich extrem schlecht ging), erinnert mich an meine eigene Familie, die mich in den schlimmsten Zeiten immer abschob: kriegt sich schon wieder ein, bockt halt rum, wird schon wieder. Keine Hand. Keine Hilfe. Keine Zuwendung. Und das nicht als Erwachsene, sondern alleingelassen als Kind.

Dann aber auch die Mutter selbst, die nur noch alles richtig machen will und vor allem einfach geliebt werden will, vor allem von ihrer Tochter und diese fast dazu zwingt. Auch meine Mutter merkte nicht, wie unpassend und hohl ihre angeblichen Liebesbekundungen waren (meist im Suff). Und es eigentlich dauernd nur um sie ging.
Erstaunlich wie das Filmkind auch mal schroff reagiert, ihre Mutter wegstößt und ihre Meinung sagt. DAS hab ich mich nie getraut. Dafür war ich schon zu gut konditioniert.
Die Tochter an sich, als Persönlichkeit zählt nicht, sondern nur als Objekt das die Mutter endlich lieben soll, damit diese ihre Leere/Einsamkeit/Angst nicht mehr spüren muss.
Das ist narzisstischer/emotionaler Missbrauch.
Eine gute Zusammenfassung von dem Film gibt es hier:
http://www.main-echo.de/ueberregional/kultur/art7133,3864242

 Jedenfalls wenn man in einem narzisstischen mißbrauchenden Umfeld aufwächst, wird man (logisch wie ich finde) coabhängig: Wenn ich nur alles richtig mache, mich so verhalte wie es dem anderen gefällt, dann endlich werd ich richtig gesehen, ich als Mensch, als Tochter von ihr.
Doch egal wie man sich verhält, der ersehnte Blick mit dem Glanz in den Augen kommt nie. Weil bedinungslose Liebe zwischen Kind und Eltern heißt: ich liebe dich. Einfach weil du mein Kind bist. Das schafft Identität.
Aber egozentrische Eltern können das nicht (ein sehr gutes Buch: Kinder egozentrischer Eltern von Nina Brown)

Erschreckenderweise findet man später immer wieder solche Menschen in seinem Umfeld, die einen genauso wieder mißbrauchen. Diese Menschen fühlen sich von der Aufmerksamkeit und Hingabe des Coabhängigen wohl, sie werden genährt, ihre Leere gestillt. Energievampire.
Da heißt es Vorsicht, nicht in die Falle tappen.
Meine Beobachtung: Wenn man immer von Narzissten umgeben war, wird man coabhängig, wenn man diese Coabhängigkeit heilt und wieder mehr auf sich selbst schaut, heraus findet was man will und möchte, seine Gefühle achtet, tappen viele in die nächste Falle (wie ich leider feststellen musste): dass sie auch hier wieder übertreiben, ins andere Extrem rutschen und NUR NOCH sich und ihre Gefühlswelt, ihre Befindlichkeit, ihr Wollen sehen. Sich selbst extrem wichtig nehmen und sich alle anderen unterordnen müssen.
Man wird extrem sensibel, hat keine Frustationstoleranz, kann nichts mehr aushalten, erwartet, dass andere ständig Rücksicht auf ihn nehmen und spürt selbst die Erbse unter 7 Matratzen. Sein Fokus ist so sehr auf sich selbst gerichtet, dass er jeden Lufthauch, jedes kratzen, jede Unverträglichkeit, jeden Ton übergroß registriert.
Man ist hochsensibel.
Es kann aber auch Hochkränkbarkeit genannt werden, wie dies Achim Zinke tat:
http://www.comere.de/pdf/eingebildet_hochsensibel.pdf

 http://www.ideenlese.de/2014/07/gentest-fuer-hochsensible-narzisstische-persoenlichkeitsstoerung/

Ich möchte nicht behaupten, dass das immer und bei jedem so ist.
Ich finde das nur sehr interessante Überlegungen.
Und keine Frage, ich fass mich da mal selber an die Nase und schau wie das so bei mir ist.
Die Frage war eigentlich zu anfangs:
Wenn ich ständig von Narzissten umgeben bin, entsteht auch in mir eine Leere, eine narzisstische Wunde,  weil ich nie wirklich gesehen, unterstützt, geliebt, werde. Also zumindest nie um meiner selbst willen, nur wenn es dem anderen nützt/gut tut.
Damit ich selber also auch mal zu irgendeinem Kuchenkrümel komme, muss ich dann nicht auch narzisstisch werden, damit ich wenigstens etwas abbekomme?
Kann man diese Familienspirale durchbrechen, wenn ja wie?

Da narzisstischer Missbrauch immer noch zu unbekannt ist
und man endlich auch öfter mal hören sollte, dass es nicht nur die bösen Väter, sondern auch böse Mütter gibt (diese Vorstellung ist noch zu selten in den Köpfen, eine Mutter liebt doch ihre Kinder!!) hier nochmal eine sehr gute Seite:
http://www.narzissmus.org/heilen.php

Sonntag, 8. November 2015

Aufwachen und lachen

Die Bücher/Arbeit von Safi Nidiaye find ich ja toll.
Auflösen der Identifikation mit Gefühlen/Gedanken.
Ich habe das früher schon immer mal geübt, aber nun völlig vergessen.
Kein Wunder, dass ich in meiner Wut/Beschimpfungen (im stillen nicht an die Person gerichtet) und Rachephantasien hängen blieb.
Ich kam und kam da nicht raus. So sehr ich mich aus der Identifikation lösen wollte, die Verkrampfung im Körper und Unruhe und das Leid blieb.

Bis ich mich hinsetzte und einfach aufschrieb was da grad so in mir los ist.
OHNE Be/Verurteilung. Und da kam es nochmal, dass sooooviel alte Wut dabei ist....und DANN fiel es mir endlich auf:
Ich war völlig im (hilflosen/ohnmächtigen) Kindanteil.
Ich war gefühlt wieder das Kind, das man so mies behandelt hat.
Als ich dann bewußt in den Erwachsenenteil ging und auf das verletzte, wütende Kind sah...ging alles ganz von allein.
So leicht war es...so einfach...
und ja jetzt weiß ich warum die Autorin  den Buchtitel *Aufwachen und lachen* nannte.
Ich lachte auch. Ob der Befreiung. Der Freiheit. Der Einfachheit.

Allein das Erkennen und auch das da-sein-dürfen der Gefühle war wie Schmetterlinge im Bauch.
Ach ich könnt ewig darüber schreiben, aber ich muss mir noch mehr anschauen was sich so in letzter Zeit angesammelt hat und was ich verdrängt und nicht haben wollte.

Das beste ist sowieso: Lesen, ausprobieren, erleben!
(wobei ich das Buch *Herz öffnen statt Kopf zerbrechen* fast besser finde)

Freitag, 6. November 2015

Umgang

Umgang mit Trigger:

Das wichtigste: erkennen und bewußt wahrnehmen (ohne beschönigen oder verleugnen "da is doch nix, das macht mir gar nix aus, is doch alles halb so schlimm") dass ich getriggert bin.
Das alte Verwirrungen, Wut, Ohnmachhtsgefühle da sind. Und zwar sehr stark.

Das innere zittern is mit das beste Erkennungszeichen bei mir. Ich hass es, will es aber nicht mehr so wie früher nur weg haben. Wenn ich das will, hab ich wieder allerschlimmste Panikattacken mit äußerem zittern.

Nicht in blinden Aktionismus fallen. Schon was tun, aber im normalen Tempo, auch mit Unterbrechungen wenn irgend ein Gefühl grad zu stark wird.
Mich konzentrieren auf das was ich tue. Bewußt wahrnehmen was man spürt, riecht...
Gnädig mit mir umgehen und keine Höchstleistungen von mir verlangen.
Zu nichts zwingen, weder essen noch schlafen. Einfach das tun wonach mir eben ist (andere brauchen genau das Gegenteil: einen festen Rahmen, das muss jeder selbst probieren).
Gefühle anschauen, spüren, Gedanken dazu aufschreiben, so wenig wie möglich wegdrücken, auch wenn das sehr verlockend ist. Aber sonst, siehe Panikattacken.
Gut für mich sorgen, sei es eine Lieblingskleidung anziehen, nochmal duschen, einen besonderen Duft auflegen, in einem bestimmten Buch blättern, Räucherstäbchen anmachen, spüren was ich trinken (im Moment Bananenmilch, das trink ich höchstens 2x im Jahr) oder essen will.
Mit verschiedenen Anteilen arbeiten, inneres Kind oder Jugendlicher...oder sich die Gefühle einzeln als Wesen anschauen, sich ausmalen wie die aussehen, mit ihnen reden (aus der Identifizierung aussteigen).

Und Bewegung, mal schneller, mal gemütlich. Zum Glück ist es hier heut und die nächsten Tage sehr warm, bis zu 20 Grad nochmal. und wenn ich 3x am Tag losgehe oder radel, es ist in Ordnung. Wenn es mir hilft.

Inzwischen funktioniert das sehr gut. Ich kann mich noch gut an die zusammen gestöpselten Listen *was mir gut tut* erinnern, die wir in der Klinik aufschrieben.
Damals dacht ich nur: "was soll so ne poplige Duftkerze mir helfen?"
Damals gab es noch so heftige Zustände, dass ich da völlig hilflos drin verfangen war. Da kann ich heute eher Abstand davon nehmen, nicht so panisch werden und tatsächlich die Duftkerze genießen, trotz heftiger Gefühle.

Donnerstag, 5. November 2015

Freundschaft

Entweder mutiere ich zum Arsch...
oder die anderen (sind es schon)...
oder ich hab nicht nur blinde Flecken, sondern ganze Scheuklappen die nun wegfallen...

Mein Freundeskreis verändert sich derzeit.
Nachdem ich vor einigen Wochen sogenannten ehemaligen "bestfriend" die Freundschaft kündigte (einfach weil ich sah wer er eigentlich wirklich ist und ich damit nichts mehr anfangen konnte) steht nun die nächste Freundschaft auf kippeligem Grund.

Ich war von T's Verhalten, vor wenigen Tagen,  sehr gekränkt. Traurig und enttäuscht. Ja es riss eine alte Wunde in mir auf:
Es nicht wert zu sein. Nicht wichtig zu sein.
Das sehe ich sehr wohl. Durch das nachdenken darüber fragte ich mich auch: Ist das noch eine Freundschaft? Wie definiere ich Freundschaft? Was braucht es für mich dazu? Was erwarte und will ich von einem Freund, der sich so nennt? Bin ich es mir wert, mich so behandeln zu lassen?

Und es kam, dass ich (wieder einmal) sah, dass von T. einfach sehr wenig bis gar nichts kommt. Sie zeigt mir nicht, dass ich ihr wichtig bin. Sie sagt es nur. Sagen kann ich auch viel. Sie nimmt sehr oft. Aber geben? Und der letzte Klopper von ihr war einfach zuviel, vielleicht das i-tüpfelchen. Die letzte Belastung um einen Bruch zu erzeugen. Beim letzten Strohhalm brach der Esel zusammen, oder so.
Im Grunde habe ich mir wieder eine "Schwester" gesucht. Sie verhält sich genauso ausbeuterisch und egozentrisch wie meine Schwester.

Eigentlich fühlt es sich wie eine Befreiung an, wenn ich mir vorstelle auch diese Freundschaft zu kappen.
*Eigentlich* deswegen weil natürlich Ängste auftauchen: dann steh ich alleine da (ja vielleicht muss das nun so sein, es kann aber auch ganz anders kommen)..wenn du so hohe Ansprüche an andere hast, das kann nicht klappen (sehe ich nicht so, ich kann dem anderen seine Macken schon lassen, aber ich muss auch schauen was für mich noch akzeptabel ist und was nicht)...usw...

Mal sehen was draus wird.



Mittwoch, 4. November 2015

Wende

Unglaublich. Gestern nachmittag kam die Wende.
Ich war fit. Ging spazieren, als ob es die letzten schlimmen Tage nie gab.
Als ob ich jeden Tag arbeiten ginge und Sport treibe.
Heute morgen aufgewacht und ich war wieder absolut klar im Geist. Das ist unglaublich. Kein Funken Müdigkeit. Stimmung normal, Antrieb vorhanden (und wie!).
Was hab ich gemacht? Ein Natronfußbad und einen Leberwickel. Und die Lebertabletten abgesetzt (ich glaub die waren zuviel des guten).
Diese extremen letzten Tage, inkl. übelster Selbstmordgedanken (was ich auch schon ewig nicht mehr hatte! Im übrigen nehm ich diese nicht ernst und verdränge solche Gedanken regelrecht, einfach weil ich weiß, dass ich leben will, dass ich nur den Zustand nicht mehr haben will UND ich will nie mehr in diese Situation geraten in der ich es wirklich vorhabe oder gar tue! Never ever!!!) also diese üblen Tage waren eine heftige Entgiftungsphase.

Ich vergess immer, dass ich ja Dinge einnehme die eben vieles im Stoffwechsel anregen (Methylisierungsprozesse, wodurch die jahrelang brachliegende Entgiftung angekurbelt wird) ) und das ist kein Hokuspokus, das wirkt ganz enorm.
Und es läuft nicht stetig und nicht wann und wie ich will, sondern wie es eben der Körper macht.

Heute: Von Depri keine Spur. Ich saugte und wischte meinen Boden, brachte die Küche auf Hochglanz und machte einen Großeinkauf. Dabei fiel mir auf, dass ich tatsächlich einen immensen Ehrgeiz entwickelt habe, eigenes Geld zu verdienen, um von dieser "Tafel" wegzukommen. Die nervt nämlich ziemlich.

Aber auch Vorsicht. Nicht gleich die ganze Kraft verpulvern...
deswegen mach ich mir jetzt was zu essen, leg mich dann eine halbe Stunde hin, genieße dann einen Kaffe mit Gebäck und werde mir dann noch neuen Lesestoff holen.

Und die ganze Zeit mich freuen..... ;-))

Dienstag, 3. November 2015

Minimal besser

So kaputt war ich schon lange nicht mehr.
Dass selbst der Gang zum Briefkasten mich in Schweißausbrüchen versinken lässt.
Jeder Reiz zuviel. Und sei es nur ein Tick zu laute Musik. Am besten ist eh grad Stille.
Und ein wenig lesen. Und ganz viel dösen.
Die Laune ist wieder etwas besser. Die Disziplin der Gedanken hilft wirklich. Nicht zu sehr in das schwarze Loch mitreißen lassen.

Heute werd ich noch bei meinem Hausarzt anrufen, weil ich seit Wochen Schmerzen in Nacken, Rücken, Schulter hab und inzwischen auch Kopfweh. Wärme, Gymnastik ect. hilft nicht wirklich.
Obwohl ich jetzt den Streß eines Arztbesuches nicht gebrauchen kann, hoff ich doch, dass er mir helfen kann. Denn der ständige Schmerz zerrt auch an den Nerven.

Und wenn D. mal wieder an meinen Nerven zerrt mit seinen üblichen Projektionen-Kloppern werde ich nicht mehr versuchen das klar zustellen/aufzudröseln oder zu erklären, sondern einfach kurz und knapp antworten. Alles andere hat keinen Sinn.

Gestriges Beispiel:
Wir raunzen uns kurz an, weil ich ihm kurz mitteilte was mich an ihm nervt. Einfach weil ich das loswerden wollte, ich hatte nicht den Anspruch ihn zu ändern oder so. Jeder hat so seine Macken
Das war schnell geklärt und gut wars. Aus vorbei vergessen.
Er meinte dann aber weiter ich könne ruhig sagen was mich stört und nicht so rumeiern.
Ich: ??? (diese Klärung war so klar und un-ge-eiert wie noch irgendwas!)
Ich: wirklich, da war nicht mehr.
Er: ach er weiß auch nich, denke mir oftmals das du nicht wirklich sagst was dich beschäftigt bzw. was los ist.
Ich: ????????
Heutige Antwort: Ich kann dir versichern, dass da nicht mehr war.
Und ihm nicht erklären, dass ich natürlich nicht immer und alles sage was mich so beschäftigt, wer macht das schon??? Oder sonst irgendwie drauf einsteigen...Auf so eine schräge Kommunikation hab ich schlicht und einfach kein Bock mehr.