Montag, 19. Oktober 2015

Stop dem Grübelzwang

Ich denke ja gerne und viel.
Mein Leben findet hauptsächlich im Kopf statt (ist im übrigen umweltschonend und billig :-))
Aber heute kam mir so die Idee, dass ich das gerne auch mal übertreibe.
Vor allem beim Grübeln.
Wenn ich zu abgehoben nachdenke, also über mein Leben im Ganzen oder wie mein Leben werden soll, dann bekommt das Ganze ein Gefühl der Schwere, der zu ernsten Ernsthaftigkeit, der Depression.
Ich drehe mich im Kreis. Und meine nur eine große Aktion wie Umzug oder sonstiges besonderes reißt mich da heraus. Aber auch dann kommt er irgendwann wieder: der graue Alltag.

Mir tut es gerade sehr gut, nicht zuviel nachzudenken. Das hat nichts mit Verdrängung zu tun. Sondern mit dem Maß aller Dinge.
Gestern war wieder alles so aussichtslos, langweilig, öde, leer. Und ganz disziplinlos ließ ich mich bisher da immer hinein fallen, anstatt Stop zu sagen und mich zu fragen: WILL ICH DAS ÜBERHAUPT?

Wir sind mehr als unsere Gedanken!

Jetzt schaue ich nicht was ich im Großen verändern kann. Ich bleibe nicht im Unkonkreten, im verwaschenen *was sein könnte*.
Sondern im Kleinen. Im Jetzt. Im Heute bleiben. Wieder ein wenig Leichtigkeit rein bringen. Das Leben läuft auch von allein weiter, ohne dass ich mir den Kopf darüber zerbreche.

Also backe ich einen Kuchen, höre südamerikanische Musik oder schaue mir was lustiges im Netz an.
Denn mal ehrlich. Daraus besteht doch das Leben: aus vielen verschiedenen Tagen, Unternehmungen, Gefühlen...

Damit nehme ich der Depression den Wind aus den Segeln. Und statt zu planen, lebe ich einfach.
Gut fühlt sich das an! Sehr gut!

Kommentare:

  1. Schön! Klingt sehr gut, so versuche ich das auch Tag für Tag.

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  2. Eben, funktioniert das auch ?
    Ich bin noch nicht so weit, würde aber gerne . . . ich beneiden jeden, das das Gedankenkarussel anhalten kann, zumindest für eine kleine Weile.
    Manchmal gelingt es mir tatsächlich-kurz.

    Liebe Grüße

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  3. Hallo Jutta!
    Ich erinner mich an eine Imaginationsübung in der es um den inneren Beobachter geht. Man sieht also von außen auf seine Gedanken und Gefühle drauf und nimmt die einfach wahr: Aha jetzt denke ich an die Arbeit. Aha jetzt beschäftige ich mich mit meiner Kindheit. Das alles möglichst ohne Bewertung oder Urteil.
    Erst in 2. Schritt kann ich dann fragen: will ich das?
    Ich finde es dann realtiv leicht aus der Identifikation mit Gedanken und Gefühlen auszusteigen.
    Wir sind mehr als unsere Gedanken ;)
    Viel Spaß beim versuchen/üben!

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