Samstag, 31. Oktober 2015

Stell Dir vor es ist Krieg...

...und es gibt keine Waffen.

Letztens gelesen:
Deutschland gab letztes Jahr über 46 Milliarden Euro für die Rüstung aus.
Jetzt ist 46 Milliarden eine Zahl die man sich schwerlich vorstellen kann.
Aber hier ein Beispiel:
Du gewinnst jede Woche 1 Million Euro.
In 19 Jahren und 12 Wochen hast du dann deine ERSTE Milliarde beisammen.

Die USA gab 610 Milliarden aus und die 15 Länder mit den höchsten Millitärausgaben brachten insgesamt 1.426,5 Milliarden US-Dollar.

Alles natürlich nur zu unserer Sicherheit...

Nachzulesen im *Brennstoff*:
http://w4tler.at/brennstoff

Freitag, 30. Oktober 2015

Uiiii

Na sowas,
da verteile ich heute das Geld in die 3 Umschläge für kommenden Monat (das Geld für die 1.Woche kommt gleich in den Geldbeutel) und finde da noch einen 50,-Euro-Schein!
Hab mich schon gewundert, warum es gar so knapp war diesen Monat, musste sogar ein wenig Geld aus dem *Absoluter-Notgroschen-Umschlag* nehmen.
Jetzt weiß ich warum...

Na dann is ja alles gut :-)

Donnerstag, 29. Oktober 2015

Duster ist's

oh nöööö.
Heute so ein tiefschwarzer Depritag.
Komm mir vor wie: zurück in die Vergangenheit.
Alles bleischwer. Nix interessiert mich. Appetit? Fehlanzeige. Ich esse halt, weil mich Hunger nervt.
Müse. Sehr müde. Einfach nur müde.

Man kann fast schon sagen: Zum Glück kenn ich diese Zustände.
Ich habe nicht mehr die Panik von früher. Ich weiß, dass vergeht auch wieder.
Aber das tollste: Ich weiß was ich tun muss, damit das wieder vergeht:
Nicht zu sehr in dustere Gedanken hinein kriechen. Ablenkung ist erlaubt.
Die Depression ist nicht die einzigste Realität.
Dinge tun, die mich erden und in der körperlichen Realität halten: Hausarbeit, Körperpflege, spazieren gehen. Aber immer die Erschöpfung im Auge behalten, nicht zuviel zumuten.
Nicht zuviel Pc und nicht zuviel Zucker....

Gut Nacht...


Mittwoch, 28. Oktober 2015

So sein, wie man ist.

Also zur Zeit gehts wieder rund in meiner Seele.
Aber angenehm. Viele Themen die da so hochkommen und ich auch Interesse und Spaß daran habe die anzuschauen und zu *bearbeiten*.

Und eines davon ist: Die lieben Mitmenschen.
Hab ja in letzter Zeit schon gemerkt, dass ich wieder viel mehr allein sein muss und auch drauf achten muss, dass ich auch gedanklich mehr Abstand halte.
Ansonsten wurde ich sehr aggressiv. Aber nur innerlich. Bei mir muss sehr viel passieren oder es muss mir schon sehr schlecht gehen, bis ich jemand anderen wirklich attackiere.

Jedenfall fällt es mir im Moment sehr leicht, nicht immer nett zu allen zu sein.
Beispiel Tafel. Da gibt es Menschen, die sind sehr sehr einsam (die kennt man nur vom sehen dort, sonst trifft man sich nicht) und quatschen einen mit ihren intimsten Infos zu. Egal ob man wegschaut, die Arme verschränkt, nicht antwortet ect. (allein diese neuen Verhaltensweisen auszuprobieren war heilsam, entspannend und ja hat Spaß gemacht. Einfach weil ich sonst immer viel zu viel auf andere eingehe, nett bin, Verständnis habe...und wer bleibt auf der Strecke? Ich.
Menschen mit denen ich nichts zu tun haben will, brauchen mich auch nicht zumüllen. Ich habe das Recht wegzugehen, zu sagen dass sie mich in Ruhe lassen sollen oder sonstiges.
Dieses Gefühl ist WOW.

Oder heute der Postbote. Nein ich nehme nicht die 5 Päckchen für die Nachbarin entgegen. Punkt. Ohne Erklärung (wie sonst).
Da juckt mich auch nicht der leidige Blick und der Seufzer des guten Mannes. Mei ist halt dann Pech. Muss er halt wieder runtertragen.
Ich bin nicht ständig für das Glück anderer verantwortlich.
Ich will nicht mehr schauspielern.
Ich will nicht mehr unauthentisch sein.
Oder auf gut deutsch: Ich will nicht mehr rumheucheln.
(Das war übrigends nicht das Thema von gestern, da ging es um was anderes.)
Ich darf auch mies gelaunt und genervt von den Leuten um mich sein.

Was jetzt nicht heißt, dass ich der weibliche Part von Jack Nicholson werden muss. Aber so seine grantigsten Rollen fand ich schon immer sehr sympathisch. Ein wenig Querulantentum schadet nicht.

Und diese Abgrenzung fühlt sich jetzt nicht mehr so jugendlich rebellisch an, sondern einfach authentisch, ausgeglichen.

Dienstag, 27. Oktober 2015

Verständnis

Gestern abend schon (als ob ich es geahnt hätte!),
fiel mir ein, dass mir meine Therapeutin hin und wieder mal sagte (wenn ich über mich selbst schimpfte oder von irgendwelchen Macken, Gefühlen oder sonstigem von mir schwer genervt war und das einfach nur weghaben wollte) dass dies Verhalten oder jenes Gefühl einen Sinn hat oder hatte!
Es gab mal einen Grund warum man das ausbildete, tat oder immer noch tut.

Das landete sofort bei mir. War mir klr und verständlich, als ob ich das Wissen schon immer hinter einer dünnen Pappwand hatte und es deswegen so leicht zu mir durchdrang.

Egal was es ist, Kontrollitis, Perfektionismus, Antreiber, Abwertung das alles kam nicht einfach so.
Der Perfektionismus hat bei mir den Grund, dass ich dadurch meine, nie mehr abwertenden, kritisierende, blöde Kommentare zu hören, ich meine (unbewußt), dass mich dann ja jeder lieb hat.
Zum Beispiel.
Solche Dinge aufzudecken können höchst entspannend sein.
Man will dann diese Verhaltensweisen nicht mehr weg haben (dadurch wird es eh nur stärker), sondern gibt ihnen erstmal sowas wie eine Würde.
Man löst sich aus der Identifikation, man schaut von draußen drauf. Aha da ist ein Perfektionismus. Das schau ich mir mal an.

Nur so kann ich es mir erklären, dass ich so sanft und interessiert heute reagierte, als ein Freund mir heute mitteilte wie er mich wahrnimmt. Also eine Wahrnehmung, nicht alles an mir.
Es hat mich ein wenig betroffen gemacht und auch traurig.
Es stimmt schon was er da sagte. Und warum ich so bin, hat einen Grund. Den weiß ich auch. Und der macht mich traurig.

Gar nicht gut mitten in einer PMS-Phase. Eh schon weinerlich kann ich mich da wunderbar reinsteigern und mich in einen ziemlich desolaten Zustand hinein manövrieren.

Ich glaub ich geh einfach ins Bett...

PS: Im übrigen kann man mit dieser Sichtweise auch die Macken und Schrulligkeiten seiner Mitmenschen (und diese natürlich auch selbst) mit viel mehr Mitgefühl betrachten. Das finde ich sehr befreiend.

Montag, 26. Oktober 2015

Frieden, Freude, Bücher

Eigentlich bin ich ein sehr guter Kunde bei dem großen Onlinehändler aus dem Regenwald. Das Problem ist nur, dass man keine Sammelbestellung machen kann, z.B. bei Büchern. Jedes ist von einem anderen Verkäufer, daher will jeder Versandkosten, da wird das teuer...
Letztens habe ich meine aussortierten Sachen bei einem anderen Onlinehändler verkauft und dann fiel es mir ein: DA kann man ja Sammelbestellungen machen und nur 1x Porto zahlen.
Also meine ewiglange *will ich noch lesen-Liste* abgearbeitet und mit Freude festgestellt, dass die meisten gebrauchten Bücher nur wenige Cent kosten (anders als beim großen A-Händler!!!!).
Ach welch große Freude! Fast wie Weihnachten, jetzt kommt demnächst ein großes Paket für knapp 12 Euro mit Büchern die ich schon lange lesen will!
Ich bin so scharf aufs Lesen wie schon lange nicht mehr. Kein Wunder, kann ich mich endlich auch wieder konzentrieren und habe die Kraft dazu.
Wunderbar...ganz ganz wunderbar....

Tja wenn man chronisch krank ist, schätzt man sehr die kleinen Freuden!

Letztens ein Interview gehört von einer Frau die 5 Jahre im Wachkoma lag. In der Zeit hatte sie auch ihr Kind zur Welt gebracht. Sie wachte wieder auf, musste alles neu lernen: gehen, sprechen, sich in der Welt wieder zurecht finden... Es blieben keine Schäden zurück!
Diese Frau darf heute nicht mehr tauchen, fliegen, anstrengende Tätigkeiten/Sport machen und noch vieles mehr nicht. Alles was sie früher so gern tat!
Und es warerstaunlich mit welch Frohsinn sie trotzdem das Leben genoß. Sie jammerte nicht über das was sie nicht mehr konnte, sondern suchte sich Dinge die sie machen durfte und die ihr trotzdem Spaß machten. Sogar einen Job fand sie wieder.

Daran möchte ich mich wieder öfters erinnern und daran orientieren. Ich kann z.B. auch nicht viel/oft/weit verreisen, wie ich das gern tun würde, aber ich kann mir die Reiseberichte anderer Menschen ansehen und hören, wie dem aus Tibet. Oder eben lesen und im Kopf reisen. Ich kann es, ich habe die Zeit dazu und ich genieße es.

Wenige Tage später hörte ich wieder ein Interview (wer auch anderen Menschen lauschen möchte, dem empfehle ich die tolle Sendung Mensch Otto von Bayern 3, hier kann man sich die mp3 runterladen, oder gleich hören:
http://www.br-online.de/podcast/mp3-download/bayern3/mp3-download-podcast-mensch-otto.shtml
in dem erzählte wieder eine Frau, eine erfolgreiche Moderatorin und Schriftstellerin über ihr Leben und wie sie damals nach Asien reiste, feststellte dass sie gern länger bleiben möchte und daraufhin ihren Job kündigte.
Im nachhinein meinte sie, das sei ein Fehler gewesen.
Aber es sei kein Fehler gewesen, diesen Fehler zu machen.
Ein Satz der zum nachdenken anregt...

Sonntag, 25. Oktober 2015

100 Tage Tibet

Gestern war ich mit einer Freundin auf einem Multivisionsvortrag.
100 Tage Tibet.
Wir gehen in den riesigen Saal mit über 100 Sitzplätzen, entscheiden uns für die Reihe vor dem Mittelgang (viel Beinfreiheit) setzen uns und dann kam von nebenan: "Entschuldigen Sie, wir kennen uns ?!"
Sitzt da die Frau aus der Reisegruppe mit der meine Freundin vor einem Jahr eine Chinarundreise unternahm, mit Zwischenstop in Tibet.
Großes Hallo und Hellau.

Und dann ging es auch schon los.
Ein schnösliger Modefotograf trifft den Dalai Lama und darf ihn 3 Tage begleiten. Er bekommt hautnah mit was um seine Heiligkeit geschieht, immer dieselben Fragen, immer Lächeln, immer einen Scherz auf den Lippen. Aber eines fällt ihm auch auf: Der Dalai Lama tut soviel für andere. Wer tut dem Lama was gutes?
So kam ihm eine Idee. Er gab ihm das Versprechen, in sein Land zu reisen und zu porträtieren wie es da nun aussieht und was da so vor sich geht.

Also bereitet er sich vor, kauft Ausrüstung, versucht finanzielle Unterstützung zu bekommen, geht oft in die Berge um sich auch physisch auf diese Reise vorzubereiten. Er recherchiert wochenlang über Satelittenprogramme seine Route, die natürlich fern der üblichen Tozristenpfade verlaufen soll.
Dann endlich geht es los. Es bleibt weiter ein schweres Unterfangen, denn eigentlich ist es verboten, als alleinstehende Person in dieses Land zu reisen (sie waren zu zweit, aber es muss eigentlich immer eine Gruppe von mind. 5 Personen sein).
Und dort zu fotografieren und zu filmen ist ebenfalls heikel bis sehr oft schlicht verboten. Aber der schnöslige Fotograf findet immer Mittel, Wege und Tricks und so entstanden tolle, erschreckende, lustige und traurige Bilder und kurze Filmszenen. Und natürlich Geschichten und Geschichten in massen!

Gebannt lauschten wir alle. Aber natürlich ist es auch traurig zu sehen, wie systematisch das Land mit seiner Kultur vernichtet wird.

Eine ganz besondere Geschichte war diese:
Irgendwann traf der Fotograf Jugendliche und wollte auch mit ihnen reden. Auch das ist nicht ganz ohne, denn man darf ja nicht mal über den Dalai Lama reden, geschweige denn Bilder ect. von ihm zu besitzen. Deswegen erzählte er den allerwenigsten Menschen seinen wahren Grund über seine Reise. Aber nach einer Zeit und an einem versteckten Ort weihte er die Jugendlichen ein und wollte ihre Meinung zu desem Thema wissen. Einige der jungen Männer neckten einen anderen Mann, bis dieser sich überreden ließ sein Shirt auszuziehen. Was dann kam war schier unglaublich:
Das Schirt hatte kleine feine schraffierten Linien aufgedruckt, es sah aus wie ohne Sinn und Zweck hingekritzelt, sah ein wenig wie mit Bleistift aus. Dann legte er das Shirt ziemlich kompliziert und schief zusammen und es erschien:
Das Portrait des Dalai Lama!!!
Das Raunen das durch den Saal ging...unbeschreiblich!!! Ich bin mir sicher, dass JEDER Gänsehaut hatte.

Mit einer kurzen Unterbrechung schaffte der Fotograf seine Mission. Es entstand ein Bildband über Tibet. Nicht nur schöne Bilder wie man sie in jedem Reiseführer findet, sondern die Wahrheit. Viel Zerstörung und viel Militär. Es war zu goldig mit anzusehen, als der Dalai Lama nun dies Buch in Händen hielt und sich herzlich bedankte. Bei diesem taffen Deutschen.

Nach 2,5 Stunden war ich so erfüllt und innerlich satt.
Es war so stimmig, wo ich gerade so eine Freude an Spiritualität habe.
Es paßte so, erst das Buch über den Walkabout einer Frau in Australien, dann das Buch mit der Ärztin in Russland die schamanisches Wissen findet und jetzt u.a. die Lebensweise und Lebensort der Mönche in Tibet. Die weite Landschaft. Die Bescheidenheit und Religiosität der Menschen.

Ich träumte mich in die Weiten Tibets, wie ich irgendwo stundenlang sitze und meditiere....glücklich schlief ich ein. Fern der ganzen Technik, Zerstreuung und des Überflusses.

Is klar, dass heute nochmal "7 Jahre Tibet" angeguckt wird.

Ein klitzekleiner Einblick in diesen Vortrag und Infos um Tibet gibt es bei einer Sendung Planet Wissen:
http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/planet_wissen/videohunderttageintibet100.html

Samstag, 24. Oktober 2015

Manchmal gehts so leicht...

Seit gestern belastet mich etwas.
Es bot sich ein fauler Kompromiss an. Dann wäre die Sache schnell wieder aus der Welt.
Wenn ich aber wieder in den Seelenzeiten unterwegs bin, dann kann ich mir das nicht antun. Alles in mir schrie NEIN.
Panik ergriff mich. Aber was tun? Vielleicht doch Augen zu und durch?
Ich horchte was meine Intuition sagte. Ich hörte nichts.
Also überlegte ich Alternativen. Auch da fiel mir nichts ein.
Na gut, dachte ich mir, es wird schon was passendes kommen. Irgendwie geht es ja immer wieder.
Ich entspannte mich. Ich vertraute. Ich bat auch um Hilfe.
Und dann kam eine Lösung.
Nicht super, aber machbar. Und besser als der faule Kompromiß.

Und als ich so dasaß, ich der Sonne, da wurd mir ganz heiß. Ja die Sonne knallt noch gut.
Aber mir fiel auch was ein:
Wieso wird der Mensch der einer fremdbestimmten  Arbeit im Außen nachgeht, so viel mehr wert geschätzt, als derjenige der an sich selbst im Inneren arbeitet?
Der eine wird erfolgreich genannt, der andere verrückt.

Außerdem:
Mein. Herz. schlägt. fest. Rat.

Freitag, 23. Oktober 2015

Aaaahhhh!!!

Ich lese gerade ein total spannendes Buch:
Das weiße Land der Seele.
Ein autobiografischer Roman.
Eine Psychiaterin aus Russland findet Zugang zum schamanischen Wissen und das stellt ihr Leben und ihre wissenschaftliche Gesinnung gehörig auf den Kopf...
Ich kann das Buch kaum zur Seite legen...so toll finde ich es!

Jedenfalls...mittendrin, auf irgendeiner Seite löste sich ein Knoten in mir. Und kurze Zeit später war mir klar, was nun anders ist.
Ich rutschte vom Kopf wieder ins Herz.

Wenn ich nur im Kopf bin, ist alles anstrengend, das viele denken, das zweifeln, das grübeln, die vielen Fragen und Entscheidungen die beantwortet und getroffen werden wollen, alles so ernst und schwer.

Wenn ich wieder mehr im Herzen bin (nur dort verweilen ist das andere Extrem und genauso schlecht, weil wenn ich den Bezug zur Realität verliere...dann gut Nacht) spüre ich mehr was ich will, sind die *was-andere-Menschen-über-mich-denken*-Gedanken weniger, fühle ich mich leicht, kann ich mich gut um mich kümmern, es gibt weniger fiese Stimmen in meinem Kopf (das kann man doch nicht machen, ach du schaffst aber auch gar nix..ect..) lebe ich intuitiver und schöner!

So jetzt aber wieder auf die Couch!

Donnerstag, 22. Oktober 2015

Leben im Schnelldurchlauf?

Manchmal denkt man frau ja so ein wenig (nicht mehr wie letztens schon geschrieben) über ihr bisheriges Leben nach.
Und dieses Mal ging es nicht um eine spezielle Zeit, sondern so im Gesamten und dabei fiel mir was auf.
Ich hab wohl ein wenig im Zeitraffer gelebt:

Mit 16 von daheim ausgezogen und beim Freund gleich eingezogen. Waren sogar dann verlobt.
Mit 18 dann Kinder (gut nicht die eigenen, sondern in der Arbeit). Außerdem auch Befreiungsschlag aus dieser Beziehung und die erste eigene Bude.
Dann so paar Jahre mit Höhen und Tiefen vor mich hingelebt.
Zwischendurch immer mal wieder diverse Midlife-Krisen.
Mit 30 vereinzelt weiße Haare vom Kopf gerissen.
Mit 32 Jahren in Rente.
Tja und da rentner ich jetzt vor mich hin.

Und genauso fühl ich mich.
Wie irgendwas mit 70.
Keinen Ehrgeiz. Wenig Pläne für die Zukunft.

Uff.
Bin ich heut knatschig.

Sonst so?
Ich bin weiter am ausmisten. Obwohl ich gemerkt habe, die alten Sachen (Tagebücher und Co) will ich nicht weghaben. Die Gedichte voller Schmerz und Leid in den Schredder zu jagen war gut. Mehr nicht.
Aber im groben geht es weiter, ein wenig Klamotten, das Adressbuch, Bücher, Dateien. Alles was mir so einfällt, was ich nicht mehr haben will.
Es tut sehr gut Dinge aufzubrauchen, von denen ich dachte ich brauch die mal wieder. Ich übe mich im Vertrauen, dass ich es haben werde, wenn ich es brauche. Und so flog mit viel Leichtigkeit einiges hinaus.

Mittwoch, 21. Oktober 2015

Dienstag, 20. Oktober 2015

Depressive Herbststimmung

Heute nacht nicht viel geschlafen. Ich war einfach wach und fit. Hab dann gelesen.
Ich wei'nicht, ob es daran lag, dass ich die letzten Tage (mal wieder) zuviel vorm PC saß und zu wenig draußen war, oder doch die Anspannung vor dem heutigen Termin bei der neuen Frauenärztin.
Wahrscheinlich beides.

Nachdem ich 1,5Std. gewartet habe (warum macht man dann noch Termine aus???) kam ich dran und durfte gleich feststellen, dass diese Ärztin herrlich neutral war. Nicht zu zuckersüß, nicht arrogant (wie die letzte), nicht unpersönlich. Da meine PAP-Werte letztes Jahr schlecht waren, muss ich das weiter kontrollieren lassen. Sonst kann sich das zum Krebs auswuchern. Bin gespannnt, wie es jetzt ausschaut, Ergebnis in ca. 10 Tagen.
Zum Glück kenn ich den Weg und hatte mir davor schon ausgedacht, dass ich nach dem Termin die eine Haltestelle zu Fuß durch den Stadtpark gehe.
Gute Entscheidung. Mein Hirn war danach leer. Sprachzentrum, Bereich für logisches Denken und alles was man sonst so braucht um sich in der Welt zu bewegen waren ausgeknockt. Hoher Stresspegel.

Die Laune ist nun arg im Keller. Zwar freute ich mich heut morgen über die Sonne (nach tagelangem grau) aber jetzt bin ich auch nicht böse um die aufziehenden schwarzen Wolken.
Mir ist sehr kalt und Hunger hab ich auch ständig.
Am Samstag hatte ich mal wieder eine üble Unterzuckerungsphase. Ih wie ich das hasse. Hatte ich schon ewig nicht mehr. Und heute fiel mir ein: Mensch ich hab doch vor 2-3 Wochen das Chrom weggelassen. Weil ich dachte dass es eh nix bringt. Chrom ist aber zuständig (u.a.) für den Blutzuckerspiegel. Also werde ich es wieder nehmen.

Das sozialphobische Zittern kehrte auch mal wieder zurück. Auch IHH.
Heißt: Definitiv zuviele Reize. Also PC aus, ab ins Bett und dösen. Ruhe. Nix müssen...

Montag, 19. Oktober 2015

Stop dem Grübelzwang

Ich denke ja gerne und viel.
Mein Leben findet hauptsächlich im Kopf statt (ist im übrigen umweltschonend und billig :-))
Aber heute kam mir so die Idee, dass ich das gerne auch mal übertreibe.
Vor allem beim Grübeln.
Wenn ich zu abgehoben nachdenke, also über mein Leben im Ganzen oder wie mein Leben werden soll, dann bekommt das Ganze ein Gefühl der Schwere, der zu ernsten Ernsthaftigkeit, der Depression.
Ich drehe mich im Kreis. Und meine nur eine große Aktion wie Umzug oder sonstiges besonderes reißt mich da heraus. Aber auch dann kommt er irgendwann wieder: der graue Alltag.

Mir tut es gerade sehr gut, nicht zuviel nachzudenken. Das hat nichts mit Verdrängung zu tun. Sondern mit dem Maß aller Dinge.
Gestern war wieder alles so aussichtslos, langweilig, öde, leer. Und ganz disziplinlos ließ ich mich bisher da immer hinein fallen, anstatt Stop zu sagen und mich zu fragen: WILL ICH DAS ÜBERHAUPT?

Wir sind mehr als unsere Gedanken!

Jetzt schaue ich nicht was ich im Großen verändern kann. Ich bleibe nicht im Unkonkreten, im verwaschenen *was sein könnte*.
Sondern im Kleinen. Im Jetzt. Im Heute bleiben. Wieder ein wenig Leichtigkeit rein bringen. Das Leben läuft auch von allein weiter, ohne dass ich mir den Kopf darüber zerbreche.

Also backe ich einen Kuchen, höre südamerikanische Musik oder schaue mir was lustiges im Netz an.
Denn mal ehrlich. Daraus besteht doch das Leben: aus vielen verschiedenen Tagen, Unternehmungen, Gefühlen...

Damit nehme ich der Depression den Wind aus den Segeln. Und statt zu planen, lebe ich einfach.
Gut fühlt sich das an! Sehr gut!

Samstag, 17. Oktober 2015

Aus den alten Schuhen steigen

Ich bin letztens über eine alte abgespeicherte PowerPointPräsentation gestolpert. In der ging es ums loslassen. Vorrangig um Besitz.
Wenn wir sammeln und horten, dann zeigen wir unserem Gehirn und unserem Universum, dass wir dem Morgen nicht vertrauen.
Wir hindern uns am Wachstum (ich nennen es lieber Entwicklung).
Es ging ums frei werden und leicht, damit das Neue in unser Leben kommen kann.
Irgendwie trafen mich diese Wörter mehr als sonst. Solch Kalenderspruchweisheiten hängen mir eigentlich schon zum Hals raus, aber dieses Mal nicht.

Gerade fiel mir ein, wieviel altes Zeug aus vergangenen Zeiten ich noch im Keller stehen habe. Alte Tagebücher voller Schmerz, Trauer und Wut.
Einen ganzen Ordner voller selbstgeschriebener Gedichte, fast alle aus meiner  schwierigen Jugendzeit, also sind auch hier die Themen Liebeskummer, noch mehr Schmerz und viel Verzweiflung.

Warum hebe ich das auf?
Mir kam der Gedanke:
Die Vergangenheit besitzt mich.
Was bringt mir das?

Dann fiel mir ein, dass ich letztens ein tolles Buch las *Traumfänger* in dem eine weiße Frau auf einen walkabout mit den Ureinwohnern Australiens mitgehen durfte. Diese Leute trugen fast nichts. Sie hatten nichts. Es zählte nur das Jetzt. Und erstaunlicherweise fanden sie immer genau das, was sie brauchten zum richtigen Zeitpunkt.

Wieder: warum hebe ich das ganze Leid auf?
Weil ich mich dran festgehalten habe?
Weil ich angst hatte sonst nichts zu haben?
Weil ich angst hatte vor dem was kommt, wenn ich nach vorne blicke?

Ich stelle mir vor, wie die ganze Vergangenheit und jedes Foto, Tagebuch oder sonstiges an einem Faden hängt, und alle Fäden führen zu meinem Körper. Eine Verbindung besteht in jedem Fall, das merke ich wie gut ich mich nach einem ausmisten fühle!
In Gedanken schneide ich diese Fäden durch.
Ich lasse los.
Die Vergangenheit WAR. Die schlimme Zeit von damals, ist schon lange, lange vorbei.
Es bringt mir nur selbst immer wieder Leid und Schmerz, wenn ich daran festhalte.
Die Vergangenheit habe ich mir sehr lange, sehr intensiv angeschaut.


Ein Grund warum ich das alles immer noch aufhob fällt besonders auf: Ich hoffte, dass nach meinem Ableben meine Familie (oder nur ein Teil) diese Aufzeichnungen findet und mich ENDLICH versteht, mich überhaupt mal richtig wahrnimmt
(da ich lange immer wieder suizidal war, ist das im nachhinein verständlich).
Es heißt aber auch, dass ich damit ja immer noch abhängig von den Reaktionen und Gefühlen meiner Eltern war/bin.

Man kann nicht nur Dinge loslassen, sondern auch alte Glaubensmuster, Verhaltensweisen, Gedanken, Gefühle...

Auch das Ego spielt eine Rolle, wenn ich mal nicht mehr bin, dann sollen die Leute sehen und nachlesen können was ich für ein Mensch war, welches Leben ich hatte. Ich will nicht einfach so verblassen und verschwinden ohne Spuren zu hinterlassen. Erstaunt nehme ich auch diesen Grund wahr.

Spannend was da gerade so auftaucht.

Ich glaube, morgen gehe ich mal in den Keller...

Die Dosis macht das Gift

Bei mir ist das in Bezug auf Menschen immer wieder sehr gut zu erkennen.
Zuviel/zuoft Menschen gibt grantige Laune bei mir.
Heute nochmal Er-ho-lungs-tag, mit Therme, Wassersprudelbecken und Wassergymnastik. Ich werd noch zum totalen Wellnessjunkie!
Ich hab einen Freund auf Reha besucht. Und D. fuhr mit. War ja zum Teil auch sehr lustig. Aber auf der Heimfahrt merkte ich: too much.
Generell auch die Reize. Und so.
Und dann noch sehr lecker aber ebenfalls too much, beim Griechen gegessen.
Tjo man kann sichs auch gut gehen lassen, ne?

Aber einsa sag ich Euch auch: Die nächsten 2 Tage ist Ruhe, Alleinsein und vielleicht noch meine inzwischen heiß geliebten Spaziergänge dran.

Freitag, 16. Oktober 2015

Haarwäsche

Also das mit dieser Haarseife hat auch nicht so ganz funktioniert wie ich mir das gewünscht habe.
Irgendwann waren sie nur noch klebrig/platt. Also doch wieder mit Shampoo (silikonfrei immerhin) ran, um sozusagen wieder auf 0 zu kommen.
Jetzt wasche ich mit Haarseife, aber nur den Ansatz, sprich ich mache mir einen lockeren Dutt und der wird nicht nass und eingeseift. Damit nichts in die Längen kommt, das klappt gut.
Und zwischendrin so alle 2-3x eben doch mit normalen Shampoo.
Dazwischen versuchte ich nochmal Natron, gab aber nur furchtbare Schuppen, und Heilerde da hatte ich dann quasi betonierte Haare. Grausig.
Auch der Waschrhythmus hat sich leider nicht verändert, bleibt bei alle 2 Tage (oder 3 wenn ich wenig außer Haus gehe).

Donnerstag, 15. Oktober 2015

Altes Dilemma

Diese Ödnis-schleife kotzt mich an.
Jetzt geht es mir zwar besser, die extreme Schlappheit/Benommenheit ist weg (Müdigkeit noch da aber nur teilweise und das rechne ich der Introvertiertheit/Hochsensibilität zu) und weiß jetzt nichts mehr mit mir anzufangen.
Alles langweilt mich.
Nichts interessiert mich.
Alles öde.
Dazu das graue Wetter, die frühe Dunkelheit.
Die Kälte macht mir weniger aus.
Was tun...
Wie oft ich schon an dieser Stelle stand.
Nervig.
Wie mag ich mein Leben leben?
Was eventuell arbeiten?
Wie meine Zeit verbringen?
Ich glaube, dass diese Phasen immer auftreten, wenn ich länger nicht verreist war.
Tja soviel Freiheit wie ich sie habe, kann halt auch belastend, nervig, hinderlich sein.

Einzigster Lichtpunkt:
Gestern mit einem Mann ausgegangen.
Ihn dann überraschenderweise einfach in der Tiefgarageneinfahrt nieder geknutscht.
Man bereut ja meistens das was man nicht getan hat.
Definitiv!

Dienstag, 13. Oktober 2015

Er-ho-lung

Heute mal einen kleinen Wellnesstag eingelegt.
Mit D.
Konnten viel lachen.
Is ja auch Wellness.
Erst schön sporteln ala schwimmen, danach ins warme Blubberwasser, dann ein kleiner Spaziergang mit einem leckeren Kaffe in der Hand und dann ab in die Grotte.
In die Salzgrotte.
Da liegt man 45 Minuten in einem schönen abgedunkelten Raum, um einen herum orangene Salzsteine, unter einem weißes Kristallsaz, auf die Ohren gibt es sanfte Meditationsmusik.
Ach konnt ich mich schön entspannen und genießen.

Und das nächste Mal gibts davor noch eine Massage.
Dann ist es perfekt :)

Montag, 12. Oktober 2015

Grenzen

Und schon wieder was gelernt:
Grenzen sind nicht gut oder schlecht.
ach.
ACH!
Ich schäme mich immer für meine.
Obwohl das schon besser wurde. Aber alte Verhaltensweisen, gut gelernt und lange angewandt, verschwinden nicht so schnell, wie meine Sommerklamotten (heut) in den Keller.
Ich darf Grenzen haben. Bei diesem Satz wird mir immer ganz wohl ums Herz. Und um die Mundwinkel, da muss ich immer lächeln.

Vorgestern zum Beispiel hatte ich mit einem Mann Kontakt. Ich hatte im Vorfeld schon gemerkt, dass er meine Ansage/Grenze nicht so einfach hinnimmt, sondern mich mit emotionaler Erpressung manipulieren wollte (gut nur, dass ich dieses Spiel in und auswendig kenne, dass ich es zum Glück schon erkenne, wenn es noch 200m entfernt ist!).
Er spielte die Rolle *das Opfer*, verfiel ins jammern und wehklagen, er wolle mir doch nur gutes tun, völlig uneigennützig und bedinungslos (es darf gelacht werden).
Beim wiederholten NEIN von mir, kam dasselbe nur in anderen Worten wieder. Ich verstummte. Es hat keinen Sinn darüber zu diskutieren.

Ich darf gut für mich sorgen und es darf mir gut gehen, sind auch so Einstellungen die ich weiterhin üben darf.
Es darf mir sogar gut gehen, auch wenn das anderen nicht gefällt.
Hammer oder?
Den Satz: Ich sorge gut für mich und es ist mir egal was du davon hältst, durfte ich in der Klinik rund 30x hintereinander sagen. Ich stand in der Mitte, um mich herum saßen Menschen, jedem musste durfte ich in die Augen sehen und diesen Satz sagen.
Das macht ordentlich was mit einem!

Sonntag, 11. Oktober 2015

Das Leben ist der beste Lehrer

Vor einigen Tagen las ich im Netz etwas. Und es berührte mich. Etwas schwang in mir mit. Uiuiui dachte ich mir...das paßt auf mich aber auch...und so konnte ich mir heimlich, still und leise diese Seite in mir anschauen.
Diese Anteile in mir, die nicht schön sind. Die es aber nun einmal gibt.
Jeder will doch nur toll und schön und bescheiden sein.
Mir wurde schon öfters im Außen gespiegelt, dass es da diese Eigenschaft in mir gibt. Ich wollte es aber nicht wahrhaben. Habe es bekämpft, verleugnet, unterdrückt.
Was diesen Anteil nur dazu ermunterte sich so richtig aufzuplustern.

Hallo lieber Schatten. Nun kann ich Dich akzeptieren. Kein Rittual, kein Seminar, keine Therapiestunde hätte das möglich machen können. Vielleicht den Weg ebnen, aber *klick* hat es in einer ruhigen und ehrlichen Minute von ganz alleine gemacht.

Jetzt kann ich lachen. Diesen Anteil anschauen, ja ihn sogar umarmen.
Ja...so bin ich auch. 
Es ist eine unglaubliche Befreiung. Ich gehe soviel lockerer und entspannter mit meinen Mitmenschen nun um. Denn wer seine eigenen Fehler und Schwächen akzeptiert, kann dies auch bei anderen besser :-)

Selbstliebe heißt, sich so anzunehmen, wie man ist.
Mit ALLEM. Seinen Begabungen und Stärken, aber auch Fehlern und Unzulänglichkeiten. Jetzt verstehe ich diese Wörter nicht nur, sondern weiß was damit gemeint ist.

Samstag, 10. Oktober 2015

Bayrisch. Introvertiert. Minimalistisch.

Sind so Dinge die auf mich zu treffen.

Bayrisch: Seit Geburt an in Bayern lebend, also 35 Jahre. Ich mag die Art Humor, die wunderschöne Landschaft und natürlich den Dialekt. Den ich leider fast nicht mehr spreche. Warum? Aus übertriebener Rücksicht. Andere könnten mich ja nicht verstehen. Und ich will andere nicht in Bedrängnis bringen. Achja. Coabhängigkeit lässt grüßen. Ich finde Leute toll, die so reden wie ihnen der Schnabel gewachsen ist.
Vor allem mit der Freundin aus Hamburg pack ich mein bestes hochdeutsch aus, was mir manchmal schon selber ganz komisch vorkommt, weil es sich so gestellt anhört. Irgendwie kamen wir im letzten Telefonat auf dieses Thema und Freundin meint: "ach ich liiiieeeebe diesen bayrischen Dialekt, der klingt immer so liebevoll, ach ich hör das so gern!"
Ich prustend losgelacht: "na gut, dass wir das nach 8 Jahren Freundschaft auch mal geklärt hätten!!!"
Mal sehen, ob ich also nun in Zukunft so frank und frei reden kann, wie es mir gefällt....

Introvertiert. Im Moment wieder starke Phase. Und: I love it!
Weil ich es akzeptiert habe. Mich akzeptiert. Das alleine sein, nachdenken, in seinen bunten Seelenlandschaften spazieren gehen, in sich hinein sinken. Volle Kanne Batterieaufladung!

Und interessanterweise bin ich in so stark introvertierten Phasen auch sehr minimalistisch. Klar, das Außen gibt mir dann nicht viel, im Gegenteil es streßt mich wenn viel rum liegt. Einkäufe sind da auch sehr anstrengend.
Wenn ich wieder mehr draußen unter Menschen bin, dann hab ich auch viel mehr Spaß am kaufen, am haben wollen. Jetzt weiß ich warum das immer abwechselnd ist bei mir, mit den unterschiedlichen Phasen....
Tja. Haben oder Sein eben :-)

Im Moment bin ich einfach.

Schönes Wochenende Euch allen!

Donnerstag, 8. Oktober 2015

Wie ein Käfer aufm Rücken

Gestern mit Freundin T. aus Hamburg telefoniert.
Sie rief mich vormittags an, was mich schon wunderte, da sie zu dieser Zeit normalerweise arbeitet.
Sie ist krankgeschrieben.
Nun denn, natürlich wollte ich wissen, warum sie nun daheim hockt.
Da kam ein klägliches: "Ich hab mir 4 Rippen geprellt und das halbe Schienbein noch dazu!"
Ein "ohje, wie haste denn das angestellt?" war natürlich meine nächste Frage, darauf erhielt ich die Info: Ich bin vom Klettergerüst gefallen,
und da entfuhr es mir ein: "Oh wie schön!"
Und meinte damit eigentlich, dass ich es toll finde, dass sie da rumgekrabbelt ist.
Ich wär nämlich genau wegen der Angst da runter zu fallen, auch unten geblieben.
Sie kicherte. "Naja bisschen dämlich komm ich mir schon vor."
Ich fand es toll, dass sie mit Mitte 40sich einen Spaß gönnen wollte und mal ein wenig kindisch sein.

Ich hab es mir angewöhnt Leute genau dann zu loben, wenn die Leute sich wegen irgendwas selbst fertig machen.
Wenn jemand jammernd meint: oh ich hab seit 3 Tagen die Wohnung nicht verlassen, kommt von mir ein enthusiastisches: TOLL!
Man selber meint ja immer, alle anderen gehen jeden Tag an die Luft, arbeiten immer perfekt, haben nie fettige Haare, sind nie einsam usw.
Deswegen schiebe ich diesem Selbstoptimierungswahn einen Riegel vor, indem ich die Leute schulterklopfend gratuliere zu den neuen 5 Kilos, der verwüsteten Wohnung, dem überzogenen Konto.
Bitte nicht falsch verstehen, ich will hier dem schamlosen sich treiben lassen nicht zum Bestseller verhelfen, sondern nur den steifen Leuten/Einstellungen/Strenge mit sich selbst,  zu etwas mehr Lockerheit.

Und vielleicht schreib ich morgen, was ich eigentlich heute schreiben wollte.
Hier schon mal die Überschrift: Bayrisch, introvertiert, minimalistisch.

Samstag, 3. Oktober 2015

Nun...

Oft hab ich die letzten Tage innerlich neue Posts verfasst.
Und doch nix geschrieben.
Ich bin weiterhin still. Viel alleine. Die Woche hatte ich ein schönes Treffen mit M. Sie hat mich mit einem ganz liebevoll gestalteten Frühstückstisch überrascht. Hat mich sehr gefreut.

Ich war auch viel draußen. Habe die Bewegung genossen. Den Sport. Die Natur. Die Schönheit.
Die Benommenheit/Schläfrigkeit ist weiterhin weg. Was mich riesig freut!
Jetzt bin ich nur tief müde. Eine ganz satte normale Müdigkeit. Ich schlafe viel. Und wache erholt auf. Auch neu. Wie ein Wunder. Bin so dankbar.

Nach innen lauschen. Mich ansehen. Ehrlich. Was ist und wo soll es hingehen?
Den Satz gelesen: Unsere Geheimnisse machen uns einsam. Und einen Schreck bekommen. Über mein Geheimnis nachgedacht und überlegt ob ich es einer bestimmten Person sage. Mich öffne.

Seit Tagen ist mein Tinnitus lauter geworden. So sehr, dass es mich arg streßt.
Dazu schmerzhafte Verspannungen (wahrscheinlich der Grund für den Tinnitus) im rechten Nacken/Schulter/Armbereich. Habe auch immer wieder Hitzewallungen. Vor allem wenn mir etwas zu streßig wird.
Auch das schaue ich mir an, woher nun dieser innere Streß kommt?

Etwas bildet sich in mir. Etwas verändert sich etwas in mir. Vielleicht formt sich auch etwas Neues. So genau weiß ich das noch nicht.
Ehrlichkeit ist angesagt. Mir selbst gegenüber.
Transformation...wie der Schmetterling aus der Puppe....
Hoffentlich genauso schön ;)