Mittwoch, 28. Oktober 2015

So sein, wie man ist.

Also zur Zeit gehts wieder rund in meiner Seele.
Aber angenehm. Viele Themen die da so hochkommen und ich auch Interesse und Spaß daran habe die anzuschauen und zu *bearbeiten*.

Und eines davon ist: Die lieben Mitmenschen.
Hab ja in letzter Zeit schon gemerkt, dass ich wieder viel mehr allein sein muss und auch drauf achten muss, dass ich auch gedanklich mehr Abstand halte.
Ansonsten wurde ich sehr aggressiv. Aber nur innerlich. Bei mir muss sehr viel passieren oder es muss mir schon sehr schlecht gehen, bis ich jemand anderen wirklich attackiere.

Jedenfall fällt es mir im Moment sehr leicht, nicht immer nett zu allen zu sein.
Beispiel Tafel. Da gibt es Menschen, die sind sehr sehr einsam (die kennt man nur vom sehen dort, sonst trifft man sich nicht) und quatschen einen mit ihren intimsten Infos zu. Egal ob man wegschaut, die Arme verschränkt, nicht antwortet ect. (allein diese neuen Verhaltensweisen auszuprobieren war heilsam, entspannend und ja hat Spaß gemacht. Einfach weil ich sonst immer viel zu viel auf andere eingehe, nett bin, Verständnis habe...und wer bleibt auf der Strecke? Ich.
Menschen mit denen ich nichts zu tun haben will, brauchen mich auch nicht zumüllen. Ich habe das Recht wegzugehen, zu sagen dass sie mich in Ruhe lassen sollen oder sonstiges.
Dieses Gefühl ist WOW.

Oder heute der Postbote. Nein ich nehme nicht die 5 Päckchen für die Nachbarin entgegen. Punkt. Ohne Erklärung (wie sonst).
Da juckt mich auch nicht der leidige Blick und der Seufzer des guten Mannes. Mei ist halt dann Pech. Muss er halt wieder runtertragen.
Ich bin nicht ständig für das Glück anderer verantwortlich.
Ich will nicht mehr schauspielern.
Ich will nicht mehr unauthentisch sein.
Oder auf gut deutsch: Ich will nicht mehr rumheucheln.
(Das war übrigends nicht das Thema von gestern, da ging es um was anderes.)
Ich darf auch mies gelaunt und genervt von den Leuten um mich sein.

Was jetzt nicht heißt, dass ich der weibliche Part von Jack Nicholson werden muss. Aber so seine grantigsten Rollen fand ich schon immer sehr sympathisch. Ein wenig Querulantentum schadet nicht.

Und diese Abgrenzung fühlt sich jetzt nicht mehr so jugendlich rebellisch an, sondern einfach authentisch, ausgeglichen.

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